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Benutzername: Marion2505
Wohnort: Mettmann
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 43 Bewertungen
Bewertung vom 27.07.2018
Der Schatten
Raabe, Melanie

Der Schatten


ausgezeichnet

Das Buchcover passt wunderbar zu den anderen beiden Büchern von Melanie Raabe und ist auch zum Inhalt dieses Buches überaus passend. Mir gefällt es ganz gut, allerdings würde es im Buchladen wohl nicht direkt in mein Auge springen.

Ein spannender Schreibstil

Der Schreibstil von Melanie Raabe hat mich sofort gepackt. Er ist ziemlich spannend und die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so dass es mich permanent dazu verführt hat, weiterzulesen und das Buch wirklich schwer aus der Hand zu legen war. Erst ist Norahs Vergangenheit sehr geheimnisvoll. Doch nach und nach erfährt der Leser, was in Wien passiert ist und vor allem auch, was es mit dem 11. Februar auf sich hat. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, nach und nach mehr über Norah und ihre Vergangenheit zu erfahren. Aber auch die Gegenwart ist sehr interessant, denn es passieren viele aufregende und verwirrende Dinge, die mich absolut an das Buch gefesselt haben. Großes Kompliment an Melanie Raabe, das war einfach toll!

Geheimnisvolle Charaktere

Wie schon erwähnt, war Norah für mich anfangs sehr geheimnisvoll und ich war ziemlich gespannt auf ihre Geschichte und was sie nach Wien geführt hat. Als Charakter ist sie mir zwar nicht wirklich ans Herz gewachsen, denn sie hat schon eine sehr spezielle Art, mit der ich mich nicht immer identifizieren konnte. Dafür hat sie mich aber oft sehr überrascht, denn sie ist unerschrocken und mutig und traut sich so manche Sache zu, von der ich ihr lieber abgeraten hätte. Überhaupt habe ich oft mit offenem Mund über Norah und ihre Aktionen gelesen und hätte sie am liebsten gebremst. Das hat wirklich viel Spaß gemacht und das Lesen zu etwas sehr Emotionalem gemacht.

Aber auch die anderen Charaktere, denen ich im Buch begegnet bin, haben mir alle gut gefallen. Max und Paul habe ich - im Gegensatz zu Norah - sofort in mein Herz geschlossen und bei manch anderem Protagonisten bin ich ziemlich überrascht worden. Wenn Ihr auch Protagonisten mögt, die nicht leicht zu durchschauen sind, dann seid Ihr hier genau richtig. Schnappt Euch das Buch und lest drauf los!

"Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist. Wir sehen die Welt, wie wir sind."

Dieses Zitat von Seite 413 hat mich sehr beeindruckt und lässt mich einfach nicht mehr los, denn es ist so wahr. Es wird sicherlich noch einige Zeit in meinem Kopf herumspuken und das Buch in wunderbarer Erinnerung halten.

Mein Fazit:

"Der Schatten" von Melanie Raabe ist ein unglaublich spannender Thriller mit einem Ende, das mich wirklich komplett überrascht hat. Wer gerne bis zum Schluss des Buches miträtseln möchte und viele kleine und große Überraschungen mag, ist hier genau richtig. Ich hatte unglaublich spannende Lesestunden und kann das Buch nur absolut weiterempfehlen.

Bewertung vom 28.03.2018
Der Da Vinci Fluch
Sommer, Katharina

Der Da Vinci Fluch


ausgezeichnet

Inhalt:

Nachdem Carrie ihre magischen Kräfte verloren hat, muss sie sich in einer völlig neuen Welt zurechtfinden. Sie muss von nun an eine französische Privatschule besuchen und ganz ohne Magie und Zaubersprüche auskommen. Auch ihre erste Begegnung mit Francis, dem Mädchenschwarm der Schule, verläuft alles andere als erfreulich. Doch aus seiner offensichtlichen Abneigung ihr gegenüber entwickelt sich nach kurzer Zeit echtes Interesse, was Carrie ziemlich irritiert. Aber auch Francis hat ein dunkles Geheimnis, das ihn begleitet. Allerdings könnte er es mit Carries Hilfe beeinflussen. Nur, ist Carrie bereit dazu, ihm zu helfen? Das Angebot ist verführerisch, denn Carrie könnte durch ihre Hilfe ihre magischen Kräfte zurückerlangen. Eine magische Reise in die Vergangenheit beginnt ...

Meine Meinung:

Ein wunderschönes Buchcover

Das Buchcover gefällt mir sehr, denn es beinhaltet alles, was für die Geschichte des Buches wichtig ist. Es wirkt auf mich mystisch und geheimnisvoll und spiegelt die Stimmung des Buches unglaublich gut wieder. Außerdem mag ich die düstere Farbwahl, aus der Carries rote Haare herausstechen. Für mich ist das Cover absolut perfekt gewählt.

Ein spannender Schreibstil

Der Schreibstil von Katharina Sommer konnte mich von Beginn an fesseln. Ich habe Carrie sofort gemocht und wollte von der ersten Seite an wissen, warum sie denn nun ihre magischen Kräfte verloren hat. Die Gründe hierfür werden dem Leser Stück für Stück offengelegt, was ich als sehr spannend empfunden habe. Sowohl Carries als auch Francis' Familiengeschichte hat mich sofort sehr neugierig gemacht und somit konnte ich eigentlich gar nicht aufhören zu lesen. Auch die Passagen, die in der Vergangenheit gespielt haben, waren unglaublich spannend und geheimnisvoll.

