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Benutzername: Eldorininasbooks


Bewertungen

Insgesamt 15 Bewertungen
12
Bewertung vom 04.11.2019
Das Geschenk
Fitzek, Sebastian

Das Geschenk


sehr gut

Auch in „Das Geschenk“ konnte Sebastian Fitzek mich wieder überzeugen und absolut überraschen!

Der Schreibstil ist wie immer sehr locker zu lesen und hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich das Buch innerhalb von einem Tag beendet habe. Da das Buch abwechselnd aus der Sicht von fast allen Charakteren erzählt wird, hat man einen guten Einblick in die verschiedenen Gedanken und Handlungen bekommen und konnte die Figuren alle auf ihre Art und Weise kennenlernen.

Milan hat mir als Protagonist besonders gut gefallen! Dass ein Analphabet im Vordergrund steht finde ich richtig gut, denn so setzt man sich zumindest mal ein bisschen mit diesem wichtigen Thema auseinander, was in unserer Gesellschaft doch recht ausgeblendet wird. Ich konnte mich zwar nicht immer perfekt in ihn hineinversetzen, aber gerade das hat mir persönlich die Augen geöffnet und gezeigt, dass man sich mehr mit Analphabetismus beschäftigen muss. Auch die anderen Charaktere waren fast alle gut ausgearbeitet, lediglich das kleine Mädchen wirkt auf mich irgendwie älter, als sie eigentlich ist, sodass es mir schwerfiel, mir sie als 13-jähriges Mädchen vorzustellen. Das zog sich auch durch das komplette Buch, ist aber der einzige Kritikpunkt an den Figuren.

Tatsächlich habe ich zwischendurch sehr die Sorge gehabt, dass das Buch nur durchschnittlich ist. Es war zwar wie immer spannend und mitreißend, aber es kam mir alles ziemlich vorhersehbar vor. Teilweise war es das auch tatsächlich ein bisschen, aber dann kam der Knall und ich war vollkommen überrascht und begeistert, denn Fitzek hat es geschafft, dass ich mit einer Wendung absolut gar nicht gerechnet habe. Ab diesem Punkt war ich wieder Feuer und Flamme und hatte teilweise sogar Gänsehaut!

Für mich persönlich war das wieder mal ein gekonnter Psychothriller, mit nur wenigen Kritikpunkten und umso mehr Überraschungen

4,5 Sterne von mir

Bewertung vom 24.10.2019
Der letzte Magier von Manhattan / Die Rätsel des Ars Arcana Bd.1
Maxwell, Lisa

Der letzte Magier von Manhattan / Die Rätsel des Ars Arcana Bd.1


gut

Leider konnte mich "Der letzte Magier von Manhattan" nicht so recht überzeugen. Die Idee dahinter klang für mich ursprünglich echt gut und ich mag Bücher, in denen Magie und Zeitreisen vorkommen, aber hier gab es zu viele Punkte, die im Gegensatz dazu nicht gefielen.

Die verschiedenen Arten der Magie waren ganz gut dargestellt und teilweise auch anders als sonst, Zeitsprünge waren dafür tatsächlich Mangelware, was mich etwas enttäuscht hat. So verbringt Esta die meiste Zeit im Jahre 1901, sodass man die Menschen aus der Gegenwart gar nicht wirklich kennenlernen und einige Gefühle von Esta nicht nachvollziehen konnte. Esta selbst mochte ich ganz gerne. Sie ist taff und gerissen und lässt sich nicht so leicht an der Nase herumführen. Auch Charaktere wie Dolph und Viola passten gut in die Geschichte und haben das Lesen zumindest ein bisschen spannender gestaltet.

Der Schreibstil hat einen meiner Meinung nach absolut gar nicht an die Geschichte gefesselt. Ich habe mich ziemlich viel gelangweilt, es gab einige viel zu lange Passagen und andere waren viel zu holprig und emotionslos und irgendwie kam kaum Spannung auf, sodass ich mich teilweise richtig zwingen musste, weiter zu lesen. Die Geschichte selbst könnte gut sein, aber die ausschweifenden Erklärungen und der Schreibstil haben dies in meinen Augen verhindert.

