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Benutzername: Rikku
Wohnort: Limbach-Oberfrohna
Über mich: Kati, 23 und Bücherfreund(in) =)
Danksagungen: 17 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 39 Bewertungen
Bewertung vom 12.04.2015
Anastasia McCrumpet und der Tag, an dem die Unke rief / Anastasia McCrumpet Bd.1
Grant, Holly

Anastasia McCrumpet und der Tag, an dem die Unke rief / Anastasia McCrumpet Bd.1


sehr gut

Pudel mit Metallgebiss, sprechende Mäuse und Frauen mit Monobrauen - Willkommen in Anastasia McCrumpets Welt!

Inhalt:

Die fast 11-jährige Anastasia hört eigentlich nicht auf Unkenrufe ... Aber als die ungeliebte Schulsekretärin Miss Sneed mit der Mono-Augenbraue sie aus dem Unterricht reißt, spürt sie sofort, dass ein Unheil auf sie lauert. Und richtig: Anastasias Eltern sind einem seltsamen Staubsaugerunfall zum Opfer gefallen und müssen sich an einem weit entfernten Ort davon erholen. Stattdessen stehen zwei unbekannte Großtanten bereit, um Anastasia mitzunehmen. Tante Prim und Tante Prude wohnen in einem uralten verstaubten Heim, in dem Anastasia bald mulmig wird: Schon das Gelände wird von bösen Pudeln mit Metallgebissen bewacht. Nachts heulen Geräusche durch das Haus. Und an den Wänden hängen Bilder von verschwundenen Kindern und von finsteren Damen mit Monobrauen ... (Quelle: Klappentext, cbt)


Meine Meinung:

Mitte März war es wieder soweit - das nächste Rezensionsexemplar für die Buchflüsterer-Aktion von Buecher.de befand sich in meinem Briefkasten. Nach Love Letters to the Dead vom letzten Mal eher ein erwachsenereres Publikum angesprochen hat, ist Anastasias Welt viel kindlicher (aber dafür auch gefährlicher!)
Das Cover ist recht blau gehalten und darauf sind Anastasia, der "Gärtner" Quentin und sein Bruder Ollie zu sehen. Die Überschrift ließ mich einen pompösen Titel vermuten - und ich lag richtig, denn die Geschichte spielt in einer Villa. Für Kinder ist das Cover sicherlich ansprechend, da es mysteriös aber auch verspielt daherkommt.
Erzählt wird die Geschichte aus der dritten Person, die auch immer wieder den Leser direkt anspricht, ihn Fragen stellt und sehr gut unterhält. Anastasia wird uns als schusseliges aber sehr liebenswertes Mädchen vorgestellt, welches gerade ihre Lieblinsblume zu Grabe tragen musste. Und als wäre das nicht schon genug, spielt ihr Meerschwein Muffy, den Rachekacker-Trumpf aus! Pfuiii!! Ihre Entwicklung von der kleinen, unscheinbarer Schülerin zu einem tapferen Mädchen wirkt echt und wird auf interessante Art und Weise erzählt. Sie und die anderen Mitglieder der Liga der garstigen Ungeheuer sind mir gar sehr ans Herz gewachsen.
Die Geschichte lebt wirklich von den schrägen und unglaublich witzigen Beschreibungen und Dialogen. Ich habe nicht selten herzhaft bei der Lektüre gelacht. Frauen mit Monobrauen - echt gruselig! Augapfelringe- ieeeh! Pfefferminzbonbons - uargs. Ja, auch der Grusel kommt nicht zukurz!
Da Kinder oftmals dazu neigen, das Interessezu verlieren wurden auch noch kleine Bilder eingefügt, die das ganze Leseerlebnis auflockern.

Fazit:

Anastasia McCrumpet und der Tag, an dem die Unke rief von Holly Grant hat mich die letzten Tage wunderbar unterhalten. Witzig, mysteriös, verückt und auch etwas gruselig. Damit werden mutige Kinder im Alter von 10-14 bestimmt ihren Spaß haben!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.02.2015
Love Letters to the Dead, deutsche Ausgabe
Dellaira, Ava

Love Letters to the Dead, deutsche Ausgabe


ausgezeichnet

Lieber Kurt,
dieses Buch ist einfach großartig!