Interessante und geheimnisvolle Charaktere

Carrie mochte ich sofort und konnte ihren Frust auch sehr gut nachvollziehen, dass sie als einzige ohne magische Kräfte in einer Familie voller Magie leben sollte. Leider handelt Carrie für meinen Geschmack des Öfteren sehr naiv und unlogisch, was mich nicht nur einmal ziemlich aufgeregt hat. Das wäre aber auch schon mein einzigster Kritikpunkt. Ihre Familie ist mir auch sehr sympathisch gewesen und ich musste oft über die magische Hilfe ihrer Familienmitglieder schmunzeln. Am liebsten mochte ich ihre Schwester Liz, die ihr gerne mit Rat und Tat zur Seite steht und somit eine wichtige Verbündete ist. Aber auch Carries Großmutter ist einfach großartig und ich habe die Passagen mit ihr sehr genossen.

Allerdings war mir auch Francis nicht wirklich unsympathisch, auch wenn er zu Beginn der Geschichte schon recht überheblich erscheint. Er hat eine sehr interessante Familie, die aber leider nur einen sehr geringen Anteil im Buch einnimmt. Gerne hätte ich auch einmal seine Eltern kennengelernt, was allerdings nicht passiert ist. Ich hoffe da auf den Nachfolgeband ...

Auch sehr undurchsichtig und geheimnisvoll war mein absoluter Lieblingscharakter Lucius, über den ich gar nicht so viel verraten möchte. Nur so viel: er hat mich wirklich fasziniert und immer wieder überrascht, was beim Lesen großen Spaß gemacht hat.

Eine magische Zeitreise, die nach einer Fortsetzung verlangt

Mir hat die Reise in die Vergangenheit, die Carrie und Francis unternehmen, unglaublich gut gefallen und der Gedanke, dass jede Veränderung eine unbekannte Folge haben wird, hat mich wirklich begeistert. Umso überraschter war ich vom Ende des Buches und der Aussicht auf eine Fortsetzung, bei der ich auf jeden Fall auch wieder dabei sein werde.

Mein Fazit:

"Der Da Vinci Fluch: Bloodmoon is coming" von Katharina Sommer ist ein magisches Abenteuer, das eine spannende Reise in die Vergangenheit beinhaltet und voller interessanter Charaktere und Geheimnisse steckt. Ich bin sehr neugierig auf die Fortsetzung und kann das Buch absolut weiterempfehlen.

Bewertung vom 18.03.2018
Palace of Glass - Die Wächterin / Palace-Saga Bd.1
Bernard, C. E.

Palace of Glass - Die Wächterin / Palace-Saga Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Die 17-jährige Rea Emris lebt in einem sehr besonderen London, das von Angst beherrscht ist. Ein strenges Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn das Königshaus und die Bevölkerung fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht. Wenn die Magdalenen eine andere Person berühren, können sie in deren Gedanken und Gefühle eindringen und sie sogar manipulieren. Auch Rea gehört zu den Magdalenen. Tagsüber schafft sie es mit Hilfe eines roten Seidenbandes ihr Verlangen nach Berührungen zu unterdrücken. Doch nachts schleicht sie sich in die dunkelsten Ecken der Stadt, um an illegalen Faustkämpfen sehr erfolgreich teilzunehmen.

Eines Tages erhält Rea einen gefährlichen Auftrag. Denn sie soll als Leibwächterin das Leben des Thronfolgers beschützen. Es wird nicht leicht für sie werden, ihr Geheimnis zu bewahren ...

Meine Meinung:

Das Buchcover gefällt mir unheimlich gut. Die verschiedenen Blautöne vermitteln die Stimmung im gläsernen Buckingham Palace, die ich beim Lesen empfunden habe, absolut perfekt. Und das rote Seidenband, das sich durch das Cover schlängelt, spielt auch eine wichtige Rolle im Buch. Auch gefällt mir der zarte Schimmer, der auf dem gesamten Buchcover liegt, mehr als gut.

Der Schreibstil von C. E. Bernard hat mich von der ersten Seite an sehr begeistert. Er ist durchweg spannend und hat mich unglaublich leicht in die doch sehr ungewöhnliche Welt von Rea mitgenommen. Schnell habe ich verstanden, welche Verbote und Gefahren es gibt. Außerdem gibt es immer wieder kleine Geheimnisse - auch in Reas Vergangenheit - zu entdecken, die mich sehr fasziniert haben. Überaus spannend fand ich auch die Passagen, in denen Rea in die Gedanken ihrer Mitmenschen eindringen konnte. Die Beschreibungen waren so unglaublich bildlich, dass ich fast das Gefühl hatte, selbst dabei zu sein.

