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Benutzername: read__love__write
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Bewertungen

Insgesamt 28 Bewertungen
Bewertung vom 27.09.2020
INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
Paolini, Christopher

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne


gut

Leider ist das wieder mal ein Buch, dass ich abbrechen muss, da ich mich einfach nicht durchringen kann, es weiterzulesen. Es ist mir viel zu technisch, hat einfach unglaublich viele Fachbegriffe. Es gibt einen Appendix, wo es eine Art Lexikon gibt - krass. Aber dennoch erwarte ich, dass selbst beim Lesen sich schwierige Begriffe erklären. Ist dies nicht der Fall, dann trügt das für mich meinen Lesegenuss. Ich kam einfach nicht mit dem Schreibstil klar.

Ich musste leider so viele Stellen doppelt lesen, weil ich mir die Szenen einfach nur schlecht vorstellen konnte. Dabei hat das Buch so viel Potenzial, denn manche Szenen waren heftig und total spannend, aber das reichte leider nicht aus, dass es mich dann insgesamt fesselnd konnte. Und bei der Vorstellung mich mehr oder weniger durch 900 Seiten zu quälen, wurde mir irgendwie mulmig zumute.

Vielleicht nehme ich das Buch noch einmal in vielen Jahren zur Hand - oder ich gebe es mal meinem Mann, vielleicht ist es eher etwas für ihn.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.09.2020
Madame Curie und die Kraft zu träumen / Ikonen ihrer Zeit Bd.1
Leonard, Susanna

Madame Curie und die Kraft zu träumen / Ikonen ihrer Zeit Bd.1


gut

Gleich vorweg: ich habe das Buch nur bis zur Hälfte gelesen. Weil ich mich jedoch tot gelangweilt habe und immer mehr anfing, quer zu lesen, beschloss ich irgendwann, mich nicht weiter zu quälen. Dabei muss ich jedoch sagen, dass es ggf. nicht am Buch selbst liegt, sondern vielleicht eher daran, dass ich doch nicht so der historische-Roman-Typ bin?! Ich weiß es nicht. Ich versuche es immer mal wieder, aber bisher haben mich nur zwei bis drei Bücher in dem Genre wirklich gepackt.

Das Buch an sich klang sehr vielversprechend, weshalb ich es auch lesen wollte. Hoffnung, Kraft und Mut sind für mich immer sehr inspirierend und Madame Curie ist sowieso eine inspirierende Persönlichkeit. Aber das Buch war so passiv. Es gab seitenweise belanglose Erzählungen, die mich einfach nicht fesselten. Richtig aktive, interessante Gespräche gab es nicht. Ich glaube auch nicht, dass es nach den 200 Seiten, die ich gelesen habe, dann plötzlich anders gewesen wäre.

Wie dem auch sei. Ich gebe dennoch dem Buch drei Sterne, weil ich es einfach nicht übers Herz bringe, etwas darunter zu vergeben. Da steckt so viel Recherchearbeit drin, zudem ist die Sprache sehr poetisch und beeindruckend und ich glaube tatsächlich, dass einfach nur ich mich mit dem Genre schwer tue.

Bewertung vom 30.08.2020
Single, weil die Auswahl scheiße ist
Roth, Karin Anja

Single, weil die Auswahl scheiße ist


gut

Der Titel des Buches klingt lustig, sodass ich mir eine Carrie-Bradshaw-Kolumne á la Sex and the City vorgestellt habe. Anfangs war es auch echt lustig - die Sprache war keck und die Männergeschichten witzig. Zugegeben, über die Sprache in Präteritum habe ich mich zwar etwas gewundert, weil es für mich dann eher Memoiren sind, anstatt eines Tagebuchs, aber gut.

Nachdem dann die Protagonistin etliche ihrer Männer blankgezogen hatte, fing es doch an, etwas langweilig zu werden. Es kam nichts neues mehr und die Abschnitte über den jeweiligen Mann waren jeweils so kurz (1-3 Seiten), dass ich mich irgendwie auch nicht richtig in das Buch vertiefen konnte. Zudem wurde vieles in irgendeiner Form wiederholt: gleichartiges Kennenlernen, gleichartig aussehender Mann (vor allem immer muskulös), gleichartiges Verhalten.

Alles in allem war das Buch zwar witzig geschrieben, aber letztendlich doch sehr oberflächlich und irgendwann langweilig.

