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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Lanara
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Bewertungen

Insgesamt 11 Bewertungen
12
Bewertung vom 10.10.2012
Zorn - Vom Lieben und Sterben / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.2
Ludwig, Stephan

Zorn - Vom Lieben und Sterben / Hauptkommissar Claudius Zorn Bd.2


ausgezeichnet

Zorn und Schröder haben Langeweile. Bei der herrschenden Sommerhitze passiert nichts Aufregenderes als eine Einbruchsserie in einer Kleingartenanlage. Dann wird plötzlich im Stadtpark ein Jugendlicher tot aufgefunden; geköpft von einem Drahtseil, das über den Weg gespannt war. Im Rahmen der Ermittlungen finden unsere beiden Helden heraus, das der getötete Junge mit seinen Freunden Eric, Max, Udo und Martha diese Einbrüche begangen hat. Kurze Zeit später wird auch Udo brutal ermordet – doch die Ermittler tappen noch immer im Dunkeln. Und dann erhält Claudius Zorn spätabends einen panischen Anruf von Max: Er werde verfolgt und sei als nächster dran. Zorn kann ihm im letzten Moment das Leben retten, der Mörder der Jugendlichen dagegen kommt schwerverletzt in die Klinik und ist nicht ansprechbar. Eigentlich könnte das Team um Staatsanwältin Frieda Borck nun aufatmen, doch irgendetwas scheint an der Lösung des Falles nicht richtig zu sein. Als dann auch noch Eric tot aufgefunden wird und Martha verschwindet, wird ihnen klar, dass vielleicht doch ein anderer der Mörder sein muss.

„Zorn: Vom Lieben und Sterben“ knüpft direkt an den Vorgänger an. Ein paar Monate sind vergangen, Schröder – bei seinem letzten Einsatz gefährlich verletzt – wird aus dem Krankenhaus entlassen und stürzt sich sogleich direkt in die Arbeit. Doch irgendetwas an ihm hat sich verändert, er ist ruhiger und in sich gekehrter geworden. Auch Claudius Zorn hat sich verändert: Malina hat ihn verlassen, so langsam gelingt es ihm, sich an den Gedanken zu gewöhnen. Außerdem hat er Schröder vermisst, was er sich nur schwer eingestehen kann.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an wieder fesseln können. Schon der Prolog schafft eine mehr als beklemmende Atmosphäre. Abgesehen von den Plänkeleien zwischen Schröder und Zorn, die die Spannung zwischendurch ein wenig auflockern, ist der Spannungsbogen von Anfang an vorhanden. Als Leser rätselt man mit, wie die Jugendlichen zueinander stehen und als dann endlich der Fall gelöst zu sein scheint, atmet man mit auf. Bis dann wieder alles anders kommt, als erwartet und das Atem anhalten von vorne beginnt. Auch die Protagonisten haben sich inzwischen weiter entwickelt. Claudius Zorn ist auf den ersten Blick noch immer der egoistische und von seinem Job genervte Idiot, doch auch er ist lernfähig. Vor allem Schröder ist für eine Überraschung gut. War er im ersten Band der gutmütige Trottel, der sich von Zorn alle Arbeit hat aufdrücken lassen, wird stellenweise richtig energisch und weist diesen in seine Schranken. Und trotzdem beginnt zwischen den beiden eine Art Freundschaft aufzuflackern.

Stephan Ludwig hat mit seinem neuen Thriller das schwierige Thema Kindesmissbrauch aufgegriffen und sehr gut umgesetzt. Auch wenn dieser Missbrauch Grundlage des Falles ist, wird auf Einzelheiten nicht im Detail eingegangen und das Thema wird nicht reißerisch ausgeschlachtet.

Fazit: Für mich – wie schon der erste Band um Zorn und Schröder – ein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen wollte und für das ich jede freie Minute zum Lesen genutzt habe. Das Ermittlerduo ist mir trotz seiner Schrulligkeit ans Herz gewachsen und ich freue mich auf weitere Fälle mit den beiden!