Die Hauptprotagonistin Rea Emris erscheint zu Beginn des Buches sehr geheimnisvoll, denn sie hat einiges in ihrem Leben schon erlebt und erst nach und nach werden diese Dinge bekannt. Darüber hinaus ist sie überaus sympathisch und eine ganz tolle Persönlichkeit. Ich hatte keinerlei Probleme, mich mit ihr als Ich-Erzählerin des Buches zu identifizieren und habe alle ihre Erlebnisse mit größter Spannung verfolgt. Aber nicht nur sie hat mich sehr fasziniert. Es gibt noch viele tolle und interessante Persönlichkeiten, denen ich im Laufe des Buches begegnet bin. Dabei war meine Lieblingsprotagonistin mit Abstand Ninon, die Gräfin von Orléans. Sie ist geheimnisvoll, sehr schlagfertig und einfach komplett anders als all die angepassten Menschen, auf die Rea trifft. Aber auch Blanc, der weiße Ritter, konnte sich sehr schnell in mein Herz schleichen. Er hat mir während des Lesens nicht nur einmal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Darüber hinaus gibt es, was die Charaktere angeht, auch die ein oder andere Überraschung, die mir überaus gut gefallen hat. Ich mag es sehr, während des Lesens meine Meinung über den ein oder anderen Charakter noch einmal zu überdenken und das war hier nicht nur einmal der Fall. Ein tolles Leseerlebnis!!!

Am meisten hat es mir gefallen, wie die Autorin es geschafft hat, mich in diese faszinierende Welt zu entführen, in der es viele Verbote und Gefahren gibt. Es ist interessant, zuzusehen, wie die einzelnen Persönlichkeiten damit umgehen und was es alles zu entdecken gibt. Auch die Entwicklung von Rea und die spannende Suche nach den unbekannten Attentätern hat mir unglaublich gut gefallen und ich kann es kaum erwarten bis es endlich weitergeht.

Mein Fazit:

"Palace of Glass: Die Wächterin" von C. E. Bernard ist ein mehr als spannender Auftakt einer neuen Trilogie, der mich durchweg durch seinen fesselnden Schreibstil und interessante und geheimnisvolle Charaktere begeistert hat. Für mich ist dieses Buch jetzt schon eines meiner Lesehighlight 2018

Bewertung vom 10.03.2018
Das Fest der kleinen Wunder
Renk, Ulrike

Das Fest der kleinen Wunder


ausgezeichnet

Inhalt:

Frederike verbringt im Winter 1925 ihr letztes Jahr auf Gut Fennhusen. Danach wird sie das Gut verlassen, um eine höhere Töchterschule zu besuchen. Daher genießt sie die gemeinsame Zeit mit ihrem Pony, den ersten Schnee und die Vorbereitungen auf die große Jagd dieses Mal besonders. Ihre einzigste Sorge ist dabei ihr Lieblingspferd Caramell, das sich plötzlich nicht mehr reiten lässt und sich sehr unberechenbar verhält. Sogar Frederikes Stiefvater schafft es nicht, sie ordentlich zu reiten. Doch plötzlich möchte der Besitzer des Nachbarguts Caramell für seine Tochter Katharina kaufen. Frederike ist entsetzt! Ob das Weihnachtsfest durch ein kleines Wunder gerettet werden kann?

Meine Meinung:

Ein unglaublich schönes Buchcover

Das Buchcover gefällt mir - wie alle Cover der Ostpreußen Saga - unglaublich gut. Es vermittelt mir sofort die winterliche Stimmung auf Gut Fennhusen und ich kann es gar nicht erwarten, in die Geschichte abzutauchen.

Ein toller Schreibstil

Der Schreibstil von Ulrike Renk hat mich wieder sofort in der Geschichte gefangen genommen. Das Fest der kleinen Wunder ist ein abgeschlossener Weihnachtsroman, der in den 20er Jahren auf Gut Fennhusen spielt und ist somit unabhängig von den anderen Bänden der Ostpreußen Saga. Besonders vor dem Hintergrund, was noch alles auf Frederike und ihre Familie zukommen wird, habe ich diese Geschichte unglaublich genossen. Denn alles wirkt unbeschwert und gemütlich.

Ein Wiedersehen mit den liebgewordenen Charakteren

Ich habe mich sehr gefreut, noch ein wenig Zeit mit Frederike verbringen zu können. Und dann auch noch zur Weihnachtszeit! Einfach wunderbar! Auch hat es mich gefreut, dass Frederikes beste Freundin Thea auch wieder mit von der Partie war. Ich mag sie sehr und empfinde ihre Freundschaft und wie sie miteinander umgehen als etwas sehr Besonderes.

Allerdings hat mich in diesem Buch Frederikes Bruder Fritz mit seinen verrückten Ideen und Lausbubenstreichen absolut begeistert. Es war eine große Freude dabei zuzusehen, wie er mit seinem Freund immer wieder neue Dinge ausprobiert hat und nicht alles so geklappt hat, wie er sich das gedacht hatte. Aber zum Glück hat er ja seine große Schwester Frederike, die ihm gerne mal aus der Patsche hilft!

