Benutzer
Benutzername: 
smilla.liest

Bewertungen

Insgesamt 210 Bewertungen
Bewertung vom 12.01.2026
Weiß, Sabine

Die Chemie des Verbrechens - Die Fährte


gut

18 Jahre nach dem Mord an der jungen Ute kommt Bewegung in den Cold Case. Eine DNA-Datenbank zur Ahnenforschung liefert plötzlich einen potentiellen Täter - und zwar niemand anderen als Ruben Rickleff, den erfolgreichen Hamburger Unternehmer. Doch der beteuert seine Unschuld. Kann DNA-Forensikerin May Barven die Wahrheit herausfinden?

Meinung:
Bei diesem Buch hat mir besonders die Mischung aus fiktivem Fall und echten wissenschaftlichen Fakten gefallen. Die biologischen und rechtlichen Hintergründe sowie die Geschichte der Strafverfolgung mittels DNA sind gelungen in die Story eingewoben. Auch die aktuelle Diskussion um Chancen und Gefahren der DNA-Analyse bekommt ihren Platz.

Erzählt wird die Geschichte nicht nur aus der Sicht von Ruben und May, sondern unter anderem auch des Privatdetektivs Tarek und vielen anderen Nebenfiguren. Das war mir stellenweise zu sprunghaft und hat den Lesefluss gestört.

Zudem haben May und Tarek jeweils noch andere aktuelle Fälle, wodurch der Fokus auf den eigentlichen Cold Case manchmal verloren geht.

Abgesehen davon ist es ein spannender Kriminalfall mit einer interessanten neuen Ermittlerin. Ein zweiter Band mit der Forensikerin Dr May Barven ist in Planung.

Bewertung vom 07.01.2026
Taylor, Madeline

Heir of Illusion


ausgezeichnet

Ein Fantasy Highlight!


"Heir of Illusion" hat alles, was ein perfektes Romantasy Buch braucht: Götter und Fae, dazu eine Badass Protagonistin und einen mysteriösen Shadow Daddy.

Darum geht's:
Ivy ist Illusionistin und als Phantom des Königs nutzt sie ihre Fähigkeiten, um dessen Feinde auszulöschen. Viel Mitspracherecht hat sie nicht, da der König sie mit einem verzauberte Halsring seinem Willen unterwirft. Es gibt genau eine Waffe, mit der Ivy sich befreien könnte - doch genau die wurde gestohlen. Bei der Suche nach der Waffe geht Ivy ein Bündnis mit dem Seelenfänger Thorne ein - doch kann sie ihm trauen?

Meinung:
Die vielschichtigen Charaktere, die fühlbare Tension zwischen Ivy und Thorne, die Geheimnisse und Wendungen - all das hat mich wirklich begeistert. Dazu kam dann noch ein Ende, mit dem mich die Autorin kalt erwischt.

Fazit: ein mitreißender Auftakt mit starken Figuren, einem stimmigen Weltenbau und einer knisternden Liebesgeschichte!

Bewertung vom 30.12.2025
Fast, Brooke

To Cage a Wild Bird


gut

Dystopie mit Stärken und Schwächen

Ein düsteres Endzeit-Szenario und ein grausamer Wettkampf um Leben und Tod. Wenn ihr auf Tribute von Panem Vibes steht, ist "To Cage a Wild Bird" genau das Richtige für euch!

Darum geht's:
Raven ist Kopfgeldjägerin und hat schon viele Verbrecher ins gefürchtete Gefängnis Endlock gebracht. Als ihr eigener Bruder dort landet, folgt sie ihm und versucht das Unschaffbare: den Ausbruch. Dabei bekommt sie unerhoffte Unterstützung - nicht nur von Mitgefangenen, sondern auch vom attraktiven Wachmann Vale.

Meinung:
Das Setting im Gefängnis war abwechslungsreich und die grausamen Jagdspiele haben den Spannungsbogen bis zum Schluss hochgehalten.

