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claudia

Bewertungen

Insgesamt 391 Bewertungen
Bewertung vom 07.01.2026
Suchanek, Andreas

Der Tod wischt mit / Tilly Blich ermittelt Bd.2


ausgezeichnet

Tilly und ihr Team ermitteln wieder

Ich habe mich total auf diese Fortsetzung gefreut und wurde nicht enttäuscht. Sie kann mit Band 1 locker mithalten und ich hatte wieder total viel Spaß beim Lesen und miträtseln.

Tilly und ihr Team sind einfach herrlich sympathische Charaktere. Und dabei noch so richtig aus dem Leben gegriffen. Natürlich sind die bekannten Figuren aus Band 1 wieder mit dabei, es kommen aber auch noch ein paar neue dazu. Diesmal ist die örtliche Schule Dreh- und Angelpunkt der Ermittlungen und natürlich stecken Tilly und ihre Freunde wieder mittendrin. Sehr zum Ärger von Kriminalkommisar Stubs, der immer wieder nach einem Vorwand sucht, um Tilly endlich verhaften zu können.

Neben den Ermittlungen im aktuellen Mordfall bekommt Tilly es auch noch mit der Steuerprüfung zu tun, wodurch ihr Betrieb auf der Kippe steht. Außerdem ist da ja auch noch der mysteriöse Brief ihres Vorgängers, der am Ende von Band 1 aufgetaucht ist und natürlich die Sache mit Sascha, dem gutaussehenden Besitzer der Hunderanch. Langweilig wird es für Tilly also ganz und gar nicht.

Ich muss gestehen, dass es in diesem Band ein oder zwei Szenen gab, die ich doch etwas übertrieben fand. Aber das tut der Geschichte zum Glück keinen Abbruch. Im Großen und Ganzen war es einfach wieder herrlich witzig und gleichzeitig super-spannend. Ich freue mich schon jetzt auf Band 3.

Bewertung vom 07.01.2026
Winning, Josh

Verbrenn das Negativ


sehr gut

spannend und sehr überraschend

Der Klappentext hat sofort meine Neugier geweckt und obwohl das Buch dann völlig anders war, als ich erwartet hatte, fand ich es wirklich gut.

Absolut gelungen finde ich den Spannungsaufbau, der sich bis zum packenden Finale langsam immer weiter steigert. Man erfährt auch erst nach und nach mehr über die Protagonistin und ihre Vergangenheit. Gewisse Dinge werden immer wieder kurz angedeutet und erst im weiteren Verlauf schließlich aufgelöst, was viel Raum für Spekulationen lässt. Gerade zu Anfang habe ich mich immer wieder gefragt, wie viel von dem, was Laura erlebt, tatsächlich Realität ist und was davon sich nur in ihrem Kopf abspielt.

Der Autor baut auch immer wieder kleine Details ein, die die Geschichte richtig real erscheinen lassen, wie z.B. Szenen aus dem Drehbuch oder Interviews mit den Leuten, die am Originalfilm beteiligt waren. Das fand ich richtig gut gemacht.

Wirklich überraschend war für mich das paranormale Element. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und ich muss gestehen, dass es mir stellenweise etwas zu viel war. Auch fand ich Laura als Protagonistin nicht immer einfach zu verstehen, wobei sie dennoch ein sehr interessanter Charakter ist.

Die Geschichte hält jede Menge überraschende Wendungen bereit, bis hin zum Ende. Gerade wenn man denkt, alles wäre aufgelöst, gibt es nochmal einen großen Knalleffekt.

Bewertung vom 07.01.2026
Schwarz, Simon;Nendzig, Ursel

Geht's noch?


ausgezeichnet

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nicht wirklich viel von Simon Schwarz gehört hatte. Aber das Buch klang interessant. Und das ist es auch, nicht nur für Fans des Schauspielers, sondern für jeden, der sich mit Themen wie Klimawandel und Aktivismus auseinander setzt.

Der Schreibstil gefällt mir total gut. Er ist locker und gut lesbar. Fast so, als würde man mit einem Bekannten plaudern. Trotzdem kommt sehr gut rüber, wie wichtig Schwarz die Themen sind. Vor allem hat mir die Mischung aus Biografie und Plädoyer für mehr Klimaschutz richtig gut gefallen. Schwarz hat richtig gute Ansichten und vertritt diese auch voller Überzeugung.

