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Benutzername: greenscorpion
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Bewertungen

Insgesamt 10 Bewertungen
Bewertung vom 03.10.2014
Unvergolten (eBook, ePUB)
Karlden, Chris

Unvergolten (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Im Prolog wird ein Banker vor den Augen seiner Familie erschossen.
Dann erfährt man von Linda Förster, die nach einem Unfall 13 Tage im Koma lag und nun wieder zu Bewusstsein kommt. Sie erinnert sich daran, dass sie als 9jährige entführt und in einem Loch unter einem Gartenhaus begraben wurde. Aber an den Unfall und die Tage davor kann sie sich kaum, bzw. nur schemenhaft erinnern. Immer wieder taucht auch ihr damaliger Entführer in ihrer Erinnerung auf. Als ihre Eltern ihr dann noch mitteilen, dass ihr Mann Mark bei dem Autounfall ums Leben gekommen ist und sie schwanger ist, erscheint ihr alles so unwirklich. Irgendetwas an den Erzählungen und ihren Erinnerungen stimmt nicht überein. Aber was?

Die verschiedenen psychischen Phasen, die Linda durchlebt, die Ängste, der immer wieder auftauchende Entführer von damals und ihr Mann, an dessen Tod sie nicht glauben kann, da sie meint, allein im Auto unterwegs gewesen zu sein, wird hier sehr detailliert und sehr spannend beschrieben. Der Lesestil ist sehr flüssig und es fällt schwer, das Buch zwischendrin aus der Hand zu legen. Man leidet mit Linda, man kann sich alles so gut vorstellen, als sei man persönlich dabei und man glaubt zwischendrin auch immer, dass Linda tatsächlich verrückt sei.
An Spannung ist das Buch kaum zu überbieten. Allerdings wird es zum Ende des Buches etwas verwirrend, aber alles in allem ein sehr fesselnder Psychothriller.
Perfekt und nur zu Empfehlen.

Bewertung vom 25.09.2014
Tote trinken keinen Whisky / Pippa Bolle Bd.5
Auerbach & Keller

Tote trinken keinen Whisky / Pippa Bolle Bd.5


ausgezeichnet

Im Prolog sitzen 3 Männer und 3 Frauen bei einer Whiskyrunde zusammen, allerdings handelt es sich eigentlich um einen Ehe-Stiftungsrat, der 4 Paare wählt, die eine Mitgift der Stiftung erhalten sollen. Aber ein Mitglied fehlt noch. Kurz bevor die Abstimmung stattfinden soll, erfahren die sechs, dass das letzte Mitglied bei einer Explosion in einer Whisky-Destillerie schwer verletzt wurde.
Dann erfährt man von Pippa Bolle und ihrem Bruder Freddy, die von Deutschland kommend in Glasgow landen, da sie zur Hochzeit ihrer Freunde Anita und Duncan eingeladen wurden. Gerade angekommen, treffen sie auf Duncan’s Tante Catriona Blakely und Morris Tennant, einem gutaussehenden Schotten.
Aber schon auf der Fähre nach Kintyre passiert ein Unglück. Die Frau eines Bekannten von Catriona fällt über Bord ins Wasser und stirbt.
Schon allein das Cover verspricht einen lustigen und interessanten Krimi.
Auf den ersten 3 Seiten stehen die Namen der im Buch vorkommenden Personen. Da man diese vorher nicht kennt, finde ich diese Auflistung recht verwirrend, aber lustig beschrieben.
Ich habe noch keine Bücher von Pippa Bolle vorher gelesen, mache mir also durch dieses Buch einen allerersten Eindruck. Pippe Bolle scheint in ihre „Fällen“ eher zufällig reinzurutschen. Sie ist nicht die typische „Ermittlerin“, die allen beweisen will, dass sie es besser kann, als jeder Polizist, sondern sie kommt eher zufällig an gewisse Informationen und ist nur einfach geschickt, diese Puzzleteile zusammenzusetzen.
Das Buch ist lustig geschrieben und eine schöne kleine Krimilektüre. Sehr flüssig geschrieben und etwas für ruhige Abende. Die Landschaft und die Leute werden sehr anschaulich beschrieben, ohne zu sehr ins Detail zu gehen und dadurch von der Geschichte abzulenken. Der Showdown zum Schluss ist sehr kurz aber auch sehr spannend geschrieben.
Alles in allem ein sehr empfehlenswertes Buch. Lohnt sich auf jeden Fall, auch die anderen „Fälle“ von Pippa Bolle zu lesen.

