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Benutzername: Sonnenschein
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Bewertungen

Insgesamt 7 Bewertungen
Bewertung vom 27.10.2009
Der Schatten des Windes / Barcelona Bd.1
Ruiz Zafon, Carlos

Der Schatten des Windes / Barcelona Bd.1


ausgezeichnet

Ach, war DAS schön, einfach wunderschön! Und grausam und gruselig und grau. Und natürlich auch traurig. Und lustig war es manchmal auch! Es zeigte sich also, dieses Buch hat alles was ein Buch haben muss!

Daniel wächst im Barcelona der Nachkriegszeit ohne Mutter aber mit einem liebevollen Vater auf, der eine Buchhandlung betreibt. Eines Abends nimmt dieser seinen Sohn mit zu dem Friedhof der vergessenen Bücher, dem Ort, wo die Bücher landen, die keiner mehr will. Eines soll Daniel sich aussuchen, es mitnehmen und beschützen, einem Buch soll er ein Heim geben. Er findet "Der Schatten des Windes" von dem ihm unbekannten Autoren Juilián Carax. Der Roman zieht ihn schnell in seinen Bann und er bemerkt, dass es sich um ein ganz besonderes Buch handeln muss, denn ein Mann versucht alle Exemplere der Romane, die Carax geschriebenhat, zu verbrennen. Daniel wird in Erlebnisse verwickelt, die von Dramatik und Verworrenheit strotzen und sogar sein Leben und das seiner Freunde in Gefahr bringen!

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.10.2009
Der Schatten des Windes / Barcelona Bd.1
Ruiz Zafón, Carlos

Der Schatten des Windes / Barcelona Bd.1


ausgezeichnet

Ach, war DAS schön, einfach wunderschön! Und grausam und gruselig und grau. Und natürlich auch traurig. Und lustig war es manchmal auch! Es zeigte sich also, dieses Buch hat alles was ein Buch haben muss!

Daniel wächst im Barcelona der Nachkriegszeit ohne Mutter aber mit einem liebevollen Vater auf, der eine Buchhandlung betreibt. Eines Abends nimmt dieser seinen Sohn mit zu dem Friedhof der vergessenen Bücher, dem Ort, wo die Bücher landen, die keiner mehr will. Eines soll Daniel sich aussuchen, es mitnehmen und beschützen, einem Buch soll er ein Heim geben. Er findet "Der Schatten des Windes" von dem ihm unbekannten Autoren Juilián Carax. Der Roman zieht ihn schnell in seinen Bann und er bemerkt, dass es sich um ein ganz besonderes Buch handeln muss, denn ein Mann versucht alle Exemplere der Romane, die Carax geschriebenhat, zu verbrennen. Daniel wird in Erlebnisse verwickelt, die von Dramatik und Verworrenheit strotzen und sogar sein Leben und das seiner Freunde in Gefahr bringen!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.10.2009
Der Geschmack von Apfelkernen
Hagena, Katharina

Der Geschmack von Apfelkernen


sehr gut

Schon lange habe ich nur Gutes über Katharina Hagenas Buch „Der Geschmack von Apfelkernen“ gehört. In der erschwinglichen Taschenbuchausgabe musste ich es sofort haben und vor allem auch sofort lesen. Und dabei wurde ich nicht enttäuscht!

Nach dem Tod ihrer an Demenz erkrankten Großmutter kehrt Iris zurück in deren Haus. Als Erbin will sie zunächst nur kurze Zeit bleiben um dort alle Angelegenheiten zu klären. Dabei taucht sie ein in die Erinnerungen der Vergangenheit und für sie und auch den Leser beginnt eine Reise mit teilweise überraschenden Momenten.
Eine wirklich schöne Geschichte, romantisch aber nicht kitschig, voller Details aber nicht ausufernd. Viel zu schnell war das Buch ausgelesen, „Der Geschmack von Apfelkernen“ hat meine Erwartungen erfüllt!

