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Golden Letters
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Insgesamt 872 Bewertungen
Bewertung vom 12.01.2026
Meyer, Kai

Das Antiquariat am alten Friedhof


sehr gut

"Das Antiquariat am alten Friedhof" von Kai Meyer ist der vierte Band der Reihe um die Geheimnisse des Graphischen Viertels und wird aus den Perspektiven von Felix Jordan und Eva Wieland erzählt.

Im Jahr 1930 treffen sich die vierundzwanzig Jahre alten Felix Jordan, Vadim Seewald, Julius Bittner und der zwei Jahre jüngere Eddie Wieland regelmäßig in Vadims Antiquariat am Alten Johannisfriedhof in Leipzig. Die vier sind seit Kindesbeinen an Freunde, auch dank ihrer Liebe zu den Büchern und haben den Club Casaubon gegründet.
In Vadims Antiquariat werden allerdings nicht nur die Bücher aus den Regalen verkauft, unter dem Ladentisch verkauft Vadim auch seltene Ausgabe, die er gemeinsam mit seinen Freunden gestohlen hat. Sie alle sind Söhne wohlhabender Eltern, die aus Langeweile das Stehlen begannen, aber auch um das Antiquariat über Wasser zu halten.
Die vier könnten unterschiedlicher nicht sein. Vadim, der arrogante manipulative Frauenheld, der zynische Julius, der zappelige und unbesonnene Eddie und Felix, der eher ruhig und zurückhaltend ist, klug agiert.
Sie sind Freunde, doch je mehr Zeit man mit ihnen verbringt, desto öfter stellt man sich die Frage, wie es eigentlich wirklich um ihre Freundschaft bestellt ist.

Fünfzehn Jahre später kehrt Felix gezwungenermaßen nach Leipzig zurück. In die Stadt, die er nach den Ereignissen vor fünfzehn Jahren hinter sich gelassen hat und in die er nie zurückkehren wollte.
Er ist nach Amerika ausgewandert und mittlerweile Bibliothekar, der für die Publication Control Branch arbeitet. Er ist nach Deutschland geschickt worden, um eine Büchersammlung zu sichten und zu sortieren, doch dann taucht in Leipzig ein maskierter Mann auf, der behauptet, Hitlers Vorleser gewesen zu sein und zu wissen, wo sich dessen private Büchersammlung befindet. Er will unbedingt mit Felix sprechen, dem schnell klar wird, dass die Geschehnisse vor fünfzehn Jahren noch lange nicht abgeschlossen sind.

Die dritte Zeitebene spielt im August 1944, wo der vorletzte Lazarettzug die deutschen Gebiete am Schwarzen Meer verlässt, doch die Reise durch Rumänien ist gefährlich, da Deutschlands ehemaliger Verbündeter nun Verbündeter der Sowjetunion ist.
Als Bibliothekarin reist Eva Wieland im Lazarettzug LAZ 687, um die Patienten auf der beschwerlichen Rückreise von der deutsch-russischen Front in Bessarabien zurück nach Deutschland bei Laune zu halten, doch in Wahrheit verfolgt sie ihre eigenen Pläne.

Ich mag die Bücher um die Geheimnisse des Graphischen Viertels richtig gerne, auch weil ich Geschichten rund um den Zweiten Weltkrieg sehr spannend finde und es mag, dass Kai Meyer die Bücher in seinen Geschichten in den Fokus rückt.
Auch hier stehen ein oder sogar zwei besondere Ausgaben im Vordergrund, die sich durch die gesamte Geschichte ziehen.
Es hat wieder ein wenig gedauert, bis ich komplett in der Geschichte drin war, auch weil ich mich in den Zeitebenen erst zurechtfinden musste. In der ersten Hälfte des Buches tauchen wir nur in die Geschehnisse der Jahre 1930 und 1945 ein, in der zweiten Hälfte kam dann noch die dritte Zeitebene hinzu. Spätestens ab der zweiten Hälfte konnte mich das Buch aber komplett packen!
Wir lernen im Jahr 1930 die Mitglieder des Club Casaubons kennen, begleiten sie bei Bücherdiebstählen, erfahren, wie Eva zu ihnen gestoßen ist und wie ihre Freundschaft zu bröckeln begann. Und nach und nach erfährt man, was damals alles schiefgelaufen ist.
Als Felix fünfzehn Jahre später nach Leipzig zurückkehrt, kehrt er in eine Stadt zurück, die vom Krieg schwer gezeichnet ist. Genau wie der mysteriöse maskierte Mann, der behauptet, einer seiner früheren Freunde zu sein und seine Geheimnisse zu teilen, wenn Felix Eva findet.
Ich mochte dieses Mal alle Zeitebenen sehr gerne, aber die Geschichte im Jahr 1945 war für mich am spannendsten, auch weil es hier noch eine rätselhafte Mordserie gab, die Felix in Kontakt mit Cornelius Frey und Johannes Uhlig bringt, alte Bekannte aus dem dritten Band. Aber das waren nicht die einzigen bekannten Charaktere, denn es gab auch ein Wiedersehen mit Grigori Gomorov, worüber ich mich sehr gefreut habe!
Aber auch in diesem Band mochte ich die verschiedenen Charaktere richtig gerne, auch weil sie wieder so unterschiedlich waren und ich fand es spannend, sie über die Jahre zu begleiten.
Ich mochte es auch wieder sehr, wie komplex die Geschichte war, wie Kai Meyer die Fäden zusammengesponnen hat, aber auch, wie die einzelnen Bände der Reihe miteinander zusammenhängen! Das Graphische Viertel hat viele Geheimnisse und ich mag es, dieses über die Jahre zu begleiten, neue Ecken zu entdecken und finde es sehr spannend, wie detailreich Kai Meyer dieses Viertel in seiner Reihe beschreibt. Zu schade, dass das Graphische Viertel heute nicht mehr existiert!
Auch diesen vierten Band habe ich sehr gerne gelesen und freue mich schon jetzt darauf, für den fünften Band ins Graphische Viertel zurückzukehren!

