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Benutzername: Benne


Bewertungen

Insgesamt 15 Bewertungen
12
Bewertung vom 07.04.2019
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
Dicker, Joël

Das Verschwinden der Stephanie Mailer


ausgezeichnet

Absolute Begeisterung! Dicker schreibt grandios

Es beginnt mit dem zentralen Ereignis, welches eine Kleinstadt im Staate New York in den Grundfesten erschüttert: 1994 wird während eines Theaterfestivals in der Kleinstadt Orphea die Familie des Bürgermeisters und eine Joggerin vor deren Haus getötet. Der Fall scheint abgeschlossen, bis Stephanie Mailer Zweifel am damaligen Täter Ted Tennenbaum hegt und die Ermittler zwanzig Jahre nach Abschluss des Falls Hinweise entdecken, die ein neues, erschreckendes Licht auf den Vierfachmord von 1994 werfen.

„Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ ist nur der Eisberg, der über der Oberfläche sichtbar ist, der Titel und die ersten Kapitel des Romans. Danach folgt eine Charakterstudie, die sich zur Studie einer kompletten Kleinstadt entwickelt. Nie zuvor hat sich eine Gemeinde so greifbar angefühlt, so echt als lese man reale Tatsachenberichte, die einen Sog entwickeln, dem man nicht entkommen kann. Dicker lässt den Leser zum Zeitreisenden werden: Unzählige Male wird man zwischen 1994, dem ersten Theaterfestival in Orphea, und 2014, dem zwanzigjährigen Jubiläum im Jahr des Verschwindens der Stephanie Mailer, hin und her geschickt. Hierbei sind die Zeitstränge sauber getrennt, eine Verwirrung findet nicht statt. Dennoch spinnen sich Fäden dazwischen, die Zusammenhänge bilden, die man nie erwartet hätte. Klug und feinfühlig schafft es der Autor jedes kleinste Ereignis in beiden Episoden einzigartig herauszustellen. Kleine, aber entscheidende Wendungen wirken genauso tiefgreifend und verändernd, wie drastische Plottwists, die alles anzweifeln lassen, was bisher geschehen ist. Der Roman ist vielschichtig und mehrdimensional, was ihm einige Male sogar zum Verhängnis wird. Zahlreiche Personen, deren Schicksale, Lebensgeschichten, Probleme und Beziehungen einfühlsam erzählt werden legen immer eine Schippe drauf. Es fällt schwer in den letzten Kapiteln zu rekapitulieren, was anfangs stattgefunden hat. Es gerät nicht in Vergessenheit, aber in den Hintergrund.

Das Alleinstellungsmerkmal dieses Romans ist definitiv Joel Dickers Schreibstil. Er liefert mit „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ eine episodische Erzählung im Jahr 2014 gespickt mit Retrospektive, die sich ausgezeichnet mit der Gegenwart verbindet. Ein intensiver, unterschwelliger Ton bringt die nötige Dramatik hinein. Besonders hervorzuheben ist Dickers Kunst, die Regel „show, don’t tell“ meisterlich zu beherrschen. Man stelle sich ein Gespräch zwischen den Ermittlern und einer Zeugin vor, welche von einem Konflikt im Jahr 1994 berichtet. Der Autor lässt sie einleiten, setzt dann einen scharfen Schnitt und setzt den Leser 20 Jahre zurück. Es folgen also Geschehnisse, die sich viel näher und präsenter anfühlen, als eine simpel erzählte Geschichte der Zeugin. Eine solche Dynamik im Erzählstil trifft man selten an.

Joel Dickers Roman sei jedem ans Herz gelegt, der die Atmosphäre und den Handlungsverlauf in Eugene Chirovicis Romanen mag. Findet man als Leser Gefallen an beziehungsreichen, verflochtenen Geschichten, die sich sowohl zeitlich als auch räumlich erheblich aufspannen, dann hat man auf jeden Fall Spaß mit diesem Buch. Ach, lange Rede, kurzer Sinn: Jeder sollte diesen Roman lesen: Er ist herausfordernd, grandios erzählt, schockierend und echt!

Bewertung vom 16.02.2019
Das Echo der Wahrheit
Chirovici, Eugene

Das Echo der Wahrheit


ausgezeichnet

Trügerische Erinnerungen, große Lügen und die Suche nach der Wahrheit

Eugene Chirovici (zuvor E.O. Chirovici) ist ein rumänisch-ungarisch stämmiger Autor, der 2017 mit seinem ersten ins Deutsche übersetzten Werk „Das Buch der Spiegel“ zumindest bei mir einen bleibenden Eindruck und ein Jahreshighlight hinterlassen hat. „Das Echo der Wahrheit“ steht seinem Vorgänger in nichts nach.

