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Benutzername: leni
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Bewertungen

Insgesamt 19 Bewertungen
12
Bewertung vom 11.03.2018
Close to you
May, Isabell

Close to you


sehr gut

Wenn die Vergangenheit einen nicht loslässt...

Von Isabell May als Autorin hatte ich bisher noch nichts gehört, allerdings hat mich das schöne Cover sehr angesprochen und als mich die Leseprobe fesseln konnte, wollte ich das Buch gerne lesen!

Die Geschichte beginnt damit, dass Violet einen Neuanfang in Maine wagt. Sie zieht von ihrer Familie und ihren Freunden weg um das College zu besuchen. In ihrer Vergangenheit sind Dinge passiert, die ihr Angst bereiten und durch den Umzug hofft sie auf Besserung. Im Zug begegnet sie Aiden, einem verschlossenen und ärgerlich reagierenden Jungen. Doch irgendetwas hat er, das Violet fasziniert und wie der Zufall es will, geht er auf das selbe College wie sie...

Violet als Protagonistin mochte ich sehr! Trotz ihrer Ängste lässt sie sich nicht unterkriegen und geht ihren Weg, auch wenn sie dabei zunächst alleinsteht. Doch schon bald findet sie in Chloe eine Gleichgesinnte und damit eine Freundin, mit der sie durch dick und dünn gehen kann. Violet setzt sich für ihre Freunde ein. Selbst Aiden verteidigt sie, obwohl er sie immer von sich stößt.
Aiden ist der männliche Protagonist und in ihm steckt viel Wut. Er ist auch gewaltbereit und macht immer Ärger. Doch Violet sieht mehr in ihm. Er hat auch seine guten Seiten, doch die zeigt er nicht jedem. In seiner Kindheit hat er Dinge erlebt, die ihn denken lassen, dass er ein Monster und somit nichts wert ist.
Mein Lieblingscharakter war allerdings Dorian! Er hat so eine tolle Art an sich, dass man ihn sofort als Freund haben will. Einen Moment lang habe ich sogar gedacht, dass Violet Aiden in den Wind schießen sollte um lieber mit Dorian etwas anzufangen.

Der Verlauf der Geschichte gefiel mir sehr, hatte für mich aber nichts Neues aufzuwarten. Im New Adult Bereich ist es wahrscheinlich nicht so einfach etwas Neues zu liefern, was auch nicht zwingend notwendig ist um eine gute Geschichte zu erzählen.
Die Geheimnisse oder Probleme der Protagonisten habe ich in ähnlicher Form schon mal gelesen und trotzdem hat Isabell May ihre Charaktere gut ausgearbeitet und die Probleme waren für mich nachvollziehbar. Besonders Aidens Verhalten war für mich stimmig. Er macht keine 180° Wendung, wie ich es schon oft gelesen habe, wenn der Mann die Traumfrau trifft. So hat es für mich viel besser gepasst, auch wenn sein Verhalten schon oft extrem war.

Erotische Moment gab es einige, allerdings geht die Autorin nicht so ins Detail. Dennoch waren die Szenen für mich sehr geschmackvoll und mit Gefühl.Vermutlich ist das Buch deshalb in der Verlagsgruppe Lübbe bei One erschienen und nicht bei Lyx.

Der Schreibstil von Vanessa May konnte mich überzeugen! Ich habe die Geschichte schnell lesen können und hatte Spaß dabei. Die Dialoge gefielen mir und es gab viele lustige Stellen. Sie hat die Geschichte auch spannend erzählt, sodass ich dran geblieben bin und wissen wollte wie es weitergeht. Auch wenn ich teilweise schon erahnen konnte was passieren wird, habe ich mich auf die Szenen oder Enthüllungen gefreut! Wenn die Autorin ein weiteres Buch in diesem Bereich schreibt, könnte ich mir durchaus vorstellen es zu lesen.

Bewertung vom 16.02.2018
Über den wilden Fluss / His dark materials Bd.0
Pullman, Philip

Über den wilden Fluss / His dark materials Bd.0


ausgezeichnet

Eine Vorgeschichte, die Lust auf mehr macht!

Von Philip Pullman als Autor habe ich bisher nur positive Stimmen gehört und kenne die Verfilmung seines Bestsellers „Der Goldene Kompass“, welche mir sehr gefallen hat. Deshalb wollte ich gerne seine Trilogie lesen und hatte sie mir auch schon besorgt, als ich erfuhr, dass eine Vorgeschichte erscheint. Ich habe mir gedacht, dass ich diese doch gerne zuerst lesen möchte und gehofft, dass ich nicht zu viele Informationen aus den „Nachfolgebänden“ kennen muss um der Geschichte folgen zu können. Und zum Glück war das nicht der Fall, denn der Autor erklärt die Welt auch für Neulinge sehr gut, sodass man alles versteht.