Das Ende war meiner Meinung nach recht überraschend, was eine positive Entwicklung war, aber das offene Ende lässt einen dafür mit Fragen zurück, die vermutlich dann im nächsten Band geklärt werden. Ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen wirklich lesen möchte und kann dieses Buch nur Leuten empfehlen, die einen ausladenden Schreibstil mögen

Bewertung vom 30.09.2019
Dry
Shusterman, Jarrod; Shusterman, Neal

Dry


ausgezeichnet

Dry von Jarrod und Neal Shusterman hat mir unglaublich gut gefallen!

Es wird eine Geschichte erzählt, in der es darum geht, wie es sein könnte, wenn es plötzlich kein Wasser mehr gäbe. Was denken die Menschen? Was fühlen Sie und wozu sind sie plötzlich fähig? Was ist noch wichtig und was wird völlig belanglos? Mit erschreckenden Szenen, die man sich durchaus genau so vorstellen könnte, schaffen die beiden es, eine Welt zu erschaffen, in der man um sein Überleben kämpfen muss und in der man vielleicht nicht an seinen eigenen Prinzipien festhalten kann.

Die Protagonisten wirkten auf mich alle absolut authentisch und sind während der Geschichte alle aus sich herausgewachsen. Sie entwickeln sich weiter, handeln aber trotzdem sehr glaubwürdig.

Auch der Schreibstil war perfekt. Die Kapitel waren nicht zu lang und die Szenerie so gestaltet, dass ich mir alles gut vorstellen konnte. Es war absolut spannend bis zur letzten Seite, lediglich der Schluss war mir persönlich etwas zu übereilt.

Alles in allem ist es eine erschreckende Geschichte, die zeigt, wie wichtig es ist, dass wir uns um unseren Planeten kümmern und nicht nur verschwenderisch leben. Sonst ist es irgendwann vielleicht zu spät

Bewertung vom 28.08.2019
Eve of Man (I)
Fletcher, Tom; Fletcher, Giovanna

Eve of Man (I)


ausgezeichnet

Bei Eve of Man konnte mich schon der Anfang total begeistern, da der Einstieg einfach direkt spannend beginnt. Es wird erklärt, was genau passiert ist und wie das Leben auf der Welt sich nun verhält und man kann sich einfach richtig schnell in der Welt zurechtfinden, die Giovanna und Tom Fletcher da geschaffen haben! Ich war absolut in der Geschichte gefesselt, mochte Eve sofort und wollte am liebsten sofort weiter lesen.

Tatsächlich blieb der positive Eindruck vom Anfang über das ganze Buch vorhanden. Die schön kurzen Kapitel haben das Lesen noch mal angenehmer gestaltet und immer wieder konnte man „nur noch ein Kapitel“ lesen. Dieses Buch hat förmlich einen Sog auf mich ausgeübt und ich konnte mich teilweise nur schwer davon trennen. Der Schreibstil ist absolut fließend und trotzdem sehr anschaulich und packend. Teilweise gab es auch ein paar relativ brutale Szenen, die haben aber, bis auf eine Szene, die ein bisschen zu viel Action enthielt, perfekt in das Buch gepasst und und haben dem Buch noch mal den besonderen Kick gegeben. Auch Die Aspekte rund um die Technik fand ich absolut lesenswert, interessant und erstaunlich.

Eve ist zwar anfangs relativ naiv, aber das kann man ihr absolut nicht übel nehmen, sondern es total nachvollziehen und auch Bram mag ich wirklich sehr gern. Generell fand ich das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere sehr authentisch und konnte lediglich Vivians Beweggründe nicht ganz begreifen. Ich bin mir aber sicher, dass das in Teil 2 noch mal genauer beleuchtet wird. Die Liebesgeschichte in Eve of Man fand ich auch schön und glaubhaft dargestellt, ich finde an dieser Stelle aber den Klappentext etwas irreführend, da es wirkt, als wäre es eine Art Castingsituation für Eve, dabei ist das nur ganz am Rande ein Thema, was recht schnell geklärt wurde.

