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Buffy1999
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Wesel

Bewertungen

Insgesamt 477 Bewertungen
Bewertung vom 31.12.2025
Zümrüt Gülbay-Peischard

Akadämlich


weniger gut

Ein kontroverses Buch

Da ich selbst einen Studierenden zu Hause habe und einiges aus dem Uni-Alltag mitbekomme, war ich sehr neugierig auf das Buch. Es gab immer mal wieder Punkte, denen ich zustimmen konnte, aber anderen musste ich deutlich widersprechen. Es wurde geschrieben, dass Politische Informiertheit und Wissen über aktuelle Entwicklungen bei den Studierenden rudimentär wäre. Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Es wird zwar nicht mehr die Tagesschau um 20 Uhr im Fernsehen geschaut, sondern auf Instagram, aber mein Kind und auch das gesamte studentische Umfeld sind immer auf den aktuellen Stand und es kommt häufig zu Diskussionen der politischen Lage. Ich hatte damals in dem Alter weniger politisches Interesse. Dann wurde behauptet, dass die Professoren zu einem großen Teil engagierte und anspruchsvolle Vorlesungen bieten und dann an dem Niveau der Studierenden scheitern. Es mag solche Professoren geben. Aber wenn man Vorlesungen einfach nur abliest und es anschließend auf YouTube einstellt, da wundert es mich nicht, dass die Studierenden lustlos reagieren. So die Realität an unserer Uni. Und so hätte ich die ganze Zeit dagegen argumentieren können.

Dieses Buch sollte Diskussionen auslösen. Allerdings fand ich viele Aussagen abwertend. Warum darf es keine mittelmäßigen Akademiker geben? Nicht jeder möchte später eine Führungsposition einnehmen. Die brillanten Akademiker werden nach wie vor ihren Weg gehen. Es wird ständig über die GenZ hergezogen. Aber wie bei allen Menschen, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Egal welche Generation, die älteren Semester ärgern sich über die jungen Leute. Auch die GenZ wird ihren Weg finden und man sollte nicht alles abwerten und schwarz malen.

Fazit:
In einigen Punkten stimme ich zu, aber in den meisten Fällen halte ich dagegen.

Bewertung vom 31.12.2025
Quadflieg, Will;Quadflieg, Roswitha

'Ich will lieber schweigen'


sehr gut

Eine interessante Lektüre

Nach dem Tod der Mutter, fand Roswitha Quadflieg, die jüngste von fünf Geschwistern, eine Kiste mit der Aufschrift „Briefe und Kurioses“. Erst Jahre später in der Corona Zeit packte sie diese Kiste aus und fand ein Tagebuch ihres Vaters, Will Quadflieg, aus den Jahren 1945 und 1946, als er von seiner Familie getrennt war. Da sich ihre Eltern scheiden ließen, als sie dreizehn Jahre alt war, kannte sie ihren Vater kaum. Mit dem Tagebuch und den Briefen versuchte sie Antworten auf unbeantwortete Fragen zu finden. Auf welcher Seite stand ihr Vater in Kriegszeiten oder wurde er protegiert, da er zu der Zeit schon ein berühmter Schauspieler war.

Ich fand diese Lektüre sehr interessant. Die Tagebucheinträge wurden immer wieder durch Recherchen oder Inhalte, die in Briefen gefunden wurden, unterbrochen. Passten zum Beispiel die Auftrittsorte, die im Tagebuch standen mit den tatsächlichen Auftritten überein. War manches vielleicht erdacht? Es war schon ein wenig suspekt, wie es einem angesehenen Schauspieler in Kriegszeiten ging im Gegensatz zur restlichen Bevölkerung. Durch das im Krieg befindliche Land zu reisen, um Auftritte zu absolvieren und Essen im Offizierskasino einzunehmen, hörte sich überhaupt nicht nach Krieg an. Es gab zwar auch Szenen im Luftschutzbunker, trotzdem las es sich so „harmlos“. Allerdings habe ich auch schon einige andere Bücher über den zweiten Weltkrieg gelesen, die nicht von prominenten Menschen handelte.

Deswegen fand ich diese Sicht äußerst interessant. Allerdings konnte sich auch die Autorin wenige Fragen beantworten, da dies wohl nur ihr Vater hätte tun können.

Fazit:
Eine äußerst interessante Geschichte aus dem Tagebuch eines Vaters und Schauspielers.

