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Isabel
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Bietigheim-Bissingen

Bewertungen

Insgesamt 371 Bewertungen
Bewertung vom 12.01.2026
Lafaye, Vanessa

Das Haus des Kolibris


ausgezeichnet

Nachdem ich kürzlich meinen Sohn in Amerika besucht hatte und somit Florida ein wenig kennenlernen durfte, war der Griff zu diesem Buch fast schon eine Selbstverständlichkeit, wenn nicht gar ein Muss. Während ich den „Sunshine State“ natürlich in der Gegenwart und in friedlichen Zeiten erleben durfte, fand ich die Reise in die Vergangenheit durch die Augen der leider viel zu früh verstorbenen Autorin Vanessa Lafaye umso spannender.

Der Roman „Das Haus des Kolibris“ ist in zwei Zeitebenen unterteilt, von denen eine im Jahr 1919 und die zweite in den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts spielt. Zunächst schreiben wir das Jahr 1919. Die junge Alicia Cortez fällt bei ihrer Familie in Ungnade und ist gezwungen ihre geliebte Heimat Kuba zu verlassen, um in Florida gezwungenermaßen ein neues Leben zu beginnen. Dort findet sie Anstellung im „Tea Salon“ ihrer Cousine. Als diese überraschend stirbt, findet Alicia sich als Besitzerin des Etablissements wieder, das sich bei genauem Hinsehen als Freudenhaus entpuppt hatte. Mit viel Kraft und Spucke stellt sie sich der ungewöhnlichen Herausforderung, bringt den Laden in Schwung und auf Vordermann. Stets an ihrer Seite findet man den Kriegsveteranen John, dem die benachbarte Bar gehört. Nach anfänglichem Zögern verlieben sich die Beiden ineinander und sind bald ein unzertrennliches Paar. Doch sie haben die Rechnung ohne den Wirt, beziehungsweise ohne den KKK gemacht, der gerade im Begriff ist in den Florida Keys Fuß zu fassen. Schnell beginnen Alica und John aufgrund ihrer gemischtrassigen Beziehung den Hass und die Gewalt am eigenen Körper zu spüren …

Das Jahr 1993 hingegen beginnt mit einem Knall, besser gesagt einem tödlichen Schuss, der einen betagten Mann im Rollstuhl niederstreckt. Eine alte Frau bekennt sich offen zu der Tat. Schnell stellt sich heraus, dass es sich hierbei um „La Rosita Negra“, auch bekannt unter ihrem echten Namen Alicia, handelt. Hat sie mit ihrer Tat endlich eine alte Schuld beglichen? Die eingeleiteten Ermittlungen gestalten sich schwierig …

Beim Lesen war ich immer wieder erschüttert, mit welch brutaler Gewalt und geglaubter Überlegenheit der Klan damals und vielleicht sogar noch agiert. Die Autorin zeichnet in meinen Augen in ihrem Roman, der auf realen Ereignissen basiert, ein erschreckend realistisches Bild der Rassendiskriminierung in den Südstaaten der USA im frühen 20. Jahrhundert. Trotz des schwierigen Themas habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt. Mir hat das Buch sehr zugesagt und somit vergebe ich sehr gerne sonnige fünf „Sunshine Sterne“.

Bewertung vom 12.01.2026
Stürickow, Regina

Kommissar Gennat und der Raubmord am Ku'damm


ausgezeichnet

Ich gestehe, das Berlin der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts gehört definitiv in Romanen zu einem meiner Lieblingsschauplätze und besonders natürlich auch historischen Kriminalromanen. So freute ich mich dann auch riesig zu entdecken, dass die mir sehr gut bekannte Autorin Regina Stückerow ein neues Buch geschrieben hatte, das mich genau an diesen Ort zu entführen versprach. Sie wählt, wie bereits auch schon in vielen ihrer Vorgängerromane, einen wahren Kriminalfall als Basis für ihr Buch. Wieder einmal darf ich gemeinsam mit Kommissar Gennat, vielen auch bekannt als der „Buddha“, und seinen Freunden Lissy und Max Kaminski ermitteln.

Die Nationalsozialisten haben inzwischen die Kontrolle über den Polizeiapparat übernommen, was auch Kaminski leider am eigenen Leibe zu spüren bekommt. Er ist Jude und darf offiziell nicht mehr für die Polizei arbeiten. Doch was die Obrigkeit nicht weiß, macht sie nicht heiß und so unterstützt er Gennat – gemeinsam mit seiner Frau – tatkräftig, den Raubmord am Kurfürstendamm aufzuklären. Wer hat den armen Boten überfallen und auf ihn geschossen? War es ein Inside Job? War das Opfer etwa ursprünglich selbst einer der Täter?

