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Benutzername: flieder
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Bewertungen

Insgesamt 68 Bewertungen
Bewertung vom 07.02.2019
Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2
Sauer, Beate

Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2


sehr gut

Juni im Jahre 1947. Friederike Matthee hat die Kriegswirren einigermaßen gut hinter sich gebracht. Endlich konnte sie mit ihrer Mutter aus dem ausgebombten Haus ausziehen und sie leben jetzt in einem kleinen Häuschen in einer Kleingartenkolonie. Vor gut einem Jahr, eher aus der Not geboren, ging sie zur weiblichen Polizei in Köln. Den Beruf mochte sie zuerst gar nicht doch seit ihrem letzten Fall im Winter hat sie Gefallen daran gefunden. Jetzt wird ihre Hilfe wieder gebraucht. Eine frühere Kollegin wurde auf ihrem Gut ermordet aufgefunden. Alles scheint nach Rache auszusehen, da der Frau mitten ins Gesicht geschossen wurde. Eine Verdächtige ist rasch gefunden, Franziska, ein Mädchen das auf der Straße lebt, wurde mit einer Waffe in der Hand direkt neben der Toten festgenommen. Doch sie weigert sich etwas zu sagen. Friederike kann an die Schuld nicht glauben und so ermittelt sie im weiteren Umfeld der Toten. Die Sympathien schwinden, als Friederike erfährt das Ilse Röder früher während des Nationalsozialismus für die Einweisung junger Mädchen verantwortlich war. Das polizeiliche Jugendschutzlager war die Hölle, denn Misshandlungen standen an der Tagesordnung. Zur gleichen Zeit ermittelt Richard Davies, von der Royal Military Police an einem Fall der in unmittelbarer Nähe stattfand. Es wurden die Knochenreste von 3 britischen Soldaten gefunden, die mit ihrem Flugzeug abgestürzt sind und dann totgeschlagen wurden. Alles scheint darauf hinzudeuten, dass die beiden Fälle miteinander verknüpft sind. Friederike ahnt zu dem Zeitpunkt noch nicht, dass es wahrscheinlich ihr persönlichster Fall werden wird.

Nach Echo der Toten ist dies mittlerweile der 2. Band rund um Friederike Matthee. Schon das erste Buch hat mir sehr gut gefallen, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Autorin konnte mich wieder ziemlich schnell fesseln. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Spannung wird recht hoch gehalten. Auch werden die Nöte der immer noch hungernden Bevölkerung in der Nachkriegszeit sehr gut in Szene gesetzt. Mir hat es wieder sehr gut gefallen und ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung

Bewertung vom 03.02.2019
Jetzt gehörst du mir / Marina Esposito Bd.8
Carver, Tania

Jetzt gehörst du mir / Marina Esposito Bd.8


ausgezeichnet

Eigentlich könnte das Leben von DI Phil Brennan und der Profilerin Marina Esposita nicht schöner sein. Sie führen eine harmonische Ehe und die Tochter Josephina macht das Glück perfekt. Allerdings belastet eine Stalkerin, die es schon seit Jahren auf Phil abgesehen hat, das Leben der Beiden. So ist auch das Erschrecken groß, als in einem kurzen Zeitraum drei ermordete Männer auftauchen die eine große Ähnlichkeit mit Phil aufweisen. Bei den Opfern wurde jeweils eine Tarotkarte gefunden, die das Bild des Gehängten zeigt und dazu steht noch Phils Name. Eigentlich wollte die Familie nie mehr nach Colchester zurückkehren, da sie hier schreckliche Dinge erleben mussten. Doch es bleibt leider keine andere Wahl und so wird Phil unter Polizeischutz zu den Tatorten gebracht. Doch ein Anruf bringt Marina an den Rand des Wahnsinns. Phil wurde zwar abgeholt aber in der Stadt kam er nie an. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit und Marina versucht alles um ihren geliebten Mann wieder zu finden. Doch die Zeit wird knapp und eine Spur zu finden ist so gut wie aussichtslos.

Jetzt gehörst du mir ist mittlerweile der 8. Band rund um Marina Esposito und Phil Brennan. Leider soll es auch der letzte sein. Was ich persönlich sehr bedauere, denn die Autorin Tania Carver ist ein Garant für unterhaltsame Lesestunden. Ihr Name verspricht atemberaubende Spannung und unvorhergesehene Wendungen, die den Leser ganz am Schluss mit einem Aha-Erlebnis zurücklässt. Man muss die Vorgängerbände nicht gelesen haben, aber es verspricht schon ein wenig einen Vorteil wenn man ganz in die Geschichte eintauchen will. Von spannenden Lesestunden mal ganz abgesehen. Hier kann ich sehr gerne eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne 5 Sterne.