Und natürlich war auch die Köchin Schneider wieder eine meiner Lieblingscharaktere. Sie ist so eine Seele von Mensch und zaubert so wunderbare Dinge auf den Tisch, dass ich beim Lesen immer Hunger bekommen habe. Gerne hätte ich einmal ein gemeinsames Essen mit der Familie Fennhusen eingenommen :-)

Das Warten auf ein Wunder

Und auch der Handlungsstrang rund um Frederikes Lieblingspferd Caramell hat mir unglaublich gut gefallen. Ich mag Frederikes Herangehensweise an schwierige Situationen sehr gerne und war mit dem Verlauf der ganzen Sache sehr zufrieden. Caramell und Glumse sind aber auch sowas von niedlich :-)

Mein Fazit:

"Das Fest der kleinen Wunder" von Ulrike Renk ist eine wunderbare Ergänzung der Ostpreußen Saga und somit für alle, die von Frederike und dem Leben auf Gut Fennhusen nicht genug bekommen können, genau das richtige. Ich hatte wieder tolle Lesestunden und habe die zusätzliche Zeit mit Frederike und ihren Lieben mehr als genossen. Daher gibt es von mir wieder eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 12.02.2018
Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1
Raabe, Marc

Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1


ausgezeichnet

Inhalt:

Im Berliner Dom wird die Leiche der prominenten Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss gefunden. Sie wurde grausam zugerichtet und hängt mit schwarzen Flügeln in der Kuppel des Berliner Doms. Um den Hals hat sie einen Schlüssel, in dessen Griff die Zahl 17 eingeritzt ist. Für Tom Babylon vom LKA ist sofort klar, dass er diesen Fall haben muss. Denn mit diesem Schlüssel ist vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola spurlos verschwunden. Gemeinsam mit der Psychologin Sita Johanns stürzt er sich in die Ermittlungen und hofft, dabei auch mehr über seine verschwundene Schwester herauszufinden.

Meine Meinung:

Das Buchcover gefällt mir unglaublich gut. Ich mag die klare Schrift in Verbindung mit der Zahl 17 und der Feder, die im Buch eine wichtige Rolle spielen. Auch die Farben sind super gewählt. Für mich ein absolut stimmiges Buchcover, das mich im Buchladen sicherlich anziehen würde.

Auch war ich schon nach dem Lesen der ersten Seiten absolut begeistert vom Schreibstil. Er ist unglaublich spannend, sehr flüssig zu lesen und die nicht allzu langen Kapitel haben mich immer wieder dazu verleitet, noch ein Kapitel zu lesen und dann gerne noch eins, denn eigentlich war kaum Zeit zum Luftholen während des Lesens.

Gut gefallen hat mir auch, dass die Geschichte zwei Erzählstränge hat. Zum einen werden in der Gegenwart die Geschehnisse rund um den Mord an Dr. Brigitte Riss erzählt und zum anderen werden die Geschehnisse aus Toms Kindheit im Jahre 1998 Stück für Stück preisgegeben, die eng mit dem Fall zu tun haben.

Auch gab es immer mal wieder ein Überraschungsmoment, das oft gar nicht wirklich so war wie es auf den ersten Blick wirkte. Diese Überraschungen während des Lesens haben mir immer wieder viel Freude bereitet und das Buch zu etwas wirklich Tollem gemacht.

Marc Raabe hat viele unterschiedliche Charaktere für dieses Buch kreiert, die mich alle überzeugt haben. Allen voran natürlich Tom Babylon. Er ist mir von Beginn an sehr sympathisch gewesen, da er alles andere als perfekt ist und mit vielen kleinen oder auch großen Dingen zu kämpfen hat. Den Verlust seiner Schwester hat er nie verkraftet und daher ist er bei den Ermittlungen voller Hoffnung auf ein Lebenszeichen von ihr dabei. Seine Art, Dinge anzugehen, war immer alles andere als durchschnittlich, was ich einfach sehr unterhaltsam und oft auch ziemlich aufregend fand.

Dann gibt es die geheimnisvolle Sita Johanns, die Tom als Partnerin zugeteilt wird. Sie ist Psychologin und schnell wird klar, dass auch sie einiges in ihrer Vergangenheit erlebt hat. Sie ist ein sehr facettenreicher Charakter, der mich überaus neugierig macht. Auch die Zusammenarbeit mit Tom fand ich einfach großartig.

Einige der Charaktere kann ich auch nach Beendigung des Buches noch nicht wirklich einschätzen. Da es sich aber um den 1. Fall von Tom Babylon handelt, finde ich diesen Umstand sehr spannend. Denn beim nächsten Fall bin ich sicherlich wieder mit dabei :-)

Auch das Ende des Buches hat mir gut gefallen. Vieles wird aufgelöst, aber eben nicht alles. So bleibt es spannend und ich bin jetzt schon sehr neugierig, wie es wohl weitergehen wird. Denn ich persönlich habe noch jede Menge Fragen, die ich gerne im Laufe der nächsten Fälle klären würde. Dabei habe ich es aber nicht eilig, denn es hat viel zu viel Spaß gemacht, in Toms Welt einzutauchen und ich möchte noch ganz viel mit ihm und Sita erleben.

