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Benutzername: tweed
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Bewertungen

Insgesamt 80 Bewertungen
Bewertung vom 25.09.2019
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
Turton, Stuart

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle


sehr gut

Auf dem Anwesen der Familie Hardcastle findet ein Maskenball statt, an dessen Ende Evelyn Hardcastle tot sein wird. Was wie ein Selbstmord aussieht, ist in Wirklichkeit Mord und Aiden Bishop hat die Aufgabe, ihn aufzuklären.

Dieser außergewöhnliche Krimi besticht durch eine sehr komplexe Handlung mit sehr vielen Protagonisten. Aiden Bishop erlebt den Tag des Mordes an Evelyn Hardcastle immer wieder neu, seine Aufgabe ist es, den Mörder zu finden und die Hintergründe aufzuklären. Was er anfangs nicht weiß, er ist nicht der Einzige, der mit dieser Aufgabe betraut ist und nicht jeder ist ihm wohlgesonnen. Der Anfang hat mich noch nicht so mitgerissen, aber als klar war, wie Aiden den nächsten Tag erlebt, war mein Interesse geweckt. Die Idee zur Story ist ziemlich genial, durch Aiden lern man viele verschiedene Charaktere kennen, die allesamt sehr gut gezeichnet sind und sich durch bestimmte Eigenheiten auszeichnen. Man sollte das Buch sehr konzentriert lesen, ansonsten besteht die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Die Story rollt sich aus der Sicht vieler unterschiedlicher Personen auf, man muss wirklich aufpassen, um nicht ducheinanderzukommen. Der Schreibstil ist in etwas antiquierter Sprache verfasst und passt zu der Zeit, in der die Geschichte spielt.

Das Miträtseln macht unheimlich viel Spaß, zu sehen wie Aiden mit jedem Tag neue Erkenntnisse gewinnt und der Auflösung Schritt für Schritt näher kommt. Dabei geht es auch mal blutig und brutal zu. Alles in allem hat mir der Krimi gut gefallen, ich war besonders auf das Ende, was hinter allem steckt, gespannt. Die Auflösung bietet noch eine Wendung, mit der ich nie gerechnet hätte. 4 Sterne.

Bewertung vom 13.09.2019
Cold Storage - Es tötet
Koepp, David

Cold Storage - Es tötet


ausgezeichnet

"Cold Storage - Es tötet" von David Koepp hat alles was ein guter Blockbuster in Buchform braucht, so dass ich das Buch in kürzester Zeit gelesen, besser, verschlungen habe. Man merkt dass der Autor vom Fach ist und Drehbücher schreibt, so lief die Handlung vor meinem inneren Auge wie ein Actionfilm ab, ein Film der es in sich hat. Spannung, viel Action und dabei noch Situationskomik.

Doch worum geht es? 1987 bricht ein kleines Team, bestehend aus zwei US Agenten und einer Biologin nach Australien auf. In dem kleinen Ort Kiwirkurra wurden alle Bewohner durch einen mutierten Killerpilz getötet. Ein Pilz, der zu Forschungszwecken ins All geschossen wurde und zusammen mit Weltraumschrott beim Absturz wieder auf der Erde landete. Und der mutierte und nur ein Ziel vor Augen hat: sich zu vermehren. Die Biologin Dr. Hero Martins wird vom Pilz infiziert und überlebt den Einsatz nicht, Lieutenant Colonel Trini Romano und Major Roberto Diaz kommen alleine mit einer Probe des Pilzes zurück, kurz darauf wird die Geisterstadt dem Erdboden gleich gemacht, der Pilz vernichtet.

