Benutzername: Litzo
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Bewertungen

Insgesamt 88 Bewertungen
Bewertung vom 28.11.2017
Der Tanz unseres Lebens
Walker, Noa C.

Der Tanz unseres Lebens


ausgezeichnet

Der Kinderazt Martin beobachtet eines abends eine Tänzerin auf einem zugefrorenen See. Er ist ganz verzaubert von ihrem Tanz und genießt es ihr zuzusehen. Doch dann bricht sie auf einmal ein und mit Mühe und Not kann er sie retten.
Da er in dem Ort niemanden außer seiner Vermieterin Claire kennt, bringt er die entkräftete Tänzerin Florence zu ihr, um einen Krankenwagen zu rufen.
Doch Flo erholt sich schnell und lehnt weitere Hilfe ab.
Da sie nur kurz einen Abstecher in dem Ort machen wollte und keine Schlafmöglichkeit hat, bleibt sie über Nacht bei Claire.
Am nächsten morgen bittet Claire sie, ob sie auf ihre Tochter Zoe Acht geben kann, da sie zur Zeit keinen Babysitter hat.
Flo und Zoe mögen sich auf Anhieb und so machen sie sich gemeinsam auf dem Weg, um sich bei Martin für seine Rettung zu bedanken.
Flo fühlt sich schnell wohl in dem Ort und sagt zu, so lange sie dort bleibt, auf Zoe aufzupassen.

Durch ihre offene Art fällt es Flo leicht, Kontakt zu einigen Bewohnern aufzunehmen und zarte Freundschaften werden geknüpft.
Da ist der einsame Spaziergänger, der nur spät abends zu sehen ist und jeglichen Kontakt zu anderen meidet, oder Claire, die 2 Töchter groß gezogen hat und heute ein Leben führt, welches sie sich so nicht vorgstellt hat. Und dann ist da ja noch Martin, der eine kleine Praxis als Kinderarzt führt und seine große Karriere als Kardiologe an den Nagel gehängt hat.

Wer „Du, ich und die Farben des Lebens“ gelesen hat, wird große Freude mit dem neuen Roman haben.
Hier geht es auch um zwischenmenschliche Begenungen, um Geben und Nehmen und um die Frage, ob es denn immer das Große Glück sein muss? Das man auch mit kleinen Dingen im Leben glücklich und zufrieden sein kann, wenn man sein Leben annimmt.
Eine ganz tolle Geschichte

Bewertung vom 26.11.2017
Wir sehen uns beim Happy End
Lucas, Charlotte

Wir sehen uns beim Happy End


gut

Ich hatte von Charlotte Lucas das Buch "Dein perfektes Jahr" regelrecht verschlungen und war sehr gespannt auf ihren neuen Roman "Wir sehen uns am Happy End"und ich muss leider sagen, dieses Buch hat mich leider nicht mitgenommen.
Die Hauptperson Ella war mir von Anfang an nicht sympatisch, einerseits wird sie als sehr naiv dargestellt, andererseits hat sie keine Probleme damit zu lügen und zu betrügen.
Aber erst mal zum Inhalt:
Ella schreibt einen Blog, in dem sie das Ende von Büchern oder Filmen, die ihr zu traurig sind, einfach zu einem Happy End umschreibt. Genauso schreibt sie auch über ihr tolles leben mit ihrem Freund und der bevorstehenden Hochzeit.
Als die Beziehung in die Brüche geht, schreibt sie aber fröhlich weiter von ihren Hochzeitsplänen.

Da sie sich vollkommen in der Beziehung aufgegeben hatte und auch finanziell von ihrem Freund abhängig gemacht hat, muss sie nach der Trennung schnell einen Weg finden, irgendwo unterzukommen.
Da kommt ihr eine nächtliche Begegnung mit einem Unbekannten Mann sehr gelegen, da er auch noch sein Gedächtnis verloren hat, kann sie ihm Lügen auftischen und zieht bei ihm ein.
Natürlich ist Oskar gezeichnet vom Leben und die fröhliche Ella will nun sein Leben umkrempeln.

Ich fand die Geschichte oft unlogisch und nicht nachvollziehbar und Ella ist mir leider auch nicht mehr sympathisch geworden.
Schade, denn "Dein perfektes Jahr" war eines der besten Bücher, die ich im letzten Jahr gelesen habe, aber damit kann es nicht mithalten.