Inhalt:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben … (Quelle: Klappentext, cbt)

Meine Meinung:

Anfang Februar erreichte mich mal wieder ein kleines Päckchen im Rahmen der Buchflüsterer-Aktion von Buecher.de. Diesmal fand ich Love Letters to the Dead vor – genau mein Fall! Ich hatte schon im Vorfeld von dem Buch gehört und war gespannt, ob auch ich es so positiv aufnehmen würde.

Doch zuerst einmal zum Cover: Darauf ist ein junges Mädchen zu sehen, das vor der zierlichen, aber großen Schrift und einem Himmel sitzt und etwas schreibt. Dabei handelt es sich wohl um Laurel, die gerade wieder einen Brief an bereits verstorbene Stars schreibt. Definitiv ein Cover der Kategorie: Stiller Eyecatcher.

Die Erzählweise in Form von Briefen war am Anfang gewöhnungsbedürftig aber schon nach einigen Seiten empfand ich es als sehr angenehm. Vor allem bin ich der Meinung, dass ich durch diese Form auch eine viel emotionalere Beziehung zu der Protagonistin aufbauen konnte. In Briefen schreibt man ja normalerweise aus, was man sich nicht traut, jemanden mündlich mitzuteilen. Genau das war auch bei dieser Geschichte der Fall. Laurel versucht mit den Briefen, den Tod ihrer Schwester und ihr Erwachsenwerden zu verarbeiten. Und an wen soll man sich wenden? An Menschen, die bereits Tod sind, zu denen man aber aufgeschaut hat und die ähnliches durchgemacht haben – Stars! Laurel schreibt Briefe an ganz verschiedene Personen: Musiker, Schauspieler und Dichter. Ihre Texte kamen mir immer aufrichtig und nah am echten Leben vor. Die teilweise poetische Ausdrucksweise mag manchen eventuell over-the-top sein, aber ich fand sie großartig!

Doch Laurel erzählt nicht nur von ihrer Seelenlage, sondern auch von denen ihrer Mitmenschen. Und jeder von ihnen hätte eigentlich ein eigenes Spin-Off verdient, weil ich gerne noch viel mehr über sie erfahren hätte.

Fazit:

Love Letters to the Dead von Ava Dellaira hat mich wirklich sehr berührt und mit jedem Brief hat mich Laurel mehr mit in ihre Gedankenwelt entführt. Spannende Charaktere, unglaublich nahegehende Texte und eine Geschichte, die die Gefühle auf eine Achterbahnfahrt schickt.

Lieber Kurt,
dieses Buch hätte dir bestimmt auch gefallen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.01.2015
Der Klang der Hoffnung
Zail, Suzy

Der Klang der Hoffnung


sehr gut

Was passiert, wenn du von einen Tag auf den anderen plötzlich aus deinem Leben gerissen wirst und eine folgenschwere Entscheidung treffen musst, die moralisch einfach nur falsch, aber im tiefsten Herzen richtig erscheint?

Inhalt:

Hanna ist 15 Jahre alt, hat eine große Schwester, zwei liebevolle Elternteile und steht kurz davor, ins Konservatorium aufgenommen zu werden. Soweit scheint sie ein ganz normales Mädchen zu sein. Doch eine Sache wird ihr 1944 zum Verhängnis – sie ist eine Jüdin. Eines Tages wird sie samt ihrer Familie ins Gefangenenlager Birkenau gebracht und gleich zu Beginn von ihrem Vater getrennt, der sich nur noch schnell mit »Achtet aufeinander und kommt wohlbehalten wieder nach Hause.« verabschieden kann. Auch ihre Mutter verliert nach kurzer Zeit die Kraft, unter diesen harten Umständen weiterzukämpfen.

