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Martinchen
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Magdeburg

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Insgesamt 154 Bewertungen
Bewertung vom 12.01.2026
Soeder, Matthias

TINTE und SCHWERT


ausgezeichnet

"Je genauer du hinschaust, desto weniger siehst du."

Herbst 1618, Bistum Würzburg: der Dreißigjährige Krieg ist erwacht.

Der junge Priesteranwärter Jacob Wolffen wird nach einem brutalen Überfall von Söldner nach Böhmen in die gefürchteten Generals Mansfeld verschleppt. Er sinnt auf Rache, die er als seine göttliche Bestimmung erkennt. Dabei wird er von der jungen Heilerin Anna unterstützt.

Mit „Verwandlung“ legt Matthias Soeder den ersten Band einer Trilogie vor. Das Cover zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Eine zeitgenössische Radierung von Jacques Callot passt perfekt zum Inhalt, die Farbgestaltung in schwarz-rot ebenfalls. Eine Karte der Stadt Pilsen, die von Mansfelds Truppen belagert und schließlich eingenommen wird, findet sich zu Beginn. Ein Verzeichnis der historischen Persönlichkeiten steht ganz am Ende, hinter dem Dank des Autors und einer Übersicht über seine bisherigen Thriller. Das ist für mich das einzige Manko an diesem historischen Roman. Ich hätte mir das Verzeichnis, wenn schon nicht am Anfang, vor dem Dank gewünscht.

Matthias Soeder schreibt einen flüssigen Stil, der sehr bildhaft und teilweise auch sehr detailliert ist. Damit zieht er die Leser in einen Sog, dem er sich nicht entziehen kann. Die Hauptprotagonisten Jakob und Anna werden lebendig und authentisch beschrieben, mit ihrem Wunsch nach Rache, aber auch ihren Zweifeln. Auch die weiteren Figuren sind gut vorstellbar beschrieben.

Der Roman ist sehr kenntnisreich und ausgezeichnet recherchiert geschrieben. Das bedeutet jedoch auch, dass Schilderungen von Gewalt und Brutalität, aber auch den teilweise katastrophalen Lebensbedingungen viel Raum einnehmen.

Der Abschluss führt viele Fäden zusammen, aber nicht alle. Ein Cliffhanger steigert die Vorfreude auf Band 2.

Fazit: ein kenntnisreicher, gut recherchierter, bildhafter historischer Roman – Leseempfehlung

Bewertung vom 08.01.2026
Hall, Traci

Murder at the Scottish Games


sehr gut

Mord in den Highlands

Vorbemerkung: ich habe die deutsche Übersetzung gelesen

Bei den alljährlichen Highland-Games wird der junge Artie Whittle des Betrugs bezichtigt. Am nächsten Tag ist sein immer schlechtgelaunter Vater tot – ermordet. Der Tat verdächtigt wird sein Sohn Artie, der schwerverletzt gefunden wird. Dank Paislee Shaw und Arties Freundin ermitteln DI Zeffer und sein Team weiter.

Es handelt sich um den 7. Band der Cosy-Crime-Reihe „Cashmere, Tartan und ein Mord“. Mir gefällt an dieser Reihe besonders gut, dass die Morde und die Suche nach dem Täter nicht zwangsläufig im Vordergrund stehen. Sie tragen zum einen zur Spannung bei und bilden jeweils den roten Faden. Den wesentlichen Teil macht jedoch Paislee Shaws Alltag als alleinerziehende Mutter eines pubertierenden Sohnes, als Strickwarenladen-Besitzerin, als Enkelin, Freundin, Ehrenamtliche und Frau aus. Alltägliche Begebenheiten, wie z.B. gemeinsame Mahlzeiten oder der Einkauf von Geschenken für eine Einladung werden bildhaft beschrieben. Ganz wichtig ist natürlich der Strickwarenladen „Cashmere-Crush“ als Treffpunkt für die örtliche Gemeinschaft, insbesondere der eingeschworenen Strickgruppe „Strick und Schlückchen“ (wobei mir ausnahmsweise der englische Titel „Knit and Sip“ besser gefällt). Allerdings ist die Geschwindigkeit, mit der Paislee ihre Ware herstellt, überirdisch und für mich nicht immer glaubhaft.

