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Sigrid

Bewertungen

Insgesamt 300 Bewertungen
Bewertung vom 09.01.2026
Jensen, Jens Henrik

Oxen. Interregnum


ausgezeichnet

Endlich geht es weiter mit den Erlebnissen um den ehemaligen Jägersoldaten Niels Oxen. Das Cover hat mir schonmal sehr gut gefallen, es ist total unheimlich. Aber erst konnte ich nichts mit dem Titel “Interregnum” anfangen, aber zum Glück wird es ja am Anfang des Buches genau erklärt. Das macht es natürlich einfacher, denn diese “Situation” ist sehr wichtig für dieses Buch. Wir erleben natürlich wie immer Spannung pur. Moosman darf vorübergehend wieder auf seinen Posten beim Geheimdienst und das nutzt er natürlich für seine eigenen und geheimen Ermittlungen aus. Er ist einfach ein Urgestein und man merkt ihm doch langsam sein Alter an. Aber er ist immer noch eine Legende in der Branche und wird von allen Beteiligten, auch im Polizeidienst, mit Ehrfurcht und manchmal mit ängstlichen Augen betrachtet. Ich finde, er schöpft sein Potential wieder aus und trotz seines Alters erlebt man einen hochkonzentrierten und agilen Mann. Natürlich hat er immer so seinen eigenen Weg im Auge und lässt sich auch nicht einfach aufhalten. Er hat natürlich seine besten Leute wieder rekrutiert: Margrethe Francken und auch Niels Oxen, sowie sein Neffe Chr. Sonne werden wieder für ihn aktiv. Diesmal ist auch wieder Sally Finnsen dabei. Das freut mich besonders, denn diese Frau ist auch sehr sympathisch und passt mit ihren Fähigkeiten gut ins Team. Und wir erleben wieder sehr interessante Entwicklungen im Bezug auf den Danehof. Ich finde die verzwickten Zusammenhänge, die hier wieder bei den Handlungen auftreten, sehr interessant. Es ist nicht nur Dänemark involviert, sondern auch ein anderes Land spielt eine große Rolle. Die geschilderten Ereignisse um die toten Studenten sind faszinierend und geben den Blick auf internationale Verhältnisse preis. Es ist alles sehr gut nachvollziehbar und man bekommt einen anderen Blick auf die Dinge. Der aktuelle Hintergrund ist nicht zu leugnen. Wer weiß, was alles Fiktion oder Wirklichkeit ist. Unsere Protagonisten werden jedenfalls in sehr undurchsichtige Ermittlungen verwickelt. Ich finde es immer wieder aufschlußreich, mit welchen technischen Hilfsmitteln man agieren kann. Moosman ist da nicht immer so ganz auf dem neusten Stand, aber er lässt sich auf neue Dinge ein. Aber wir erleben ja nicht nur die berufsmäßigen Handlungen, sondern diesmal muss Oxen auch im privaten Bereich einige negative Erlebnisse wegstecken. Diese Ereignisse waren wirklich sehr traumatisch und für Oxen ist das alles kein leichter Weg. Er wird von vergangenen Erlebnissen wieder eingeholt. Sein Privatleben ist ihm im Moment wichtiger, aber er lässt sich von Margrethe helfen. Und das ist für ihn schon eine großer Schritt, denn normalerweise möchte er seine Probleme alleine lösen. Mir hat der Einsatz von Margrethe sehr gut gefallen, denn es zeigt wieder, wie sehr sie Oxen mag. Und zusammen stehen sie diese Ereignisse auch durch. Die Handlung ist wie immer abwechslungsreich und durchgehend auf einem hohen Spannungslevel. Langweile kommt nie auf und man möchte das Buch in einem Rutsch durchlesen. Es macht Spaß und man kann auch manchmal schmunzeln, wenn Moosman bemerkt, dass er mit manchen Bemerkungen nicht mehr zeitgemäß ist. Mir hat auch der Umgang untereinander in der Truppe um Moosman gut gefallen. Sie verlassen sich aufeinander und passen mit ihren unterschiedlichsten Fähigkeiten gut zusammen.
Es war wieder ein echtes Abenteuer und ich hatte spannende Lesestunden.
Diese Serie ist einfach klasse.