Bewertung vom 07.01.2026
Neubauer, Franka

Her Twisted Heart / Loki-Duett Bd.1


gut

Harlow ist eine Agrai und ihr Leben besteht aus nicht endenden Training. Die Agrai beschützen die Welt der Menschen, doch der letzte Angriff auf ihr Lager ist lange her.
Doch dann werden die Agrai tatsächlich angegriffen, Harlows beste Freundin Asra wird schwer verwundet und ein Gift breitet sich aus.
Um ein Heilmittel zu beschaffen, reist Harlow nach Abyssos, in die Welt der Götter, wo sie auf Loki trifft, den Gott der Lügen und des Chaos, der ihr einen Deal anbietet.
Wenn sie ihm dabei hilft, magische Artefakte zu beschaffen, wird er ihr das Heilmittel geben.
Obwohl Harlow die Götter hasst, beginnt sie Loki zu vertrauen, doch was verschweigt er ihr?

"Her Twisted Heart" von Franka Neubauer ist der erste Band des Loki-Duetts, der zum Großteil aus der Ich-Perspektive der Kriegerin Harlow erzählt wird, wir durften aber auch in Lokis Sicht eintauchen.

Die Agrai sind ein uralter Schwesternbund an Kriegerinnen, der von der Göttin Artemis geschaffen und mit Magie gesegnet wurde. Als nach dem großen Krieg die Welt geteilt wurde, blieben die Agrai als einzige übernatürliche Wesen in der Welt der Menschen zurück, um das magische Portal zu bewachen, das in die Welt der Götter führt.
Ihr Leben besteht aus immer währenden Training und die wichtigste Regel ist, dass die Agrai sich nicht verlieben dürfen, denn dies wird mit dem Tod bestraft.
Harlow ist die Tochter einer Verräterin, kennt nicht mal den Namen ihrer Mutter, die sich in einen Gott verliebt hat. Und obwohl Harlow eine talentierte Kriegerin ist, wird sie mit Verachtung gestraft. Sie hält sich nicht nur beim Training zurück, will nicht auffallen und hat nur ihre beste Freundin Asra an ihrer Seite.
Doch dann passiert das Undenkbare, ihr Lager wird angegriffen und Asra verwundet und vergiftet. Als Asra sie nach Abyssos schickt, weiß Harlow, dass ihre beste Freundin Geheimnisse vor ihr hatte, doch ihr bleibt nichts anderes übrig, als Asras Wunsch zu folgen und so lernt Harlow Loki kennen.

Harlow ist eine mutige Kriegerin, die mir an sich gut gefallen hat, weil sie für sich und andere eingestanden ist und sich auch von Loki nichts hat gefallen lassen. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass sie vieles stärker hinterfragt hätte. Mir war sie fast schon zu gutgläubig, mir lagen so viele Fragen auf der Zunge und ich hätte mir gewünscht, dass Harlow diese ausgesprochen hätte.
Loki ist natürlich ein charmanter und wortgewanderter Gott, der in Abyssos keinen leichten Stand hat, da alle ihn für den Mörder seiner Schwester Selene halten. Als Gott des Chaos sollte man ihm nicht trauen, denn Illusionen sind seine Spezialität, aber ich fand besonders die Kapitel aus seiner Perspektive sehr aufschlussreich. Die Wendung am Ende habe ich ihm nicht wirklich abgenommen, da bin ich gespannt, was dahintersteckt.

Die Handlung hat mir gut gefallen, konnte mich aber nicht so stark mitreißen, wie ich es mir erhofft habe, auch weil sich manche Probleme einfacher lösen ließen als gedacht.
Wie oben schon erwähnt, hätte mir auch gewünscht, dass Harlow deutlich mehr hinterfragt hätte, besonders was ihre Abstammung angeht.
Die Welt der Götter war abwechslungsreich und Franka Neubauer hat die Mythologien ein wenig durcheinander gemischt. Wir treffen auf griechische, römische und nordische Götter, die in ihren eigenen Kosmos leben, was ich ganz spannend fand.
Das Ende hat mich auf jeden Fall überrascht und ich bin gespannt, was dahintersteckt und bin auch neugierig, wie es mit Harlow und Loki im zweiten Band weitergehen wird!

Fazit:
"Her Twisted Heart" von Franka Neubauer ist ein guter Auftakt des Loki-Duetts, der mich jedoch nicht so stark fesseln konnte, wie ich es mir erhofft habe.
Harlow und Loki waren spannende Protagonisten, besonders Loki fand ich sehr interessant! Bei Harlow hätte ich mir gewünscht, dass sie deutlich mehr hinterfragt hätte.
Die Welt der Götter war sehr abwechslungsreich und ich mochte die Götter echt gerne.
Von der Handlung hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht, da sich viele Herausforderungen leichter lösen ließen als gedacht. Das Ende war aber spannend und ich bin gespannt, wie es mit Loki und Harlow im nächsten Band weitergeht!
Ich vergebe drei Kleeblätter.

Bewertung vom 04.01.2026
Sprinz, Sarah

Bring Me Home / Infinity Falling Bd.3


sehr gut

"Bring Me Home" von Sarah Sprinz ist der dritte und letzte Band der Infinity Falling Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zwanzig Jahre alten Megan Sutton und des achtundzwanzig Jahre alten Cole Buchanan erzählt wird.

Die ersten beiden Bände der Reihe sind hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben, da bin ich ehrlich.
Dennoch habe ich mich sehr auf den dritten Band gefreut, auch weil ich mich so sehr auf Coles Geschichte gefreut habe, den wir bereits in Sarah Sprinz' University of British Columbia Reihe kennenlernen durften.
Mir hat es dann auch so gut gefallen, dass wir neben den Charakteren aus der Infinity Falling Reihe auch die Charaktere aus der University of British Columbia Reihe wiedersehen durften!
Ich mochte Laurie und Sam, Amber und Emmett und natürlich Hope und Scott so gerne, fand es so schön, sie noch ein Stück begleiten zu dürfen, auch weil sie mittlerweile Ende zwanzig sind und viel in ihren Leben passiert ist!
Nun treffen sie auf Aven und Hayes und Holly und Ruben, aber natürlich liegt der Fokus auf Megan und Cole!