Doch dann ergibt sich für Hanna eine einmalige Chance, die ihre Freiheit bedeuten könnte. Der Kommandant von Birkenau sucht eine Pianistin, die für seine Unterhaltung sorgen soll und wer wäre besser geeignet als Hanna? Kurzerhand sticht sie ihre Konkurrentinnen aus und findet sich von nun an jeden Tag in der Villa des deutschen Mannes ein, der sie alle im Lager gefangen hält und für die Situation ihrer Familie mitverantworlich ist. Und dann ist da noch der Karl, der junge Sohn des Kommandanten, der so ganz anders als sein Vater zu sein scheint...

Meine Meinung:

Der Klang der Hoffnung lag Anfang Dezember ganz unverhofft in meinem Briefkasten daheim, allerdings konnte ich es wegen meines Praktikums erst Mitte Dezember in den Händen halten. Als ich das erste Mal danach im Internet gesucht hatte, war ich nicht wirklich davon angetan. Ein Buch über den 2. Weltkrieg lesen, so kurz vor der Weihnachtszeit? Und auch als ich dann die ersten Seiten gelesen hatte, überkam mich dieses beklemmende Gefühl. Doch genau das ist die Stärke des Buches: Hannas Geschichte hat mich von der ersten Seite in ihren Bann gezogen. In diesem Fall in ihren dunklen, bösen Bann. Die Beschreibung des Gefangenenlager ist sehr bildhaft und gerade in der Weihnachtszeit war das ein ziemlicher Kontrast zu all der Fröhlichkeit, die bei mir im echten Leben herrschte. Vielleicht war die Lektüre des Buches auch genau deshalb für mich so intensiv.

Die Charaktere sind dennoch größtenteils im Dunklen geblieben. Einzig und allein Hanna wurde volle Beachtung geschenkt, da sie ja auch die Protagonistin ist, die aus der Ich-Perspektive alles beschreibt.

Was ich sehr schön an der Geschichte fand, war, dass selbst in den schwersten Zeiten, die Musik einen Zufluchtsort darstellt und alles erträglicher macht. Zudem hat die Musik zwei Menschen verbunden, die auf normalem Weg sonst wohl nie zueinander gefunden hätten :)

Dennoch gibt es auch eine negative Anmerkung von mir: Das Ende war viel zu überstürzt, viele Fragen blieben unbeantwortet und ich hätte gerne noch mehr über Karl und Hannas Familie erfahren. Einfach etwas, was sie noch "nahbarer" hätte wirken lassen. Aus dem Grund gibt es auch einen kleinen Punkt Abzug ;)

Fazit:

Der Klang der Hoffnung von Suzy Zail ist eine berührende Geschichte, die einem die Grausamkeit des 2. Weltkriegs, aber auch die kleine, aber wertvolle Hoffnung auf ein besseres Leben vor Augen führt. Sie hat mich in ihren Bann gezogen und ich habe mit Hanna mitgezittert. Eine klare Empfehlung für Leser ab 12 Jahren.

0 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2014
Morgen kommt ein neuer Himmel
Spielman, Lori Nelson

Morgen kommt ein neuer Himmel


ausgezeichnet

"Ich glaube, dass jeder von uns die Macht hat, seine eigenen Wünsche wahr zu machen. Wir müssen nur den Mut dazu finden." (S. 338)