Bewertung vom 26.12.2025

Dennis Schröder


ausgezeichnet

Eine bemerkenswerte Biografie

Ich bin eigentlich kein großer Basketball Fan. Doch die Geschichte von Dennis Schröder hatte mich sehr interessiert. Ich war erstaunt, wie klein das Buch war. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das Buch war in zehn Kapitel unterteilt und es gab jede Menge Fotografien. Auch wenn Dennis Schröder nach außen sehr unbequem und arrogant wirkte, zeigte er auf dem Basketballfeld, was für ein talentierter Mensch er war. Er wurde in einem Park in Braunschweig entdeckt, wo er gerne skatete. Und nach dem Tod des Vaters trainierte er wie eine Maschine, um es in die NBA zu schaffen, da er es seinem Vater versprochen hatte. Und so erfuhr man in dem Buch seinen Werdegang mit allen Höhen und Tiefen. Es gab auch einige Statistiken und Meilensteine. Mir gefiel es sehr, was für eine Familienmensch er ist. Egal wo er ist, es ist immer jemand aus der Familie dabei.

Mir gefiel diese Biografie sehr. Ich mag so extrovertierte Persönlichkeiten. Und auch wenn ich kein Basketball Fan bin, fand ich dieses Buch sehr lesenswert und beeindruckend.

Fazit:
Die Biografie eines beeindruckendes Sportlers.

Bewertung vom 09.12.2025
Arena , Brittney

A Dance of Lies


ausgezeichnet

Ein spannendes Debüt

Der Klappentext sprach mich sofort an. Da es sich um ein Debüt handelte, war ich sehr gespannt. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut. Die Geschichte wurde aus der Sicht von Vasalie geschrieben. Vasalie war eine starke Protagonistin, obwohl sie nach zweijähriger Kerkerhaft körperlich nie mehr an das Niveau ihrer vorherigen tänzerischen Leistungen anknüpfen konnte. Dies glich sie durch viele kreative Ideen aus. Doch sie war erstmals nur eine Marionette von König Illian. Er hatte sie in der Hand, obwohl sie unschuldig war. So musste sie die Versammlung der Königreiche infiltrieren und seine Aufträge ausführen. Dabei lernte sie aber auch sehr sympathische Menschen kennen. Doch gerade der jüngere Bruder von Illian, König Anton, war ein Mysterium. War er Freund oder Feind.

Mir gefiel das Debüt sehr gut. Allerdings hatte ich nicht erwartet, dass es sich um einen ersten Teil handelte. Aus dem Love-Triangle hätte man auch gut eine Person weglassen können bzw. habe ich es nicht als Liebelei empfunden. Die Fantasy-Elemente waren auch nicht so immens. Dennoch war diese Geschichte um Verrat, Intrigen und Machtspielen äußerst spannend. Ich hoffe, dass der zweite Teil auch übersetzt wird.

Fazit:
Ein spannendes Debüt mit einer starken Protagonistin.

Bewertung vom 28.11.2025
Lake, Keri

Nocticadia


ausgezeichnet

Ein Highlight

Die Mutter von Lilia Vespertine ist vor vier Jahren unter mysteriösen Umständen gestorben. Lilia hat Parasiten gesehen, doch niemand glaubt ihr. Sie will unbedingt wissen, was mit ihrer Mutter passiert ist und forscht selbst nach. Sie hat damit Erfolg und bekommt ein Stipendium für die Dracadia Universität. Dort lehrt der Experte in diesem Forschungsgebiet Professor Devryck Bramwell, auch Dr. Death genannt. Sie ist sofort fasziniert von ihm, doch er ist distanziert und unnahbar. Trotzdem suchen sie zusammen nach Antworten. Doch Devryck weiß mehr, als er zugibt.

Das Cover und der Klappentext sprachen mich sofort an. Ich war überrascht , dass der Prolog im Jahre 1753 begann. Und dieser Beginn versprach schon eine düstere Geschichte. Dann kam der Tod der Mutter und auch dieses Kapitel hatte es in sich. Lilia musste sich seitdem um ihre vier Jahre jüngere Schwester Bee kümmern, die den Tod der Mutter nicht gut verkraftet hatte und deshalb auf ein spezielles Internat ging. Dafür musste Lilia die Hälfte des Schulgeldes jeden Monat zusammenbekommen. Der Vater von Bee zahlte meistens die andere Hälfte. Lilia war eine intelligente und starke junge Frau, die für ihre Schwester alles opferte. Da kam das Stipendium gerade recht. Professor Devryck Bramwell hatte eine mysteriöse und unnahbare Aura. Und er machte was er wollte. Und auch er hatte keine besonders schöne Vergangenheit und dazu noch eine Autoimmunerkrankung. Man merkte sofort die Anziehung zwischen den beiden.