Bewertung vom 25.08.2014
Krieg der Alten Seelen / Exkarnation Bd.1
Heitz, Markus

Krieg der Alten Seelen / Exkarnation Bd.1


gut

Im Prolog wartet ein Rettungswagen vor einem Appartmenthaus und beobachtet eine Frau, die sich in der Badewanne die Pulsadern aufschneidet. Bewaffnet und mit allem Nötigen ausgestattet gelangen sie in die Wohnung und reanimieren sie. Aber woher wussten sie, dass sich die Frau umbringen wollte?
Dann erfährt man von Claire, Besitzerin eines irischen Cafés, die auf ihren Mann Finn wartet. Als dieser mit dem Auto ankommt und aussteigt, wird er überfallen. Claire will ihm gerade helfen, als unvermittelt ein Auto heranrast und sie überfährt. Doch ihre Seele will die Erde nicht verlassen und so beobachtet sie von oben, wie ihr Mann erschossen wird. Sie will den Mörder zur Rechenschaft ziehen und fährt in den Leib der im Prolog genannten Selbstmörderin, die reiche Lene von Bechstein. Doch dieser Körper war eigentlich für jemand anderes vorgesehen.
Als die vermeintlichen Rettungssanitäter feststellen, dass sich nicht ihre „Hera“ im Körper befindet, sondern jemand anders, wollen sie sie wieder töten. Plötzlich gibt es einen Unfall mit dem Rettungswagen und Claire im anderen Körper kann fliehen.

So weit war auch die Leseprobe zu lesen und deshalb wollte ich das Buch unbedingt lesen. Das Thema Seelenwanderung wurde in den ersten Abschnitten der Leseprobe sehr spannend geschrieben und ich bin davon ausgegangen, dass es so weiter geht.

Das es dann allerdings mit Fabelwesen, wie Wer-Kreaturen und Vampiren weitergeht, konnte man der LP nicht entnehmen und war mir dann doch etwas übertrieben. Die Geschichte mit Seelenwanderung hätte ich gern so weiter gelesen. Von Vampirgeschichten bin ich generell nicht so überzeugt und war deshalb eher enttäuscht.
Wenn man die Vampir- und Wer-Kreaturengeschichten weggelassen hätte, wäre die Geschichte glaubhafter und interessanter geworden und dann hätte das Buch auch ein Ende haben können. So bleibt leider das Ende offen und hinterlässt viele Fragezeichen. Offensichtlich soll es hier noch einen weiteren Teil geben. Ich hätte aber lieber gern erfahren, wie die Geschichte ausgeht, bevor zu viel über Fantasy-Fabelwesen zu lesen.

Allerdings muss man sagen, dass der Schreibstil an sich sehr gut ist, das Buch ist leicht zu lesen, trotz der vielen Sprünge zwischen den verschiedenen Orten und Leuten. Auch ist es sehr spannend geschrieben, umso enttäuschender, das hier zwei verschiedenen Themen gemischt wurden.