Bewertung vom 19.12.2025
Lane, Soraya

Die verlassene Tochter / Die verlorenen Töchter Bd.6


ausgezeichnet

In diesem Band erleben wir zwei große Lieben, die aber für die betroffenen Personen ganz andere Auswirkungen haben. Ihre Lebenswege kann man nicht vergleichen, aber Liebe spielt doch eine große Rolle. Rose geht auf die Suche nach ihrer verschollenen Urgroßmutter, auf die sie Hinweise durch das zurückgelassene Kästchen bei Hope bekommen hat. Es war schon sehr interessant zu erleben, wie Rose durch das Kästchen und einen unerwarteten Brief aus Argentinien auf den Lebensweg ihrer Urgroßmutter kommt. Die Schilderungen sind hier sehr detailreich und so erfahren wir natürlich viel über Rose. Sie hat im letzten Jahr eine schlimme Zeit durchgemacht und ist irgendwie auf der Suche nach dem richtigen Lebensweg für sie. Da kommt das Geheimnis gerade recht und ihre Freundin gibt ihr Mut, auch mal ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen. Hier lernen wir dann eben auch eine gute Freundschaft zwischen den beiden Frauen Rose und Jessica kennen. Dieser Zusammenhalt hat mir sehr gut gefallen. Sie sind füreinander da und das ist hier sehr wichtig. Die Reise und die Emotionen, die Rose dabei empfindet, werden sehr authentisch rübergebracht. Rose ist mir sympathisch und ich kann ihre Überlegungen nachvollziehen. Auf der geerbten Ranch erlebt sie natürlich ein Chaos der Gefühle. Derr Unterschied zwischen London und der idyllischen Ranch könnte nicht größer sein. Wir erleben eine ganz andere Lebensart und das muss auch Rose erstmal verarbeiten. Sie lernt interessante Menschen kennen, die auch tief mit ihrer neu entdeckten Familie verbunden ist. Und dann natürlich die ganzen Geheimnisse der Familien, die jetzt ans Licht kommen. Es ist wirklich sehr interessant, die beiden Erzählstränge - Vergangenheit und Gegenwart - zu erleben. Es waren andere Zeiten und die Lebensbedingungen, gerade für Frauen, waren ja ganz anders. Aber die Atmosphäre wird sehr gut rübergebracht. Es macht einfach Spaß diese unterschiedlichen Leben der beiden Frauen Rose und ihrer Urgroßmutter zu verfolgen.

Der Text lässt sich auch sehr gut und flüssig lesen. Man wird tief in die Gefühlswelt der Protagonisten gezogen. Die Menschen und ihre Geschichten sind interessant, aber auch die Schilderungen der Ranch haben mir gut gefallen.

Es war wieder eine interessante Geschichte um Geheimnisse und die unterschiedlichen Lebenswege der Protagonisten.

