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www.sarahhatsgetestet.de
Wohnort: 
Neumünster
Über mich: 
Ich liebe Bücher und lese seit ich denken kann. Seit kurzem schriebe ich auch selbst.
Buchflüsterer: 

Bewertungen

Insgesamt 134 Bewertungen
Bewertung vom 07.08.2022
An meiner Wand ein leuchtend blauer Ozean
Juckes, Sarah Ann

An meiner Wand ein leuchtend blauer Ozean


sehr gut

Ich habe das Cover gesehen, den Titel gelesen - und mich direkt verliebt. Kein Wunder, dass ich dieses Buch lesen musste.

Erzählt wird mit einem eher ungewöhnlichen Aufbau, aber einem leichten Stil. Im Grunde begleite ich Alice, erfahre von ihrer Krankheit und erlebe die Streamer so, als wäre ich Alice. Man braucht also ein bisschen, um sich an die Umsetzung zu gewöhnen.

Die Idee dahinter ist aber zauberhaft und regt unglaublich zum Nachdenken an. Es geht nämlich nicht nur um chronische Erkrankungen, sondern auch um Selbstschutz und die Tatsache, dass jeder Mensch Liebe braucht.

Die Liebesgeschichte ist sehr zart und perfekt für einen jugendlichen Roman. Ich habe die Gefühle regelrecht spüren und nachvollziehen können.

Einziger Kritikpunkt, das Buch bleibt leider recht offen und beantwortet nicht alle Fragen, die man hat. Hier hätte ich mir ein perfektes, abschließendes Ende gewünscht.

Bewertung vom 23.07.2022
Die Nacht, in der keiner Sex hatte
Miller, Kalena

Die Nacht, in der keiner Sex hatte


schlecht

Als ich das Buch gesehen und den Klappentext gelesen hatte, musste ich tatsächlich an die 90er denken und damit irgendwie auch an American Pie. Verrückt, chaotisch und romantisch. Das ist das Buch leider nicht. Es mangelte an Emotionen bei den Figuren, die bei so einer Umsetzung notwendig sind. Ales blieb einfach zu blass. Ohne transportierte Emotionen leider ein Flop.

Bewertung vom 21.07.2022
Niu
Werner, Kathrin

Niu


schlecht

Ich liebe es, wenn ich neue Perlen entdecke. Sobald ein Buchflüsterer Buch kommt, bin ich total aufgeregt, denn in der Regel hätte ich es wahrscheinlich nie entdeckt. Niu ist so ein Fall. Cover ist langweilig und der Klappentext hat meine Neugierde nur zum Teil geweckt.

Dennoch habe ich angefangen und das Buch an einem Nachmittag gelesen. Überzeugt hat es mich nicht.

Es fängt schon mit dem Stil an, der mir zu poetisch gehalten ist und mehr sein möchte, als er ist. Mir war er zu anstrengend.

Dazu die Figuren, die bis auf Niu nicht ausgereift waren. Sie wirkten nicht authentisch und für die Geschichte konstruiert. Ich fand jedenfalls keine Bindung zu ihnen und war dankbar, als ich endlich ans Ende der Seiten kam.

Selbst New York konnte mich nicht fesseln. Ich dachte, ich lerne es abseits der Touristen kennen. Ich erfahre, wie es in der U-Bahn ist, erfahre einige Details von New York, aber nichts, was ich nicht irgendwo schon gelesen habe.

Auch sonst war das Buch nicht fesselnd. Weder spannend, noch romantisch oder Ähnliches. Sicher ein Buch, das so manchen Leser überzeugen wird, aber für mich war es ein Satz mit X. Heiße Luft, die nicht mehr ist, als nett verpackt.

Bewertung vom 21.07.2022
Mein letzter Livestream - und alle schauen zu
Lange, Erin Jade

Mein letzter Livestream - und alle schauen zu


ausgezeichnet

Butter ist eine Figur, die wahrscheinlich jeder von uns kennt. Er ist der dicke, der einfach nicht abnimmt. Doch warum? Hier wird einmal die andere Seite der Spirale gezeigt. Die Eltern, die es gut meinen, aber nicht gut genug. Die Ängste, die wiederum zum Essen führen und vieles mehr. Obwohl Butter weiß, wie es um ihn steht. Seine Gesundheit, seine Kondition, kann er nicht aus seiner Haut heraus.