Megan hat mit der Rolle der Daria ihre erste große Hauptrolle im dritten Film der Infinity Falling Reihe an Land gezogen und dementsprechend aufgeregt ist sie. Doch Megan ist auch unsicher, weil sie zuletzt nur schlechte Presse generiert hat. Das Gerücht, das sie es auf vergebene Männer abgesehen hat, hält sich hartnäckig, obwohl an den Gerüchten nichts dran ist.
Als sie an ihren ersten Abend in Vancouver auf Cole trifft und Megan ihren ersten Kuss erlebt, glauben die beiden nicht, dass sie sich wiedersehen, doch das böse Erwachen erfolgt direkt am nächsten Tag, denn die Bilder sind nicht nur in der Presse gelandet, sondern Cole ist auch der Arzt am Set von Infinity Falling, sodass sie sich schneller wiedersehen als gedacht.

Megan ist zwar erst zwanzig Jahre alt, aber sie wirkte auf mich oft reifer. Sie lässt sich allerdings noch sehr von der Presse beeinflussen, liest viele Artikel, die sie dann runterziehen. Megan hat die Idee, dass Cole ihr Fake-Freund spielen soll, damit sie auch mal positive Schlagzeilen macht, doch es fällt ihr immer schwerer, echt und vorgespielt zu unterscheiden, besonders, wenn sich alles zwischen ihnen echt anfühlt. Schon bald merkt sie, dass sie ihr Herz an Cole verlieren könnte.
Cole ist mittlerweile Assistenzarzt und arbeitet in der Notfallmedizin, wo ihm gleich zu Beginn ein folgenschwerer Behandlungsfehler unterläuft und er erst mal freigestellt wird.
Das nagt natürlich sehr an Coles Selbstbewusstsein, der daraufhin zur Überbrückung den Job als Arzt am Set von Infinity Falling annimmt. Er hat bisher nur eine ernsthafte Beziehung geführt, die jedoch kein gutes Ende nahm und hält sich selbst für beziehungsunfähig. Er ist sehr aufmerksam und fürsorglich, doch kann auch ein ganz schön fieser Mistkerl sein.

Die Beziehung von Megan und Cole war ein ziemliches Auf und Ab, aber mega unterhaltsam!
Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie die beiden sich immer nähergekommen sind und die Nähe akzeptiert haben, bevor meistens Cole wieder zwei Schritte zurückgemacht hat. Aber ich mochte seine Entwicklung so gerne!
Generell hat es mir auch gut gefallen, dass Cole eigentlich kein Teil der Unterhaltungsindustrie war. Er ist zwar nun Set-Arzt, aber er arbeitet ja normalerweise im Krankenhaus und hat keine Berührungspunkte zur Filmbranche, wodurch noch mal frischer Wind aufkam.
Manchmal stört es mich auch, wenn es zu viele Nebencharaktere gibt oder die Cliquen zu groß werden, besonders wenn wie hier zwei Reihen zusammengeführt werden, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört, sondern ich habe die Zeit mit den Charakteren sehr genossen, vielleicht auch, weil ich die Charaktere aus der University of British Columbia Reihe insgesamt lieber mochte als die der Infinity Falling Reihe.
Für mich ist dieser dritte Band dann mit Abstand der beste Band der Reihe geworden!
Ich konnte komplett mit Megan und Cole mitfiebern, habe die letzten zweihundert Seiten an einem Stück gelesen, weil ich das Buch absolut nicht aus der Hand legen konnte und es hat nicht viel gefehlt und das Buch wäre zu einem Highlight für mich geworden!

Fazit:
"Bring Me Home" von Sarah Sprinz ist für mich der mit Abstand beste Band der Infinity Falling Reihe!
Ich konnte absolut mit Megan und Cole mitfiebern, ich habe ihre Entwicklungen echt gefeiert und habe es geliebt, dass wir die Charaktere der University of British Columbia Reihe wiedersehen durften!
Es hat nichts viel gefehlt und das Buch wäre zu einem Highlight für mich geworden, die letzten zweihundert Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, weil es so spannend war! Ich vergebe starke vier Kleeblätter.

Bewertung vom 03.01.2026
Dutter, Andreas;Grauer, Sandra;Iosivoni, Bianca

Northern Nights. Ein Adventskalender. Lovestorys für 24 Tage plus Silvester-Special


sehr gut

"Northern Nights" ist ein Adventsakalender, in dem es vierundzwanzig weihnachtliche Kurzgeschichten und ein Silver-Special zu lesen gibt.
Dieses Mal spielen alle Geschichten im norwegischen Tromsø.

Die ersten beiden Tage haben mir sehr gut gefallen! In der Geschichte von Sabine Schoder lernen wir Siri und Fynn kennen. Die beiden haben bereits eine gemeinsame Vorgeschichte und ihre Geschichte war echt spannend!

Auch die Geschichte von P. J. Reid um das Kafe Kat und Hailee und Viggo fand ich sehr niedlich und hat mir richtig gut gefallen, auch wenn Hailees Aktion am Anfang etwas befremdlich war! Auch die beiden kennen sich schon länger, obwohl mir bei ihnen dann ein bisschen zu schnell von Verlieben gesprochen wurde.

Auch Arvid und Kaja in der Geschichte von Greta Milán mochte ich echt gerne, aber ich fand es dann nicht so gut, dass Kaja sich frisch trennt. Da ging es mir wieder zu schnell, aber das Setting rund um den Tromsø Ice Dom und die Eisschnitzkunst war echt toll und die Chemie zwischen den beiden auch.

Rurik und Ida aus der Geschichte von Rebekka Weiler mochte ich sehr gerne! Eigentlich können die beiden sich nicht leiden, aber als sie Zeit miteinander verbringen, finden sie heraus, dass sie mehr gemeinsam haben als gedacht. Hier verbindet die beiden das Thema Musik, was ich sehr stimmungsvoll fand.

In der Geschichte von Jana Schäfer lernen wir Greta und Elias kennen und die beiden fand ich total niedlich. Ich mochte auch den kleinen Emil, den Bruder von Elias, echt gerne und fand, dass es bei den beiden nicht zu überstürzt war, eine tolle Entwicklung! Hier werden unter anderem Kekse gebacken, was ich auch sehr gemocht habe!

Auch die Geschichte von Stefanie Lasthaus mochte ich echt gern! Kari und Jesper waren früher beste Freunde, bis etwas die beiden entzweit hat, was nun aufgearbeitet wurde. Eine Sache fand ich etwas unlogisch, weil ich mich gefragt habe, wie ein Frettchen entkommen konnte, dass eine ganze Stadt abgesucht werden musste, aber ansonsten war die Geschichte toll. Besonders die Auflösung, warum Kari und Jesper sich damals entzweit haben, fand ich spannend!