Wer allerdings diese Mischung mit Seelenwanderung, Vampiren und Wer-Kreaturen mag, sollte zugreifen. Denn es ist wirklich spannend und gut geschrieben.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.03.2014
Frauen am Rande des Strandes
Groff, Maggie

Frauen am Rande des Strandes


ausgezeichnet

Journalistin Scout Davis lebt in Byron Bay in Australien und bekommt von einem ihrer Freunde Brian den Auftrag, Recherchen über eine Sekte namens „Strahlende Wiederkehr der erleuchteten Seelen“ einzuziehen. Hobbymäßig gehört Scout einer Strickguerilla an, die nachts heimlich Bäume, Sträucher und Laternenpfähle mit Wollarbeiten schmücken.
Über eine Annonce meldet sich eine Frau, namens Marcia bei ihr, die etwas über die Sekte zu wissen glaubt und behauptet, dass die Sekte sich nun „Bacchus Erwachet“ nennt. Ihre Tochter wäre seit 3 Monate bei dieser Sekte. Sie verabreden sich, doch bevor Scout hinfahren kann, taucht plötzlich ihre Schwester Harper, Sportlehrerin an eine Privatschule, auf und bittet sie, ihr bei der Aufklärung eines Problems an der Schule zu helfen. Dort zerschneidet jemand die Unterwäsche einiger Mädchen.
Obwohl die Sache mit der Sekte erst ab dem zweiten Drittel des Buches an Fahrt aufnimmt, sind die anderen kleinen Episoden im Leben von Scout Davis witzig und charmant geschrieben. Das ganze Buch ist leicht zu lesen. Witz und Charme lassen keine Langeweile aufkommen.
Scout und Ihr Polizistenfreund Rafe werden im Lauf der Geschichte immer sympathischer und es macht Spaß dieses Buch zu Ende zu lesen.
Vom Titel und Cover des Buches hätte ich eher einen etwas langweiligen Liebesroman erwartet, bin aber absolut positiv überrascht worden.
Das Buch ist absolut empfehlenswert.

Bewertung vom 25.02.2014
Rabenschwestern
Kreslehner, Gabi

Rabenschwestern


gut

Lilly hat gerade ein 3monatiges Praktikum in einer Rechtsanwaltskanzlei in London absolviert und kommt nun wieder zurück nach München. Dort erzählt sie, dass sie in einer Ausstellung von Hanna gewesen sei. Hanna gehörte früher irgendwie zur Familie, wie genau, sagt keiner, nur dass irgendwann Hanna plötzlich weg war und niemand mehr ihren Namen erwähnen wollte.

Gertrud, Lillys Mutter, wird eines Tages von einem Mann namens Tonio angesprochen. Er sei der Sohn von Tonio, der einmal mit Hanna zusammen war. Gertrud fühlt sich von ihrer Vergangenheit eingeholt und bekommt Angst. Aber wovor?

Dann wieder Szenenwechsel und Rückblick in Gerturds Vergangenheit. Die Mutter Ärztin, der Vater Rechtsanwalt. Als eines Tages plötzlich die Sekretärin vom Vater stirbt, nimmt er deren Tochter Hanna auf und Gertrud hat plötzlich eine Schwester, mit der sie sich jahrelang sehr gut versteht, zu gut.

Wieder Szenenwechsel in die Gegenwart: Hanna wird von ihrem Ehemann als vermisst gemeldet und Gertrud wird in ihrem Haus erstochen aufgefunden.

Jetzt kommt Kommissarin Franza Oberwieser ins Spiel, die den Mord an Gertrud und das gleichzeitige Verschwinden von Hanna aufklären soll.

Das ganze Buch über wechseln die Geschichten zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was teilweise sehr irritierend und verwirrend ist. Manchmal muss man seitenweise zurückblättern, um wieder den Faden der Zusammenhänge zu finden.

Alles in allem sind zu viele Details und zu viele irritierende Rückblicke, so dass Spannung bis zum letzten Viertel des Buches gar nicht aufkommt. Erst ab dem letzten Viertel steigt die Spannung, aber auch hier sind die Sprünge etwas zu stark. Immerhin wird dann nicht mehr so ins Detail gegangen, sondern es konzentriert sich auf den letzten Seiten auf die eigentliche Geschichte.

Von der Kommissarin erfährt man hauptsächlich ihre Liebesbeziehungen, die weder spannend noch irgendwie aufschlussreich sind.
Auch diese Liebesbeziehungen sind mir zu lang und zu detailliert, vor allem, da diese Beziehungen nicht wirklich etwas mit dem Krimi an sich zu tun haben, zumindest nicht alle.
Ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen.