Bewertung vom 28.10.2017
Die Stille zwischen Himmel und Meer
Seck, Kati

Die Stille zwischen Himmel und Meer


ausgezeichnet

Edda hat als Kind und Jugendliche Traumatisches erlebt und leidet trotz mehrfacher Therapien an einer Angststörung.
Diese Störung hindert sie ein normales Leben zu leben. Sie fühlt sich draußen ängstlich, kann keine Straßenbahn fahren oder spontan etwas tolles erleben.Auch lebt sie immer noch bei ihrer Mutter, da sie nicht Selbständig ihr Leben gestalten kann und Angst vor eigenen Entscheidungen hat. .
Sie sieht nur noch ein Chance sich der Angst zu stellen, sie muss raus, weit weg und dieses muss sie allein bewältigen.

Also reist sie an ein kleines Örtchen ans Meer.
Dort angekommen, gibt es gleich ein Problem; das Haus welches sie für 4 Wochen gemietet hat, wurde irrtümlich doppelt vergeben und so muss sie die Unterkunft mit Sebastian teilen. Beiden gefällt dieser Zustand nicht und sie gehen sich mehr oder weniger auf dem engen Raum aus dem Weg.
Dann verliert sich Edda in der Weite des Landes, die Angst nimmt wieder überhand und Sebastian kommt ihr zu Hilfe.
Sie vertraut sich ihm an und langsam nähern die Beiden sich an und auch Sebastian ist an dem Ort, um Vergangenes zu verarbeiten.
So finden zwei, die eigentlich allein sein wollen, durch die Hilfe des anderen vorsichtig zueinander.

Der Ort, die Weite der Landschaft und des Meeres, die Herzlichkeit der Bewohner und Eddas Angststörung werden bildlich beschrieben, man leidet förmlich mit Edda mit. Das hat die Autorin wunderbar umgesetzt.
Auch die Rückblicke in Eddas Vergangenheit und den Auslöser des Traumas werden sehr gut beschrieben.
Eine klare Empfehlung.

Bewertung vom 01.10.2017
Ich soll nicht lügen
Naughton, Sarah J.

Ich soll nicht lügen


ausgezeichnet

Mags Bruder Abe, zu dem sie jahrelang keine Kontakt hatte, liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Polizei geht davon aus, dass Abe Selbstmordabsichten hatte, als er in seinem Wohnhaus eine Treppe herunter stürzte und verfolgt den Fall nicht weiter.Und Abe's Verlobte Jody sitzt stundenlang an seinem Bett und beweint ihn und die Situation.
Abe lebte in einem Wohnblock für sozial schwache Menschen oder Menschen mit Psychischen Erkrankungen. Da Mags in den USA lebt und ihr die Geschichte komisch vorkommt, zieht sie in Abes Wohnung mit der Absicht, die Geschehnisse besser zu verstehen.
Sie befragt die Nachbarn und hört unterschiedliche Versionen, doch alle haben eines gemeinsam, niemand kann oder will etwas zum Sturz sagen.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Abe`s Schwester Mags, seiner Verlobten Jody und einer Nachbarin, Mira erzählt. Man merkt als Leser früh, dass alle irgendwie nicht die Wahrheit sagen, doch auf die richtige Spur kommt man nicht.
Denn scheinbar wird nicht nur Mags belogen, auch sie hat ihre Geheimnisse.
Das Buch braucht ein wenig bis es spannend wird, aber die Wendungen gefielen mir sehr gut und das Ende ist sehr überraschend.

Bewertung vom 11.09.2017
Schwimmen
Pousset, Sina

Schwimmen


ausgezeichnet

„Schwimmen“ ist ein ganz besonderes, zartes Buch und die Sprache ist außergewöhnlich.
Die Autorin verwendet keine wörtliche Anrede, am Anfang wusste ich nicht so recht was ich davon halten soll, doch findet man sich schnell mit dem Schreibstil zurecht.

Milla und Jan sind seit ihrer Kindheit befreundet, sogar im Studium haben sie zusamen gewohnt. Als beide ihre beruflichen Wege verfolgen, trennen sie sich und wohnen in verschiedenen Städten.

Dann ruft Jan Milla an und er möchte sie am Ferienhaus ihrer Kindheit treffen, dabei ist seine Freundin Kristina. Milla kann Kristina nicht einschätzen und findet sie einerseits hoch interessant, andererseits hat sie aber auch Angst, Jan an sie zu verlieren.
Nach 3 gemeinsamen Tagen stirbt Jan im Meer und wir erfahren, wie Milla und Kristina nach 4 Jahren mit dem Verlust umgehen und da gibt es auch noch Emma, Jans kleine Tochter.