Die Geschichte von Elina und Arlo fand ich okay, aber es ging mir mit den beiden zu schnell und ich mochte den Verlauf nicht ganz so gerne. Auch meinen Humor hat Nina MacKay hier nur bedingt getroffen. Es geht mit den beiden in das B&B Cosy Northern Lights, das schon mal bessere Tage erlebt hat, eine gemütliche Atmosphäre, aber wie gesagt, nicht ganz mein Geschmack.

Die Geschichte von Sandra Grauer war meine liebste Geschichte des Adventskalenders!
Fria und Jori sind Eiskunstläufer und die beiden sind beste Freunde. Doch Fria ist heimlich in ihren besten Freund verliebt, was er nicht erfahren darf! Aber sie sind ein Paar auf dem Eis und als sie dann Probleme bekommt, ihm zu vertrauen, müssen die beiden an sich arbeiten. Es geht nicht nur aufs Eis, es gab auch noch einen tollen Ausflug mit Rentierschlittenfahrt, was ich sehr schön fand!
Die Geschichte war wirklich toll und einfühlsam erzählt!

Auch die Geschichte von Erik und Lena von Sarah Saxx hat mir insgesamt echt gut gefallen.
Ich fand es etwas cringe, dass Lena direkt am ersten Abend zu ihm nach Hause geht, die Situation war jedoch speziell und ihr blieb nicht wirklich eine andere Wahl. Es kamen noch ernste Themen auf und natürlich gab es noch die Winterlichter!

In der Geschichte von Laura Labas zieht es uns ins Kole's Northern Book Café, ein Café mit toller Atmosphäre, in dem der Besitzer Kole seine Gäste oft mit Getränken überrascht.
Jenna und Kole mochte ich dann echt gerne. Das Café war ein tolles Setting und ihre Annäherung fand ich sehr schön.

Mit der Geschichte von Marius Schaefers um Christopher und Moritz gab es nun auch die erste queere Geschichte, die allerdings nicht so meins war. Chris und Moritz fühlen sich schon lange zueinander hingezogen, denken fast unaufhörlich an den jeweils anderen, was mir irgendwie zu viel des Guten war.
Ich mochte die beiden aber echt gerne und auch die Reise ihrer Volleyballmannschaft hat mir gefallen.

Die Geschichte von Andreas Dutter rund um Ole und Henrik begann mit Streit, was ich in der Vorweihnachtszeit eher ungern lese. Auch die beiden haben bereits eine gemeinsame Vergangenheit und hier gab es ein großes Missverständnis, das nach Jahren aufgeklärt wurde.
Den Beginn mochte ich nicht, aber ihre Geschichte hat sich zum Glück noch zum Guten gewandt!

In der Geschichte von Jennifer Alice Jager lernen wir Anna, Jon und Annas Hund Bandit kennen.
Ihre Geschichte mochte ich auch gerne, besonders weil ich Hunde echt gerne mag. Anna und Jon standen nicht ganz so im Fokus, aber das war okay, da es auch hier eine Trennung gab.

Mit Bianca Iosivonis Geschichte um Mia und Kasper gab es ein rundes Ende mit einer schönen Geschichte zu Silvester. Die Legende, dass Nordlichter Wünsche erfüllen, fand ich ganz niedlich, aber richtig abgeholt hat mich die Geschichte dann nicht mehr.

Bewertung vom 01.01.2026
Tramountani, Nena

Try & Trust / Soho-Love Bd.2


sehr gut

Matilda und Briony sind seit Jahren untrennbar und Matilda beschützt ihre beste Freundin wie eine Löwenmutter ihr Junges. Als sie davon überzeugt ist, dass Brionys neuester Schwarm Anthony nur mit ihr spielt, versucht Matilda ihn von ihr fernzuhalten und so schließen sie einen Deal:
Anthony beendet die Sache mit Briony, wenn Matilda sich nackt von ihm malen lässt.
Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, umso stärker fühlen sie sich zueinander hingezogen.

"Try & Trust" von Nena Tramountani ist der zweite Band der Soho-Love-Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zweiundzwanzig Jahre alten Matilda Wakefield und des gleichaltrigen Anthony Sinclair erzählt wird.

Matilda ist die Mitbewohnerin von Briony, Liv und Noah, während Anthony Noahs bester Freund ist.
Matilda fühlt sich wohl in ihrem Körper, doch hat Angst davor, Gefühle zuzulassen. Sie ist laut und provokant, aber in ihr ist auch viel Unsicherheit.
Ich musste mit Matilda erst warm werden, fand sie Briony gegenüber zu beschützerisch und zum Teil auch übergriffig, auch wenn sie nur die besten Absichten hat. Aber je näher Matilda und Anthony sich kommen, umso stärker konnte man hinter Matildas Mauern blicken und ihre Entwicklung fand ich großartig!
Auch Anthony mochte ich richtig gerne, er ist ein sensibler Künstler, der sehr einfühlsam und auch mal unsicher war, was ich sehr spannend fand!

Die Geschichte konnte mich anfangs noch nicht ganz so stark packen, auch weil ich Matilda nicht sonderlich sympathisch fand, aber ich mochte es dann so gerne, wie Anthony und Matilda sich angenähert haben. Was als Deal begann, entwickelte sich schnell zu mehr. Etwas Tiefem und Echten, doch beide führen keine Beziehungen, haben jeder auf seine Art Angst davor verletzt zu werden, wenn sie Gefühle zulassen.
Ich mochte es, dass besonders Matilda sich mit alten Verletzungen auseinander gesetzt hat und diese ein Stück weit aufgearbeitet hat. Sie wurde mir immer sympathischer, während ich Anthony von Beginn an mochte!
Auch Briony, Liv und besonders Noah mochte ich wieder gerne und ich habe die Zeit in der WG wieder genossen!

Fazit:
"Try & Trust" von Nena Tramountani ist ein guter zweiter Band der Soho-Love-Reihe!
Es hat etwas gedauert, bis die Geschichte mich mitreißen konnte, auch weil ich erst mit Matilda warm werden musste, aber je näher sie und Anthony sich gekommen sind, umso besser hat es mir gefallen. Die beiden waren wirklich vielschichtig und ich mochte ihre Geschichte echt gerne!
Ich vergebe vier Kleeblätter.