Beim Lesen merkt man, dass Regina Stückerow, die nicht „nur Autorin“, sondern auch absolute Expertin ist, wenn es um Kriminalfälle aus Berlin und Brandenburg in den 20er und 30er Jahren geht, beim Schreiben dieses Romans in ihrem Element ist. Gekonnt verwickelt sie ihre Leserschaft nicht nur in den vorliegenden Kriminalfall, sondern vermittelt auch sehr authentisch den politischem Druck und die Angst, die sich inzwischen nicht nur in Berlin breit gemacht haben. Geschickt verwebt sie reale Fakten mit fiktiven Elementen und schafft so einen historischen Kriminalroman, den ich fast nicht zu Seite legen konnte. Mich hat das Buch in den Bann gezogen und so vergebe ich gerne mit fünf Sternen die volle Punktzahl. Ich würde mich sehr freuen, wenn es mit dieser Reihe noch ein wenig weiter würde und hoffe auf einen weiteren Band in baldiger Zukunft.

Bewertung vom 09.01.2026
Galbraith, Robert

Das strömende Grab / Cormoran Strike Bd.7 (4 MP3-CDs)


sehr gut

Ein besorgter Vater wendet sich an Cormoran Strike und Robin Ellacot, die sich mit ihrer Detektei darauf spezialisiert haben, schwierige Fälle zu lösen. In diesem bereits siebten Band der Reihe bekommen sie nun den Auftrag Sir Colin Edensors Sohn Will aus den Fängen der UHC (Universal Humanitarian Church) zu befreien. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, denn Will scheint unerreichbar und wird von der Sekte vollkommen isoliert. Den beiden Detektiven bleibt nichts anderes übrig als Robin unter falschen Vorgaben auf dem Campus einzuschleusen. Dort angekommen erlebt sie am eigenen Leib, wie die Kirche operiert. Sie manipuliert ihre Mitglieder, unterzieht sie strengen, oft grausamen Ritualen, die bei Nichtbeachtung mit einer empfindlichen körperlichen Strafe belegt werden. In der Zwischenzeit tut Cormoran auf der anderen Seite sein Möglichstes, die dubiosen und sträflichen Machenschaften aufzudecken. Was ihm dabei zwischen die Finger kommt, lässt ihn erschauern und um das leibliche Wohl Robins bangen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt und bringt das Duo hart an seine Grenzen …

Mit seinen gut 34 Stunden Hörvergnügen stellte das Hörbuch für mich eine wahre Herausforderung dar. Während ich die Geschichte durchaus als spannend empfand, hätte ich sie mir auch ohne den ein oder anderen Nebenschauplatz vorstellen können. „Weniger ist oft mehr“ wäre hier das Sprichwort meiner Wahl gewesen. Dennoch habe ich die Hörstunden genossen und freue mich auch sehr über die persönliche Entwicklung der Charaktere. So sehr, dass ich wohl auch zum nächsten Teil greifen werde ;). Insgesamt vergebe ich für „Das strömende Grab“ vier der verfügbaren fünf Sterne und freue mich nun auf Teil acht der Reihe rund um Cormoran und Robin!

Bewertung vom 09.01.2026
Abel, Susanne

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104


ausgezeichnet

Schnell wird beim Lesen des neuen Romans von Susanne Abel klar, warum der Titel „Du musst meine Hand fester halten, Nummer 104“ gewählt wurde. Diesen Satz bringt nämlich die elfjährige Margret auf dem Weg zur Christmette 1947 gegenüber dem kleinen Hartmut über die Lippen. Die Beiden sind in einem der vielen Kinderheime in Deutschland untergebracht und der verschüchterte fünfjährige Junge, der mit niemandem spricht, droht auf dem Eis auszurutschen. Der Kleine kam mit einem Kindertransport aus Danzig und da der Name auf seinem Pappschild nicht mehr richtig leserlich war, nannte man ihn Hartmut und schätzte sein Geburtsdatum auf xx.xx.1942. Aus Hartmut wird Margret später liebevoll „Hardy“ machen. Auch Margret ist ein Waisenkind, sie war einst in Gelsenkirchen zu Hause. Als Margret bedingt durch den Erfolg des Kindersuchdiensts des Roten Kreuzes, das Glück hat von einer Tante gefunden und aufgenommen zu werden, verlieren sich die beiden Leidensgenossen vorübergehend aus den Augen. Der Zufall führt die zwei wieder zusammen und ihr gemeinsames Leben nimmt, wenn auch erst holprig, seinen wie vorbestimmten Lauf ...

