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Benutzername: Buch im Kopf
Danksagungen: 14 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 25 Bewertungen
Bewertung vom 21.04.2013
Lauf, solange du noch kannst / Untot Bd.1
McKay, Kirsty

Lauf, solange du noch kannst / Untot Bd.1


sehr gut

Untot – lauf, solange du noch kannst! ist ein moderner Zombie-Teenie-Trip. Und laufen müssen die Personen in dem Buch viel. Zumindest, die die sich noch als Menschen bezeichnen dürfen. Der Rest schlürft zwar gemütlich, jedoch blutrünstig vor sich hin.

Bobby hat es satt! Der Umzug in das verschlafene Nest Aviemore in Schottland geht ihr gehörig auf den Keks. Mit ihren Mitschülern, die alle gängigen Klischees über Teenager bedienen, kommt sie ebenso wenig klar. Umso schlimmer, dass sie mit genau diesen auf eine Klassenfahrt gehen muss. Eine Klassenfahrt, die ihr noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Während Bobby genervt ihre Zeit im Bus absitzt, stürmt ihre Klasse das nächstgelegene Schnellrestaurant. Nur kommen die wenigstens von ihnen zurück, zumindest nicht als Menschen. Für Bobby und ein paar nervige aber von Zombies noch unangetastete Mitschüler beginnt der Lauf um ihr Leben. Denn die Zombies sind hungrig und es gibt einen ganzen Haufen von ihnen.

Mit der Protagonistin Bobby ist der Autorin ein sympathischer Charakter gelungen. Sie ist nach außen zwar eher ruhig, besitzt jedoch eine brutale Art von trockenem Humor, der mich beim Lesen oft schmunzeln lies. Aber auch die anderen Figuren, auch wenn sie, jeder für sich, auf die unterschiedlichste Weise die nervigen Seiten des Teenagerseins zur Schau stellen, sorgen genau damit für jede Menge Unterhaltung. Die kleine Gruppe besteht aus Charakteren, die sich so nie zusammengefunden hätten. Um so witziger, dass der gemeinsame Drang zum Überleben sie dazu zwingt, sich zusammenzuraufen.Und obwohl ich das Buch durchaus positiv bewerten würde, hätte die ein oder andere Szene für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen können. Ansonsten ein gelungener Ausflug in das von mir sonst so selten besuchte Genre.

Bewertung vom 29.05.2012
Zorn - Tod und Regen / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.1
Ludwig, Stephan

Zorn - Tod und Regen / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.1


sehr gut

Eine Frau wird brutal ermordet, im Nachhinein stellt sich jedoch raus, dass diese das ganze Ausmaß der Tortur gar nicht mitbekommen hat, weil der Täter ihr vorher Schmerzmittel injiziert hatte. Ein Mörder der nicht will, dass sein Opfer leidet?! Kurz darauf die nächste Leiche, die Rätsel aufgibt. Eine junge Frau, die scheinbar Selbstmord begangen hat. An sich nichts Ungewöhnliches, in dem Örtchen in dem der Krimi spielt allerdings fast schon sowas wie eine Sensation.

Das ungleiche Team bestehend aus Zorn und Schröder sollen Klarheit in die beiden Fälle bringen. Gar nicht so einfach wenn der eine keine Lust auf seine Arbeit hat und auch sonst für nichts außer seiner Ruhe zu begeistern ist. Zum Glück steht dem trägen Hauptkommissar Zorn der hochmotivierte Assistent Schröder zur Seite.

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil und ebenso die Charaktere haben mir sehr zugesagt. Vor allem, der von so vielen Lesern als unsympathisch empfundene Claudius Zorn ist mit seiner grimmigen Art meiner Meinung nach sehr interessant, auch wenn ich mir diesen niemals als Vorgesetzten wünschen würde.

Das Buch ist durchgehend spannend geschrieben. Auch die Passagen in denen eigentlich „nichts“ passiert, waren kein bisschen langweilig oder langatmig.

Einziger Kritikpunkt: Die Beweggründe des Täters waren für mich alles andere als überzeugend und glaubhaft.

Ansonsten ein gelungenes und unterhaltsames Krimidebüt auf dessen Fortsetzung ich mich schon sehr freue. Empfehlenswert für Krimileser, die einen guten Schuss trockenen Humor vertragen.

5 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.05.2012
Ich bin der Herr deiner Angst / Albrecht & Friedrichs Bd.1
Rother, Stephan M.

