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Top-Rezensenten Übersicht

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Markus1708
Wohnort: 
Wachtendonk

Bewertungen

Insgesamt 93 Bewertungen
Bewertung vom 19.02.2024
Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge
Tsokos, Anja;Tsokos, Michael

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge


ausgezeichnet

Heinz Labensky hatte es zeit seines Lebens nicht leicht: in den 40er-Jahren in einem kleinen Kaff in Brandenburg geboren und aufgewachsen, war er immer ein Außenseiter: in der Schule aussortiert weil minderbegabt, Sohn einer alleinerziehenden Mutter, der Vater in Russland im Krieg gefallen - da hat man nicht viele Freunde im Ort. Eines Tages kommt eine weitere Außenseiterin: Rita Warnitzke wuchs die ersten Jahre ihres Lebens in einem Kinderheim auf, bevor sie doch zu ihrem leiblichen Vater zog. Die beiden werden besten Freunde, beschützen sich und helfen sich gegenseitig. Sie hilft ihm beim Lesen lernen, er hilft ihr wenn die Jungs mal wieder zu aufdringlich werden. Doch Rita will sich aus der Dorfenge befreien, will was erleben - und zieht nach Berlin. Heinz ist untröstlich, sucht sie, findet sie, und verliert sie endgültig aus den Augen. Viele Jahre später, als alter Mann, lebt er in einem Seniorenheim in Erfurt - und bekommt dort Post, die sein Leben noch mal vollkommen auf den Kopf stellen kann. Er, der vermeintliche Schwachkopf, setzt sich in einen Reisebus nach Warnemünde. Denn er hat einen Brief bekommen von Ritas Tochter, die ihn kennenlernen möchte. Auf der Fahrt kommt er mit mehreren Mitreisenden ins Gespräch, erzählt ihnen in Rückblenden sein Leben, von Rita und ihm. Aber ist auch wirklich alles so passiert, wie er es in seiner Phantasie in Erinnerung hat? Ritas Tochter ist da in einigen Punkten anderer Meinung...
Meine Meinung: mich erinnerte Heinz Labensky in seiner tumben Einfältigkeit oftmals an Forrest Gump. Auf der Fahrt erzählt er von einer skurrilen Begebenheit nach der Anderen, wie er Wolf Biermann, Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Ulrike Meinhof kennenlernt, sich auf die Suche nach dem Bernsteinzimmer begibt und den Ost-Berliner Nahverkehr aufmischt. All das ist so liebevoll und mit einem so breiten Grinsen erzählt, dass sich selbiges automatisch auf die Leser überträgt. Man mag das Buch kaum aus der Hand legen in Erwartung der nächsten Wendung... und ist doch überrascht vom finalen Twist. Wer Michael Tsokos bislang nur als Professor für Rechtsmedizin und Thriller-Autor kennt, wird bei diesem Buch überrascht sein. Zusammen mit seiner Frau Anja haben sie gemeinsam ein warmherziges, vergnügliches und durch-und-durch begeisterndes Buch geschrieben. Ich habe mich blendend unterhalten und vergebe selbstverständlich die vollen fünf von fünf Sterne.