In einem parallelen Handlungsstrang erfahren wir mehr über das spätere Leben von Margret und Hardy, die das Schicksal unwiederbringlich zusammengeschweißt zu haben scheint. Trotz des Altersunterschieds haben die beiden geheiratet und eine eigene Familie gegründet. Inzwischen sind sie recht jung Urgroßeltern geworden und wieder wird das Jugendamt auf die Familie aufmerksam. Schmerzhafte Erinnerungen aus ihrer eigenen Kindheit werden zu Tage gefördert und Margret und Hardy fangen erneut an, um ihr seelisches Überleben zu kämpfen …

In ihrem berührenden neuen Roman nimmt die Autorin Susanne Abel kein Blatt vor den Mund und zartbesaitete Leserinnen und Leser mögen Probleme mit der schonungslosen Deutlichkeit haben, mit welcher Frau Abel die damalige Situation in den Kinderheimen beschreibt. Auch für mich waren diese offengelegten Tatsachen oft schwer zu ertragen, aber dennoch weckten sie in mir auch immer wieder die Hoffnung, dass Margret und Hardy die Dämonen der Vergangenheit besiegen werden. Während Hardy sein Leben lang der zupackende Praktiker bleiben wird, wächst Margret über sich hinaus und verwaltet ihre Familie wie ein kleines Unternehmen. Gefühlsausbrüche lässt sie bei sich nicht, sie ist nach außen hin immer die Starke, bis auch sie eines Tages an ihre Grenzen stößt …

Wie nicht anders erwartet, hat mich nach der „Gretchen“ Dilogie auch diese Geschichte aus der Feder Sabine Abels mehr als abgeholt. Das Buch zog mich derart in den Bann, dass es schwer war, es zur Seite zu legen, wenn dies auch zwischendurch bedingt durch die erschütternde Thematik notwendig war. Ich vergebe für diesen emotional ergreifenden Roman, der zwar als solcher fiktional ist, aber durchaus auf wahren Begebenheiten basiert, sehr überzeugte fünf Sterne verbunden mit einer absoluten Leseempfehlung, da ich der Meinung bin, dass solche Themen niemals totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt werden dürfen!

Bewertung vom 07.01.2026
Rosenthal, Rena

Der Eispalast Bd.1


sehr gut

Dieser Auftaktband der Eislauftrilogie von Rena Rosenthal entführte mich ins Wien des 19. Jahrhunderts, wo ich auf Charaktere treffe, die von der Arbeiterklasse bis hin zur feinen Gesellschaft reichen. Alle haben ein Ziel, sie wünschen sich ein besseres Leben, was auch immer das für jeden Einzelnen bedeuten mag. Die zurückgezogene Nikolett, deren hübsches Gesicht durch eine hässliche Narbe entstellt ist, wünscht nur eins … Eislaufen zu können. Die kämpferische Julianna verfolgt das gleiche Ziel auf ihre ganz eigene Weise. Als die Beiden schließlich aufeinandertreffen wird sich ihrer beider Leben von Grund auf ändern.

Durch den leicht zu lesenden, angenehmen Schreibstil konnte ich schnell in die Handlung eintauchen. Geschickt verwebt die Autorin Realität und Fiktion und gibt tiefe Einblicke in die Anfänge des Eislaufs, die mir so nicht bekannt waren. Ich litt mit den verschiedenen Figuren, freute mich aber auch über ihre errungenen Siege, auch wenn sie oft noch so klein waren. Die gut recherchierte Geschichte konnte mich überzeugen, so dass ich hier gerne vier funkelnde Sterne vergebe und mich schon heute auf den nächsten Band freue. Fans von Familiensagas und Geschichten über die Kraft der Freundschaft lege ich dieses Buch mit gutem Gewissen ans Herz.