Bewertung vom 07.12.2025
Bestgen, Sarah

Safe Space


ausgezeichnet

Das Cover ist schon sehr widersprüchlich, aber man fängt schon an zu Überlegen. Ein Stacheldraht in Verbindung mit einer "Safe Space" passt ja irgendwie nicht. Das hat mich auch schon sehr neugierig auf das Buch gemacht. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Vom Anfang bis zum Ende war es sehr spannend und fesselnd. Die Protagonisten waren alle sehr interessante Persönlichkeiten. Anna, die forensiche Psychologin war mir zwar sehr sympathisch, aber irgendwie begleitete sie auch ein Geheimnis. Und ihr Handeln warf für mich am Anfang viele Fragen auf. Aber im Laufe der Handlung hat sich das ja dann geklärt und ich konnte sie nun besser verstehen. Auch die anderen Personen, wie ihre neuen Kollegen in dem Hochsicherheitsgefängniss, gaben Anlass zu genauen Überlegungen über die Motivation hinter ihren Handlungen. Anna möchte Informationen und diese sind nicht so einfach zu bekommen. Ich habe Anna eigentlich bewundert, wie zielstrebig sie ihren Weg bis hierher gegangen ist. Wir lernen einige der Insassen des Gefängnisses kennen und die sind nicht gerade nette Leute. Denn sonst wären sie ja auch nicht hier. Aber die begangenen Taten waren schon schlimm und wer keine guten Nerven hat, sollte sich auf einige ziemlich heftige Passagen einstellen. Wir erleben aber nicht nur die Gegenwart, sondern es gibt auch parallel die Passagen aus der Vergangenheit und das ist sehr wichtig. Dadurch bekommen wir Informationen, mit denen man die Motivation von Anna besser verstehen kann. Vieles ergibt damit aufeinmal mehr Sinn. Man wird emotional gefordert und bleibt die ganze Zeit in einem sehr hohen Spannungslevel. Es ist wirklich alles sehr detailreich erzählt und ich konnte dem Geschehen gut folgen. Alles kommt authentisch rüber und diese charakterlich sehr unterschiedlichen Personen machen das Ganze interessanter und lebendiger. Es ist spannend bis zum Schluß. Man wird auf einige falsche Fährten geschickt und ich muss sagen, der Schluß hat mich total überrascht. Aber er war schlüssig und nicht nur Anna konnte dann mit allem abschließen.
Dieser Thriller ist wirklich lesenswert und ich hoffe, wir können auch in Zukunft noch einige tolle Thriller der Autorin lesen.
Ich kann das Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.
Wer spannende und abwechslungsreiche Thriller mag, kommt an diesem Buch einfach nicht vorbei.

Bewertung vom 23.11.2025
Griffiths, Elly

Manche Schuld vergeht nie


ausgezeichnet

Dieser Krimi hat mir besonders gut gefallen. Wir erleben ja eine Mischung aus Krimi und Zeitreiseroman. Und genau diese Mischung fand ich "fantastisch". Diese geheime Ermittlungsabteilung ist wirklich was Besonderes. Da sind natürlich erstmal die Protagonisten. Die Kriminalbeamtin Ali Dawson ist eine interessante und unerschütterliche Frau, die schon einiges erlebt hat. Sie ist mir sehr sympathisch. Ihr Sohn Finn ist so ganz anders als sie , aber auch er hat eine positive Ausstrahlung. Ihre Kollegen sind auch ziemlich speziell und alle haben so ihre besonderen Begabungen. Und dann gibt es noch die Wissenschaftlerin Jones, die für den "spezlellen" Bereich zuständig ist. Ich finde es toll, wie sie an ihrem Projekt arbeitet und nichts anderes für sie eine Rolle spielt. Überhaupt kommen hier viele interessante Personen vor. So unterschiedlich ihre Berufe und ihre Persönlichkeiten auch sind, sie kommen immer sehr authentisch rüber. Sie sind Teil ihres Lebensumfelds und wir erleben sie hautnah mit. Ob Politiker oder Wissenschaftler, Hausangestellte oder Polizist, es ist sehr interessant sie zu beobachten. Und dann natürlich das Besondere an diesem Krimi: die Zeitreisen.Ich finde es total faszinierend, das man mit Zeitreisen alte Fälle lösen oder zumindest verstehen möchte. Diese lebendigen Beschreibungen der Reisen und das Erleben von den damaligen Ereignissen mit dem Wissen von heute, ist einfach toll. Gerade die Vergleiche z.B. der Umgebung von damals und heute. Die Häuser erkennt Ali sogar teilweise wieder. Ich würde auch gerne mal durch die Strassen von früher gehen und somit den Vergleich zu heute haben. Die Vorbereitungen sind natürlich enorm, aber dafür reisen unsere Protagonisten eigentlich gut vorbereitet zurück in die Vergangenheit. Aber kann man wirklich auf alles dort vorbereitet sein? Wir erleben es jedenfalls hautnah mit. Mir haben die Ereignisse unglaublich gut gefallen. Es ist spannend und man wird ständig mit neuen Erkenntnissen überrascht. Denn alles kann man nicht planen. Außerdem sind die Personen nicht immer so, wie man sie sich vorstellt. Sie haben ihre Geheimnisse und ihre Motivation kann man auch nicht immer klar erkennen. Es gibt viele unsichere Faktoren. Aber die Handlung ist trotzdem sehr gut nachvollziehbar und man fiebert mit. Spannung ist immer allgegenwärtig. Die Reaktionen der einzelnen Personen führen manchmal zu seltsamen Ergebnissen, aber wer weiß, wofür es gut ist. Ich habe jedenfalls den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gespannt verfolgt. Aber auch wenn man glaubt, etwas genau zu wissen, entpuppt es sich doch manchmal als Irrtum. Ich bin oft genauso getäuscht worden wie unsere Protagonisten. Deshalb hat mich das Ende schon sehr überrascht. Und irgendwie sind auch noch ein paar Dinge offen geblieben und daher werden wir uns hoffentlich auf einen nächsten Band freuen können. Denn diese offenen Punkte möchte ich gerne noch geklärt haben. Außerdem könnten ja noch einige interessante "Fälle" aus der Vergangenheit gelöst werden.