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 04.06.2012
Stimmen in der Nacht
Brodie, Laura

Stimmen in der Nacht


gut

Zum Inhalt: Das Semester ist fast zu Ende und die Abschlüsse stehen bevor. Grund genug für die Studenten, dies mit einer Party zu feiern. Drei von ihnen „verirren“ sich auf das einladende und abgelegene Grundstück von Literaturprofessorin Emma. Da es schon spät ist und Emma befürchtet, dass ihre kleine Tochter Maggie nicht schlafen kann, bittet sie sie, zu gehen. Sie zeigen sich einsichtig, möchten nur kurz noch die Toilette benutzen. Doch dann kommt es zum Eklat: Einer der Studenten, den sie schon des Öfteren des Diebstahls verdächtigt hat, aber es nicht beweisen konnte, hat aus dem Zimmer ihrer Tochter Spielzeug gestohlen. Emma ist empört und konfrontiert den jungen Mann mit einem anderen Diebstahlsverdacht und droht, ihn beim College-Ausschuss anzuzeigen. Infolgedessen kommt es zu einer tödlichen Auseinandersetzung, die die kleine Maggie mit ansehen muss …

Zum Buch: Sprachlich sehr schön geschrieben – einzig die mehr als ausführlichen Beschreibungen von Nebensächlichkeiten haben mich sehr gestört. Diese haben an einigen Stellen zu sehr die Spannung genommen. Denn spannend war das Buch, zumindest zu Beginn, sehr. Die Auseinandersetzung von Emma mit den Studenten, Maggies Flucht und Jahre später ihre Alpträume – alles wies in eine bestimmte Richtung. Doch nichts ist so, wie es zu Anfang schien. In verschiedenen Abschnitten erfährt man, was sich in dieser Nacht wirklich abspielte. Und auch das Ende kommt überraschend.

Diese Wendungen machten „Stimmen in der Nacht“ weniger zum Thriller (in der Hinsicht hat die Leseprobe definitiv nicht gehalten, was sie versprochen hat), vielmehr werden die Folgen eines Ereignisses dargestellt und wie sich ein Leben plötzlich ändern kann.

Obwohl die Charaktere gut herausgearbeitet sind, konnte ich mit keinem wirklich warm werden. Dies lag vielleicht auch an den verschiedenen Erzählperspektiven, die zwar einerseits gut gewählt waren, mich aber immer wieder aus der Geschichte geworfen haben. Und leider hat die Autorin sich mit manchen „Nebengeschichten“ ein wenig verzettelt.

Fazit: Wer einen spannenden und rasanten Thriller erwartet hat, wurde von „Stimmen in der Nacht“ leider enttäuscht. Es handelt sich hier eher um ein Familiendrama, das definitiv zum Nachdenken anregt. Was nicht nachteilig ist – ganz im Gegenteil. Trotzdem vergebe ich nur 3 Sterne, denn das Buch hatte mir zu viele Längen, die mir das Lesen ein wenig verleidet haben.

Bewertung vom 09.05.2012
Die Wildrose / Rosentrilogie Bd.3
Donnelly, Jennifer

Die Wildrose / Rosentrilogie Bd.3


ausgezeichnet

Zum Inhalt: Seamus und Willa kennen sich seit ihrer Kindheit, wachsen zusammen auf, stacheln sich in ihrer Abenteuerlust immer gegenseitig an und werden zum Liebespaar. Doch bei einer Klettertour passiert ein tragisches Unglück, das Willa nur durch die Amputation ihres Beines überlebt. Willa gibt Seamie die Schuld – immerhin musste er diese Entscheidung treffen, um ihr Leben zu retten – und verlässt ihn. Er leidet unter der Trennung, ist Willa doch seine einzige große Liebe. Und auch sie ist unglücklich und bereut ihre Entscheidung. Keiner der beiden wagt den ersten Schritt des Wiedersehens. Dies geschieht Jahre später bei der Beerdigung von Willas Vater. Seamus ist inzwischen verheiratet und glaubt, in Jennie eine neue Liebe gefunden zu haben – doch die Liebe zu Willa flammt wieder auf.