Wieder konstruiert Chirovici einen tiefgründigen, komplexen Plot, dessen Inhaltsangabe nur 10% der gesamten Geschichte wiedergibt. Das fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Man beginnt das Buch zu lesen, findet Stücke der Synopsis im Gelesenen und in den ersten Kapiteln wieder, dann endet das, was man zuvor bereits grob erwartet hat. Plötzlich öffnen sich zahlreiche Hintertüren, Nebencharaktere treten auf, man reist an zahlreiche Orte und hätte nie gedacht, dass so dermaßen viel hinter diesem Buch steckt. Denn „Das Echo der Wahrheit“ ist definitiv mehr als ein Psychiater, der einen Multimillionär besucht, um seine Erinnerungen an eine schreckliche Nacht vor vielen Jahren wiederherzustellen. Dabei enthält der Roman genau den richtigen Anteil an Handlung, nichts unnötig lang Erklärtes oder gar fehlende Stellen, die zum Verständnis beitragen würden. Manche Abschnitte sind dabei komprimiert, andere wiederum stark gestreckt: Die Mischung machts!

Sein Schreibstil erzeugt eine nicht näher definierbare Sogwirkung auf mich. Einmal aufgeschlagen, klebt das Buch an meinen Händen und ich bin versunken in die Geschichte. Selbstverständlich gibt es Bücher, die schockierender und aufwühlender sind, dennoch schaffen es nicht viele davon mit jedem Satz ins Schwarze zu treffen und mich vollständig zu überzeugen.

Besonders die Mischung der Erzählstile kann stark punkten. Zahlreiche Kapitel des Romans bestehen aus Tagebucheinträgen, andere aus Gesprächen, manche enthalten Briefe. Die verschachtelte Story wird durch Dokumente und Nachforschungen erzählt, in diesem Fall ähnelt es dem Debüt Chirovicis. Im Gegensatz zu diesem, begleitet der Leser in „Das Echo der Wahrheit“ nur einem Erzähler, jedoch vielen involvierten Personen, die den Fortgang der Handlung maßgeblich beeinflussen, aber auch Steine in den Weg legen.

Großen Respekt an Eugene Chirovici, der in seinem neuesten Werk gekonnt Wahrheit mit Fiktion vermischt und die Vergangenheit gegen die Gegenwart antreten lässt. Nicht nur die Charaktere fragen sich, ob ihre Erinnerungen sie nicht doch trügen, sogar ich frage mich dies nach dem Lesen. Ich hoffe, es wird noch viel von diesem Autor veröffentlicht, der Geschichten schafft, die ich jedem ans Herz legen kann!

Bewertung vom 10.02.2019
Ein wirklich erstaunliches Ding (eBook, ePUB)
Green, Hank

Ein wirklich erstaunliches Ding (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

In „Ein wirklich erstaunliches Ding“ bekommt man als Leser keine plakative Invasionsgeschichte von feindlich gesinnten Robotern geboten, sondern eine REALISTISCHE Story der jungen Produktdesignerin April, deren Leben eines Nachts auf den Kopf gestellt wird. Auf den Straßen New Yorks entdeckt sie eine übergroße, starre Roboterfigur, die sie mithilfe ihres Freundes Andy filmt und das Video im Internet hochlädt. Rasant verbreitet sich das Video, aber auch die überraschende Nachricht von dem Roboter, der nur einer von 64 Exemplaren auf der ganzen Welt ist. Folglich erntet sie Ruhm und Tausende virtueller Follower, die sie auf der weiteren Erfolgsreise um die imposante Skulptur begleiten. Bereits das Ausgangsszenario wirkt wirklichkeitsnah und selbst im Laufe der Handlung begreift man als Leser, dass die beschriebenen Situationen nicht schwer vorstellbar sind. Erwartet man große Gemetzel zwischen Invasoren und den Menschen wird man enttäuscht, denn dieses Buch setzt sich mit den realistischen Folgen auseinander, die vor allem auf die Protagonistin konzentriert sind, welche mit der Berühmtheit und ihrer besonderen Stellung in den Geschehnissen zurechtkommen muss.
Des Weiteren zeichnet es sich durch MENSCHLICHKEIT und VERSTÄNDLICHKEIT aus. Das hat man vor allem der Hauptperson April zu verdanken. Sie trifft Entscheidungen im Roman, die häufig unbedacht, egoistisch und fahrlässig wirken. Einerseits fühlt man sich ihr damit verbunden, weil man sie als Menschen sieht, der auch falsche Entschlüsse fassen kann und genau dies das Leben kennzeichnet. Als Leser begegnet man vielen Situationen, die auch durch einen selbst hervorgerufen werden können. Die Handlung fährt dann fort, man begegnet neuen Menschen, findet sich an verschiedenen Orten wieder und muss mit der Entwicklung der Geschichte klarkommen. Irgendwann kommt aber wahrscheinlich der Moment, in dem Aprils voreilige Schlüsse sie nicht mehr konsequenzlos lassen. Und spätestens da entwickelte sich eine unterschwellige Unverständlichkeit ihr gegenüber, die mich an ihrer Vernunft zweifeln ließ.