Bewertung vom 07.01.2026
Blake, Matthew

Sophie L.


sehr gut

Mit seinem neuesten Werk „Sophie L.“ verspricht der Autor Matthew Blake seiner Leserschaft einen spannenden Psychothriller rund um die Gedächtnisexpertin Dr. Olivia Finn und ihre Großmutter. Beide kämpfen mit den Geistern der Vergangenheit doch Gran Josephines Kampf wird schnell beendet, denn sie wird kurz nach ihrer Aussage, eine Mörderin zu sein, selbst ermordet. Scheinbar möchte jemand verhindern, dass ihr Geheimnis ans Licht kommt, doch wer könnte daran nach achtzig Jahren noch Interesse haben? Fieberhaft suchen nun Polizei und Olivia selbst nach Antworten und letztere bringt sich bald in tödliche Gefahr …

Mit viel Liebe zum Detail versucht der Autor Matthew Blake für seine Leser ein Bild von Olivia zu zeichnen, das sich leider mehr als einmal in zu vielen Nichtigkeiten verliert. Besser hingegen gelingt ihm die Darstellung der Vergangenheit im Jahr 1945 als Josephine und auch Sophie damit kämpfen, nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg und seinen Folgen wieder ins Leben zurückzufinden. Sein Schreibstil ist flüssig und die kurzen Kapitel halten die Leser bei der Stange. „Nur noch ein Kapitel …“ dachte ich oft beim Lesen und schon war wieder eine halbe Stunde vergangen. Dennoch konnte mich das Buch nicht restlos überzeugen, so dass ich für „Sophie L.“ mit vier Sternen nicht ganz die volle Punktzahl vergeben. Ich werde diesen sehr sympathisch wirkenden Autor aber gerne im Auge behalten und seinem hoffentlich nächsten Werk gerne eine Chance geben.

Bewertung vom 05.01.2026
Münzer, Hanni

Heimat ist ein Sehnsuchtsort


ausgezeichnet

Wir schreiben das Jahr 1928 und befinden uns in Petersdorf in Oberschlesien, ganz in der Nähe der deutsch-polnischen Grenze. Hier treffe ich auf die doch recht außergewöhnliche Familie Sadler bestehend aus Vater Laurenz, seiner Frau Annemarie und deren Töchter Kathi und Franzi. Ich wähle den Begriff außergewöhnlich, denn eigentlich wollte Laurenz nie auf dem elterlichen Hof leben. Er ist alles andere als ein Bauer, er ist ein talentierter Komponist. Umstände, die sich seiner Kontrolle entzogen, zwingen ihn in dieses Leben, und er findet schließlich Halt in der Liebe zu seiner Frau und seinen Töchtern. Doch die braunen Schergen scharren bald mit den Füßen und so wird schnell ihrer aller Leben – nicht zuletzt durch seine besonderen Töchter – in Gefahr geraten. Wird es Laurenz gelingen, seine Familie zu beschützen?

Der Titel dieses wunderbaren Buchs hätte passender nicht gewählt werden können, denn was ist besonders in schweren Zeiten wichtig? Die Heimat, auch wenn sie noch so anders ist als man es sich je erträumt hätte. Gemeinsam erlebe ich in „Heimat ist ein Sehnsuchtsort“ mit der Familie Laurenz was Zusammenhalt, Liebe und Hoffnung bedeutet. Feinfühlig, fast zärtlich erzählt die bekannte Autorin Hanni Münzer ihre Geschichte und nimmt mich mit auf eine eindringliche Reise in die Vergangenheit. Hierfür vergebe ich überzeugte fünf Sterne und freue mich schon heute auf den Folgeband dieser Dilogie. Gerne empfehle ich dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die wie ich tiefgründige Familiengeschichten und Geschichte lieben.

Bewertung vom 04.01.2026
Lacrosse, Marie

Traum und Schicksal / Montmartre Bd.2


ausgezeichnet

Der zweite Band der Dilogie rund um den Montmarte von Marie Lacrosse bescherte mir ein spannendes und emotionales Wiedersehen mit den beiden Protagonistinnen, Elise Lambert und Valérie Dumas, die zwar am selben Tag aber in völlig unterschiedliche Welten geboren wurden.

Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Elise Lambert scheint es geschafft zu haben. Sie feiert große Erfolge als Tänzerin im neu eröffneten Moulin Rouge und steigt rasch zu einem der Stars des Etablissements auf. Doch das Leben im berühmten Künstlerviertel Montmartre zeigt ihr auch immer wieder die Schattenseiten des Ruhms. Neid und Missgunst machen ihr oft das Leben schwer und verweisen sie mehr als einmal in ihre Schranken.

Auch Valérie Dumas, die junge Frau aus gutem Hause, kämpft, denn die ungewollte Ehe mit dem Widerling Baptiste Germain zwingt sie immer wieder in ihre Grenzen. Ihr Wunsch, selbst Malerin zu werden, wird von ihrem Ehemann abgelehnt, ja sogar verboten, und wird somit immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Bald ist obendrein ihre Freundschaft mit dem berühmten Künstler Henri de Toulouse-Lautrec in Gefahr.

