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Top-Rezensenten Übersicht

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Aurora
Wohnort: 
Berlin

Bewertungen

Insgesamt 23 Bewertungen
Bewertung vom 19.09.2020
Raum der Angst
Meller, Marc

Raum der Angst


sehr gut

Die Aufmachung das Buches hat mir schon mal sehr gut gefallen: ein Schlüsselloch, der den Buchschnitt verdeckt, ein Escaperoom in der hinteren Klappe.

Was ich total "witzig" fand, ist, dass die meiste Zeit der Handlung am 8. Januar spielt - meinem Geburtstag. Aber das hat tatsächlich auch einen Grund. Denn der 9. Januar ist ein ganz besonderes Datum, bis dahin müssen quasi alle Vorbereitungen getroffen sein.

Es geht um ein Experiment, das ein Universitäts-Professor durchführen möchte, wofür er sich sieben Kandidaten einlädt. Doch diese kommen nie am vereinbarten Treffpunkt an. Stattdessen wird der Busfahrer tot aufgefunen, von den Kandidaten fehlt jede Spur.

Jedoch haben wir Leser kurz zuvor miterlebt, wie sie sehr wohl in einem Escaperoom ankommen. Aber es ist ein anderer. Warum sind sie dort? Was ist schiefgelaufen? Weiß der Professor, der extrem von sich selbst überzeugt ist, wirklich nicht wo sie sind?

Außerdem wird auch noch Hannah, eine Psychologiestudentin, entführt und landet ebenfalls in einem Raum, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Was hat sie mit der Handlung zu tun?

Es wird aus vielen Sichten geschrieben, was mich persönlich überhaupt nicht stört und auch nicht alle Antworten sofort auf dem Silbertablett präsentiert - im Gegenteil. Es gibt so viele Sackgassen und Wendungen, dass einem beinahe davon schwindelig werden könnte.

Das Ende lässt darauf schließen, dass es noch längst nicht das Ende ist. Was ich sehr hoffe, denn ich würde sehr gern wissen, wie es weitergeht.

Bewertung vom 22.07.2020
God's Kitchen
Ruile, Margit

God's Kitchen


sehr gut

Bevor ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe, musste ich feststellen, dass es auf allen Plattformen lediglich mit drei Sternen bewertet wurde. Ich war von Anfang an sehr gespannt auf das Buch, weil es einfach nach einer Geschichte genau für mich gemacht klang. Beim Lesen hatte ich immer wieder die negativen bis mittelpächtigen Bewertungen im Kopf (die eigentlichen Rezensionen dazu hatte ich nicht gelesen) und fragte mich mehr als einmal, wie es dazu kommen konnte. Denn mir gefiel das Buch von Anfang an sehr gut. Es war duchweg spannend, sodass ich meinen Kindle am liebsten gar nicht mehr weglegen wollte. Der Schreibstil der Autorin ist super, sodass man nur so durch die Seiten fliegt.
Man reist quasi durch ein Wechselbad der Gefühle - gerade das Kapitel aus Celines Kindheit war sehr emotional. Hin und weider stockte mit regelrecht der Atem, weil unfassbare Dinge geschahen und man irgendwann tatsächlich nicht mehr wusste, wem man eigentlich trauen darf und wem nicht.
Das Ende kam mir persönlich allerdings ein wenig zu abrupt und dort fehlte mir die Spannung. Ich hatte mir einem großen Knall gerechnet, der aber ausblieb.
Alles in allem hat mir das Buch jedoch wirklich sehr gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der sich auch nur ein wenig für Künstliche Intelligenz interessiert. Und keine Angst, es ist nicht zu techniklastig und es wird nicht nur so mit Fachbegriffen um sich geworfen.

Bewertung vom 25.04.2019
3 2 1 - Im Kreis der Verschwörer / Truman Devlin Bd.1
Kent, Tony

3 2 1 - Im Kreis der Verschwörer / Truman Devlin Bd.1


weniger gut

Die Aufmachung des Buches finde ich wirklich klasse. Die Farbkombination finde ich sehr schön - wenn auch etwas ungewöhnlich für einen Thriller.
Allerdings fand ich das Buch an sich nicht besonders gut bzw. ich musste es nach einiger Zeit abbrechen, weil es mich absolut gelangweilt hat. Einerseits passierte nichts bzw. zu viel, weil es so viele verschiedene Handlungsstränge gab, dass man anfangs gar nicht mehr durchblickte. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, das Buch überhaupt noch in die Hand zu nehmen, vor allem, wenn ich gesehen habe, wie viele Seiten ich noch vor mir hatte. Ein Politthriller mit über 600 Seiten ist echt ein wenig zu viel.
Die Idee war nicht schlecht und klang auch wirklich spannend, aber leider konnte es mich nicht überzeugen.