Bewertung vom 07.12.2023
Aenne und ihre Brüder
Beckmann, Reinhold

Aenne und ihre Brüder


ausgezeichnet

markus1708vor 23 Minuten

Bislang kannte ich Reinhold Beckmann nur aus dem Fernseher, als Sportjournalist und Talkshowhost. Jetzt durfte ich eine neue, andere Seite kennenlernen – und sie hat mich zutiefst bewegt. Worum geht es: Beckmanns Mutter Aenne erblickt 1921 das Licht der Welt – und hat keinen guten Start ins Leben: Ihre Mutter stirbt als sie 13 Monate alt ist, der Vater drei Jahre später an den Entbehrungen die er im ersten Weltkrieg erleiden musste. So wächst sie auf unter der strengen Obhut einer Stiefmutter und eines Stiefvaters. Halt geben ihr ihre Geschwister – drei ältere und ein jüngerer Bruder sowie eine jüngere Schwester. Doch auch in dem beschaulichen Dorf Wellingholzhausen zwischen Osnabrück und Bielefeld ändern sich die Zeiten. Erst langsam mit der Machtergreifung 1933 durch die Nationalsozialisten, dann einschneidend durch den Beginn des zweiten Weltkriegs 1939: Ihre älteren Brüder sind die ersten die in den Krieg ziehen müssen, zum Ende hin auch der erst 17jährige Bruder. Und alle vier ereilt das gleiche, grausame Schicksal – sie sterben einen sinnlosen Soldatentod. Doch zumindest die drei älteren Brüder haben ein papiernes Vermächtnis hinterlassen: Feldpostbriefe. Anfangs noch von grenzenlosem Optimismus, später nur noch spärlich eintreffend und zunehmend desillusioniert, schildern sie einen Alltag zwischen warten auf den Einsatz, frieren, marschieren und grausamen Schlachten. Aenne sammelt diese Briefe und übergibt sie – kurz vor ihrem Tod – an ihren Sohn Reinhold. Und der lässt sich die Sütterlinschrift, die er gar nicht mehr lesen kann, in heute Schrift übertragen … und macht daraus ein zutiefst bewegendes und zu Tränen rührendes Buch. Die Feldpostbriefe werden ergänzt durch weitere Quellen die den zeitlichen und geografischen Kontext herstellen und so ein Bild ergeben wo die Brüder gerade sind und was neben dem Kriegsgeschehen in Deutschland passiert. Und wie es seiner Mutter ergeht. Alles in allem ergibt das ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen mag und einem die Geschichte von Beckmanns Mutter und ihrer vier Brüder sehr nahebringt. Man spürt die Trauer über den Verlust der vier Brüder auf jeder Seite, man fühlt den Schmerz mit. Und man merkt sehr stark, wie gerne Beckmann diese vier Onkel kennengelernt hätte … statt sie in einem sinnlosen und grausamen Krieg zu verlieren und niemals kennenlernen zu dürfen. Das Buch ist eine zutiefst aufrüttelnde Mahnung gegen den Krieg und gegen das Morden im Namen einer Ideologie. Vergessen wir nicht, dass auch heute immer noch Schwestern ihre Brüder verlieren..! Mich hat dieses Buch sehr berührt und es ist mehr als eine Träne beim lesen gekullert. Für mich das beste Buch das ich in 2023 gelesen habe, Danke an Reinhold Beckmann dass er es geschrieben hat.

Bewertung vom 28.10.2023
The Unknown Link: Cyberella
Hebesberger, Roland

The Unknown Link: Cyberella


ausgezeichnet

Zara, aka Cyberella, hält sich versteckt, kämpft aber immer noch gegen die Insurgents die die Welt unter ihre Herrschaft bringen wollen. Ebenfalls auf der richtigen Seite: "Mr. Unknown", ein ebenso genialer wie mysteriöser Hacker. Als ebendieser sich eines Tages im Darknet an Zara wendet, ist diese zunächst misstrauisch, mag ihr Glück kaum glauben. Denn niemand kennt die wahre Identität von "Mr. Unknown"! So lässt sie sich auf ein Treffen ein ... was folgt ist ein actionreiches Abenteuer, bei dem es um nicht weniger als den Fortbestand der Menschheit geht! Denn die "Spinne", eine von Zara einst programmierte künstliche Intelligenz, droht in die Hände ihrer Gegner zu fallen. Das muss mit allen Mitteln verhindert werden, gestaltet sich aber schwieriger als befürchtet. Zara wird ausgetrickst, muss sich ihrer Vergangenheit stellen und alles in die Waagschale werfen... aber reicht das aus?

Mein Fazit: Der dritte Band ist der Abschluss der Bücher rund um Zara / Cyberella. Theoretisch kann man diesen auch alleine lesen, sinnvoll ist das aber nicht. Denn nur wenn man auch die anderen beiden Bücher kennt, kennt man auch alle Zusammenhänge. Und da auch die anderen Bücher des Autoren alle miteinander verwoben sind, empfiehlt es sich am besten, auch diese gelesen zu haben. Denn alle Bücher sind auf hohem Niveau spannend und auf geniale Art und Weise miteinander verbunden. So hat man maximalen Lesespaß. Der aktuelle Band spielt da in einer Liga, es ist von allen Büchern des Autoren nicht meine Nummer eins (jammern auf hohem Niveau!), bekommt aber selbstverständlich auch fünf von Sterne für spannende, wendungs- und actionreiche Unterhaltung.