Mein Fazit:

"Schlüssel 17" von Marc Raabe ist ein sehr genialer und unglaublich spannender Auftakt einer neuen Reihe um den Ermittler Tom Babylon. Ich werde beim nächsten Fall auf jeden Fall wieder dabei sein. Denn es gibt noch einiges zu entdecken und die einzelnen Charaktere sind voller Geheimnisse. Ich hatte unglaublich spannende Lesestunden und vergebe daher eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 06.02.2018
König Lennard oder Sommer ist dann, wann wir wollen
Milan, Timm

König Lennard oder Sommer ist dann, wann wir wollen


ausgezeichnet

Inhalt:

Lanas großer Bruder Lennard hat eine wunderschöne goldene Papierkrone und Lana ist überzeugt davon, dass diese Krone magische Kräfte besitzt. Denn Lennard hat die unglaublichsten Ideen immer dann, wenn er die Krone auf seinem Kopf hat. Da kommt es sogar vor, dass im Herbst noch einmal kurz ein Sommergefühl aufkommt oder auch der verhasste Hustensaft plötzlich schmeckt. Mit dieser Krone ist alles möglich - nur Langeweile hat absolut keine Chance.

Unsere Meinung:

Schon beim Betrachten des Buchcovers erhält der Leser einen ersten Eindruck von Lana und Lennard. Wir hatten sofort große Lust, das Buch aufzuschlagen und mit ihnen viele tolle Dinge zu erleben. Die beiden gucken schon so verschmitzt, dass wir sofort ein breites Grinsen im Gesicht hatten und voller Vorfreude im Buch abgetaucht sind.

Der Schreibstil des Buches war mehr als unterhaltsam. Schon alleine die kurze Erklärung, wie die Krone in Lennards Besitz gekommen ist, hat uns unglaublich gut unterhalten. Da Lennards Krone 10 bunte Edelsteine besitzt, ist jedes Kapitel einem Edelstein bzw. einem Streich oder einem anderen Erlebnis der Geschwister gewidmet. Beim bloßen Lesen der Überschrift konnten wir uns noch nicht denken, was uns da erwarten würde, aber jedes Mal war es einfach wunderbar. Es war schwer, das Buch abends nach ein paar Kapiteln wegzulegen. Zu begeistert waren die Jungs von Lana und Lennard und dem, was sie sich immer wieder ausgedacht haben.

Lana und ihr großer Bruder Lennard sind ein tolles Team. Wenn sie zusammen sind, haben sie immer eine Idee. Und wenn dem mal nicht so ist, kommt Lennard mit der goldenen Krone um die Ecke. Von Lana und Lennard waren wir sofort ziemlich begeistert, denn wer hätte nicht gerne so einen großen Bruder, der sich so wundervoll um seine kleine Schwester kümmert? Aber auch die Mama der beiden ist einfach unvergleichlich. Nicht nur einmal hat sie hier für großen Jubel gesorgt. Allerdings hat diesen Herr Krokant noch übertreffen können. Er hat das Leben der kleinen Familie bereichert, als er mit seinem "Alien" zum Kaffeetrinken kam und sich sofort einen Platz in unserem Herzen erschlichen hat.

Wie schon erwähnt, besteht das Buch aus 10 Kapiteln. Natürlich war unser Lieblingskapitel der 8. Edelstein. Die Jungs konnten gar nicht mehr aufhören zu lachen und hätten das Kapitel am liebsten immer wieder gelesen. Ich hatte allerdings auch sehr viel Spaß!!! Mehr möchten wir darüber nicht verraten. Nur so viel: Es lohnt sich wirklich, es zu lesen :-) Auch das Ende hat uns super gefallen, obwohl es einen kurzen Schockmoment gab, in dem die Jungs laut "Oh Nein!" gerufen haben. Die Überraschung, die danach folgte, war aber ganz wunderbar und absolut nicht vorhersehbar.

Unser Fazit:

"König Lennard oder Sommer ist dann, wann wir wollen" von Timm Milan ist ein sehr geniales Leseabenteuer für kleine und große Büchermenschen. Lana, Lennard und die goldene Krone bieten für jeden Geschmack etwas und das Buch war viel zu schnell ausgelesen. Nach Beendigung dieser Lektüre hätte sicherlich jeder gerne so einen großen Bruder wie Lennard einer ist, so eine magische goldene Krone oder vielleicht einen Babysitter wie Lana und Lennard ihn für einen Abend hatten. Wir hatten unglaublich viel Spaß und sagen abschließend: absolut super und empfehlenswert!!!

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Bewertung vom 03.02.2018
Hangman. Das Spiel des Mörders / New-Scotland-Yard-Thriller Bd.2
Cole, Daniel

Hangman. Das Spiel des Mörders / New-Scotland-Yard-Thriller Bd.2


ausgezeichnet

Inhalt:

Emily Baxter ist Chief Inspector bei der Metropolitan Police und hat vor 18 Monaten die Morde im Ragdoll-Fall gemeinsam mit dem umstrittenen Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, aufgeklärt. Als in New York nun ein Toter an der Brooklyn Bridge aufgehängt und in seine Brust das Wort "Köder" geritzt wurde, scheint klar zu sein, dass der Täter den berühmten Ragdoll-Fall kopiert. Emily Baxter wird von FBI und CIA angefordert, da eine neue Mordserie befürchtet wird. Als ein zweiter Toter gefunden wird, sind Baxter und ihre Kollegen längst Spielball des grausamen Mörders ...

Meine Meinung:

Das Buchcover ist zwar schlicht, verfehlt bei mir aber nicht seine Wirkung. Mich fasziniert das knallige Rot auf dem schwarzen Hintergrund und stimmt mich auf spannende Lesestunden ein. Auch wenn es eher schlicht ist, ist es für mich ein absoluter Hingucker.

