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Benutzername: friederickes Bücherblog
Wohnort: Berlin
Über mich: Friederickes Bücherblog stellt Bücher vor und veröffentlicht Rezensionen. Zwei fachlich kompetente Kolleginnen rezensieren gerne dein Buch in unserem Blog.
Danksagungen: 13 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 121 Bewertungen
Bewertung vom 14.10.2019
Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre / Schokoladen-Saga Bd.2
Nikolai, Maria

Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre / Schokoladen-Saga Bd.2


ausgezeichnet

Ein fantastisches Lesevergnügen geht weiter

Das Cover:
Dieses Mal etwas glänzend, auch mit Gold, denn es geht ja um „Goldene Jahre“. Es fasst sich super an, die Farben sind passend und das Cover ist am ersten Band angelehnt. Der Wiedererkennungswert ist hoch und der Klappentext animiert kräftig, das Buch haben zu wollen.

Die Geschichte:

Im Jahre 1926 kommt die abenteuerlustige Serafina, die Halbschwester von Victor in die Familie und stürzt sich ins Vergnügen der Zeit. Sie verliebt sich in Anton Rothmann, doch der will eine andere heiraten. Außerdem wird das Schokoladenimperium bedroht. Auch Serafina wird von Problemen eingeholt. Die spannende Geschichte beginnt.

Meine Meinung:
Nach den ersten Seiten wurde ich angenehm überrascht, denn der Einstieg in die Fortsetzung der Geschichte, wurde mir gegen alle gewohnten Erwartungen, sehr leicht gemacht. Dazu beigetragen hat meiner Meinung nach der gut abgegrenzte Zeitsprung bis nach dem Ersten Weltkrieg, die übersichtliche und geschickte Einführung der neuen Figuren in die Familiengeschichte, allen voran die wunderbare Serafina, die eine Hauptrolle übernahm. Außerdem haben die mir bekannten Protagonisten auch Jahre später ihre charakterlichen Macken beibehalten, sodass ich sofort wieder mit ihnen eins geworden bin. Weitere Figuren fügten sich prima ein und ließen uns an allen menschlichen Irrungen und Wirrungen teilhaben. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und in der gut verständlichen, flüssigen und leicht lesbaren Sprache von Maria Nikolai perfekt in Szene gesetzt. Der gute und häufige Wechsel der Perspektiven ließ keinerlei Langeweile aufkommen. Die eingewobene Zeitgeschichte rund um Stuttgart und die Berliner Lokalitäten, haben der Geschichte ein Sahnehäubchen aufgesetzt und sie meines Erachtens noch stärker gemacht, als den ersten Teil.
Lustvoll mehr als 700 Seiten ohne aufzuhören lesen zu wollen und das auch getan zu haben, ist bei mir ein untrügliches Zeichen, dass ich wirklich ein sehr gutes Buch in den Händen hatte.
Mein Fazit: Maria Nikolai ist ein bemerkenswerter zweiter Teil der Schokoladenvilla gelungen, sodass die Entführung in die Welt der 20er Jahre, eine nicht nur schokoladige Süße verbreitet, sondern spannende Unterhaltung garantiert.

Heidelinde von “friederickes bücherblog“

Bewertung vom 14.10.2019
Leas Spuren
Storks, Bettina

Leas Spuren


ausgezeichnet

Was für ein beeindruckendes Buch!

Das Cover:
Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich für einen Moment, zu hören, dass sich die beiden Menschen auf der Abbildung unterhalten, weil sie eine Lebendigkeit und eine Aussagekraft ausstrahlen, die mich sofort berührt hat. Gezeigt wird das Paris der Zeit, ein Mann, der ein Gemälde trägt, das das Thema Kunst symbolisiert, dazu ein neugierig machender Titel und ein Klappentext, der einlädt, das Buch unbedingt lesen zu wollen. Eine perfekte Buchpräsentation.

Die Geschichte:
Marie bekommt Post von einem Anwalt aus Paris. Sie, die Historikerin und der französische Journalist Nicolas sollen gemeinsam eine Aufgabe lösen, um dann ihr gemeinsames Erbe antreten zu können. Dazu müssen sie sich durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges und die deutsche Besatzung in Paris kämpfen und das geht nicht, ohne auch die Vergangenheit der eignen Familien zu durchforsten. Marie muss dem Gestrüpp der Nazis rund um den Kunstraub und einem dunklen Geheimnis gegenübertreten und dann auch noch ihre Gefühle für Nicolas einordnen.