Die Charaktere entwickeln sich weiter und altern glücklicherweise auch, so ist Paislees Sohn Brady in diesem Band schon 13 Jahre alt. Bereits bekannte Protagonisten, die nicht in jedem Band vertreten sind, spielen wieder eine Rolle, andere werden zumindest erwähnt. Immer gelingt Traci Hall eine authentische Beschreibung. Nicht zu vergessen ist das Lokalkolorit. In diesem Band sind die Highland-Games Thema, wie der Titel bereits sagt. Die Wettkämpfe werden beschrieben, aber auch die aufwändige Organisation, die dafür notwendig ist und auch die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Organisationskomitees, die, wie bei jedem Verein, geklärt werden müssen.

Jeder Band steht aufgrund der Ermittlungen für sich allein. Ich empfehle aufgrund der Entwicklungen unbedingt die Einhaltung der Reihenfolge.

Fazit: ein lesenswerter Cosy-Crime

Bewertung vom 08.01.2026
Schirdewan, Claudia

Winterglück und Inselzauber: Ein Weihnachtsfest auf Borkum (eBook, ePUB)


sehr gut

Schöner Feel-Good-Roman

„Winterglück und Inselzauber“ ist der 9. Band in der Reihe „Die schönsten Liebesromane für den Winter, die Adventszeit und Weihnachten“. Diese Bezeichnung trifft es ziemlich gut. Worum geht es? Julia führt die kleine Pension „Meereszauber“ auf Borkum. Sie plant gemeinsam mit ihrem Sohn eine Reise über Weihnachten nach Bayern zu ihrer Freundin. Doch ein heftiger Schneesturm fegt über die Nordseeküste hinweg. Mit dem Einstellen des Fährverkehrs werden alle Pläne über den Haufen geworfen. Julia beschließt, für sich und ihre Gäste ein unvergessliches Weihnachtsfest zu gestalten.

Leicht und locker schreibt Claudia Schirdewan ihren zu Herzen gehenden Roman. Das winterliche Setting auf Borkum ist so wunderbar getroffen, dass ich am liebsten sofort dorthin gereist wäre (auch wenn ein heftiger Sturm nicht ohne ist).

Nicht nur die Hauptfigur Julia ist lebendig und authentisch beschrieben, es trifft auch auf die weiteren Protagonisten zu. Ich konnte mitfühlen und mitfiebern. Auch wenn einiges sehr vorhersehbar war, wozu natürlich auch der Klappentext beigetragen hat, hat mich dieser Roman gut unterhalten, wozu auch das sehr schön gestaltete Cover beiträgt.

Fazit: ein unterhaltsamer Wohlfühlroman für gemütliche Lesestunden – vor allem im Winter

Bewertung vom 03.01.2026
Riedel, Sabine

Ein Pakt aus Asche und Blut


ausgezeichnet

Dunkle Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart

Der reiche Fundus an Sagen, Mythen und Geschichten aus Ratingen inspirierten Sabine Riedel zu diesem fulminanten Mystery-Thriller.

Meine Überschrift weist darauf hin, dass Sabine Riedel zwei Zeitebenen für ihr Buch nutzt. Zum einen spielt die Geschichte um das Jahr 1460, als sich die Heilerin Helene auf einen verhängnisvollen Pakt einlässt, um ihre Schwester Anna zu retten, der der Scheiterhaufen droht. Die zweite Zeitebene mit drei Hauptprotagonisten betrifft die Gegenwart. Mark ist als Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten eines verheerenden Waldbrands in Ratingen im Einsatz, als etwas Unvorhergesehenes passiert. Ebenfalls in Ratingen lässt sich die Fotografin Cat auf ein gefährliches Experiment ein, während in der Lübecker Bucht Melanie mit ihren Depressionen und Visionen kämpft. Als sich die Wege der drei kreuzen, werden die Schatten der Vergangenheit größer.

Ein sehr flüssig zu lesender Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen. Ein dem ersten Kapitel vorangestelltes Gedicht von Alfred Lichtenstein stimmt auf den düsteren Inhalt ein. Damit und dem ersten Kapitel selbst baut Sabine Riedel Spannung auf und weckt hohe Erwartungen. Denen wir sie ohne Frage gerecht, denn die von den lebendig beschriebenen Protagonisten abwechselnd erzählte Geschichte wirft immer wieder Fragen auf und nimmt viele Wendungen. Sabine Riedel führt alle Fäden grandios zusammen und findet ein stimmiges Ende.