Der Schreibstil des Buches hat mich von Beginn an begeistert. Ich weiß, dass die Meinungen hier stark auseinandergehen, aber ich bin absoluter Fan von Daniel Coles Schreibstil. Er ist durchweg fesselnd und spannend und gespickt mit seinem besonderen Humor. Mich hat er - genau wie im 1. Band - absolut begeistern können und ich hatte sowohl unglaublich spannende als auch überaus amüsante Lesestunden.

Erst war ich sehr traurig, dass Wolf in diesem Band wohl keine Rolle spielen würde. Doch schon bald habe ich festgestellt, dass Baxter ihm in nichts nachsteht. Sie vertritt ihn mehr als würdig und hat mich durchweg unglaublich gut unterhalten. Ihre Art ist sicherlich sehr speziell, aber oft auch irgendwie hilfreich. Ich habe nicht nur einmal laut über sie lachen müssen und hätte eigentlich immer weiterlesen können.

Aber auch Elliot Curtis vom FBI, die sehr beherrscht und das völlige Gegenteil von Baxter ist, mochte ich sofort. Sie war perfekt im Ermittlerteam, dem auch der etwas schräge, aber unglaublich sympathische Damien Rouche angehörte, der von der CIA in die Ermittlungen geschickt wurde. Rouche und Baxter zusammen waren unglaublich gut. Curtis hat das Team dann rund gemacht.
Auch gab es ein Wiedersehen mit Charakteren aus dem 1. Band, was mich sehr gefreut hat. Vor allem Alex Edmunds fand ich unschlagbar gut. Es ist schön zu sehen, dass Baxter in ihm einen wirklich treuen Freund gefunden hat. Ohne ihn wäre sie des Öfteren wohl aufgeschmissen gewesen. Aber auch Finlay Shaws hat mir gut gefallen. Eigentlich ist das Buch voller vielfältiger, aber auch sehr eigenwilliger Charaktere, die mich alle absolut überzeugt haben.

Auch dieser 2. Band konnte mich wieder komplett überzeugen und ich hatte bis zum Schluss spannende Lesestunden. Allerdings kann ich nur dringend empfehlen, vorher den 1. Band zu lesen. Denn es gibt doch einige Passagen, in denen es mir ohne das Wissen, das ich im 1. Band gesammelt habe, absolut nicht klar gewesen wäre, was da gerade passiert.

Der Schluss hat mich - wie im 1. Band - mal wieder sprachlos zurückgelassen und ich hoffe inständig, dass es nicht allzu lange dauern wird, bis es weitergeht. Viel zu unterhaltsam und spannend war die gemeinsame Zeit mit Baxter und Co. Ich hätte wirklich noch ewig weiterlesen können ...

Mein Fazit:

"Hangman - Das Spiel des Mörders" von Daniel Cole ist ein unglaublich toller 2. Band seiner New-Scotland-Yard-Reihe. Er beinhaltet für mich eine perfekte Mischung aus absoluter Spannung und total genialem Humor. Ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird, denn ich bin schon lange nicht mehr so grandios unterhalten worden. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 02.11.2017
Fliedersommer
Bramley, Cathy

Fliedersommer


ausgezeichnet

Inhalt:

Holly Swift hat schon als Kind gemeinsam mit ihrer Mutter die Feste und Veranstaltungen von Wickham Hall besucht und liebt dieses Anwesen über alles. Als sie dort eine Stelle angeboten bekommt, fühlt sie sich überglücklich. Nun organisiert sie dort zusammen mit Ben, den sie sofort in ihr Herz geschlossen hat, Hochzeiten, Sommerfeste und andere Feierlichkeiten. Doch mit der Zeit erfährt Holly, dass das prächtige Anwesen auch viele Geheimnisse für sie bereit hält.

Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es passt wahnsinnig gut zum Titel des Buches. Auch wird im Buch viel über die prächtigen Gärten mit ihren wunderschönen Blumen von Wickham Hall berichtet, was wiederum wunderbar zum Cover passt.

Der Schreibstil von Cathy Bramley ist sehr flüssig und lebendig. Ich hatte keinerlei Probleme, in der Geschichte anzukommen. Auch haben mich die Beschreibungen von Wickham Hall sehr begeistert. Ich hatte oft das Gefühl, gemeinsam mit Holly dort zu sein und konnte mir alles wunderbar vorstellen.

Auch die Charaktere im Buch haben mich alle absolut überzeugt. Da ist zum einen Holly Swift, die man einfach sofort in sein Herz schließen muss. Sie ist ein sehr herzlicher, aber absoluter Planungsmensch. Sie arbeitet an einem Stück irgendwelche Arbeitspläne aus, sei es beruflich oder auch im Privatleben. Ohne einen festen Plan geht bei ihr nichts. Außerdem ist sie sehr ordnungsliebend und natürlich komplett unspontan. Für ihre Stelle als Veranstaltungsorganisatorin sind das alles vorteilhafte Eigenschaften.