Auf der anderen Seite fängt die Autorin auch die bösen Kids gut ein. Wie Spitznamen entstehen, wie man plötzlich beliebt wird, obwohl man gar nicht beliebt ist, es sich aber so anfühlt.

Es ist traurig und bewegend mitzuverfolgen, wie er im Grunde positive Kommentare liest und in Wahrheit alle sich über ihn lustig machen. Man kommt nicht umhin Mitleid zu empfinden. Genau das, was Butter am wenigsten braucht.

Erst auf den letzten Seiten kommt dann wirklich der Tag, an dem Butter sich zu Tode fressen will. Der Teil ist zum Glück kurz und regt nicht zum nachmachen an. Spoiler im positiven Sinne - er wird gerettet. Und das ist gut. Denn so kann er sich mit der Situation auseinandersetzen und für sich die richtigen Schlüsse ziehen.

Mögen alle Butters rechtzeitig aufwachen.

Bewertung vom 10.07.2022
The Way I Break / Hungry Hearts Bd.1
Tramountani, Nena

The Way I Break / Hungry Hearts Bd.1


sehr gut

Als ich damals den ersten Band der Soho-WG verschlang, war ich mir sicher, dass ich eine neue Lieblingsautorin habe. Kein Wunder also, dass ich ungeduldig der neuen Reihe entgegengenommen gefiebert habe. Liebe geht bekanntlich durch den Magen.

Tatsächlich habe ich das Buch angefangen und mich direkt wieder in der Geschichte verloren. Viktoria, die vor ihrem manipulativen Freund flüchtet und dieser schöne Ort, wo sie neu anfangen will. Das Restaurant ist so toll beschrieben, dass ich dort wirklich gerne essen möchte, obwohl ich keinen Fisch mag.

Erzählt wird die Geschichte mal aus Sicht von Tori und dann wieder aus Julians Perspektive. So lerne ich die beiden Figuren sehr gut kennen. Und sympathisch sind sie beide auf ihre Art.

Nur Sympathie allein reicht nicht aus. Während mich die anderen Bücher regelrecht gefesselt haben, war es hier so, dass ich nach 150 Seiten immer wieder abschweifte. Das Buch lebt hier vom Restaurant. Leider verliert es sich in unnötigen Details und Längen. So sehr, dass ich mich immer wieder fragte, wann geht es denn mal endlich los.

Der verlorene Stern, der Bruder der abgehauen ist, der stille Bruder. Dazu eine drogensüchtige Person, der Ex, der kilometerweit entfernt ist, oder die Eltern mit ihren Problemen. Erst zum Schluss kommt dann Spannung ins Spiel, aber das ist zu spät.

Mir fehlte tatsächlich dieser Spaß, diese Schmetterlinge und alles, was ich in der WG gespürt habe. Emotionen fand ich generell zu wenig und zu düster. Im Grunde geht es hauptsächlich darum, sei du selbst, dann wirst du auch geliebt und glücklich.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.07.2022
Inselküsse unter Palmen
Vareille, Marie

Inselküsse unter Palmen


gut

Sommer, Sonne und Strand. Danach schreit das Cover. Der Klappentext verspricht Liebe. Und klein Sarah ist hin und weg.

Doch leider täuscht der erste Eindruck. Am Anfang lerne ich Juliette kennen, die wenig Geld hat, für ihren Freund alles tut und auf mich nicht so sympathisch wirkt, wie gehofft. Sie jammert viel, sieht nur zurück und beschwert sich, dabei ist benimmt sie sich wie eine Klette und hatte ja selbst nicht einmal den Mut ihrer Freundin und Arbeitskollegin von der eigenen Beförderung zu erzählen.

Ich begleite diese Figur ganze 130 Seiten durch ihr Selbstmitleid, um endlich auf die Malediven zu gelangen. Die Hälfte vom Buch also, ehe der Klappentext greift. So was finde ich immer unglücklich gewählt.