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass mich dieses Buch sehr begeistern konnte und ich mich total auf den nächsten Band freue! Ich hoffe, es dauert nicht allzu lang, bis dieser erscheint!

Bewertung vom 26.07.2019
Die Kriegerin / Der schwarze Thron Bd.3
Blake, Kendare

Die Kriegerin / Der schwarze Thron Bd.3


ausgezeichnet

Auch Teil 3 der Reihe „Der schwarze Thron“ konnte mich wieder sehr beeindrucken. Ich fühle mich in der von Kendare Blake geschaffenen Welt einfach unglaublich wohl und habe die meisten Charaktere sehr liebgewonnen! Man kann die Gefühlswelt einfach absolut nachvollziehen und vermisst mit ihnen zusammen die fehlenden Familienmitglieder, macht sich Sorgen um nahestehende Personen, fiebert mit ihnen mit und liebt mit ihnen!

Wie auch schon Teil 1 und 2 ist auch dieser Teil wieder recht ruhig, kann aber durch spannende Stellen und natürlich ein leicht offenes Ende trotzdem absolut überzeugen! Besonders fasziniert hat mich, dass man mehr aus der Vergangenheit erfahren hat und so noch mehr von der Geschichte der Welt erfahren konnte. Auch, dass es viel um Jules geht, fand ich absolut passend. Lediglich Mirabella kommt in diesem Teil irgendwie zu kurz. Zumindest hatte ich das Gefühl, dass sie sehr leise war – sie war zwar die meiste Zeit präsent, aber irgendwie mehr als Randfigur. Das fand ich schade.

Abschließend bin ich aber auch mit Band 3 definitiv zufrieden und gespannt, was die Autorin noch für uns parat hält. Ich freu mich schon sehr auf den finalen Band dieser Reihe, auch wenn ich mir wünschte, dass sie dann noch nicht zuende ist.

4,5 Sterne

Bewertung vom 12.06.2019
Herz aus Gold und Asche
Ammon, Katja

Herz aus Gold und Asche


sehr gut

"Herz aus Gold und Asche" startet quasi direkt in der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat, denn es gibt keine unnötig lange Einleitung. Die Geschichte wird die meiste Zeit aus der Sicht von Elin in der Ich-Perspektive erzählt, manche Kapitel handelten allerdings auch von Esra und wurden von einem Erzähler beschrieben. Mit beiden Sichtweisen konnte ich mich absolut identifizieren und der Sprung zwischen den verschiedenen Erzählweisen war absolut okay und in meinen Augen sogar sinnvoll, da man sich dann nur auf eine Ich-Perspektive einlassen muss und sich so noch besser in Elin hineinversetzen kann.

Ich mag die Charaktere und fand auch die Liebesgeschichte ziemlich authentisch, nur stellenweise für meinen Geschmack etwas zu kitschig. Auch die Nebengeschichte um Elins Bruder fand ich gelungen! Lediglich sein Alter konnte ich irgendwie nicht richtig greifen. Einerseits wirkt er, wie ein Teenager, andererseits, als wäre er jünger, weil er sich teilweise etwas kindisch verhält. Möglicherweise hängt das aber auch einfach mit den Umständen zusammen.

Die ganze Geschichte ist sehr flüssig zu lesen und ich habe mich insbesondere durch die Kapitellänge – nicht zu lang und nicht zu kurz – absolut wohl gefühlt. Nur an manchen Punkten wurde sie mir etwas zu sprunghaft erzählt und hätte etwas ausführlicher sein können.