Wird es Elise und Valerié am Ende gelingen, ihre beiden Leben zu ihrer eigenen Zufriedenheit gestalten zu dürfen?

Wie schon der erste Band zeichnet auch „Traum und Schicksal“ wieder ein realistisches Bild des späten 19. Jahrhunderts in Paris, in dem die Glanzwelt der Can-Can-Tänzerinnen und die düstere Realität der Armut und gesellschaftlichen Konventionen aufeinandertreffen. Mit jeder Seite, die ich umblätterte, spürte ich die Begeisterung, mit welcher die sympathische Autorin Marie Lacrosse, vielen vielleicht auch bekannt unter ihrem echten Namen Marita Spang, sich dem Schreiben und natürlich der vorangegangenen Recherche hingab. Mit ihrem Pariser Zweiteiler hat sie mehr als ein aufregendes Thema in den Mittelpunkt ihres Romans gestellt und damit meine eigene Begeisterung entfacht. Von mir gibt es natürlich wieder fünf funkelnde Sterne verbunden mit der Hoffnung auf bald neue Zeilen aus ihrer talentierten Schreibfeder. Liebe Marie, gerne empfehle ich diesen und alle deine anderen Bücher weiter. À bientôt!

Bewertung vom 04.01.2026
Berg, Eric

Die Blankenburgs / Die Porzellan-Dynastie Bd.1


sehr gut

Hochmut kommt vor dem Fall ...
Mit ihren einhundertfünfzig Jahren Firmengeschichte können die Blankenburgs auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Doch als sich Adalmar, das Familienoberhaupt, an der Börse verkalkuliert und alles verliert, beginnt für die hinterbliebenen Schwestern nach seinem Selbstmord eine schwere Zeit. Ein erbitterter Streit beginnt nach deren Übernahme und gleichzeitig stehen die Nationalsozialisten schon in den Startlöchern und gieren nach der Macht …

Als großer Porzellanliebhaber freute mich sehr auf den Roman über eine Familie, die eine Porzellanmanufaktur ihr Eigen nennen. Diesbezüglich wurde ich leider ein wenig enttäuscht, denn das Porzellan spielt in der Geschichte nur eine sehr untergeordnete Rolle. Dennoch gefiel mir die Kombination aus Familiengeschichte und historischen Ereignissen der damaligen Zeit. Nicht nur der fatale Börsencrash, der damals der Machtergreifung der Nationalsozialisten mehr als förderlich war, verschaffte mir als Leserin eine unterhaltsame Lektüre, die Lust auf den zweiten Teil der Reihe macht. Bewerten möchte ich „Die Blankenburgs“ aus der Feder des Krimiautors Eric Berg deshalb mit soliden vier von fünf Sternen verbunden mit einer Leseempfehlung an alle, die wie ich gerne in packende Familiengeschichten eintauchen.

Bewertung vom 02.01.2026
Bhatter, Ina

Drei Tage im Schnee


gut

Die Protagonistin Hannah begibt sich mit "Drei Tage im Schnee" auf eine Reise der inneren Selbstfindung und stößt dabei auf die kleine Sophie, die die Welt durch ihre kindlichen Augen betrachtet und dadurch Hannah wiederum ihre Augen öffnet. Ihr ganzes Erwachsenen Leben will diese gefallen und hadert mit sich stets Dingen nachzujagen, die nur auf den ersten Blick wichtig erscheinen. So reflektiert sie zusammen mit Sophie ihr Leben und lernt wieder zu lachen, spielen und zu lieben ...

Die Autorin Ina Bhatter legt mit ihrem Debutroman eine warmherzige Geschichte vor, die ihre Leser zum Nachdenken über das eigene Leben animiert. Auch ich konnte für mich einige Weisheiten mitnehmen und finde, dass das Buch mit seinem stimmungsvollen Schreibstil wunderbar in diese dunkle Jahreszeit passt. Dennoch fand ich es an einigen Stellen etwas redundant und das Ende war für mich ein wenig kitschig.

Ich vergebe für diese kleine Büchlein, dass sich flüssig und lebendig liest, drei von fünf möglichen Sternen. Vielleicht sind diese Wohlfühlbücher einfach nicht so wirklich was für mich aber für zwischendurch fühlte ich mich gut unterhalten. Lest rein und beurteilt selbst.