Benutzername: Erdbeerchen
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Bewertungen

Insgesamt 15 Bewertungen
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Bewertung vom 04.08.2017
Was man von hier aus sehen kann
Leky, Mariana

Was man von hier aus sehen kann


sehr gut

Die Autorin Mariana Leky schreibt auf sehr gefühlvolle Weise über das Leben, Freundschaft, Familie und die Liebe. Sie hat mich mitgenommen in die Welt von Selma, Luise und Co. und deren Eigenarten. Durch den humorvollen Stil musste ich immer wieder schmunzeln und es wurde nie langweilig weiterzulesen.
Das Buch ist in drei Zeiten eingeteilt - Luise mit 10, 20 und 30 Jahren, sodass man schon das Leben von Luise vom Kindesalter an miterlebt sowie den schrecklichen Unfall, an den Luise ihr Leben lang erinnert wird.

Obwohl mir der Roman sehr gut gefallen hat, finde ich den Klappentext etwas widersprüchlich, da Selma nur ein paar Mal von einem Okapi geträumt hat und sich das Buch viel mehr um die Beziehung zwischen Luise und Frederick dreht. Gestört hat mich das aber nicht ;)
Insgesamt betrachtet handelt es sich um einen wundervollen Roman, der mir stets gute Laune beim Lesen bereitet hat.

Bewertung vom 05.06.2017
Ich, Eleanor Oliphant
Honeyman, Gail

Ich, Eleanor Oliphant


ausgezeichnet

Der Roman "Ich, Eleanor Oliphant" ist eine einzigartige Geschichte über Freundschaft und wie diese dabei helfen kann, Ängste zu überwinden und Anreiz gibt, sich selbst weiterzuentwickeln.
Obwohl der Roman eigentlich von einer recht simplen Geschichte handelt, habe ich das Buch verschlungen. Der Leser erfährt immer ein Stück mehr von Eleanors Vergangenheit, wodurch das ganze Buch über eine leichte Spannung erzeugt wird. Besonders die Gedanken von Eleanor sind oft so amüsant, dass ich ziemlich oft schmunzeln musste.
Durch die erzählte Ich-Perspektive konnte ich die Gefühle von Eleanor sehr gut mitempfinden und mich in Eleanor hineinversetzen. Freundschaft und Familie nehmen einen großen Teil dieses Buches ein und zeigen, wie wichtig sie für ein glückliches Leben sind.
Dieser Roman ist erfrischend anders als bisherige Romane, die ich gelesen habe, und hat mich komplett verzaubert. Deshalb gebe ich tatsächlich volle fünf Sterne.

Bewertung vom 07.03.2017
Das geheime Leben des Monsieur Pick
Foenkinos, David

Das geheime Leben des Monsieur Pick


gut

Der Roman handelt vom Schriftstellertum und zitiert bzw. erwähnt auch viele bekannte Schriftsteller, so dass literaturinteressierte Personen sicherlich ihre Freude mit dem Buch haben werden.
Ebenfalls wird die Bretagne sehr schön beschrieben, in der die Geschichte u.a. spielt.

Sehr gut gefällt mir die Einbindung vieler verschiedener Personen, deren Leben sich durch den Roman des Monsieur Pick verändert hat. Der Schreibstil des Autors ist einfach und sehr gut zu lesen.
Im Epilog wird dann auch endlich das Geheimnis aufgedeckt, über das man so lange gerätselt hat - und es ist doch ziemlich überraschend!

Insgesamt betrachtet habe ich den kurzweiligen Roman schon recht interessiert gelesen, eine Spannung hat sich jedoch nicht aufgebaut. Der Roman ist mal etwas anderes, teilweise unterhaltsam und humorvoll geschrieben, so dass ich das ein oder andere Mal schmunzeln musste. Langeweile kam bei mir auf jeden Fall nicht auf. Dennoch konnte mich der Roman nicht richtig mitreißen, für ein paar nette Leseabende ist er aber auf jeden Fall geeignet.

Bewertung vom 29.12.2016
Im ersten Licht des Morgens
Baily, Virginia

Im ersten Licht des Morgens


weniger gut

Der Roman "Im ersten Licht des Morgens" handelt von einer Frau, die in Italien im 2. Weltkrieg einen fremden, jüdischen Jungen aufzieht und sich ihr Leben lang für ihn aufopfert, obwohl dieser eher kalt und berechnend zu ihr ist.
Die Autorin springt zwischen der Vergangenheit ab dem Jahr 1943 und der Gegenwart im Jahr 1973 hin und her, so dass der Leser immer ein wenig mehr von Vergangenheit und der Gegenwart erfährt.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich der Roman nicht berührt hat. Ich kann kaum verstehen, wie eine Frau sich so aufopferungsvoll um einen Menschen kümmern kann, der aber überhaupt nichts zurückgibt. Stattdessen beklaut er sie und missbraucht ihr Vertrauen.