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich das Cover unglaublich gelungen finde. Filigran, sehr kreativ und passend zur Geschichte des Buches. Also kein 08/15-Cover, dass eine Frau zeigt. Nein, hier werden die Wünsche der Titelheldin Brett in einen Baum eingewoben aufgezeigt. Blau, türkis und rot sind die vorherrschenden Farben, die perfekt zusammenpassen und das Cover harmonisch wirken lassen. Auch die Schriftart ist gut gewählt worden.
Nachdem ich die Zusammenfassung der Geschichte durchgelesen hatte, war ich zuerst einmal skeptisch. So etwas ähnliches konnte ich schon bei Robin Golds Die Liste der vergessenen Wünsche lesen (Meine Rezi findet ihr hier). Alles also nur ein warmer Aufguss? Mitnichten! Es hat Golds Buch sogar noch übertroffen! Die Charaktere sind ausführlich beschrieben und werden nach und nach auch noch tiefergreifend vorgestellt. Ich konnte mich jedenfalls gut in Brett und ihre Situation hineinversetzen, wobei ich ihr schon manchmal gerne ein paar geklatscht hätte ^^# Sie hatte einen sehr starren Blick auf die Dinge und damit kam ich nicht ganz klar - zum Ende hin wurde es besser.
Die Personen, die Brett während ihrer schweren Zeit trifft haben alle eine besondere Funktion und ich glaube, das macht das Buch auch so spannend. Was hat diese Person mit ihr zu tun? Wer steckt hinter dem Mantelträger? Ich habe mir ständig neue Fragen gestellt und mitgerätselt. Durch die Leserunde auf Lovelybooks war es lustig auch die Vermutungen der anderen Teilnehmer anzuschauen.
Vor allem die sich langsam aufbauenden Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren fand ich spannend. Es war schön mit anzusehen, wie sich alles entwickelte aber eben nicht zu offensichtlich dabei war. Das Ende hat mich dann schließlich umgehauen!
Witz, Trauer, Freude - dieses Buch hatte alle Emotionen auf einmal und ließ sich wunderbar leicht lesen. In ein paar Jahren würde ich es gerne noch einmal lesen und mich dann lächelnd an jetzt zurückerinnern :)

Fazit:

"Morgen kommt ein neuer Himmel" von Lori Nelson Spielman ist eine leichte Lektüre für junge und ältere Leser. Es schafft den Spagat zwischen Ernst und Witz mit Bravour. Zudem lässt es den Leser erkennen: Man sollte das Leben nicht aufgeben und immer nach vorne schauen. Heute geht es dir vielleicht nicht gut aber schon morgen kommt ein neuer Himmel - mit neuen Chancen und der Hoffnung auf die ganz große Liebe :)

7 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2014
Der Erwählte / Selection Bd.3
Cass, Kiera

Der Erwählte / Selection Bd.3


gut

Zitat:

"I loved him. I couldn't pinpoint what made me so certain, but I knew it then, as surely as I knew my name or the color of the sky or any fact written in a book." (S. 64)

Inhalt:

Von den ursprünglich 35 Mädchen, die um die Krone Illeás und Prinz Maxons Herz gekämpft haben, sind nur noch vier übrig. Doch wer wird schlussendlich das Rennen um Maxons Herz gewinnen? Aus Feinden werden Freunde, aus Freunden plötzlich Feinde und auch sonst kommt America kaum zur Ruhe. Ein Aufstand steht auch kurz bevor und es ist nicht sicher, ob alle diesen überleben werden...
Es wird also noch ein letztes Mal spannend im Palast und die letzte große Entscheidung wird getroffen.

Meine Meinung:

Nach Band 1 war ich noch hoffnungsvoll, nach Band 2 total enttäuscht und nach Band 3 wieder halbwegs besänftigt. Aber meine Lieblingsserie wird Selection ganz sicher nicht!
Kommen wir aber erstmal zum Cover: Wie schon die Vorgänger ist auch die Wahl des 3. Covers unglaublich gelungen. America in ihrem Hochzeitskleid(?) umgeben von Spiegeln. Da kann man überhaupt nicht meckern sondern nur schmachten :)
Die Story aus Band 2 wird ohne Unterbrechung weitergeführt und der Anfang ist noch wirklich gut geschrieben. Kein sinnloses Rumgeheule von America und auch sonst alles normal und annehmbar, DOCH DANN wurden die Dialoge immer kitschiger und die Szenen unzumutbar. Da musste ich mich beinahe fremdschämen. Wieso kann die Kommunikation zwischen den Personen nicht wie in anderen Büchern sein? Warum so total auf "junges Mädchen" getrimmt? >_< Wenigstens hat Cass versucht, den Zickenkrieg etwas herauszunehmen, das fand ich echt gut. Girlpower anstatt Girlfight!
Ich mochte auch einige Plottwists während der zweiten Hälfte des Buches. Aspen, Celeste und Americas Vater spielen dabei eine große Rolle. Alle drei Handlungsveränderungen kamen etwas sehr überraschend aber dafür umso besser daher. Das Ende der Serie war hingegen nicht sehr überraschend. Maxons Wahl war zwar voraussehbar aber auch irgendwie passend. Was anderes hätte ich, wenn ich ehrlich bin, auch nicht erwartet ;) Für Aspen habe ich mich hingegen seeeehr gefreut! Warum? Na, das müsst ihr schon selbst nachlesen!
Der Schreibstil ist immer noch sehr simpel und unaufgeregt, aber dafür genau richtig für junge Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren.