Meine Meinung: (Achtung Spoiler!)
Ein ganz besonderes Buch, das mich von der ersten Zeile an gepackt und nicht mehr losgelassen hat. Ich durfte mittlerweile vier Bücher der Autorin lesen, die mich allesamt sehr beeindruckt haben, aber dieses, so finde ich, ist ein Meisterstück.
Die Figuren sind lebhaft, intensiv, dann wieder leise und zurückgenommen, weil sie nach meiner Meinung, nicht nur starke Dialoge haben, sondern fast permanent die passenden Handlungen und Gesten beisteuern, was aus ihnen lebendig anmutende Protagonisten macht. Das alles verbunden, mit der intensiven, vielseitigen, gelegentlich poetischen, aber immer gut verständlichen und zu Herzen gehenden Sprache, ist ganz besonders. Dieses spezielle Zusammenspiel ist für mich eine ganz besondere Kunst des Schreibens, die die Autorin perfekt einsetzt. Die gut recherchierte Zeitgeschichte, wurde mit sehr viel Feingefühl in die Geschichte eingebaut, um so Fiktion und Wahrheit harmonisch zusammenzufügen. Fasziniert hat mich auch die Schauplatzbeschreibung, die erahnen lässt, wie präzise die Autorin die Straßen, Plätze und Orte in Paris und anderswo persönlich aufgesucht und abgeschritten haben muss.
Mein Fazit: Bettina Storks hat erneut ein Buch mit großem und beeindruckendem Tiefgang geschrieben. Ein Buch, das mich mitgenommen hat, auf eine Reise durch eine Stück Zeitgeschichte, die immer noch Schauer und Entsetzen auslöst und dabei den Blick auf das Thema Kunstraub gelenkt. Darin eingebunden, ein Geheimnis, sowie menschliche Abgründe, familiäre Geheimnisse und auch Gefühle, die die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hochhalten. Ein Roman der Extra-Klasse, der in jedes Bücherregal einziehen sollte.
Meine besondere Leseempfehlung.
Heidelinde von friedericke Bücherblog

Bewertung vom 03.09.2019
Stürmische Zeiten / Das Gutshaus Bd.2
Jacobs, Anne

Stürmische Zeiten / Das Gutshaus Bd.2


sehr gut

Rezensionstitel: Gut Granitz und seine Familie – Teil 2

Das Cover:
Im Hintergrund das Gutshaus, davor eine Frau, die mit einem Koffer in der Hand durch das Tor geht. Die Rückkehr in das Haus ihrer Jugend. Ich finde es sehr schön und ansprechend und es passt auch sehr gut zum ersten Band. Eine sehr schöne Buchpräsentation.


Die Geschichte:

Franziska ist endlich wieder mit ihrem Walter vereint. Die beiden heiraten und haben einerseits damit zu tun, die eigene Vergangenheit während und nach dem Krieg zu erklären und zu verarbeiten, und andererseits wünschen sie sich ihre Familien zu vereinen. Das allerdings wird nicht ganz einfach, denn die sind zerstritten. Daneben machen immer noch das Gutshaus und seine Sanierung der Familie zu schaffen. So bewegen sie alle sich emotional zwischen der Erinnerung und der Zukunft, was immer wieder zu Problemen führt.

Meine Meinung:

Ich war auf die Fortsetzung sehr gespannt. Der Einstieg war auch relativ leicht, die Erinnerung an die Figuren und ihre bisherige Geschichte kam schnell zurück und die Protagonisten, die neu hinzukamen integrierten sich problemlos. Dass die Autorin in einer leicht verständlichen und fließenden und spannenden Sprache schreibt wissen wir von vielen Romanen und muss nicht explizite erwähnt werden. Ebenso perfekt sind die Beschreibungen der Schauplätze und die Einarbeitung der Zeitgeschichte, was hier in diesem Buch allerdings nicht ganz so begeisternd rüberkam, weil natürlich die jüngste Zeit nicht mehr so viel Geschichte mit Ausschlägen zu bieten hat. Ich hätte mir mehr Erinnerungen und Neuigkeiten der zurückliegenden Zeit, durch die sympathische Mine gewünscht, die damit die Lücken der Zeitgeschichte hätte auffüllen können.
Franziska fand ich, hatte auch etwas zu viel Abstand zu Walter, und die Probleme um das Gutshaus, sowie die, der anderen Familienmitglieder, waren etwas zu flach.
Das alles ist aber nur meine Meinung und hat mich nicht davon abgehalten, das Buch ohne abzulegen, zu lesen.
Mein Fazit. Nicht ganz so stark wie die Tuchvilla und der erste Band Gutshaus, aber dennoch sehr lesenswert und unterhaltsam.
Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Heidelinde von „friederickes bücherblog“