Ich bin der Herr deiner Angst / Albrecht & Friedrichs Bd.1


ausgezeichnet

Jörg Albrecht und sein Team werden zu einem Tatort gerufen. Im Grund genommen nichts Außergewöhnliches. Wäre da die nicht Tatsache, dass die übel zugerichtete Leiche ein Kollege von ihnen ist. Bevor die Ermittlungen auch nur annähernd in die richtige Richtung gehen können, passiert ein weiterer Mord. Und auch diesmal erwischt es eine Mitarbeiterin aus Albrechts Team. Schnell drängt sich der Verdacht auf, dass der Täter es auf Jörg Albrechts Mannschaft abgesehen hat. Es scheint jedoch auch die einzige Gemeinsamkeit zu sein, da sich die Vorgehensweise der Morde in nichts gleicht. Als jedoch auch Morde außerhalb der Polizei geschehen, scheint sich der rote Faden aufzulösen und das Rätsel um den Täter noch grösser zu werden. Nach näherem Hinsehen erinnern die Morde an einen Fall der bereits seit dreißig Jahren abgeschlossen ist. Doch der damals verurteilte Maximilian Freiligrath sitzt seit dieser Zeit in der Psychiatrie.

Trotz der Begeisterung so vieler anderer Leser, muss ich zugeben, dass ich anfangs große Schwierigkeiten mit der Story und auch dem Schreibstil hatte.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die ich zunächst nicht auseinander halten konnte. Erst nach ca. 200 Seiten und nachdem ich mir ein paar Mal überlegt habe das Buch zur Seite zu legen, bin ich sowohl mit dem ausschweifenden Stil des Autors wie auch mit den beteiligten Personen einigermaßen warm geworden. Die Idee zum Buch fand ich an sich eigentlich ganz gut, nur hätte man diese meiner Meinung nach noch etwas ausreizen können.

Interessant waren auch die Szenen mit dem Täter der damaligen Morde Maximilian Freiligrath. Diese haben doch sehr an die Gespräche zwischen Dr. Hannibal Lecter und Clarice Starling aus DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER erinnert. Das Ende war dagegen nicht so meines, da es für meinen Geschmack doch etwas zu weit hergeholt war.

Im Grunde genommen ein ganz guter Thriller, wären da nicht die bereits erwähnten Punkte und die großen Erwartungen, die durch den Hype der rund ums Buch gemacht wurde, entstanden sind.

3 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.04.2012
Totenpech
Pleva, Tanja

Totenpech


sehr gut

Nach seinem ersten Fall “Gottesopfer” hat sich Sam O´Connor entschlossen nur noch in Ausnahmefällen für Europol zu arbeiten, um mehr Zeit für seine Fernbeziehung mit Lina zu haben. Doch lange kann er die getraute Zweisamkeit nicht genießen. Nicht nur, dass er den Mordfall um einen Kunstsammler lösen muss, der wie sich herausstellt ein recht abartiges Hobby pflegte, will Europol ebenfalls seine Hilfe. Europaweit verschwinden Menschen, die scheinbar keine Gemeinsamkeiten aufweisen. Ein Fall der nach Sam O´Connor schreit.

Dies war mein erstes Buch der Autorin und es war ein Volltreffer! Ein Thriller wie er sein sollte! Bereits auf der ersten Seite merkt man, dass dies kein Buch für Zartbesaitete Leser ist. Doch nicht nur solche Szenen, die eine gewisse Magenresistenz erfordern, sondern auch die zugehörige Portion Thrill, machen das Buch zu einem echten Pageturner. Hinzu kommt die schön düstere und vom ägyptischen Zauber angehauchte Atmosphäre. Auch die Charaktere hat die Autorin Tanja Pleva nicht vernachlässigt. Neben dem sympathischen Protagonisten Sam, ist mir auch seine magisch eingestellte Freundin Lina, sehr ans Herz gewachsen. Gegen Ende ging es mir dann doch einen Tick zu schnell. Das lag aber auch daran, weil ich nicht wollte, dass das Buch zu Ende geht.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass aufgrund der Entwicklung mancher Personen in diesem Buch, das Lesen des ersten „Gottesopfer“, zwar nicht zwingend erforderlich ist aber doch zu empfehlen wäre.

Ich bin froh die Autorin für mich entdeckt zu haben und bin schon sehr auf ihr drittes Buch um Sam O´Connor „Orchideenstaub“ gespannt.