Dieses Buch war für mich ein Highlight. Das Setting war klasse. Die Geschichte war düster und auch teilweise brutal. Dazu wurde es noch spicy. Als die ca. letzten zweihundert Seiten begannen, hatte ich erst gedacht, dass die losen Fäden nicht mehr zusammengeführt werden könnten. Doch ich hatte mich getäuscht. Alles wurde aufgeklärt und es wurde nochmal richtig spannend. Es gab immer wieder neue Wendungen, von denen jedoch nicht alle unerwartet kamen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Fazit:
Eine düstere und geheimnisvolle Gothic-Romance.

Bewertung vom 25.11.2025
Wong, Michelle

House of the Beast


ausgezeichnet

Eine außergewöhnliche Geschichte

Alma ist ein uneheliches Kind und wird deswegen von der Gesellschaft gemieden. Doch solange ihre Mutter an ihrer Seite ist, kann sie auch die Einsamkeit ertragen. Als dann ihre Mutter schwer erkrankt und sie eine alte Nachricht ihres Vaters findet, bittet sie ihn um Hilfe. Doch sie ahnt nicht, dass ihr Vater zum Haus Avera gehört. Es ist eines der vier adligen Häuser, die den Göttern dienen und von den Kräften der Götter durchdrungen sind. Und ausgerechnet das Haus Avera dient dem schlimmsten der Götter, der Schreckensbestie und ihr Vater ist das Gefäß des Dreadbiestes. Im Tausch für Medizin für Almas Mutter geht sie mit ihm und opfert ihren linken Arm, um fortan ebenfalls dem Gott zu dienen. Doch ihre Mutter stirbt und die Verwandtschaft will mit dem Bastard nichts zu tun haben. Deswegen sieht Alma nur noch einen Ausweg. Rache. Sie hat schließlich ihren Gott immer an ihrer Seite und sie will das Haus Avera zerstören.

Der Schreibstil gefiel mir sehr. Die Geschichte ließ sich angenehm lesen. Außerdem gab es jede Menge Zeichnungen passend zu den Szenen. Mit Alma hatte man von Anfang Mitleid. Erst wurde sie von Nachbarn und anderen Kindern gemieden und ausgestoßen und dann passierte das gleiche bei ihrer Familie. Nur weil sie ein uneheliches Kind war. Es war sehr heftig, als sie ihren Arm opferte. Und als dann noch ihre Mutter starb, konnte nur noch Aster sie aus ihrer Trauer heraus holen. Nur Alma konnte Aster sehen und auch berühren. Er brachte ihr alles bei, um später als Pilger in den Kampf zu ziehen, um die rechte Hand des Biestes zu werden. Aber sie hatte mächtige Gegner.

Ich war positiv überrascht von diesem Buch. Der Klappentext gefiel mir zwar sofort, dennoch hatte ich erst einmal keine großen Erwartungen. Das Setting fand ich sehr faszinierend, auch die fast gespiegelte Schattenebene. Es war teilweise sehr brutal und die Wesen recht furchteinflößend. Es passte perfekt zusammen. Natürlich war es auch sehr spannend. Es waren mal nicht die üblichen Götter, sondern etwas komplett anderes.

Fazit:
Düstere Fantasy mit mal anderen Göttern.

Bewertung vom 12.11.2025
Pflüger, Andreas

Kälter


sehr gut

Ein anspruchsvoller Thriller

Es ist Herbst 1989. Luzy Morgenroth wird heute 50. Sie ist Provinzpolizistin auf Amrum. Keiner ahnt, wer Luzy noch vor acht Jahren war. In dieser Sturmnacht verschwindet ein Einheimischer spurlos von der Fähre und kurz darauf muss sich Luzy einem Killerkommando stellen. Und Luzy muss sich wieder in die Frau verwandeln, die sie früher einmal war: eine Waffe.

Der Schreibstil war irgendwie gewöhnungsbedürftig. Luzy Morgenroth war eine äußerst interessante Protagonistin. Zu Beginn hätte man ihr die Verwandlung in eine Waffe gar nicht zugetraut. Als man dann Einblicke in ihre Vergangenheit bekam, sah die Sache schon ganz anders aus. Viele Vertrauenspersonen hatte sie nicht. Doch die wenigen, die sie hatte, erhielten ihre ganze Loyalität.

Dieser Thriller war sehr komplex und anspruchsvoll. Alleine schon die ganzen weltweiten Geheimdienste und die Vielzahl an beteiligten Personen waren teilweise äußerst schwer einzuordnen. Den Mauerfall wieder mitzuerleben, war schon etwas besonderes. Die Beschreibungen der Städte und Länder in der Geschichte waren sehr bildhaft beschrieben. Am Ende erzählte der Autor noch, was nicht ganz historisch oder geographisch korrekt dargestellt wurde. Ich musste immer mal wieder schmunzeln, wenn damalige Filme und Co. genannt wurden. Heute Klassiker, damals brandneu. Außerdem gab es viel Gewalt, Schießereien und blutige Szenen. Ab und zu zog sich die Geschichte auch.