Die Liebesgeschichte zwischen Raven und Vale hätte ein schöner Gegenpol sein können, entwickelte sich aber zu schnell und war zu gewollt. Dafür überzeugt der Found Family Aspekt zwischen der kleinen Gruppe aus Gefangenen, die den Widerstand plant.

Die dystopische Welt von Dividium bleibt lange Zeit blass und wage, hier hätte ich mir an früherer Stelle im Buch mehr Details gewünscht. Dennoch ist der Konflikt zwischen den gesellschaftlichen Klassen gut ausgearbeitet. Ich hoffe, im nächsten Teil bekommen wir noch tiefere Einblicke.

Fazit: solider Auftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht!

Bewertung vom 26.12.2025
Gross, Jessica Berger

Hazel sagt Nein


sehr gut

Starker Debütroman mit wichtiger Thematik

Mit "Hazel sagt Nein" erzählt die Autorin Jessica Berger Gross eine erschreckend reale und höchst aktuelle Geschichte. Die Thematik ist keine leichte Kost, und doch schafft die Autorin es, Leichtigkeit und Humor mit einzuweben.

Darum geht's:
Am ersten Schultag am neuen Wohnort wird Hazel von ihrem Direktor sexuell belästigt. Mit ihrem entschiedenen Nein löst Hazel eine Kettenreaktion aus, die bald große Wellen schlägt und das Leben der ganzen Familie auf den Kopf stellt.

Meinung:
Hazel, ihr Bruder Wolf und deren Eltern werden authentisch dargestellt. Die wechselnden Perspektiven dieser vier Personen beleuchten die Ereignisse dabei von allen Seiten und erzählen nachvollziehbar von den täglichen Kämpfen, die jeder von ihnen bestreiten muss. Dazu gehören Hazels Zerrissenheit, die Anpassungsschwierigkeiten des pubertären und neurodiversen Wolf, Claires Midlife-Crisis und Gus' Fehltritt an der Uni.

Beleuchtet wird nicht nur der Übergriff und Machtmissbrauch durch den Direktor, sondern auch die Macht der sozialen Medien mit all seinen positiven und negativen Seiten sowie die soziale Dynamik in der Kleinstadt.

Fazit: Ein berührender Gesellschaftsroman, der zum Nachdenken anregt und mich noch länger beschäftigt hat.

Bewertung vom 23.12.2025
Wengenroth, Jule

Die Reise der verlorenen Worte


gut

Hinter "Die Reise der verlorenen Worte" steckt eine wahnsinnig schöne Plotidee, deren Umsetzung für mich ein paar Schwachstellen hat.

Darum geht's:
Die Postbeamtin Janne kümmert sich jeden Tag mit Herzblut darum, unzustellbare Briefe an ihre Empfänger zu bringen. Sie entziffert, rätselz und recherchiert. Als einiges Tages ein Brief an ihren entfremdeten Großvater bei ihr landet, verlässt sie ihre Komfortzone und macht sich auf eine ganz persönliche Recherche-Reise.

Meinung:
Schon der Einstieg ins Buch fiel mir schwer: die Mischung aus langen inneren Monologen, Ausschnitten aus verlorenen Briefen und zeitlichen Rückblenden machen die Story sehr sprunghaft und abgehackt.
Was mir aber gut gefallen hat, war die fast poetische Sprache. Es gab so einige Stellen, die mich wirklich berührt haben.

Bewertung vom 19.12.2025
Le, Vanessa

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)


sehr gut

Wissenschaft versus Magie

Nhika ist eine der letzten Bloodcarver. Mit einer einzigen Berührung kann sie töten - aber auch heilen. Doch im technokratischen Stadtstaat Theuma ist ihre Magie verpönt und gefürchtet, hier zählt nur Wissenschaft und Technik. Als Nhikas geheime Identität aufgedeckt wird und sie in Gefangenschaft gerät, wird sie in letzter Minute von der reichen Familie Congmi gerettet. Diese braucht ihre Kräfte nämlich, um ein Familienmitglied aus dem Koma zu erwecken und einen Kriminalfall aufzulösen.

