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Benutzername: AngelaK
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Bewertungen

Insgesamt 43 Bewertungen
Bewertung vom 07.12.2019
Das Strandhaus der kleinen Kostbarkeiten
Steinbach, Jan

Das Strandhaus der kleinen Kostbarkeiten


ausgezeichnet

Karen graut schon wieder vor dem jährlichen Pflichtbesuch bei ihrer Mutter. Sie würde viel lieber Weihnachten alleine gemütlich auf dem Sofa verbringen. So beschließt sie in diesem Jahr die Tage vor den Feiertagen bei ihrer Mutter zu verbringen, um rechtzeitig zu Weihnachten wieder zuhause zu sein. Karen ist vor langer Zeit nach Berlin gezogen und hat sich dort mit einer Literaturagentur selbstständig gemacht. Sie hat zwar vor lauter Arbeit fast kein Privatleben, aber das stört sie nur manchmal.

Wenn Karen in Husum ist, übernachtet sie im Hotel und flüchtet nach kurzen Besuchen bei ihrer Mutter auch immer wieder dorthin. Irgendetwas steht zwischen den zwei Frauen. Sie ist ziemlich überrascht, daß sie beim Eintreffen bei ihrer Mutter dort Bent, eine alte Jugendliebe, antrifft. Dieser versteht sich prächtig mit ihrer Mutter. Sehr zur Verwunderung von Karen, die überhaupt nicht nachvollziehen kann, daß überhaupt jemand mit ihrer Mutter auskommt.

Jan Steinbach erzählt eine wunderbar weihnachtliche Geschichte, die nicht „heil und kitschig“ rüberkommt sondern auch ein paar Ecken und Kanten hat, wie z.B. die Familie, die dieses Jahr Weihnachten ohne die an Krebs verstorbene Mutter feiern muß. Trotz allem bleibt die besinnliche Atmosphäre erhalten und läßt mich als Leserin das Buch zufrieden mit dem Ausgang zuklappen. In dieser Geschichte wird überall gekocht. Da läuft einem schon beim Lesen das Wasser im Mund zuammen. Für die, denen es ähnlich wie mir geht, sind die Rezepte im Anhang.

Die Protagonisten haben mir allesamt gefallen.

Mein Fazit:
ein wunderschönes Buch für die Advents- und Weihnachtszeit.

Bewertung vom 06.12.2019
Die besten Weihnachtskekse
Aust, Johanna

Die besten Weihnachtskekse


ausgezeichnet

Ich habe schon einige Bücher zu verschiedenen Themen aus dem Löwenzahn-Verlag. Neben der hochwertigen Verarbeitung gefällt mir, daß die Bücher klimapositiv gedruckt ist und ohne Plastikhülle geliefert wird. Sie haben alle eins gemeinsam: sehr gute Grundlagen-Erläuterungen, bevor es an die eigentliche Thematik geht.

So auch bei dem Buch „Die besten Weihnachtskekse“ von Johanna Aust. Neben der Grundausstattung und der Vorbereitung wird eingangs auf die grundsätzliche Herstellung von Mürbteig, Spritzgebäck, Biskuit- und Blätterteig eingegangen. Danach folgt ein sehr schön bebilderter Rezeptteil mit 111 leckeren Weihnachtskeksen. Das Spektrum reicht hier von den Klassikern wie z.B. Florentiner, Linzer Augen und Zimtsterne bis zu extravaganteren Sorten wie Eierlikörmonde mit Rosenzucker oder glasierte Weinherzen.

Ich selber habe bisher zwei Sorten Kekse aus diesem Buch nachgebacken. Sie haben sich problemlos verarbeiten lassen und sehr lecker geschmeckt.

Bewertung vom 22.11.2019
Eisbären

Eisbären


ausgezeichnet

Beim Durchblättern dieses Buches ist mir mal wieder bewußt geworden, daß auch die Fotografie gewissen Modeerscheinungen unterliegt. Eine Zeit lang waren es Fotografien von Babys auf Fellen. In jüngster Zeit ist es denn die Glaskugelfotografie oder die Lichtmalerei. Mitte des 20. Jahrhunderts war es modern, sich mit Eisbären fotografieren zu lassen.