In der Geschichte begleiten wir Malcolm, einen für sein junges Alter von elf Jahren sehr reifen und gescheiten Jungen. Er ist auch ein sehr hilfsbereiter Junge und verbringt viel Zeit im Kloster auf der anderen Flussseite, die er mit seinem Kanu erreicht. Dort geht er den Nonnen zur Hand und schließt auch eine kleines Baby in sein Herz, das unter mysteriösen Umständen im Kloster auftaucht und viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bei dem Baby handelt es sich um Lyra Belacqua, der Protagonist aus „Der Goldene Kompass“. Was es mit ihr auf sich hat, erfahren wir in dieser Vorgeschichte.

Den Verlauf der Geschichte mochte ich sehr. Es gab viele spannende Szenen und auch wenn es etwas ruhiger zuging, blieb ich am Ball, da die ganze Welt. Mich gefangen nehmen konnte und ich alle Informationen interessant fand. Besonders die Idee der Daemons konnte mich begeistern!

Malcolm als Protagonisten mochte ich sehr. Er ist ein lieber Junge und handelt in manchen Situationen viel erwachsener und klüger als man von ihm erwarten würde. Auch seine Beziehung zum Baby Lyra und seinen Einsatz ihr zu helfen fand ich toll. Auch Alice mochte ich sehr und das Zusammenspiel der Charaktere fand ich sehr gelungen.

Der Schreibstil von Philip Pullman gefällt mir unglaublich gut! Er schreibt Kinderbücher, die auch Erwachsene mit Begeisterung und Spannung lesen können. Seine Erzählweise ist sehr ausführlich und bildlich, was ich bei Fantasygeschichten besonders mag, da ich mir die fremden Welten so viel besser vorstellen kann. Seine Charaktere füllt er mir Leben, sodass man sie ins Herz schließt und mit ihnen fiebert.

Auch das schöne Cover möchte ich nicht unerwähnt lassen, denn es passt ganz hervorragend zum Inhalt des Buches. Die Farben, als auch das Motiv wurden toll ausgewählt.

Mit „Über den wilden Fluss“ bildet der Autor eine tolle Brücke zu der Hauptgeschichte und ich will auch ganz bald die Trilogie in Angriff nehmen und freue mich auf drei weitere Bücher!

Bewertung vom 14.01.2018
Bourbon Lies / Bradford Bd.3
Ward, J. R.

Bourbon Lies / Bradford Bd.3


ausgezeichnet

Super spannender und emotionaler letzter Teil der Bourbon-Reihe!

Von J.R. Ward kannte ich bereits die Black Dagger-Reihe und mochte, wie sie Geschichten erzählt. Bei der Bourbon-Reihe handelt es sich jetzt um keine Fantasygeschichte, sondern um ein Familiendrama, aber auch auf diesem Gebiet kann die Autorin vollends überzeugen!

Zu Beginn des Buches wurde sehr viel aus den ersten beiden Teilen wiederholt, was sicherlich sehr hilfreich ist, wenn zwischen den einzelnen Teilen ein größerer Zeitabschnitt liegt. Ich muss zugeben, dass mich die Wiederholungen ein wenig gestört haben. Das ging mir aber auch schon beim zweiten Teil so. Das lag aber vor allem wohl daran, dass ich alle drei Teile hintereinander weg gelesen habe. Ansonsten ging die Geschichte direkt weiter und ist genauso unterhaltend, wie ich es aus den anderen zwei Büchern kannte.

Da es sich bei dem Buch um einen dritten Teil handelt, will vom Inhalt gar nicht zu viel verraten. Wir begleiten weiterhin die vier Geschwister Lane, Gin, Edward und hinzukommt nun auch noch Max. Auch Lizzie, Samuel T., Sutton, Miss Aurora und Richard spielen eine wichtige Rolle.
Der Mord um den verhassten Vater William Baldwin ist immer noch nicht geklärt und es kommen viele Personen in Betracht. Das ist nicht verwunderlich, da William Baldwin schlichtweg ein bösartiger und herrschsüchtiger Mann war, der viele Menschen verletzt hat. Die Tatsache, dass viele Menschen als Mörder in Betracht kommen, macht die Geschichte auch so spannend. Manchmal denkt man, dass es diese Person war und im nächsten Moment kann sie es nicht gewesen sein, oder doch? Dafür, dass der Weg zur Aufklärung so gut gemacht war, fand ich die Auflösung leider nicht spektakulär genug und hätte mir einen größeren Aha-Effekt gewünscht.
Auch die Entwicklungen zwischen den einzelnen Charakteren, vor allem zwischen den Liebenden, war sehr mitreißend zu beobachten. Teilweise gab es Szenen, die so aktionreich beschrieben waren, dass ich regelrecht die Luft anhalten musste und das Gefühl hatte nicht schnell genug lesen zu können. Außerdem muss auch noch das Familienunternehmen gerettet werden und auch das gestaltet sich nicht so einfach.