Bewertung vom 30.12.2025
Flint, Alexandra

What We Hide / Lakestone Campus of Seattle Bd.3


sehr gut

Lucienne McCoy hat vor zwei Jahren in Seattle neu angefangen und ihr altes Leben in Boston hinter sich gelassen, auch den Kontakt zu ihren besten Freund Callahan Carter hat sie abgebrochen.
Sie erzählt niemandem von ihrer Vergangenheit, umso größer ist der Schock, als Callahan plötzlich am Lakestone Campus of Seattle studiert und sie kurz darauf den ersten Drohbrief bekommt, der auf ihre Vergangenheit anspielt.
Werden Lucie und Call die Differenzen zwischen ihnen klären?

"What We Hide" von Alexandra Flint ist der dritte und letzte Band der Lakestone Campus of Seattle Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der zwanzig Jahre alten Holland Lucienne Presley und des zwei Jahre älteren Callahan Carter erzählt wird.

Vor zwei Jahren hat Lucie alle Brücken hinter sich abgebrochen, ihr altes, privilegiertes Leben in Boston zurückgelassen und ist mit einem neuen Namen nach Seattle gekommen, um dort am Lakestone Campus of Seattle Kunst zu studieren.
Sie ist eine talentierte Künstlerin mit einem großen Herz und ist zu einer guten Freundin von Harlow und Brynn geworden, doch in Lucie lauern dunkle Abgründe, über die sie nicht spricht. Sie hat sich schon mal in den Alkohol geflüchtet und man war gespannt, was dahintersteckt, warum sie sich nicht mal ihren Freundinnen anvertrauen kann.
Call wurde genau wie seine jüngeren Geschwister Jordan und Ella adoptiert, doch ihre Mutter ist mittlerweile alleinerziehend und braucht mehrere Jobs, um die Familie über die Runden zu bringen.
Call ist Zehnkämpfer und nutzt die Mathematik, um in seinem Sport noch besser zu werden.
Das Stipendium am Lakestone Campus of Seattle ist ein Lichtblick, das dafür sorgen soll, dass Call nicht nur seine Ziele erreicht, sondern auch seiner Familie eine Aussicht auf eine bessere Zukunft bietet.
Call ist ein umgänglicher Typ, dem seine Familie über alles geht. Er ist ehrgeizig, aber nicht arrogant und war besonders früher immer an Lucies Seite, auch wenn sie ihn zum Schluss nicht besonders gut behandelt hat. Doch er ist loyal geblieben, bis sie aus seinem Leben verschwunden ist.

Wir erfahren schnell, dass es vor zwei Jahren eine Nacht gab, die alles verändert hat und die der Auslöser dafür war, dass Lucie Boston verlassen hat. In Seattle kennt keiner Lucies Vergangenheit, weiß nicht, wer sie wirklich ist, bis Call auf dem Campus auftaucht, ihr ehemals bester Freund, ihre zweite Hälfte.
Gleichzeitig bekommt Lucie Drohbriefe, die auf ihre Vergangenheit anspielen und die dafür sorgen, dass Lucies Leben immer weiter aus den Fugen gerät.
Mir haben die Drohbriefe als Element generell gut gefallen, doch man hätte da auch ein wenig mehr Spannung herausholen können. Wobei ich die Auflösung, wer dahintersteckt, dann doch gelungen fand, ebenso die Auflösung, was in der Nacht damals wirklich geschehen ist.
Ich fand es spannend, dass Call Zehnkämpfer ist, weil ich diesen Sport bisher nur aus dem Fernsehen kenne und über den ich in Büchern noch nichts gelesen habe, aber leider wird neben dem Ausdauerlauf und Hindernislauf keine weitere Disziplin behandelt, was ich echt schade fand, besonders weil die Sportler zehn Disziplinen beherrschen müssen.
Und ich weiß nicht, warum es in dieser Reihe so extrem ist, aber auch im dritten Band sind mir die Nebencharaktere, diese große Clique, die sich über die drei Bände stetig gebildet hat, immer stärker auf die Nerven gegangen. Zack, Harlow, Sue, Chloe, Mason, Ethan, Kace, Brynn, Lucie und nun stoßen auch noch Call und dessen Mitbewohner Miles dazu. Alle sind hochbegabt und ich fand es irgendwie anstrengend, wenn sich alle getroffen haben. Ging mir im zweiten Band aber auch schon so.
Aber auch Har und Bry, wie Lucie sie gerne nennt, haben mich etwas genervt, auch weil sie Lucie zum Teil unter Druck gesetzt haben.

Die Handlung konnte mich aber ganz gut mitreißen, nur den Mittelteil fand ich etwas langatmig.
Von Lucies Kunst hätte ich gerne noch mehr gesehen und aus den Suspense-Elementen hätte man meines Erachtens noch etwas mehr herausholen können, aber ich mochte die Entwicklung von Lucie und Call echt gerne, wobei es auch sehr lange gedauert hat, bis die beiden sich nähergekommen sind. Man hat aber gemerkt, dass sie über fünfzehn Jahre lang beste Freunde waren, denn sie kannten sich einfach, trotz zwei Jahre anhaltender Funkstille.
Der dritte Band ist tatsächlich auch mein liebster Band der Lakestone Campus of Seattle Reihe geworden.

Fazit:
"What We Hide" von Alexandra Flint ist ein gelungener dritter Band der Lakestone Campus of Seattle Reihe.
Ich mochte Lucie und Call echt gerne und die beiden sind mein liebstes Paar der Reihe.
Aus den Drohbriefen, die Lucie bekommt, hätte man für meinen Geschmack noch etwas mehr Spannung herausholen können und mir sind die vielen Nebencharaktere komischerweise sehr auf die Nerven gegangen, aber das Buch ließ sich sehr gut lesen und so vergebe ich schwache vier Kleeblätter.

Bewertung vom 29.12.2025
Garber, Stephanie

Alchemy of Secrets


sehr gut

Folklore 517 ist kein normaler Kurs, denn er findet immer an unterschiedlichen Orten statt und man muss Hinweise entschlüsseln, um überhaupt herauszufinden, wo der Kurs als nächstes stattfindet.
Die Professorin erzählt urbane Mythen und Holland St. James ist ihre eifrigste Schülerin, deren Ziel es ist, herauszufinden, warum ihre Eltern wirklich sterben mussten.
Doch als sich mit dem Uhrenmann ein Element der Mythen als real herausstellt und Holland ihren Todeszeitpunkt nennt, muss sie ein Objekt finden, hinter dem viele dunkle Mächte her sind.
Wem kann sie auf der nervenaufreibenden Suche vertrauen?