Fazit:

Der dritte und letzte Band der Selection-Trilogie, The One von Kiera Cass, findet ein perfektes Ende, das genau so unüberraschend wie die meisten Handlungsstränge der ganzen Trilogie ist. Mir fehlt es im Großen und Ganzen wirklich an Innovation und Spannung! Kitschige Dialoge, Rebellen mit IQs von 40, und dann noch eine weinerliche Protagonistin? - CHECK! Ich habe die Serie trotzdem bis zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wer es denn nun wird und es gab schon ein paar Stellen und Twists, die ich gemocht habe. Leider kann ich aber den Hype um diese Trilogie immer noch nicht nachvollziehen.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.11.2014
Einer für alle - alle für einen / Die Muskeltiere Bd.1
Krause, Ute

Einer für alle - alle für einen / Die Muskeltiere Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Picandou könnte es nicht besser haben. Er wohnt im Keller eines Feinkostwarengeschäfts und kann sich jeden Tag die besten Stücken Käse heraussuchen. Was für ein tolles Mäuseleben!
Doch es herrscht Ärger im Paradies. Das Geschäft soll aufgrund von hohen Schulden geschlossen werden. Zudem muss sich Picandou plötzlich seine Wohnung mit einer Ratte Namens Gruyeré teilen, die er zuvor verlassen auf einer Straße gefunden hat. Gruyere kann sich an nichts mehr erinnern und ist deswegen verzweifelt auf der Suche nach seiner Familie. Klar, dass Picandou ihn nicht im Stich lassen kann. Zusammen mit dem dicken Hamster Bertram und der Maus Pomme de Terre erkunden sie Hamburg und versuchen Gruyeré nach Hause zu bringen. Doch ob das so einfach wird? Und was wird aus dem Feinkostwarengeschäft? Die Muskeltiere geben alles!

Meine Meinung:

Als ich das Buch zugeschickt bekommen habe, war ich zuerst überrascht. Erneut ein Kinderbuch? Warum nicht? Ich bin zwar eher auf Jugendbücher spezialisiert aber ab und an auch mal wieder einen Ausflug in die Kinderlektüre machen ist auch erfrischend.
Das Cover des Buches sieht sehr lustig aus :) Vier Nager bestehend aus zwei Mäusen, einer Ratte und einem dicken Hamster. Wie passt das denn zusammen? Und dann auch noch mit Degen in der Hand? Oho! Auf jeden Fall wurde jeder der vier sehr sympathisch und knuffig dargestellt. Ein großes Lob an die Illustratorin Ute Krause, die auch alle anderen Bilder im Buch erschaffen hat. Auf diese Weise haben die Kinder beim Lesen gleich ein bestimmtes Bild im Kopf :) Ich finde das sehr schön.
Die Geschichte ist perfekt für Kinder ab 7 Jahren. Vielleicht auch erst ab 8, wenn man das Vokabluar ab und an bedenkt. Eltern sind aber bestimmt liebend gern bereit, Hilfestellung zu geben. Der Schreibsteil ist recht einfach, angepasst an die jungen Leser.
Die Nager sind mir alle sofort ans Herze gewachsen. Vor allem der meist verwirrte Gruyeré hat es mir angetan. Ich mag verpeilte Personen und kann mich gut mit ihnen identifizieren ;) Aber auch die anderen Helden und Nebendarsteller haben einen Platz in meinem Herzen bekommen. Der Humor kommt im Buch auch nicht zu kurz und so habe ich des Öfteren bei den witzigen Dialogen schmunzeln müssen. Es handelt sich einfach um eine Geschichte, die herzerwärmend ist und in der Freundschaft groß geschrieben wird. Merkt euch also: Egal wie klein man ist, zusammen ist man stark!