Bewertung vom 20.08.2019
Das Glück hat viele Seiten
Zeiss, Ella

Das Glück hat viele Seiten


sehr gut

Nach den ersten zwanzig, dreißig Seiten wusste ich nicht genau, was ich für ein Buch in der Hand halte, und dachte über Hannah nach, weil ich die überhaupt nicht verstehen konnte. Also habe ich mit meinen gemischten Gefühlen weitergelesen und nach und nach eine andere Sicht auf die Erzählung entwickelt. Am Ende des Buches bin ich dann zu folgender Einschätzung gekommen:
Die Geschichte ist meines Erachtens nicht der Liebesroman schlechthin, sondern eher eine Komödie und eine Hommage an Bücher und an das Lesen überhaupt und als solche habe ich sie für mich eingeordnet. Die Protagonisten sind alle gemäß einer Komödie etwas überzeichnet, allen voran Hannah, mit der ich anfänglich so meinen Kummer hatte. Etwas zurückgenommener war Ben. Natürlich sind auch die Aktionen und das Handeln aller Figuren für mich aus diesem Blickwinkel zu betrachten und so gesehen, konnte ich mich köstlich amüsieren.
Ella Zeiss schreibt in einer flüssigen und leicht verständlichen Sprache und die Schauplätze sind wunderbar geschildert. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Hannah und Ben erzählt, sodass der Spannungsbogen erhalten bleibt. Ganz am Ende des Buches wird aus der Erzählung doch noch eine typische Liebesgeschichte.
Mein Fazit: eine wunderschöne Komödie, eine Hommage an das Buch und eine Liebesgeschichte der besonderen Art.
Gern spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Bewertung vom 13.08.2019
Das Haus der roten Töchter
Sakuraba, Kazuki

Das Haus der roten Töchter


sehr gut

Eine etwas andere Geschichte

Das Cover:
Das Cover gefällt mir für eine japanische Geschichte sehr schön und passend. Gemeinsam mit dem Klappentext hat mich das Buch sehr angesprochen.

Ich bin nicht spezialisiert auf japanische Bücher, aber so ein zwei Geschichten habe ich schon gelesen und deshalb finde ich die Geschichte sehr schön. Die fremde Kultur, die Traditionen und Verhaltensweisen haben die Neugierde großgehalten und mich vorzüglich unterhalten. Die Autorin schreibt interessant und flüssig. Die Figuren finde ich in ihren Charakteren überzeugend, auch wenn ich nicht immer alles nachvollziehen konnte. Die eine oder andere Frage blieb deshalb offen und dennoch habe ich Land und Leute kennenlernen dürfen.
Fazit: Ich habe ein sehr unterhaltsames Buch gelesen, das mich nach Japan, eine völlig andere Kultur schauen ließ. Ich spreche gerne eine Leseempfehlung aus.

Bewertung vom 13.08.2019
Wolkenmeer - Neues Glück auf Hiddensee
Vesterlund, Jule

Wolkenmeer - Neues Glück auf Hiddensee


sehr gut

Ein zauberhafter Sommerroman

Das Cover:

Das Cover zeigt das Meer, die Dünen, Hiddensee, das stimmungsvolle Licht. Alle Zutaten für einen schönen Liebesroman.

Das Buch:
Insa betreibt ein Café auf Hiddensee und könnte jetzt zum Ende der Saison zufrieden sein, denn ihre Gäste lieben bei ihr einzukehren. Ihr Bruder ist Bürgermeister und nimmt endlich ihre gastronomischen Aktivitäten ernst. Zufällig begegnet sie einem Gast, der die Ferienwohnung ihrer Tante angemietet hat. Zwischen ihnen fliegen sofort die Funken. Sie ahnt nicht, dass er es ist, der nicht weit von ihrem Geschäft einen Coffeeshop eröffnen möchte.