Allerdings wird es etwas schwieriger, wenn derjenige, mit dem man zusammenarbeitet, das komplette Gegenteil ist. Denn Benedict Fortescue ist ein sehr liebenswerter Chaot. Er ist Künstler durch und durch. Auch hat er fortlaufend neue Ideen, die spontan überall noch eingebaut werden müssen. Dass diese Zusammenarbeit mehr als interessant zu beobachten ist, ist wohl klar. Der Umstand, dass es zwischen Holly und Ben von Anfang an knistert, führt auch oft zu lustigen Situationen. Oft musste ich beim Lesen sehr schmunzeln über die Beiden.

Aber es gibt noch jede Menge anderer Charaktere in diesem Buch, die einzigartig und einfach toll sind. Sei es die Gärtnerin Nikki, die Köchin Jenny, der Wachmann Jim, Hollys beste Freundin Esme oder auch Lord Fortescue. Jeder ist auf seine Art und Weise einzigartig und wunderbar. Natürlich gibt es nicht nur Menschen in Wickham Hall, die Holly mögen, sondern auch den ein oder anderen, der gegen sie arbeitet. Das macht das Buch nochmal interessanter. Denn Holly hat einfach eine unglaublich liebe Art, mit der sie auch mit diesen Personen umgeht.

Eigentlich hatte ich zu Beginn des Buches angenommen, dass ich mich gemeinsam mit Holly auf die Suche nach Geheimnissen von Wickham Hall begeben werde. Dass es bei den Geheimnissen aber tatsächlich um Holly geht, hatte ich nicht erwartet. Es war aber unglaublich interessant, mit jeder Seite mehr über Holly und ihre Vergangenheit - aber auch über die vielen anderen Personen - zu erfahren.

Mein Fazit:

Für mich ist Fliedersommer ein absolutes Wohlfühlbuch, das ich nur ungern beendet habe. Viel zu schön war es, mit Holly in dem prachtvollen Anwesen tolle Lesestunden zu verbringen. Es hat mir viel Freude bereitet, Zeit mit diesen wunderbaren Charakteren zu verbringen, sie besser kennenzulernen und mit ihnen in dieses wunderbare Buch abzutauchen. Ich kann nur jedem empfehlen, ein wenig Zeit mit Holly und Ben zu verbringen. Denn langweilig wird es auf keinen Fall werden :-)

Bewertung vom 29.10.2017
Winterengel
Bomann, Corina

Winterengel


ausgezeichnet

Inhalt:

Im Winter 1895 steht Anna Härtel nach dem Tod ihres Vaters vor dem Nichts. Die Glasbläserei der Familie wurde versteigert und Anna muss nun für ihre kranke Mutter und die 12-jährige Schwester alleine sorgen. Zum Glück darf sie bei einem Glasbläser, mit dem ihr Vater gut bekannt war, als Hilfsarbeiterin arbeiten. Dort fertigt sie abends kleine Glasengel an, die sie in Streichholzschachteln verpackt und auf dem Markt verkauft. Eines Tages erhält sie eine Nachricht aus dem fernen England. Queen Victoria bittet sie, zu ihr an den Hof zu reisen, um ihr dort ihre Glasengel zu präsentieren. Nach ersten Zweifeln begibt sich Anna in Begleitung von John, einem Diener der Königin, auf eine aufregende Reise nach London. Doch nicht alles läuft so, wie Anna es sich vorgestellt hat. Eines aber ist klar: Die Reise verändert ihr komplettes Leben.

Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir gut. Es passt zu der erzählten Geschichte und strahlt mit dem goldenen Engel, den roten Beeren, den weißen Sternchen und den grünen Zweigen etwas Winterliches aus. Allerdings hätte es für meinen Geschmack ruhig noch etwas mehr glitzern dürfen.
Der Schreibstil von Corina Bomann ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich bin sofort gut in der Geschichte angekommen und auch die Charaktere konnten mich alle absolut überzeugen.

Da ist zum einen Anna, die nach dem Tod ihres Vaters alleine versucht, ihre Mutter und ihre kleine Schwester Elisabeth durchzubringen. Da sie alles verloren haben, ist es nicht einfach und vor allem die Krankheit ihrer Mutter bereitet Anna große Sorgen. Meister Philipp, bei dem sie ihre Engel herstellen darf, ist da schon eine große Hilfe. Auch hat er einen Sohn, Wenzel, mit dem Anna zusammen dort arbeitet. Dieser mag Anna sehr und möchte sie gerne heiraten. Doch auch wenn Anna ein paar Gefühle für ihn hegt, weiß sie nicht, ob eine Ehe mit ihm das richtige für sie wäre. Sie träumt davon, eine bekannte Glasbläserin zu werden.

Als das Angebot aus London kommt, ringt sie sehr mit sich. Denn sie möchte ihre kleine Schwester nicht für so lange Zeit mit der kranken Mutter alleine lassen. Doch Elisabeth, die für Anna immer eine große Hilfe ist, und die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, bestärkt Anna darin, die Reise zu wagen.

Also macht sich Anna gemeinsam mit John Evans, dem Diener der Königin, auf die Reise nach London. John Evans mochte ich sofort, denn er ist sehr freundlich zu Anna, was sie absolut verdient hat, finde ich. Dennoch wirkte er immer sehr geheimnisvoll auf mich. Ich hatte viel Spaß dabei, nach und nach mehr über ihn zu erfahren. Auf ihrer Reise treffen sie auf einen weiteren Menschen, der für den Verlauf der Geschichte bzw. für Annas Zukunft sehr wichtig ist. Diese Person ist Pieter DeVries, der mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch ist. Er ist unheimlich toll dargestellt und hat mich nicht nur einmal überrascht.