Bewertung vom 28.11.2018
Nacht über Tanger
Mangan, Christine

Nacht über Tanger


gut

Dieses Buch habe ich über die Buchflüsterer-Aktion zum Rezensieren bekommen. Und ich gebe ganz offen zu: Schon allein das Cover hätte mich davon abgehalten, das Buch jemals in die Hand zu nehmen. Auch der Klappentext war für mich leider sehr unansprechend. Dennoch habe ich es gelesen, wenn auch sehr langsam.

Der Schreibstil an sich war tatsächlich gut, daran lag es also keineswegs. Allerdings plätscherte die Handlung die meiste Zeit nur so vor sich hin, obwohl ich nach dem Prolog doch eigentlich ganz positiv überrascht war und geglaubt hatte, mein Vorurteil ungerechtfertigt gewesen wäre.

Natürlich fragte ich mich, wo das Ganze hinführen und enden würde. Was führt Lucy im Schilde? Hat Alice wirklich so arge psychische Probleme, wie ihr zwischenzeitlich immer wieder suggeriert wurde? Das Ende hat mir leider auch nicht so gut gefallen und ich war letztendlich doch froh, das Buch einfach nur beendet zu haben.

Bewertung vom 26.07.2018
Blutschatten / Sunday Night Bd.1
Reichs, Kathy

Blutschatten / Sunday Night Bd.1


sehr gut

Ich hatte schon viel Gutes über Kathy Reichs gehört, aber bisher noch nicht von ihr gelesen. Mit dem ersten Band ihrer neuen Thriller-Reihe um Sunday Night bot sich mir nun die perfekte Gelegenheit, endlich in den Genuss ihres Schreibstils zu kommen.
Mein erster Gedanke war, dass der Name der Protagonistin doch mehr als eigenartig ist. Doch genau darauf wird im Handlungsverlauf Bezug genommen. Allerdings bin ich mir nicht so ganz sicher, ob man als Leser schon alle Infos dazu erhalten hat - ich glaube nämlich eher nicht. Aber das bleibt natürlich abzuwarten.
Für mich als große Eichhörnchenliebhaberin hat das Eichhörnchen Bob mein Herz im Sturm erobert. Dieser wird nämlich von Sunday gefüttert und kommt sogar immer wieder in ihr Haus rein. Die beiden haben eine ganz besondere Bindung zueinander, was ich wunderschön finde und mich ein klitzekleinesbisschen neidisch macht.
Bald stellt sich zudem heraus, dass Sunday noch einen Zwillingsbruder hat - auch wenn man das aufgrund ihrer unterschiedlichen Hautfarbe kaum glauben mag. Er hilft ihr jedenfalls bei dem Auftrag, den die ehemalige Polizistin bekommen hat - nämlich ein verschwundenes Mädchen wiederzufinden. Das Ganze ist jedoch viel verzwickter, als es am Anfang scheint. Dadurch kommt es immer wieder zu unerwarteten Wendungen, die die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten.
Mir hat der Auftakt dieser neuen und für mich ersten Reihe der Autorin gut gefallen und ich freue mich schon jetzt auf ein Wiedersehen - hoffentlich auch mit Bob.

Bewertung vom 15.06.2018
Ivy und Abe
Enfield, Elizabeth

Ivy und Abe


weniger gut

Als das Buch bei mir ankam, hatte ich mich sehr gefreut, denn es klang nach einer wirklich schönen Liebesgeschichte. Allerdings musste ich schon sehr schnell feststellen, dass meine Erwartungen nicht mit der Realität übereinstimmten. Ich ging davon aus, dass es sich hierbei um eine durchgängige Geschichte handeln würde, bei der sich zwei Menschen im Leben immer wieder mal begegnen - ob nun bewusst oder unbewusst. Aber dem ist leider nicht so. Das Buch beginnt im Jahr 2026 und erzählt rückwörts mehrere Episoden, die eventuell so verlaufen könnten, wenn sich Ivy und Abe dann oder dann so oder so begegnet wären. Das fand ich tatsächlich etwas schwierig und zum Teil auch wirklich anstrengend. Denn so konnte ich mich gar nicht wirklich auf eine bestimmte Handlung einlassen und auch der Zugang zu den einzelnen Charakteren blieb mir dadurch verwährt. Daher muss ich leder sagen, dass mir die Idee mit den mehreren Begegnungen zwar sehr gut gefallen hat, aber die Umsetzung dagegen überhaupt nicht.

Bewertung vom 27.03.2018
Geboren, um zu töten / The Fourth Monkey Bd.1
Barker, J. D.

