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Top-Rezensenten Übersicht

Benutzername: 
Katjuschka
Wohnort: 
Gießen

Bewertungen

Insgesamt 236 Bewertungen
Bewertung vom 10.06.2024
Die Kraft der Bücher / Die Glücksfrauen Bd.2 (eBook, ePUB)
Claire, Anna

Die Kraft der Bücher / Die Glücksfrauen Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

June muss, wie von Großmutter Luise im Testament verfügt, deren frühere Freundinnen Maria und Anni finden.
Luise hatte mit dem gemeinsamen Geld der drei Frauen in New York ein Lokal eröffnet, aber den Kontakt verloren.
Nun soll Gerechtigkeit hergestellt werden: Von Luises Erbe soll je 1/3 an Maria und Anni - oder deren Nachfahren - gehen.
Die besonnene und strukturierte June trifft nun in Rio auf die spontane und leicht chaotische Sandra - Enkelin von Maria!
So unterschiedlich die Frauen auch sind, so haben sie doch das gemeinsame Ziel klar vor Augen: Anni Graf - oder eventuelle Nachfahren von ihr - zu finden, um so das gemeinsame Erbe antreten zu können.
Sandra und June fliegen gemeinsam von Rio nach Berlin und reisen dann von dort aus, anhand von Marias Fluchttagebuch, die strapaziöse und gefährliche Fluchtroute quer durch Europa nach - immer auf der Suche nach Hinweisen zum Verbleib von Anni.
Nach und nach wird den jungen Frauen klar, welchen Gefahren Maria und ihre Familie auf dem Weg in die Freiheit ausgesetzt waren, denn die Juden wurden auch außerhalb von Deutschland immer häufiger angefeindet.
So wie im ersten Band der Trilogie Luise zu einer starken Frau geworden ist, die selbstbewusst ihr Leben und ihre Zukunft in die eigenen Hände genommen hat, so wächst nun hier Maria über sich hinaus.
Wie eine Löwin kämpft sie für sich und ihre Familie und schafft das Unmögliche: Eine Zukunft und ein Neueanfang in Südamerika!
Sandra und June werden auf ihrer Reise zu echten Freundinnen und tatsächlich finden sie Spuren von Anni, deren Leben anscheinend recht dramatisch verlaufen zu sein scheint.
Um diesen Spuren nachzugehen, müssen sich Sandra und June erneut auf eine Reise begeben....

Bewertung vom 31.05.2024
Das Lied der Biene
Groß, Gabriela

Das Lied der Biene


ausgezeichnet

Marga, Anfang vierzig, hat genug davon das Leben an sich vorbeiziehen zu lassen und will ihren Job im Haushalt des Unternehmers Paul Alprecht kündigen, als seine Verlobte Sybille unerwartet stirbt.
Durch seinen Verlust kommt auch bei Marga alte Trauer wieder hoch und sie schreibt ihm eine tröstende, wenn auch anonyme E-Mail.
Sie hätte nie mit einer Antwort gerechnet, aber Paul, berührt und neugierig zugleich, schreibt ihr zurück.
Während sich Paul mit jeder weiteren E-Mail mehr und mehr fragt wer hinter der geheimnisvollen Verfasserin steckt, wächst eine Nähe zwischen den beiden, die auf die Probe gestellt wird, als Paul zufällig einen Blick auf Margas E-Mailverlauf wirft...

Nach dem plötzlichen Tod von Sybille ist an Kündigung erstmal nicht mehr zu denken.
Marga möchte ihrem Chef weiterhin helfen - und ihn auch trösten.
Nur wie soll sie, die Haushälterin, dies tun?
Kurz entschlossen schreibt sie ihre Gedanken auf und schickt sie ihm per Mail.
Paul antwortet zuerst nur zögerlich auf die anonymen Mails, aber nach und nach geben sie ihm den Trost, den Marga ihm mit den Nachrichten spenden wollte.
Der Austausch ihrer Gedanken und Gefühle setzt aber auch bei Marga nach und nach etwas in Bewegung.
Immer deutlicher wird ihr, dass es langsam Zeit wird im Leben mutiger zu sein und sich auf Neues einzulassen.
"Das Leben schenkt uns einen weiteren Tag" wird ihr Credo.
Für ein berufliches Projekt muss Paul nach Lissabon und er bittet seine zumeist unauffällig im Hintergrund agierende Haushälterin Marga ihn dorthin zu begleiten und ihm auch dort den Haushalt zu führen.
In der wunderschönen Stadt am Tejo kommen sich die beiden dann tatsächlich näher.
Als Paul dann aber zufällig entdeckt, dass ausgerechnet Marga Verfasserin und Empfängerin der sehr persönlichen anonymen E-Mails ist, fühlt er sich belogen und betrogen.
Marga, mittlerweile etwas selbstsicherer als früher, versucht das Missverständnis zu klären, als sich in Person von Inga, Pauls Stieftochter, die nächste Katastrophe anbahnt.