32 Jahre später: Zum Verhängnis wird die Probe, eingeschlossen in einem Hochsicherheitstrakt unter der Erde, als sich die Lebensbedingungen durch die langsame, aber stetige Erderwärmung ändern und der Pilz neue Nahrung bekommt, um sich auszubreiten. Das ehemalige Gelände der Atchinson Minen ist inzwischen privatisiert und wurde zu einem Selfstorage Lagerhaus. Von der gefährlichen Fracht geschweige denn den zwei zusätzlichen Untergeschossen ahnt keiner etwas. Doch als ein Alarmton mitten in der Nachtschicht angeht, werden die beiden Angestellten der Naomi und Teacake aufmerksam und gehen dem Warnton auf den Grund....

David Koepp beschreibt die Handlung und den Pilz Cordycep Novus so anschaulich, dass ich das Gefühl hatte, auf dem Gelände dabei zu sein. Naomi und Teacake über die Schulter zu schauen und zu sehen, wie das Unheil seinen Lauf nimmt. Man begegnet in dieser Story jeder Menge schrägen Typen, die Helden sind eigentlich Antihelden. Teacake eine gescheiterte Existenz, der Job ist sein erster, nachdem er aus dem Knast entlassen wurde. Naomi wurde viel zu früh ungewollt schwanger, hat aber der festen Willen mehr aus ihrem Leben zu machen und geht aufs College, um Tierärztin zu werden. zwei interessante und sympathische Typen, mit denen ihc mitfiebern konnte.

Das Strickmuster zu diesem Thriller ist typisch amerikanisch, würde in Europa wohl nicht funktionieren. Aber in bester Actionmanier wird geschossen was das Zeug hält, wird eine ältere Dame zur Retterin und zwei Loser haben die Aufgabe, die Welt zu retten.

Fazit: Beste (Kopf)-Kinounterhaltung mit viel Action, Spannung und Situationskomik. Ich hoffe, das Buch wird verfilmt.

Bewertung vom 08.09.2019
Dead Lions
Herron, Mick

Dead Lions


ausgezeichnet

Ich habe den ersten Fall der Slow Horses gelesen und fand den Krimi wirklich klasse. Vor allem haben mich die Protagonisten überzeugt, sowie der Schreibstil. Der zweite Teil steht dem ersten in nichts nach.

Die Slow Horses, ein Haufen ausgemusterter Agenten, die sich erlaubt haben Fehler zu machen, wurden ins Slough House versetzt. Strafversetzt, wohlgemerkt. Nur zu gern würde ein jeder von ihnen sich profilieren um dem Slough House zu entfliehen und den aktiven Dienst wieder aufnehmen zu können. Ein ehemaliger Spion und Kollege Lambs wird tot aufgefunden, Lamb glaubt nicht dass er eines natürlichen Todes gestorben ist und startet Ermittlungen. Währenddessen müssen zwei Slow Horses einen russischer Oligarchen beschützen, der als Informant für den Geheimdienst fungieren soll.

Ein Krimi, genau wie ich es mag, mit starken Charakteren die nicht von der Stange sind. Jackson Lamb ist schon etwas besonderes mit seiner zynischen Art, aber genau das reizt mich an der Reihe. Lamb und seine Männer lassen sich nicht unterkriegen, sie haben mehr zu bieten, als man ahnt. Die Schreibweise mit den lockeren, teils sarkastischen Dialogen macht einfach Spaß zu lesen, es gibt mehrere Handlungsstränge, die am Ende logisch verknüpft werden. Ich habe den ersten Teil zwar gelesen, aber der Fall sollte sich problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen lassen. Für Fans von Spionagekrimis wärmstens zu empfehlen.

Bewertung vom 08.09.2019
Geblendet / Jenny Aaron Bd.3
Pflüger, Andreas

Geblendet / Jenny Aaron Bd.3


ausgezeichnet

"Geblendet" ist der dritte und letzte Teil der Reihe um die die blinde Elitepolizistin Jenny Aaron. Ich habe die beiden vorigen Teile gelesen und denke es ist auf jeden Falls sinnvoll, sie gelesen zu haben, ansonsten könnten wichtige Infos fehlen. Das Cover passt perfekt zu den anderen Covern, was mir persönlich sehr gut gefällt, so sieht man auf den ersten Blick dass es sich um eine Reihe handelt.