Auch die Entstehung der Liebesgeschichte mit Mark fand ich sehr konstruiert. Vorsicht Spoiler, sofern man vorher nicht ordentlich gelesen hat, Mark wurde betrogen. Er mag sie gar nicht und springt dennoch als Alibi-Freund ein. Derbe Seitenhiebe und dazu ein paar Annäherungen, ehe es ins Bett geht und sie sich total gut verstehen. Viel zu schnell und ich fand es mit Blick auf die lange Einführung zu kurz.

Zum Schluss lässt sie Mark sitzen, der lange braucht, um sie wieder zu finden und ihr dann sein Herz schenkt. Um den ganzen die Krone aufzusetzen, wird ihre Kündigung widerrufen, dabei bleiben andere Fragen offen. Warum hat sie die anderen Spesen gefälscht? Warum kommt Nicolas plötzlich wieder an? So ganz war das alles nicht klar mich sage nur wieder sehr kurz. Im Grunde hätte der erste Teil in 20-50 Seiten abgehakt werden müssen, damit der Rest nicht zu kurz kommt.

Ich fand es lesbar, habe es auch an einem Nachmittag ausgelesen, aber mir gefiel die Aufteilung nicht. Unwichtiges wurde ellenlang ausgeführt und wichtiges kam zu kurz.

Bewertung vom 04.07.2022
Schönes Mädchen - Alle Lügen führen zu dir
Douglas, Claire

Schönes Mädchen - Alle Lügen führen zu dir


ausgezeichnet

LESEEMPFEHLUNG?
Ihr mögt Emotionen und seichte Spannung, die sich mit den Seiten erst aufbaut, dann ist das Buch was für euch. Schön zu lesen, nur am Anfang sehr langatmig und etwas anders, als der Klappentext beschreibt.

Bewertung vom 22.06.2022
Halt die Klappe und küss mich
Tate, Meredith

Halt die Klappe und küss mich


sehr gut

D a ist es wieder: der typische Cover-Kauf. Gesehen, Tutel gelesen, Klappentext und verliebt. Doch diesmal wollte mich das Buch nicht vollends überzeugen. Es war sogar so schlimm, dass ich dachte, die 500 Seiten schaffe ich niemals. Klingt jetzt erstmal schlimmer als es in Wirklichkeit war.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Wesley und Stella. Beide sind klar gekennzeichnet und soll die Emotionen auf beiden Seiten zeigen. Gleichzeitig wird so deutlich, dass nicht jeder Eindruck am Ende korrekt ist. Wäre es nur diese Perspektive inklusive einiger SMS-Nachrichten, wäre es genial. Doch leider gibt es noch den Teil mit der Serie. Geschichte zur Serie, Beiträge und vieles mehr. Ich gebe zu, dass ich es langatmig und weniger unterhaltsam empfand. Der Teil störte mich sogar gewaltig. Nach 100 Seiten habe ich fairerweise abgebrochen und mich nur auf die Geschichte der beiden konzentriert und gemerkt, ich verpasse nur ein paar weniger wichtige Informationen.

Ansonsten ist es eine schöne Geschichte. Die Liebe entwickelt sich authentisch und am Ende ist es ein schöner Ausgang. Klar, könnten ein paar mehr Funken sprühen, aber die Emotionen sind gut. Neben der Liebesgeschichte geht es um die eigenen Ziele, Träume und den Weg dorthin. Gerade Stellas Schwester wäscht ihr am Ende Kopf und zeigt auf wie festgefahren sie ist. Während Wesley kapiert, dass ein Sieg, der nicht fair ist, kein schöner Sieg ist.

Bewertung vom 24.05.2022
Der Sommer, als ich schön wurde / The Summer I Turned Pretty Bd.1
Han, Jenny

Der Sommer, als ich schön wurde / The Summer I Turned Pretty Bd.1


ausgezeichnet

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dieses Buchreihe an mir vorbeigezogen ist. Erst jetzt, nachdem sie für die Verfilmung noch einmal aufgelegt wurde, habe ich sie entdeckt. Aber lieber spät als nie - so sagt man doch.