Auch wenn ich Marga wirklich mochte und ihre Veränderung, dieses "Heraus aus dem Schneckenhaus", als sehr positiv empfunden habe - mit Paul bin ich nicht wirklich warm geworden.
Er, ein erfolgreicher, international agierender Geschäftsmann, schien mir bei privaten Problemen sehr schnell überfordert und ein paar seiner Reaktionen waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Klasse fand ich die alte, lebensbejaende Frau Hein und ihre Nachbarschafts-Party!
Margas Freundinnen Eva und Kirsten waren - trotz eigener Probleme - für Marga da, haben ihr zugehört und sie unterstützt. Auch Pauls Männerfreundschaft zu Jörg fand ich bemerkenswert. Das hat mir gut gefallen, denn so sollte Freundschaft sein.
Das bei Romance-Geschichten erwartete Happy-End kam kurz ins Wanken - die Alternative hätte mir allerdings auch gut gefallen.
Dies ist nicht mein erstes Buch der überaus sympathischen Autorin, deren Geschichten ich aufgrund ihres empathischen Schreibstiles ausgesprochen gerne lese.
Diesmal konnte mich die Handlung leider nicht völlig packen.
Trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt und das Buch sehr gerne gelesen.
Für Liebhaber(innen) romantischer Herzkino-Geschichten ist das Buch definitiv ein Volltreffer!

Bewertung vom 26.05.2024
Mord und Espresso (MP3-Download)
Horn, Elizabeth

Mord und Espresso (MP3-Download)


sehr gut

Commissario Fabio Angelotti und seine neue Liebe Charlotte, die inzwischen von allen Carlotta genannt wird, kommen einfach nicht zur Ruhe - auch nicht in den letzten Wochen vor seiner offiziellen Versetzung nach Riva del Garda, denn ihre Siesta auf dem Gardasee wird von einem treibenden Ruderboot mit einer Leiche darin unterbrochen.
Der Tote im angetriebenen Boot ist ein bekannter Rechtsanwalt, der offenbar auch in die seltsamen Vorkommnisse im Luxushotel "Palazzo Bianchi" verwickelt war.
Hochmotiviert stürzt sich nicht nur Fabio in die Ermittlungen rund um den toten Avvocato - Carlotta ist auch diesmal mit von der Partie: Schließlich war der Tote der Ehemann einer guten Freundin.
Mit ihrem kriminalistischen Spürsinn und einer großen Portion Mut trägt sie entscheidend zur Lösung des Falls bei.

Fabio Angelottis letzter Fall in Limone, bevor er zum Commissario Capo befördert und nach Riva versetzt wird, wartet mit verschiedenen möglichen Theorien und Verdächtigen auf, wer denn den Avvocato ermordet haben könnte.
Auf die richtige Spur bin ich recht spät gekommen, aber die Lösung fand ich nicht uninteressant.
Erneut machen die Beschreibungen von Land und Leuten - und besonders der kulinarischen Köstlichkeiten - Lust auf einen Aufenthalt am für die deutschen Urlauber beliebtesten der oberitalienischen Seen!
Den nunmehr dritten Gardasee-Krimi zu lesen, bzw. zu hören, ist wie ein Besuch bei guten Freunden und man möchte gerne zusammen mit Fabio, Carlotta und den anderen bei Mama Angelotti sitzen und von ihr bekocht werden.
Nach Limoncello und Biscotti wird diesmal verstärkt der in Italien allgegenwärtige Espresso getrunken und ich bin gespannt, was in Teil 4 der Reihe im Mittelpunkt stehen könnte.

