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Benutzername: LinesofBooksandCoffee
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Bewertungen

Insgesamt 3 Bewertungen
Bewertung vom 02.12.2019
Der Store
Hart, Rob

Der Store


ausgezeichnet

Zuerst schauen wir uns immer das Cover an, welches hier dem Aussehen eines Paketes nachempfunden ist. Passend dazu befindet sich, neben dem Titel und dem Autor, ein Barcode auf dem Cover. Ein wie ich finde passendes Cover, da es neben dem Titel einen ersten Rückschluss auf die Thematik des Buches vermittelt, sofern man den Klappentext nicht gelesen hat. Neben all den aufwändig gestalteten Covern, finde ich es immer wieder erfrischend, auch mal ein solch schlichtes Cover in der Hand zu halten.

Der Store, eine Geschichte über den Online-Riesen „Cloud“, der die alleinige Macht über das komplette Onlinesortiment und die Auslieferung von Waren innehält. Die Thematik erinnert an einen Versandgiganten, den es auch in der heutigen Zeit gibt. Wodurch man sich im Laufe der Geschichte fragt, welche Parallelen zwischen Fiktion und Wirklichkeit bestehen. Denn bei Cloud erhält Leistungsdruck eine ganz neue Bedeutung. Das System dahinter ist in meinen Augen einerseits unheimlich gut durchdacht, andererseits aber mehr als erschreckend. Die Geschichte wird nicht einmal langweilig, sondern ich wollte immer mehr und mehr wissen und tiefer eintauchen, so dass die Seiten nur so dahinflogen.

Wo mich der Klappentext zu Beginn noch an „The Circle“ von Dave Eggers erinnerte, wurde mir während des Lesens schnell klar, dass zwischen den beiden Büchern kaum Parallele bestehen. So erinnert die Mega Cloud aus „Der Store“ sehr stark an den, in „The Circle“ beschriebenem Campus.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Hauptcharaktere Paxton und Zinnia erzählt, wobei die Story immer linear fortgeführt wird und man somit einen immer anderen Blickwinkel auf die Geschichte aufweist. Im Lauf der Story gibt es immer wieder Blogeinträge des Cloud Gründers Gibson Wells. Man erhält so eine direkte Sicht auf den von Wells erschaffenen Versandgiganten. Er versucht dabei stets seine erfundenen Technologien, Maßnahmen und das Unternehmen selbst positiv dastehen zu lassen, wo der gesunde Menschenverstand sonst Alarm schlagen würde. Doch Dank des von Rob Hart verwendeten Scheibstils fühlte ich mich als Leser des fiktiven Blogs das ein oder andere Mal wie nach einer Gehirnwäsche, nach der ich den Argumenten von Wells Glauben schenkte und kurzzeitig wirklich seiner Meinung war.

Neben den fortlaufenden Kapiteln gibt es „Kapitelpakete“, die jeweils eine Überschrift mit der folgenden Thematik des Abschnittes enthalten und so einen groben Überblick über das kommende Thema bezeichnen.

Der einzige Kritikpunkt an der Story ist das relativ abrupte Ende, welches mich ziemlich ratlos hat dastehen lassen. Ich bin einfach ein Mensch, der schön abgeschlossene Geschichten mag.

Mein Fazit
Der Store ist ein, wie ich finde, spannendes und gesellschaftskritisches Werk, welches den Leser zum Nachdenken und Innehalten bringt. Es macht durchweg Spaß die Story zu lesen und wird durch die gekonnten Übergänge an keiner Stelle langweilig. Einzig das etwas abrupte Ende ließ mich etwas ratlos zurück, war von Autor so vermutlich aber gewünscht.

Bewertung vom 19.11.2018
Flammen und Finsternis / Das Reich der sieben Höfe Bd.2
Maas, Sarah J.