Bewertung vom 14.10.2023
Ein Fluss so rot und schwarz
Ryan, Anthony

Ein Fluss so rot und schwarz


ausgezeichnet

Ein Mann wacht auf. Er ist auf einem Boot und das Geräusch das ihn geweckt hat, war wohl ein Schuss. Er ist sich nicht sicher, aber dann entdeckt er eine Leiche neben sich, mit einem Loch im Kiefer und einem in der Schädeldecke. Selbstmord? Er weiß nicht, wer der Tote ist, aber viel erschreckender: er weiß nicht, wer er selbst ist! So sehr er sich auch anstrengt - ihm fällt sein eigener Name nicht ein. Und was macht er auf diesem Boot? Als er beginnt, das Boot zu erkunden, trifft er auf weitere Personen - alle mit dem gleichen Problem. Auf seinem Unteram ist eine Tätowierung: Huxley. So wie auf den Unterarmen der anderen auch deren Namen tätowiert ist. Das Boot scheint ferngesteuert zu sein und fährt einen Kurs den sie nicht selbst bestimmen können. Dann klingelt ein Telefon und eine monotone Stimme gibt Anweisungen... die Gruppe scheint auf einer "Mission" zu sein ... aber welche das ist, erschließt sich erst im Laufe der Zeit ... während sie durch einen immerwährenden Nebel fahren, die Themse hoch, durch ein zerstörtes London, vorbei an einer apokalyptischen Szenerie...
Meine Meinung: was für ein spannendes, unheimliches Buch! Wie es dem Autor gelingt, die Spannung nicht nur immer weiter aufzubauen, sondern das Level auch konstant hoch zu halten ... das ist schon große Kunst! Das Ende lässt einiges offen ... vielleicht für einen zweiten Band? Aber alles in allem ein echter Pageturner der mich sehr gut unterhalten hat ... und der mir fünf von fünf Sterne wert ist.

Bewertung vom 16.09.2023
Mit kalter Präzision / Die Sabine Yao-Reihe Bd.2
Tsokos, Michael

Mit kalter Präzision / Die Sabine Yao-Reihe Bd.2


ausgezeichnet

Dr. Sabine Yao, stellvertretende Leiterin der rechtsmedizinischen Abteilung "Extremdelikte" beim BKA, wird zu einem Leichenfundort berufen: im Badezimmer ihrer Villa liegt die Frau des renommierten und stadtbekannten Schönheitschirurgen Rodericht Kracht, dem ersten Anschein nach hat sie Selbstmord begangen. Yao unterstützt den "normalen" Rechtsmediziner und untersucht ebenso den Fundort und die Leiche. Unabhängig voneinander ermitteln sie einen Todeszeitpunkt anhand der verbliebenen Körpertemperatur, der Raumtemperatur sowie weiteren Faktoren. Für diesen Zeitpunkt hat der Ehemann der Toten ein wasserdichtes Alibi, denn da stand er im Operationssaal. Doch Yao fällt ein Widerspruch auf, nicht alle Faktoren zur Ermittlung des Todeszeitpunkts passen ins Lehrbuch. Und so beginnt Yao auf eigene Faust zu ermitteln und ist sich schnell sicher: da steckt mehr dahinter! Denn es gibt weitere, zweifelhafte Todesfälle im Umfeld des Chirurgen, der auch mal in der Rechtsmedizin gearbeitet hat...
Meine Meinung: ein spannendes Buch mit manchmal ziemlich vielen Einblicken in die Welt der Rechtsmedizin, geschrieben von jemandem der weiß wovon er schreibt! Das ist spannend und detailreich und manchmal auch sehr plastisch beschrieben - vielleicht nicht in allen Teilen für zarte Gemüter geeignet. Mich hat es jedenfalls SEHR gut unterhalten und ich habe das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen. Es ist der erste Band mit Sabine Yao als Haupt-Protagonistin (nachdem Fred Abel sich ja ins Privatleben verabschiedet hat) und ich bin jetzt schon gespannt wie es mit ihr weitergeht. Daher vergebe ich sehr gerne fünf von fünf Sternen.

