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Benutzername: tschulixx


Bewertungen

Insgesamt 3 Bewertungen
Bewertung vom 09.04.2017
Zwischen uns die Zeit / Forever 21 Bd.1
Crow, Lilly

Zwischen uns die Zeit / Forever 21 Bd.1


weniger gut

Ein Zeitreiseroman ist finde ich schon immer was Feines. Gemischt mit einer Liebesgeschichte, und ein bisschen Fantasy kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Ava ist mit einem Fluch belegt, und muss Leuten helfen… Naja,…das war‘s dann aber auch schon..

Der Klappentext des Buches sowohl auch die Leseprobe waren sehr vielversprechend. Ich erwartete ein Abenteuer durch die Zeit, ein Liebesroman gemischt mit einer Menge fantastischer Ideen. Leider ist es so aber nicht gekommen. Die Autorin lässt den Leser ziemlich lange im Dunkeln sitzen. Warum sie jetzt eigentlich diese Gabe hat durch die Zeit zu reisen? Puh… Und so richtig erfährt man das auch irgendwie nie. Die Autorin hat sich nicht auf die Geschichte von Ava konzentriert, sondern eher auf die Geschichten der anderen Leute denen sie helfen soll. Grundsätzlich gefällt mir diese Idee auch sehr gut, es war aber nicht das was ich erwartet habe. Ich ziehe deswegen einen halben Weltentaucher ab.

Der Anfang der Geschichte ist schon sehr spannend aufgebaut und man wird als Leser gleich blind in die Geschichte geworfen. Das gefiel mir sehr gut und man kannte sich auch schnell aus. Sie ist zurückgereist in die Zeit und muss auf gewisse Hinweise achten und zwei Personen zusammenbringen. Sie ist sozusagen ein Hilfsmittel. Mir gefallen diese Sprünge, denn die Autorin hat es geschafft, dass man sich als Leser sehr in diese Zeit hineinfühlen kann. Sonst ist irgendwie immer alles gleich aufgebaut. Ava springt von Zeit zu Zeit. Sie trifft erneut auf Personen die sich als Liebende noch nicht gefunden haben und das Universum teilt ihr mit, was sie zu tun hat. Die Hinweise fand ich leider zu ähnlich und man hat gewusst, dass natürlich alle Geschichten gut ausgehen werden. Zwischendurch gab es kleine Hinweise auf Avas Hintergrundgeschichte, aber halt nicht in dem Ausmaß wie ich es mir gewünscht hätte. Die Idee hätte meiner Meinung nach viel mehr zu bieten gehabt. So las sich das Buch leider sehr oberflächlich und leicht dahin und mir fehlte einfach der Tiefgang. Auch hier bekommt das Buch nur einen halben Weltentaucher.

Die Charaktere im Buch wechseln natürlich öfters, nur Ava bleibt beständig. Ich mochte sie auf Anhieb. Sie ist eine sehr liebe Person und wirkt auch sehr selbstbewusst. Durch ihren Fluch ist sie auch sehr hilfsbereit und es ist wirklich schön zu beobachten, wie sich Liebende endlich finden. Auch die vielen Nebenpersonen die auftauchen haben etwas an sich, haben aber doch nur wenig Tiefgang. Ich hätte mir auch hier mehr gewünscht. Weniger Zeitreisen dafür mehr tiefgehende Charaktere. Ich ziehe hier einen halben Weltentaucher ab.

Spannung war zwischendurch schon vorhanden und es hat mich eigentlich auch ziemlich gepackt. Da das Buch relativ dünn ist, ließ es sich auch schnell lesen. Spannend war es meistens dann am Ende der kleinen Geschichten. Also immer wenn es sie ihre Aufgabe fast geschafft hat. Der Weg dort hin war sehr nett beschrieben, konnte mich aber leider nicht überzeugen. Es wirkte dadurch doch sehr langatmig und eher wie eine Aufzählung von einzelnen Storys. Es fehlte einfach der Tiefgang. Auch hier gibt es nur einen halben Weltentaucher.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm und es ließ sich sehr schnell lesen. Mir kommt vor, dass der Anfang des Buches viel besser ausgearbeitet war und der Schreibstil dann von Kapitel zu Kapitel nachgelassen hat. Anfangs wurde die Umgebung noch sehr schön beschrieben, was mir dann am Ende gefehlt hat. Auch hier gibt es nur einen halben Weltentaucher.