Bewertung vom 17.05.2024
Die Blumentöchter Bd.1
Collins, Tessa

Die Blumentöchter Bd.1


sehr gut

Dalia Carter startet die Suche nach ihrem unbekannten Vater sehr naiv und dazu extrem unvorbereitet.
Zum Glück trifft sie auf Pablo, der Dalia in einer brenzligen Situation zu Hilfe eilt und sie fortan durch Mexico begleitet.
Die verschiedenen auf der gemeinsamen Reise beschriebenen kulinarischen Köstlichkeiten klangen übrigens für mich ausgesprochen lecker!
Erste Erfolge bei der Suche nach Dalias Vater würde ich zwar mit "mehr Glück als Verstand" umschreiben, aber da die Beschreibungen von Mexico und den diversen historischen Stätten wirklich sehr spannend und interessant geschrieben sind, verzeihe ich diverse hilfreiche "ich kenne da jemand, der jemand kennt"-Zufälle.
In wechselnden Kapiteln erfährt man in Rückblenden auch wie Dalias Mutter Camillia in der Vergangenheit ihre große Liebe Ricardo kennen und lieben lernt - und auch warum Camillia allein und schwanger zurück nach Cornwall fliegt.
Auf beiden Zeitebenen flicht die Autorin sehr viel über die Maya-Kultur ein - hier wurde eindeutig sehr viel und sehr gut recherchiert!
Es handelt sich hier um einen separat zu lesenden ersten Teil einer Reihe, die sehr interessant zu werden verspricht, wird doch in jedem weiteren Band eine der anderen Carter-Frauen im Mittelpunkt stehen - immer auf einem anderen Kontinent.
In Band zwei "Die Wildblütentochter"
wird es um Dalias Cousine Soley und eine Spurensuche in Island gehen und ich freue mich schon darauf es zu lesen!
Hervorzuheben ist bei "Die Blumentöchter" das wunderschöne Cover und der farbenfrohe florale Buchschnitt.

Bewertung vom 14.05.2024
Verliebt über beide Räder
Hennig, Tessa

Verliebt über beide Räder


sehr gut

Protagonist(inn)en Ü60, die vom Leben mehr wollen als nur dem Gras beim wachsen zuzusehen - die Geschichten von Tessa Hennig sind stets lebensbejaend, voller Zuversicht und Mut.
Marlis kommt mit ihrer Rente und dem Zuverdienst durch die Yogakurse finanziell über die Runden. Größere Sprünge sind aber nicht drin.
Ihr Leben, gemeinsam mit der bei ihr lebenden Enkelin Jana ist gut, aber ohne Aufregungen oder Höhepunkte.
Das spontane Angebot von Marlis an den neuen Nachbarn Jürgen, diesen nach Spanien zu begleiten, überrascht sie dann aber doch selbst ein wenig.
Aber - wenn nicht jetzt, wann dann?
An der Costa Blanca muss Jürgen sich seiner Vergangenheit stellen und findet überraschendes heraus!
Marlis und Jana hinterfragen derweil ihre jeweilige Lebensplanung.
Traut sich Marlis einen radikalen Neustart zu?
Und Janas Promotionsthema erscheint ihr immer realitätsferner.
Ein idealer Partner findet sich anscheinend doch nicht mal so einfach über Eckdaten in einer Datei.
Liebe lässt sich nun mal nicht planen - in keinem Alter.

Bewertung vom 03.05.2024
Dunkle Verwicklungen auf La Palma / Calderon und Rodriguez ermitteln Bd.1 (eBook, ePUB)
Flores & Santana

Dunkle Verwicklungen auf La Palma / Calderon und Rodriguez ermitteln Bd.1 (eBook, ePUB)


weniger gut

Als an einem entlegenen Strand ein Toter gefunden wird, ist es mit dem Inselfrieden auf La Palma vorbei.
Buchhändlerin Naira Calderon und Journalist Ben Rodriguez sind sich einig: Sie müssen dem örtlichen Kommissar auf die Sprünge helfen.
Bei Wein und anderen Köstlichkeiten tauschen sie sich über den Mordfall aus und stoßen auf Ungereimtheiten.
Schnell verstricken sie sich immer tiefer in einem unübersichtlichen Geflecht: Unter dem dunklen Sand verbirgt sich ein schockierendes Geheimnis, das unaufhörlich zum Licht strebt - und La Palma für immer verändern wird.