In diesem Teil erfährt man viel über Jenny Aarons Kindheit, man lernt sie verstehen. Es wird klar, was dazu geführt hat, dass sie so geworden ist. Ich finde, sie ist als Figur sehr gut angelegt, sie ist eine clever Kämpferin, die meine volle Sympathie hat. Die Kapitel wechseln ab, Gegenwart, Vergangenheit, dadurch zieht sich eine Grundspannung durch die Story. Der Scheibstil ist wie gewohnt in kurzen, aussagkräftigen Sätzen gehalten und liest sich wunderbar flüssig. Im Vergleich zu den anderen beiden Teilen ist die Spannung nicht ganz so hoch, dafür legt die Story ein hohes Tempo vor. Würdiger Abschluss der Reihe mit einer wirklichen Ausnahmeprotagonistin.

Bewertung vom 06.08.2019
Gespräche mit Freunden
Rooney, Sally

Gespräche mit Freunden


gut

Anhand der Leseprobe, die ich sehr gut fand, war ich auf das Buch gespannt. Schauplatz ist Dublin, es geht um zwei Frauen, Bobbi und Frances. Die beiden studieren in Dublin und waren einmal zusammen. Die Beziehung ist aus, die beiden sind nur noch gute Freundinnen. Die beiden lernen durch ihr Hobby Poetry Slam das Ehepaar Melissa und Nick kennen, die etwas älter sind. Im weiteren Verlauf stehen die Beziehungen zwischen den vierten im Fokus, was durchaus interessant ist. Es geht um Freundschaft und Liebe. Wie erwartet bahnen sich neue Beziehungen an, Frances verliebt sich in Nick, Bobbi in Melissa. Allerdings hätte ich mir irgendwie etwas mehr erwartet. Ich konnte den Protatonisten nicht wirklich nahe kommen, trotz dass es sich hier um Charakterstudien handelt. Irgendwie blieben alle distanziert und somit konnte mich nicht wirklich in Gedanken, Gefühle hineinversetzen. Der Hauptfokus liegt auf Frances, hier hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Dazu kommt der Schreibstil, der ohne Anführungszeichen auskommt, was sich auf die Dauer anstrengend liest. Alles in allem konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen.

Bewertung vom 06.08.2019
Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4
Geschke, Linus

Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4


gut

Journalist Jan Römer urlaubt im Thüringer Wald in einer Hütte, er braucht Abstand und Ruhe nach seinem letzten Fall. Mit der Ruhe ist es schnell vorbei, als in der Nacht plötzlich eine Frau vor seiner Tür steht. Hanna Wozniak ist blutüberströmt, angeblich ist sie gestolpert. Sie erzählt Jan vom Wald der Wölfe, in dem sich über viele Jahre immer wieder Morde ereigneten. Alle Opfer hatten ein Wolfsmal auf die Stirn eingebrannt. Jan beginnt zu recherchieren, unterstützt wird er wieder von seiner Freundin Mütze und Arslan.

Ich habe die Reihe von Anfang an gelesen, sie punktet mit den beiden sympathischen Protagonisten, hier vor allem Mütze, die ich sehr mag. Auch dieser Fall ist spannend, aber ich finde das Potential diesmal nicht vollkommen ausgeschöpft. Der Anfang ist spannend, aber im Mittelteil flaut die Spannung ab und es entstehen Längen die sich ziehen. Die Atmosphäre kommt diesmal auch nicht so gut rüber. Erst am Ende wird es wieder spannend, das entschädigt aber nicht für die Flaute in der Mitte. Für mich der bisher schwächste Teil der Reihe, leider. Nichts desto trotz werde ich die Fortsetzung lesen, in der Hoffnung dass es wieder etwas spannender wird. 3 Sterne.