Es ist wirklich ein etwas anderer Krimi, aber er ist einfach faszinierend und außergewöhnlich. Mir hat er sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Bewertung vom 15.11.2025
Pomare, J P

Seventeen Years Later


ausgezeichnet

Dieses Buch hat mich wirklich sehr in seinen Bann gezogen. Es gab aber ja auch viel zum Mitfiebern. Erstmal habe ich viel über die Arbeit an einem Podcast erfahren. Hier ist es Sloane Abbot, die sich, zusammen mit ihrer Asstistenin Tara und dem Produzenten Esteban, einen eigentlich abgeschlossenen Fall genauer ansehen möchte und in ihrem Podcast vorstellen will. Sie möchten natürlich Neuigkeiten und Hintergründe an ihre Hörer bringen und vielleicht sogar den Fall durch neue Fakten wiederbeleben. Ich fand die Vorgehensweise schon super. Wieviel Energie und Einfallsreichtum Sloane in den Fall um Bill Kareama investiert. Sie reist weit und setzt sich mit vielen der Betroffenen in Verbindung. Das ist natürlich nicht einfach und vor allen Dingen, wird es sicher nicht von allen gut aufgenommen. Aber Tara hat auch immer super Ideen, wie man wen erreichen kann. Die drei sympathischen Protagonisten erreichen jedenfalls so einiges. Mir hat die authentische Vorgehensweise der Protagonisten gut gefallen. Sie sind auf ihrem Gebiet einfach toll. Und es kommt noch TK hinzu, der ehemalige Gefängnispsychologe von Bill. Er ist irgendwie in meinen Augen nicht sehr einfach. Irgendetwas ist seltsam und es muss in der Vergangenheit etwas passiert sein, was seine Ansichten gegenüber Bill verändert hat. Aber auch Bill kommt zu Wort und das sogar sehr genau. Der Fall ist spannend und voller überraschender Wendungen. Mir gefällt es sehr gut, dass jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten erzählt wird - mal aus der Sicht von Sloane und mal ist TK der Erzähler. Außerdem gibt es die sehr aufschlußreichen Kapitel "Seventeen Years later". Der Leser bekommt so die unterschiedlichsten Sichtweisen auf die Ereignisse. Das ist interessant und man kann so auch die Entscheidungsfindung der Personen besser nachvollziehen. Überhaupt sind einige sehr spezielle Personen involviert. Die Familie Primrose, die Mordopfer, ist auch nicht so einfach zu verstehen. Hier kommen im Laufe des Buches sehr interessante und ungewöhnliche Dinge ans Tageslicht. Die Handlung ist wirklich vom Anfang bis zum Ende spannend. Langweilig wird es nie und ich war über einige der Ereignisse echt überrascht. Es ist nicht immer alles so klar, wie es scheint. Man trifft auf die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und ihre Motivationen zu ihren Handlungen sind echt nicht offensichtlich klar. Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht an der Seite von Sloane diesen spektakulären Fall wieder aufzurollen. Es muss ja auch jedes Detail beachtet werden und Sloane kommt ans Limit bei ihren Nachvorschungen. Das Ende des Buches hat mich dann sehr überrascht und ich habe damit nicht gerechnet. Man wurde auf viele falsche Fährten gelockt. Der Text an sich lässt sich sehr flüssig und leicht lesen. Man bleibt auf einem hohen Spannungslevel und fiebert bis zum Schluß mit.
Ich kann diesen Thriller mit einem guten Gewissen weiterempfehlen. Lesegenuß und Spannung sind von Anfang an bis zum Ende garantiert.