Das Cover gefällt mir ehrlich gesagt nicht wirklich und auch wenn ich die Farben liebe, muss ich fairerweise sagen, dass man den Klappentext dadurch mies lesen kann. Aber ich glaube, etwas anderes gibt es nicht, das mich stört.

Die Geschichte um Belly und den Sommer ist nicht neu erfunden worden, aber es ist ein Klassiker in meinen Augen. Ein Mädchen, zwei Brüder, ein Sommer und eine Liebesgeschichte. Dazu noch etwas Drama. In diesem Fall der gute alte Krebs, der mich durch meinen Vater immer berührt und bewegt.

Auf jeden Fall eine gelungene Mischung, die dafür gesorgt hat, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, und mir schon nach der Hälfte, die andere Bände bestellt habe.

Belly ist sympathisch und authentisch. Für sie gab es immer nur einen Jungen, und besonders als sie Cam kennenlernt, wird ihre Zwickmühle deutlich, aber auch, dass man eine erste Liebe nicht wirklich vergisst. Man kann also heiraten, Kinder haben und ein kleiner Teil vom Herzen ist mit Liebe und Erinnerungen an diese andere Person gefüllt. Durch die kleinen Rückblenden zu vergangenen Urlauben lernt man Belly und die Jungs noch besser kennen ohne sich zu langweilen.

Die Liebesgeschichte hat alle Höhe und Dramen, die man sich jedenfalls wünschen kann. Wunderschön geschrieben und man spürt die Schmetterlinge, aber auch die Wut und die Traurigkeit bezüglich Becks.

Was mich neben der Schrift aber doch störte, war der Ausgang. In meinen Augen hätte das Buch gerne damit enden können, dass der Sommer endet. Diese Zusatz, dass (Spoiler) Conrad im Winter bei ihr auftaucht fand ich merkwürdig. Da sie ja sonst nie Kontakt hatten außerhalb des Ferienhauses. Woher wusste er ihre Adresse oder ihre Handynummer?

Dennoch freue ich mich schon sehr auf die andern Teile und hoffe, dass die Serie im Juni nicht neu in englisch kommt, sondern auch auf deutsch vertont wird.

Bewertung vom 20.05.2022
Was die Nacht verschweigt
Doughty, Louise

Was die Nacht verschweigt


schlecht

Was passiert in Petersborough auf Gleis sieben? Warum bringen sich Leute dort regelmäßig um? Tja, die Frage fand ich mega spannend. Und glaubt mir, ich hatte zahlreiche Ideen. Ein verlorenes Spiel oder eine Erpressung, wo jemand sagt, dass man sich dort umbringen muss, weil sonst was schlimmes passiert. Oder ein ein Todes-Forum, wo man sich abspricht. Nur zwei meiner Ideen, die ich bei dem Klappentext hatte.

Leider ist es bei dem Kopfkino meinerseits geblieben, denn das Buch konnte mich am Bahnhof nicht abholen.

Erzählt wird die Geschichte aus einer Ich Perspektive, die alles ahnt, vieles auf den Punkt bringt, da sie ein guter Beobachter ist, aber nicht mitten drin steckt. Na, ahnt ihr es an dieser Stelle? Genau, ich begleite keinen Menschen, sondern einen Geist ohne Spukabsichten. Spätestens als mir das nach gut 30 Seiten klar wurde, war ich irgendwie schon raus. An dieser Stelle sei gesagt, geht es euch ähnlich, quält euch nicht weiter. Es lohnt sich nämlich nicht. Ich habe mich gequält und bin nie wirklich in die Geschichte gekommen. Eben, weil ein Geist keine Hauptfigur ist. Ja, es wird ermittelt, die Fronde und die Geschichte dahinter ist nett und nicht verkehrt, aber die Spannung kommt bei mir nicht an, da ich nie mittendrin bin, sondern sie eben nicht wirklich fühlen kann.

Mag sein, dass andere genau darin die Spannung und das Highlight sehen, ich hätte lieber eine Bahnbeamtin gehabt, die einfach zu spät kam und sich aktiv beteiligt. Keine Ahnung, wahrscheinlich hätte mir alles andere besser gefallen.