Das Ende hat mir sehr gefallen! Für mich wurde alles aufgeklärt und es blieb keine Frage offen.
Und was mir besonders gefallen hat, war ,dass alle Geschwister ein Happy End erfahren haben. Oft finde ich Happy Ends zu kitschig, aber hier haben die Personen es einfach verdient und alles andere wäre hier wirklich unfair gewesen.

J.R. Wards Schreibstil war so gut, wie ich ihn aus ihren anderen Büchern kenne! Sie schreibt so spannend und unterhaltend, dass man am Ball bleibt und immer weiterlesen will. Ihre besondere Stärke ist aber, wie sie ihre Charaktere ausarbeitet. Die Personen wirken so echt und man lacht und leidet mit ihnen. Manche liebt man und andere hasst man. Gerade das gefällt mir so gut, dass man so eine starke emotionale Bindung zu den Charakteren entwickelt und man traurig ist, wenn die Geschichte zu ende ist.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Bourbon-Reihe mich sehr begeistern konnte und ich einen Teil nach dem anderen verschlingen musste, da ich die Geschichte so spannend fand! Die Charaktere waren ganz wunderbar ausgearbeitet und sind mir ans Herz gewachsen.
J. R. Ward konnte mich auch mit dieser Reihe begeistern und ich bin schon auf weitere Bücher von ihr gespannt!
Von mir gibt es für den dritten Teil gerechte 4,5 Sterne. Die gesamte Reihe hat allerdings volle 5 Sterne verdient!

Bewertung vom 08.01.2018
Du bist mein Feuer
Ronin, Isabelle

Du bist mein Feuer


sehr gut

Schöne Liebesgeschichte, die zum Ende etwas nachlässt

Das schöne Cover hat mich gleich angezogen und so wurde ich auf das Buch aufmerksam! Blumen auf Covern gefallen mir immer sehr und die rote Mohnblume auf dem schwarzen Hintergrund sieht sinnlich aus und passt wegen der roten Farbe auch gewissermaßen zum Inhalt.

Da das Buch auf Wattpad ein so großer Erfolg war, war ich sehr auf die Geschichte gespannt und habe viel erwartet. Ich kann schon mal sagen, dass sie mich nicht so stark in seinen Bahn ziehen konnte wie ich erhofft hatte.

Das Buch beginnt damit, dass Caleb und Veronica sich in einem Club begegnen. Veronica ist dort um sich ihre Sorgen aus dem Leib zu tanzen und Caleb ist gleich fasziniert von ihr. Caleb ist für seine Frauengeschichten berüchtigt, in letzter Zeit aber gelangweilt, was sich schlagartig ändert, als er Veronica in ihrem roten Kleid erblickt. Bevor er sie ansprechen kann, erscheint eine alte Flamme und versucht ihn rumzukriegen. Leider merkt sie nicht, dass Caleb null Interesse hat. Zu seinem Glück erscheint Veronica, behauptet seine Freundin zu sein und rettet ihn aus den Klauen seiner Verflossenen. Caleb wertet das als gutes Zeichen und macht sich daraufhin an Veronica ran. Leider stellt er sich dabei nicht sehr geschickt an und Veronica lässt in stehen. Caleb bleibt verblüfft stehen, schließlich kriegt er sonst jede Frau, die er will. Wie das Schicksal so spielt, rettet er sie vor dem Club, während Veronica sich übergeben muss vor einem potentiellen Vergewaltiger und nimmt sie mit zu sich nach Hause, da Veronica ihre Wohnung verloren hat und nicht weiß wohin. Am nächsten Morgen schlägt er ihr vor bei ihm zu wohnen, wenn sie als Gegenleistung für ihn kocht. Widerstrebend erklärt sich Veronica aus Not einverstanden. Caleb ist sehr mit sich zufrieden, die Eroberung kann beginnen!

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gefallen. Er war sehr flott zu lesen und hat auf den ersten wenigen Seiten schon eine prickelnde Stimmung erschaffen können, sodass ich immer weiter lesen wollte.

Veronica, als auch Caleb fand ich interessant und wollte gerne erfahren, welche Geheimnisse sie verbergen und was in ihrer Vergangenheit passiert ist. Besonders Veronica hat einen starken Eindruck hinterlassen und ich wollte wissen, was ihr widerfahren ist und sie zu der Person gemacht hat, die sie jetzt ist. Sie ist sehr tough und lässt sich wenig gefallen. Sie ist in nicht gerade einfachen Verhältnissen aufgewachsen und musste sich allein durchschlagen. Dadurch fällt es ihr auch schwer Menschen zu vertrauen. Für sie ist es ein großer Schritt bei Caleb einzuziehen.
Caleb hingegen hat es in seinem Leben immer einfach gehabt. Er ist in reichen Verhältnissen aufgewachsen und konnte jedes Mädchen haben, dass er wollte. Veronica ist nun die erste, die ihm widersteht, oder sie versucht es jedenfalls. Natürlich kommen die beiden zusammen und es ist auch ganz süß zu beobachten wie die beiden miteinander umgehen. Caleb ist ein lustiger und heiterer Typ, der Veronica oft aus der Reserve locken muss. Sie bleibt sehr verschlossen und stößt Caleb oft von sich. So ganz konnte ich das nicht verstehen. Klar hat sie Schlimmes durchgemacht, allerdings konnte man die guten Absichten von Caleb und seine Mühe deutlich erkennen. Und umso mehr Veronica Caleb von sich stößt, desto mehr klammert er und drängt sich auf. Teilweise habe ich es kaum ertragen zu sehen, wie Caleb zu einem Weichei mutiert ist.
Die Nebencharaktere, wie Beth und Kar mochte ich sehr und könnte mir gut eine eigene Geschichte für die beiden vorstellen. Potential ist auf jeden Fall gegeben.

Gefallen hat mir auch, dass das Augenmerk nicht auf das Sexuelle gelegt wurde, was bei New Adult Romanen nicht selten ist, sondern auf die Gefühle und das Zwischenmenschliche.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen und ich könnte mir gut vorstellen weiterzulesen, wenn die Autorin den anderen Charakteren eine eigene Geschichte widmet.

Bewertung vom 10.12.2017
Das Geheimnis des Winterhauses
Lark, Sarah

Das Geheimnis des Winterhauses


ausgezeichnet

Eine spannende Familiengeschichte mit einigen Wendungen!

Sarah Lark als Autorin war mir schon einige Jahre bekannt, allerdings für ihre historischen Romane, die überwiegend in Neuseeland spielen. Eine Familiengeschichte, die auch in der Gegenwart spielt, habe ich vorher noch nicht von ihr gelesen, war aber sehr gespannt! Familiengeschichten die auf zwei oder mehreren Zeitebenen spielen lese ich unheimlich gerne und so habe ich mich auch auf das neue Buch von Sarah Lark gefreut, da ich immerhin schon wusste, dass der Anteil in der Vergangenheit nur toll werden kann!

In dem Buch begleiten wir Ellinor auf der Suche nach ihrer Familiengeschichte. Durch eine Nierenerkrankung ihrer Cousine erfährt Ellinor, dass ihre Oma ein Pflegekind war und sie somit nicht blutsverwandt mit ihrer Cousine ist und als evtl. Spender wohl nicht in Frage kommt. Ellinor hatte zuvor keine Ahnung und möchte erfahren, wo ihre Oma herkommt und weshalb sie nicht bei ihren leiblichen Eltern aufgewachsen ist. Was sie auf ihrer Suche in Kroatien und Neuseeland alles erfährt, hätte sie wohl selbst nicht gedacht.

Ellinor ist eine freundliche und mitfühlende Person. Sie ist mit Gernot, einem launenhaften Künstler verheiratet und wünscht sich eine eigene Familie mit ihm, doch leider will es mit dem Kinderwunsch nicht so recht klappen. Ihre Familie ist ihr sehr wichtig und so ist es nicht verwunderlich, dass sie ihrer Familiengeschichte nachgehen will. Gernot ist dabei nicht sehr unterstützend und begleitet sie auf ihrer Reise nur, da er eine Chance sieht seine Kunst zu vermarkten. Allgemein ist er ein sehr unsympathischer Mensch und mir war nicht klar, was Ellinor an ihm findet. Im Internet recherchiert sie über ihre Familie und findet auch schnell Hinweise in Kroatien als auch in Neuseeland. Und genau dieser Aspekt ist auch mein einziger Kritikpunkt. Ellinor findet viel zu schnell und vor allem problemlos die richtigen Hinweise und das mehrmals. In Kroatien, als auch in Neuseeland trifft sie auf Verwandte, die ihr mehr oder weniger bei ihrer Suche helfen. Mehr möchte ich gar nicht verraten, da sonst der Überraschungseffekt verloren geht.
Es kommt nämlich oft anders als man denkt und begegnet auf Wendungen, die nicht vorhersehbar sind.

Wie schon erwähnt, handelt es sich bei dem Roman um eine Familiengeschichte, die auf mehreren Zeitebenen spielt. Zum einen befinden wir uns in der Gegenwart und zum anderen Anfang des 20. Jhs. in Kroatien und überwiegend in Neuseeland. Besonders toll fand ich, wie der Vergangenheitsteil erzählt wurde. Nämlich durch Erinnerungen von Personen, Tagebucheinträge, Buch und Briefe. Eine Idee, die mir bisher so noch nicht untergekommen ist. Gewöhnlich wechseln Gegenwart und Vergangenheit kapitelweise, hier allerdings nicht. Teilweise lesen wir ein ganzes Tagebuch am Stück oder einen langen Brief. So hat man das Gefühl mitten drin zu sein und wird nicht durch ein neues Kapitel unterbrochen. Dieses Stilmittel hat mir sehr gefallen!

Der Schreibstil von Sarah Lark war ganz ausgezeichnet! Sie schafft es mich in fremde Länder zu entführen, in denen ich bisher noch nicht war und dennoch das Gefühl habe sie zu kennen. Sowohl die Landschaft, als auch die Kultur und die Menschen wurden mir nahegebracht. So lernen wir z.B. einige interessante Details über die Kauri Bäume in Neuseeland.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir „Das Geheimnis des Winterhauses“ sehr gut gefallen hat! Der Verlauf der Geschichte als auch das Ende konnten mich überzeugen. Die Charaktere waren toll ausgearbeitet und auch das ganze Drumherum war super beschrieben. Ich würde mich freuen, wenn Sarah Lark ähnliche Familiengeschichten schreibt, die ich dann garantiert lesen würde!

Bewertung vom 27.11.2017
Die Geschichte der getrennten Wege / Neapolitanische Saga Bd.3
Ferrante, Elena

Die Geschichte der getrennten Wege / Neapolitanische Saga Bd.3


ausgezeichnet

Starker dritter Teil!

Bereits die ersten beiden Teile der Neapolitanischen Saga konnten mich restlos begeistern und so habe ich mich unheimlich auf den dritten Teil gefreut! Man ist auch sofort wieder im Geschehen drin und findet zur Not auch eine Zusammenfassung der bisherigen Handlung ganz zu Beginn des Buches.

Wir begleiten Elena und Lila in den 70er Jahren in Italien. Beide sind nun verheiratet und führen ihr Familienleben größtenteils getrennt voneinander. Dennoch kommen sie nie wirklich voneinander los. Elenas Leben verläuft ganz anders als das von Lila. Sie hat eine gute Partie gemacht und ist erfolgreich mit ihrem ersten Roman. Lila hat sich von Ihrem Mann getrennt und schlägt sich allein mit ihrem Sohn durch.

Man könnte meinen, dass Elena das bessere Los gezogen hat, dennoch beneidet sie ihre Freundin. Während Elena versucht es allen recht zu machen und oft unsicher ist, sagt Lila gerade heraus ihre Meinung und handelt auch danach, eckt damit aber auch an. Dennoch wird sie gerade wegen ihres starken Charakters geachtet. Dass merkt auch Elena und bewundert ihre Freundin dafür, hegt aber auch dunkle Gedanken in Bezug auf ihre Jugendfreundin, weil sie selbst gerne so stark wäre.
Der dritte Teil ist der bisher politischste der Reihe. Es gibt viele Unruhen und Elena und Lila sind ebenfalls betroffen und müssen Stellung beziehen, wodurch wieder Spannungen zwischen ihnen entstehen.

Elena Ferrantes Schreibstil ist ganz ausgezeichnet. Sie versteht es die Spannung zu halten, auch wenn sie viel über alltägliches schreibt. Ich finde, es ist nicht selbstverständlich eine Geschichte über zwei Freundinnen so aufregend zu erzählen und das vor allem über vier dicke Bücher lang. Die Autorin hat Charaktere geschaffen, die unbeschönigt dargestellt werden. Man soll sie nicht bewundern oder gern haben, sondern auch ihre dunklen Seiten kennenlernen, die in jedem Menschen stecken können. Dennoch möchte man Elena und Lila begleiten und giert nach jeder Information, die man zu ihnen erhalten kann.

Nun heißt es auf den vierten und letzten Teil warten! Ich bin schon sehr gespannt, wie es ausgehen wird und kann es kaum erwarten weiterzulesen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.11.2017
Fangirl
Rowell, Rainbow

Fangirl


ausgezeichnet

Ich fangirle dieses Buch!

Rainbow Rowell war mir bereits seit „Eleanor und Park“ bekannt. Dieses Buch hatte ich damals sehr geliebt und wollte immer mehr von der Autorin lesen. Besonders „Fangirl“ wurde mir immer sehr empfohlen, allerdings wurde es lange nicht übersetzt. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als es diesen Sommer endlich soweit war und „Fangirl“ auf deutsch erschien!

Ich war etwas überrascht, dass das Cover nicht vom englischen Original übernommen wurde, so wie es bei „Eleanor und Park“ der Fall war, allerdings muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover sogar besser gefällt und es passt auch ganz hervorragend zur Geschichte.

Wir lernen Cath kennen, die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Wren das College besucht. Allerdings teilen sich die beiden Schwestern nicht ein Zimmer, wie ihr ganzes Leben lang zuvor. Wren möchte sich nämlich austoben und unabhängig sein. Cath gefällt das gar nicht. Sie ist eher zurückhaltend und nicht sehr kontaktfreudig. Nun muss sie sich mit einer Fremden das Zimmer teilen und die hat auch noch einen Freund, der Cath ziemlich auf die Pelle rückt. Doch zum Glück kann Cath sich in ihre Fanfiction flüchten und von Simon Snow und Baz träumen. Doch ob das genug ist?

Wren als Charakter mochte ich sehr. Sie ist zwar etwas schräg und geht nicht gern auf Menschen zu, allerdings fand ich das irgendwie liebenswert. Mein Lieblingscharakter war allerdings Levi. Er ist das totale Gegenteil von Cath. Er ist offen, direkt und lustig und scheint vor nichts Angst zu haben. Er ist aber auch einfühlsam und sehr nett. Durch ihn wird Cath auch etwas zugänglicher. Aber auch Caths Zimmergenossin schafft es sie aus ihrer Reserve zu locken und sie so lockerer durchs Leben gehen zu lassen. Dieses Dreiergespann habe ich gerne durch die Geschichte begleitet. Aber auch Wren, Cath Schwester wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer.

Die Idee der Fanfiction gefiel mir sehr. So lesen wir auch einige Auszüge aus Cath Fanfiction zu der nicht existenten Buchreihe „Simon Snow“, die stark an Harry Potter erinnert. Toll ist, dass es diese Fanfiction tatsächlich zu lesen gibt. Das Interesse war so groß, dass Rainbow Rowell sie verfasst hat.

Rainbow Rowells Schreibstil war auch hier wieder ausgezeichnet! Sie schreibt Jugendbücher mit viel Tiefgang und Gefühl ohne jemals kitschig zu werden. Toll ist auch, dass ihre Bücher immer eine Botschaft vermitteln.

Ich mochte ich die Geschichte sehr! Cath, die über sich hinauswächst ohne sich selbst zu verlieren oder zu verleugnen war eine tolle Protagonistin. Ein toller Jugendroman, den ich gerne weiterempfehle!

Bewertung vom 12.11.2017
Bird and Sword / Bird & Sword Bd.1
Harmon, Amy

Bird and Sword / Bird & Sword Bd.1


sehr gut

Eine fantastische Liebesgeschichte mit einigen Auf und Abs

Von Amy Harmon habe ich schon zwei Bücher gelesen und möchte ihren Schreibstil und auch ihre Geschichten unheimlich gerne! Daher war ich auf „Bird and Sword“ sehr neugierig, vor allem da es sich dieses Mal um eine Fantasygeschichte handelt.

Das Buch fängt schon sehr dramatisch mit dem Tod der Mutter der Protagonistin Lark an. Dieser ist so einschneidend, dass Lark ihre Stimme verliert. Hier lernt sie auch schon den späteren König Tiras kennen bei dem dieses Erlebnis auch nicht ohne Folgen bleibt.

Beide Charaktere gefielen mir unheimlich gut! An Lark mag ich ihre Stärke und dass sie nicht ständig an ihrem Schicksal rumjammert, sondern sich den Widrigkeiten entgegenstellt, auch wenn sie mal ein Tief durchlebt, was nur menschlich ist. Tiras ist so, wie ich mir einen richtigen Mann vorstelle. Er ist stark und selbstsicher, hat aber auch eine sensible Seite. Dass Lark und Tiras wohl ein Paar werden war mir ziemlich schnell klar, dennoch mochte ich wie sie sich langsam näher kommen. Beide wissen über die Schwächen des anderen und versuchen einander zu helfen. Klar haben sie nicht immer nachvollziehbar gehandelt. Aber so sind Menschen nun mal und ich will nicht von Charakteren lesen, die perfekt sind und immer das Richtige tun. Wie sie miteinander umgegangen sind gefiel mir und ich fand es der Zeit entsprechend passend. Es war aber schon auffällig, dass die Liebesgeschichte stark im Mittelpunkt des Geschehens stand.
Kjell als bester Freund und Halbbruder Tiras' konnte mich auch überzeugen. Er ist ziemlich harsch und misstraut Fremden. Tiras gegenüber ist er aber sehr loyal und würde alles für ihn tun. Hinter der harten Schale blitzt ab und zu ein weicher Kern durch, was mir sehr gefallen hat.
Mein persönlicher Liebling ist aber der Troll Boojohni! Sein Charakter ist sehr liebevoll und ich fand ihn einfach niedlich. Und dass er, egal was passiert ist zu Lark gehalten hat, macht ihn zu einen unschätzbaren Freund.

Die Idee mit den magischen Worten finde ich sehr gelungen und mir gefällt das gesamte Worldbilding in das man gleich zu Anfang des Buches eingeführt wird. Die verschiedenen magischen Fähigkeiten und wie sie in der Legende zusammenhängen fand ich sehr spannend. Auch dass eben diese Menschen mit den magischen Fähigkeiten gejagt werden, macht die Geschichte so spannend, da ja viel mehr Personen diese Fähigkeiten haben als man zuerst denkt. Allerdings hat die Autorin die anfänglichen Ansätze nicht weitergeführt. Ein Highfantasygefühl hat sich bei mir nicht einstellen können. Als Gegner haben wir in der Geschichte unter anderem die Fantasywesen der Volgar. Diese vogelähnlichen Gestalten töten Menschen und scheinen ohne Gewissen zu sein. Den Kampf mit den Volgar fand ich gut dargestellt. Ewig dauernde Kampfszenen lese ich nicht gerne und die Länge war für mich optimal.

Was mich ebenfalls ein bisschen gestört hat, war die Vorhersehbarkeit. An einigen Stellen habe ich ziemlich schnell durchschaut worauf die Autorin hinaus will und so ging der Überraschungseffekt bei mir verloren. Die Ideen an sich finde ich aber gut gemacht.

Der Schreibstil von Amy Harmon war durchgehend toll. Allerdings merkt man schon, dass es ihr erstes Fantasybuch ist und sie sonst im Bereich der Liebesgeschichten unterwegs ist. Sie kann aber spannend schreiben und das Ende konnte mich gefangen nehmen.

Ein großer Pluspunkt für mich ist, dass die Geschichte mit einem Band für sich stehen kann und man nicht ewig auf die Fortsetzung warten muss, auf die ich mich übrigens freue, da diesmal Kjell der Protagonist sein wird!

Bewertung vom 18.08.2017
Der Freund der Toten
Kidd, Jess

Der Freund der Toten


ausgezeichnet

Herrlich skurrile Geschichte mit liebenswerten Charakteren!

Auf das Buch aufmerksam wurde ich durch das fröhlich bunte Cover, das aber durch den schwarzen Hintergrund auch etwas dunkles, geheimnisvolles hat. Und genau dieses Cover passt hervorragend zur Stimmung des Buches.

Bereits der Anfang der Geschichte konnte mich fesseln. Wir erleben hautnah, wie Mahonys Mutter auf brutalste Weise von ihrem Mann ermordet wird. Mahony ist zu der Zeit ein kleines Baby und erlebt alles mit. Wie durch ein Wunder kommt er mit dem Leben davon.
26 Jahre später, in den 70er Jahren taucht der gutaussehende Mahony in Muldering, dem Heimatort seiner Mutter Orla auf. Den Einwohnern fällt die Ähnlichkeit zu Orla sofort auf. Mahony, der als Kind in einem Waisenhaus in Dublin aufgewachsen ist, hat dort einen alten Brief seiner Mutter erhalten und möchte nun herausfinden, was damals geschehen ist. Die Einwohner des kleinen Dorfes halten sich allerdings bedeckt und so braucht Mahony Hilfe und das nicht nur von den Lebenden, sondern auch von den Toten.

Der Schreibstil von Jess Kidd hat mir sehr gut gefallen! Sie versteht es Personen, Orte aber auch Situationen so bildgenau darzustellen, dass man das Gefühl hat mittendrin zu sein. Selbst skurrile Augenblicke erscheinen wie selbstverständlich und machen ihre Geschichte zu etwas Besonderem.
Jess Kidd hat einen aus der Masse herausstehenden Roman geschrieben, der vor allem durch seine Charaktere besticht. Mahony, Mrs Cauley und auch die vielen Toten sind zum Teil ziemlich schräg, dafür aber auch umso liebenswerter! Auch die Atmosphäre eines mystischen und und zauberhaften Irlands wurde hervorragend eingefangen.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mir gefiel die außergewöhnliche Idee der Autorin und auch die Stimmung, die vor allem durch die Charaktere geschaffen wurde. Sollte Jess Kidd noch ein Buch schreiben, dann würde ich es auf jeden Fall lesen wollen!

Bewertung vom 12.08.2017
Wie das Feuer zwischen uns / Romance Elements Bd.2
Cherry, Brittainy C.

Wie das Feuer zwischen uns / Romance Elements Bd.2


sehr gut

Eine Geschichte voller Tragik und Emotionen mit tollen Charakteren!

Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch den Vorgängerband „Wie die Luft zum Atmen“ von Brittainy C. Cherry. Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber das Cover mit dem gutaussehenden Mann springt einem ins Auge und so war es auch mit dem zweiten Band der Reihe. Besonders toll ist, dass der abgebildete Mann auch so aussieht, wie der Protagonist im Buch beschrieben wird. Der Klappentext hörte sich auch noch ganz toll an und so wollte ich das Buch gerne lesen!

Ich liebe Logan und Alyssa und fand ihre Liebesgeschichte sehr tragisch und mitreißend! Wie die beiden miteinander umgehen und sich praktisch wortlos verstehen, fand ich ganz toll. Wie sie allerdings unter ihren Eltern leiden müssen ist schon extrem. Dass Alyssa bei so einer kalten Mutter noch so fröhlich sein kann ist mir ein Rätsel. Logan hat es sogar noch härter getroffen und es ist rührend, wie er sich um seine drogensüchtige Mutter kümmert, obwohl sie in wie Dreck behandelt. Er wünscht sich seine Mutter zurück, wie er sie in klaren Momenten erlebt hat und das zu beobachten ist echt herzzerreißend. Und dann hat er auch noch einen schlagenden Dealer als Vater! Logan tat mir echt leid. Da wundert es mich nicht, dass er auch in den Drogensumpf gerutscht ist. Allerdings hätte ich erwartet, dass Alyssa hartnäckiger versucht ihn dort herauszubekommen.

Nachdem die Geschichte einen Sprung von mehreren Jahren macht, kann Logan sich selbst nicht verzeihen und will Alyssa all seinen Ballast nicht zumuten. So verhält er sich ihr gegenüber oft nicht vorbildlich um sie auf Abstand zu halten. Alyssa hat auch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen und hat Logan in all der Zeit nicht vergessen können. Er hatte immer Einfluss auf ihr Leben und so lässt sie ihm auch sein raues Verhalten durchgehen. Er kam mir sehr authentisch vor, vor allem, da er nicht perfekt war. Brittainy hat hier tolle Protagonisten geschaffen, deren Verhalten nachvollziehbar ist und man sie auch in ihren schlechten Momenten gern hat. Auch die Nebencharaktere hat die Autorin ganz toll herausgearbeitet. Besonders Kellan, Logans Bruder hat es mir angetan, aber auch Alyssas Schwester Erika und Logans Freund Jacob blieben nicht blass und konnten überzeugen.

Ich fand es total romantisch, wie Logan uns Alyssa zusammen gekommen sind und mochte sie als Paar sehr. Man spürt die starke Anziehungskraft, die Alyssa und Logan aufeinander ausüben. Und wie es in Büchern dieses Genres üblich ist, müssen sie ihr widerstehen. Hier fand ich es aber glaubwürdig dargestellt, da die Charaktere gute Beweggründe haben und es auch nicht auf die Spitze getrieben wird. Auch die Liebesszenen zwischen den beiden fand ich sehr ansprechend und erotisch dargestellt. Es gab auch nicht allzu viele dieser Szenen, da das Augenmerk deutlich auf das Gefühlsleben der Protagonisten gelegt wurde.

Mein gewünschtes Happy End, vor allem wegen eines bestimmten Schicksalsschlages, den die Charaktere erleiden müssen, habe ich bekommen, obwohl ich es im Gesamten etwas zu übertrieben fand. Dafür, dass der Rest der Geschichte eher schwermütig war und ein Tiefpunkt auf den nächsten folgte, fand ich das Ende etwas unpassend. Im echten Leben geht nicht alles gut aus und alle schweben auf einer rosa Wolke. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt, denn der Rest der Geschichte konnte mich gefangen nehmen

Brittainy C. Cherrys Schreibstil finde ich ganz hervorragend! Wie sie die Charaktere und ihre Gefühle beschreibt ist richtig intensiv und einnehmend. Ich finde, dass sie sich im New Adult Bereich deutlich abhebt und ihre Art zu schreiben sehr poetisch und hochwertig ist. Ich habe mir auch schon ihr erstes Buch der Reihe besorgt und freue mich darauf! Soweit ich gesehen habe, kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen, da nicht einmal die Protagonisten der Vorbände wieder auftauchen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

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