Bewertung vom 02.01.2019
Zwischen uns die Sterne
Sivec, Tara

Zwischen uns die Sterne


sehr gut

Cameron erlebt eine unbeschwerte Kindheit im Freizeitcamp ihrer Eltern. Dort dürfen sich Kinder, die schwierige Zeiten durchgemacht haben, erholen. Der Nachbarsjunge Aiden gehört zu ihren besten Freunden bis zu dem Tag als Everett auftaucht. Auch er verbringt nach einer schweren Zeit die Ferien im Camp. Die drei werden unzertrennlich, erst recht, als Everett zu seiner Großmutter zieht, die ganz in der Nähe wohnt und sie sich nun jeden Tag sehen können. Ihr Treffpunkt ist ein Baumhaus, in dem sie jedes Jahr an ihrem Geburtstag ihre geheimen Wünsche aufschreiben und in Kartons verwahren. Erst im hohen Alter sollen die Wünsche gegenseitig vorgelesen werden. Jahre später, die 3 Musketiere sind erwachsen geworden und die Probleme die Everett mit sich herum trägt werden größer. Als Arzt geht er zu Ärzte ohne Grenzen um in den Krisengebieten den Menschen zu helfen. Den Kontakt zu Cameron hat er ganz abgebrochen, Aiden erhält gelegentlich eine Mail. Doch für Everett bricht eine Welt zusammen, als er von dem Krebstod seines Freundes Aiden erfährt. Voller Schuldgefühle macht er sich auf den Heimweg. Doch Cameron gegenüber zutreten ist nach so vielen Jahren sehr schwer. Den die heimliche Liebe seiner Jugend ist selbst in ihrem Kummer gefangen und auf Everett mehr als wütend.
Die Autorin Tara Sivec, die etliche Jahre als Maklerin arbeitete hat sich mit Zwischen uns die Sterne selbst einen aufregenden Traum erfühlt, der ihr bestens gelungen ist. Ihre einfühlsame Schreibweise, die sympatischen Protagonisten und eine Geschichte voller Emotionen und Missverständnissen lassen das Leserherz höher schlagen. Man wird in die Gedankenwelt der Protagonisten förmlich hinein gezogen und leidet mit. Manchmal möchte man ihnen schon gerne zurufen "nun mach doch endlich". Ein berührendes Buch, dass ich gerne mit 4 Sternen belohne und schon jetzt freue ich mich auf ein weiteres Buch der Autorin

Bewertung vom 28.10.2018
Winterkalt: Thriller
Shepherd, Catherine

Winterkalt: Thriller


ausgezeichnet

Die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz wird zu einem Tatort gerufen. Was sie da zu sehen bekommt lässt ihr den Atem stocken. Auf einem tagsüber recht belebten Patz wird die Leiche einer Frau gefunden. Sie wurde in einem Eisblock eingefroren und zur Schau gestellt. Noch in der Nacht versucht der Kriminalkommissar Florian Kessler einen Zeugen zu finden, doch niemand will gesehen haben wie der Mörder die schwere Eisskulptur an ihren Platz gestellt hat. Noch bevor Julia mit der Obduktion beginnen kann schlägt der Täter wieder zu, auch dieses Mal wurde eine junge Frau im Eis gefangen gehalten. Schon alleine das Rätsel, wie die Frau genau in die Mitte des Eisblocks kam geben Florian und Julia Rätsel auf. Ihr Weg führt sie in die Eiskünstlerszene, die zwar einige Fragen beantworten können aber Lösungen können sie auch nicht bieten. Doch es ist absolute Eile geboten, denn es werden zwei Frauen vermisst, die durchaus in das Beuteschema des Täters fallen könnten.


Wer einen Garant für einen guten Thriller haben möchte liest die Bücher von Catherine Shepherd. Ihre einfallsreiche Umsetzung der diversen Mordfälle, die sie schon in vielen Büchern bewiesen hat, machen jedes Mal wieder Lust auf mehr. Der flüssige Schreibstil, die stets hochgehaltene Spannung bis zum Schluss und die spektakulären Lösungen lassen jedes Thrillerherz höher schlagen. Mittlerweile habe ich fast alle Bücher der Autorin gelesen und ich wurde noch nie enttäuscht. Hier vergebe ich gerne 5 Sterne und spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Bewertung vom 25.10.2018
Im Licht des Polarsterns
Penney, Stef