Der Roman handelt von Verlust und Trauer und wie unterschiedlich die beiden Frauen damit umgehen. Er handelt auch von Hoffnung und Liebe, denn da ist jetzt Emma, die ohne ihren Vater aufwächst und die weiterhin eine Verbindung zwischen Milla und Kristina ist.

Bewertung vom 26.08.2017
Mit dir kam der Sommer / Eversea Bd.3 (eBook, ePUB)
Boyd, Natasha

Mit dir kam der Sommer / Eversea Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Dieses ist der dritte Band der Eversea Reihe und ich muss gestehen, ich wusste nicht, dass es zwei Vorgänger gab. Und ich habe auch nichts vermisst. Für mich waren Keri Ann und Jack Nebendarsteller in der Geschichte um Jazz und Joey. Ich finde, der Autorin ist das sehr gut gelungen und ich kann allen versichern, die die ersten beiden Bücher nicht gelesen haben, ihr könnt ruhig mit dem 3. Band zu beginnen.

Jazz und Joey kennen sich seit sie Kinder waren, denn Joey ist der Bruder ihrer besten Freundin Keri Ann. Als Jazz ihren Abschluss macht und kurz vor ihrem 18. Geburtstag steht, wird aus eine lockeren Freundschaft zu Joey mehr als sie sich je vorstellen konnte. Doch Joey verlässt auf einmal die Stadt und Jazz bleibt ratlos zurück,
Dieses ist nun 3 Jahre her und Jazz hat immer noch Gefühle für Joey, doch er hält seitdem Abstand zu ihr. Als er in diesem Sommer zurück kehrt und Jazz` Gefühle wieder durcheinanderbringt, entschließt sich Jazz trotz allem, ein Praktikum in Südafrika zu absolvieren, denn Joey soll nicht die Macht haben, in ihr Leben zu funken.
Die Geschichte um Jazz und Joey hat mir sehr gut gefallen, beide werden sympathisch dargestellt und auch die Leute in der Kleinstadt wachsen einem nach und nach ans Herz.
Wer Schmöker mit Herz mag, gepickt mir Erotik, der sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen.

Bewertung vom 25.08.2017
Die Überlebende
Gardner, Lisa

Die Überlebende


ausgezeichnet

DD Warren wird zu einem Einsatz gerufen, wo ein Mann aus Notwehr getötet wurde und das Opfer, Flora Dane, halbnackt aufgefunden wird. Flora war vor 5 Jahren Opfer eines Serienkillers, der sie 472 Tage lang in seiner Gewalt fest hielt. Er wurde vor Jahren aufgespürt und Flora wurde gerettet. Ihre Entführung hat dazu geführt, dass sie nie wieder ein Opfer sein will und sie absolviert verschiedene Selbstverteidigungskurse und macht sich schlau, wie man sich aus gefährlichen Situationen retten kann.
Doch sieht sie sich auch als Retterin anderer entführten jungen Mädchen und macht sich auf, um dieses zu retten.
Einerseits lebt Flora zurückgezogen und sichert ihre Wohnung ab, andererseits bringt sie sich aber in Gefahr, wenn sie nachts unterwegs ist, um Serienkiller aufzuspüren.
Dann verschwindet auch Flora und DD Warren und Floras Opferberater müssen eng zusammen arbeiten, um ihr verschwinden aufzuklären.

Die Autorin schreibt spannend und flüssig. Ich fand es zuerst unglaubwürdig, dass Flora erneut verschwindet, aber dieses macht Sinn.
Das Buch ist aufgeteilt in die jetzige Zeit und in Floras Vergangenheit als Opfer. Dieses ist sehr gut dargestellt, man kann die Angst, Wut und Resignation von Flora sehr gut nachempfinden.
Die Geschichte ist rundum spannend und es lohnt sich,sie zu lesen.

Bewertung vom 06.08.2017
Das Vermächtnis der Familie Palmisano
Nadal, Rafel

Das Vermächtnis der Familie Palmisano


ausgezeichnet

Leider habe ich mich mit der Geschichte der Familie Palmisamo sehr schwer getan. Ich fand den Anfang des Buches sehr zäh und es dauerte seine Zeit, bis es endlich spannender wurde.
Da über die Familie Palmisano scheinbar ein Fluch herrscht, gibt Donata ihren Sohn schweren Herzens ihrer Cousine, die zur gleichen Zeit schwanger ist und beide Kinder als Zwillinge ausgibt.
Doch die Cousine stirbt früh und Donata nimmt sich den Kindern als Tante an. Sie wachsen glücklich auf und halten Kontakt zu ihrer Oma, die Kenntnis über die Wahrheit der Herkunft hat.
Man erfährt, wie die Kinder aufwachsen, welche Ansichten in der Familie geteilt und nicht geteilt werden und als sie fast erwachsen sind, bricht der 2. Weltkrieg aus. Jeder sieht seine Berufung anders und die Zwillinge sehen sich lange Zeit nicht.
Erst ab der Mitte des Buches zum Ende hin, wird es spannend und aus dem Grund gebe ich 3 Punkte.