Die Autorin Vanessa Le hat ihre vietnamesisch-amerikanische Herkunft und ihren Abschluss im Bereich Health and Human Biology einfließen lassen, um eine ganz besondere historische Welt zu erschaffen. Wissenschaftlicher Aufbruch und technische Erneuerungen treffen auf aisatische Kulturelemente und einen Hauch von Magie. Ein wenig hat mich das Ganze an die Werke der schwarzen Romantik erinnert.

Besonders gefallen hat mir die bildliche Beschreibung der Heilkunst der Bloodcarver und die Mischung aus Fantasy, Suspense und einer zarten Liebesgeschichte. Aber auch ernste Themen wie Verfolgung, Verlust und Medizinethik bekommen ihren Platz.

Fazit: Originelle, wissenschaftlich angehauchte Fantasygeschichte mit einem gelungenen Spannungsbogen!

Bewertung vom 18.12.2025
Owen, Abigail

The Things Gods Break / Schattenverführt Bd.2


sehr gut

"The Games Gods Play" war eines meiner Highlights 2024 und dementsprechend neugierig war ich auf die Fortsetzung. Und mir bleibt einzig zu sagen: Was zum Tartaros und allen Göttern war das denn?! Nach dem Lesen dieses Buches sieht man den ersten Band in komplett neuem Licht, es verändert einfach alles.

Mit den Entwicklungen und Wendungen in diesem Buch habe ich null gerechnet! Hades' und Lyras Liebe wird erneut auf die Probe gestellt, was wirklich schmerzhaft ist. Zudem muss Lyra sich wieder harten Prüfungen stellen, die sie an ihre Grenzen bringen.

Lyra tappt lange Zeit im Dunkeln über das, was vorgeht und so geht es einem als Leserin auch. Es braucht schon mehrere hundert Seiten bis man die komplexen Hintergründe versteht - und das ist auch mein einziger kleiner Kritikpunkt. Schlussendlich gibt es (wie schon in Band 1) einen fiesen Cliffhanger, der das Warten auf den finalen Teil unerträglich macht.

Fazit: Mythisch, mitreißend und einfach Mindblowing!

Bewertung vom 17.12.2025
Kiefer, Lena

Royal Heist Bd.1


sehr gut

Mit "Royal Heist" beginnt Lena Kiefer eine dreiteilige Reihe rund um das britische Königshaus. Im ersten Band treffen Charakteren aus der moralischen Grauzone auf eine glamourösen High Society Welt - ein Kontrast, der einfach gut funktioniert!

Darum geht's: Die Royals haben Darcys Familie zerstört - und nun ist sie auf Rache aus! Als Trickbetrügerin und Mitglied der Räuberbande 'Robbin Hood' weiß sie auch schon ganz genau, wie sie sich in die Reihen der königlichen Familie einschleichen kann. Dafür muss Darcy nämlich nur das Herz von Kronprinz Spencer erobern. Womit sie nicht gerechnet hat: Spencers Bruder Tristan bringt ihre Pläne ganz schön durcheinander. Kann sie an ihrem Plan festhalten und ihre Gefühle wegschieben?

Meinung: Tristan und Darcy sind zwei Charaktere, mit denen ich beidermaßen mitfühlen konnte. Tristan wirkt nach Außen hin wie ein Party-Prinz, der ständig Mist baut. Innerlich hat er aber ein Herz aus Gold, wie Darcy auch bald herausfinden darf. Darcy hat in ihrem Leben schon viel mitgemacht und nutzt jetzt ihre Fähigkeiten als Diebin, um Benachteiligten zu helfen. Das relativiert ihre kriminellen Aktionen ein bisschen.

Mit der Diskussion um die Beliebtheit der britischen Monarchie bei der Bevölkerung und die Rolle der Frauen in der adeligen Erbfolge bringt Lena Kiefer aktuelle Themen mit ein. Die familiären Konflikten innerhalb der Royals und Darcys Wahlfamilie verleihen der Story auch außerhalb der Liebesgeschichte die nötige emotionale Tiefe.

Wie man es von der Autorin kennt, gibt es einen fiesen Cliffhanger und zusätzlich auch kleine Easter Eggs zu anderen Buchreihen.