Fazit:
Sehr komplex und anspruchsvoll.

Bewertung vom 11.11.2025
Lloyd, Josie

Mord in besserer Gesellschaft


ausgezeichnet

Sehr unterhaltsam

Alice Beeton leitet die Agentur für gute Haushaltsführung. Sie vermittelt qualifiziertes Personal an die Londoner High Society. Camille Messent benötigt dringend eine neue Haushälterin, da sie eine große Festgesellschaft erwartet. Miss Beeton schickt ihr Enya, die sich erst kurz zuvor vorgestellt hatte und über erstklassige Referenzen verfügt und außerdem auch noch fließend Französisch spricht. Einige Tage später ist Enya tot. Detective Rigby ist zunächst zuständig für die Ermittlung, doch als ihm diese entzogen wird, übernimmt Miss Beeton.

Der Schreibstil war sehr angenehm und amüsant. Es gab jede Menge Rezepte zu den Köstlichkeiten, die Alice Beeton im Verlaufe der Geschichte zubereitete. Alice war absolut sympathisch und hatte ein riesengroßes Herz. Sie half, wo sie konnte. Auch wenn sie familiär ausgenutzt wurde. Ihr Hund Agatha war total knuffig. Und auf ihre Freunde konnte sie sich absolut verlassen. Der Tod von Enya ließ ihr keine Ruhe, sodass sie selbst die Ermittlungen aufnahm. Und was sie dabei alles herausfand, war allerhand.

Die Geschichte hatte mich bestens unterhalten. Der Anfang zog sich allerdings ein wenig. Erst nach ca. 100 Seiten kam der Todesfall von Enya. Dann nahm die Geschichte fahrt auf. Es gab immer mal wieder unerwartete Wendungen und ein großes Finale bei dem alles aufgeklärt wurde. Von Miss Beeton würde ich gerne mehr lesen.

Fazit:
Unterhaltsamer Cosy Crime mit einer charmanten Miss Beeton.

Bewertung vom 23.10.2025
Michalsen, Andreas

Mein Mikrobiom-Masterplan


sehr gut

Sehr informativ

Ich fand es sehr interessant, was man alles über den Darm erfuhr. Mir war gar nicht bewusst, dass Darmflora ein veralteter Begriff war und dies jetzt Mikrobiom oder Mikrobiota genannt wird. Mir war bekannt, dass Billionen von Bakterien, Viren und Pilzen in uns Leben, aber Parasiten fand ich doch gruselig. Und doch gehören sie dazu. Ich fand alles sehr verständlich beschrieben. Es wurden jede Menge guter Lebensmittel für den Darm genannt. Anschließend gab es über 70 Rezepte. Allerdings ohne Eier, Fleisch und Fisch. Zum Schluss gab es noch zwei Wochenpläne mit Frühstück, Mittagessen und Abendessen, um den Darm wieder fit zu machen.

Ich habe viel aus diesem Buch gelernt und ich werde versuchen einiges davon zu beherzigen. Allerdings sind die Rezepte zum größten Teil nicht mein Fall, da ich auch kein großer Fan von veganen Essen bin. Dennoch werde ich versuchen einiges davon noch mehr in den Alltag zu integrieren.

Fazit:
Ein sehr informatives Buch über die Darmgesundheit.

Bewertung vom 19.10.2025
Reder, Hanna

Was kocht Hanna


gut

Ein Jahreszeiten-Kochbuch

Das Cover fand ich etwas altbacken. Das hätte auch ein Kochbuch aus früheren Jahrzehnten sein können. Die Einführung begann mit Hannas Kochphilosophie, über die Rezepte, Grundzutaten, Equipment, Hannas Küchenregeln und Rezepte, die man immer braucht. Die Autorin machte auf jeden Fall einen sympathischen Eindruck. Es gab auch einen QR-Code mit einer Playlist, die die Autorin beim Kochen hört. Was ich auch äußerst sympathisch fand war, dass nicht an starre Mengenangaben geglaubt wurde. Das mache ich nämlich auch nicht. Rezepte, die man immer braucht war interessant, aber nicht wirklich etwas für mich. Es waren viele eingemachte Sachen, Sirup und süße Saucen.
Die Rezepte waren nach den Jahreszeiten unterteilt. Anhand der Rezepte merkte man, dass die Autorin auch mal in der Sternegastronomie tätig war. Einige Kreationen waren überhaupt nichts für mich. Das war mir persönlich schon zu außergewöhnlich. Aber dennoch waren auch einige Rezepte dabei, die ich schon getestet habe bzw. noch ausprobieren möchte.

Fazit:
Interessante Rezepte.