Menschen, die gerne Kriegsgeschichten und Familiendramen lesen, können mit diesem Buch sicher etwas anfangen, mich hat es leider eher gelangweil und ich musste mich zwingen, das Buch zu Ende zu lesen.
Allerdings hat mich auch das abrupte Ende nicht überzeugt.

Bewertung vom 10.10.2016
Die Spuren meiner Mutter
Picoult, Jodi

Die Spuren meiner Mutter


ausgezeichnet

Berührung und spannend zugleich - absolute Kaufempfehlung!

Ich bin mit keiner großen Erwartung an den Roman "Die Spuren meiner Mutter" herangegangen und wurde doch sehr positiv überrascht, da der Roman in meinen Augen irgendwie "anders" ist!
Die Hauptpersonen sind die 13-jährige Jenna, die nach ihrer Mutter sucht, sowie das Medium Serenity und der Privatdetektiv Virgil, die sie dabei unterstützen.

Auf 512 Seiten gelingt es der Autorin Jodi Picoult durchweg eine interessante Geschichte zu erschaffen. Mir wurde es nie langweilig weiterzulesen und auf den letzten 150 Seiten konnte ich das Buch kaum aus den Händen legen.
Die Sprache der Autorin ist sehr lebendig, denn ich konnte mich sehr gut in die Hauptpersonen hineinversetzen. Dennoch würde ich nicht sagen, dass mir die Personen besonders sympathisch sind, aber das ist ja auch nicht immer zwingend notwendig.

Das Besondere an dem Buch sind die unterschiedlichen Perspektiven, aus denen die Geschichte erzählt wird. Neben Jenna berichten auch Jennas Mutter Alice, Serenity und Virgil von ihren Gefühlen.
Dabei wird nach und nach von Jennas Mutter immer mehr aufgeklärt, was in der Nacht passierte, als sie verschwand.

Die Liebe und das Band zwischen Mutter und Tochter werden durch "Die Spuren meiner Mutter" sehr deutlich und ich bin wirklich wahnsinnig froh, dass ich noch immer glücklich mit meinen Eltern zusammen lebe. Was der Verlust für Trauer in einem Menschen auslöst, kann man kaum in Worte fassen.
Die eigentlich Stars dieses Romans sind aber die Elefanten, deren Verhaltensweisen so gefühlvoll und genau beschrieben werden, so dass ich durch dieses Buch nebenbei sehr viel über die grauen Riesen gelernt habe.

Insgesamt betrachtet, hat mich die Geschichte von Jenna sehr berührt und die letzten 150 Seiten waren dazu richtig spannend. Das Ende hat mich dann nochmal komplett umgehauen, weil ich damit wirklich nicht gerechnet hätte!
Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und kann es jedem empfehlen.

Bewertung vom 08.08.2016
Albert muss nach Hause
Hickam, Homer

Albert muss nach Hause


sehr gut

Albert muss nach Hause - so richtig etwas darunter vorstellen konnte ich mir nicht - der Klappentext hörte sich allerdings schon sehr amüsant an - also perfekt für meinen entspannten Sommerurlaub.
Und tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht! Ich begleitete Homer und seine Ehefrau Elsie auf eine Reise nach Florida, wo sie ihren Alligator Albert in die Freiheit entlassen wollen. Und auf dem Weg dorthin, kommen so einige Abenteuer und Geschichten auf sie zu, von denen sie vorher in ihrem Bergarbeiterleben nie geträumt hätten. Dabei kommen sich die kühne Elsie und der liebe Homer sogar das erste Mal in ihrer Ehe näher und Elsie merkt, was sie an Homer hat.

Der Roman ist durchweg amüsant geschrieben und ich war schon immer auf das nächste Abenteuer von Homer, Elsie, Albert und dem Hahn gespannt. Die Person Homer ist mir dabei richtig ans Herz gewachsen und auch Albert ist ein Alligator zum Liebhaben.
Ja und Elsie ist wohl einfach Elsie - ich bin nur froh, nicht so einen Ehepartner abbekommen zu haben :D Aber Homer ist eben hoffnungslos verliebt in sie...