Bewertung vom 07.12.2019
Queen of Passion - Lenora
Chase, Emma

Queen of Passion - Lenora


gut

--- Kurzinhalt ---
Lenora wird in den 1950er Jahren zur Königin, nachdem ihr Vater gestorben ist und es keinen männlichen Stammhalter gibt. Es ist für sie eine große Herausforderung, da eine weibliche Machtposition damit einhergeht, dass man ihr aufzwingt, sie solle heiraten. Als sie Edward, dem bislang reisenden Bruder von ihrem besten Freund, kennenlernt, scheint das Heiraten jedoch nicht mehr die schrecklichste Idee zu sein.

Das Buch ist die Vorgeschichte zur Prince-of-Passion Reihe und kann unabhängig davon gelesen werden.

--- Lesefluss ---
Das Buch liest sich sehr flüssig und ist abwechselnd in der Ich-Perspektive von Leonora und Edward geschildert. Die ersten hundert Seiten sind sehr politisch und danach geht es durchweg eigentlich um pure Sexualität.

--- Protagonisten ---
Lenora hat eine starke und intensive Persönlichkeit. Sie gibt nicht klein bei und ist definitiv in ihren jungen Jahren bereits autoritär und willensstark. Ich habe sie sehr gemocht, da sie neben ihrer äußeren harten Schale auch eine weiche, zärtliche Seele hat, die zu sehr viel Gefühl fähig ist. In Sachen Sexualität hat sie keine Erfahrung, bis sie natürlich auf den erfahrenen Edward trifft. Er ist im Gegensatz zu ihr ziemlich unanständig und haut ein vulgäres Wort nach dem anderen raus. Die beiden ergänzen sich gut und reifen miteinander.

--- Meine Meinung ---
Die ersten hundert Seiten lasen sich sehr politisch, wenn ab und zu auch etwas gefühlstechnisch schon durchgeflattert ist. Als dann Edward aufgetaucht ist, ging für mich alles sehr schnell. Ich habe die Spannung und Anziehung zwischen den beiden nicht so sehr spüren können und fand deren Sexualität auch nicht prickelnd, was womöglich an der Benutzung von vielen vulgären Wörtern lag, die absolut nicht meins sind. Dennoch fand ich Lenoras Persönlichkeit sehr bewundernswert und das Buch las sich im Allgemeinen sehr flüssig und angenehm. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

Bewertung vom 26.11.2019
Never Too Close / Never too Bd.1
Moncomble, Morgane

Never Too Close / Never too Bd.1


ausgezeichnet

--- Kurzinhalt ---
Violette und Loan sind seit einem Jahr beste Freunde, doch bisher lief nichts, was darüber hinausging. Zugegeben, sie kuscheln unentwegt miteinander, vermissen sich, wenn der andere nicht da ist und verstehen sich nahezu blind. Dennoch wagen sie nicht den nächsten Schritt. Zudem kommt ständig etwas dazwischen, was sich den beiden in den Weg stellt. Und dann kommt Violette auf die Idee, dass sie ihre Jungfräulichkeit an ihren besten Freund verschenken könnte. Na, ob das gut geht?

--- Lesefluss ---
Die Geschichte wird abwechselnd von Violettes Sicht und Loans Sicht geschildert. Manchmal wird etwas in die Vergangenheit gegriffen, insbesondere am Anfang, weil da doch ein großer Zeitsprung stattgefunden hat. Beide Sichten sind aus der Ich-Perspektive geschrieben. Ich fand es sehr gelungen und es hat in diesem Roman komplett gepasst, ohne von der Spannung bzw. dem Leseinteresse etwas zu nehmen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, locker, lustig und unterhaltsam. Ich hatte jede Menge Spaß beim Lesen.

--- Protagonisten ---
Während Violette unentwegt redet, unglaublich viel Schokolade vertilgt, viel lacht und lustig ist, ist Loan eher zurückhaltend, ernst und verschlossen. Die beiden sind also genau gegensätzlich, doch eines verbindet sie: sie haben beide keine schöne Kindheit erlebt und müssen mit ihren Dämonen aus der Vergangenheit leben.