Bewertung vom 07.09.2023
Die Erfindung des Lächelns
Hillenbrand, Tom

Die Erfindung des Lächelns


ausgezeichnet

Fakt ist: Am 22.08.1911 stiehlt der Gelegenheitsgauner Vincenzo Peruggia Leonardo da Vincis Meisterwerk Mona Lisa aus dem Pariser Louvre. Fakt ist, selbst der damals noch junge Pablo Picasso gerät ins Visier der französischen Ermittler. Und dann gibt es da noch jedem Menge weitere Fakten die in diesem Buch auf über 500 Seiten (E-Reader) zu einer geschickt konstruierten Geschichte verwoben werden: Eine Anarchistenbande hält Paris in Atem, die Ausdruckstänzerin Isadora Duncan hält in Paris Hof, der britische Okkultist Aleister Crowley hat sich extra die Zähne feilen lassen, weil er gerne mal andere Leute beißt.
Fiktiv wird es dann beim zentralen Element des Buches: Der ermittelnde Commissaire Lenoir, der sich durch Künstlercafés, rituelle Feiern, die Oper, allerlei billige Kneipen und weitere Tatorte kämpfen muss. Immer im Kampf mit der eigenen Bürokratie und einander argwöhnisch beäugenden Polizeibehörden. Immer und mit großer Hartnäckigkeit auf der Suche nach "La Joconde" - auch als andere den Fall schon längst ergbnislos zu den Akten legen wollen.
Doch wo ist die Grenze zwischen Fakt und Fiktion? Die ist nicht immer erkennbar und das macht das große Lesevergnügen dieses Buches aus! Sehr häufig denkt man: Ob das jetzt wirklich so gewesen ist? Oder gewesen sein kann? Das Buch verwebt sehr geschickt eine wahre Geschichte mit einem fiktiven, aber sehr realistischen Paris am Ende der Belle Époque zu einem Sittengemälde der damaligen Zeit.
Anfangs ist man noch verwundert über die verschiedenen Charaktere und handelnden Personen die der Autor uns vorstellt und die wir das Buch über begleiten. Doch nach und nach erschließt sich alles, ergeben die einzelnen Bausteine einen Sinn und jeder bekommt seinen Platz. Das ist spannend und sehr unterhaltsam und mal wieder ein richtig tolles Buch von Tom Hillenbrand. Somit vergebe ich sehr gerne fünf von fünf Sterne.

Bewertung vom 04.09.2023
Ingenium
Trussoni, Danielle

Ingenium


ausgezeichnet

Mike Brinks ist ein Savant - seit einem Unfall hat er eine Inselbegabung, statt einer Football-Karriere wird er zum Ersteller kniffliger Rätsel, er ist Synästhetiker, sieht Farben als Zahlen und ist insgesamt ein ziemlich helles Köpfchen. Eines Tages kontaktiert ihn die Gefängnispsychologin Dr. Thessaly Moses: Eine ihrer Patientinnen möchte Mike unbedingt kennenlernen! Jess Price, eine Schriftstellerin, sitzt wegen Mordes an ihrem Freund ein, hat aber weder während des Prozesses etwas zu ihrer Verteidigung gesagt, noch danach ein Wort gesprochen – ein ziemlich spektakulärer Prozess der viele Schlagzeilen gemacht hat. Und genau diese Jess hat ein Rätsel für Mike. Neugierig geworden, macht er sich auf den Weg, die Frau kennenzulernen – und gerät dabei in einen Sog von Ereignissen, der nicht nur sein Leben gefährdet. Denn die Umstände unter denen Jess verhaftet wurde, sind ziemlich dubios. Wer hat ein Interesse daran, dass Jess im Gefängnis sitzt? Was hat es mit der Villa auf sich, in die Jess sich zurückziehen wollte, um ihren neuen Roman zu schreiben? Und welche Rolle spielt eine lebensechte Porzellanpuppe, die ein genialer Puppenmacher im fernen Prag erschaffen hat?
Meine Meinung: Der Roman zieht einen von Anfang an in den Bann! Man sieht das Rätsel, dass Jess für Price hat und ist neugierig darauf, was es damit auf sich hat. Die Charaktere sind gut gezeichnet und handeln nachvollziehbar, die Spannung ist gut dosiert, das Buch nie langweilig – ein echter Pageturner! Ich habe das Buch verschlungen und gebe gerne fünf von fünf Sterne.

Bewertung vom 27.08.2023
1989 - Wahrheit oder Tod
Mcdermid, Val

1989 - Wahrheit oder Tod


ausgezeichnet

Wir schreiben das Jahr 1989... Allie Burns ist Journalistin in Manchester, arbeitet liebend gerne investigativ, wird aber immer wieder ausgebremst und dadurch unzufrieden. Für eine Story setzt sie alles auf eine Karte: sie, die selbst in einer lesbischen Beziehung lebt, bekommt Wind von einer interessanten Story die sich in Ost-Berlin abspielt: dort soll es Studien geben für ein AIDS-Medikament, bei der schon mehrere Teilnehmer gestorben sein sollen. Ebenfalls in Berlin - aber West: Genevieve Lockhart, Tochter ihres Verlegers, die Kontakte zu einer Öko-Bewegung unterhält und ihre eigenen Ziele verfolgt. Als deren Vater stirbt, muss Allie erkennen, dass nicht alles so ist wie es scheint. Und das sich die Puzzleteile zwar zusammenfügen, das Bild aber anders aussieht als erwartet.
Meine Meinung: für mich nur ein mäßig spannendes Buch. Vieles empfand ich als zu vorhersehbar, einiges klischeehaft. Mich hat das Buch nicht wirklich "gepackt", daher von mir nur drei von fünf Sternen.