Meine Meinung:
Ein Liebesroman auf einer schönen Insel mit Irrungen und Wirrungen, wie man es eigentlich erwartet, wenn man den Klappentext liest. Die Autorin schreibt in einer leichten, einfachen und unterhaltsamen Sprache. Die beiden wichtigsten Protagonisten sind mir etwas zu flach. Ihre Charaktere hätten meines Erachtens etwas tiefer beleuchtet werden können, weil sie dadurch mehr Potenzial hätten zeigen können. Alle Nebenfiguren sind wunderbar eingebunden. Die Schauplätze sind sehr gut beschrieben und gestatten es mit nach Hiddensee zu reisen. In der Hauptsache wird die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Insa und Benedikt erzählt, aber auch die anderen kommen gelegentlich zum Zug, sodass der Spannungsbogen stets hochgehalten wird. Natürlich kann man auch hier, wie fast bei allen Liebesgeschichten die eine oder andere Wendung erahnen, was aber der Unterhaltung keinen Abbruch tut.
Mein Fazit: Ein luftig leichter Sommerroman, der mich mit nach Hiddensee mitgenommen und gut unterhalten hat. Meine Leseempfehlung ist sicher.

Heidelinde von „friederickes bücherblog“

Bewertung vom 13.08.2019
Das unsichtbare Tor
Regitz, Brigitte

Das unsichtbare Tor


sehr gut

Ein spannender Krimi

Das Cover:
Dunkel, schwarz, duster, Kleidungsstücke in Rot, geheimnisvoll. Das sind die Zutaten, die einen Krimi perfekt ankündigen. Sehr gelungen.

Meine Meinung:
Ich lese nicht sehr oft Krimis, aber dieser hat mir von Anbeginn sehr gut gefallen. Sie Autorin schreibt in einer unterhaltsamen und flüssigen Sprache. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und ihre Charaktere sind stimmig. In die Einzelheiten gehe ich nicht, um das Spoilern, speziell bei einem (162 Seiten) Krimi zu vermeiden. Auch die Schauplätze sind sehr gut beschrieben. Die Perspektivwechsel sorgen dafür, dass der Spannungsbogen hoch bleibt.
Fazit: Ein spannendes und unterhaltsames Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Heidelinde von „friederickes bücherblog“

Bewertung vom 24.07.2019
Wo mein Herz schlägt
Bloom, Rose

Wo mein Herz schlägt


ausgezeichnet

Rezensionstitel: Einfühlsam und beeindruckend

Das Cover:

Das Meer, ein Leuchtturm und eine junge Frau. Das sind die Zutaten, wenn ein Roman auf einer Insel angesiedelt ist. Dazu der zweideutige Titel und der Klappentext, der das gleich auflöst, das ist eine sehr schöne Einladung, das Buch lesen zu wollen.


Die Geschichte:

Claire hatte Glück, sie hat ein Herz transplantiert bekommen und darf nun ein neues Leben beginnen. Aber irgendwie ist das noch nicht ihr Herz. Sie findet heraus, wer der Spender war und hat sie sich vorgenommen, der Familie Danke zu sagen. Anstatt dem unfreundlichen Bruder des Spenders mitzuteilen, warum sie gekommen ist, bleibt sie länger und hilft ihm, die marode Pension vor dem Ruin zu retten. Was, wenn er erfährt, dass in ihrem Körper das Herz seines Bruders schlägt?


Meine Meinung:


Die Autorin hat ein kompliziertes Thema gefühlvoll in einen Unterhaltungsroman gepackt. Die Protagonisten, auch alle Nebenfiguren sind authentisch und haben mich sehr überzeugt. Die wechselnde „Ich“ Perspektive von Claire und Grant sorgt dafür, dass ich mit den beiden mitfühlen und die eine oder andere Gänsehaut mitnehmen konnte. Die Autorin schreibt in einer leichten, gut verständlichen Sprache und beschreibt die Schauplätze so intensiv, dass man wunderbar mitreisen kann. Das Buch ist einerseits eine leichte, lockere Liebesgeschichte, die anderseits einen sehr ernsten Hintergrund hat und die Welt der Gefühle, von Hinterbliebenen und Empfängern eines Organs nach einer Transplantation sehr gut einbindet, dass wir mitleiden und mitfühlen können.
Ein hinreisender und berührender Roman, den ich nur wärmstens empfehlen kann.