Die Handlung in „Ein wirklich erstaunliches Ding“ ist auf keinen Fall lahm, einfallslos oder unoriginell. Ich würde sie viel mehr als ÜBERRASCHEND beschreiben, denn sie schaffte es in jedem Kapitel eine andere Richtung einzuschlagen, die ich niemals erwartet hätte. Ein Spannungsbogen, der einer Achterbahn gleicht und ein Plot, der vielseitiger nicht sein kann, hielt mich ständig in Atem. Green schafft eine permanente Steigerung der Geschehnisse um April herum. Besonders hervorzuheben ist der Beginn, der direkten Bezug auf die Ereignisse ab Kapitel 13 nimmt, sodass der Leser mindestens bis zum Ende des zwölften Kapitels gespannt darauf wartet, was Spektakuläres anschließend passiert.

Der Roman bietet neben ernsthaften und am Ende sogar philosophisch angeschnittenen Themen einen Haufen Humor und LUSTIGE Szenen! Normalerweise gefällt mir Humor in Büchern weniger, da er auf geschriebenen Seiten eher gezwungen wirkt und durch die fehlende Wirkung der gesprochenen Wörter der Effekt verloren geht. In „Ein wirklich erstaunliches Ding“ hat mich der Humor positiv überrascht, einige Male zum lauten Lachen in öffentlichen Plätzen – nicht der beste Ort dafür – und häufig zum Schmunzeln gebracht.

Zuallerletzt ist ein besonders erwähnenswertes Merkmal des Romans hervorzuheben: der AKTUELLE Bezug zu den Geschehnissen in dieser Welt, besonders im Zusammenhang mit Social Media. „Ein wirklich erstaunliches Ding“ schafft es außerordentlich gut sich mit den sozialen Medien YouTube, Twitter und Facebook auseinanderzusetzen und im gleichen Atemzug Kritik an der ansteigenden Popularität dieser zu äußern. Selbstverständlich hilft das Internet April zu vielen Likes, einem wachsenden Ansehen und Menschen, die sich nun für sie interessieren. Hank Green belichtet ihre Geschichte jedoch nicht nur von dieser Seite, sondern auch von einem fraglichen, problembehafteten Blickwinkel.

Bewertung vom 08.11.2018
Die Unsterblichen (eBook, ePUB)
Benjamin, Chloe

Die Unsterblichen (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Absolute Leseempfehlung!


Chloe Benjamin hat mit „Die Unsterblichen“ einen Roman geschaffen, der prall gefüllt ist mit Selbstzweifel, Lebensphilosophie und viel Schmerz. „Wieso fällt mir so eine geniale Idee nicht ein?“ fragt man sich nach dem Lesen. Ich habe mich aber auch gefragt: „Lebe ich mein Leben richtig? Erfüllt das, was ich momentan mache, mein Leben mit Glück und Freude? Sollte ein Leben Höhen und Tiefen haben? Würde ich bis zum jetzigen Zeitpunkt irgendetwas vergangenes ändern, was ich bereue?“

Ohne das Buch gelesen zu haben, fragt man sich als unwissender Leser: „Wovon handelt ‚Die Unsterblichen‘?“
Die Geschichte beginnt mit den vier Geschwistern Gold, denen zu Ohren gekommen ist, dass sich eine Wahrsagerin in der Stadt herumtreibt, die jeder Person ihr Todesdatum verraten kann. Voller Neugier und ihrem gesamten Ersparten machen sie sich auf dem Weg in die Hester Street, zu der alten Frau. Bereits am Anfang bekommt man einen Einblick in die Persönlichkeiten der Kinder, nicht jedoch in die Aussagen der Wahrsagerin. Anschließend trennen sich die Wege der Geschwister, im Leben und auch im Buch. Als Leser begleitet man jeden Charakter auf der Reise zum Erfolg, zur Selbstfindung, erlebt die schrecklichsten Momente mit und fühlt den Schmerz von Varya, Daniel, Klara und Simon.

„Was ist das Besondere an den Charakteren?“, habe ich mich während des Lesens gefragt.
Chloe Benjamin hat vier Protagonisten geschaffen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ohne ihnen ein Klischee oder einen Stempel aufzudrücken. Keiner der vier handelt nur selbstsüchtig oder nur gutmütig. Als Leser baut man eine derart starke Bindung zu jedem Einzelnen auf, dass man einen tiefen, ungewohnten Schmerz spürt, wenn diese Verbundenheit reißt. Um die Hauptpersonen wird dann noch ein Netz gesponnen, welches Nebencharaktere präzise miteinander verbindet und diesen einen nicht zu verachtenden Anteil an der Geschichte gibt.