Das Buch selbst ist liebevoll gestaltet. Das beginnt mit dem Cover, das einen in schwarz gehaltenen Engel zeigt, an dessen Hand eine Kette mit einem besonderen Anhänger baumelt. Im Hintergrund ist ein dunkler Wald zu sehen. Beides weist auf den Inhalt hin und bildet auch den Hintergrund für das vorangestellte Gedicht. Die Seiten, die die Ereignisse im 15. Jahrhundert erzählen, haben nicht nur passende Kapitelüberschriften, sondern sind auch mit einem Hintergrund versehen, der alten Seiten ähnelt. Historische Gegebenheiten und fiktive Ergänzungen finden sich unter „Dank und Hintergrund“. Angaben der Quellen, die für die Recherche genutzt wurden, runden das Buch ab und sind wertvoll für diejenigen, die sich weiter mit Magie beschäftigen wollen.

Fazit: ein spannender und atmosphärischer Mystery-Thriller, der Vergangenheit und Gegenwart sehr gelungen vereint, ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung

Bewertung vom 28.12.2025
Sonnenschein, Niklas

Nordische Finsternis Ein nervenaufreibender Norwegen Krimi auf der düsteren Insel Spitzbergen (eBook, ePUB)


sehr gut

Dunkel, düster, Spitzbergen

Eine grausam zugerichtete Leiche im Schnee und ein angeschossener Polizeichef – die örtlichen Polizisten fordern Hilfe an. Karl und Mats ermitteln gemeinsam mit ihrem Kollegen und Bekannten Mikkel, der schließlich selbst ins Fadenkreuz des Täters gerät und damit dem Fall noch mehr Brisanz verleiht.

„Nordische Finsternis“ ist der dritte Fall von Karl und Mats, die im hohen Norden ermitteln. Er ist in sich abgeschlossen, so dass die Kenntnis der Vorgängerbände zum Verständnis nicht notwendig ist. Wen allerdings die privaten Entwicklungen von Karl und Mats interessiert, sollte die Reihenfolge einhalten.

Niklas Sonnenschein schreibt einen flüssigen und gut lesbaren Stil. Ihm gelingt es wunderbar, die Dunkelheit, das Warten auf die Wiederkehr der Sonne und überhaupt das Lokalkolorit einzufangen.
Die oft mühsame Polizeiarbeit wird gut beschrieben und führt schließlich schlüssig zum Erfolg. Einblicke ins Privatleben der Ermittler und Überlegungen zur beruflichen Zukunft runden den unterhaltsamen und spannenden Krimi ab. Das Ende lässt auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen.

Fazit: ein unterhaltsamer, spannender Krimi mit Lokalkolorit

Bewertung vom 19.12.2025
Zürcher, Dorothe

Venusmuscheln in Venedig


ausgezeichnet

Gelungener Abschluss der Trilogie

Da ich „Bittermandeln aus Byzanz“ und „Anisbrot in Antichoia“ mit großer Begeisterung gelesen haben, wollte ich natürlich an der weiteren Reise der Delikatessköchin Alkmene und Kreuzritter Diethelm teilnehmen.

Im Jahr 1190 gelangen die beiden mit ihrer gemeinsamen Tochter Sophia von Jerusalem nach Akkon, das die Kreuzritter einnehmen wollen. Da sich die Belagerung hinzieht und völlig unklar ist, welchen Allianzen und Interessen die einzelnen Akteure eingehen bzw. verfolgen, beschleichen Diethelm Zweifel am Erfolg dieses Kreuzzuges. Muss er seine Loyalität zu seinem Herrn wahren? So oder so muss er eine Entscheidung treffen. Der klugen und begabten Alkmene gelingt es, an Informationen zu kommen, die nicht für sie bestimmt sind. Auch sie muss Entscheidungen treffen, nicht nur für sich, sondern auch für ihre Tochter Sophia.