--- Ein Highlight für mich ---
Ich kann es gar nicht anders sagen, als dass ich unglaublich dankbar bin, dass dieses Buch den Weg in meine Hände gefunden hat. Von Anfang an war ich komplett gefesselt. Trotz der 460 Seiten, habe ich mich keine einzige Sekunde gelangweilt, einfach weil die Geschichte unglaublich viele Facetten bot. Sie ist unglaublich emotional und man wünscht sich die ganze Zeit nur, dass Loan und Violette zusammenkommen. Zudem wird es an einigen Stellen ganz schön heiß und diese erotischen Szenen sind elektrisierend und mit einer unglaublich schönen Sinnlichkeit beschrieben.

Das Buch rührt einen zu Tränen, man leidet, lacht und schwelgt mit den beiden Protagonisten, die sich ja doch nur selbst im Weg stehen, mit. Es hat eine schwungvolle Erzählweise, die mich vom ersten Augenblick in den Bann zog. So manches Mal musste ich richtig schmunzeln.

Ich mochte Loan und Violette unglaublich gern. Es ist auch eine Entwicklung der beiden Charaktere zu sehen, wodurch es an Tiefgründigkeit nicht fehlt. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt, da ich absolut nicht aufhören konnte zu lesen!

Bewertung vom 21.11.2019
Die Farbe von Glas
Lea, Caroline

Die Farbe von Glas


sehr gut

--- Kurzinhalt ---
Island 1686: die 25-jährige Rósa geht aufgrund von Armut die Ehe mit einem reichen Bondi (Oberhaupt einer isländischen Siedlung) ein. Als sie jedoch in das Dorf kommt, benehmen sich die Bewohner dort sehr reserviert ihr gegenüber. Ihr Ehemann ist rau und verbietet ihr zudem den Kontakt mit den Bewohnern. Rósa fühlt sich immer einsamer, doch ihre Neugier siegt und so kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht, die besser hätten begraben bleiben sollen.

--- Eine geniale Sprache ---
Zumeist wird die Geschichte aus Rósas Sicht in der dritten Person geschildert. Doch es gibt kleine Schlenker in die nahe Zukunft, die aus Jóns (Ehemann) Sicht in der Ich-Perspektive geschildert werden. Durch diese Erzählweise wird sehr große Neugierde geschaffen, weil bereits auf bestimmte Dinge hingedeutet wird.
Zudem ist die Sprache meiner Meinung nach genial. Sie ist rau, an manchen Stellen richtig krass, düster, atmosphärisch und bietet zahlreiche dunkle, mystische Vergleiche, die extrem bildlich sind und mich stark beeindruckt haben.

--- Protagonisten ---
Rósa ist neugierig, stark und im Grunde überhaupt nicht unterwürfig, wozu sie jedoch zu der damaligen Zeit eigentlich verpflichtet wird. Ich habe sie in mein Herz geschlossen und ihr so gewünscht, dass die Geschichte für sie gut ausgehen möge.
Ihr Ehemann Jón ist im Grunde ein einziges Rätsel. Er ist rau, hart, gleichzeitig schlägt er Rósa jedoch nicht, was gut ist. Dennoch ist er undurchdringlich und jemand, mit dem man eigentlich nichts am Hut haben möchte. Seine Motive kennt einzig und allein er selbst.

--- Was mir sehr gefallen hat ---
Neben der extrem beeindruckenden Sprache fand ich auch insgesamt das Setting und die dunkle Atmosphäre sehr gut dargestellt. Es war durch und durch ein Drama und nicht leicht zu lesen, weil es einfach ein hartes Leben damals war. Mehrmals war ich dankbar, dass ich in der heutigen Zeit leben darf.

Die Geschichte hatte etwas Mystisches, Dunkles und ich wusste die ganze Zeit nicht, wohin mich das führen soll. Es wurden gleich zu Beginn unzählige Fragen geschaffen, was ich immer sehr gut finde, da ich dadurch Neugierde entwickle. An manchen Stellen war es auch richtig spannend, sodass ich mit Rósa sehr mitfieberte.

Das Ende hat mir auch gut gefallen, es war genau richtig und ich bin dankbar dafür, wie es die Geschichte ausgegangen ist.

--- Was mir weniger gefallen hat ---
Ich habe eigentlich nur einen kleinen Kritikpunkt und das ist die Auflösung. Auch als alles ans Tageslicht kam, konnte ich so manche Verhaltensweisen, insbesondere der Dorfbewohner und von Jón im Revue nicht ganz nachvollziehen. Ich grüble noch nach dem Ende darüber nach, warum sie sich eigentlich so komisch verhalten haben, und mir fällt keine richtige Begründung dafür ein. Einem anderen Leser mag dies jedoch vollkommen schlüssig erscheinen.