Bewertung vom 09.11.2025
Åslund, Sandra

Dann ruhest auch du / Maya Topelius Bd.3


ausgezeichnet

Das Cover ist für mich sehr ansprechend und schlüssig. Der Titel lässt einen natürlich direkt an einen Friedhof, Tod und Kirche denken und trotzdem hat er für mich auch einen seltsamen Beigeschmack, da er ja auf einem Krimi steht. Für mich hört es sich auch nach einer Drohung an. Und schon nach einigen Seiten im Buch, wird dann auch eine Leiche gefunden. Die Art und Weise, wie die Tote gefunden wird, fand ich schon sehr speziell. Der Ort ist schon seltsam, aber Johan, der die Leiche findet, ist auch schon sehr speziell. Aber er kommt mit all seinen Besonderheiten doch sympathisch rüber. Johan hat eben seinen eigenen Weg für sich gewählt, auch wenn er bei vielen Menschen auf Ablehnung stößt. Leider hat er hier noch einiges an Erlebnissen vor sich, die ihn prägen werden. Ein Lichtblick ist wie immer die Kriminalinspektorin Maya Topelius, die auf Besuch bei ihren Eltern ist. Eigentlich möchte sie eine gemütliche private Zeit mit ihren Eltern und ihrem Freund verbringen, der auch auf ein Wochenende anreisen will. Sie ist mir schon seit dem ersten Band als sympathische und liebenswürde Frau aufgefallen. Maya ist clever und zusammen mit ihren drei Kindheitsfreundinnen bildet sie ein tolles Frauenteam. Die Freundinnen Maya, Clara, Sanna und Emeley sind seit ihren Kindheitstagen befreundet und begleiten sich gegenseitig durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Sie sind sehr unterschiedlich, aber sie ergänzen sich hervorragend. Sie kennen sich gut, auch wenn sie feststellen, dass es doch noch einiges zu klären gibt. Denn nicht immer waren sie ehrlich und offen zueinander. Diese gelebte Freundschaft zu erleben, ist echt toll. Sie kommen authentisch rüber und man erlebt ihre Bindung hautnah mit. Aber es geht ja nicht nur um die privaten Seiten der Protagonisten. Denn es gibt ja einen seltsamen Mord zu klären und das schöne Wochenende mit Christoffer wird durch den Mordfund wohl nichts. Und dann kommt auch der Kollege von Maya, Pär auf die Insel. Gemeinsam beginnen sie, mit der Unterstützung der örtlichen Polizei, ihre Ermittlungen. Der Fall ist sehr interessant und es gibt interessante Verbindungen zu klären. Die Hinweise gehen Richtung Rechtsextremismus und dieses Thema ist wirklich gut rübergebracht worden. Die hier aufgezeigten Strukturen und Lebensmodelle sind interessant und man wird gut in das Thema eingeführt. Ich fand es sehr aufschlussreich, wie die einzelnen betroffenen Personen hier in ihrem Lebensumfeld mit allen Problemen dargestellt werden. Es ist wirklich sehr emotional und vor allen Dingen ist es für Maya und ihre Freundinnen nicht einfach. Es kommen hier sehr schlimme Dinge zum Vorschein und verändern einiges. Es ist schwer, aber nachdem diese Ereignissen ans Tageslicht gekommen sind, ist die Zeit der Verarbeitung gekommen. Mir hat die Art und Weise wie alles geschildert wird gut gefallen. Es gab so viele schwere Momente zu erleben und gefährliche Situationen. Die Entscheidungen, die zu treffen sind, sind schwer und haben natürlich ihre Folgen. Aber ich finde, unsere Protagonisten gehen sehr gut damit um. Auch wenn es nicht immer ungefährlich ist. Es ist einfach mitreißend und fesselnd. Aber die angesprochenen Themen werden sehr gut rübergebracht und lassen sich gut nachvollziehen. Einfach ist es nicht, aber das erwartet man auch nicht. Denn die Fälle um Maya und ihren Kollegen, sowie die persönlichen Lebenswege sind nicht einfach, aber sehr authentisch. Gerade die ganzen Lebenserfahrungen werden gut aufgearbeitet. Mir haben die Freundinnen sehr imponiert, wie sie mit allem umgehen.
Aber in erster Linie ist es ein sehr spannender und fesselnder Krimi, der den Leser in seinen Bann zieht. Und so wird man hier einen tollen Krimi erleben, der noch dazu in einer sehr abwechslungsreichen und schönen Landschaft spielt. Langweile kommt nie auf und man möchte das Buch in einem Rutsch durchlesen.
Es ist ein toller Fall und auch die vorherigen Bände der Serie sind lesenswert.
Mir hat es jedenfalls großen Spaß gemacht und ich hoffe, wir können uns auf weitere Fälle mit Maya und Pär freuen.