Dorothe Zürcher beschreibt das Geschehen sehr lebendig und detailreich. Die Szenen stehen bildlich vor Augen. Vor allem Alkmenes Kochkünste und ihr Wissen um Gewürze und Kräuter erstaunen immer wieder. Sie schafft es, Zutaten aufzutreiben und auch zu bekommen, was angesichts der Lage, in der sie sich befinden, eine herausragende Leistung ist.
Immer stellt sich natürlich die Frage, ob es für Alkmene, Diethelm und Sophia gut ausgehen wird. Dorothe Zürcher hat ein sehr schlüssiges und passendes Ende für ihre Trilogie gefunden.

Natürlich sind den Kapiteln auch in diesem dritten Band wieder Rezepte vorangestellt, die Lust aufs Probieren machen.

Eine Karte, ein Personenverzeichnis, Worterklärungen und ein Zeitstrahl zur Belagerung von Akkon vervollständigen den Roman.


Fazit: ein ausgezeichnet recherchierter historischer Roman und ein gelungener Abschluss der Trilogie.

Bewertung vom 19.12.2025
Elbrecht, Clarissa van

Der letzte Brief des Papstes


ausgezeichnet

Düster, geheimnisvoll und philosophisch

Titel und Cover haben mich neugierig gemacht, die Inhaltsangabe und die Leseprobe haben mich bestärkt.

Clarissa von Elbrecht hat einen ganz besonderen Roman geschrieben, angefangen mit dem Schreibstil und der Anordnung der Wörter. Sie schreibt kurze, klare, teilweise sehr poetische Sätze. Erklärungen und Details fehlen fast völlig, sie sind nur dort zu finden, wo sie nötig sind.

Düster ist das Setting, viele Handlungen spielen in der Dunkelheit – natürlich nicht zufällig. Der Ich-Erzähler, ein ehemaliger Jurist, versucht, seine Schuld in der Stille zu vergessen. Doch dann findet er einen Satz – oder besser, der Satz findet ihn. „Was, wenn nicht alles, was stirbt, je wirklich gelebt hat?“. Dieser Satz ist einer von vielen, die zum Nachdenken anregen und auch nachhallen.

Die Autorin entwickelt die Geschichte langsam und eindringlich. Die Geschichte selbst, die im Vatikan angesiedelt ist, zieht den Leser sehr schnell in ihren Bann, denn dieser möchte den Geheimnissen auf die Spur kommen.

Fazit: ein sehr besonderer Roman mit viel Stoff zum Nachdenken

Bewertung vom 16.12.2025
Marshall, Kate Alice

Eisnebel


ausgezeichnet

Ein absolut spannender Thriller - Leseempfehlung

Idlewood ist das luxuriöse Winterdomizil der reichen Unternehmerfamilie Dalton. In diesem Jahr ist Theodora, die Verlobte von Connor, zum ersten Mal auf diesem wunderschön gelegenen Anwesen. Doch sie ist nicht willkommen, erhält Drohnachrichten und fühlt sich verfolgt.

Es ist einleuchtend, dass eine Familie wie die Daltons neue Familienmitglieder besonders unter die Lupe nimmt. Hier kommt hinzu, dass Theodora eine Vergangenheit hat, die alles andere als eine Empfehlung ist. Ist Theodora wirklich zum ersten Mal auf Idlewood? Der Prolog lässt darauf schließen, dass sie womöglich schon einmal hier war.

Kate Alice Marshall deutet in dem kurzen Prolog so etwas an. Die Vorstellung der Familienmitglieder ist sehr erhellend. Einige von ihnen lehnen Theodora sofort ab, was zwischen den Zeilen deutlich wird. Die bildhafte Beschreibung der Protagonisten trägt dazu bei, dass ich mich auch als Leserin sehr unwohl in diesem Kreis gefühlt habe.

Ein winterliches Setting mit Schnee und viel Dunkelheit und die auseinander liegenden Hütten, in denen die Familie untergebracht ist, bieten viel Raum für Aktivitäten, die nicht jeder sehen soll. Und was hat es mit der Hütte auf sich, die nicht mehr genutzt wird und langsam verfällt? Theodora ist trotz der Drohungen und merkwürdigen Vorkommnissen unerschrocken und mutig. Immer wieder auftretende Flashbacks zeigen ihr, dass ihre vergessene Vergangenheit wieder ans Licht drängt. Was genau ist damals geschehen? Diese Frage macht die unglaubliche Spannung aus, die in diesem Thriller herrscht. Jedes Mal, wenn ich meinte, die Vergangenheit zu kennen, kam wieder ein neuer unerwarteter Twist dazu. Um am Schluss kam alles ganz anders als gedacht.