"Alchemy of Secrets" von Stephanie Garber ist der Auftakt einer Reihe, der aus der personalen Erzählperspektive der fünfundzwanzig Jahre alten Holland St. James erzählt wird.
Besonders zu Beginn wird auch der Leser immer wieder direkt angesprochen, wenn der Kurs Folklore 517 besucht wird.

Ich liebe die Bücher von Stephanie Garber normalerweise immer sehr, weil ihre Geschichten märchenhaft und bildgewaltig sind. Hier hat es aber lange gedauert, bis die Geschichte mich wirklich packen konnte.
Hollands Eltern starben früh und wir erfahren schnell, dass St. James nicht Hollands richtiger Nachname ist und sie niemandem die Identität ihrer Eltern anvertraut. Sie möchte deren Tode aufklären, auch mithilfe des Kurses bei der Professorin, denn Holland ist überzeugt, dass der Teufel bei ihren Toden eine Hand im Spiel hatte.
Die Märchen und Mythen waren interessant und man hat die Magie gespürt und generell mochte ich die Atmosphäre des Buches echt gerne!
Das Buch spielt in Los Angeles und hat einen Bezug zur Filmbranche, was ich sehr spannend fand und es wirkte auf mich oft auch so, als würde es nicht in der Gegenwart, sondern eher zu Zeiten des alten Hollywoods spielen.

Holland mochte ich als Protagonistin auch gerne, weil sie sich wie Alice im Wunderland gerne in Kaninchenlöchern verliert und an Magie glaubt. Ihr Vater hat sie immer auf Schnitzeljagden geschickt, sodass sie Hinweise erkennen und kombinieren kann, was ich sehr mochte.
Es gab nicht nur einen potenziellen Love Interest, sondern gleich vier spannende Männer, von denen zwei Holland auf ihrer Suche nach einem wichtigen magischen Gegenstand begleiten, der ihr Leben retten könnte.
Ich mochte es, dass man nicht wusste, wem man wirklich vertrauen kann und wem nicht, aber ich hätte mir dann doch mehr Antworten gewünscht, weil hier viele Fragen offengeblieben sind. Auch die Rolle von Hollands Zwillingsschwester January war sehr undurchsichtig, was mich zum Schluss hin doch etwas genervt hat.
Ich hatte generell das Gefühl, dass vieles noch im Dunkeln liegt, auch was die Geschehnisse am Ende betrifft, weil ich auch den Showdown nicht komplett begriffen habe, weil ich gefühlt nicht alle Teile bekommen habe, um das Puzzle zusammenzusetzen.

Ab der zweiten Hälfte konnte mich das Buch aber immer stärker packen, auch weil man wissen wollte, wie es weitergeht, ob Holland ihre Aufgabe lösen wird und wem sie trauen kann.
Mir war sie aber auch immer zu vertrauensselig und zu sprunghaft, da hätte ich mir wieder stärkere Beweise gewünscht, die jemanden komplett belastet oder entlastet hätten, denn so wusste ich bis zum Schluss nicht, wer wirklich gute und wer schlechte Absichten hat, wobei manche Taten natürlich für sich gesprochen haben.
Ich mag Charaktere, die nicht nur gut oder böse sind, aber dafür muss ich die Motive kennen und die blieben hier leider im Dunkeln.
Aber es wird ja noch einen zweiten Band geben und ich bin gespannt, in welche Richtung die Geschichte gehen wird und hoffe, dass wir mehr über January, Mason, Gabe und Adam erfahren werden.

Fazit:
"Alchemy of Secrets" von Stephanie Garber lässt mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurück.
Ich mochte die magische Atmosphäre, die Stephanie Garber wieder einmal meisterhaft erschaffen hat, aber es hat doch lange gedauert, bis die Geschichte mich wirklich packen konnte.
Ich mochte Holland und fand die Handlung immer spannender, aber mir sind zu viele Fragen offengeblieben, besonders was ihre Helfer angeht, hätte ich mir am Ende gewünscht, dass wir mehr Informationen bekommen hätten, weil ich nicht wusste, wem man wirklich vertrauen kann und hier war Holland mir auch zu vertrauensselig.
Ich bin dennoch sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird und vergebe schwache vier Kleeblätter.

Bewertung vom 26.12.2025
Reed, Ava

Witches of Deadly Sins / Hexenerbe-Dilogie Bd.1


sehr gut

Sasha entstammt zwei mächtigen Hexenfamilien, doch bisher hat sich ihr Hexenmal nicht gezeigt und so fehlt ihr der Segen der Göttin Artemis, was sie besonders für ihren Vater, der ein angesehenes Ratsmitglied ist und dessen Mutter zu einer Enttäuschung gemacht hat.
Sie hat sich vor zehn Jahren dazu entschieden, lieber ins Exil zu gehen und alles hinter sich zu lassen, als mit der permanenten Enttäuschung zu leben, die ihr entgegengebracht wurde.
Ihre Mutter starb früh, umso besser ist das Verhältnis zu ihrer Tante Brenna und ihrer Gran, doch nun liegt letztere im Sterben und Sasha darf nach Amsterdam zurückkehren.

Sasha ist eine starke und unabhängige junge Frau, die ihre Familie schon früh verlassen hat. Sie ist mit sich selbst im Reinen und weiß, was sie will. Sie lässt sich nicht den Mund verbieten und hat ihren eigenen Kopf, was ich sehr mochte! Ich konnte echt mit ihr mitfiebern.
Auch Dastan mochte ich, auch wenn er doch sehr mysteriös blieb, aber im Nachwort hat Ava Reed versprochen, dass wir ihn im zweiten Band besser kennenlernen werden, worauf ich mich sehr freue!
Die Spannung zwischen den beiden hat sie aber meisterhaft dargestellt und auch wirklich ausgereizt, es hat echt Spaß gemacht zu verfolgen, wie Sasha und Dastan sich nähergekommen sind und ich mochte ihre Dialoge total gerne, auch weil Dastan charmant provokant war.