--- Mein Fazit ---
Insgesamt war es ein sehr gelungener, dunkler, Roman, den ich in die Kategorie Drama einordnen würde. Rau, hart, mit einer beeindruckenden Sprachbegabung. Bildlich und mitreißend. Manches Rätsel ist mir zwar geblieben, dennoch empfehle ich das Buch all jenen, die gerne in die harte Vergangenheit, noch dazu in das spannende Setting Island eintauchen möchten.

Bewertung vom 18.11.2019
TausendMalSchon
Woolf, Marah

TausendMalSchon


sehr gut

--- Kurzinhalt ---
Sasha ist eine Seelenmagierin, deren Eltern getötet wurden, als sie noch ein Kind war. Seither versucht sie ihre Magie zu verstecken, leider erfolglos. Ein Seelenjäger hat es auf ihre besonders starke Seele abgesehen. Doch als hätte sie nicht schon genug Probleme, trifft sie auch noch auf den sonderbaren Cedric, dessen rätselhaftes Verhalten ihr Kopfschmerzen bereitet.

--- Cover ---
Das Cover ist so liebevoll gestaltet, dass ich mich direkt darin verliebt habe. Allein das Cover verdient 5 Sterne. Die Besonderheit ist zudem, dass der Seitenband farbig illustriert ist, was ich noch nie zuvor gesehen habe. Alles was auf dem Cover abgebildet ist hat zudem eine Bedeutung für die Handlung.

--- Was ich super fand ---
Ich fand es hochinteressant, was sich die Autorin ausgedacht hat. Es hatte irgendwie mal was anderes und hat mich in den Bann gezogen. Dadurch dass es auch viele Zeitreisen gab, konnte man manchmal in die Vergangenheit eintauchen. Besonders cool fand ich es auch, dass interessante historische Begebenheiten in die Geschichte der Seelenmagie neu interpretiert wurden. Sasha als Protagonistin war sehr sympathisch und ihre kleine Beschützerclique, rund um ihre Grandma, fand ich total klasse. Der Schreibstil war auch sehr angenehm und las sich sehr flüssig.

--- Meine (Mini-)Kritikpunkte ---
Für mich persönlich war das Buch nicht hochspannend, was es aber auch gar nicht sein musste. Die Liebesgeschichte zwischen Sasha und Cedric hat mich auch nicht umgehauen. Ich hätte mir vielleicht ein paar überraschende Wendungen gewünscht. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, als würde z.B. zeittechnisch etwas nicht stimmen und manches wurde mir nur bruchteilhaft / oberflächlich erklärt, wo ich mir dann weitere Fragen gestellt habe, deren Aufklärung nicht kam. Aber dennoch muss ich sagen, dass dies nur ganz kleine Kritikpunkte sind, da ich insgesamt das Buch total gerne gelesen habe.

Bewertung vom 12.11.2019
Das Weihnachtswunder von Hope Street
Heatherington, Emma

Das Weihnachtswunder von Hope Street


sehr gut

--- Kurzinhalt ---
Ruth Ryans ist 32 Jahre alt und erfolgreiche Seelensorge-Kolumnistin. Ihr Vater ist kürzlich verstorben und seitdem befindet sich hinter Ruths Fassade ein Trümmerhaufen, während sie nach außen hin perfekt erscheint. Da taucht plötzlich Michael auf, der ihr etwas erzählt, das sie völlig von den Socken haut. Dies inspiriert sie zudem zu einer wundervollen Idee für Weihnachten.

--- Lesefluss ---
Das Buch hat sich sehr flüssig gelesen. Die meiste Zeit ist es in der Ich-Perspektive von Ruth Ryans geschrieben, in Präsens. Wir lernen ihre Gedanken, Ängste, Zweifel, ihr gesamtes Inneres hinter der Fassade ausgiebig kennen. Gelegentlich wird die Perspektive zu einem Leser der Kolumne von Ruth Ryans umgeschwenkt. Dann wird in der dritten Person geschildert und die Zeitform ist Präteritum, was ich etwas befremdlich fand, wodurch bei mir der Lesefluss immer an der Stelle etwas gestockt wurde.