Auch wenn die Idee zum Plot vielleicht nicht ganz neu ist, ist die Umsetzung hervorragend gelungen.

Das Cover zeigt das wunderschöne und doch so furchterregende Anwesen der Familie Dalton und passt hervorragend zum Inhalt. Die Farbgebung trägt sehr dazu bei.

Fazit: ein atemberaubender Thriller, den ich nicht aus der Hand legen konnte

Bewertung vom 16.12.2025
Zimmer, Sonja

Tag der Abrechnung Ein fesselnder Ostfrieslandkrimi (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Spannende Fortsetzung

Nachdem mir der Auftakt der Reihe um die beiden Ermittler Johannes de Vries und Natalie Janssen sehr gut gefallen hat, habe ich mich auf die Fortsetzung gefreut. Um es vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht.

Kurz zum Inhalt: die zwölfjährige Lisa Oorlog, Tochter des Inhabers eines großen Firmenkonzern, verschwindet aus dem Garten der Familie. Eine Lösegeldforderung gibt es nicht, warum also wurde Lisa entführt? Und vor allem: von wem? Johannes, Natalie und das gesamte Team setzen alles daran, Lisa lebend zu finden.

Das Ermittlerteam ist nicht nur authentisch und sympathisch beschrieben, sondern gerade in diesem Fall auch sehr empathisch. Die Familie, allen voran der etwas merkwürdige Vater, machen es Johannes und Natalie nicht leicht, ganz im Gegenteil. Natalie wird auch hier wieder an ihr traumatisches Erlebnis erinnert und will um jeden Preis eine Wiederholung verhindern. Gut, dass sie mit Johannes ein Korrektiv hat. Er bringt sehr viel Verständnis für sie auf und trägt viel dazu bei, dass Natalie professionell agieren kann. Lisa ist ein starkes Mädchen, das die Ungewissheit und ihre Angst so gut aushält, wie das als Entführungsopfer eben möglich ist.

Einen Hinweis auf die Täter gibt es schon recht früh. Die geschickte Ablenkung durch die Autorin bringt zusätzliche Spannung in diesen unterhaltsamen Krimi.

Fazit: eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung mit viel Lokalkolorit

Bewertung vom 05.12.2025
Stennie

Loslassen. Und bei Gott ankommen.


ausgezeichnet

Kreative Wege zu Gebet und Stille

Das schlicht gehaltene Cover mit dem geschwungenen losen Knäuel zeigt auf den ersten Blick, worum es geht, um das Gewirr, was die vielen Tagesaufgaben im Gehirn verursachen. Ein Ende des Fadens schiebt einen Buchstaben aus der Reihe, ein sehr schöner Hinweis auf das „Loslassen“. Eine Überraschung ist der starke Pappeinband, der der täglichen Benutzung standhalten wird.

Das Journal ist von Stennie wunderschön gestaltet. Kleine Zeichnungen laden dazu ein, alles, was einen beschäftigt, zu notieren, damit loszulassen und ins Gebet, ins Gespräch mit Jesus zu finden. Stennie zeigt auf eindrucksvolle Weise das Verhältnis von uns zu Gott und macht damit deutlich, dass wir bei ihm sicher, geborgen, gut aufgehoben sind und verstanden werden.

Einleitende Texte erläutern die Intention der zehn thematischen Abschnitte. Hinweise zum Bearbeiten laden nicht nur ein, sondern fordern geradezu auf, dieses Journal zu bearbeiten, darin zu zeichnen und zu schreiben. Ausgewählte Bibelverse vertiefen und regen zum Nachdenken darüber an.

Gleich zu Beginn findet sich eine Playlist mit Liedern, die zusammen mit dem Ausmalen einiger Seiten dazu beitragen können, zur Ruhe zu kommen. Das Bild der Flüsse, die allen Ballast davon tragen, gefällt mir sehr. Es ist eine schöne Vorstellung, dass hier vor allem die großen und kleinen Sorgen davon schwimmen und einen ruhigen Fluss hinterlassen.

Fazit: ein wunderbares Journal, um (wieder) ins Gespräch mit Gott zu kommen – eine unbedingte Empfehlung