Geboren, um zu töten / The Fourth Monkey Bd.1


sehr gut

Obwohl das Buch sich leicht und flüssig lesen ließ und den Ermittlern die Zeit davonlief, um das entführte Mädchen zu finden, wollte bei mir irgendwie keine richtige Spannung aufkommen. Ob das vielleicht damit zusammenhing, dass sich der Four Monkey Killer am Anfang des Buches vor einen Linienbus schmeißt? Zumal es während der Handlung immer wieder Ausschnitte aus dem Tagebuch des Mörders gibt. Dieses trug er bei seinem »Unfall« bei sich und unser Protaginist, Detective Sam Porter, liest es nun nach und nach. Auch hier habe ich zunächst den Zusammenhang nicht nachvollziehen können.
Allerdings gibt es im letzten Viertel des Buches eine so extreme Wendung, dass es auf einmal mehr als nur spannend wurde und ich das Buch bzw. meinen eBook-Reader am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.
Umso schlimmer dann, dass der Fall in diesem Buch nicht zur Gänze aufgeklärt wird und es somit ein mehr oder weniger offenes Ende hat. Fortsetzung folgt also erst im nächsten Band. Ich hoffe, er erscheint recht bald, denn ich möchte nun unbedingt weiterlesen, um zu wissen, wie das Ganze ausgehen wird.

Bewertung vom 26.03.2018
Animant Crumbs Staubchronik
Rina, Lin

Animant Crumbs Staubchronik


ausgezeichnet

Wer mir auf Instagram folgt, wird von meinen ewigen Lobeshymnen auf dieses Buch bereits völlig genervt sein. Dennoch werde ich nicht müde, euch von diesem absolut genialen Meisterwerk vorzuschwärmen. Aber am besten alles der Reihe nach.
Es gibt drei Gründe, warum mir auf der BuchBerlin 2017 klar war, dass ich dieses Buch auf jeden Fall haben und natürlich auch (relativ zeitnah) lesen MUSS. Zunächst hatte mich schon allein das traumhaft schöne Cover wie magisch angezogen. Als ich das Buch zur Hand nahm und den Klappentext las, stachen mir gleich zwei weitere Gründe ins Auge: Es spielt im London des 19. Jahrhunderts und alles dreht sich mehr oder weniger um Bücher. Beides allein wäre schon klasse, aber die Kombi in Verbindung mit dem Cover bereitete mir nur noch Schnappatmung. Einige von euch verstehen vielleicht, was ich meine.
An alle Fantasy-Fans da draußen sei jedoch gesagt, dass das leider falsch ist. Mit Fantasy hat dieses Buch leider ganz und gar nichts zu tun. Aber bevor ihr euch abwendet: Ich selbst lese im Prinzip eher selten bis gar keine historischen Romane. Aber dieses Buch, das zudem eine wirklich schöne Liebesgeschichte für den Leser bereithält, lohnt sich dennoch allemal.
Wenn ich nicht irgendwann hätte schlafen gehen MÜSSEN oder mir die Augen ab einer bestimmten Uhrzeit nicht einfach zugefallen wären, wäre die Geschichte rund um Animant Crumb ein Buch, das ich sehr gern ohne Unterbrechung in einem Rutsch durchgelesen hätte.
Die Geschichte hat rund um mein Herz berührt und die meisten Charaktere habe ich lieb gewonnen (sie hätten allesamt gar nicht anders sein dürfen). Als das Buch zu Ende war, ließ es mich mit einem lachenden und einen weinenden Auge zurück. Ich wünschte mir sehr, ich könnte Ani noch viel weiter begleiten. Aber ob es wohl jemals ein Wiedersehen geben wird?
Schon jetzt zählt dieses Buch für mich zu den Jahreshighlights 2018 - wenn es nicht sogar DAS Jahreshighlight schlecht hin wird. Aber das bleibt abzuwarten.

Bewertung vom 10.09.2017
Das Vermächtnis der Familie Palmisano
Nadal, Rafel

Das Vermächtnis der Familie Palmisano


gut

Eigentlich sind Bücher, die in oder um die Kriegszeit gar nicht mein Fall. Daher hat es diesmal auch wieder etwas länger gedauert, bis ich das Buch beendet habe. Ich hatte auch erhebliche Schwierigkeiten, überhaupt in das Buch reinzukommen, weil die verstorbenen Palmisano am Anfang hintereinander weg abgehandelt wurden und ich schon befürchtet hatte, dass es keinen richtigen Erzählungsstil hat, sondern eher eine Berichterstattung wird. Das änderte sich dann zum Glück bald und der Schreibstil wurde deutlich besser.
Allerdings fand ich die Handlung nur mäßig spannend, auch wenn mir die Hauptcharaktere allesamt sympathisch waren und ich natürlich dennoch neugierig war, wie es letztendlich ausgeht, ob auch der letzte männliche Palmisano im zweiten Weltkrieg stirbt oder ob er es dank der "Überlistung" schafft.
Ich denke, dass es für Leser ein gutes Buch sein kann, die gern Bücher rund um das Kriegsthema lesen. Für mich war es eher mittelprächtig, aber nicht ganz so schlimm, wie ich anfangs gedacht habe.