Bewertung vom 05.08.2019
Mein Herz so schwarz
Blackhurst, Jenny

Mein Herz so schwarz


ausgezeichnet

Eine Frau heiratet und stürzt sich kurz danach in den Tod. Was ist geschehen? Evie könnte nicht glücklicher sein, als sie Richard heiratet. Eine wundervoll arrangierte Feier mit Freunden und Familie, doch kurz nach der Zeremonie beobachten zwei Wanderer, wie sich die Braut von den Klippen stürzt. Richard ist am Boden zerstört, auch Evies beste Freundin Rebecca leidet darunter, dass ihre Freundin tot ist. Richard kann nicht verstehen, wieso Evie sich umgebracht hat und beginnt nachzuforschen. Rebecca ist ihm in dieser schweren Zeit eine richtige Stütze, sie kümmert sich um ihn und hilft bei den Recherchen. Bald wird klar, dass Evie Geheimnisse hatte....

Ich fand den Thriller super spannend, was zum einen an der Story lag, zum anderen daran, dass die Protagonisten perfekt skizziert sind und glaubhaft rüberkommen. Man lernt Rebecca und Evie kennen, zwei ganz unterschiedliche Charaktere, die doch beste Freundinnen wurden. Evie, der die Sympathien nur so zuflogen, die alle Blicke auf sich zog, wenn sie einen Raum betrat. Und Rebecca, die in ihrem Schatten schwamm und damit zufrieden war. Zufrieden, an Evies Seite zu sein und etwas von ihrem Glanz abzubekommen. Meine Sympathie war von Anfang an bei Evie, die, obwohl in luxuriösen Verhältnissen aufgewachsen, stets bodenständig war. Sehr genial sind die Wechsel zwischen Gegenwart und Evies Kindheit, dadurch lernt man Evie wirklich gut kennen. Auch Rebecca ist gut beschrieben, Richard bleibt etwas blasser.

Man kann hier wunderbar rätseln, was hinter Evies Freitod steckt. Und ja, ich hatte von Anfang an den richtigen Riecher, konnte mir aber trotzdem bis zum Ende nicht sicher sein. Denn Infos gibt es nur häppchenweise und es dauert, bis die einzelnen Puzzleteile ein ganzes Bild ergeben. Die Autorin legt gekonnt falsche Fährten und es gibt immer wieder Überraschungen, so dass die Story bis zum Ende spannend bleibt. Die Atmosphäre kommt sehr gut rüber, was auch an der wirklich gelungenen Übersetzung aus dem Englischen liegt. Muss hier mal erwähnt werden, denn allzu oft wirken Übersetzungen hölzern und können die Atmosphäre nicht transportieren.

Fazit: Fesselnde Story zum miträtseln, man kommt den Protagonisten sehr nah und kann so richtig mitfiebern. Volle Punktzahl!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.07.2019
Wenn ich tot bin
Sander, Karen