Das Thema Immobilien in Kombination mit Korruption und/oder Spekulationen, dazu teils immer aggressiver auftretende Unweltaktivist(inn)en - eigentlich eine dankbare Ausgangssituation für einen Krimi.
Leider haben sich die beiden Autoren in meinen Augen aber total verzettelt.
Permanente touristisch anmutende Beschreibungenen überlagern einen Kriminalfall, der mit zu vielen anderen unterschiedlichen Aspekten auch so schon komplett überfrachtet ist.
Dazu kommt durch die andauernden Perspektivwechsel innerhalb zu vieler Protagonist(inn)en kein Erzählfluss zustande und es fehlt dadurch auch eindeutig eine Identifikationsfigur.
Die Klärung der Umstände bezüglich des Todes eines früheren Freundes von Pedro und Ben war - überflussig? Sollten da Seiten gefüllt werden?
La Palma ist eine wunderschöne Insel, die ich vor ein paar Jahren kennenlernen durfte.
Dieser Krimi jedoch ist eine Enttäuschung - ich habe irgendwann nur noch quergelesen um den/die Täter zu erfahren.
Weitere Bände definitiv ohne mich!

Bewertung vom 10.04.2024
Azzurro mortale / Commissario Grassi Bd.2 (eBook, ePUB)
Bonetto, Andrea

Azzurro mortale / Commissario Grassi Bd.2 (eBook, ePUB)


sehr gut

Nachdem der Besuch von Grassis Familien in einem Desaster endet, konzentriert er sich notgedrungen auf den Fall des Toten, der Grassi quasi vor die Füße gespült worden war.
Hat der Tod des junge Enrico, der unter der eingestürzten Morandi-Brücke gelebt hatte, tatsächlich etwas mit dem furchtbaren Unglück von 2018 zu tun?
Einiges deutet darauf hin, aber Grassi kann die Hinweise nicht zu einem stimmigen Bild verknüpfen.
Als Grassi klar wird, dass die "Famiglia" im Spiel sein könnte, überschlagen sich die Ereignisse.
Im zweiten Ligurien-Krimi entführt Andrea Bonetto seine Leser(innen) erneut an die italienische Riviera.
Die Cinque Terre, beliebtes Reiseziel vieler Italien-Liebhaber, wird hier zum Handlungsort eines Kriminalfalles, der erschreckende Parallelen zu realen Ereignissen hat, wie man im Epilog nachlesen kann.
Trotzdem schafft der Autor es, die Schönheit und den Charme der Gegend in die Handlung einfließen zu lassen und so entstehen beim lesen auch immer wieder Bilder wie aus einen Reiseprospekt vo dem inneren Auge.
Ich würde mich über weitere Fälle der ungewöhnlichen Mitbewohner Vito und Toni freuen.

Bewertung vom 04.04.2024
Südlich von Porto wartet die Schuld
da Silva, Mariana

Südlich von Porto wartet die Schuld


sehr gut

Ria Almeida hat sich nun also dazu entschieden endgültig in Portugal zu bleiben.
Auch wenn sie zu Beginn bei der Polizei offiziell nur als Schreibkraft arbeitet, wird Ria erneut von "Cousin" João bei den Ermittlungen zu einem Mordfall hinzugezogen.
Baptista, der direkte Vorgesetzte der beiden, ist zuerst nicht begeistert erneut mit der "Zivilistin" arbeiten zu müssen, erkennt aber bald, was er an ihr hat.
Und bei allen Reibereien und dem einen oder anderen verbalen Schlagabtausch der beiden, entwickelt sich hier ein tolles Team - zu dem die mittlerweile hochschwangere Mariposa immer wieder entscheidendes beitragen kann!
Baptista hat sich an dem Drogenhändler van der Steen als Täter festgebissen - gut das Rias Bauchgefühl die Ermittlungen in weitere Bahnen lenkt.
Und tatsächlich scheint ein 20 Jahre zurückliegender Todesfall wieder wichtig zu werden.
Hatte der Richter ein dunkles Geheimnis?
Und was wissen Sie Naturschützer? Haben sie nur die Leiche des Richters gefunden oder auch etwas gesehen?
Im zweiten Fall der Krimi-Reihe geht es weniger um Kulinarisches - diesmal wird mehr ermittelt!
Die Lösung ist dann auch recht komplex, unerwartet und ein klein wenig weit her geholt, aber in Summe in sich stimmig.
Das aus Senora Almeida und Commissario Baptista während der engen Zusammenarbeit dann zu Ria und Joaquim werden, geschieht aus rein beruflichen Gründen. Oder, nicht?
Mit dem Einzug in ihre neue Wohnung ist Ria jedenfalls endgültig angekommen und bereit für einen Neustart!