10 von 11 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 27.10.2009
Die Schachspielerin
Henrichs, Bertina

Die Schachspielerin


sehr gut

Eleni ist ein Zimmermädchen mittleren Alters auf Naxos. Sie ist mit dem besten Mechaniker der Insel verheiratet und hat mit ihm zwei Kinder. Ihr Leben ist nicht aufregend, aber glücklich. Bis sie im Hotel beim säubern eines Zimmers dem Schachbrett eines französischen Paares aus Paris begenet. Als sie nämlich eine Figur umwirft, weiß sie nicht, wo sie diese wieder aufstellen soll. Nachdem auch längeres Überlegen keinen Erfolg hat, muss die Figur neben dem Brett auf die Rückkehr seiner Besitzer warten.

Eleni lässt das Spielbrett nicht mehr los, sie fasst einen Entschluss, der ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellt! Eleni will Schach spielen lernen. Und das ist schwerer als gedacht, jedenfalls auf einer so konservativen Insel wie Naxos. Ein kleiner Schachcomputer droht Elenis Leben umzuwälzen und ihre Ehe zu ruinieren!

Dieses Büchlein hat mich wirklich überrascht! Es ist sehr unterhaltsam und die Charaktäre haben mich sehr schnell für sich eingenommen. Trotz seiner Kürze hatte ich hier keine „Findungsschwierigkeiten“ und die Geschichte hat etwas sehr Frisches und für mich Neues. Ein wirklich gelungener Erstling der Frankfurterin, die jedoch französisch schreibt und auch in Paris lebt. Ihr zweites Buch „That’s allright, Mama“ ist im Februar diesen Jahres erschienen.,bei Gelegenheit werde ich dieses ganz sicher auch lesen!

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.03.2009
Die Tore der Welt / Kingsbridge Bd.2
Follett, Ken

Die Tore der Welt / Kingsbridge Bd.2


gut

Vor drei Jahren bekam ich "Die Säulen der Erde" zum Geburtstag geschenkt und habe es an nur einem Wochenende verschlungen. Auch den Nachfolger "Die Tore der Welt" habe ich nun ebenfalls an einem Wochenende verschlungen.

Allerdings weiß ich nicht, ob mir das neue Buch genauso gefallen hat wie das erste. Besonders aufgefallen sind mir diesmal häufige Wiederholungen quasi ganzer Sätze. So wurden die 1294 Seiten manchmal etwas langatmig. Die sexuellen Erfahrungen und Eskapaden der Romanfiguren wurden mit großer Bildhaftigkeit und Ausführlichkeit dargestellt, ich kenne nun quasi den "Busch" fast aller weiblichen Figuren. Die Figuren an sich kamen mir irgendwie aus dem ersten Teil sehr bekannt vor, Frauen, die ihren "eigenen Weg" gehen, gütige Herrscher, Herrscher, die ihre Macht missbrauchen, machtbesessene Kirchenmänner usw. Auch die Motive, wie z.B. die Auslandsreise, der Bau eines Bauwerkes, der Einsturz einer Kirche, ein sich aufrichtig und leidenschaftlich liebendes Paar, dass um seine Beziehung kämpft, die Machtkämpfe innerhalb der Kirche und des Adels oder die Unterdrückung der Land- und Stadtbevölkerung fallen mir hier als Beispiele ein.

Ich habe das Buch wirklich gern und mit Spaß gelesen, aber wirklich vom Hocker gerissen hat es mich nicht.