Bewertung vom 24.02.2014
Der Thron von Melengar / Riyria Bd.1
Sullivan, Michael J.

Der Thron von Melengar / Riyria Bd.1


ausgezeichnet

Hadrian und Royce übernehmen als Diebe Aufträge von Reichen, die ihre Hände selbst nicht schmutzig machen wollen. Hadrian und Royce sind auch bei "normalen" Dieben gefürchtet. Die beiden haben ihre eigenen Regeln und übernehmen keine kurzfristigen Aufträge. Doch eines Tages bekommen sie einen kurzfristigen, aber sehr gut bezahlten Auftrag. Sie sollen ein Schwert stehlen. Als sie in das Schloss gelangen, finden sie dort den regierenden König tot auf und werden sofort verhaftet und inhaftiert. Wie konnten die beiden in so eine Falle geraten? Wer hat tatsächlich den König ermordet? Intrigen, Verrat und Schwertkämpfe.

Das Buch ist leicht leserlich geschrieben und vergeht sich nicht in zu viele Details. Es folgt Spannung auf Spannung das Ganze hat auch viel Witz und Charme. Man kann sich sofort in die Geschichte reinfinden und es sind auch nicht zu viele Fremdbegriffe, so dass die Geschichte angenehm zu lesen und verstehen ist.

Man lernt die Personen nach und nach kennen und kann sich ein gutes Bild von Ihnen machen. Allerdings fehlen noch die Hintergründe der beiden Dieben. Wie ihre Vergangenheit war und wie sie soll gut kämpfen gelernt haben. Es ist ein guter Auftakt und ich würde mich auf Folgebände freuen.

Das Cover ist ein typisches Fantasy-Cover. Von daher war ich etwas skeptisch. Es hebt sich dadurch auch nicht gut von anderen Fantasy-Büchern ab, was ich schade finde, da der Inhalt des Buches einfach gelungen ist und dem Cover nicht ganz gerecht wird.

Das Buch kann man einfach nur weiterempfehlen.

Bewertung vom 28.12.2013
Unschuldslamm / Schöffin Ruth Holländer Bd.1
Arendt, Judith

Unschuldslamm / Schöffin Ruth Holländer Bd.1


ausgezeichnet

Es beginnt mit mit der 16jährigen Derya, einer in Berlin geborenen und aufgewachsenen Kurdin. Sie ist bisher nie wirklich mit der "Tradition" der Kurden in Berührung gekommen. Sie fühlt sich deutsch und hat einen Freund, der allerdings sehr unter den Fittichen seiner Mutter steht. In den Sommerferien muss Derya mit nach Anatolien, wo sie verheiratet werden soll.

Dann wechselt die Szenerie und man lernt Ruth Holländer kennen. Eine Frau mit zwei eigentlich schon erwachsenen Kindern. Sie hat ein gut gehendes Bistro, ist geschieden, und hat ein sehr harmonisches Leben mit ihren Kindern. Eines Tages erhält sie ein Schreiben vom Amtsgericht, dass sie als Schöffin einberufen wird.

Ihr erster Fall behandelt den Mord an Derya. Angeklagt ist ihr Bruder Aras. Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen eines "Ehrenmordes". Doch schon am ersten Verhandlungstag kommen Ruth Holländer Zweifel an der Schuld Aras. Was kann sie als Schöffin tun?

Die Szenen wechseln so immer zwischen den Verhandlungstagen und den Tages vor und während des Mordes hin und her.

Das ganze Buch ist gut und leicht zu lesen. Es wird von Anfang an Spannung aufgebaut und diese Spannung hält sich bis zum Schluss. Ruth Holländer wird sympathisch und "normal" beschrieben, so dass man sich mit ihr und ihrem Leben identifizieren kann. Auch welche Bedenken und Regeln Schöffen haben ist gut erklärt, denn schließlich kann dies ja tatsächlich jeden treffen und ich würde mich genauso unwohl fühlen, da man sich ja im normalen Leben nicht so sehr mit den "Rechtsangelegenheiten" und dem Vorgängen bei Gericht beschäftigt.

