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Benutzername: Annili2
Wohnort: Oberschwaben
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Danksagungen: 26 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 5 Bewertungen
Bewertung vom 19.01.2013
Sturz der Titanen / Die Jahrhundert-Saga Bd.1
Follett, Ken

Sturz der Titanen / Die Jahrhundert-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Ken Follet einem die Welt erklärt! Als Kind und Jugendliche hasste ich das Schulfach Geschichte und hier - wie auch in vielen anderen Follet-Romanen - bringt er mir so mir nichts Dir nichts und ganz nebenbei bei, was es mit dem ersten Weltkrieg auf sich hatte - und dies nicht nur aus einer einzelnen, sondern aus mehreren globalen Perspektiven, in vielen miteinander verwobenen Einzelgeschichten und weltumspannenden Erzählsträngen, die nahe und unter die Haut gehen. So macht Geschichte Spaß und ich freue mich schon jetzt auf den Folgeband!

23 von 25 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.01.2013
Unter Haien
Neuhaus, Nele

Unter Haien


gut

Alles in allem ein spannendes Buch, ähnlich wie die alten Grishams, besser als die neuen Grishams; Was mich störte, waren jedoch einige Ungereimtheiten und Brüche in der Figur der Alex Sontheim und insbesondere in der "Story"; eines von vielen Beispielen: sie wird von ihrem Lover vergewaltigt; gleich danach ist ein Sprung von einem halben Jahr und sie ist immer noch mit ihm zusammen und merkt immer noch nicht wirklich, was er doch für ein schlimmer Finger ist. weiteres Beispiel: sie verdient zwei Millionen im Jahr und kann sich keine Wohnung zum regulären Preis leisten?!
Ach ja: es "nervt" auch, dass die gute Alex ja eine wahre Rakete sein muss: der Mafiaboss, der Bürgermeister, der anständige Schreiberling: jedes männliche Wesen das ihr begegnet ist gelich so verliebt, dass er sein Leben für sie geben würde - so was ist einfach zu dick aufgetragen, zumal sie ja gleichzeitig so naiv ist, dass sie trotz aller Indizien wirklich ewig braucht, bis sie kapiert wo sie dran ist. Sieht man darüber hinweg, liest sich's prima und es ist - wie oben erwähnt - wirklich spannend! Für ein Erstlingswerk, das ja schon vor einigen Jahren entstanden ist und zunächst keinen Verleger gefunden hat: alle Achtung!

15 von 25 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.06.2011
Endzeit
Jensen, Liz

Endzeit


gut

Über den Inhalt wurde schon alles gesagt. Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten mit dem etwas schwülstigen Stil der Liz Jensen, habe für die ersten Seiten doch mehrere Anläufe gebraucht. Dann rückt kaum merklich die eigentliche Story in den Vordergrund und es wird spannender und spannender. Die letzten 100 Seiten waren eine Nachtschicht wert...Alles in allem ein gutes Buch für Krimi- und Thrillerfans, jedoch ist ein wenig viel hineingepackt: Körperbehinderung, Psychische Behinderung, Sexualität und Behinderung, Traumatisierung, Klimaerwärmung, Liebes- und Eifersuchtsstor mit makabrem "happy end" , religiöser Wahn, Weltuntergang...eben alles ein bisschen dick aufgetragen. Dafür die Punktabzüge.

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.06.2011
Quo Vadis SGB II? Neuorganisation der Grundsicherung für Arbeitsuchende
Kneisel, Peter; Schuler, Marion

Quo Vadis SGB II? Neuorganisation der Grundsicherung für Arbeitsuchende


sehr gut

Dieses Buch eignet sich hervorragend für Studenten, z. B. der Sozial- oder Politikwissenschaften, aber auch für Regionalpolitiker und alle anderen, die in der Praxis mit der Neuorganisation von Jobcentern zu tun haben!
Es beschreibt im ersten Teil die Geschichte des SGB II/der Hartz-Gesetze von Anfang an bis zur Verfassungswidrigkeit der ARGEN und Überlegungen zur Neuorganisation, beschreibt gut die gesetzlich implementierte Evaluations- und Wirkungsforschung und eine Reihe von Auftragsstudien.

Zum Teil ist es etwas statistiklastig, andererseits werden alle verwendeten Zahlen gut erklärt und es wird gerade dadurch sehr offensichtlich, wie die politische Position eines Forschungs-Auftraggebers Einfluss auf die Darstellung der Ergebnisse nimmt und mit welcher Vorsicht veröffentlichte Statistiken und Ergebnisse von Auftragsstudien daher zu betrachten sind.
Im zweiten Teil geht es dann in die Praxis, in der drei verschiedene Organsiationsmodelle in Oberschwaben (Konstanz, Bodenseekreis, Ravensburg) unter die Lupe genommen und u. a. deren Mitarbeiter befragt werden. Nach dem ersten Teil ist es wenig erstaunlich, dass letztendlich rauskommt, dass keine Organnisation, sei es die ARGE, eine Optionskommune oder die durch die Arbeitsagentur dominierte getrennte Trägerschaft besser ist als die anderen und dass jede Organisation ihre Vor- und Nachteile hat. Daraus wird - unter Hinzuziehung der Forschungsergebnisse - eine "Musterorganisation" inkl. Musterorganigramm entwickelt, in der die Erfolgsfaktoren der verschiedenen Umsetzungsmodelle gebündelt und die Nachteile minimiert werden- bestechend einfach und völlig unpolitisch. Wenn's denn nur im wirklichen Leben so einfach ginge...
Letztlich ein guter Appell an alle Beteiligten, nicht alles wörtlich zu nehmen, was im Auftrag verschiedener Mächte, sei es die Bundesagentur für Arbeit, die Gewerkschaften oder der Landkreistag, so alles veröffentlicht wird.

Die Arbeit ist zwar von 2008, hat aber hinsichtlich der Aspekte der Neuorganisation nichts an Aktualität verloren und kann immer noch gute Anregungen geben, jetzt, wo viele sich gerade in der Neuorgansiation befinden. Ein Minus gibt's für die Miniaturschrift - bei manchen Abbildungen sollte man zudem seine Lesebrille oder eine Lupe zur Hand haben. Auch ist nichts über die Autoren angegeben, außer, dass es sich um eine Masterarbeit handelt. Ansonsten aber wirkllich empfehlenswert für in der Praxis Betroffene und sozialpolitisch Interessierte.

8 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.05.2011
Der Anwalt
Grisham, John

Der Anwalt


weniger gut

Enttäuschend!!

Habe schon viele Grishams mit Begeisterung gelesen. Beim Anwalt hatte ich stets das Gefühl, dass mir alles sehr bekannt vorkommt - viele Parallelen zur "Firma", einem sehr frühen Grisham, dbaei alles eine Spur "liebloser" und eindeutig weniger spannend. Das Buch endet sehr unvermittelt und wirkt irgendwie "unfertig" - wer ist z. B. der "Strohmann" in der Kanzlei und steckt wirklich die Regierung hinter allem? Das alles bleibt offen. Grisham scheint nichts Neues mehr einzufallen! Nachdem auch die letzten Grishams schon etwas enttäuschend waren, werde ich mir wohl keine mehr kaufen!

15 von 16 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.