Bewertung vom 25.03.2012
Oberwasser / Kommissar Jennerwein ermittelt Bd.4
Maurer, Jörg

Oberwasser / Kommissar Jennerwein ermittelt Bd.4


weniger gut

Der vierte Fall von Kommissar Jennerwein war gleichzeitig mein erstes Buch von Jörg Maurer.

Kommissar Jennerwein und sein Team sollen zwei vermisste BKA-Ermittler finden, die spurlos verschwunden sind. Dabei soll das Ganze auch noch top secret bleiben. Gar kein leichtes Unterfangen, besonders nicht in einem scheinbar idyllischen aber kleinen und deswegen geschwätzigen Kurort. Jennerweins Team spielt den Einheimischen einen völlig erfundenen Fall um einen Wilderer vor, um sich so in aller Ruhe auf ihre eigentlichen Ermittlungen konzentrieren zu können.

Mir persönlich hatte dieses Buch einfach zu viel von allem. Gleich am Anfang wird der Leser mit Personen und Handlungssträngen überschwemmt, ein Durcheinander das sich erst nach und nach lichtet. Sehr zugesetzt hat mir teilweise auch die sprachliche Barriere. Sätze, die wie ich denke, eine unterhaltsame Komponente bilden sollten, konnten bei mir gar nicht wirken, weil ich sie schlicht und einfach nicht verstanden habe. Es gab zwar auch witzige und gelungene Momente, die mich schmunzeln ließen und auch die Spannung hat sich nicht komplett rar gemacht. Aber manches war mir einfach an den Haaren herbeigezogen und im Großen und Ganzen erwarte ich einfach etwas anderes von einem Krimi. Da ich noch zwei Jennerwein Vorgänger im Regal stehen habe, werde ich mir erst diese vornehmen bevor ich mir eine abschließende Meinung über die Bücher von Jörg Maurer bilde. Und hoffentlich werde ich eines Besseren belehrt denn dieses Buch war, so leid es mir tut, überhaupt nicht mein Fall.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.03.2012
Ferienhaus für eine Leiche
Steinhauer, Franziska

Ferienhaus für eine Leiche


gut

Gunnar Hilmarström kann es nicht fassen als er beim Putzen seines Ferienhauses eine schreckliche Entdeckung macht: eine nackte und mumifizierte Frauenleiche liegt in einer Truhe auf seinem Dachboden. Wer ist die tote Frau und wer hat sie in die Truhe gelegt? Jeder der Ferienhausmieter könnte dafür in Frage kommen. Gunnars Ehefrau Inga, gehen die Ermittlungen der Polizei nicht schnell genug voran und so versucht sie selbst dem Geheimnis der Mumie auf die Spur zu kommen. Als Inga daraufhin verschwindet, bleibt dem ermittelnden Hauptkommissar Lundquist und seinem Team nicht mehr viel Zeit.
Parallel dazu wird uns die Geschichte eines jungen Mannes erzählt, dem seine Mutter das Leben zur Hölle macht. Ständig bevormundet sie ihn, macht sich über ihn lustig, stellt sich krank damit er sie pflegen muss und hat sogar seine Freundin, die seine Ehefrau werden sollte, vergrault. Ihm reicht es und genug Krimis hat er auch bereits gesehen um zu wissen wie man mit so einem „Problem“ fertig wird.
Geschickt hat die Autorin ihr Wissen über frühkindliche psychischen Traumata und psychopathologischen Entwicklungen in dieses Buch einfließen lassen. Insgesamt ein sehr interessanter Krimi, der auch ohne viel Blutvergießen auskommt. Sehr enttäuscht war ich jedoch darüber, dass das Privatleben des Hauptkommissars Lundquist, das nichts mit dem Fall zu tun hat, so einen großen Teil der Geschichte ausmacht. Diese privaten Zwischenhäppchen haben dazu beigetragen, dass das Buch stellenweise wirklich sehr langatmig wirkt und einem die Lust am Lesen nimmt.
Als eines der Bücher aus der „Mord und Nachschlag“ Reihe, beinhaltet es mehrere Rezepte aus der schwedischen Küche. Die Fleischesser unter Euch dürfen sich freuen, auch das heißgeliebte Rezept für Köttbullar ist dabei.