--- Protagonisten ---
Der Anfang war etwas holprig, da Ruth Ryans Persönlichkeit erst einmal trocken mit unzähligen Fakten geschildert wurde. Dann jedoch lernte man Ruth lebendiger kennen, indem durch Handlungen, Sprechweise und Gedanken mehr zum Vorschein trat. Ruht war mir unglaublich sympathisch. Sie hat so ein gutes Herz, inspirierend und fürsorglich.
Mit ihrem Gegenpart, Michael, kam ich am Anfang gar nicht zurecht, weil ich seine Reaktionen eigenartig und auch etwas unangebracht fand. Er war mir persönlich nicht gleich sympathisch. Im Laufe der Zeit lernte ich ihn aber besser kennen und verstehen.

--- Was macht das Buch besonders ---
Das ist ein Buch über Hoffnung, Liebe und Freundschaft. Vor allem aber auch über das Verzeihen, Heilen, die Familie und uns Menschen, die alle nicht perfekt sind und Fehler machen. Und zu guter Letzt über das Wunder und die Freude des Teilens, Nächstenliebe und die kleinen herzerwärmenden Gesten des Gebens, wie z.B. jemanden Fremden einfach mal ein Lächeln zu schenken.

Für mich war es ein absolutes Wohlfühlbuch, das so viele wunderbare Botschaften beherbergte, die mich einfach nur mitten ins Herz trafen.

Zudem liefen nicht alle Dinge perfekt, manches kam auch unerwartet und manches war auch traurig, was ich gut fand, denn so ist ja auch das Leben.

--- Mein Fazit ---
Das Buch empfehle ich ganz groß zu Weihnachten, es lohnt sich wirklich es zu lesen. Das mit dem Wechsel zwischen Präsens und Präteritum hat für mich keinen Sinn ergeben, deswegen hier ein minimaler Punktabzug. Ansonsten einfach nur wunderschön! 4,5 Sterne.

Bewertung vom 04.11.2019
Im Schatten des Fuchses / Schatten-Serie Bd.1
Kagawa, Julie

Im Schatten des Fuchses / Schatten-Serie Bd.1


gut

--- Kurzinhalt ---
Yumeko ist sechzehn Jahre alt und eine Halbfüchsin. Ihr Leben lang ist sie unter Mönchen aufgewachsen, doch dann wird der Tempel von Dämonen angegriffen. Ihr wird anvertraut, eine wichtige Schriftrolle zu beschützen und zu einem anderen Tempel zu bringen. Die Schriftrolle beinhaltet ein Drachengebet, das einen alten Drachen hervorruft. In den falschen Händen, kann das Gebet das Tor zur Dämonenwelt vollständig öffnen.

Auf ihrer Reise begegnet Yumeko Tatsumi – einen Schattenkrieger, der ebenfalls den Auftrag hat, die Schriftrolle zu holen. Er weiß nicht, dass Yumeko im Besitz der Schriftrolle ist und hilft ihr zu dem anderen Tempel zu gelangen. Unterwegs lauern jede Menge Gefahren.

--- Lesefluss ---
Die Sprache ist wahnsinnig bildlich. Es tauchen jede Menge japanische Begriffe auf, die auch hinten im Glossar nochmal kurz erklärt werden, sollte man deren Bedeutung kurz vergessen haben. Am Anfang war ich davon noch ganz begeistert, aber irgendwann wurde es mir einfach zu viel.

Dialoge sind auch eher weniger vorhanden, stattdessen übernehmen lange Beschreibungen von Kampfszenen und Gedankengänge und Erklärungen z.B. von gewissen Traditionen, Kreaturen etc. die Überhand.

--- Protagonisten ---
Das Protagonistenpaar war sehr interessant. Yumeko ist ein starkes Mädchen, das gleichzeitig eine Halbfüchsin ist. Sie ist mutig, selbstlos und schafft es Tatsumi, der im Gegensatz zu ihr auf Kälte, Gefühllosigkeit und Willenlosigkeit getrimmt wurde, zu verunsichern.

--- Was mir sehr gefallen hat ---
Mich hat die Fantasie, die hinter der Geschichte steckt total beeindruckt. Die Welt, die hier erschaffen wurde, war sehr düster und ich würde nicht in solch einer Welt leben wollen, aber die einzelnen Kreationen der Dämonen waren sehr interessant.

Zudem fand ich sowohl den Anfang und das Ende sehr gut. Der Anfang hat mich total in den Bann gezogen. Man taucht in eine andere Welt und ist sofort mitten im Geschehen, inmitten einer dämonischen Gefahr. Zunächst habe ich mich von der bildlichen Sprache auch total fesseln lassen. Das Ende wiederum war auch sehr spannend, da genau das geschehen ist, was gerade natürlich nicht geschehen sollte und somit extreme Neugierde auf Band 2 geweckt wurde.