Fazit:

Die Muskeltiere von Ute Krause bietet eine lustige und herzerwärmende Geschichte für Leser ab 7–8 Jahren. Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft werden in diesem Buch besonders hervorgehoben und die kleinen und großen Leser werden auf jeden Fall ihren Spaß damit haben. Eine klare Leseempfehlung! Ist nicht bald Weihnachten...?

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.08.2014
Die Prophezeiung der Mäuse / Mouseheart Bd.1
Fiedler, Lisa

Die Prophezeiung der Mäuse / Mouseheart Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Hopper sträubt sich das Fell. Über seinem Käfig in der Tierhandlung baumelt eine riesengroße Schlange. Und die sieht nicht so aus, als würde sie mit kleinen Mäusen nur spielen wollen ... Wenn Hopper überleben will, dann bleibt ihm keine Wahl: Er muss so schnell wie möglich die Flucht ergreifen! Dabei landet er in den U-Bahn-Schächten der Stadt, tief unter den Straßen von Brooklyn. Und hier eröffnet sich für Hopper eine faszinierende neue Welt. Eine Welt, die von Katzen und Ratten regiert wird. Eine Welt, in der ein geheimnisvolles Mäusevolk lebt und auf seinen Retter wartet. Hopper spürt: Er hat sein Zuhause gefunden. Was er jedoch noch nicht weiß: Für die Aufgaben, die vor ihm liegen, braucht er großen Mut – und ein mäusestarkes Herz … (Quelle: Schneiderbuch)

Meine Meinung:

Mouseheart: Die Prophezeiung der Mäuse von Lisa Fiedler konnte mich sehr gut unterhalten. Zuerst sprang mir das Cover ins Gesicht, das sehr niedlich, aber gleichzeitig auch angsteinflößend ist. Interessant finde ich, dass das englische Cover eine Zähne bleckende Katze zeigt, während das Maul der Katze auf dem deutschen Cover nicht zu sehen ist. Eine Anpassung zu Gunsten der Kinderfreundlichkeit nehme ich an.
Das Buch ist zudem mit Illustrationen von Johanna Wais geschmückt, die ich ganz bezaubernd fand und die verschiedene Szenen aus dem Buch darstellten. So können sich die Leser ein besseres Bild von dem Geschehen machen und zudem lockert es das ganze etwas auf. Gerade Kinder verlieren ja oftmals schnell das Interesse am Lesen, aber ich finde, dass dies durch die Bilder nicht gegeben ist.
Die Geschichte um Hopper und Zucker finde ich sehr süß. Es ist ein guter Einstieg in die Buchreihe und ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht. Das Buch kann aber auch gut als Stand-Alone gelesen werden. Gerade Kinder im Alter von 9-14 werden großen Gefallen an der Serie finden. Familie, Mut und Freundschaft sind nur ein paar Themen, die aufgegriffen werden und die schön in den Plot eingearbeitet wurden.
Fans der Warrior Cats-Reihe werden wohl besonders viel Spaß mit diesem Buch haben!

Fazit:

Der erste Band der Mouseheart-Reihe besticht durch sympathische tierische Charaktere und einen abenteuerlichen Plot, der den Lesern auch viele Werte wie Freundschaft und Mut vermittelt. Gerade jüngere Leser werden ihre Freude an diesem Buch haben! Für Fantasy-Fans eine definitive Empfehlung!