Man erfährt sehr viel über die Kindheit und Jugend des Schauspielers. Über seine Mutter, die Aktivistin war und sich u.a. gegen Atomkraft eingesetzt hat. Man merkt auch direkt, wie sehr in seine Mutter und seine Kindheit geprägt haben.

Schwarz schreibt über Themen wie Tschernobyl, wie wichtig gesunde Böden sind, regionale Landwirtschaft, Aktivismus, Klimaschutz und Mobilität. Alles Themen, die gerade in der heutigen Zeit so wichtig sind. Was mir total gut gefallen hat, war die Tatsache, dass er alles auch kritisch hinterfragt. Gerade beim Thema E-Mobilität zeigt er auch die Schwierigkeiten auf, die in der Politik gerne einfach verschwiegen oder wegdiskutiert werden. Er zieht Bilanz zu dem, was sich beim Thema Umweltschutz in den letzten Jahrzehnten getan hat. Eine Bilanz, die leider nicht allzu gut ausfällt. Wobei er auch die positiven Beispiele hervorherbt. Schwarz bewertet sachlich und nüchtern. Das gefällt mir richtig gut.

Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und gibt vielleicht auch Impulse, was und wie man es besser machen könnte. Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen. Unbedingt lesen.

Bewertung vom 29.12.2025
Brie, Gemma;Richardson, Vincas

Belzi Ohnehorn


gut

niedlicher Comic

Teufelchen Belzi hat ein großes Problem - seine Hörner sind weg. Und ohne Hörner kommt er nicht zurück in die Hölle. Zum Glück findet er mit Alex, Vera und Robin direkt neue Freunde, die ihm helfen wollen. Gemeinsam finden sie heraus, dass Belzi Böses tun muss, damit seine Hörner nachwachsen. Was nur leider nicht so leicht ist, denn für einen Teufel ist Belzi einfach viel zu nett.

Die Geschichte ist witzig und gut erzählt. Die Sprache ist einfach und gut verständlich, sodass auch Kinder, die noch nicht so gut lesen können, keine Probleme haben dürften. Auch das Verhältnis von Bildern und Text fand ich sehr gut.

Ich muss allerdings gestehen, dass mich die Illustrationen nicht so wirklich begeistern konnten. Da habe ich schon deutlich bessere gesehen. Gerade die Gestaltung von Belzi hat mir gar nicht gefallen. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ansonsten ist es ein süßer, wirklich gelungener Comic.

Bewertung vom 18.12.2025
Kehribar, Beril

Where the Night Falls / School of Darkness Bd.1


gut

konnte mich leider nur teilweise begeistern

Das Buch ist allein optisch schon ein echter Hingucker, mit dem glänzenden Einband und dem schönen Farbschnitt (wobei ich den Duft-Aufkleber auf dem Cover extrem störend fand). Man kommt auch sehr gut in die Geschichte rein. Das Worldbuilding ist solide und der Schreibstil sehr bildhaft. Das düstere Internat auf der einsamen Insel ist wirklich gut beschrieben und die ganze, düstere Atmosphäre kommt sehr gut rüber.

Das Rätsel um die verschwundenen Schülerinnen fand ich total spannend und gut gemacht. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und die Entdeckungen, die die vier Teenager im Verlauf der Geschichte machen, haben mich meine Theorien immer wieder über Bord werfen lassen.

Die Charaktere konnten mich dagegen nur mäßig begeistern. Protagonistin Aurelia war mir nicht wirklich sympathisch und ich konnte ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen. Außerdem war sie mir zu sprunghaft. Mal überängstlich, dann wieder total leichtsinnig. Da hat für mich einiges nicht zusammengepasst. Werwolf Nathanael ist der typisch klischeehafte hübsche Junge mit dunkler Vergangenheit. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden empfand ich oft eher als störend. Das war mir zu viel Teenie-Drama. Die restlichen Charaktere bleiben leider eher blass. Sowohl Eleanor als auch Aurelias Adoptivbruder Callan hatten für mich großes Potenzial, das aber leider nicht wirklich ausgeschöpft wurde. Das gleiche gilt für Aurelias Vater.

Die Spannung bleibt das ganze Buch durch sehr konstant und steigert sich zum Ende hin. Abgesehen vom Teenie-Drama fand ich die Story alles in allem sehr gut. Mich hat nur etwas gestört, dass Aurelia und ihre Freunde oft Hinweise nicht wirklich weiter verfolgt haben. Als Leser erkennt man sofort Verbindungen und Möglichkeiten, aber die Charaktere gehen mit einem Schulterzucken darüber hinweg.

