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Benutzername: Isi53


Bewertungen

Insgesamt 10 Bewertungen
Bewertung vom 02.09.2015
Blutsommer / Martin Abel Bd.1
Löffler, Rainer

Blutsommer / Martin Abel Bd.1


ausgezeichnet

Blutsommer war einer der spannendsten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich fand den Fallanalytiker Martin Abel als Person einfach klasse, denn endlich mal wieder ein Ermittler mit Ecken und Kanten, die ich ihm als Leser jedoch abnehme und nicht als aufgesetzt empfinde. Er hat meine volle Sympathie bekommen, obwohl er kein einfacher Mensch ist und ich mich manchmal mit solchen Typen schwer tue. Seine Kollegin, die ihm zur Seite gestellt wurde, auch kein 0815 Charakter und das machte die beiden Ermittler zu einem guten Team, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so schien. Der Fall selber war ziemlich verworren und sehr spannend, denn mir war bis zu den letzten Seiten nicht wirklich klar, wer der Täter ist, denn der Autor hatte mich in die Irre geführt. Also, dieser Thriller ist was für alle mit starken Nerven. denn teilweise fließt zuviel Blut und welche, die schräge Ermittler mögen.

Bewertung vom 02.09.2015
Die schöne Münchnerin / Mader, Hummel & Co. Bd.2
Kämmerer, Harry

Die schöne Münchnerin / Mader, Hummel & Co. Bd.2


sehr gut

Das bayrische Ermittlungsteam bekommt es mit dem organisierten Handel von Körperteilen zu tun. Wer den Münchner Dialekt bzw. deren Sprache mag, der ist hier sicherlich richtig. Anders als das Bild war die Welt im Krimi ganz und gar nicht rosarot und so sollte das Cover auch einen nicht davon abschrecken, das Buch zu lesen. Schwierig empfand ich die vielen Personen, die ins Spiel kamen und ganz vertraut waren sie mir am Ende des Buches auch noch nicht alle. Jedoch die Geschichte, die erzählt wird, vermittelt einerseits leicht und locker den Inhalt, andererseits ist das Thema sehr hart und am Ende ist nichts mehr wie es am Anfang schien. Der Fall ist nicht leicht und locker zu lösen gewesen und auch der Leser muss sich anstrengen, um mitzukommen.

Jedoch während im mittleren Teil des Buches fast entnervt aufgeben wollte, weils mir zu bayrisch wurde, bin ich froh weitergelesen zu haben, denn der Schluß hielt noch viele Überraschungen bereit und es war alles sehr vielschichtig, so daß ich für das Buch auf jeden Fall eine positive Leseempfehlung gebe.

Bewertung vom 02.09.2015
Das eiserne Haus
Hart, John

Das eiserne Haus


ausgezeichnet

Bei dem Buch "Das eiserne Haus" handelt es sich um einen sehr spannenden Thriller, der sehr viel physische und psychische Gewalt bereithält, jedoch, der Autor schafft es den Figuren soviel Emotionen einzuflößen, das ich mit dem Killer gelitten habe.

Michael, wurde als Kind von seinem Bruder getrennt, und wächst auf der Straße auf, wo er dann von einem Mann als Sohn angenommen wird, der der Boss des organisierten Verbrechens ist. Michael wird zum Killer und während sein Bruder, psychisch stark angeschlagen, scheinbar gut behütet bei der Familie eines Senators aufwächst. Das Leben führt sie wieder zusammen, als Michael sich verliebt, seine Freundin schwanger wird und er sich von seiner "Familie" lossagen möchte. Er wird zum Gejagten und dadurch, daß man ihm droht seinen Bruder aufzufinden, macht er sich selbst auf die Suche. Viele Geheimnisse werden aufgedeckt und nichts scheint zu sein wie es ist.



Das Buch hat mir, obwohl es stellenweise sehr brutal ist, gut gefallen, denn der Killer Michael ist mir sympathisch gewesen und das Buch blieb bis zum Schluß sehr verstrickt und spannend. Es war nichts vorhersehbar. Obwohl ich glaube, das das Buch eher Männer als Frauen anspricht, denn meine Frau konnte sich mit der Thematik und der Brutalität überhaupt nicht anfreunden.

Bewertung vom 02.09.2015
Opfertod / Kriminalpsychologin Lena Peters Bd.1
Winter, Hanna

Opfertod / Kriminalpsychologin Lena Peters Bd.1


gut

Nachdem ich von der Leseprobe sehr begeistert war, muß ich dem Gesamtwerk jedoch zwei Sterne wegnehmen. Zunächst einmal das Buch ist locker und leicht zu lesen, da weder die Sprache zu schwierig noch die Akteure der Handlung zu viele werden, so daß man nicht die Übersicht verliert.

Lena, die neue Profilerin, ist mir sehr sympathisch.Die Geschichte des Serienmörders, der unterschiedliche Körperteile beansprucht, hat mich auch gefesselt. Jedoch gibt es für mich im gesamten Roman viele Ungereimtheiten. Außer Lena, die auch viel verbirgt, aber es zunächst für mich noch schlüssig. Jedoch die anderen Personen ganz egal, um wen es sich handelt, sind in sich für micht nicht schlüssig bzw. wird ihr Handeln nicht verständlich oder warum sie nicht mehr erwähnt werden.

Der Roman hatte eine Menge Potential, aber ich finde die Autorin hat es nicht ausgeschöpft. Bei mir zurück bleibt Unzufriedenheit, weil so viele Fragen offen bleiben. Ich wüßte unter anderem gerne, wer Volker Drescher wirklich ist oder was er zu verbergen hat. Eigentlich bleibt alles offen.......

Ich brauche sofort die Fortsetzung....falls das die Absicht der Autorin war, dann ist es ihr gelungen.

Bewertung vom 02.09.2015
Nur eine Ohrfeige
Tsiolkas, Christos

Nur eine Ohrfeige


gut

Die Geschichte handelt von einem Barbecue bei dem viele unterschiedliche Personen aufeinandertreffen mit unterschiedlichen Lebensformen. Durch die Ohrfeige, die ein Kind von einem der Gäste bekommt, denkt jeder der Gäste über das Leben nach bzw. verändert sich das Leben der einzelnen Personen. Dadurch, das 8 unterschiedliche Personen erzählen, wird das Barbecue bzw. das Leben kurz davor und Zeiten danach von ihnen aus völlig verschiedenen Perspektiven erzählt.

Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert, wie es auch anstrengend war zu lesen. Manche der Personen sind mir sehr unsympathisch andere mag ich mehr und kann ihre Beweggründe, ihr Handeln bzw. Denken, nachvollziehen, wenn ich es auch nicht gut finde.

Eines ist auf jeden Fall klar - die heile Welt gibt es nicht und hat es nie gegeben und unter jeden bzw. hinter scheinbar perfekten, friedlichen Leben, brodelt es oder vielelicht köchelt es auch nur und braucht "eine Ohrfeige", um zu Tage zu treten.

Ich empfehle dieses Buch nicht zur Entspannung, sondern dann, wenn man Zeit und Lust hat, sich auf ein "schwieriges" Thema einzulassen, wenn man hinter die Fassaden der Gesellschaft schauen möchte. Das will ich auf jeden Fall nicht immer - nur zeitweise.

Bewertung vom 02.09.2015
Nichts als Erlösung / Kommissarin Judith Krieger Bd.5
Klönne, Gisa

Nichts als Erlösung / Kommissarin Judith Krieger Bd.5


ausgezeichnet

Ein junger Mann wird umgebracht und nachdem es einige Zeit dauert, findet Kommissarin Judith Krieger heraus, wer er war. Das "warum" dauert länger und eigentlich ist der Tote wirklich nur Opfer, denn wer kann was für seine Eltern. Der Mörder handelt motiviert aus seiner eigenen Geschichte heraus und will Rache nehmen bzw. Erlösung bekommen. Judith Krieger ermittelt auf eine teilweise ziemlich unkonventionelle Art - übersinnliche Fähigkeiten werden offenbart - und ihr Kollege Manni kann ihren Gedanken deswegen oft nicht folgen. Privat scheint Judith Krieger einen schweren menschlichen Verlust zu verarbeiten, obwohl mir nicht genau klar wurde, was damals passiert ist. Manni dagegen wird Vater und kann es noch nicht fassen. Für die privaten Ereignisse - der Geburtstag des Stiefvaters inklusive - sollte man wohl die Vorgängerbücher gelesen haben. Für mich persönlich schön war es, daß die Orte, an denen die Geschichte spielt, mir teilweise bekannt sind.

Ich war insgesamt sehr angetan von dem Krimi und empfehle ihn gerne weiter.

Bewertung vom 02.09.2015
Marina
Ruiz Zafón, Carlos

Marina


weniger gut

Um es geradeheraus zu sagen, daß Buch hat mich enttäuscht. Am Anfang war ich noch sehr fasziniert von der Geschichte und dem Schreibstil des Autors. Jedoch entpuppte sich der vermeintlich anspruchsvolle Roman als eine Mischung aus Liebesgeschichte und Horror-Psychothriller gepaart mit Science-fiction Elementen, zumindenstens habe ich es so empfunden. Mir war es zuviel Horror und so war ich froh, als dieser Roman zu Ende ging. Mich als Leser hätte interessiert, wie Oscar mit seiner verlorenen Liebe umging, jedoch wäre dies zu real gewesen.

Bewertung vom 02.09.2015
An jedem neuen Morgen
Rosenblatt, Roger

An jedem neuen Morgen


ausgezeichnet

Es ist eine traurige Geschichte in der Roger Rosenblatt über den Tod bzw. das Leben nach dem Tod seiner Tochter schreibt. Einerseits ganz nahe dabei, da er jetzt mit seiner Frau zu seinem Schwiegersohn und zu seinen Enkeln gezogen ist, andererseits doch mit Distanz bzw. mit einer gewisssen Sachlichkeit er den Alltag beschreibt. Ich konnte trotzdem mitfühlen, weil gerade die Kleinigkeiten bzw. die Genauigkeit einem eine klare Vorstellung über das Leben vermittelt.

Die vielen Personen habe mich schon ein wenig überfordert, aber ich habe mich auf die Kernfamilie konzentriert und einige andere für mich herausragende Personen, die mein Mitgefühl hatten. Das Buch war sehr ergreifend trotz der nüchternen Schreibweise. Ich hoffe, daß es eine Fortsetzung gibt, weil die Geschichte ein sehr offenes Ende hat, wie es meist im "realen" Leben so ist.

Bewertung vom 02.09.2015
Schamland
Selke, Stefan

Schamland


sehr gut

Der Autor zeigt anlässlich des mehrjährigen Bestehens der Tafel auf, wie weit die Armut in Deutschland verbreitet ist. Es ist erschreckend, dass für die meisten Menschen die Tafel so wichtig ist, dass sie ohne diese verhungern würden. Zugleich zeigt der Autor jedoch auch auf, wie schrecklich es für die Menschen ist, auf die Tafel angewiesen zu sein.
Desweiteren welch ein Hohn es ist, das Jubiläum der Tafel zu feiern, denn dies bedeutet im Umkehrschluss die Politik hat versagt und zwar seit Jahren. Herr Selke zeigt anhand der Beschreibungen seiner Treffen mit Menschen, die auf die Tafel angewiesen sind, wie schrecklich sie sich fühlen. Am Rande der Gesellschaft, nicht mehr dazugehören, sich schämen.....

Der Autor hat mich durch sein Buch aufgerüttelt und es hat mich traurig gemacht und zugleich war ich frustriert, denn was kann ich tun? Gibt es überhaupt Politiker, die durch andere 'Entscheidungen - Wegfall von Minijobs, etc unser Land aus dieser "Einbahnstraße" in andere Richtungen lenken werden? Das Buch hat mich sehr betroffen gemacht, denn es kann jeden von uns treffen.....