Ich war häufig an das Buch gefesselt, sodass die Frage aufkam: „Was trägt der Schreibstil zur Geschichte bei?“
Tatsächlich trägt der Schreibstil nicht allzu viel zum Leseerlebnis bei. Ich würde ihn auf einem einfachen Level einordnen, der den Lesefluss nicht unnötig stocken lässt. Es wird genug ausgeschmückt, um ein lebhaftes Bild im Kopf entstehen zu lassen. Dennoch ist es insoweit reduziert, dass man sich nicht mit unnötig zähen und langwierigen Beschreibungen aufhalten muss. Benjamin besitzt die Fähigkeit, mich mit ihrem Schreibstil zu fesseln und mir die Geschichte näher zu bringen.

„Wer hat dieses wunderschöne Cover erschaffen?“
Eine berechtigte Frage, die ich mir des Öfteren gestellt habe. Die Farben wirken harmonisch und als ein Ganzes stellt es ein kleines Kunstwerk dar. Den Baum habe ich als Symbol („Baum des Lebens“) gedeutet. Das Buch handelt zwar vom Leben, unmittelbar damit verbunden ist aber auch das unausweichliche Sterben der Menschen. Hin und wieder fällt ein Blatt vom Baum, es werden aber neue nachwachsen. Der Kreislauf des Lebens. Ich könnte stundenlang auf dieses Cover schauen und würde mich nicht satt sehen, obwohl ich das Buch bis jetzt nicht ein einziges Mal in der Hand gehalten habe, sondern das eBook zum Lesen nutzte.

„Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine meiner absoluten Leseempfehlungen am Ende des Jahres 2018. Die Autorin weiß, wie man einen Roman schreibt, der unter die Haut geht, Gefühle weckt und Schmerzen verursacht, sich aber auch auf die Gedanken des Lesers auswirken, der danach mit Fragen überfordert ist. Mit Fragen über das eigene Leben, über das der anderen und die Menschheit an sich.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 05.10.2018
Unverfrorene Freunde (eBook, ePUB)
Pütz, Klemens; Batarilo, Dunja

Unverfrorene Freunde (eBook, ePUB)


sehr gut

Fakten, Faszination, Forschungsdrang

Süß, informativ und lehrreich beschreibt Klemens Pütz Sachbuch „Unverfrorene Freunde – Mein Leben unter Pinguinen“ wahrscheinlich am besten. Ich lese selten Sachbücher, dieses hat mich aufgrund der Thematik und Relevanz tatsächlich sehr gut unterhalten und weitergebildet.

In dem Buch schildert Klemens Pütz seine Erfahrungen und Erlebnisse im Beruf mit Pinguinen. Deutschlands einziger selbstständiger Pinguinforscher hat schon vieles in seinem Leben geleistet, woran er den Leser teilhaben lässt. Man erfährt, wie er durch einen glücklichen Zufall auf den Lebensweg des Pinguinforschers geleitet wurde, was Pinguine für eine Rolle bei seiner Hochzeit gespielt haben, wie schwierig die Feldforschung, vor allem in der (Sub-) Antarktis, ist und wie man am besten eine Magenspülung an einem Königspinguin vornimmt. Das Sachbuch spricht aber auch eine ernste Seite an und macht auf den Klimawandel aufmerksam, der durch den Menschen drastisch vorangetrieben wird und viele Pinguinarten gefährdet. Es sensibilisiert für Themen, die jeden ansprechen sollten und für den Planeten wichtig sind.

Besonders gefallen hat mir an dem Buch, dass Pütz komplizierte biologische Phänomene in einfacher Sprache widergibt, die jeder verstehen kann. Es ist für die Allgemeinheit geschrieben und enthält eine Fülle an Informationen, die man in schnellem Tempo verarbeiten muss. Manchmal sind diese Erkenntnisse sehr dicht und schnell geschrieben, sodass es schwierig für den Leser ist, das vorherige zu verstehen und dann direkt mit dem nächsten Thema weiterzumachen, zumal die Kapitel meist eher kurz sind. Dennoch hat mir das Lesen viel Freude bereitet, ich werde es definitiv noch einmal zur Hand nehmen.

Das Cover ist schön und übersichtlich gestaltet. In der Buchhandlung werden sicherlich viele Menschen dazu greifen, weil darauf süße Pinguine abgebildet sind und das natürlich ein Garant für Aufmerksamkeit ist. Zur sonstigen Gestaltung kann ich nicht viel sagen (da E-Book). Die zahlreichen Bilder im Anhang geben dem Leser einen schönen abschließenden Überblick und Abschluss des Buches.