Zum Buch: Ich habe die Vorgängerbände zu „Die Wildrose“ vor einigen Jahren gelesen und mich nicht mehr an alle Begebenheiten erinnern können. Doch dies hat dem Lesespaß keinerlei Abbruch getan (und ein paar Erinnerungen kamen beim Lesen doch zurück). In gewohnter Manier hat Jennifer Donnelly die Menschen, Lieben und Leiden um die Familien Bristow und Finnegan wieder aufgenommen und eine wunderschöne Familiensaga weitergehen lassen.

Personen und Orte sind anschaulich und lebendig beschrieben, man kann mit allen Protagonisten mitfiebern und mitleiden. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und sehr gefühlvoll, ohne kitschig zu werden. Außerdem schafft sie es, eine Liebesgeschichte so mit politischen Themen, den Kriegswirren und Spionage zu verweben, dass man auf keiner Seite gelangweilt wird. Auch die Ortswechsel und damit beschriebenen unterschiedlichen Szenerien haben das Ganze aufgelockert.

Das Einzige, was mir ein klein wenig zu viel war, waren die immer wieder neuen Wendungen bei Willa und Seamus.

Fazit: Ein gelungener Abschluss der Rosen-Trilogie! Ich habe das Buch leider durch Zeitmangel wesentlich weniger schnell lesen können, als ich eigentlich gewollt habe – das „aus der Hand legen“ fiel mir schwer. Definitiv ein Buch zum Weiterempfehlen und zum nochmal lesen.

2 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.04.2012
Das Geflecht / Tia Traveen Bd.1
Laudan, Andreas

Das Geflecht / Tia Traveen Bd.1


sehr gut

Zum Inhalt: Die Schule ist fertig, der Abschluss in der Tasche. Das muss gefeiert werden – allerdings nicht auf der offiziellen Abschlussfeier, sondern mit einer ganz besonderen Party. Justin klaut seinem Vater den Schlüssel zu einem stillgelegten Bergwerk – hier sind er, seine Freundin Dana und ein weiteres Pärchen unter sich. Doch die private Party endet mit Schrecken; benebelt von Alkohol und Drogen stürzen zwei der Jugendlichen etliche Meter tief in einen Müllschacht. Panisch vor Angst ruft Justin seinen Vater zu Hilfe – der mindestens genauso panisch wird, denn in genau diesem Müllschacht verbirgt sich ein Geheimnis.

Doch Glück im Unglück: Zufällig befindet sich die blinde Höhlenforscherin Tia zu einem Vortrag in einem Nachbarort. Justins Vater bittet sie um Hilfe – die sie ihm nicht abschlagen kann. Zusätzlich zu ihrer Erfahrung mit Höhlen hat sie den vermeintlichen Vorteil, nicht sehen zu können, was mit diesem Schacht nicht in Ordnung ist. Doch ihre anderen Sinne sind mehr als überdurchschnittlich ausgeprägt.

Nachdem sie sich in den Schacht abgeseilt hat, stürzt der Eingang zur Mine ein – nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn in diesem Schacht lebt etwas – eine Art Pilz, der rasant wächst und sich von lebenden Organismen ernährt. Eine dramatische Rettungsaktion beginnt, in der sich alle Beteiligten (im wahrsten Sinne des Wortes) blind aufeinander verlassen müssen.

Zum Buch: Andreas Laudan hat mit „Das Geflecht“ einen sehr spannend erzählten Thriller geschrieben. Die Erzählstränge werden aus verschiedenen Perspektiven erzählt – das fand ich persönlich sehr gut gemacht, bekommt man doch einen Einblick in alle Vorgänge und Gefühlslagen aller Protagonisten. Die Charaktere sind sehr gut und lebendig beschrieben, auch die unterschwellige Gefahr, ausgehend durch die völlige Finsternis in der Höhle und dieses Gewächs, kann man hautnah spüren. Als Leser weiß man zusätzlich noch von der Gefahr, die den Eingeschlossenen von außen droht – auch das erhöht noch die Spannung.