Das Buch bekommt von mir 2,5 von 5 Weltentauchern. Die Idee hätte soviel mehr ermöglicht und ich war ehrlich gesagt enttäuscht, dass es das schon gewesen ist. Ava ist mit ihren 21 Jahren die perfekte Hauptperson für diesen Roman nur konnte sie auch mich nicht überzeugen. Es ist ein Zeitreiseroman der leider zu wünschen übrig lässt. Wer gerne kurze Geschichten hat, die man nebenbei lesen kann, ist hier richtig.

Bewertung vom 12.03.2017
Die letzten Tage der Nacht
Moore, Graham

Die letzten Tage der Nacht


ausgezeichnet

Früher war es in der Nacht noch dunkel. Kerzen waren die einzige Möglichkeit den Tag noch länger genießen zu können. Für uns heutzutage überhaupt nicht mehr vorstellbar. Die Elektrizität bzw. die Glühbirne hat alles verändert. Die Nacht wird zum Tag und auch umgekehrt. Die Glühbirne ist etwas, was uns gar nicht mehr auffällt. Wir haben sehr viele von ihnen, aber wir wissen sie eigentlich nicht mehr zu schätzen. Der Autor Graham Moore hat viele Aufzeichnungen hergenommen und ein Buch auf wahren Begebenheiten geschrieben. Zusätzlich hat er noch ein paar erfundene Dinge bzw Halbwahrheiten eingefügt und entstanden ist das Buch " Die letzten Tage der Nacht".

1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Das Buch ist mir sofort ins Auge gestochen: dieses wunderschöne Cover das schon so viel verspricht. Außerdem ist es ein Thema, über das ich nie wirklich nachgedacht habe, sich aber rausgestellt hat, dass es mich sehr interessiert. Damalige Wissenschaftler hatten es nicht leicht. Ich sag mal so: Einstein kennt ja jeder. Wir wissen wie er aussieht und was er ungefähr hervorgebracht hat. Wenigere wissen, dass Edison die Glühbirne erfunden hat und sich damals mit einigen anderen Personen wild gestritten hat. Ich hab mich sofort gefragt, warum wissen wir eigentlich so wenig über seine Geschichte. Warum lernt man nicht in der Schule, was für eine Erfindung sich dahinter verbirgt? Es ist mega spannend, denn wie wir wissen sind Wissenschaftler oft ein eigenes Völkchen. Und dieses Buch bringt es nur zu gut auf den Punkt, wie die Wissenschaftler damals getickt haben.

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Paul erzählt, der Anwalt der zwischen den verrückten Wissenschaftlern steht. Man blickt in seine Gedanken, lernt durch ihm neues kennen und kann sich auch einer kleinen Liebesgeschichte hingeben. Das Buch ist aber trotz des schon recht wissenschaftlichen Themas nicht kompliziert aufgebaut. Die Geschichte geht dahin und jeder von uns versteht die Dinge die geschrieben stehen, finde ich. Es war nicht so kompliziert und wenn mal gefachsimpelt wurde, ergab trotzdem alles einen Sinn.

3. Kriterium: Die Charaktere.

Ich fand Paul, also eigentlich die Hauptperson sofort sympathisch. Er ist weder abgehoben noch arrogant, sondern ein ganz normaler Anwalt der fast mit beiden Beinen im Leben steht. Er ist mutig und versucht das beste aus der Situation herauszuholen. Sehr schön zu beobachten fand ich die Konflikte die sich zwischen ihn und anderen Personen ergaben. Wenn er mit Edison sprach oder wenn auch mal Tesla dazukam. Paul hat finde ich eine besondere Art, sodass man ihn einfach mögen muss.

Jetzt möchte ich auch noch auf die Wissenschaftler eingehen. Da gab es ja dann doch einige. Interessant waren die versteckten Geheimnisse denen man als Leser nach und nach auf die Spur kam und der für mich vorher recht bemerkenswerte Edison wurde in ein anderes Licht getaucht...

Ich fand die Charaktere sehr realistisch dargestellt und ich konnte mir vorstellen, dass alles genau so passiert ist, obwohl ich wusste das bestimmte Teile nur erfunden waren. Es wirkte sehr authentisch und glaubwürdig.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat.

Ich finde, dass es anfangs etwas gedauert hat, bis ich richtig in die Geschichte reingefunden habe. Der Schreibstil war dann doch etwas anspruchsvoller als gedacht und es wird viel Information in die Seiten gelegt. Die Geschichte nahm dann langsam Fahrt auf und es hat mich dann nach den ersten 50 Seiten auch endlich richtig gepackt. Man verfolgt diesen Prozess, die Geheimnisse die Konflikte etc. Das alles macht das Buch fesselnd.