Bewertung vom 31.10.2025
Lillegraven, Ruth

Düsteres Tal


ausgezeichnet

Das Cover sieht schon richtig unheimlich aus und passt natürlich genau zum Titel. Aber auch der Inhalt hat es in sich und ist super interessant. Jedes Kapitel wird aus der Sicht eines anderen Protagunisten erzählt. Das finde ich immer gut, denn so bekommt man jeweils eine andere Sichtweise auf die Ereignisse. Die Protgonisten sind in meinen Augen sehr interessante und nicht leicht zu durchschauende Personen. Besonders Clara ist einfach genial. Sie ist mir eigentlich sehr sympathisch und ihr Werdegang nun sehr außergewöhnlich. Aber auch die anderen Personen haben so ihre guten und schlechten Seiten. Aber langweilig ist niemand von ihnen. Die Ereignisse sind alle ziemlich krass und es passiert sehr viel in kurzer Zeit. Spannung ist angesagt und man kommt kaum hinterher. Ich habe vor diesem letzten Band noch schnell die beiden ersten Bände der Serie gelesen. Man muss sie nicht unbedingt gelesen haben, aber mir hat es doch einiges gebracht. Man kann die Personen viel besser einschätzen. Es ist ein ungewöhnlicher Krimi, denn man fragt sich echt, ob die Morde gerechtfertigt sind oder nicht. Jedenfalls kommt alles irgendwie so authentisch rüber, dass ich jedenfalls die Motivationen dahinter verstehen konnte. Aber nicht jeder Charakter im Buch ist einfach und klar nachvollziehbar. Jeder Mensch ist eben anders und möchte seine Ideen durchsetzen. Manchen ist eben der Weg dorthin egal. Mir hat aber das Buch auch sehr gut im Bezug auf die Beschreibungen der Landschaft gefallen. Ich konnte die Orte sehr gut vor Augen sehen. Und Emotionen gibt es auch sehr viele. Trauer und Liebe sind hier nah beieinander. Man wird gefühlsmäßig jedenfalls sehr gefordert.
Es ist wirklich ein fesselnder Thriller mit interessanten Protagonisten.
Ich kann dieses Buch - die ganze Serie - mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.
Spannung und Abwechslung sind immer gegeben und man wird gebannt das Buch lesen.