„Unverfrorene Freunde“ ist ein Buch, welches vor Wissen und Hingabe des Autors sprüht. Klemens Pütz schildert sein bisheriges Leben als Pinguinforscher und lässt jeden an seinen Erlebnissen teilhaben. Das Buch erfüllt außerdem die Aufgabe, den Leser ausreichend über die Biologie, sowie die Gefährdung, den Schutz etc. der Pinguine zu informieren. Damit kann ich das Sachbuch jedem empfehlen, der Interesse an Tieren (v.a. natürlich Pinguine) oder einer außergewöhnlichen Lebensberufung hat oder jedem, der sich weiterbilden möchte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 08.09.2018
TEXT (eBook, ePUB)
Glukhovsky, Dmitry

TEXT (eBook, ePUB)


weniger gut

TEXT: T-räge, E-inseitg, X-beliebig, T-rocken

Dmitry Glukhovsky, der Autor der erfolgreichen Science-Fiction Trilogie, die sich um die dystopischen Ereignisse in der Moskauer Metro drehen, hat einen Roman geschrieben, der sich mit einem Thema beschäftigt, dass aktueller kaum sein kann: Das Handy!

„Text“ handelt von Ilja, der nach 7 Jahren in der Haft endlich in seine Heimatstadt Lobnja zurückkehren darf. Die Welt scheint ihm fremd, ihm fehlt der Bezug zur Gegenwart und dann erfährt er daraufhin noch, dass seine Mutter verstorben ist. In all seiner Verzweiflung macht sich Ilja auf die Suche nach dem Fahnder, der dafür verantwortlich ist, dass er jahrelang im Gefängnis war und ersticht diesen. Immer noch überhäuft von Rachegefühlen nimmt Ilja das Smartphone des Toten ab und lässt ihn in der Kanalisation zurück. Der Leser begleitet daraufhin Ilja in seinem Alltag, welcher schnell aus den Fugen gerät als er immer tiefer in die Identität des Opfers schlüpft, ohne sich dabei in der Realität als sich selbst zu offenbaren. Viel mehr passiert in dieser Geschichte auch nicht. „Text“ besteht aus zahlreichen Textnachrichten, die Ilja mit der Freundin, der Mutter oder Bekanntschaften aus der Drogenszene des Opfers austauscht. Ein Telefonat schleicht sich dazwischen, dass er aufgrund der lauten Umgebung der Metro führen kann, ohne dass er entlarvt wird. Hin und wieder traut sich Ilja raus, gibt sich als jemand anderes aus, sodass er nicht aufliegt. Das Buch beinhaltet einen Schock-Moment am Anfang des Buches, den Rest verbringt man gähnend oder gleichgültig. Das Interesse an der Handlung stagniert entweder oder nimmt stetig ab.

Selten habe ich eine Hauptfigur in einem Roman erlebt, mit der man sich so wenig identifizieren konnte. Die völlig absurd gehandelt hat. Die an Unvernunft kaum zu übertreffen ist. Ihm fehlt es an Nachvollziehbarkeit und gesundem Menschenverstand. Leider findet man überhaupt keinen Bezug zu irgendeiner Figur, weil die Nebencharaktere derart abwegig gezeichnet sind. Entweder sind es die Verwandten des Toten, die vor Sorge und Neugier sprudeln oder hartgesottene Bekannte aus dem Drogenmilieu, die sich nur um das Geschäft kümmern. Leider eine sehr einseitige Charakterdarstellung. Einzig und allein das letzte Kapitel um Ilja hat mich schließlich doch ein wenig überrascht, hat aber leider nichts an den 300 Seiten davor geändert.

Glukhovskys Schreibstil sollte gelobt werden und als besonderes Merkmal am Roman herausgestellt werden. Es hat mir gefallen, wie der Autor die trostlose Stadt, die Verzweiflung des Protagonisten oder die Hoffnungslosigkeit in einer Sprache verpackt hat, die dem Leser nahetritt und die vollkommen wirkt. Er scheut sich nicht davor, jede einzelne Szene auszuschmücken, damit man ein vollständiges Bild von dem Augenblick erhält. Leider kann mich die Sprache alleine nicht überzeugen, sie muss in Verbindung mit der Handlung ein rundes Gesamtbild schaffen.


„Text“ ist für mich ein Roman, der nur vor sich hin dümpelt und mir als Leser keine Geschichte geboten hat, mit der ich mitfiebern kann oder zu welcher ich in irgendeiner Hinsicht einen Bezug aufbauen kann. Die Handlung blieb immer auf Distanz und die Charaktere waren an Belanglosigkeit kaum zu

Bewertung vom 25.08.2018
Der Abgrund in dir (eBook, ePUB)
Lehane, Dennis

Der Abgrund in dir (eBook, ePUB)


gut

Thriller oder doch nicht?