5. Kriterium: Die Schreibweise.

Wie schon erwähnt fand ich es anfangs etwas schwierig mich mit dem Schreibstil auseinander zu setzten. Es wird zwar die Geschichte doch sehr einfach erzählt, trotzdem war es ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

Bewertung vom 06.01.2016
Die Nacht schreibt uns neu
Atkins, Dani

Die Nacht schreibt uns neu


ausgezeichnet

Ich schreibe diese Rezension gleich nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe! Dieser Roman hat mich so überzeugt und mich zu Tränen gerührt, das ich alle Emotionen die ich empfand hier einfangen möchte bevor ich sie vergesse.
Das ist der erste Roman den ich von Dani Atkins lese, und ich werde mir nachdem sicher auch noch ihr Debüt besorgen. Das Buch ist gefüllt mit Liebe und Trauer und ebenso mit Freude und Grausamkeit wie ich es so noch nicht gelesen habe. Ein großartiges Buch, das einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal bekommt!

Kurz zum Inhalt:
Emma macht sich bereit für ihren großen Tag. Die Wimperntusche in ihrer Hand zittert ein wenig, aber ein bisschen Nervosität ist ganz normal, oder? Beim Blick in den Spiegel tasten Emmas Finger automatisch nach der alten Narbe dicht unter ihrem Haaransatz. Das sichtbare Andenken an die Nacht, die ihr Leben verändert hat. Und nicht nur ihres. Emma erinnert sich: an den furchtbaren Unfall auf dem Heimweg von ihrem Junggesellinnenabschied, an den Tod ihrer besten Freundin Amy, an ihren Retter Jack, an Richards liebevolle Reaktion, als sie ihn gebeten hat, die Hochzeit zu verschieben. Und an alles, was danach kam. Schließlich klopft es an der Tür. Jemand ist gekommen, um Emma nach unten zu führen. Aber wer?



Die Geschichte an sich hat für mich schon etwas Anziehendes. Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil mich die Leseprobe schon sehr gerührt hat. Außerdem ist das Ganze schön aufgebaut, sodass der Leser einen schönen Einblick in das Leben von Emma und ihren Freunden bekommt. Man durchlebt mit ihr Alltagssituationen und dann das extreme Gegenteil. Als zum Beispiel ihre Alzheimer kranke Mutter ausbüxt und sie sich auf die Suche begeben. Ich habe mich mit dieser Krankheit noch nie auseinandergesetzt und erst durch ihre Erlebnisse erfahren, wie schlimm es eigentlich ist. Auch bekommt man einen schönen Einblick in ihre Gefühlswelt und durchlebt mit ihr die Höhen und Tiefen.

Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut. Von Anfang an war ich an das Buch gefesselt und wollte es gar nicht auf die Seite legen. Es liest sich wirklich wie ein Thriller, wie so schön in der Beschreibung des Buches steht. Man wird hineingezogen durch das tragische Ereignis und kann einfach nicht mehr entkommen. Dann passiert alles Schlag auf Schlag wodurch hin und wieder ein paar Tränen über meine Wangen kullerten. Einen kleinen Kritikpunkt möchte ich trotzdem anbringen. Der dritte Teil des Buches hat an Spannung etwas nachgelassen. Es ging einfach so dahin und ich hoffte, dass endlich wieder etwas passiert. Und ich sage euch, es lohnt sich weiter zu lesen!

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und wachsen einem sofort ans Herz. Egal welche Fehler sie haben, man möchte mehr über sie erfahren und kann sich in jeden hineinversetzten. Sie haben alle ihre liebenswerten Eigenschaften die durch die Geschichte schön hervortreten.

Die Schreibweise der Autorin ist der bildlich und hat mir wahnsinnig gut gefallen! Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen, denn die Sätze sind nicht zu kompliziert. Der Schreibstil ist trotzdem sehr hochwertig und durchdacht. Auch, wie schon angesprochen, sehr bildlich und detailreich. Ich hatte eine genaue Vorstellung der Figuren und der Umgebung. Jeden tragischen Moment konnte ich wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen sehen. Diesen tragischen Unfall sah ich sogar so genau vor mir, dass ich danach davon träumte...

Das Ende hat mich schockiert und vollkommen sprachlos gemacht! Ich kann mich nicht erinnern jemals so ein überraschendes und wunderschönes Ende gelesen zu haben. Ich war total fertig und weinte mal ein paar Taschentücher voll! Bücher müssen es schon in sich haben um mich zu Tränen zu rühren. Respekt für dieses Meisterwerk!