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.04.2014
Attack on Titan Bd.1
Isayama, Hajime

Attack on Titan Bd.1


sehr gut

Inhalt:

Ein düsterer Blick in die Zukunft: In 2000 Jahren leben die letzten Menschen dieser Welt eingeschlossen hinter 50 Meter hohen Mauern - wie Vögel in einem Käfig. Warum? Weil sie sich vor den riesigen Titanen schützen wollen, die in der Außenwelt auf sie lauern. Seit mehreren Jahren gab es keine großen Angriffe mehr, doch jeden Tag befürchten die Menschen das Schlimmste.
Auch Eren und Mikasa, zwei Teenager, sind unter den letzten Überlebenden. Ihr Vater ist Arzt und ihre Mutter führt den Haushalt. Eigentlich klingt das nach einem normalen Leben, wären da eben nicht die Titanen! Sogenannte Aufklärungstruppen haben sich dazu bereit erklärt, die schützenden Mauern zu verlassen und die Titanen und ihre Schwächen ausfindig zu machen. Doch kaum einer kommt von seiner Reise lebend zurück...
Als dann auch noch der "Kolossale Titan" über die Stadt herfällt und ein Elternteil von Eren und Mikasa verschlungen wird, ist für beide klar: Das gibt Rache!
Der Kampf um Würde, Freiheit und das nackte Überleben hat begonnen...

Meine Meinung:

Wenn man in der Manga- und Animeszene etwas bewandert ist, dann kam man in den letzten Monaten um diese Serie gar nicht herum. Attack on Titan war einfach in aller Munde. Die diesjährige Leipziger Buchmesse schien auch von "kolossalen" Cosplays dominiert zu werden. Levi, Hanji und Annie - fast alle Charaktere waren in den Messehallen auffindbar. Doch ist an dem ganzen Hype etwas dran?
Vor einiger Zeit hatte ich die erste Folge des Animes angeschaut, weil ich eben so viele gute Stimmen dazu hörte. Und was soll ich sagen? Die Animationen waren super und das Charakterdesign ebenso.

Zuerst einmal: Der Manga ist genau wie der Anime sehr blutig. Aus diesem Grund ist er auch mit einem "Empfohlen ab 16 Jahren"-Sticker versehen und zusätzlich eingeschweißt. Wer also beim Anblick von Blut ohnmächtig wird, der sollte eventuell die Finger davon lassen. Alle anderen erwartet eine großartige und düstere Story, die so noch nicht dagewesen ist. Die Vorstellung, dass man wie Vögel in einem Käfig haust und jeden Tag Angst um sein Leben haben muss, ist wirklich beängstigend und auch im Manga durchweg spürbar. Interessant finde ich auch die verkehrten Rollen: Während Eren mutig aber weinend und kopflos voranprescht, ist Mikasa die, die ihn immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt und einen kühlen Kopf bewahrt.
Zu Anfang jedes Kapitel bekommt ihr auch nützliche Erklärungen rund um das Titanenuniversum. So wird der Aufbau der Mauern oder auch die Ausrüstung des Aufklärungstrupps näher erläutert.
Zum Zeichenstil lässt sich sagen, dass er von Seite zu Seite unterschiedlich ist. Manche Zeichnungen von Isayama wirken fast skizzenhaft, wobei andere so detailliert sind, dass man die Fenster der weit entfernten Häuser noch sieht. Aber all das trägt auch zur Erzählweise des Mangas bei. Genau wie die exzessive Verwendung von Speedlines. Alles erscheint schneller, dynamischer und lebendiger.
Ich kann mir allerdings vorstellen, dass der Zeichenstil - wie mir - nicht jedem gefällt. Ich hab es lieber ruhiger und nicht so "derbe". Zur Stimmung der Geschichte passt es aber perfekt!

Fazit:

Mit Band 1 von Attack on Titan aus der Feder von Hajime Isayama habe ich den furiosen Auftakt der derzeit wohl meist gehyptesten Mangaserie der Welt gelesen. Die Charaktere sind authentisch dargestellt und jeder hat seine eigenen kleinen aber liebevollen Macken. Ich bin gespannt, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickeln werden. Die Angst der Menschen vor den Titanen ist bei der Lektüre des Buches fast spürbar. Terror, Schrecken - was wäre, wenn Isayama die Zukunft aufzeigt, die uns tatsächlich eines Tages erwartet? Mit genau dieser Frage möchte ich euch heute entlassen.
UND nicht zu vergessen mit dem Ergebnis: Attack on Titan wird zurecht gehyped!