Die ganze Geschichte ist dennoch total herzlich ohne jegliche Langeweile und am liebsten würde ich mir den grinsenden Albert nach Hause holen :D

Bewertung vom 29.05.2016
Die Canterbury Schwestern
Wright, Kim

Die Canterbury Schwestern


sehr gut

Ein typischer Frauenroman mit Happy End

Der Roman "Die Canterbury Schwestern" handelt von 9 Frauen, die in fünf Tagen von London nach Canterbury pilgern möchten. Auf diesem Weg lernen sich die Frauen untereinander besser kennen und finden in gewisser Weise auch zu sich selbst.
Die Autorin Kim Wright hat einen sehr angenehmen Erzählstil und hat mich so das Buch mit 384 Seiten innerhalb von drei Tagen durchlesen lassen. Ich konnte mich sehr gut in die Frauen hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen.
Auf der Reise erzählt jede der Frauen eine Geschichte aus ihrem Leben und so wollte ich immer wissen, was denn die anderen Frauen erlebt haben und warum sie diese Reise unternehmen.
Die Hauptperson ist Che aus Amerika. Ihre Mutter ist vor Kurzem gestorben und ihr Freund hat sie verlassen. Nur aufgrund des Wunsches ihrer Mutter begibt sie sich auf den Weg nach Canterbury, um dort die Asche der Mutter zu verstreuen. Ziemlich schnell merkt sie jedoch, dass ihr die Reise besser tut als gedacht.

Insgesamt betrachtet haben mich die Geschichten der Frauen gefesselt und ich haben die Seiten nur so verschlungen. "Die Canterbury Schwestern" ist ein typischer Frauenroman, der natürlich auch ein Happy End hat.
Sehr gerne werde ich auch die weiteren Bücher von Kim Wright lesen.

Bewertung vom 06.04.2016
Am Ende bleiben die Zedern
Jarawan, Pierre

Am Ende bleiben die Zedern


sehr gut

Der Klappentext von "Am Ende bleiben die Zedern" hat mich aufgrund der Aktualität sehr neugierig gemacht. Genauer gesagt handelt das Buch von einer Flüchtlingsfamilie, die aus dem Libanon nach Deutschland flüchtet.
Der Autor Pierre Jarawan schildert sehr verständlich, wie die Familie in Deutschland Fuß fasst und sich ein Leben aufbaut. Jarawan zeigt aber auch, dass die Familie - vor allem der Vater von Samir - eine große Liebe mit dem Libanon verbindet und die Sehnsucht nach dem Heimatland groß ist.
Als der Vater plötzlich verschwindet, fällt der 8-jährige Samir in ein tiefes Loch. Erst 20 Jahre später kann er sich dazu durchringen, seinen Vater im Libanon zu suchen.
Dabei findet er aber nicht nur seinen Vater, sondern findet auch zu sich selbst und zu seiner Kultur.

Dieser Roman ist mal etwas ganz anderes, als ich normalerweise lese, dennoch hat er mich gefesselt und ich habe gerätselt, warum der Vater wohl verschwunden ist.
Jarawan nimmt einen mit in die Geschichte des Nahen Ostens, die Probleme und den Krieg, so dass ich durch den Roman Einiges zu den Schwierigkeiten im Nahen Osten dazu gelernt habe.
Die Geschichte wirkt sehr echt und authentisch, vermutlich da Jarawan selbst in Jordanien geboren und aufgrund des Bürgerkriegs nach Deutschland geflüchtet ist.

Die Familiengeschichte berührt, vor allem, da sie sehr emotional geschrieben ist und mir die Personen richtig ans Herz gewachsen sind. Auch der Schreibstil von Jarawann trägt dazu bei.

Einen Punkt Abzug gibt es von mir, da Jarawann zwischendurch immer wieder sehr viel über die Geschichte des Libanons erzählt und ich dann ein wenig aus der Geschichte raus war und mich anschließend wieder reinfinden musste.