Gut gemacht war auch die Einteilung der Kapitel: Immer aus der Sicht eines anderen Protagonisten und mit Zeitangabe, so dass man einen Überblick hat, wie lange die Rettungsaktion dauert. Auch das Cover des Buches ist sehr gut gewählt; ein Gesicht, verdeckt von Ranken – passt gut zum Titel.

Fazit: Auch wenn innerhalb der ersten 100 Seiten schon die Hauptstory „gelaufen“ ist und man weiß, woher dieses ominöse Geflecht kommt, wird die Geschichte nicht langweilig. Ganz im Gegenteil: Die immer neuen Probleme, die Tia und die Jugendlichen in dem Stollen überwinden müssen, halten die Spannung aufrecht. Auch der Umgang Tias mit ihrer Blindheit ist sehr gut beschrieben und wirkt nicht übertrieben. Dazu noch der angenehm zu lesende Schreibstil von Herrn Laudan – das Buch hat sich einfach so weg lesen lassen und ich wollte es nur ungern aus der Hand legen! Ich kann es definitiv weiter empfehlen!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.04.2011
Die Zahlen der Toten / Kate Burkholder Bd.1
Castillo, Linda

Die Zahlen der Toten / Kate Burkholder Bd.1


sehr gut

Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen, es hat mich von Anfang an gefesselt und natürlich wollte ich wissen, wie es weiter geht!

Schon der Anfang - erzählt aus der Sicht eines Opfers - packt einen. Das Grauen, dass das Mädchen erlebt haben muss, ist greifbar. Danach geht es mit dem ausgebrochenen Kühen erst einmal ruhiger weiter ... denkt man - aber weit gefehlt. Der junge Polizist T. J. findet eine übel zugerichtete Leiche. Danach kommt alles ins Rollen: die Grausamkeit der Tat, die Ähnlichkeit zu lange zurückliegenden Fällen, in die Kate Burkholder, Chief of Police, verwickelt zu sein scheint ... und weitere grausame Morde.

Auch die Konflikte zwischen den "Amish" und den "Englischen" waren schön beschrieben - hier hätte ich gerne mehr über die Amish gelesen / gelernt - das hätte aber wohl den Rahmen des eigentlichen Buches gesprengt. Da Kate selber eine Amish ist, wenn auch unter Bann stehend, versteht sie doch die Verhaltensweisen der Menschen - so hat sie auch Zweifel, als plötzlich ein amischer Farmer als Verdächtiger festgenommen wird.

Auf Weisung des Stadtrates bekommt Kate Unterstützung des nahen Sheriffbüros sowie eines Agenten des BCI, John Tomasetti. Dies bringt sie in Bedrängnis, da sie zwar tatsächlich bei der Aufklärung des Falles Hilfe benötigt, aber selber versuchen muss, ihr Geheimnis zu wahren.

Die beginnende Romanze zwischen Kate und John Tomasetti hätte es jetzt nicht wirklich gebraucht, aber war ziemlich von Anfang an absehbar. Schauen wir mal, ob die beiden eine Zukunft haben werden.

Was ich sehr positiv fand, war, dass bis auf einen Abschnitt nichts aus der Sicht des Mörders erzählt wurde. Das hat es für mich wesentlich spannender gemacht und ich wusste tatsächlich bis kurz vor Enden nicht, wer der Täter ist. Auch mochte ich die Erzählweise gerne: Kates "Parts" in der Ich-Form und in der Gegenwart, alle anderen Teile in dritter Person und Vergangenheitsform.