Bewertung vom 08.04.2014
Dem Spuk auf der Spur - Eisblau, eiskalt und unsichtbar / Grusel-Club Sammelbd.1
Brezina, Thomas

Dem Spuk auf der Spur - Eisblau, eiskalt und unsichtbar / Grusel-Club Sammelbd.1


sehr gut

Zitat:

"In der Villa Schreistein war alles möglich. Vielleicht war sie wirklich ein menschenfressendes Haus." (S. 47)

Inhalt:

Jupiter Katz, sein Cousin Nick Schwarzbusch und seine Cousine Vicky Schwarzbusch halten als Mitglieder des Gruselclubs regelmäßig Treffen auf Burg Falkenfels ab - Jupiters Zuhause. Dort besprechen sie die neuesten mysteriösen Fälle, die sich in ihrem Umfeld ereignen. Dabei bekommen sie es mit ganz unterschiedlichen Problemen und Notrufen zu tun - Mal verschwinden Menschen spurlos in einer Geistervilla, dann scheint ein Wassermann nachts ahnungslose Leute zu entführen und wer spukt eigentlich nachts im Museum herum? Der Gruselclub ist sofort zur Stelle und ermittelt im Kampf gegen das Übernatürliche!

Meine Meinung:

Es handelt sich hierbei um das zweite Buch dieses Jahr, das ich für die Buchflüsterer-Aktion zugeschickt bekommen habe. Diesmal kein Jugendbuch sondern eher ein Kinderbuch - dennoch eine gelungene Abwechslung und ein tolles und leichtes Lesevergnügen.

Der Sammelband enthält die ersten drei Geschichten um die Gruselclubmitglieder Jupiter, Nick und Vicky:

Band 1 - 13 Stunden in der Geisterbahn
Band 2 - Der Mann mit den eisblauen Augen
und Band 3 - Das unsichtbare Biest.

Jeder Abschnitt für einen Band ist dabei um die 90 Seiten lang - sehr schön überschaulich, gerade für Kinder.

Und wie ist das mit dem Gruselfaktor? Das Cover lädt auf jeden Fall schon mal zum Erschrecken ein. Die Schrift ist grün-gelb gehalten, fast denkt man sie fluorisziert im Dunkeln. Spinnen und Baumäste runden das Bild mit der Reliefschrift ab. Illustriert wurden übrigens das Cover sowie die einzelnen Bilder im Buch von Melanie Miklitza. Eine, wie ich finde, sehr gute Arbeit, die sie da geleistet hat.

Die einzelnen Abschnitte sind spannend geschrieben und können auch in wahlloser Reihenfolge gelesen werden (z.B. erst Band 2, dann 3 und zum Schluss 1). Man braucht keine Vorkenntnisse, da jedes Mal eben eine ganz neue Geschichte erzählt wird. Besonders amüsant fand ich die kleinen Streitereien zwischen Nick und seiner Schwester Vicky. Er - tollpatschig und ein kleiner Angsthase, Sie - schlau und mutig. Das kann ja auf Dauer nicht gutgehen ;)

Kommen wir nun aber zu den Fällen: Und was soll ich sagen? Ich, als eigentlich alter Hase, hätte mir die "übernatürlichen" Phänomene ganz anders erklärt, war also jedes Mal überrascht was wirklich dahintergesteckte. Hut ab, Herr Brezina! Gegruselt habe ich mich nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass jüngere Leser auf jeden Fall zitternd und begeistert beim Lesen unter der Bettdecke sitzen. TKKG meets Supernatural!

Fazit:

Gruselclub - Eisblau, eiskalt und unsichtbar von Thomas C. Brezina ist ein toller Sammelband für junge Gruselliebhaber. Hier wird jeder seinen Spaß haben, wenn er nur mutig genug ist weiterzublättern. Spannend, überraschend und mit Charakteren, die genau so auch in eure Klasse gehen könnten. Mit diesem Buch werdet ihr garantiert einige Stunden unter der Bettdecke verbringen wollen!

Bewertung:

4 von 5 Sterne!

Für Kinder bis 14 Jahren ein tolles und gruseliges Buch!
Für die ältere Generation empfehle ich aber lieber Stephen King ;)

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.