Ich hatte zwar erst Zweifel, ob das Erlebnis einer Schöffin so fesselnd sein kann, bin aber voll überzeugt worden. Das Buch konnte ich nicht mehr aus der Hand legen und habe es in fast einem Atemzug durchgelesen.

Ich freue mich auf einen weiteren "Schöffen"-Roman mit Ruth Holländer und mit dem erst so unsympathisch wirkenden Staatsanwalt.

Bewertung vom 23.12.2013
Dreikönigsmord / Kommissarin Jo Weber Bd.1
Rauenthal, Bea

Dreikönigsmord / Kommissarin Jo Weber Bd.1


ausgezeichnet

Hauptkommissarin Jo Weber und ihr unzuverlässiger und unberechenbarer Kollege Lutz Jäger werden zu einem Leichenfund gerufen. Bauarbeiter haben einen skelettierte Leiche gefunden. Es stellt sich schnell heraus, dass die Leiche dort schon über 500 Jahre liegt und deshalb nicht in Jo's und Lutz's Zuständigkeit fällt. Doch weit gefehlt...
Auf dem Rückweg in die Stadt, haben Jo und Lutz einen Autounfall, doch sie erwachen nicht in einem Krankenhaus, sondern im Jahre 1380, sie als junge, reiche Weber-Witwe, er als verrufener Schankwirt einer Kneipe.
Eine Äbtissin erklärt ihnen, dass die Vorsehung sie hergebracht hätte und sie erst wieder in ihre Zeit zurück können, wenn sie den Mord an einem jungen Mann aufgeklärt haben.
Doch im tiefsten Mittelalter, ohne moderne Hilfsmittel, wie Spurensicherung, DNA-Analyse, usw. einen Mord aufzuklären, ist nicht ganz so einfach.
Jo und Lutz unternehmen wirklich alles, um diesen Mord aufzuklären und hier kommt das Sprichwort "Not macht erfinderisch" so richtig zur Geltung.

Man merkt, dass Bea Rauenthal sich normalerweise unter ihrem richtigen Namen Beate Sauer hauptsächlich mit Historik befasst. Die Verflechtung zwischen Gegenwart und Vergangenheit gelingt ihr in diesem Buch faszinierend. Man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt und hat doch das Gefühl, dass man selbst wie Jo und Lutz aus dem heutigen Jahrhundert kommt. Die Schwierigkeiten, die auftreten, weil es z.B. keine Spiegel gab, und viele andere Dinge, die für uns selbstverständlich sind. werden hier gut hervorgehoben.

Dieser Krimi ist nicht nur gut geschrieben was die verschiedenen Zeiten angeht, sondern auch richtig, richtig spannend. Das Buch legt man erst wieder aus der Hand, wenn man es durchgelesen hat.

Heutzutage ist es schwer, einen wirklich spannend geschriebenen Krimi zu finden, der einen auch richtig fesseln kann und in den man gedanklich eintauchen kann.
Dieser Krimi, bzw. Historienkrimi schafft es ohne Probleme.

Das Buch kann ich nur allen Krimifans (auch wenn sie keine Historienfreunde sind) nur wärmstens weiterempfehlen. Fesseld, spannend, alles was ein Krimi braucht.

Bewertung vom 15.11.2013
Unruhe / Kommissar Steen Bd.1
Stein, Jesper

Unruhe / Kommissar Steen Bd.1


weniger gut

Axel Steen, Mordermittler in Kopenhagen, wohnt in einem Arbeiterviertel und blickt auf das Kopenhagener Drogen- und Rotlichtmilieu. Durch den Plan des Abrisses des Jugendzentrums in der Nähe entstehen starke Unruhen mit brennenden Autos, Mülltonnen, usw. Im nahegelegenen Friedhof, der eigentlich massiv von der Polizei überwacht wird, wird plötzlich ein Toter gefunden. Offensichtlich ein Autonomer, der mit Polizeihandschellen gefesselt wurde. Sind hierfür wirklich Polizisten verantwortlich? Axel Steen soll mit seinen unorthodoxen Ermittlungsmethoden herausfinden, wer der Tote ist und wer ihn tatsächlich ermordet hat.