Ich erwartete vom Autor des hochgepriesenen Psychothrillers „Shutter Island“, dass mir „Der Abgrund in dir“ den Atem rauben wird. Während des Lesens wurde ich dann aber eines Besseren belehrt, so stellt es sich gar nicht als nervenaufreibende Lektüre heraus.

Die Geschichte dreht sich um Rachel Childs, dessen Leben in geregelten Bahnen abläuft und die sich um nichts Sorgen machen muss. Dann macht sie sich auf die Suche nach ihrem Vater, den sie nie kennengelernt hat. Dieser Teil der Geschichte hat eine geringe Verbindung zu der eigentlichen Haupthandlung, die erst spät im Buch auftritt und Rachels Sicht auf ihre Mitmenschen grundlegend verändert. Sie findet sich in einer Verschwörung wieder bei der es um Leben und Tod geht.

Die Handlung von „Der Abgrund in dir“ würde ich als unschlüssig und zusammenhanglos beschreiben. Den Leser erwartet ein ständiger Wandel der Story und der Charaktere. Somit sind viele Geschehnisse vom Anfang des Buches wirkungslos und haben keinen Einfluss auf die fortführende Handlung. Auf der einen Seite könnte der Anfang gut gekürzt werden um Handlungslinien zu streichen, die sich ins Nichts verlieren. Auf der anderen Seite sind einige Schilderungen zu knapp und entstehen aus dem Nichts, sodass ich mir häufiger eine ausführlichere Erklärung gewünscht habe. Die Handlung folgt keinem klaren roten Faden. Stattdessen verschiebt sich der Fokus der wesentlichen Dinge laufend.

Die Charaktere werden sehr plastisch dargestellt. Rachels Mitmenschen zeigen ständig neue Seiten von sich, sodass man als Leser schnell getäuscht wird und nicht weiß wem man trauen soll. Den Leser begleiten Zweifel und Unsicherheit. Des Weiteren sind die Personen zusammengewürfelt. Einige Charaktere aus dem ersten Teil des Romans, der sich häufig um Rachels Kindheit dreht, tauchen nie wieder auf oder werden überhaupt benannt. Sie wirken nutzlos und wirkungslos für die Gesamtgeschichte.

Das Buch liest sich flüssig und lebhaft. Rachels Werdegang, Hindernisse und Probleme werden von Lehane einigermaßen spannend geschrieben. Trotzdem empfinde ich das Gefühl nach dem Lesen, dass „Der Abgrund in dir“ kein Thriller ist, der mich am Ball hält, der mir die Nackenhaare aufstellt oder mich komplett in seinen Bann zieht. Lehane hatte möglicherweise gar nicht vor, Thrill entstehen zu lassen, also passte er seinen Schreibstil an den „Roman“ an.

Das Cover ist meiner Meinung nach wirklich nicht ansprechend. Es wirkt wie ein schlecht produziertes Filmposter aus den 90ern. Zwar erkennt man die Verbindung von dem Cover und der Geschichte nach dem Lesen, jedoch hat die Gestaltung keinerlei Aussagekraft oder Anziehungskraft auf potenzielle Leser. Der Titel erschließt sich mir auch nicht komplett. Nach der Lektüre bin ich nicht schlau geworden, wessen Abgrund in „Der Abgrund in dir“ gemeint ist. Weiterhin strahlt der Titel eine Dramatik aus, die die Handlung in keinem Fall widerspiegelt.

„Der Abgrund in dir“ ist ein Roman oder besser gesagt ein sehr seichter Thriller, der mit den Vermutungen und Ansichten des Lesers spielt. Lehane verknüpft geschickt verschiedene Personenkonstellationen, scheitert aber an der Erstellung einer stringenten Handlung.

Bewertung vom 30.07.2018
Die Gesichter
Rachman, Tom

Die Gesichter


weniger gut

Belanglose Lebensgeschichte oder gefeiertes Künstlerdrama?

„Die Gesichter“ (im Original „The Italian Teacher“) beginnt in den 1950er Jahren und handelt von Bear Bavinsky, einem fiktiven, exzentrischen Künstler. Tatsächlich steht aber Bears Sohn Charles, liebevoll „Pinch“ genannt, im Mittelpunkt des Geschehens. Er befindet sich - seit er zu Beginn des Buches fünf ist - im Schatten seines Vaters und versucht mit dessen Ruhm zurechtzukommen. Pinchs Angst, dass Bears Erfolg ihm väterliche Verachtung oder Ignoranz einbringt, begleitet ihn noch viele Jahrzehnte.