Im Licht des Polarsterns


sehr gut

Im Jahre 1889. Flora ist erst 12 Jahre alt als ihre Mutter stirbt. Nun ist guter Rat teuer. Ihr Vater ist auf einem Walfänger oft mehrere Jahre in der Arktis unterwegs. Kurzerhand beschließt er, sie mit auf das Schiff zu nehmen, ein zur damaligen Zeit unerhörtes Benehmen . Flora fühlt sich sehr wohl unter den vielen Männern und als sie dann das ewige Eis selbst erlebt ist sie fasziniert von der eisigen Welt. Unter den Inuit findet sie viele Freunde und erlernt auch schnell ihre Sprache. Doch schon bald kommt sie in ein Alter, wo die Gefahr nicht von der Arktis ausgeht, sondern von den Männern die ihr begehrliche Blicke zuwerfen. Ihr Vater kann es ihr nicht mehr erlauben mitzufahren und so geht sie schweren Herzens wieder in ihre Heimat wo sie sich als Meteorologin ausbilden lässt. Der Ruf Grönlands wird immer lauter und durch eine Zweckehe hat sie auch genügend Geld um sich erneut auf eine waghalsige Expedition einzulassen. Doch genau hier, am einsamsten Platz der Welt lernt sie den Geologen Jakob kennen, der in einer konkurierenden Expedition unterwegs ist. Eine Liebe die eigentlich niemals Bestand haben kann und doch ist die Versuchung sehr groß. Die Wege der Beiden kreuzen sich immer wieder, doch es steht alles auf dem Spiel wofür Flora immer gekämpft hat.


Mit Im Licht des Polarsterns hat Stef Penney einen sehr schönen Roman geschaffen. Am Anfang hatte ich zwar durch die vielen Namen so meine Probleme, doch es lohnt sich durchzuhalten. Sehr detailgetreu beschreibt die Autorin die eisige Welt. Man hat öfters das Gefühl dabei zu sein und mit den Inuit zu lachen und tanzen. Die damaligen Widrigkeiten, die eine Frau Ende des 19. Jahrhunderts für ihren Traum auf sich nehmen musste, sind sehr gut beschrieben. Man begleitet Flora von Kindesbeinen an bis ins hohe Alter, als sie noch einmal mit einem Filmteam zurück ins ewige Eis fliegt. Obwohl mir die Liebesszenen manchmal etwas zu Überhand nahmen, so hat mich das Buch doch fasziniert. Gerne vergebe ich 4 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus

Bewertung vom 27.09.2018
Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1
Pötzsch, Oliver

Der Spielmann / Die Geschichte des Johann Georg Faustus Bd.1


ausgezeichnet

1486 Knittlingen im Kraichgau. Die Sterne scheinen es gut zu meinen mit Johann Georg. Seine Mutter erzählte ihm, dass die Sternenkonstellation bei seiner Geburt etwas ganz besonders gewesen sei und sie nannte ihn deshalb Faustus der Glückliche. Das sein Leben nicht immer so glücklich sein wird musste er schmerzhaft erfahren als seine Mutter ihrer Krankheit erliegt. Seine großen Brüder übernehmen den Hof und für ihn und seinen kleinen Bruder Martin scheint kein Platz mehr zu sein. Die schützende Hand der Mutter fehlt überall. Als dann auch noch der kleine Martin, wie schon viele andere Kinder vor ihm, im Wald spurlos verschwindet jagt der Vater Johann vom Hof. Er schließt sich einem geheimnisvollen Magier an und zieht mit ihm durch die Lande. Tonio del Moravia bringt ihm vieles bei was er wie einen Schwamm in sich aufzieht. Doch die Lehren scheinen nicht immer harmlos zu sein denn der Meister scheint mit dunklen Mächten im Bunde zu stehen. Sein letzter Ausweg scheint die Flucht zu sein die ihn nach Italien führt. Auch hier erweitert er sein Wissen, dass ihm scheinbar unschlagbare Macht gibt. Längst fühlt er sich unangreifbar, doch sein alter Lehrmeister hat ihn noch nicht vergessen, zig Jahre später schließt sich der Kreis und Faustus muss wieder gegen dunkle Mächte kämpfen. Jetzt geht es um Leben und Tod.
Bücher von Oliver Pötzsch sind immer wieder ein Garant für atemlose Spannung. Dieses Mal hat er es geschafft den alten Klassiker von Goethe in ein empfehlenswertes Buch zu verpacken. Jeder kennt die Geschichte rund um den Alchemisten Faust. Doch irgendwie fühlt man sich ihm in Der Spielmann viel näher. Tolle Beschreibungen der verschiedenen Wirkungsstätten, liebenswert ausgearbeitete Protagonisten und die immer wieder sehr hoch gehaltene Spannung machen dieses Buch zu einem besonderen Highlight. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, die im Herbst 2019 erscheinen soll und kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