Für mich war es schwer, das Buch in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen, ich habe auch fast 2 Wochen dafür benötigt. Die Story an sich ist nicht schlecht und die Düstere Stimmung, die in Kopenhagen durch die Unruhen herrscht wird auch sehr gut geschildert. Aber egal, wo irgendjemand aus der Geschichte hinkommt, werden so viele Details erzählt, die eigentlich gar nicht zum Mordfall gehören. Das Ganze zieht das Buch extrem in die Länge.

Die Details sind alle sehr emotionslos geschrieben und es kommt durch die vielen Ablenkungen überhaupt keine Spannung auf.

Schade, aber aus dieser Story hätte man sicher mehr machen können.

Bewertung vom 28.10.2013
Drecksspiel
Krist, Martin

Drecksspiel


ausgezeichnet

Am Anfang erhält man eine Personenliste, die eher verwirrt, als das sie hilft, da man zu Anfang noch keinen Bezug zu den Personen hat. Für einen Ebook-Leser gestaltet sich diese Personenbeschreibung schwer, wenn man im Laufe des Buches auf diese Seite immer zurückspringen möchte. Diese benötigt man aber nicht zwingend, da die Personeninformationen, die dort drinstehen auch in den Kapiteln erwähnt werden.

Es beginnt mit vier verschiedenen Geschichten, die eigentich nicht vermuten lassen, dass sie zusammen hängen.
Zuerst beginnt es mit "Heute morgen" wo Caro mit anschauen muss, wie Ilanka vor ihren Augen getötet wird, da Caro nicht sagen kann, wo sich "Markus" befindet, weil sie ihn gar nicht kennt.
Dann Szenenwechsel auf "Vorgestern abend".
Da fahren Hannah und ihr Mann Philipp, die finanzielle Probleme haben, mit ihrer Tochter Millie kurzerhand übers Wochenende in den Urlaub, der allerdings zu einem Horror-Wochenende wird. Philipp ist plötzlich verschwunden und Hannah findet sich gefesselt an einem Stuhl wieder, Millie im Nebenzimmer.
Toni, ein drogenabhängiger Polizist, hat ein Verhältnis mit der Prostituierten Leyla, die auch noch ein Kind ihm erwartet. Kurz nachdem er sie nach einem Streit verlässt, wird sie brutal ermordet. Ausgerechnet Toni wird zu diesem Mordfall an den Tatort gerufen. Wie kommt er aus dieser Situation heraus?
David Gross, Ex-Polizist und nun Detektiv, observiert gerade die Wohnung eines Verbrechers, als er zusätzlich noch einen Vermisstenfall aufklären soll. Die Tochter einer bekannten Politikerin wurde entführt.

Die einzelnen Geschichten werden geschickt nacheinander miteinander verwoben, so dass nach und nach die Zusammenhänge zwischen diesen unterschiedlichsten Geschichten und Personen zu erkennen sind. Diese Verflechtungen aufzulösen, sind dem Autor perfekt gelungen. Die Spannung wird bis zum letzten Kapitel vollkommen aufrecht erhalten, so dass das gesamte Buch fesselnd ist.

Dass der drogenabhängige Polizist ständig "verfickte Scheiße" von sich gibt, ist etwas nervig. Ein paar davon hätte man sich sparen können, allerdings zeigt sich im Laufe der Geschichten der Wiedererkennungswert dieses Ausdruckes.

Der Anfang und auch das Ende des Buches gehört eigentlich nicht wirklich zu diesem Buch, sondern zeigt nur auf, dass es hier wohl eine weitere Folge geben wird.