Bewertung vom 25.10.2025
Turhan, Su

Schattenbauten


ausgezeichnet

Dies ist bereits der neunte Fall für den Ermittler Zeki Demirbilek. Aber ich lerne ihn gerade erst kennen. Zeki ist zwar Kommissar in München, aber gerade in Istanbul. Daher erfahre ich erstmal einiges über sein Privatleben. Und das ist nicht gerade einfach. Er und seine Ex-Frau erleben, mit gravierenden Folgen für seine Frau Selma, das schlimme Erdbeben mit. Er ist noch bei ihr im Krankenhaus und es ist alles sehr emotional. Auch wenn ich ihn und seine Familie bisher nicht kannte, werde ich sofort tief in das Familienleben hineingezogen. Es ist nicht sehr einfach seit der Trennung, aber die geschilderten Situationen sind immer sehr aufschlussreich. Man erfährt durch die Rückblicke auch einiges aus der Vergangenheit und lernt im Laufe des Buches die Familienzusammenhänge gut kennen. Mir hat es jedenfalls Freude gemacht, die sympathischen Familienmitglieder kennenzulernen. Zeki kehrt dann nach München zurück und steigt sofort in einen interessanten und für ihn sehr persönlichen Fall ein. Die Schilderungen über den Arbeitsplatz und das Team der dortigen Ermittler sind zum Glück sehr aussagekräftig, denn es scheint sich ja einiges an personellen Änderungen ergeben zu haben. Der Vorgesetzte und auch die Kollegen werden sehr authentisch geschildert und kommen sympathisch rüber. Man erfährt einiges über die Zusammenarbeit und auch den persönlichen Bezug untereinander. Sie sind alle sehr unterschiedlich, aber das macht in meinen Augen das Team auch erfolgreich. Sie ergänzen sich gut und sind ein eingespieltes Team. Der Fall ist wirklich spannend und voller unvorhergesehenen Entwicklungen. Zeki handelt manchmal etwas eigenmächtig, aber es lohnt sich. Es gibt dramatische Ereignisse und die Handlungen darauf sind gut nachvollziehbar. Es geht alles sehr schnell und man kann aber trotzdem der Geschichte gut folgen. Der Text an sich ist flüssig und gut lesbar. Mir haben die Detailschilderungen zu bestimmten Ereignissen gut gefallen. Zeki wird ja auch persönlich involviert und das macht es noch spannender. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Krimi, der interessante Ereignisse erzählt. Mir hat der Band 9 sehr gut gefallen. Es ist sicher aussagekräftiger, die vorherigen Bande bezüglich der Protagonisten und ihrem Lebensweg zu kennen, aber für den Fall an sich ist das nicht unbedingt notwendig. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten und ich denke, ich werden Kommissar Pascha auch weiterhin folgen. Die Handlungen sind wirklich sehr überraschend und auch das Ende konnte mich überzeugen.

Ich kann dieses Buch mit einem guten Gewissen weiterempfehlen und freue mich auf weitere Fälle um Kommissar Pascha und seine Kollegen.

Bewertung vom 19.10.2025
Voltenauer, Marc

Die Nacht des Blutadlers


ausgezeichnet

Alleine wegen des Covers gefällt mir das Buch schon sehr gut. Diese Felsformationen im Wasser bei diesem Licht sehen einfach toll aus.

Aber ich muss sagen, das ganze Buch war toll. Ein sehr spannender Krimi um den Kommissar Andreas Auer. Ihn hat es hier nach Gotland eher wegen privater Nachforschungen über seine Vergangenheit verschlagen. Denn jetzt wohnt er ja echt weit weg in den Bergen der Schweiz. Dies ist ja bereits der dritte Teil um ihn und seine Arbeit. Und auch wenn dieser Band ohne Vorkenntnisse gelesen werden könnte, habe ich mir die beiden ersten Bände auch noch gekauft und vorher gelesen. Aber das war eine rein persönliche Entscheidung, weil ich gerne Serien in der richtigen Reihenfolge lese. Aber es hat sich gelohnt, denn so konnte ich Andreas doch besser einschätzen. Dieser Band ist sehr interessant und zeigt uns eine Insel und seine Bewohner, die man so nicht unbedingt wahrnimmt. Es ist sehr spannend geschrieben und man wird tief in die Gefühlswelt von Andreas eintauchen. Die Personen sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und ihre Handlungen überraschen einen doch sehr. Es geht ja um die Vergangenheit und Andreas ist dadurch jetzt hier auch in diese Morde verwickelt. Für mich ist die ganze Entwicklung sehr überraschend. Man lernt die Insel gut kennen und das ist ein schöner Kontrast zu der Umgebung in der Schweiz. Den Text an sich kann man gut und flüssig lesen. Ich war von den Geschehnissen gefesselt und habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Ich fand dieses Buch auch sehr emotiona, da Andreas so persönlich davon betroffen war. Er wird mit Dingen konfrontiert, die er so nicht erwartet hatte. Es erklärt aber auch viel und er kann nach Abschluß der Nachforschungen mit sich ins Reine kommen.

Ich habe für mich jedenfalls eine tolle Serie entdeckt und kann sie mit einem guten Gewissen weiterempfehlen.