Bewertung vom 11.03.2012
Das Skript
Strobel, Arno

Das Skript


sehr gut

Eine junge Studentin erhält merkwürdige Post. Ein Kapitel des bereits erschienen Kriminalromans, das wie sich später herausstellt auf Menschenhaut geschrieben wurde. Dem Autor des Romans Christoph Jahn kommt das Ganze sehr bekannt vor. Bereits sein erstes Buch diente einem Serienkiller als Steilvorlage für seine Gräueltaten.
Den ermittelnden Beamten Stephan Erdmann und Andrea Matthiessen bleibt nicht viel Zeit ihre Differenzen beizulegen und den irren Nachahmungstäter zu finden. Eine Frauenleiche mit entstelltem Rücken wurde bereits gefunden, eine weitere Frau wird vermisst und laut Christoph Jahns aktuellem Werk werden noch viele weitere folgen.
Die Idee, dass der Täter sich nach einer Buchvorlage richtet, finde ich klasse. Habe bisher nur einen einzigen Roman gelesen der dem Aufbau etwas gleicht. Geschickt lässt Arno Strobel andere Personen aus dem Umfeld des Beststellerautors Christoph Jahn in die Story einfließen und führt den Leser währenddessen nicht nur einmal in die falsche Richtung. Das Miträtseln hat hier so viel Spaß gemacht, dass ich mir als Leser bei diesem Buch wesentlich mehr Seiten gewünscht hätte. Und obwohl die zwei Ermittler Erdmann und Matthiessen erst eine Zeit gebraucht haben um zu einem sympathischen Team zusammenzuwachsen, werden nicht die ganzen Ermittlungen davon überlagert, wie das oft der Fall ist.
Der Schreibstil des Autors, einfach und leicht verständlich, hat mir bereits in seinem Buch „Der Trakt“ gut gefallen. Was die Story angeht, finde ich, dass Arno Strobel sich deutlich gesteigert hat. Ich hoffe und freue mich auf weitere Werke dieser Art aus seiner Feder.

Bewertung vom 22.02.2012
Weil ich euch liebte
Barclay, Linwood

Weil ich euch liebte


gut

Glen Garber, glücklich verheiratet und Vater einer Tochter, erlebt mit Abstand das Schlimmste was einem passieren kann. Seine zuverlässige und gewissenhafte Frau Sheila kommt bei einem Autounfall ums Leben. Dabei soll sie auch noch für den Tod zweier weiterer Menschen verantwortlich sein, weil sie sich betrunken ans Steuer gesetzt hat. Für Glen total unvorstellbar. Als daraufhin auch noch eine Freundin von Sheila ums Leben kommt und sich einige andere Ungereimtheiten häufen, wird Glen misstrauisch und fängt an auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei stößt er auf einige Geheimnisse, die sein Umfeld in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen.
Das Buch fängt ziemlich rasant an, was für einen Thriller nicht ungewöhnlich ist, und lässt was Spannung und Aktion angeht auch bis zum Schluss nicht nach. Aktion war dem Autor dabei wohl sehr wichtig, die Qualität von eben dieser, hat er jedoch vernachlässig. Sheila und ihre Freundin sind in dieser Lektüre nicht die Einzigen, die ihr Leben lassen müssen. Thriller hin oder her, in Linwood Barclay´s neuem Buch wird überdurchschnittlich viel gestorben. Die vielen Charaktere die der Leser kennenlernt, werden schlussendlich als Kanonenfutter benutzt um den Spannungsbetrieb am Laufen zu erhalten.
Auch waren mir die Personen nicht authentisch genug, was wohl auch an den teilweise unrealistischen Verwicklungen lag. Bei Szenen die scheinbar geschickt miteinander verknüpft wurden, kam ich mir als Leser wie bei einer „Kaninchen aus dem Hut“ Vorstellung. Auch der Protagonist Glen kam etwas überzogen daher. Nahezu nervig, taucht der selbsternannte Rambo immer und überall zur richtigen Zeit und am richtigen Ort auf, um die Probleme anderer zu lösen.
Etwas enttäuscht bin ich von dem Buch schon, da mir der Vorgänger „Dem Tode nah“ deutlich besser gefallen hat. Ein kompletter Fehlgriff war es dann aber doch nicht, weil der Autor es versteht wie man den Leser auch ohne anspruchsvolle Story spannend und durchgehend unterhalten kann.