Flammen und Finsternis / Das Reich der sieben Höfe Bd.2


ausgezeichnet

Die ersten Worte die mir zu „Flammen und Finsternis“ einfallen: mitreißend, packend, phänomenal. Ganz klar mein Jahreshiglight 2018. Bereits das erste Buch „Dornen und Rosen“ war für mich ein phänomenales Buch und gehörte zu meinen Jahreshiglights 2017. Aber Sarah J. Maas hat es auch hier wieder geschafft mich mit diesem Buch sprichwörtlich umzuhauen. Der Schreibstil von Sarah J. Maas ist sehr gut zu lesen, sie verbildlicht die Welt der Fae, sodass ich stets die von ihr erschaffene Welt vor Augen hatte. Sie erschafft für mich Welten, in die ich mich verlieren kann und in der ich von meiner Außenwelt kaum noch etwas mitbekomme. Mit ihrer Reihe „Das Reich der sieben Höfe“ entführt sie uns in eine Welt voller Magie, Intrigen, Krieg und Liebe.

Da zwischen dem Lesen des ersten und zweiten Bandes nun mehr als ein Jahr lag, habe ich den ersten Teil erneut als Hörbuch gehört. Ich hatte, mit dem Lesen von Band 2, nun eine andere Sicht auf die Geschehnisse aus Band 1. Ich erkannte nun Hintergründe und Hinweise im ersten Buch, die man nachdem man das zweite Buch gelesen hatte viel besser erkennen konnte.

Die komplette Welt der Fae finde ich, wie bereits im ersten Band atemberaubend. Ich erhielt hier mit Velaris eine Stadt, die so wundervoll und so phantastisch klang, dass ich mich sofort in diese Stadt verliebte. Es macht einfach Spaß in die von Sarah J. Maas erschaffene Welt einzutauchen und durch ihre geschickte Wortwahl Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Sie schafft nur durch die Macht ihrer Worte die Magie und die Welt so lebendig erscheinen zu lassen, als stände ich mittendrin.


Mein Fazit:
Das Buch ist mein persönliches Buch - Highlight 2018. „Flammen und Finsternis“ schaffte es, wie bereits der erste Band „Dornen und Rosen“, mich in eine wundervolle Welt der Magie und der Fae zu entführen. Die Geschichte hat mich förmlich mitgerissen und auch nachdem ich das Buch beendet hatte, wünscht ich mich zurück in die Welt der Fae, der Magie, der High – Lords und der Menschen. Für jeden, der gerne Jugendbücher und Fantasy liest, ist diese Reihe ein klares Must have. Also unbedingt lesen!!!!

Bewertung vom 12.11.2018
Thalamus
Poznanski, Ursula

Thalamus


sehr gut

Thalamus ist mein zweites Buch der Autorin. Zuvor habe ich Layers gelesen, welches mir im Vergleich zu Thalamus aber nicht ganz so gut gefallen hat. Das Cover ist wunderschön gestalten und lässt erahnen, dass es sich bei diesem Buch um das menschliche Gehirn handelt. Ursula Poznanski war Journalistin für medizinische Zeitschriften und beschäftigt sich in diesem Buch mit einer Thematik der aktuellen medizinischen Forschung. Aufgrund meines medizinischen Interesses war die Thematik für mich sehr interessant und ließ mich mehr als einmal darüber nachdenken.

Timo Römer gefällt mir als Protagonist sehr gut. Die Erzählungen aus seiner Sicht lassen den Leser alles hautnah miterleben. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, wie ich mich fühlte als wäre ich gerade live dabei und würde alles aus Timos Sicht betrachten. Man fiebert mit ihm, man rätselt mit ihm, man freut sich mit ihm. Besonders gut hat mir auch Carl gefallen, der mit seiner witzigen und spritzigen Art immer wieder frischen Wind in die Geschichte brachte.

Mein Fazit:
Alles in allem muss ich sagen hat mir Thalamus sehr gut gefallen. Wenn man gerne Bücher von Ursula Poznanski liest, wird man in diesem Buch eine spannende und zum Nachdenken anregende Geschichte finden. Die mich dazu animiert hat mich mit der Thematik des Buches auch nach Beendigung auseinander zu setzen. Eine klare Leseempfehlung!

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