Der Part rund um die längst vergessene Legende war für mich bisher ziemlich neu und deshalb umso spannender! Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Wer Urban-Fantasy mag, macht hier nichts falsch! Eine Buch, was Spaß macht und eine gute Unterhaltung für zwischendurch bringt.

Bewertung vom 05.04.2019
Gold und Schatten / Buch der Götter Bd.1
Licht, Kira

Gold und Schatten / Buch der Götter Bd.1


sehr gut

In „Gold und Schatten“ geht es um Livia, welche mit ihren Eltern nach Paris zieht und dort feststellt, dass die Pflanzen zu ihr sprechen. Sie denkt, dass sie verrückt wird und trifft dann auch noch auf Maél, in welchen sie sich Hals über Kopf verliebt. Doch auch er scheint Geheimnisse zu haben. Mit der Zeit schafft Livia es, einiges herauszufinden, doch Maél geht immer wieder auf Abstand, was ihr sehr zu schaffen macht, doch sie versucht weiterhin, alle Geheimnisse zu lösen und findet dann heraus, dass ihr Aufeinandertreffen gar nicht so zufällig war, wie gedacht.

Die Geschichte wirkte für mich echt neu und besonders die Thematik rund um die Pflanzen erschien mir zur Abwechslung mal nicht wie „wieder aufgewärmt“. Oft hat man es ja, dass das gleiche Thema immer mal wieder behandelt wird, da hatte ich hier aber nicht das Gefühl. Natürlich gab es schon mal das Thema Götter, aber eben in absolut anderer Verbindung als hier (zumindest kenne ich kein vergleichbares Buch). Das war für mich besonders spannend und gefiel mir echt gut. Manche Punkte waren etwas sehr konstruiert und zufällig, aber im Großen und Ganzen ist das nicht dramatisch gewesen.

Durch die verwendete Ich-Form schafft man es ziemlich gut, Livia kennenzulernen, allerdings fiel es mir trotzdem schwer, mich voll und ganz in sie hineinzuversetzen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass sie nun mal 16 ist und ich 26, aber viele ihrer Handlungen und Gedanken gingen mir einfach nur auf die Nerven. Sie verhielt sich teilweise wirklich selbst für 16 Jahre sehr kindisch und unreif und besonders das Hin und Her mit Maél und ihre absolute Unsicherheit war wirklich gar nichts für mich. Ich hätte beide gern geschüttelt und ihnen gesagt „Jetzt reißt euch doch endlich mal zusammen!“ und ich habe immer wieder geseufzt, als es wieder das nächste Hin oder Her gab. Maél wirkt zwar nicht ganz so kindisch wie Livia, aber auch er ging mir mit seinem Gehabe auf den Keks. Meiner Meinung nach hätte er sie teilweise einfach anders behandeln müssen und viele Beweggründe hätten von Anfang an klar erklärt werden können. Was mir außerdem aufgefallen ist, ist dass das Klingeln des Handys immer alles unterbrochen hat. Sobald auch nur eine Nachricht bei What´s App eingegangen ist, haben sie dauernd ihr Gespräch unterbrochen. Das fand ich irgendwie unpassend.

Der Schreibstil selbst war angenehm zu lesen, nur die wirklich oft vorkommende Phrase „Bei allen Göttern!“ wurde mir etwas zu häufig genannt. Die Kapitel waren wirklich sehr lang, hier hätte ich mir kürzere Szenen gewünscht, da sich mit etwas kürzeren Kapiteln das Buch für den Leser (meiner Meinung nach) besser aufteilen lässt. Lange Kapitel finde ich persönlich immer relativ anstrengend und ich brauche tatsächlich länger beim Lesen. Außerdem waren die Figuren mir teilweise ein bisschen zu klischeehaft, insbesondere Maél und Enko mit ihren Six- und sogar Eightpacks. Wieso müssen die männlichen Protagonisten fast immer so aussehen? Wieso nicht mal ein „normaler Typ“, nicht besonders durchtrainiert, nicht dick, einfach nicht immer so komplett besonders. Das wünsche ich mir eindeutig öfter!