Das Ende hat für mich leider vieles kaputt gemacht. Es war mir zu sehr auf Effekthascherei fixiert. Die Autorin wollte den ganz großen Knall, was für mich einfach nicht wirklich gepasst hat. Es tauchen Figuren auf, die vorher nur am Rande erwähnt wurden und spielen plötzlich eine große Rolle. Auch der fiese Strippenzieher hinter dem Ganzen wurde für meinen Geschmack sehr plötzlich aus dem Hut gezaubert. Und ich verstehe zwar durchaus den Sinn eines Cliffhangers - immerhin möchte man die Neugier auf Band 2 schüren - aber man kann es auch wirklich übertreiben. Das Ende hat tausend neue Fragen aufgeworfen und kaum eine beantwortet.

Was ich absolut nicht passend finde ist die Altersempfehlung. Gerade zum Ende hin gibt es einige sehr brutale Szenen. Und auch mindestens eine Sexszene, die mehr als nur angedeutet ist. Für ein Buch, das ab 14 Jahren empfohlen wird, fand ich beides zu heftig. Ich würde es eher ab 16 empfehlen.

Bewertung vom 15.12.2025
Samojlik, Tomasz;Wajrak, Adam

Detektiv Spatz und die gebrochene Feder


sehr gut

lustiger Comic, bei dem man sogar noch was lernt

Wie alle Comics lebt dieses Buch natürlich in erster Linie von den süßen Illustrationen. Diese sind wirklich gut gelungen. Man konnte alle Vögel gut unterscheiden und ich finde, dass man auch die Persönlichkeiten sehr gut erkennen konnte.

Die Geschichte ist lustig und spannend zugleich. Der kleine Spatzendetektiv ist auf jeden Fall extrem mutig. Manchmal aber auch ein bisschen leichtsinnig, was ihm dann fast noch zum Verhängnis wird.

Ich fand es wirklich gut, dass sich die Autoren auch bemüht haben, die Vögel realistisch darzustellen. So machen z.B. die Greifvögel dann auch Jagd auf den Spatzen und wollen ihn fressen. Andererseits ist das Buch dadurch für eher zart besaitete Kinder eher nicht geeignet.

Besonders gut haben mir allerdings die Sachbuch-Seiten gefallen, die immer wieder eingeschoben werden. Dadurch erfährt man allerleich Wissenswertes über Vögel. Besonders über solche, die (auch) in der Stadt leben. Die Erklärungen sind größtenteils auch sehr gut verständlich. Ich musste meinem Patenkind nur ein paar Kleinigkeiten näher erklären.

Bewertung vom 04.12.2025
Suppiger, Tanja

Rauhnächte - Reguliere dein Nervensystem und schaffe die Basis für persönliches Wachstum


sehr gut

schöner Ratgeber für eine magische Zeit

Die Rauhnächte faszinieren mich schon lange und ich habe auch schon einiges über mögliche Rituale für diese Zeit des Jahres gelesen. Doch dieser Ratgeber ist noch mal etwas ganz anderes. Er ist trotz seines eher geringen Umfangs sehr ausführlich und wirklich schön gemacht.

Den ersten Abschnitt fand ich einfach super. Ich fand es total interessant, nicht nur mehr über die Rauhnächte sondern auch über die Sperrnächte (die mir bisher kein Begriff waren) und die Wintersonnwende zu erfahren.

Den Schreibstil emfpand ich als sehr angenehm und leicht verständlich. Die Autorin erklärt alles gut und ausführlich. Sie gibt wertvolle Tipps und fokussiert sich dabei mehr auf den Weg als das Ziel, was ich super fand. Man fühlt sich nicht unter Druck gesetzt, alles perfekt umzusetzen. Viel mehr empfand ich die beschriebenen Rituale und Reflexionsfragen als Anleitung, der ich folgen kann, aber nicht muss.

Ich kann diesen Ratgeber absolut empfehlen und werde ihn sicher jetzt, da die Rauhnächte kurz bevorstehen, noch oft zur Hand nehmen.

