In seinem neuesten Roman lässt Florian Russi bei seinem Protagonisten die Ahnung entstehen, dass der biblisch beschriebene Gott ein Gott ist, der die Freiheit des Menschen sucht. Er begibt sich auf Sinnsuche zwischen dem, was als kirchliche Lehre gilt und dem, was man tatsächlich lebt. Ein Buch über den Ballast eines institutionellen, kirchlich reglementierten Glaubens und die Erkenntnis, dass das Recht des „Mensch-Seins“ in all seinen Facetten ein unabdingbarer Teil einer Religion sein sollte.
Ich habe schon einige von Florian Russis Büchern gelesen, aber dieses ist für mich mit Abstand das beste: Am Puls der Zeit und in einer Sprache, die trotz ihrer Klarheit Raum für die Emotionalität einer zerrissenen Seele lässt - absolut lesenswert!
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