Bewertung vom 29.01.2012
Alle Rache will Ewigkeit
McDermid, Val

Alle Rache will Ewigkeit


sehr gut

Charlie Flint, von Beruf Profilerin erhält eines Tages Post von ihrer alten Freundin Corina. Die Post besteht aus Zeitungsausschnitten zu dem dramatisch Tod an Corinnas Schwiegersohn Philip. Philip wurde auf seiner eigenen Hochzeitsfeier, auf dem Gelände des Oxford Colleges, abseits des Festes hinterhältig erschlagen und ins Wasser geworfen. Und obwohl bereits ein Pärchen, die Geschäftspartner von Philip, als Täter gelten und auch auf ihre Verurteilung warten, glaubt Corinna den wirklichen Mörder zu kennen. Charlie soll ihr nun dabei helfen den wahren Schuldigen zu stellen.
Da Charlie gerade beruflich nicht wirklich gut dasteht, weil sie für die Entlassung eines Verdächtigen verantwortlich gemacht wird der später mehrere Frauen umbringt, sieht sie in dem Auftrag ihre Chance zur Rehabilitation. Zudem ist die Ermittlungsreise nach Oxford eine gute Gelegenheit um Lisa zu sehen. Eine Freundin für die Charlie insgeheim mehr als nur Freundschaft empfindet. Je mehr Charlie in der Vergangenheit des vermeintlichen Täters abtaucht umso gefährlicher wird es für sie selbst.
Dies war mein erstes Buch von Val McDermid und ich muss sagen es hat mich fast dazu gebracht nie wieder etwas von der Autorin in die Hand zu nehmen. Es hat eine Weile gedauert bis ich mich an den ausschweifenden und langatmigen Schreibstil gewöhnt habe. Zudem hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin, die ja selbst am Oxford College war, zu sehr von der Story abschweift und einfach in Erinnerungen schwelgt. Das ist meiner Meinung nach bei einem Krimi etwas fehl am Platz. Zu der Vielzahl an Personen, die dem Leser gleich zu Anfang aufgedrückt werden, kommt auch noch das Chaos der romantischen Gefühle in dem sich die Protagonistin Charlie befindet.
Um weil sich fast das ganze Buch so dermaßen gezogen hat, war ich umso überraschter als es dann auf den letzten ca. 150 Seiten wirklich so spannend wurde, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte. Vielleicht eine Taktik der Autorin aber so schwer muss man es dem Leser dann doch nicht machen.
Das Durchhalten hat sich für mich in dem Fall wirklich gelohnt und weitere Werke der Autorin werden folgen.

Bewertung vom 25.01.2012
Das Lied der Träumerin
Stewner, Tanya

Das Lied der Träumerin


ausgezeichnet

Auf dieses Buch bin ich eher zufällig gestoßen und habe eigentlich aufgrund des Titels, des Klappentextes und des mädchenhaften hellblauen Covers, eine unterhaltsame und leicht verdauliche Lektüre für zwischendurch erwartet. Unterhaltsam war das Buch durchaus, leicht eher weniger. Denn umso verträumter und flockiger sich die Kurzbeschreibung liest umso schwerer liegt einem nach dem Lesen die Story im Magen.
Als ihr Vater stirbt, hält es die 18-jährige Protagonistin Angelia zu Hause nicht mehr aus. Sie und ihre Mutter leben in zwei verschiedenen Welten und auch die Liebe zu Musik konnte Angelia nur mit ihrem Vater teilen. Dieser Liebe wegen begibt sich Angelia nach London um ihren großen Traum, Sängerin zu werden, zu verwirklichen. In London angekommen findet Angelia Unterkunft bei Josh und Jeremy, zwei Brüdern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Josh, der Kumpeltyp, mit dem Angelia über alles reden kann und der verschlossene Jeremy, dessen geheimnisvoller Kraft sie sich nicht mehr lange entziehen kann. Alles scheint perfekt an den beiden, wären da nicht die Geheimnisse von den Angelia nichts ahnt.
Ein traumhaftes und atemberaubendes Buch! Die schöne Sprache und der flüssige Schreibstil machen die Lektüre zu einem Vergnügen, das jedoch mit Vorsicht zu genießen ist! Das Buch geht ans Herz, ob man will oder nicht. Eine gefühlvolle und dennoch nicht kitschige Geschichte in der an Tragik nicht gespart wird, weshalb es die perfekte Lektüre für Fans von dramatischen Storys ist. Aber auch alle anderen werden von dem Buch nicht mehr lassen können.
Die Autorin mixt geschickt einen Cocktail aus Träumen, Gefühlen und der Liebe zu Musik und schickt den Leser damit auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen, die er nicht mehr vergessen wird.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.