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Bewertung vom 20.08.2014
Das schwarze Ass / Max und die Wilde Sieben Bd.1
Dickreiter, Lisa-Marie;Oelsner, Winfried

Das schwarze Ass / Max und die Wilde Sieben Bd.1


ausgezeichnet

Eine ungewöhnliche Hobby-Detektiv-Truppe hat sich hier zusammengefunden: Ein Junge und drei Altersheimbewohner. Obwohl – streng genommen sind es vier Altersheimbewohner, denn auch der neunjährige Max lebt auf Burg Geroldseck, zusammen mit seiner Mutter, die als Pflegerin dort arbeitet. In seiner neuen Klasse kennt Max noch niemanden, und Freunde zu finden ist ihm schon schwergefallen, bevor er im „Mumienbunker“ eingezogen ist. Schnell wird er als Freak abgestempelt und fügt sich leicht resigniert in diese Rolle.

Aber eine ganz andere Behandlung erfährt er durch seine neuen Mitbewohner. Die nehmen ihn ernst, so wie er ist. Auch wenn das im Fall des strengen und leicht genervten Ex-Professors Kilian manchmal ganz schön unbequem sein kann. Die geheimnisvolle Vera und der bodenständige Horst, der sich zwar Max’ Namen nicht merken kann, aber dafür immer ein gutes Wort für ihn einlegt, wenn Kilian zu grob wird, sind da schon wesentlich liebevoller.

Als die vier es schaffen – schlauer als die Polizei - das Rätsel um das Schwarze Ass zu lösen, das im Altenheim sein Unwesen treibt, fühlt Max sich gar nicht mehr als Freak. Und erfährt, dass wahre Freundschaft unabhängig vom Alter ist.

Die Geschichte wird mit viel Charme und Humor erzählt. Und bei aller Unterhaltung, die sie bietet, fehlt ihr nicht der Tiefgang. Das Mehr-Generationen-Thema wird so locker gehandhabt, dass man an keiner Stelle das Gefühl hat, hier etwas gelehrt zu bekommen. Umso eindringlicher und berührender wirkt das, was sich zwischen Max und seinen neuen Freunden entwickelt.
Der leichtfüßige und dennoch starke Erzählton erinnert dabei an die klassische skandinavische Kinderliteratur.
Absolut lesenswert!

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