Erzählt wird die Geschichte aus Annas Sicht in der "Ich"-Perspektive, was mir sehr gut gefallen hat. Denn so konnte ich immer sehr gut nachvollziehen, was Anna denkt und fühlt.

Was Anna alles auf ihrer Reise erfährt und erlebt, werde ich Euch natürlich nicht verraten. Ich kann nur sagen, dass es absolut spannend und oft auch sehr berührend für mich war. Annas Leben verändert sich durch diese Reise komplett.

Mein Fazit:

Eine wunderbare Wintergeschichte, die zwar hin und wieder etwas vorhersehbar ist, mir aber viel Freude bereitet hat. Für mich eine perfekte Wintergeschichte, denn sie ist spannend, berührend und absolut etwas fürs Herz.

Bewertung vom 27.10.2017
Memory Game - Erinnern ist tödlich
Yap, Felicia

Memory Game - Erinnern ist tödlich


ausgezeichnet

Inhalt:

Claire lebt in einer Welt, in der es zwei Arten von Menschen gibt. Zum einen sind da die "Monos" - wie Claire eine ist -, die sich nur an die Ereignisse des vorangegangenen Tages erinnern können. Auf der anderen Seite gibt es die "Duos", deren Gedächtnis zwei Tage zurückreicht. Solch ein Duo ist auch Claires Ehemann Mark. Um Dinge aus ihrer Vergangenheit im Gedächtnis zu behalten, muss Claire alles, was wichtig ist, in ihr Tagebuch schreiben. Ansonsten sind die Erlebnisse für immer verloren. Eines Tages steht die Polizei vor Claires Tür. Denn es ist die Leiche einer Frau gefunden worden, die Sophia Ayling heißt und angeblich die Geliebte von Mark war. Nun wird Mark des Mordes verdächtigt. Ist das die Wahrheit? Wem kann Claire trauen, in einer Welt, in der Erinnerungen in Tagebücher geschrieben werden?

Meine Meinung:

Das Cover passt wunderbar zum Buch. Ich mag die Farbauswahl und die Stimmung, die das Cover vermittelt. Es wirkt auf mich düster und bedrückend und spiegelt den Inhalt bzw. die Stimmung des Buches perfekt wieder.

Der Schreibstil von Felicia Yap hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich konnte eigentlich schon nach den ersten Seiten nicht mehr aufhören, zu lesen. Er ist sehr flüssig und hält einen tollen Wechsel der Erzählperspektive bereit. Denn das Buch wird abwechselnd aus der Sicht von Claire, Mark, Sophia und Hans Richardson, der als Detective im Mordfall ermittelt, erzählt. So bleibt es durchweg spannend, da immer neue Tatsachen und Erkenntnisse ans Licht kommen.

Auch die Charaktere im Buch haben mir alle sehr gut gefallen. Sie sind sehr vielfältig und von Felicia Yap facettenreich dargestellt: Claire, die unglückliche und depressive Mono-Frau, die an der Treue ihres Ehemannes zweifelt, war mir irgendwie sofort sympathisch, aber nicht so richtig greifbar. Mark konnte ich lange Zeit überhaupt nicht einschätzen. Er ist Romanautor, hat aber auch große Ambitionen, in die Politik zu gehen und ist damit sehr erfolgreich. Lange war ich, was Mark betrifft, auf einer völlig falschen Fährte. Auch Detective Hans, den ich nicht so richtig in mein Herz schließen konnte, hat ein Geheimnis, das er versucht, zu verbergen. Und Sophia ist eine ziemlich durchtriebene Person, die es versteht, die Menschen zu manipulieren.

Aber nicht nur die Charaktere, die Felicia Yap geschaffen hat, sondern auch die Welt, in der sie leben, hat es in sich. Die Welt der Monos und der Duos hat mich oft nachdenklich gemacht und wirkte immer sehr bedrückend auf mich. Denn es ist mehr als eine Zweiklassengesellschaft. Die Monos werden eigentlich immer belächelt und als zweitklassige Menschen dargestellt, die halt geduldet werden müssen.

Die Kombinationen dieser Welt und der Charaktere, die ich in diesem Buch kennengelernt habe, haben das Lesen oft zu etwas sehr Besonderem gemacht und mir spannende Lesestunde beschert.

Auch die Verstrickungen und Fährten, die von der Autorin ausgearbeitet und gelegt wurden, haben mich wirklich begeistern können. Ich lag nicht nur einmal mit meinen Theorien komplett daneben und habe das Ende des Buches so nie kommen sehen. Somit hielt die Spannung bis zur letzten Seite an.

Mein Fazit:

Ein Thriller, der in einer völlig anderen und oft bedrückenden Welt seine Handlung hat, der mit vielen Überraschungen und Wendungen mich immer wieder begeistern konnte. Ich habe bis zur letzten Seite mitgerätselt und bin absolut begeistert. Ich empfehle dieses Buch unbedingt weiter!