Fazit: Das Buch war spannend und flüssig geschrieben, konnte fesseln und ist - meiner Meinung nach - ein Muss für Thriller-Fas. Ich freue mich schon auf einen weiteren Teil mit der Protagonistin.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.04.2011
Winterkartoffelknödel / Franz Eberhofer Bd.1
Falk, Rita

Winterkartoffelknödel / Franz Eberhofer Bd.1


ausgezeichnet

Klasse geschrieben, in einem eher flapsigen, lockeren Ton ... die Menschen sind liebevoll beschrieben, mit all ihren Macken und Eigenheiten. Auch der Protagonist, Franz Eberhofer, scheint eine ziemlich skurrile Persönlichkeit zu sein. Ehemals als Polizist in München tätig, wurde er in seinen Heimatort strafversetzt, damit er dort nichts mehr "anstellen" kann. Auf den ersten Blick ist sein Leben ja eher gemütlich: Spaziergänge mit dem Hund, sein kiffender und Beatles-hörender Vater, die Rosinenoma und die Schleimsau Leopold. Nicht zu vergessen, seine regelmäßigen Besuche in der Kneipe! Bis dann der Ferrari auftaucht und somit das Verbrechen Einzug hält in Niederkaltenkirchen!

Beim lesen fühlte ich mich in ein kleines bayrisches Dorf versetzt (ich höre schon die Einwohner kleiner bayrischer Dörfer aufschreien, dass es dort nicht so zugeht) und fand es richtig schade, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Gefreut habe ich mich über den kleinen Nachsatz: "... ist der erste Fall des Franz Eberhofer" - Fein, das lässt auf Fortsetzung hoffen, auf die ich jetzt schon gespannt bin!

3 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.04.2011
Engel aus Eis / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.5
Läckberg, Camilla

Engel aus Eis / Erica Falck & Patrik Hedström Bd.5


sehr gut

Bisher war ich nicht so wirklich ein Fan von skandinavischen Autoren und von Camilla Läckberg habe ich noch nichts gelesen - was sich aber nun wohl ändern wird.

Ich war schon von der Leseprobe angetan und habe mich umso mehr gefreut, als ich dieses Buch bekam.

Es ist nicht so der reisserische Thriller, wie man sie sonst so kennt, sondern besticht eher durch eine "leise" Spannung. Auch das Thema Nazizeit war gut umgesetzt. Die Charaktere bekannten Charaktere wie Erica und ihr Mann, Bertil Mellberg und die Kollegen sind durchweg liebevoll beschrieben und bei so manchen Szenen musste ich schmunzeln. Die Rückblicke in die Vergangenheit von Elsy waren passend gesetzt und haben nicht im Mindesten gestört. Schön war auch, wie sich Vergangenheit und Gegenwart aufgebaut haben und zusammengeführt wurden.

Auch wenn man - wie ich - die Vorgängerbücher nicht kennt, konnte man sich schnell in die (Haupt)Personen einfühlen und konnte Zusammenhänge verstehen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.04.2011
Kein Wort zu Papa
Heldt, Dora

Kein Wort zu Papa


ausgezeichnet

Marleen ist in Dubai und kann nicht zurück kommen - den Grund dafür kann sie nicht sagen. Aber es muss absolutes Stillschweigen herrschen. Christine und ihre Schwester fahren daher spontan nach Norderney, um Marleens Pension zu schmeißen. Hier heißt es improvisieren: welche Geschichte wird über Marleens verspätete Rückkehr erzählt, wie bekocht man Gäste, ohne sie zu vergiften und und und. Natürlich naht Hilfe für Christine und Ines, auch wenn die - in Form der Eltern sowie Kalli und Hanna - nicht immer Begeisterungsstürme auslöst. Auch weitere Verwicklungen wie die Lesereise eines bekannten Autors, das Auftauchen einer Jugendliebe und Fernbleiben des Partners fehlen natürlich nicht, um das Chaos perfekt zu machen. Und wer ist eigentlich Jurek?

Die Vorgängerbücher von Christine und ihrer Familie kannte ich bisher nicht. Was den Lesespass allerdings kein bisschen geschmälert hat. Vergangene Begebenheiten wurden immer wieder angesprochen, so dass man auch einen kleinen Einblick in die Vorgeschichte der Charaktere bekam. Diese sind wie aus dem Leben gegriffen und durch die Bank weg sympathisch mit all ihren Spleens. Selbst Gisbert von Meyer. Das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht und ich war fast schon traurig, als ich das Buch zu Ende gelesen habe.

Der einzige "Nachteil": Es hat mir so gut gefallen, dass ich mir die Vorgänger noch zulegen muss! :)

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

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