Bewertung vom 24.11.2025
Henning, Sarah

The Blackgate Invitation


sehr gut

Dieses Buch bietet wirklich die perfekte Mischung aus Fantasy und Krimi. Ich mochte den lebendigen, bildhaften Schreibstil der Autorin total gerne. Das Setting ist wirklich super gewählt. Man kann sich das imposante, leicht düstere Herrenhaus wirklich super vorstellen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Ruby und Auden erzählt. Diese wechselnden Perspektiven fand ich total spannend. Vor allem, weil man durch Ruby einmal die Perspektive der Außenstehenden hat und durch Auden die Sichtweise der Hexenclans. Ich fand es auch total interessant, wie unterschiedlich die beiden manche Szenarien interpretiert haben. Einfach aufgrund dessen, was sie zu wissen glauben.

Die Charaktere haben mir alles in allem sehr gut gefallen. Natürlich erfährt man über die beiden Erzähler am meisten, aber auch die anderen "Mitspieler" nehmen im Verlauf der Geschichte mehr und mehr Gestalt an. Total spannend fand ich auch die Idee, dass es unterschiedliche Hexenlinien gibt, die ihre Kräfte aus verschiedenen Elementen beziehen und von denen jede auch ihre ganze eigene Magie praktiziert.

Die Spannung bleibt tatsächlich das ganze Buch über konstant und es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Ich habe es geliebt, mitzurätseln, wer denn nun hinter allem steckt. Am Ende lag ich natürlich trotzdem ziemlich daneben. Die Auflösung und auch der finale Showdown waren gut gemacht und es wurden auch ziemlich alle Fragen beantwortet. Das Ende hat mir richtig gut gefallen. Es bildet wirklich einen gelungenen Abschluss.

Mein einziger Kritikpunkt wäre das Alter der Protagonisten. Diese sollen laut Autorin alle zwischen 16 und 18 Jahre alt sein, wirken aber für mich viel zu erwachsen. Ich hätte sie eher auf Anfang bis Mitte 20 geschätzt. Abgesehen davon fand ich das Buch absolut gelungen und kann es auf jeden Fall empfehlen.

Bewertung vom 19.11.2025
Hacke, Axel

Wie fühlst du dich?


gut

Liest sich leider etwas zäh

Axel Hacke nimmt sich mit diesem Buch einem durchaus schwierigen Thema an - unseren Gefühlen. In einer Welt, die von schlechten Nachrichten und Social Media geprägt ist, verlieren wir diese nur allzu leicht aus den Augen. Der Autor animiert dazu, wieder mehr in uns hinein zu hören und uns mehr mit uns und unserer Gefühlswelt zu beschäftigen.

Der Autor betrachtet die verschiedenen Gefühle, wie z.B. Angst, Wut, Trauer, aber auch Freude, ohne sie großartig zu bewerten. Er zeigt, dass Gefühl und Vernunft oft nah beieinander liegen und macht deutlich, dass jedes Gefühl seine Berechtigung und seinen Nutzen hat.

Diesen Ansatz finde ich sehr schön und wichtig. Leider muss ich aber gestehen, dass ich mit Hackes Schreibstil einfach nicht so richtig warmwerden konnte. Für mich las sich das Buch stellenweise doch eher zäh und ich hatte Mühe, mich durchzukämpfen. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Bewertung vom 19.11.2025
Garvey, Rea

Before I met Supergirl


ausgezeichnet

offen und authentisch

Rea Garvey nimmt uns in diesem Buch mit in seine Vergangenheit. Schonungslos offen und sehr humorvoll erzählt er von seiner Kindheit und Jugend in Irland. Vom Aufwachsen in einer irischen Großfamilie, der Beziehung zu seinen Eltern und Schwestern und auch ein bisschen allgemein vom Leben in Irland zu jener Zeit.

Man erfährt wirklich viel über seinen Werdegang als Musiker. Er erzählt von seiner ersten Band, den ersten Auftritten und der ersten Tour. Von schönen Erlebnissen, aber auch Rückschlägen.

Ich mochte den lockeren Schreibstil total gerne. Man kann sich richtig vorstellen, wie Rea seine Geschichte selbst erzählt und hat teilweise richtiggehend seine Stimme im Ohr. Schön fand ich auch, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt und auch schwierige Themen anspricht.

Etwas schade fand ich dagegen, dass das Buch noch vor der Gründung von Reamon endet. Gerade bei dem Titel hatte ich mir hier etwas mehr erhofft. Vielleicht kommt ja noch eine Fortsetzung? Ich hätte jedenfalls nichts dagegen und kann das Buch allen Rea-Fans auf jeden Fall empfehlen.