Jochen Raiß hat über eine lange Zeit auf Flohmärkte nach solchen Bildern mit Eisbären gesucht. Obwohl alle Fotos eins gemeinsam haben, nämlich Personen mit Eisbär, sind sie trotzdem sehr unterschiedlich. Sie sind am Strand, beim Wandern oder in einem Wintersportort entstanden und zeigen eine Person bis hin zu einer ganzen Gruppe. Die abgebildeten Eisbär-Kostüme varieren auch sehr stark, von weiß und „frisch gekämmt“ bis schmuddelig und zottelig.

Der Autor zeigt hier für meine Begriffe eine sehr gelungene Auswahl seiner Flohmarktfunde, die, obwohl sie alle dasselbe Motiv „Person/en mit Eisbär“ zeigen, unterschiedlicher nicht sein könnte.

Bewertung vom 17.11.2019
Koma
Nesbø, Jo

Koma


ausgezeichnet

Ein Reihe von Morden beschäftigt die Ermittler um Gunnar Hagen. Alle passieren am Jahrestag eines ungeklärten Verbrechens und am damaligen Tatort. Die jetzigen Opfer sind allesamt Polizisten. Wo sind die Gemeinsamkeiten der Verbrechen? Was ist das Motiv? Außerdem liegt ein verletzter Unbekannter in einem nicht genutzten Flügel des Reichshospitals im Koma, von dem niemand was wissen darf.

Jo Nesbo hat mit „Koma“ einen unglaublichen Thriller geschaffen. Man rätselt, man spürt die Zeit davonlaufen. Immer noch keinen Ansatz für die Ermittlungen. Als Leser hat man bereits einige Verdächtige auf dem Schirm, aber immer noch keine Ahnung, was das Motiv sein könnte. Der Polizeipräsident macht Druck. Eine große Ermittlungsgruppe kommt nicht von der Stelle. Einige bedauern, daß der Ermittler Harry Hole mit seinen ungewöhnlichen Ermittlungsansätzen seinen aktiven Dienst beendet hat und nun an der Polizeihochschule unterrichtet.

Die Protagonisten haben mir allesamt gut gefallen, auch mit ihren persönlichen Abgründen. Die Handlung war spannend bis zum Schluß, das Ende überraschend, aber schlüssig.

Bewertung vom 17.11.2019
Der kleine Laden am Strand
Rogasch, Julia

Der kleine Laden am Strand


sehr gut

Ebba sucht nach einem Schicksalsschlag Halt bei ihrer Mutter in Hamburg. Ihr Freund bleibt in der Ungewissheit über ihren Verbleib und die Gründe ihres Verschwindens zurück. Nach dem Tod ihrer Mutter fühlt sich Ebba oft einsam. Sie arbeitet als Hebamme in Hamburg. Ihre Vorstellung von dem Beruf und die Realität passen irgendwie nicht zusammen: Sie wollte die werdenden Mütter und den Nachwuchs in einen neuen Lebensabschnitt begleiten. Stattdessen zu viele Überstunden und zu wenig Schlaf.

Durch einen medizinischen Notfall lernt sie die schwangere Clara und ihre Schwester kennen. Die beiden Schwestern werden für sie zur schicksalhaften Fügung. Sie hinterfragt ihr Leben und ob sie immer so weiter machen will. Sie hat doch auch mal Träume in ihrem Leben gehabt, doch die scheinen so unendlich weit weg zu sein. Für einen beruflichen Neuanfang müßte sie sich aber erst mit den Geschehnissen an diesem Abend vor vielen Jahren auseinandersetzen. Ob sie den Mut aufbringen wird?

Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen, allen voran natürlich Ebba. Die Geschichte, die die Autorin erzählt, hat mir gut gefallen. Kriminelle Immobilienhaie, aalglatte Hoteliers und eine kranke Frau als Beiwerk lassen die Handlung nie langweilig werden.