Die Handlung an sich ist auf der einen Seite belanglos und blass, auf der anderen Seite geht sie viel zu schnell vonstatten. Die Passagen aus Pinchs Leben ziehen am Leser blitzschnell vorbei, sodass der Plot sehr gehetzt dahingeschrieben wirkt. Teilweise fühlt es sich an als würden Stellen fehlen, als wäre bereits zu viel gekürzt, als hätte der Autor wichtige Abschnitte außer Acht gelassen. Der Titel „Die Gesichter“ nimmt nur auf ca. 10% der Handlung Acht. Im Original bezieht sich der Titel auf die Figur von Pinch und was er eigentlich in seinem Leben verkörpert. Ein abstrakter deutscher Titel, der leider der Handlung nicht gerecht wird.

Die Beziehung zwischen Bear und Pinch steht im Vordergrund. Man nimmt eine ständige Auf– und Abbewegung dieser Beziehung war, nichts hat Hand und Fuß, was zwischen den beiden geschieht. Ausnahmslos alle Nebencharaktere des Romans sind flach gezeichnet und verlassen das Geschehen genauso schnell wieder wie sie hineingelangt sind. Die Partnerschaften und innigen Verhältnisse zwischen den Personen bauen sich überstürzt auf, nachdem sie ohne jeglichen Hintergrund starten. Die Dynamik des Buches ist anfangs noch zu spüren, lässt aber genauso rapide nach wie die Lust am Lesen, da man nur Dialoge geboten bekommt, die nichtssagend und leer sind.

Rachmans Schreibstil wirkte zu Beginn extrem hochtrabend, seine Umschreibungen ziellos. Hin und wieder schafft er es, eine angespannte Atmosphäre aufzubauen, die schnell abebbt und in ereignislosem und laschem Geschwafel endet. Ich habe nichts Besonderes an der Sprache des Romans feststellen können, sie hat mich weder berühren können, noch hat sie geholfen, dass ich mit einer Person mitfühlen konnte.

„Die Gesichter“ ist ein negatives Paradebeispiel für die Aussage „Bewerte niemals ein Buch nach seinem Cover“. Die Gestaltung zähle ich zu den schönsten, die ich bisher gesehen habe. Das Cover baut mit seiner Farbenpracht eine deutliche Verbindung zu dem künstlerischen Inhalt des Buches auf. Eindrucksvoll ist das Design des Rohmanuskripts, welches im unteren Viertel nicht mit Farbschlieren geziert ist, sondern mit Bleistift-/ Kohlestrichen, die dem Buch bereits von außen die Unvollständigkeit ansehen lassen. Dieses durchdachte Merkmal ist mir sehr positiv aufgefallen. In der Buchhandlung wird das innerlich und äußerlich ausgereifte Hardcover ein echter Hingucker sein.

Ich wünschte mir „Die Gesichter“ hätte 50 Seiten mehr, die mir Erklärungen liefern könnten, die mir während des Lesens gefehlt haben. Dieser Wunsch rückt aber in den Hintergrund, wenn ich bedenke, dass mich die Handlung gelangweilt hat und 50 Seiten mehr das Lesen zu einer Qual gemacht hätten. Der Roman war eine Enttäuschung – vor allem wenn man bedenkt, wie vielversprechend sich die Pressestimmen ausdrücken. Leider hat mich „Die Gesichter“ nicht emotional berührt, geschockt, auf ganzer Strecke nicht einmal interessiert. Es hat mir keinerlei Botschaft mitgegeben oder irgendeinen nachhaltigen Eindruck hin

Bewertung vom 26.07.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


ausgezeichnet

Dieser Thriller hat es in sich

Wer noch nie zu einem Thriller von Melanie Raabe gegriffen hat, dem sei hiermit empfohlen, es schnell nachzuholen. Wer noch nie von Melanie Raabe gehört hat, der kennt sich in der deutschen Thrillerszene nicht aus. Mit dem Debüt „Die Falle“ hat sich Raabe im nationalen Thrillergenre verfestigt. „Der Schatten“ ist ihr dritter Thriller.

Im Zentrum der Geschichte steht Norah Richter, eine junge Journalistin, die einen Neuanfang in Wien wagt. Anfangs erscheint sie zurückhaltend und nicht widerstandsfähig, nach einigen Geschehnissen merkt man aber, dass sie sehr wohl standhalten kann und nichts auf sich sitzen lässt. Eine starke, abwechslungsreiche Protagonistin ist ein tolles Merkmal eines modernen Thrillers. Diverse Nebencharaktere stehen meistens auf dem gleichen Niveau untereinander. Jede/r einzelne ist wichtig und trägt Entscheidendes zur Entwicklung bei. Als Leser erwartet man nicht, dass die Personen eines Thrillers derart detailliert und einzigartig entworfen sein können.