Bewertung vom 16.09.2018
Er will dein Herz / Marina Esposito Bd.7
Carver, Tania

Er will dein Herz / Marina Esposito Bd.7


ausgezeichnet

Gemma Adderley ist am Ende ihrer Kräfte. Schon seit Jahren ist sie den Misshandlungen ihres Mannes ausgesetzt. Nun will sie endlich einen Schlussstrich ziehen und nimmt Kontakt mit einem Frauenhaus auf. Mit ihrer Tochter Charly verschwindet sie aus dem verhassten Haus um endlich ein neues Leben zu beginnen. Eine Mitarbeiterin von Save Haven soll sie an einem bestimmten Treffpunkt, unter Nennung eines Passwortes, abholen. Allerdings kommt sie dort nie an, nur die Tochter wird völlig traumatisiert von feiernden Studenten auf der Straße gefunden. Das Mädchen wurde aus einem Auto geworfen. Leider spricht das Kind kein Wort und auch die Profilerin Marina Esposito kann kaum in das Mädchen dringen. Die Leiche Gemmas taucht erst Wochen später auf, ihr wurde das Herz entfernt und ihr Körper weist zahlreiche Verletzungen auf, scheinbar wurde sie noch eine ganze Weile vor ihrem Tod gefoltert. DI Phil Brennan, der im Moment auch eine schwere Zeit durchmacht, seit ihn seine Frau Marina Esposito, verlassen hat soll den Fall übernehmen. Der Hauptverdächtige scheint schnell klar zu sein, den alles deutet auf den Ehemann der Toten hin. Er hätte die Möglichkeiten dazu gehabt, da sein Alibi nicht gerade wasserdicht erscheint. Doch das Grauen hat noch kein Ende, wieder taucht die Leiche einer Frau auf die vor den Misshandlungen ihres Mannes geflohen ist und wieder fehlt ihr Herz. Es beginnt ein Wettkampf auf Leben und Tod.

Tania Carvers Thriller gehören für mich mit zu den Besten auf dem Markt. Sie ist ein Garant für atemlose Spannung und Emotionen bis zum Schluss. Auch dieses schwierige Thema rund um misshandelte Frauen und Kinder konnte sie wieder perfekt umsetzen. Ihr toller Schreibstil und die lebensnahe Beschreibung der Protagonisten zieht einem förmlich in das Buch hinein. Wie auch in den 6 Vorgängerbänden konnte sie mich auch mit Er will dein Herz voll überzeugen und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiederlesen mit den sympatischen Ermittlern Marina Esposito und Phil Brennan. Hier kann ich eine klare Leseempfehlung ausprechen und vergebe gerne 5 Sterne

Bewertung vom 13.09.2018
Vier.Zwei.Eins.
Kelly, Erin

Vier.Zwei.Eins.


sehr gut

Schon seit seiner frühesten Jugend ist Kit von der totalen Sonnenfinsternis fasziniert. Dieses einschneidende Erlebnis, das er mit seinem Zwillingsbruder und dem Vater erleben durfte prägt ihn für den Rest seines Lebens. So auch im Sommer 1999. Wieder steht in Cornwall eine totale Sonnenfinsternis an und dieses Mal will er das unvergleichliche Erlebnis mit seiner Freundin Laura teilen. Ein großes Festival zieht die Leute aus allen Herren Länder an. Doch die Unbeschwertheit dieser ausgelassenen Party nimmt für Kit und Laura ein jähes Ende, als Laura einen Geldbeutel findet. Auf der Suche nach dem Besitzer stolpert sie über einen Mann, der gerade dabei ist eine Frau zu vergewaltigen. Jamie, dem die Straftat zur Last gelegt wird versucht in der Menge zu verschwinden, taucht aber bald wieder auf um zu behaupten, dass alles einvernehmlich gewesen sei. Nur ein Gerichtsverfahren kann Licht ins Dunkle bringen. Einige Zeit nach der Verhandlung taucht Beth bei Laura und Kit auf und plötzlich sind einige Dinge mehr als merkwürdig. Die Beiden sehen keinen anderen Weg als unterzutauchen. Doch nach 15 Jahren, Laura ist mit Zwillingen hochschwanger und Kit gerade wieder bei einer Sonnenfinsternis, steht Beth vor der Tür und Lauras größter Alptraum beginnt.