Bewertung vom 06.08.2017
Mit jedem Wort von dir / Hearts Bd.2
Contreras, Claire

Mit jedem Wort von dir / Hearts Bd.2


ausgezeichnet

Ich habe die Geschichte über Mia und Jensen regelrecht verschlungen. Von Beginn an merkt man, dass früher etwas dramatisches zwischen den Beiden passiert ist und nun nach 5 Jahren begegnen sie sich wieder.

Mia nimmt einen Job als Fotografin in New York an und arbeitet dort in einem Team, dem auch ihr Ex angehört.
Sie versucht es einfach als Job zu sehen und will Jensen so gut wie möglich aus dem Weg gehen. Als sie dann aber wieder auf ihn trifft, haut sie es förmlich um. Ihre Gefühlswelt kommt ins wanken und man bekommt ein Bild davon, wie viel die beiden sich vor Jahren bedeutet haben. Mia hatte Jensen nach ihrer Trennung komplett aus ihrem Leben gestrichen und musste sich damals neu orientieren.
Jensen aber zieht alle Register, um Mia wieder Nahe zu kommen. Mia blockt zuerst ab, sie will sich selber schützen, zu groß war die Verletzung damals und sie kann es nicht noch ein mal durchmachen. Doch Jensen ist beharrlich und er lässt sich einiges einfallen, um ihr wieder Nahe zu kommen.
Dieses Buch ist so voller Gefühl, man kann den Schmerz und die Trauer erahnen, die beide durchlebt haben und doch ist es voller Hoffnung und Liebe.
Die Geschichte von Mia und Jensen wird auch mit Einblicken von damals erzählt, so erhält man ein gutes Bild davon, warum sie jeweils so agieren.
Ich empfehle es auf jeden Fall weiter, eines meiner Lieblingsbücher im Jahr 2017 bisher.

Bewertung vom 26.07.2017
Bis du alles verlierst
Parks, Adele

Bis du alles verlierst


sehr gut

Bis du alles verlierst wird als Thriller betitelt, nur leider ist es keiner. Die Geschichte aber fand ich sehr gut und spannend und würde mir wünschen, dass man die Kategorie ändert. Denn lesenswert ist die Geschichte allemal, nur fragt man sich dann doch irgendwann, wann denn nun was passiert und es geschieht so spät, man rechnet kaum noch mit einer Wendung.

Eines Tages steht ein fremder Mann,Tom Truby, vor Alisons Tür und verkündet ihr, dass ihre Tochter Katherine und seine Tochter Olivia damals im Krankenhaus vertauscht wurden und sie jeweils das andere Kind aufziehen.
Alison führt mit Jeff eine tolle Ehe, hat ein schönes Haus und lebt für ihre Tochter Katherine, die auch noch wohl erzogen ist. Sie ist gut in der Schule, gut im Sport und an sich eine fröhliche Jugendliche.
Tom versucht den Kontakt aufzubauen und Alison blockt ab, sie hat Angst ihre Tochter zu verlieren und sie zeigt an ihrer echten Tochter kein Interesse.
Doch Katherine möchte unbedingt Kontakt zu ihrer anderen Familie aufbauen, denn da wohnen auch noch 2 Geschwister von ihr.
Alison lässt sich auf mehrere Treffen mit den Trubys ein und muss sich eingestehen, dass Katherine der Kontakt gut tut, doch andererseits merkt sie auch, dass ihre leibliche Tochter kein Interesse an ihr zeigt, egal wie sie sich bemüht.
Je öfter sie sich mit den Trubys treffen, umso mehr findet Alison gefallen an Tom und irgendwann kann sie scheinbar mit der neuen Situation umgehen und ihr Interesse an Olivia wächst auch.
Als es scheint, dass sich alles zum Guten fügt, bricht ihre Welt erneut zusammen und sie muss wieder für Katherine Stärke zeigen.

Die Angst von Alison, ihr Kind zu verlieren und sich der leiblichen Tochter zu öffnen, die ist sehr gut dargestellt. Sie lebt für ihre Familie und sie will auf keinen Fall eine Änderung in ihrem geordneten Leben. Dass sie Zeit braucht und sich der Situation dann doch stellt, konnte ich nachvollziehen.