Bewertung vom 13.10.2025
Osman, Richard

Der Donnerstagsmordclub und der unlösbare Code / Die Mordclub-Serie Bd.5


ausgezeichnet

Auch der 5te Band hat meine Erwartungen erfüllt. Fangen wir mit dem Cover an. Es hat natürlich einen super Wiedererkennungswert. Ich bin jedes mal gespannt zu sehen, welches Tier sich diesmal unter der Fahne aufhalten darf. Bisher hat mir noch jedes Tier gefallen. Aber das Beste ist natürlich der Inhalt des Buches. Ein luxeriöses Anwesen für Senioren mit diversen Angeboten an Kursen. Und hier kommt dann der Donnerstagsmordclub zum Tragen. Die Mitglieder sind immer die gleichen: Ron, der ehemalige Gewerkschaftsmann. Er ist sozusagen der Mann fürs Grobe, wenn es denn nötig ist. Und manchmal müssen sie auch mal rabiat bei ihren Hobbyermittlungen vorgehen. Dann natürlich Elizabeth, die alleine durch ihre Vergangenheit für den Club wie gemacht ist und auch meist das Sagen hat. Joyce ist ruhiger und eher die typische Krankenschwester im Ruhestand, aber auch sie läuft bei den Ermittlungen zu Hochtouren auf. Und dann ist da noch Ibrahim. Wir erfahren diesmal etwas mehr aus seiner Vergangenheit und das fehlte auch irgendwie bisher. Aber jetzt lernen wir wieder einen neue Seite des ehemaligen Psychologen kennen. Und ich finde immer seine Bemerkungen über Situationen oder Menschen sehr interessant und passend. Diese vier Senioren sind jedenfalls alles andere als langweilig oder senil. Ich finde dieses zusammengewürfelte Team einfach genial. Diese unterschiedlichen Charaktere ergänzen sich gut und so können sie die Fälle auch meist schnell auflösen. Jedenfalls meist schneller als die Polizei. Und da kommen dann die Polizisten vor Ort, Chris und Donna, ins Spiel. Sie sind beide sehr sympathisch und machen gute Arbeit. Aber sie kommen an unsere Clubmitglieder nicht heran. Allerdings wissen wir als Leser ja auch, das den offiziellen Kräft manchmal Wege zur Ermittlung nicht erlaubt sind. Aber die beiden Polizisten sind ja fast schon Mitglieder des Clubs. Ihre Reaktionen auf die Handlungen des Clubs sind auch immer amüsant zu lesen. Die Handlung ist immer sehr interessant und spannend. Aber mir gefällt auch immer der besondere Humor, den unsere Hobbyermittler durch ihre Handlungen ins Spiel bringen, sehr gut. Sie können sich so gut verstellen und auf der anderen Seite reden sie ganz offen mit den vermeintlichen Verbrechern. Ich finde dieses Zusammenspiel immer sehr außergewöhnlich und fesselnd. Aber sie kommen damit meist zum Ziel. Es treten eh oft seltsame Typen in der Geschichte auf. Langweile kommt jedenfalls nicht auf und man wird oft überrascht. Nebenbei erfährt man natürlich auch wieder viel über das aktuelle Privatleben der Protagonisten. Sie haben ja mehr oder weniger alle Familie und auch hier gibt es einige interessante Entwicklungen. Ich mag Jason oder Joanna, denn sie bringen auch mal eine andere Sicht ins Spiel. Und das Verhältnis zwischen Eltern und erwachsenen Kindern ist eh immer interessant zu beobachten. Wir werden durch die detailreichen Beschreibungen auch immer gut die Umgebung vor uns sehen können. Ich bin jedenfalls immer gerne mit den Protagonisten unterwegs, egal ob zu Fuß, mit dem Bus oder im Autor. Wir lernen tolle Häuser kennen und viele zwielichte Gestalten, die aber oft auch noch sehr sympathisch rüberkommen. Und Elizabeth hat auch noch immer gute Verbindungen zu den seltsamsten Leuten, was auch immer wieder Staunen hervorruft.
Ich mag diese Serie um die ermittelnden Senioren im britischen Umfeld. Es macht Spaß und man hat eine unterhaltsame und fesselnde Lesezeit mit ihnen. Ich möchte sie nicht mehr entbehren und freue mich auf jeden Band.
Und auch der unlösbare Code hat mich wieder sehr gut unterhalten.

Eine absolute Leseempfehlung für diesen Band und die ganze Serie.