Bewertung vom 01.11.2019
Der Himmel über Havanna
Strick, Sabine

Der Himmel über Havanna


ausgezeichnet

Auf dem Sterbebett ihrer Oma Madelin erfährt Lisandra, daß Madlens Mann Salvador gar nicht ihr Opa ist. Die Oma erzählt noch von einem Tagebuch. Nach dem Tod der Oma sucht Lisandra dieses Tagebuch und wird auch fündig. Aus den Aufzeichnungen ergibt sich, daß die Oma eine Affäre mit einem Amerikaner hatte. Aber das Tagebuch endet, bevor klar wird, ob der Amerikaner wirklich der Vater ihrer Mutter ist. Lisandra muß erst durch ganz Kuba reisen, um mehr zu erfahren.

Selbst kämpft sie mit ihren Gefühlen. Sie hat den Deutschen Andy kennengelernt, der auch kubanische Wurzeln hat, aber bald wieder nach Deutschland zurückkehrt.

Die Autorin Sabine Strick erzählt eine unwahrscheinlich berührende Geschichte, die teils im Jahr 2015 spielen, aber auch in Rückblenden ins Kuba des Jahres 1958 geht. Dies war eine Zeit, in der die Revolution eine große Rolle spielt. Salvador hatte sich den Leuten von Fidel und El Che angeschlossen, um für eine bessere Zukunft zu kämpfen.

Ich selber habe 2011 Kuba bereist. So waren mir viele Orte bekannt, die in diesem Buch eine Rolle spielen. Das kubanische Lebensgefühl und die Zeit der Revolution hat die Autorin auch sehr bildhaft beschrieben.

Mein Fazit:
Tolle Story, die ich so nicht erwartet habe. Tolle Protagonisten, daher eine klare Lesempfehlung von mir.

Bewertung vom 21.10.2019
Maschine (eBook, ePUB)
Stiller, Dana; Stiller, Barry

Maschine (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Lisa und ihre Neugierde. Laura, eine Kommilitonin, fällt ihr auf, weil sie auch bei bestem Wetter eine Mütze auf hat. Nach einigem Zögern erzählt diese, daß sie sich damit gegen gefährliche, elektrische Strahlung schützen will. Sie ist davon überzeugt, daß ihr Denken durch diese Strahlung gesteuert würde. Lisa hält das zwar für Unsinn, aber besucht daraufhin eine Veranstaltung eines Schutzbundes gegen Elektro-Smog. Prompt wird sie dort zu einem kostenlosen Seminar in den Alpen eingeladen. Dieses Seminar verläuft allerdings anders, als sie erwartet hat. Nach zwei Mordfällen und einem Vermisstenfall fühlt sie sich verfolgt und sucht Unterschlupf bei Peter Conrad. Der wird erst mal aus ihren wirren Erzählungen gar nicht schlau. Ein Punkt an Lisas Erläuterungen läßt ihn jedoch aufhorchen. Es gibt eine Parallele zu einer Ausgrabung vor 6 Jahren, an der er beteiligt war. Aber hat das was zu bedeuten?

Die Protagonisten haben mir wieder gut gefallen, allen voran Lisa und Peter.

Ich habe bereits ein Buch des Autorenpaares Dana und Barry Stiller gelesen, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Auch hier ist es ihnen gelungen, mich in kürzester Zeit in den Bann der Geschichte zu ziehen. Es fällt zunehmend schwerer das Buch aus der Hand zu legen. Die Handlung ist nicht vorhersehbar, nimmt immer wieder unerwartete Wendungen. Und das Ende war wieder ein Knaller.

Daher klare Leseempfehlung von mir. Auf das nächste Buch des Autorenpaares bin ich jetzt schon gespannt.

Bewertung vom 21.10.2019
Nordseenebel
Denzau, Heike

Nordseenebel


ausgezeichnet

Raphael ist von Beruf Sohn einer reichen Familie. Bisher hat er nichts Nennenswertes auf die Reihe gekriegt. Als er bei Papa in Ungnade fällt, dreht dieser ihm kurzerhand den Geldhahn zu. Zeitgleich erbt er von seinem Onkel eine Detektei auf der Insel Föhr. Nicht gerade begeistert macht er sich auf den Weg nach Föhr. Da er die Detektei nicht fortführen will, entläßt er bei seiner Ankunft gleich mal die zwei Angestellten seines Onkels. Trotz allem stöbert er in den Akten seines Onkels und bleibt prompt an einem Vermisstenfall hängen. Dieser beschäftigt ihn mehr als ihm lieb ist.