Die Geschichte konnte mich insgesamt gut mitnehmen, allerdings hat sie mich nicht vollends begeistert. Ich bin gespannt, was Teil 2 noch bereithält, da natürlich besonders das Ende von Teil 1 wirklich sehr neugierig macht!

3 1/2 Sterne gibt es von mir.

Bewertung vom 27.03.2019
Shipwrecked Bd.1
Curham, Siobhan

Shipwrecked Bd.1


sehr gut

Shipwrecked ist ein Buch, welches schon ewig auf meiner Wunschliste stand, weshalb es mich freut, dass ich es endlich gelesen habe. Schon das Cover und der Klappentext gefielen mir irgendwie sehr und ich bin zwar nicht komplett überzeugt, aber dennoch zufrieden.
*
Der Schreibstil ist super! Das Buch lässt sich locker lesen und der Stil hilft einem dabei, sich alles genau vorzustellen und einen Film im Kopf entstehen zu lassen. Siobhan Curham schreibt bildhaft und trotzdem nicht zu detailliert und ich mag den Schreibstil wirklich gern! Er ist spannungserweckend und macht neugierig auf mehr, was bei diesem Buch wirklich besonders positiv ist, da mir die Protagonisten mal so gar nicht und die Story nur teilweise gefallen haben.
*
Die Charaktere waren fast durchweg wirklich total furchtbar! Ich habe noch nie ein Buch gelesen, bei dem mir so viele Charaktere auf die Nerven gingen, wie es hier der Fall war. Jenna und Cariss waren super arrogante Oberzicken. Manche der Jungs verhalten sich genauso blöd, sind Mitläufer und machen alles, was die Mädchen so sagen. Gegenüber Bella, die total empfindlich ist und wirklich ziemlich schnell weint, verhalten sie sich teilweise unglaublich unfair und halten sich offensichtlich für etwas Besseres und sie nerven einfach ungemein. Emma ist zwar nicht ganz so schlimm, aber auch so ist mir nicht sehr sympathisch. Sie ist mir zu sehr in ihrem eigenen Liebesdrama gefangen und macht sich Gedanken um Sachen, die auf einer Insel einfach nicht sein müssten. Überhaupt das ganze Liebestrara hätte in diesem Buch für mich nicht sein müssen oder zumindest nicht so, wie es umgesetzt wurde.
*
Die bisherige Story fand ich okay. Sie ist teilweise mystisch und übernatürlich und der ein oder andere gruselt sich evtl. stellenweise auch ein wenig. Leider ist der mystische Part mir hier noch ein bisschen zu wenig. Dass, worum es in dem Buch eigentlich hauptsächlich gehen soll, spielt irgendwie bisher nur bedingt eine Rolle, was aber eigentlich schon anders hätte sein können, denn es gibt durchaus mystische Aspekte. Diese werden jedoch von den Charakteren zunichte gemacht. Alles, was einen übernatürlichen Charakter hat, wird sich quasi gegenseitig sofort vorgeworfen, sodass man wieder nur von den Protagonisten genervt ist, statt sich über die Story Gedanken zu machen. Im letzten Drittel wird es dann wirklich ziemlich spannend, allerdings kommt dann auch schnell schon das Ende. Hier hätte ich mir gewünscht, dass das Buch doch noch ein Stück länger ist, denn so wirkte es so gequetscht und so, als wolle man unbedingt einen zweiten Teil dranhängen.
*
Im Ganzen bin ich durch den super Schreibstil trotz meiner Kritik zufrieden mit dem Buch, weil es spannend und schnell durchzulesen war. Mal schauen, was Band zwei noch bereit hält. Ich hoffe, dass sich die Charaktere hier entwickeln und sich nicht mehr so mies verhalten.