Melanie Raabes Schreibstil hält den Leser ständig auf Trab. Man wird zwar im Unklaren gehalten, möchte das Buch jedoch nie aus der Hand legen. Eine derart starke Sogwirkung, die der Thriller auf mich ausgewirkt hat, erfuhr ich selten. Raabe schreibt so lebhaft und deutlich, dass man die Atmosphäre spüren kann, die Kälte Wiens auf der Haut, die Enge in Norahs Wohnung. Man kann die Geräusche der Straße hören.

Ein toter Vogel ziert das Cover. Die Gestaltung der Bücher des btb-Verlags gefallen mir im Allgemeinen immer sehr gut. Melanie Raabes Thriller sind eher schlicht gehalten, sie stechen dennoch ins Auge. Das schwarz-weiße Cover wirft die Frage auf, ob die Personen in der Geschichte ebenfalls so einseitig beurteilt werden können. Gibt es dort auch nur schwarz und weiß?

„Der Schatten“ ist ein sehr schlauer, perfider Thriller, der mit den Ängsten und der Ungewissheit des Lesers spielt. Ich sollte sofort zu „Die Falle“ greifen, die noch ungelesen im Regal steht. Melanie Raabe versteht ihr Metier und ist abseits ihrer Bücher in den sozialen Medien und Interviews eine sehr sympathische, bodenständige Frau. Ich hoffe, man wird noch viel mehr von ihr hören.

Bewertung vom 17.07.2018
Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente
Bognanni, Peter

Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente


gut

Ein leider viel zu unvollkommener Roman über bedeutende Themen

In „Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente“ begleitet der Leser die Protagonistin Tess auf einer Reise, die geprägt ist von Trauer, um ihren Freund, der sich das Leben nahm. Den Freund Jonah kennt sie aber fast nur von Chats, Anrufen etc. Tess wird mit Problemen konfrontiert, als sie plötzlich eine Nachricht ihres verstorbenen Freundes erhält.
Auf den ersten Blick klingt die Handlung berührend, tieftraurig, für viele aber auch lebensbejahend. Das lässt sich nicht bestreiten, aber an den meisten Stellen im Roman verliert sich die Handlung in unnötigen Dingen, die keine Relevanz haben, sodass ich zeitweise nicht wusste, wo die Handlung letztendlich hinführen soll und was die Essenz des Ganzen ist. Eine besonders wichtige Handlung wurde leider nur als Nebenhandlung behandelt, wiederum gerieten „unwichtigere“ Personen zu sehr in den Fokus.

Das Buch hat mir grundsätzlich nicht gefallen, weil die Charaktere leider überhaupt nicht überzeugen können. Als Beispiel kann die Protagonistin Tess genannt werden, deren Handlungen weitgehend nicht nachvollziehbar waren. (+++Mögliche Spoiler+++:) Nachdem sie die Schule abbricht, wird sie bei ihrem Vater „Bestatterin“ für außergewöhnliche Bestattungen und reist dann noch um die halbe Welt für ein kurzes Abenteuer. Auch Daniel handelt oft nicht plausibel, geht mit Tess eine völlig an den Haaren herbeigezogene Beziehung ein, obwohl beide wissen, dass es nicht auf ewig währt. (+++Spoiler-Ende +++) Die Rolle von Jonah wirkte viel zu distanziert. Das mag an seiner fast vollständigen Internet-Präsenz liegen, ändert aber nichts daran, dass er manchmal zu sehr aus dem Fokus gerät.

An Peter Bognannis Schreibstil kann man nichts aussetzen. Da der Roman ein Jugendbuch ist, gestaltet er die Sprache nicht zu komplex, sondern leicht verständlich, an manchen Stellen sogar literarisch kunstvoll. Vor allem wenn es im Detail über das Thema Tod ging, kann er den Leser mittels des Romans persönlich bewegen und zum Nachdenken anregen. Man reflektiert seine eigenen Handlungen bzw. überlegt, wie man selbst in der Situation agieren würde.

Die Gestaltung von „Mein Leben oder ein Haufen unvollkommener Momente“ zählt zu den schönsten, die ich je gesehen habe. Die Farben und der – etwas zu übertriebene – Schimmer/ Glanz wirken auf den ersten Blick überwältigend. Getreu dem Spruch „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ ist der Inhalt nicht so toll wie das Cover.

Das Buch hat auf jeden Fall Potenzial, schöpft es in den sehr begrenzten 270 Seiten aber leider nicht aus, sondern verstrickt sich in viel zu schnelle Entscheidungen, unvollständige Charakterentwicklung und kann daher die Message hinter all dem nicht 100% vermitteln. Trotzdem kann es dem Leser die Augen öffnen, für schwere Themen, die nicht ungeachtet bleiben sollten.

12