Wenn ich tot bin


ausgezeichnet

Vor zehn Jahren verschwindet die 9-jährige Madelin spurlos. Ihre Mutter Susan hat die Hoffnung, ihre Tochter wiederzufinden, zwar nie aufgegeben, aber inzwischen ein neues Leben begonnen mit neuem Partner und einer kleinen Tochter, Harper. Als Madelin dann plötzlich vor ihrer Tür steht, ist die Freude unermesslich. Madelin wurde all die Jahre gefangen gehalten, endlich gelang ihr die Flucht. Susan lässt Madelin in der Obhut einer Psychologin, als sie zurück kommt, ist Madelin verschwunden, ihr Mann Stuart niedergestochen und schwer verletzt. Was ist geschehen? Hat ihr Peiniger Madelin erneut entführt? Die kleine Harper hat einen Schock, sie ist die einzige die Licht ins Dunkel bringen könnte, doch sie ist verstummt....Detective Sergeant Kate Fincher ermittelt in dem Fall, der Rätsel aufgibt. In dieser Story ist nichts, wie es scheint. Der Thriller rollt sich aus verschiedenen Perspektiven auf, so dass alleine dadurch ein gewisser Drive entsteht und man als Leser über mehr Wissen verfügt, als die Ermittler. Der Autorin gelingt es, ihre Leser mit falschen Fährten abzulenken und immer wieder für Überraschungen zu sorgen, die sprachlos machen. Wobei die Story absolut authentisch und glaubhaft rüberkommt, genauso wie die Protagonisten. Diese sind fein gezeichnet und facettenreich, lebendige Persönlichkeiten wie man sie im real life findet. Kate war mit sehr sympathisch, sie ist mutig und verbeißt sich in den Fall, geht ihren eigenen Weg, um ihn aufzuklären. Für mich war war der Thriller ein echter Pageturner, den ich am liebsten am Stück gelesen hätte. Ein Verwirrspiel vom Feinsten mit viel Spannung und Nervenkitzel. Besonders toll ist die landschaftlich wunderschöne Kulisse Schottlands und eingeflochtene Sagengestalten, die für Atmosphäre sorgen und das Lokalkolorit rüberbringen. Fazit: Ein Thriller der es in sich hat, für mich ein Lesehighlight 2019 das ich wärmstens empfehlen kann. Ich hoffe auf viele weitere spannende Fälle für Kate.

Bewertung vom 04.07.2019
Zwei in Solo
Janus, Elja

Zwei in Solo


sehr gut

"Zwei in Solo" ist ein wunderbar emotionales Buch über die Liebe. Einer starken Liebe zwischen Milo und Sophie, die in ihrem Reich namens "Solo" leben. Sie haben ganz unterschiedliche Backgrounds, so hatte Milo eine sehr üble Kindheit, eine Kindheit die von Gewalt geprägt war. Eine Vergangenheit, die er noch nicht hinter sich lassen konnte. Die Kapitel wechseln ab, mal wird aus der Sicht von Sophie, mal aus der Sicht von Milo erzählt, so dass man die Chance hat, beide gut kennenzulernen. Ich mag dieses Stilmittel, damit wird eine konstante Grundspannung erzeugt und die Handlung bleibt abwechslungsreich. Außerdem lernt man die Protagonisten viel besser kennen, als aus der Sicht eines Erzählers. Mit Milo habe ich mich etwas schwer getan. Ok, er hatte eine schwere Kindheit, aber ist immer noch viel zu empfindlich. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, ich empfehle es gern weiter.

Bewertung vom 03.07.2019
Schneewittchensarg / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.7
Voosen, Roman; Danielsson, Kerstin Signe

Schneewittchensarg / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.7


sehr gut

"Schneewittchensarg" ist der siebte Teil der Reihe, ich habe zwar zwei Teile gelesen, aber das ist schon einige Zeit her, so dass ich nicht ganz so flüssig in die Story einsteigen konnte. Ich denke, es ist auf jeden Fall besser, wenn man alle Teile gelesen hat. Bei einer Kunstausstellung tauchen die Überreste einer anscheinend weiblichen Leiche in einem Brautkleid auf. Wie es sich herausstellt, handelt es sich um die Knochen einer vor fast 50 Jahren spurlos verschwunden Braut. Nyström und Forss ermitteln, die Spur führt zu zu drei Familien, die allesamt Glashütteneigner sind.

Was mir bei Krimis immer gefällt ist, wenn ein aktueller Fall Bezug zu einer Begebenheit in der Vergangenheit hat, also in zwei Zeitebenen spielt. Interessant waren die Auszüge aus dem Tagebuch der toten Braut und ich konnte miträtseln, was hinter ihrem Verschwinden steckt. Die Figuren sind greifbar und wirken lebensecht, der Schreibstil ist schön flüssig lesbar. Ich hatte einzig etwas Schwierigkeiten, weil mir Vorwissen aus den Vorgängerbänden fehlt, was aber den Fall an sich nicht beeinträchtigt hat. Fesselnder Krimi der eher ruhig und unblutig verläuft. 4 Sterne.