Bewertung vom 10.08.2023
Die letzte Nacht / Georgia Bd.11
Slaughter, Karin

Die letzte Nacht / Georgia Bd.11


sehr gut

Sara Linton arbeitet aushilfsweise in der Notaufnahme des Grady-Hospitals in Atlanta, als eine junge Frau nach einem Verkehrsunfall eingeliefert wird. Sara versucht alles, aber Dani Cooper stirbt. Doch zuvor flüstert sie Sara zu, was wirklich geschehen ist. Und nimmt ihr das Versprechen ab, den Täter seiner gerechten Strafe zuzuführen. Drei Jahre später kommt es zum Prozess gegen Tommy McAllister – weiß und ein Mitglied der obersten Oberschicht. Saras Aussage könnte entscheidend sein, aber die andere Seite ist nicht nur mächtig – sondern auch Sara wohlbekannt. Denn die Eltern sind ebenfalls Ärzte und es gibt gemeinsame Verbindungen … damals, vor fünfzehn Jahren, als Saras Leben eine entscheidende Wendung nahm. Zusammen mit Ihrem Verlobten, Special Agent Will Trent und dessen Partnerin Faith Mitchell – beide beim GBI, dem Georgia Bureau of Investigation – beginnen sie mit verdeckten Ermittlungen. Und es ist Sara die sich ihren schlimmsten Dämonen stellen muss. Denn die Todesumstände von Dani Cooper ähneln denen, als Sara vor fünfzehn Jahren vergewaltigt wurde …
Meine Meinung: Man kennt Sara Linton und Will Trent aus vielen Büchern der „Grant-County-Reihe“ und der „Will-Trent-Reihe“, sie sind einem im laufe der Jahre ans Herz gewachsen. Die privaten Hintergründe werden oftmals zwar angerissen, aber das Buch liest sich schon intensiver, wenn man die vorigen Bände auch gelesen hat. So kann man dieses Buch zwar auch einzeln lesen, sollte man aber nicht. Die Story war mir mitunter etwas langatmig, das Finale dann wieder furios. Ich mag die Bücher von Karin Slaughter und habe alle gelesen – dies ist eines der schwächeren. Das ist „jammern auf hohem Niveau“, daher reicht es auch immer noch für vier von fünf Sternen.

Bewertung vom 23.06.2023
Bretonischer Ruhm / Kommissar Dupin Bd.12 (eBook, ePUB)
Bannalec, Jean-Luc

Bretonischer Ruhm / Kommissar Dupin Bd.12 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Kommissar Dupin hat seine Claire geheiratet und befindet sich auf Hochzeitsreise an der Loire... nicht mehr wirklich Bretagne, aber nah dran. Geplant ist eine Rundreise über mehrere Weingüter. Doch schon am ersten Abend ist es mit der Beschaulichkeit vorbei: der Weingut-Besitzer Brian Katell wird beim joggen von einer Ladung Schrot getötet, seine Ex-Frau und immer noch gute Freundin Cécile ist Claires Freundin. Der zuständige Kommissar mag einen Jagdunfall nicht ausschließen, und so bittet Cécile das Hochzeitspaar um Unterstützung. Anfangs wehrt Dupin sich, ist es doch nicht sein Zuständigkeitsbereich und er würde sich im umgekehrten Fall auch jede Einmischung verbitten. Doch Claire ist Feuer und Flamme ... und als es einen zweiten Toten gibt, ist auch bei Dupin das Jagdfieber geweckt. Behutsam ermitteln sie mögliche Hintergründe und geraten selbst in Gefahr als sie endlich das Motiv gefunden haben und dem Täter bedrohlich nahe gekommen sind...
Meine Meinung: auch der zwölfte Band der Reihe ist ein typischer Dupin-Krimi, auch wenn Claire hier eine aussergewöhnlich große Rolle einnimmt und anfangs die treibende Kraft ist. Die Story ist ordentlich verzwickt und man rätselt bis zum Schluss wer es nun war. Dabei ist der Schreibstil gewohnt Bannalec-like, immer mit einer Prise Humor. Für mich reiht sich der Roman nahtlos ein in eine grandiose Krimireihe und ich vergebe begeisterte fünf von fünf Sternen.