Die Suche nach der Büchse der Pandora ist für die Hexen das höchste Ziel, denn diese ist seit Jahrtausenden verschollenen und sie wird benötigt, um das Unheil, das damals aus ihr entkommen ist, wieder einzusperren.
Jede Hexe oder Hexer nutzt die ihm oder ihr gegebene göttliche Magie intuitiv oder Mithilfe von Zaubersprüchen. Sasha und ihre Familie sind mächtige Elementarhexen und Sasha schöpft ihre Kraft aus dem Wasser und der Erde, während ihr Vater sich zum Feuer hingezogen fühlt.
Es gibt unterschiedliche Magiebegabungen, was ich sehr spannend fand und manche Hexen haben Begleittiere, die sich ihnen anschließen. Sashas Begleiter ist der Steinkauz Atlas, mit dem sie sogar in ihrem Kopf kommunizieren kann und den ich ebenfalls sehr mochte! Von ihm hätte ich gerne noch viel mehr gesehen.
Neben den Hexen, die von der Göttin Artemis erschaffen wurden, gibt es auch Nymphen, Vampire, Gnome und andere Wesen, die wahrscheinlich daraus entstanden sind, dass das Unheil, das aus der Büchse der Pandora entkommen ist, die Menschen mutieren ließen.
Es gibt auch Alchemisten, die die Kinder von einem Hexer oder einer Hexe und einem Menschen sind. Sie werden in der Welt der Hexen verachtet.

Ich bin ja ein großer Fan von Geschichten, in denen Hexen eine Rolle spielen und ich mochte die Hexen in "Witches of Deadly Sins" so gerne!
Amsterdam ist ein großartiges Setting und ich mochte die Welt der Hexen richtig gerne! Die Bishop-Frauen besitzen ein Haus, das fast lebendig wirkt, wenn es Türen zuschlägt oder Fenster öffnet, auch die Stimmung des Buches hat mir sehr gefallen!
Dann natürlich die unterschiedlichen Magiebegabungen, die Feste, die gefeiert werden, die Rituale und Traditionen, die wir kennenlernen durften, eine spannende Mischung!
Sasha legt sich gerne die Tarotkarten und hat Altgriechisch studiert, was ihren Vater dazu veranlasst, ihr einen Deal vorzuschlagen.
Sie soll ihm und den Rat ein Jahr bei der Suche nach der Büchse der Pandora helfen, beispielsweise indem sie Fundstücke übersetzt und nach Hinweisen Ausschau hält, im Gegenzug darf sie aus dem Exil zurückkehren und am Ende des Jahres wartet ihre Freiheit ohne weitere Verpflichtungen gegenüber dem Rat auf Sasha.
Von dieser Suche hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr versprochen, denn genau wie die Liebesgeschichte slow burn war, hatte ich das Gefühl, dass auch die Handlung eher langsam in Gang gekommen ist.
Es ließ sich aber immer gut lesen und es kam auch oft Spannung auf, nur hätte ich eben erwartet, dass die Suche nach der Büchse der Pandora stärker im Fokus stehen würde. Das Ende konnte mich aber komplett mitreißen und hier gab es eine Wendung, die ich so niemals erwartet hätte!
Es bleiben einige Fragen offen und ich bin sehr gespannt, wie die Fäden im zweiten Band zusammenlaufen werden!
Mir hat dieser erste Band richtig gut gefallen und ich freue mich riesig auf den zweiten Band!

Fazit:
"Witches of Deadly Sins" von Ava Reed ist ein genialer Auftakt der Hexenerbe-Dilogie!
Ich mochte Sasha und Dastan richtig gerne und habe die Dynamik zwischen ihnen geliebt!
Auch die Welt der Hexen und das Magiesystem haben mir sehr gut gefallen und die Handlung konnte mich mitreißen, auch wenn ich erwartet hatte, dass die Suche nach der Büchse der Pandora stärker im Fokus stehen würde. Aber mit der Enthüllung am Ende konnte Ava Reed mich komplett überraschen und ich kann den zweiten Band jetzt schon kaum erwarten!
Ich vergebe gute vier Kleeblätter!

Bewertung vom 21.12.2025
Moronova, K. M.

Leave Me Behind / The Dark Forces Bd.1


gut

Vor zwei Jahren hat Penelope Gallows ihre gesamte Einheit verloren, nun wird sie der Untergrundabteilung Malum zugewiesen, die vor zwei Jahren ihren Scharfschützen Achilles verloren hat.
In Patagonien ist ein Einsatz nicht so gelaufen, wie er sollte und Nell schwört auf Rache, die sie allerdings nur bekommt, wenn sie ein Teil der Malum Squad wird, die jedoch alles dafür tun, damit Nell ihre Einheit wieder verlässt.
Insbesondere Bradshaw, mit dem sie einen heißen One -Night -Stand hatte, bevor sie seiner Einheit zugewiesen wurde, macht ihr das Leben zur Hölle.
Doch gleichzeitig zieht es sie immer wieder wie magnetisch zueinander.

"Leave Me Behind" von K M Moronova ist ein Einzelband, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Penelope Gallows und Bradshaw Bright erzählt wird.

Beide gehören seit ihrer Jugend zu den Dark Forces, die gegründet wurden, als der organisierte Terrorismus und Schwarzmarktgeschäfte zunahmen, mit denen die Regierung nichts zu tun haben wollte. Es gibt drei absolut tödliche Einheiten: Hades, die Bluthunde, die ausgeschickt werden, um Chaos zu stiften, Riøt, die Verräter exekutieren und Malum, die überall dorthin geschickt werden, wo man keine andere Einheit hinschicken kann, um die Feinde leise und effizient auszulöschen.
Als Nell zu Beginn ihrer militärischen Strafe Riøt zugewiesen wurde, nahm ihr Partner Jenkins sie unter seine Fittiche, bis sie zu einer absolut skrupellosen Soldatin wurde, die sowohl als Scharfschützin als auch im Nahkampf brilliert.
Doch in Patagonien ging vor zwei Jahren alles schief, Nells gesamte Einheit wurde ausgelöscht und der Malum Squad verlor ebenfalls ein Mitglied. Nell will unbedingt herausfinden, warum die Mission damals gescheitert ist, doch dafür muss sie zu einem Teammitglied von Malum werden.