Raphael und sein Zwillingsbruder haben mir gut gefallen, auch die zwei Angestellten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Dies war mein erstes Buch von Heike Denzau, aber sicher nicht mein letztes. Ihr Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut: niemals langweilig, einen Schuß Humor und etliche unerwartete Wendungen. Die Handlung ist spannend bis zum Schluß. Das Ende war alles andere als vorhersehbar.

Bewertung vom 07.09.2019
Weniger ins Meer - was du tun kannst, um Plastik und Müll zu vermeiden
Wilson, Hannah

Weniger ins Meer - was du tun kannst, um Plastik und Müll zu vermeiden


ausgezeichnet

Ich habe das Buch mit zwei meiner Enkelkinder gelesen, und wir fanden das Buch sehr schön.

Zu Beginn des Buches wird den Kindern erklärt, welche Folgen die Müllmassen für die Erde haben. Selbst Grundschulkindern wird hier sehr schnell klar, daß das nicht gut sein kann.

Es werden in den folgenden Kapitel zu den einzelnen Stoffen Herkunft und Verarbeitung erkärt, wobei bereits hier auf die Folgen für die Umwelt hingewiesen. Desweiteren folgen Tipps zum Recyclen wie etwa Plastikflaschen oder -becher auszuwaschen, damit es bei der Weiterverarbeitung nicht zu Problemen führt. Ergänzend werden Tipps zur Vermeidung bzw. zum Upcyclen gegeben, z.B. Getränke für unterwegs in einer kleinen Thermoskanne mitzunehmen statt irgendwo ein Getränk in einer Plastikflasche zu kaufen.

Mein Fazit:
Das Beste ist es jedoch, den Kindern vorzuleben, wie es richtig geht. Das Buch kann hier aber unterstützen, weil es auf kindgerechte Art die Problematik von zu viel Müll und einen bewußten Umgang mit den vorhandenen Stoffen, was letztlich mehr Umweltbewußtsein schafft.

Bewertung vom 05.09.2019
Lena Halberg - New York '01
Nyborg, Ernest

Lena Halberg - New York '01


ausgezeichnet

Nach „Paris '97“ ist „New York '01“ der zweite Band der Lena-Halberg-Triologie. Es folgt noch im Rahmen der Triologie „London '05“. Das vierte Buch um Lena Halberg ist „Der Cellist“, das ich zuerst gelesen hatte.

11.09.2001, die Zwillingstürme des World Trade Centers stürzen nach einem Terroranschlag brennend zusammen. Ein Nebengebäude wird noch rechtzeitig evakuiert. Was hat das mit den Recherchen von Lena Halberg zu tun? Sie ist einem amerikanischen Rüstungsproduzent auf den Fersen, der bekannt ist für seine skrupellosen Geschäfte und nun den Wohltäter für afrikanische Kindersoldaten gibt. Lena nimmt ihm das nicht ab und wittert unlautere Geschäfte hinter seiner Wohltätigkeit. Entgegen allen Warnungen dringt sie immer weiter in die Geschichte ein. Je näher sie der Lösung kommt, desto größer wird die Gefahr für ihr Leben.

Wieder hat Ernest Nyborg reale Geschehnisse gekonnt in seine Fiktion eingebaut. Mit sehr viel Spannung erzählt er eine Geschichte um den machtgewohnten Rüstungsproduzenten Bronsteen.

Die Handlung hat mir wie im ersten Teil der Triologie sehr gut gefallen. Lena ist eine toughe Journalistin, die sich nicht so leicht abschrecken läßt. Wenn sie erst mal an einer Geschichte dran ist, gibt sie nicht so schnell auf. Jetzt freue ich mich schon auf „London '05“, den letzten Band der Triologie.