Heidelinde von „friederickes bücherblog“

Bewertung vom 24.07.2019
Die Bücherinsel
Mommsen, Janne

Die Bücherinsel


ausgezeichnet

Ein beeindruckendes Buch

Das Cover:

Strand und Strandkörbe, dazu ein Klappentext der Neugierde erwachen lässt. Ein in sich sehr stimmige und einladende Buchpräsentation.


Die Geschichte:

Sandra arbeitet als Putzfrau auf einer Fähre und kommt per Zufall in den Lesekreis der kleinen Inselbuchhandlung. Ihr Problem ist nur, dass sie nicht lesen und nicht schreiben kann. Was sie aber gut kann, das ist, dass sie die Herausforderungen des Lebens angeht und sie auch meistert. Eine Geschichte, die Mut macht.


Meine Meinung:
Dieses Buch habe ich sofort liebgewonnen. Es ist eine Erzählung, die, die übliches wichtigen und auch hohen Spannungsbögen nicht im gleichen Maße braucht. Es ist eine zarte ruhige Geschichte, die in einer wunderbaren Sprache erzählt wird, die den Protagonisten Zeit gibt, sich zu entwickeln, ohne langweilig zu wirken. Eine Geschichte, die ermutigt, Defizite ausgleichen zu wollen, und auch zeigt, wie man mit kleinen Fehlern zurechtkommen kann. Natürlich ist es im richtigen Leben alles etwas mühevoller, aber das Buch weißt Richtungen. Was mir besonders gut gefallen hat, war die ausdrucksstarke und poetische Geschichte der unbekannten Autorin. Die Beschreibung der Schauplätze macht Lust auf einen Inselbesuch und, dass man bei einer zarten Liebesgeschichte das Ende meistens ahnen kann, ist auch hier ohne Bedeutung. Ich mag dieses Buch sehr und spreche eine ausdrückliche Leseempfehlung aus.


Heidelinde von „friederickes Bücherblog“

Bewertung vom 24.07.2019
Not my type
Score, Lucy

Not my type


gut

Rezensiosntitel: Eine Liebesgeschichte

Das Cover:
Ein Mann, der lässig dasitzt, uns mit seiner Haltung vielleicht auch seinen Willen kundtut, eine Frau zu beobachten, oder sie haben zu wollen? Ich finde, es passt zum Titel.
Die Geschichte:

Franchesca ist die Brautjungfer ihrer besten Freundin und er, er ist der beste Freund von Bräutigam und sein Trauzeuge. Er will sie und wie! Aber sie beeindruckt nicht, was sie von und über ihn gehört hat. Er ist nicht ihr Typ. Oder doch? Kommt es zur heißen Affäre?



Meine Meinung:


Mich hat dieses Buch nicht richtig mitgenommen und auch nicht ganz überzeugt. Warum? Alles was in dem Hotel der Hochzeitsfeierlichkeiten geschah, war mir zu aufgesetzt und zu klischeehaft. Die Reichen waren nur am Saufen, um dabei die Normalos zu belächeln. Auch eine konstruierte Entführung, die meines Erachtens zu flach war, half nicht darüber hinweg. Erst als sie wieder in New York waren, wurde die Geschichte besser. Sehr gut gefallen hat mir Franchesca oder auch Frankie genannt. Ihr Charakter war schön ausgearbeitet und sie war mir sympathisch. Auch Aiden war in seinem Part sehr gut zu ertragen. Die anderen Figuren verhielten sich gemäß ihrer Zuordnung, aber nicht überzeugend. Der erotische Anteil ist für mein Gefühl gut dossiert. Die Autorin schreibt in einer angenehmen und leicht verständlichen Sprache, jedoch hätte das Lektorat und das Korrektorat etwas aufmerksamer arbeiten (fließt nicht in die Bewertung ein) können.
Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte, die mit Sicherheit ihre zahlreichen Leser findet.


Heidelinde von „friederickes bücherblog“