Sowohl Nell als auch Bradshaw, die unter ihren Codenamen Bunny und Bones zu Partnern werden, tragen eine Menge Dunkelheit in sich.
Bones ist als Todesgott der Dark Forces bekannt und nicht einmal seine eigene Einheit darf seine Identität kennen.
Nell hat mehr Menschen umgebracht als sie zählen kann. Beide sind skrupellos und finden in dem jeweils anderen jemanden der die Dunkelheit in ihnen versteht.

Ich lese nicht oft Dark Romance, aber hier fand ich es besonders in Verbindung mit dem Militär-Setting sehr spannend, wobei Bradshaw und Nell teilweise echt Grenzen überschritten haben und es mir zum Teil doch zu viel war.
Die Geschichte ließ sich aber richtig gut lesen und ich mochte besonders die erste Hälfte richtig gerne.
Obwohl Nell und Bradshaw bereits einen One-Night-Stand hatten, bevor sie offiziell zu seiner Einheit gestoßen ist, tut Bradshaw alles, damit Nell seine Einheit wieder verlässt, obwohl sie eine Bereicherung für diese ist. Es war spannend anzusehen, wie die beiden gegen die Anziehung kämpfen, aber Bradshaw ging mir zum Teil zu weit damit Nell rauszuekeln.
Von der Handlung hatte ich mir etwas mehr versprochen, denn ich fand, dass da ein bisschen Potenzial auf der Strecke geblieben ist, oder man noch mehr daraus hätte herausholen können.
Eine Wendung fand ich leider auch sehr vorhersehbar und sobald der echte Einsatz losging, hat die Geschichte mich doch echt verloren, sodass sie mich nicht mehr ganz so stark packen konnte.

Fazit:
"Leave Me Behind" von K M Moronova ist ein guter Einzelband, der mich besonders zu Beginn sehr fesseln konnte!
Ich mochte Nell und Bradshaw, auch wenn die beiden eine Menge Dunkelheit in sich trugen und einige Grenzen überschritten haben, aber die Spannung zwischen ihnen war echt mitreißend!
Die erste Hälfte des Buches hat mir deutlich besser gefallen als die zweite Hälfte, denn als der echte Einsatz losging, hat die Geschichte mich leider verloren und ich muss auch sagen, dass ich das Gefühl habe, dass aus der Handlung mehr hätte herausgeholt werden können, auch weil ich eine Wendung sehr vorhersehbar fand.
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

Bewertung vom 19.12.2025
Sweeney, Melanie

Botanic Hearts


sehr gut

Als nach einem schlimmen Hurrikan die Grand Gellman Library renovierungsbedürftig ist, wird diese kurz entschlossen in den benachbarten botanischen Garten verlegt.
Während Tansy ihr Bestes gibt, um die Bibliothek so gut wie möglich am Laufen zu halten, ist Jack, der Leiter des botanischen Gartens, überhaupt nicht glücklich von seinen neuen Untermietern.
Doch die beiden können nicht leugnen, dass da eine unbestreitbare Anziehungskraft zwischen ihnen ist.
Wird sich die alleinerziehende Mutter auf den mürrischen Kerl einlassen, dessen Sprache die Blumen sind?

"Botanic Hearts" von Melanie Sweeney ist ein Einzelband, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven der dreißig Jahre alten Tansy Perkins und des siebenunddreißig Jahre alten Jack Reid erzählt wird.

Tansy hat im Hurrikan nicht nur ihr Haus verloren, das sie nun fast komplett neu aufbauen muss, sondern auch ihre Arbeitsstelle, die Bibliothek hat schwere Schäden davongetragen.
Nun ist sie zur Leiterin der Bibliothek geworden und nachdem diese in den Botanischen Garten verlegt wurde, versucht sie mit dem begrenzten Platz und den örtlichen Begebenheiten so gut es geht zu arbeiten, doch Jack, der Leiter der Lerner Botanic Gardens, macht es ihr nicht leicht.
Die beiden sind bereits während des Hurrikans aneinandergeraten und kurze Zeit später haben sie sich wiedergesehen, als ausgerechnet Jack Tansy und ihre acht Jahre alte Tochter Briar aus den steigenden Fluten gerettet hat.

Tansy ist stolz darauf, alleine klar zu kommen und möchte nicht gerettet werden. Sie erzieht auch Briar zu einer unabhängigen jungen Frau, auch weil auf Briars Vater lange kein Verlass war.
Tansy strotzt meist voller Tatendrang, ist enthusiastisch und optimistisch.
Jack ist dagegen eher wortkarg und mürrisch. Er ist der frisch gebackene Leiter des Botanischen Gartens und will diesen nach dem Hurrikan wieder aufbauen, denn auch hier hat der Hurrikan Schäden angerichtet.
Jack hat bereits eine Scheidung hinter sich und geht keine Beziehungen mehr ein.
Tansy und Jack geraten nicht nur einmal aneinander, aber man merkte schnell, dass die beiden sich auch stark zueinander hingezogen fühlen.

Besonders die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, denn die Geschichte ließ sich echt gut lesen und war unterhaltsam, trotz der eher ernsten Themen rund um den Hurrikan und den dahergehenden Zerstörungen. Ich fand es dann spannend, dass Melanie Sweeney im Nachwort erzählt, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht!
Ich mochte Tansy und die anderen Bibliothekar:innen echt gerne, mochte auch Tansys Beziehung zu Briar! Auch der Botanischen Garten hat mir als Setting sehr gut gefallen und Jacks Schwester Amy und ihr Mann Omar sind mir schnell ans Herz gewachsen!
Die Beziehung von Jack und Tansy hat sich toll entwickelt, allerdings war Tansy mir auf den letzten Metern echt zu anstrengend, weil sie nicht wusste, was sie will.
Ich konnte ihre Bedenken ein Stück weit nachvollziehen, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie da einen Schritt auf Jack zugegangen wäre. Außerdem wurde es mir bei den beiden zu schnell zu ernst.
Aber trotzdem hat es mir insgesamt richtig gut gefallen!

Fazit:
"Botanic Hearts" von Melanie Sweeney hat mir richtig gut gefallen!
Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen, wurde trotz der ernsten Themen sehr unterhaltsam erzählt und mir haben die Charaktere und das Setting der Botanische Garten echt gut gefallen!
Bei Tansy und Jack wurde es mir aber zu schnell zu ernst und Tansy hat mich zum Schluss etwas genervt, aber insgesamt hat es mir echt gefallen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe.