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SaintGermain
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Insgesamt 1004 Bewertungen
Bewertung vom 31.12.2025
Kalpenstein, Friedrich

Salute - Der letzte Espresso


ausgezeichnet

Paul Zeitler - ein ehemaliger Kommissar aus München - betreibt ein Café am Gardasee - das Café Monaco. Eines Tages findet er einen Gast erst im Waschraum wieder - ermordet. Commissario Lanza übernimmt den Fall und ist nicht über Zeitler erfreut, der sich in die Ermittlungen einmischt. Doch Zeitler gibt nicht auf und bekommt Hilfe von einer jungen Journalistin, die den toten Kollegen kannte und mochte.

Das Cover ist relativ einfach gemacht, passt aber zum Buch und gefällt mir.

Der Schreibstil des Autors - es ist übrigens das erste Buch des Autors für mich, aber sicher nicht das letzte - ist hervorragend; Orte und Charaktere werden bildhaft dargestellt. Jeder der schon mal am Gardasee war, wird einiges wiedererkennen. Aber auch die Mehlspeisen werden immer wieder genannt und klingen schon sehr lecker.

Der Fall an sich ist ein guter Einstiegsfall, der aber nicht zu viele Überraschungen bietet, da das Motiv schnell klar scheint. Dafür kann das Buch aber trotzdem auch mit spannenden Momenten aufwarten und noch viel mehr mit humorvollen Szenen dazwischen. Am Ende kommt dann auch noch Action hinzu.

Einige Wiederholungen hätte sich der Autor sparen können - jedes Mal wenn Paul Kaffee macht, kommt mehr oder weniger die gleiche Beschreibung. Insgesamt ist das aber Meckern auf hohem Niveau.

Ich freue mich bereits auf die Folgebände, denn v.a. Zeitler, aber auch Lanza und andere, haben definitiv Potenzial für einige Teile.

Fazit: Solider, humorvoller Krimireihenbeginn mit viel Lokalkolorit. 4,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 29.12.2025
Langenscheid, Adrian; Berg, Caja; Jennar, C. K.

True Crime Italien 2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

In seinem 19. True-Crime-Buch nimmt uns der Autor ein weiteres Mal mit auf eine Reise nach Italien. 12 Kriminalfälle - die meisten aus den letzten Jahrzehnten - aus diesem Land bringt uns der True-Crime-Experte in diesem Buch näher.

Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker.

Der Schreibstil ist wie immer großartig; und dass das Buch wieder perfekt recherchiert ist, brauche ich wohl kaum noch zu erwähnen. Die Fälle sind auch wieder gut ausgewählt.

Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber (wie immer) aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch.

Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist bzw. geschehen ist. Es gibt in diesem Buch aber auch wieder einige ungelöste und nur vermeintlich gelöste Fälle.

Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen.

Die Länge der Fälle ist genau richtig, sodass jeder Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten.

Das Buch lädt auch wieder dazu ein einfach weiterzugooglen.

Die meisten Fälle sind diesmal doch sehr bekannt (z.B. Costa Concordia, Amanda Knox oder der Bankier Gottes.

Einige Fälle waren wieder emotional sehr bedrückend und manche kaum zu glauben.

Fazit: Bereits der 19. Band der True-Crime-Reihe und hoffentlich noch lange kein Ende in Sicht. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 26.12.2025
Schwarz, Gunnar

Der Puppenflüsterer (Thriller)


ausgezeichnet

In einem Kühltransporter wird nach einem Unfall ein tiefgefrorener menschlicher Fuß gefunden. Die Ermittler Frank Schünemann und Tabea Kurz übernehmen den Fall und erkennen, dass es sich um eines von mehreren gestohlenen Leichenteilen aus Hamburger Pathologiesälen handelt. Kurz darauf wird eine junge Frau tot und verstümmelt aufgefunden. Scheinbar braucht der Täter jetzt frisches Fleisch.

Das Cover des Buches ist wieder ausgezeichnet gemacht, es passt zum Buch, zu den bisherigen Titeln des Autors und ist ein echter Hingucker.

Der Schreibstil des Autors ist gewohnt gut; Orte und Charaktere bekommen durch die bildhafte Beschreibung schnell Leben eingehaucht. Auch die Perspektive aus Sicht des Täters ist wieder ausgezeichnet und ja fast schon ein Markenzeichen des Autors.

Die Spannung ist von der ersten Seite bis zur Entlarvung des Täters - und auch darüber hinaus - auf sehr hohem Niveau. Der Fall selbst ist hervorragend konstruiert und lädt den Leser zum Mitraten ein. Die Lösung ist logisch und hat einige Wendungen zu bieten.

So konnten auch die Wendungen überraschen und begeistern.

Bitte mehr vom Autor; gerne auch mit diesen Ermittlern, die sich mittlerweile in mein Herz gespielt haben.

Fazit: Ein weiteres Highlight des Thrillerautors. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 18.12.2025
Bruun, Nele

Verbranntes Grab (Zwischen Mord und Ostsee - Küstenkrimi 8)


ausgezeichnet

Wenn das Jahr endet, ziehen auf Föhr die sogenannten Kenkner umher: maskierte Gestalten, die Reime aufsagen, um dafür Süßigkeiten oder Schnaps zu erhalten. Doch bei diesem Jahreswechsel werden 3 Frauen vermisst. Eine davon findet man schnell am Strand - bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Kriminalhauptkommissarin Birte Lohse und ihr Partner Rainer Speckmann übernehmen die Ermittlungen und finden so bald die 2. verbrannte Leiche.

Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt und zur bisherigen Reihe.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt.

Es handelt sich um den 8. Teil der Reihe "Zwischen Mord und Ostsee", um den 3. Fall mit dem Ermittlerpaar und den 2. der Autorin, die diese Reihe von Thomas Herzberg übernommen hat.

Wie der vorherige Teil ist es auch hier ein sehr humorvoller Krimi. Das Potential durch das miteinander verheiratete Ermittlerpaar hat die Reihe - und sie zeigen es auch. Langsam entwickeln sie sich weiter, bleiben aber im Grunde die selben.

Die Spannung des Buches war sehr hoch, aufgelockert durch die humorvollen Stellen, die das Ermittlerpaar hauptsächlich zu verantworten haben. Man weiß als Leser definitiv lange nicht, wer der Täter ist bzw. auf was der Autor hinauswill. Und doch erscheint am Ende eigentlich alles klar und logisch.

Sehr spannender Fall mit immer besser werdendem Ermittlerpaar.

Fazit: Die Ermittler nehmen an Schwung auf. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 18.12.2025
Wood, Dany R.

Nur Gundula gärtnerte giftiger


ausgezeichnet

Gundula und Alfred Böttinger leben mit einigen Nachbarn zusammen und führen Kleinkriege gegen sie. Auch umgekehrt kann niemand die beiden - vor allem Gundula - leiden. Als Jupp von Gundula wegen zu lauter Musik in der Nachbarschaft angerufen wird, freundet er sich schnell mit der griechischen Familie an. Nur kurz darauf stirbt Alfred allerdings, nachdem er vergifteten Käsekuchen gegessen hat. Für Jupp scheint schnell festzustehen, dass nur Gundula dahinterstecken kann, doch die bringt ihre geköpften Gartenzwerge ins Spiel und schon bald zeigt sich, dass jeder der Nachbarn es ebenso sein könnte. Währenddessen hat Inge mit ihrer Tochter und deren neuer Familie zu kämpfen, die nebenan eingezogen ist. Und Oma Käthe mach das ganze auch nicht gerade besser.

Das Cover des Buches ist wieder sehr passend und auch gut gemacht und passt perfekt sowohl zu diesem Buch und auch zur bisherigen Reihe.

Der Schreibstil des Autors ist sowieso grandios. Charaktere und Orte werden bildhaft beschrieben. Und die Hauptprotagonisten entwickeln sich langsam aber stetig weiter, während sie doch im Grunde immer die selben bleiben.

In diesem Fall steht deutlich der Humor im Vordergrund, obwohl auch der Krimi Spannung bietet.

Der Plot ist hervorragend gewählt und erinnert mit den vielen Verdächtigen und den Geheimnissen, die ans Licht kommen an Fälle von Agatha Christie, obwohl in diesem Buch wie immer natürlich der Humor eine wichtige Rolle spielt.

Es ist ein echtes weiteres Highlight der Reihe und kann problemlos auch für sich alleine gelesen werden.

Den richtigen Täter hatte ich zwar relativ bald auf dem Schirm, aber die Spannung riss nie wirklich ab und der Humor wahr sowieso immer auf Höchstniveau. Dazwischen wechselte ich allerdings doch öfters meine Verdächtigen.

Fazit: Krimödie, die durch Humor, aber auch Spannung voll überzeugen kann. Bitte mehr davon. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 04.12.2025
Weiss, Josefine

So nah wie der Himmel (Liebesroman)


ausgezeichnet

Als Aileen 10 Jahre alt wird, verliert sie in Bern ihren Vater - und auch ihre Mutter ist seitdem kaum mehr für sie da. 15 Jahre später muss Aileen zurück nach Bern. Sie hat ihr ganzes Geld ihrem Ex-Freund gegeben und soll einen Reiseführer über Bern schreiben. Sie bekommt durch ihre Freundin eine Unterkunft in einer familiären Pension. Dort lernt sie die ganze Familie kennen, auch den charismatischen Maurice, der im Rollstuhl sitzt und den Gästen jeden Wunsch von den Augen abliest. Trotz ihrer Abneigung gegen Bern, beginnt sich Aileen nicht nur in Bern, sondern auch in Maurice zu verlieben.

Das Cover passt nicht nur hervorragend zu den Büchern der Autorin, sondern auch (mit kleinem Einwand) zu diesem Buch und ist ein echter Hingucker. Allerdings sollte Maurice nicht auf der Bank sitzen, sondern im Rollstuhl.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt ausgezeichnet; Orte und Personen werden bildhaft (manchmal schon etwas zu viel) beschrieben.

Der Plot ist wie bei allen Büchern der Autorin wieder ausgezeichnet, denn wie immer handelt es sich um viel mehr als eine Liebesgeschichte. Es handelt sich wieder um eine Story, die zum Nachdenken anregt und starke Emotionen beim Leser hervorruft.

Auch nichts Neues ist, dass die Geschichten der Autorin zwar spannend sind, aber im Großteil auch sehr vorhersehbar. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch immer die eine oder andere kleine Überraschung bzw. Wendung und man kann - vor allem aufgrund der Gefühle beim Lesen - das Buch kaum aus der Hand legen.

Was mich immer wieder fasziniert, ist , wie die Autorin in ihren Büchern Szenen hat, die wohl jeden an eine Situation in seinem Leben triggern. Also bei mir ist es jedenfalls so.

Keine Ahnung, wie die Autorin es macht: irgendwie passen die Bücher meist zu meiner Lebenssituation (also nicht 1:1). Bei diesem Buch besonders, denn als ich es las, nutzte ein Arbeitskollege den assistierten Suizid aufgrund seiner ALS.

Man kommt nicht umhin, dass man beide Seiten versteht, wenn man das Buch liest.

Das Ende ist sehr gut gelungen und die Autorin zeigt, dass es unterschiedliche Arten von Happy Ends geben kann.

Fazit: Hochemotional und zum Nachdenken. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 03.12.2025
Rose Hard

Die Tote in meinem Bett


ausgezeichnet

Selene Kensington wacht eines morgens auf. Statt ihrem wohlhabenden Verlobten Dominic liegt eine blutüberströmte Frauenleiche neben ihr im Bett und ihr Verlobter ist verschwunden. Da Selena selbst eine Vergangenheit hat, versucht sie die Leiche und das Blut zu entfernen und ihren Verlobten zu finden - und natürlich auch was geschehen ist. Dabei fällt ihr schnell auf, dass sie einen ganzen Tag verschlafen hat.

Das Cover des Buches ist gut gemacht und auch einigermaßen passend zum Buch, überzeugt mich aber nicht wirklich.

Der Schreibstil der Autorin ist ausgezeichnet; Orte und Charaktere werden hervorragend dargestellt.

Der Plot ist gut durchdacht; auch wenn es das eine oder andere Buch gibt, das ähnlich beginnt, entwickelt sich die Story dann doch ganz anders.

Am spannendsten bis zur Hälfte des Buches etwa, ist die Frage über Selenas Vergangenheit, die dann glaubwürdig rüberkam. Warum sie aber trotz ihrer Vergangenheit so mit der Leiche agiert, ist trotzdem irgendwie unvorstellbar für mich.

Ich fühlte mich aber großartig unterhalten und man konnte auch gut mit der Protagonistin in vielen Szenen mitfühlen - was sicher auch der Ich-Perspektive zu verdanken war.

Das Ende ist bleibt dann trotzdem etwas offen, sodass man auch eine Fortsetzung schreiben könnte, die dann aber in eine andere Richtung gehen müsste.

Fazit: spannend und überraschend mit etwas offenem Ende. 4,5 von 5 Sternen

Bewertung vom 02.12.2025
Erdmann, Nadine

London Underground (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Im Unheiligen Jahr 13 Jahre nach den Originalbänden haben die Spuke Squads und Ghost Reapers sehr viel zu tun. U-Bahnschächte müssen gesäubert werden und neue Geisterkreaturen bedrohen nicht nur London, sondern auch den Wald hinter den Häusern der Hunts. Toby und Leo, die beide den Geminus in sich tragen, unterstützen ihre Dads und den Rest dabei. Bei einem Lost Place, wo sie Spaß haben wollen, lernen die beiden - zusammen mit ihrer Schwester Maze - Jen kennen, ein obdachloses Mädchen, das (ebenso wie Leo) auf die Polizeiakademie gehen will.

Meine Nummerierung richtet sich nach der ursprünglichen Zählung - später wurden mehrere Geschichten in einem Buch zusammengetan, weshalb es offiziell als 9. Buch der Reihe gilt.

Es ist nach der Originalreihe und den 2 Zwischenbänden der Beginn der Sequel-Trilogie rund um die Hunts. Die vielen Fans der Reihe - mich eingeschlossen - freut das natürlich sehr.

Das Cover richtet sich nach diesen neuen Sammelbändern der bisherigen Bänder. Die ursprünglichen gefielen mir besser. Diese hier bestechen eher durch ihre Einfachheit.

Der Schreibstil ist wie immer exzellent; hervorragend wie sich die Charaktere entwickelt haben und wie neue Personen perfekt eingeführt werden. Wenn man sich vorstellt, dass aus den wilden Teenies plötzlich vernünftige Eltern geworden sind, aus den Minis Teenager und neue Minis gekommen sind, ist das einfach phänomenal.

In diesem Band passiert wirklich viel; zum einen lernen wir Jen kennen (und lieben), zum anderen haben die Hunts im Unheiligen Jahr viele Kämpfe gegen Geister und neue Variationen zu bestreiten. Und natürlich können die beiden Teenager Leo und Toby ihre Gemini-Kräfte erstmals wirklich einsetzen - vor allem Leo, der sich bisher immer geweigert hat.

So ist dieser 1. Band der Sequel-Trilogie ein sehr erfreutes Wiedersehen mit geliebten Figuren, dazu viel Action, neue Gefahren und ganz viel Emotionen.

Wer die ursprüngliche Reihe kennt, wird dieses Buch auch lieben.

Und die Original-Reihe sollte man definitiv kennen, bevor man diesen Band liest.

Fazit: Hervorragender Sequel-Auftakt. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 21.11.2025
Erdmann, Nadine

Schatten der Vergangenheit (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

10 Jahre nach den Geschehnissen von "Die Totenbändiger" wird es für Matt und Gabriel Zeit ihrem Kindern Leo und Toby zu erklären, was in ihrer Kindheit geschah und dass sie den Geminus in sich tragen. Das müssen die beiden Jungs natürlich erst mal verkraften. Toby will alles über den Gemini wissen und versucht soviel wie möglich darüber herauszufinden, während sein älterer Bruder dies alles verdrängen will, was richtig gefährlich für ihn wird.

Meine Nummerierung richtet sich nach der ursprünglichen Zählung - später wurden mehrere Geschichten in einem Buch zusammengetan, weshalb es offiziell als 8. Buch der Reihe gilt.

Noch genauer handelt es sich eigentlich um einen von 2 Zwischenbändern, bevor es in einer Sequel-Trilogie weitergeht. Die vielen Fans der Reihe - mich eingeschlossen - freut das natürlich sehr.

Das Cover richtet sich nach diesen neuen Sammelbändern der bisherigen Bänder. Die ursprünglichen gefielen mir besser. Diese hier bestechen eher durch ihre Einfachheit.

Es ist zwar nur ein Zwischenband, die aber deutlich mehr Spannung als sein Vorgänger bringt und deutlich zum Sequel hinführt. Wie von der Autorin gewohnt, ist aber auch dieser Band sehr emotional.

Ach ja - und der Schreibstil ist natürlich wie gewohnt exzellent.

Wer die ursprüngliche Reihe kennt, wird dieses Buch auch lieben.

Und die Reihe sollte man definitiv kennen, bevor man diesen Band liest.

Fazit: Emotionales 2. Zwischenspiel der beliebten Reihe, bevor es ins Sequel geht. 5 von 5 Sternen

Bewertung vom 21.11.2025
Langenscheid, Adrian; Berg, Caja; Jennar, C. K.

True Crime Italien (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

In seinem 18. True-Crime-Buch nimmt uns der Autor mit auf eine Reise nach Italien. 12 Kriminalfälle der letzten Jahrzehnte aus diesem Land bringt uns der True-Crime-Experte in diesem Buch näher.

Das Cover des Buches passt natürlich perfekt zum Buch, ebenso wie zur bisherigen Reihe und ist ein echter Hingucker.

Der Schreibstil ist wie immer großartig; und dass das Buch wieder perfekt recherchiert ist, brauche ich wohl kaum noch zu erwähnen. Die Fälle sind auch wieder gut ausgewählt.

Trotz des doch eher nüchternen Schreibstils kommen aber (wie immer) aufgrund der Fälle und deren Beschreibung Emotionen beim Lesen hoch.

Der Autor beschäftigt sich in den meisten Fällen um Täter und Opfer gleichermaßen. Auch das Motiv nimmt eine wichtige Rolle ein, ebenso das Gerichtsurteil und was mit den Tätern in der Gegenwart ist bzw. geschehen ist. Es gibt in diesem Buch aber auch einige ungelöste und nur vermeintlich gelöste Fälle.

Und die Fälle sind zum Großteil wirklich schockierend, und das aus verschiedenen Gründen.

Die Länge der Fälle ist genau richtig, sodass jeder Fall hinreichend erörtert wird. Dadurch ist auch die Spannung hochgehalten.

Das Buch lädt auch wieder dazu ein einfach weiterzugooglen; besonders natürlich in den ungelösten Fällen, die viele Theorien der Fantasie des Lesers entlocken. Die meisten Fälle werden wohl auch hier ungeklärt bleiben.

Hervorstechend in diesem Buch ist diesmal doch auch die Inkompetenz der italienischen Polizei in sehr vielen dieser 12 Fälle, wo einfach auch sehr viel geschlampt wurde oder eben sogar jemand (vermutlich) falsches verhaftet wurde.

Die ersten beide Fälle gibt es für alle, die gerne mehr wissen wollen, auch bei Netflix als Doku bzw. Film. Während das Vatican-Girl wohl für alle Zeiten verschwunden sein wird, wird wohl im 2. Fall jemand lebenslang sitzen, bei dem man zumindest "In dubio pro res" gelten lassen hätte können, da auch die zuständige Staatsanwältin mittlerweile deswegen vor Gericht steht.

Einige Fälle waren wieder emotional sehr bedrückend. Einige waren mir bekannt, andere weniger.

Fazit: Bereits der 18. Band der True-Crime-Reihe und hoffentlich noch lange kein Ende in Sicht. 5 von 5 Sternen