Bewertung vom 19.09.2014
Das Rosenholzzimmer
Romer, Anna

Das Rosenholzzimmer


gut

Das Rosenholzzimmer handelt von der alleinerziehenden Mutter Audrey, die unerwartet das Elternhaus ihres plötzlich verstorbenen Exfreundes erbt.
Eigentlich fährt Audrey mit ihrer Tochter Bronwyn nach Queensland, um das Anwesen Thornwood zu verkaufen, doch dann verlieben sich beide auf den ersten Blick in das schnuckelige Haus mit den hübschen Rosen.
Beim Aufräumen entdeckt Audrey ein Foto des Großvaters ihres Exfreundes, der angeblich seine Verlobte umgebracht haben soll. Sofort spürt sie eine Verbindung, kann nachts nicht schlafen und ist sehr unruhig. Als Bronwyn dann ein Tagebuch findet, gibt Audrey alles dafür, die Familiengeheimnisse aufzudecken.
Dabei begibt sie sich allerdings in große Gefahr.

Anna Romer gelingt es trotz 576 Seiten, dass keine Langeweile aufkommt und das Buch an keiner Stelle langatmig wirkt.
Zwischendurch handeln einzelne Kapitel von der Vergangenheit, in denen man über das Leben von Aylish erfährt, die kaltblütig umgebracht wurde. Audrey empfindet eine sehr starke Verbindung zu dieser Aylish (die die Großmutter ihres Exfreundes war) und verschmelzt im Traum immer wieder mit ihr.

Romer beschreibt die Situationen immer sehr bildlich und genau, so dass ich mich gut in die Geschichte hineinversetzen konnte.
Besonders die letzten 100 Seiten sind sehr spannend, in denen Audrey dem Mörder auf die Schliche kommt und es um Leben und Tod geht.
Ansonsten läuft die Geschichte ohne viel Spannung, aber (Gott sei Dank) auch ohne Langeweile, so dahin. Auch eine Liebesbeziehung zwischen Audrey und einem taub-stummen Tierarzt ist enthalten.

Insgesamt ist "Das Rosenholzzimmer" eine spannende Familiengeschichte, die mir ganz gut gefallen hat.
Einige Aspekte sind aber doch ein wenig unreal, z.B. das Audrey plötzlich von einer fremden Frau träumt, die sie noch nie gesehen hat, oder das eine Einsiedlerin, die jahrelang alleine gewohnt und niemanden an sich herangelassen hat, Audrey und ihre Tochter freudig empfängt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.06.2014
Die Akademiemorde
Olczak, Martin

Die Akademiemorde


sehr gut

Ein neuer Kriminalroman - mal wieder!
Aber dieser hier ist wirklich gut - nicht nur gut geschrieben sondern auch eine spannende Geschichte steckt darin!
Ich habe mich auf keiner einzigen Seite gelangweilt und zum Schluss hin wurde es nochmal richtig spannend mit einem überrasschenden Ende!

Die 478 Seiten beschreiben eigentlich nur 5 Tage einer Kriminalermittlung - aber was für einer; eine, die Schweden mit vielen Morden und einem professionellen und bestens vorbereitetem Todesschützen noch nie erlebt hat.
Alle getöteten Personen waren Mitglieder der Akademie, die jährlich den Literaturnobelpreisträger bekannt gibt.
Nun heißt es herauszufinden, was für eine Verbindung die Akademiemitglieder haben und die Suche beginnt.

Die Hauptakteure sind dabei die Kriminalbeamtin Claudia Rodriguez sowie der Buchantiquar Leo Dorfmann, die mit viel Sachverstand und auf eigene Faust den Mörder tatsächlich finden - ganz im Gegensatz zu den tausenden restlichen Polizisten.

Die Spannung des Buches steigt mit jeder Seite und nebenbei lernte ich noch so Einiges über die Nobelpreisträger, da am Anfang jeden Kapitels ein Jahr mit dem dazugehörigen Nobenpreisträger genannt wird sowie die Begründung der Akademie, warum dieser Schriftsteller den Preis erhalten hat.

Der Krimi ist verständlich und logisch geschrieben, so dass man ihm gut folgen kann. Ab und zu schiebt Olczak Auszüge aus der Vergangenheit ein, aus denen erkenntlich wird, wie sich Personen beispielsweise kennengelernt haben.

Besonders gut gefällt mir an diesem Krimi bzw. Thriller, dass Olczak nicht alles schwarz und brutal darstellt, sondern ich richtig Spaß daran hatte, den sympathischen Figuren Claudia und Leo zu folgen und die Morde aufzuklären.
Dabei ist es wirklich erstaunlich, wie sehr Olczak ins Detail geht und an was er alles denkt, damit der Mörder bis zum Schluss nicht geschnappt wird. Ich habe tatsächlich sehr viel dazu gelernt, was man alles beachten muss, um unbeachtet ein Mord zu begehen :D

Von mir gibt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!!

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