12 von 15 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.02.2009
Gomorrha
Saviano, Roberto

Gomorrha


ausgezeichnet

Roberto Saviano berichtet bildhaft, schonungslos und sehr eindrucksvoll aus seiner Heimat Neapel und über die Organisation, die dort alles im Griff hat, die Camorra. Schon der Einstieg des Buches ist von einer erschreckenden Anschaulichkeit! Aus einem flüchtig verladenen Container purzelt eine Vielzahl von Leichen in den Hafen, die Chinesen hatten noch zu Lebzeiten eine Reise zu ihrer eigenen Beerdigung in der Heimat gebucht. Zwei Teile hat das Buch, jeder Teil besteht aus fünf Kapiteln. Das erste veranschaulicht diesen Hafen, als Umschlagplatz für alle Güter die Welt, die verladen werden, bevor eine Überprüfung der Ladung nur denkbar ist. Eine sich stets bewegende Masse von kommenden und gehenden Gütern und Arbeitern. Das System der Camorra wird erläutert, die Fehden zwischen den einzelnen Clans werden geschildert, in aller Deutlichkeit, Morde werden bis ins Detail geschildert. Neben dem Hafen als Umschlagsplatz werden auch die Verstrickungen der Mafia in Bauwirtschaft, Textilindustrie, Drogenhandel, Müllverschiebung und ihre internationalen Geschäftsbeziehungen beschrieben. Besonders beeindruckt hat mich das Kapitel über Don Peppino Diana, einen Priester der für seinen offenen Widerstand gegen die Mafia mit dem Leben bezahlen musste.

Der Mut Savianos, der sich für seine Recherchen als Hafenarbeiter verdingte und nach dem Erscheinen des Buches von den Camorristen gejagt wird, ist bewundernswert. Dieses Buch ist authentisch und der Autor schreckte nicht davor zurück, alle “Beteiligten” beim vollen Namen zu nennen. Nicht selten sich beim Lesen eine Gänsehaut ein, Ungläubigkeit und Entsetzen waren die vorherrschenden Emotionen. Ein wirklich packendes Buch, das jeder lesen sollte, der dies noch nicht getan hat!!!

30 von 30 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.08.2008
Warten auf Schnee in Havanna
Eire, Carlos

Warten auf Schnee in Havanna


sehr gut

Carlos Eire wurde 1950 in Havanna geboren und verließ Kuba 12 Jahre später, allein mit seinem älteren Bruder Tony. Das Buch erzählt von seiner Familie, deren Familienoberhaupt davon überzeug ist, er sei in einem früheren Leben Ludwig XVI. gewesen. Seine Familie im vorrevolutionären Kuba gründete er praktischer Weise mit der Frau, die frühere Marie Antoinette gewesen war. Ein noch größeres Glück ist es, dass er sogar ein Porträt seiner Schwiegermutter Maria Theresia erwerben konnte. Diese wird zum Teil einer riesigen Sammlung von Antiquitäten, die das ganze Haus in beschlag nimmt. In seinem neuen Leben als Richter, hat Ludwig XVI. viel Freizeit zum Sammeln.
Die anderen Familienmitglieder und deren Freunde und Mitmenschen, sind nicht weniger abenteuerlich, so dass es kaum verwunderlich ist, dass diese Kindheitserinnerungen eine herrlich bunte Sammlung kurioser, witziger, erschreckender, trauriger und verwirrender Ereignisse.
Eine fluchende österreichische Kaiserin, Eidechsen, ein Pool voller Haie, ein verrückter Obdachloser, der zum Retter wird, ein Stiefbruder, der so schrecklich ist, dass der Schrecken lange nicht in Worte gefasst werden kann, katholische Priester, die mit dem Fegefeuer drohen, ein Schimpanse in Lederhose, der größte Hintern der Welt, kubanischer Kindergeburtstag, Keuchhusten beim Tellerwaschen, Jesusbilder und der heilige Lazarus, Chinaböller und Brotfrüchte, um nur einiges zu nennen, dass einem im Lauf der 40 Kapitel begegnet.
Ein wunderbares Buch, das aus einzelnen Erinnerungen ein großes Ganzes macht, über dem immer Fidel Castro schwebt, der das Paradies zerstört, und seine Bewohner ins Unglück, den Tod oder auch ins Exil geschickt hat.
sonnen aus schein

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.