Bewertung vom 31.03.2024
Für immer, dein August / Mühlbach-Saga Bd.2
Leciejewski, Barbara

Für immer, dein August / Mühlbach-Saga Bd.2


ausgezeichnet

Ging es im Vorgänger-Roman noch um Lina und Karl, stehen nun also Lotte und August im Mittelpunkt einer sehr persönlichen Geschichte, die erneut auch die geschichliche Entwicklung innerhalb Deutschlands perfekt abbildet.
Die Bewohner des fiktiven Dorfes Mühlbach, sowie die Mitglieder der Familie Schäfer/Schönborn stehen dabei stellvertretend für die Menschen auf dem Land, fernab von Berlin, die von den politischen Entscheidungen teilweise einfach überrollt wurden.
Einige waren erschreckend begeistert dabei, einige wankten, viele aber schwiegen oder warteten ab.
Der langsame, ja schleichende Weg in die größte Tragödie des 20. Jahrhunderts wird hier auch exakt so in die Handlung eingebunden - langsam und schleichend, die drohende Gefahr nicht erkennend, nicht wahr haben wollend bis es zu spät ist.
Lotte und August werden als Menschen beschrieben, mit denen man sehr gern befreundet sein möchte. An deren Seite man ist, wenn sie sich finden und wenn sie dann ihr Leben gemeinsam meistern. Wenn Freunde und Familienmitglieder kommen und gehen.
Mehr als einmal musste ich dabei allerdings schlucken oder hatte einen fetten Kloß im Hals.
Barbara Leciejewski hat hier zum wiederholten Mal ein unfassbar empathisches Buch geschrieben, dass sehr authentisch das ganz normale Leben der "kleinen Leute" beschreibt und dabei Glück und Unglück, Freude und Sorgen gleichermaßen Raum gibt.
Mit der Dilogie hat die Autorin die Geschichte ihrer eigenen Familie erzählt und ihr damit ein kleines, aber liebevolles Denkmal errichtet.
Wunderbar erzählt und mit einem, trotz vieler Verluste, hoffnungsvollen Epilog zum Abschluss. Chapeau!

Bewertung vom 29.02.2024
Frühlingsgeheimnisse / Season Sisters Bd.1 (2 MP3-CDs)
Helford, Anna

Frühlingsgeheimnisse / Season Sisters Bd.1 (2 MP3-CDs)


schlecht

Spring ist schon mit sechzehn nach London durchgebrannt.
Doch dort gerät sie in schlechte Kreise und wird wegen Drogenmissbrauchs zu Sozialstunden verurteilt, die sie bei der achtzigjährigen Sophia Fowler als Haushaltshilfe ableisten muss.
Wider Erwarten lernt Spring die strengen Regeln der alten Dame schätzen und freundet sich mit ihr an.
Dabei erfährt sie, dass Sophia, einst Herrin von Daffodil Castle, vor Jahren von ihrem Sohn nach London abgeschoben wurde.
Über die Gründe schweigt sich Sophia jedoch aus.
Daffodil Castle! Kindheitserinnerungen werden in Spring wach, und war nicht Ethan Fowler ihre erste große Liebe?
Keine Frage: Sie müssen zurück nach Wales und Frieden mit der Vergangenheit schließen.

Mit ihrer Idee zu einer Schwestern-Reihe war die britische Autorin Lucinda Riley mit ihren sieben "Seven Sisters" - Büchern weltweit extrem erfolgreich.
Die deutsche "Season Sisters" - Reihe um 4 (statt 7) Schwestern klingt da doch sehr nachgemacht und der Stabreim im Titel ist in meinen Augen schon fast peinlich.
Das hatte für mich eigentlich schon fast ein zu viel von "Ich springe auf einen erfolgreichen Zug auf, statt eine neue Idee zu entwickeln".
Aber da ich die Bücher der Autorin (die sie ansonsten unter dem Pseudonym Felicity Whitmore veröffentlicht) mag, habe ich diesem ersten Teil der Reihe dann doch eine Chance gegeben.
Leider muss ich aber sagen, dass ich nach etwa der Hälfte abgebrochen habe.
Die Gründe:
Ich fand die Protagonist(inn)en recht klischeehaft und stereotyp beschrieben, was die Geschichte für mich langweilig und belanglos hat werden lassen.
Auch wirkte die Handlung auf mich stellenweise wie an den Haaren herbeigezogen und die Dialoge unglaubwürdig.
In Summe fand ich den Schreibstil leider sehr flach und die Sprecherin hat dies durch ihre extrem betonente Artikulation fast noch betont.
Sehr schade, für mich enttäuschend.