--- Was mir weniger gefallen hat ---
Irgendwann wurden mir die Dämonen aber zu viel und ebenfalls die japanischen Begriffe. Tatsumi und Yumeko sind auf ihrer Reise wirklich vielen Dämonen begegnet, was für mich dann irgendwann nicht mehr spannend war. Ich habe mich etwa ab etwa der Hälfte des Buches leicht quälen müssen, weiterzulesen, was ich echt schade fand, da ich zum Beginn sehr fasziniert war. Aber es zog sich einfach alles zu sehr in die Länge und war trotz unterschiedlicher Dämonen doch immer gleich. Ich schätze ich bin kein High Fantasy Typ, aber das wusste ich vorher nicht.

--- Mein Fazit ---
Für Fans von japanischen Büchern und Mangas, sowie des High Fantasy Genres ist dieses Buch sicherlich ein wahrer Lesegenuss. Für mich war es etwas zu dämonenlastig. Aus diesem Grund gibt es meinerseits drei Sterne.

Bewertung vom 27.10.2019
Alabasterball
Gurian, Beatrix

Alabasterball


ausgezeichnet

--- Kurzinhalt ---
Jedes Jahr findet ein geheimnisvoller Alabasterball statt, zu dem drei auserkorene Jungen und drei Mädchen eingeladen werden. Vor einem Jahr war es Amy, doch ihre Schwester Sunny hat sich kurzerhand ihr Ticket geschnappt und hat sich als Amy ausgegeben. Dann ist sie einfach nicht mehr aufgetaucht. Aus diesem Grund geht Amy sie in diesem Jahr unter falscher Identität auf dem Ball suchen, nichts ahnend in was für ein gefährliches Spiel sie da hineingeraten ist.

--- Lesefluss ---
Das Buch liest sich super flüssig. Es ist alles in der Perspektive von Amy geschildert, jedoch in der dritten Person. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass eine Ich-Perspektive noch besser gewesen wäre, um die Stimmung rüberzubringen, aber das war sicherlich nur so, weil ich mittlerweile sehr viele Bücher in der Ich-Perspektive lese und es einfach nur gewöhnt war.

--- Protagonisten ---
Allen voran ist Amy die Protagonistin, die ein wahnsinnig gutes Herz hat. Sie möchte ihre Schwester retten, obwohl sie in der Vergangenheit nicht die allerbeste Beziehung zu ihr hatte.

Die anderen Jungs und Mädels, die an dem Ball teilnehmen, haben alle ihre Licht- und Schattenseiten. Kein einziger Charakter ist nur böse oder nur gut – das fand ich sehr gut, denn so ist es auch im wahren Leben. Wir alle haben unsere Schattenseiten, selbst die Menschen mit den besten Absichten. Im Laufe der Geschichte lernt man die Charaktere und deren Motive näher kennen, sodass selbst die zickigste alle Teilnehmerinnen sich in meinen Augen gewandelt hat.

--- Meine Meinung ---
Das Cover ist wahnsinnig schön und selbst als ich das Buch noch nicht in meinen Händen hatte, um es zu lesen, habe ich es tagtäglich umschwärmt. Es glitzert und ist auch haptisch total schön. Ich könnte darüber wahre Lobeshymnen singen!

Die Geschichte hatte von Anfang an etwas Geheimnisvolles und Magisches. Es kamen unzählige Fragen auf, wovon ich immer ein absoluter Fan bin, da dadurch bei mir Neugierde geschaffen wird. Mit zwei, drei unbeantworteten Fragen wurde das Buch jedoch beendet, aber das hat für mich absolut keinen Abbruch im erlebten Lesevergnügen getan. Im Nachgang hat mir die Autorin die Fragen auch noch beantwortet, sodass alles im Endeffekt einen Sinn ergab.

Es passiert so viel in diesem Buch, dass man einfach immer nur staunt. Es wird zu keiner Sekunde langweilig. Die Autorin hat so viel Kreativität und Fantasie, dass ich echt gestaunt habe.

Ich fand auch den Wandel der Ball-Teilnehmer total schön. Am Anfang waren sie noch alle Konkurrenten, doch im Laufe der Zeit wurden sie zu Verbündeten und am Ende sogar zu Freunden.