Auf den ersten paar Seiten dachte ich naja doch etwas anderes als ich mir vorgestellt habe. Die ziemlich langen Beschreibungen der verschiedenen Phasen der Sonnenfinsternis war schon etwas langatmig. Doch dann ging es plötzlich ganz schnell und das Buch hatte mich gepackt und zwar so sehr, dass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen hatte. Bei dem angenehmen Schreibstil und der durchweg hochgehaltene Spannung ist das auch kein Wunder. Am Schluss weiß man selbst nicht mehr so genau wer den nun Opfer und wer Täter ist. Ein tolles Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle

Bewertung vom 30.08.2018
Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9
Carter, Chris

Blutrausch - Er muss töten / Detective Robert Hunter Bd.9


ausgezeichnet

Detektive Robert Hunter hält gerade einen Vortrag vor ausgewähltem Publikum als ihn ein Telefonanruf erreicht. Wieder einmal muss er in die Abgründe eines abartigen Verbrechers eintauchen. Eine junge Frau wird bestialisch zugerichtet in ihrem Schlafzimmer, dass auf 3 Grad heruntergekühlt wurde, aufgefunden. Selbst Hunter und seinem Kollegen Garcia, die schon viele grausame Verbrechen ansehen mussten stockt der Atem. Der Täter hat nichts an Perversität ausgelassen und die eingeritzte Botschaft " Schönheit umgibt sie" auf dem Rücken des Opfers gibt erste Rätsel auf. Kaum sind die Ermittlungen angelaufen reißt das FBI den Fall an sich, da der Mörder wahrscheinlich nicht nur einmal getötet hat. Auch in anderen Städten gab es abartige Morde. Doch nur zusammen im Team könnten sie auf die Spur des Täters kommen. Auch wenn es des öfteren zu Kompetenzrangeleien kommt klappt es doch ganz gut und das ist auch gut so, denn der Mörder ist noch lange nicht fertig mit seinem grausamen Spiel, er scheint sogar Gefallen an dem Katz und Mausspiel zu haben. Aber es ist Eile geboten, den das nächste Opfer hat der Mörder schon längst im Visier.

Blutrausch ist der mittlerweile 9. Fall des Ermittlerduos Hunter und Garcia und es wird immer noch nicht langweilig, ganz im Gegenteil man möchte immer noch mehr. Für eingefleischte Thrillerfreunde ist Chris Carter der Geheimtipp schlechthin. Wer es blutig und gut durchdacht möchte ist hier genau richtig. Der tolle Schreibstil und die von der ersten Seite an hochgehaltene Spannung lassen das Thrillerherz höher schlagen. Dieses Mal hat mich ganz besonders der grandiose Abschluss des Buches fasziniert, mit dem man so nie und nimmer gerechnet hätte. Einfach nur Top. Hier vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und spreche eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus

Bewertung vom 26.07.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


sehr gut

Die Journalistin Norah verlässt Hals über Kopf ihr zuhause in Berlin um in Wien einen Neuanfang zu starten. Ihre Beziehung mit Alex ist am Ende und eine neue berufliche Herausforderung macht ihr diese Entscheidung leichter. Aber alles wird ein bisschen schwerer als gedacht. Ihre Freunde sind weit weg und zu den neuen Kollegen findet sie nicht den Kontakt wie sie es dachte. Dazu kommt noch eine ältere obdachlose Frau, die ihr prophezeit das sie am 11. Februar am Prater einen Mann tötet dem sie noch nie vorher begegnet ist. Doch plötzlich taucht dieser Arthur Grimm überall auf, ihre Arbeitskollegin erwähnt ihn in einem Gespräch nebenbei, bei ihrem Zahnarzt, am anderen Ende der Stadt, hat er sein Architekturbüro im gleichen Haus und sein Wohnhaus liegt gleich bei ihr um die Ecke. Noch mysteriöser wird es aber als Sachen aus ihrer Wohnung verschwinden und neue Dinge auftauchen. Der 11. Februar ist für Norah ein schlimmes Datum, denn an diesem Tag hat sich vor vielen Jahren ihre beste Freundin umgebracht. Ob das alles damit zusammenhängt? Nur eines ist gewiss, der Tag kommt immer näher.
Als großer Fan von Melanie Raabe hatte ich mich schon sehr auf dieses Buch gefreut, leider konnte sie mich nicht so packen wie bei den vorhergehenden Bänden. Ihr Schreibstil war zwar wieder sehr gut und auch die Spannung kam nicht zu kurz, aber mir fehlte das gewisse Etwas. Irgendwie kam mir alles ein bisschen zu konstruiert vor. Aber das schmälert den Lesegenuss keineswegs und für einen guten Thriller reicht es allemal. Man ist eben ein wenig von den Vorgängerbänden verwöhnt. Für Thrillerleser kann ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne 4 gute Sterne