Bewertung vom 27.03.2019
Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten
Brennan, Sarah Rees

Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten


sehr gut

"Golden Darkness - Stadt aus Licht und Schatten" ist für mich zwar kein Highlight, konnte mich aber gut unterhalten. Mir gefiel die Art und Weise, mit der die Autorin die Geschichte aus der Sicht von Lucie erzählt. Der Schreibstil ist angenehm, überhaupt nicht anstrengend und macht Spaß zu lesen.
*
Die Protagonisten sind mir leider ein bisschen zu blass geblieben. Man erfährt zwar insbesondere von Lucie wirklich viel, aber trotzdem kann ich am Ende nicht sagen, ob ich sie sympathisch finde. Auch bei Ethan und Carwyn habe ich dieses Problem, vielleicht sogar noch etwas mehr, als bei Lucie. Irgendwie ist hier der Funke einfach nicht übergesprungen.
*
Die Geschichte selbst ist interessant und schlüssig, allerdings hätte ich mir beispielsweise mehr zum Thema Lichtmagie gewünscht, denn irgendwie ging es hier doch hauptsächlich um die Revolution und um Carwyn, was die Geschichte teilweise ein wenig leer hat bleiben lassen. Manche Dinge hätte man diesbezüglich auch weglassen können, um eben im Gegenzug der Magie u.ä. mehr Raum zu geben. Das Ende lässt ein wenig auf einen zweiten Teil hoffen, allerdings bin ich mir da absolut nicht sicher.

Bewertung vom 11.02.2019
Die Antwort auf Vielleicht
Winter, Hendrik

Die Antwort auf Vielleicht


sehr gut

In "Die Antwort auf Vielleicht" erzählt Hendrik Winter auf gefühlvolle Weise die Liebesgeschichte von Jessi und Adam.

Die Geschichte wirkt auf den ersten Blick unfair, schließlich lernen sie sich kennen, weil Adam das "Krebstaxi" fährt, wie es im Buch immer wieder genannt wird. Jessi geht es nicht gut, vielleicht lebt sie nicht mehr lange und trotzdem verliebt Adam sich ausgerechnet in sie. So unfair ist das aber gar nicht, denn nur durch Jessi lernt er eine sehr wichtige Sache: verschiebe deine Träume nicht auf morgen! Die Zeit ist zwar ewig, aber dein Leben leider nicht. Diese Moral finde ich richtig, richtig gut, denn wer neigt nicht auch mal dazu, Dinge auf morgen zu verschieben? Und das sind nicht nur Dinge, auf die man keine Lust hat, sondern auch schöne Dinge, für die man aber "zu müde ist" oder "keine Zeit hat" oder ähnliches. Dabei vergisst man, dass es morgen vielleicht zu spät ist.

Jessi und Adam mochte ich beide richtig gern! Zwar konnte ich nicht jede Entscheidung, jeden Satz und jede Handlung komplett nachvollziehen, trotzdem erschienen sie mir total sympathisch und absolut authentisch. Auch Oma Olga war sehr herzlich und ich habe niemanden so gar nicht leiden können. Bei Vero ging mir der Berliner Dialekt ein bisschen auf den Keks, sonst mochte ich aber auch sie (nichts gegen Berliner! Ich finde nur, dass es in einem Buch irgendwie meinen Lesefluss unterbricht).

An manchen Stellen des Buches gab es kleine Widersprüche und manche Reaktionen fand ich zu heftig, aber das ist nur ein kleiner Makel in einem ansonsten tollen Buch.

Der Schreibstil liest sich angenehm fließend und berührt einen an vielen Stellen - beispielsweise durch passend gesetzte Poetry-Slam-Texte - auch tief im Inneren. Ich selbst habe bei diesem Buch zwar im Gegensatz zu vielen anderen nicht weinen müssen, aber trotzdem fand ich es emotional und ich hatte zumindest zwischendurch Gänsehaut.

Fazit: eine berührende Geschichte mit bedeutender Moral, die ich zwar kein zweites Mal lesen muss, aber das eine Mal gern gelesen habe!

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