Fazit: Vielschichtige Charaktere, ein angenehmer Schreibstil und ein besonderes Setting machen das Buch zu einem gelungenen Leseerlebnis!

Bewertung vom 15.12.2025
Dunlap, A. Rae

Wer die Toten stört


sehr gut

"Wer die Toten stört" ist ein Buch, das sich gar nicht so leicht in ein Genre einordnen lässt. Ist es eher ein historischer Roman, ein Medizinthriller oder eine queere Romance? Es ist auf jeden Fall ein kleines Überraschungspaket, das mich durchweg begeistert hat.

Darum geht's:
Etwas naiv startet James Willoughby in sein Medizinstudium im schottischen Edinburgh. Schnell wird klar: wenn er praktisches medizinisches Wissen erlangen will, muss er einen Platz an einer der chirurgischen Privatschulen ergattern. Doch James muss bald feststellen, dass hinter den Privatschulen ein düsteres und illegales Geschäft mit Leichen steht - und er sich wohl oder übel darauf einlassen muss.


Meinung:
Gleich von der ersten Seite an hat mich der Schreibstil in Bann gezogen. Gehoben und bildgewaltig entspricht er James' Herkunft und der damaligen Zeit und versetzt einen sofort ins Edinburgh des 19. Jahrhundert.

Der moralische Konflikt zwischen wissenschaftlichem Fortschrittsdrang und ethischen Bedenken der damaligen Zeit wird durch James' Augen eindrucksvoll dargestellt. Er macht eine erstaunliche Charakterentwicklung durch: vom naiven Sohn aus gutem Hause zu einem bodenständigem Mann, der seine familiären Fesseln abstreift und seinen eigenen Weg geht.

Nicht ganz unschuldig daran ist der Einfluss des wissenschaftlichen Assistentin Aneurin. Er ist zunächst eine etwas mysteriöse Figur, deren Hintergrundgeschichte sich nach und nach entfaltet.

Zwischen turbulenten Verfolgungsjagden mit der Polizei und hartem Konkurrenzkampf mit den berühmte berüchtigten Leichenräubern Burke und Hare erwächst zwischen James und Aneurin ein zartes Band, aus dem bald schon mehr wird. Diese Liebesgeschichte kam für mich ganz unerwartet und ist ein schöner Kontrast zur eher düsteren Leichenraub-Geschichte.

Fazit: gelungene Mischung aus historischer Fiktion und wahrem Verbrechen, mit vielschichtigen Figuren und einer unerwarteten Liebesgeschichte.

Bewertung vom 13.12.2025
Benning, Anna

To Love a God / Götterlicht-Saga Bd.2


sehr gut

Der zweite Band der Götterlicht-Trilogie schließt nahtlos an den Vorgänger "To Tempt a God" an und ich bin gleich wieder in die dystopische Götter-Fantasy abgetaucht. Ein zusammenfassender Rückblick am Anfang des Buches hat das besonders leicht gemacht. Sowas liebe ich ja!

Nachdem Colden sein Gedächtnis verloren hat, stehen er und Aurora wieder ganz am Anfang ihrer Beziehung. Die ganze Annäherung, das Vertrauen, die Gefühle - alles dahin. Das war wirklich schmerzhaft zu lesen! Zudem nimmt Galadons Herrschaft über die Menschen immer grausamere Züge an. Kann Colden wieder zu seinem früheren Ich zurückfinden und wieder gemeinsam an Auroras Seite für eine bessere Welt kämpfen?

Neben altbekannten Gesichtern und Schauplätzen tauchen auch neue Kreaturen und Figuren auf, die einige ungeahnte Wendungen mit sich bringen. Das hält die Spannung bis zum Ende hoch. Und: wie der vorherige Band endet auch dieses Buch mit einem fiesen Cliffhanger, so dass man Band 3 (27.5.2026) erscheint am nun kaum erwarten kann!

Fazit: Nicht viele Fortsetzung sind genauso fesseln und atemberaubend wie der Auftaktband. Hier ist das auf jeden Fall gelungen!