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Benutzername: Wurm200
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Bewertungen

Insgesamt 46 Bewertungen
Bewertung vom 22.09.2018
Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
Benjamin, Ali

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren


ausgezeichnet

Suzy ist ein junges Mädchen und geht in die 7. Klasse. Sie hat vor einiger Zeit mit dem Sprechen aufgehört. Nach dem Sommer erfuhr Sie von Ihrer Mutter eine verhängnisvolle Nachricht, die Ihr ganzes Leben verändern sollte. Ihre Mutter erzählte Ihr, das ihre beste Freundin ertrunken sei.
Bei einem Schulausflug mit Ihrer Klasse ins Aquarium trennt sich Suzy kurz von Ihrer Klasse und gelangt so zu den Quallen, die sofort Ihr Interesse wecken. In Ruhe liest Sie die Informationen am Becken, bevor Sie zu Ihrer Klasse zurückkehrt. Die Quallen lassen Ihr jedoch keine Ruhe und schnell fängt Suzy an zu glauben, den wahren Grund für den Tod ihrer besten Freundin gefunden zu haben.

Das Buch “Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren” ist in insgesamt sieben Teile und 63 Kapitel unterteilt, was für ein solch schmales Buch recht viel zu sein scheint. Die Kapitelüberschriften sind dabei passend gewählt und geben den Inhalt in einem Wort wieder. Außerdem begegnet dem Leser an jeder Überschrift eine Zeichnung einer Qualle, womit ein wichtiger Teil der Story (und das Coverbild selbst), mit jedem Kapitel aufgegriffen wird. Jedes Kapitel beginnt anfangs mit einigen dickgedurckten Wörtern, wodurch ein neues Kapitel ebenfalls erkennbar ist.
Jeder der sieben Teile beginnt mit einer dickgedruckten Vokabel, die erklärt wird. Dabei wird dem Leser recht schnell deutlich, dass diese Wörter perfekt zu Suzys Handlungen passt.
Die Story rund um Suzy wird vom Autor sehr stimmig erzählt und auch die Stimmung beim Lesen, ist schnell im melancholischen angekommen. Damit bildet die Stimmung den direkten Gegensatz zu dem, wie ein Kind in Suzys Alter eigentlich sein sollte, nämlich fröhlich. Die gewählte Protagonistin ist aber in vielen Punkten nicht typisch Kind. So wird schnell klar, dass in Suzys Leben alles einen Grund haben muss. Außerdem benimmt Suzy sich oftmals, wie eine erwachsene Frau. Schnell kommt man beim Lesen an dem Punkt, an dem man sogar Mitleid für Suzy empfindet. Dies ist jedoch nicht 100 % gelungen, da Suzy an manchen Situationen eine Teilschuld trägt (Und das, obwohl Sie für Ihr Alter erwachsen zu sein scheint).
Am Ende des Buches angekommen, wurde man durch eine wirklich tolle Geschichte geführt, die einen wirklich bewegt.

Cover: Das Hardcover ist in verschiedenen Blautönen gehalten. Wir sehen einen Hügel, auf dem eine Person steht, bei der es sich wahrscheinlich um die Protagonistin des Buches handelt. Diese hält eine Qualle in Ihren Händen, so das es aussieht, als würde Sie einen Drachen steigen lassen. Es könnte aber auch so verstanden werden, dass es nicht der Himmel ist, sondern das ganze unter Wasser spielt. Die Quallen bilden einen Hauptbestandteil der Story, weshalb diese Abbildung einen guten Bezug zum Inhalt herstellt.
In der Mitte des Buches steht der Titel des Buches, welcher sich durch die gelbe Farbe perfekt vom Hintergrund des Buches abhebt. Dieses Gelb kommt auch im Schutzumschlag zum Einsatz und bildet einen tollen Kontrast zum Blau.
Insgesamt finde ich dieses Cover wirklich schön und passend zum Buch gestaltet. Allein das Cover hat es geschafft, mich in eine Art Bann zu ziehen, gerade durch den gewählten Titel des Buches.

Fazit: Ali Benjamin erzählt eine Geschichte, um ein kleines, unschuldiges Kind, dessen Leben sich von heute auf morgen ändert. Um eine Erklärung für die Tragödie zu bekommen, nimmt die Protagonistin einiges in Kauf, was am Ende allerdings auch belohnt wird.
Ich kann das Buch nur jedem empfehlen und vergeben daher 5/5 Sterne.

Bewertung vom 16.09.2018
Die Witwe / Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen Bd.4 (eBook, ePUB)
Gordian, Robert

Die Witwe / Odo und Lupus, Kommissare Karls des Großen Bd.4 (eBook, ePUB)


sehr gut

Odo und Lupus sind im Auftrag von Karl des Großen unterwegs, um die Einhaltung der Gesetze zu überprüfen. Zusammen mit einem Führer und einer Gruppe Reiter, sind die Beiden in Thüringen unterwegs, um den Bau der Straßen zu kontrollieren. Auf Ihrem Weg treffen sie auf eine Frau, welche in einer Höhle steht und eine Warnung in Richtung der Gruppe ausspricht. Diese Warnung erschreckt die Männer so sehr, dass der Führer flieht. Als auch der Frau die Flucht gelingt, entschließen die Männer sich dazu, Unterschlupf in der Höhle zu suchen, da sich ein Gewitter zu nähern scheint. Als die Gruppe Ihren Weg nach dem kurzen Gewitter fortsetzt, wird sie durch eine versperrte Straße aufgehalten. Als sie dann schließlich Ihr Lager für die Nacht aufgeschlagen haben, erreicht sie eine Einladung.

Der historische Krimi “Die Witwe” hat insgesamt 227 Seiten, die in 12 Kapitel aufgeteilt sind. Die Kapitelüberschriften sind dabei neutral gehalten und stechen nicht besonders hervor.
Was gleich zu Beginn der Geschichte auffällt, ist die Tatsache das wir die Story als Erzählung an Karl des Großen lesen. Der Leser liest also quasi die Mitschrift von Lupus, die als Bericht über die Mission gedacht ist.
Das Buch ist sehr stimmig und passend zur erzählten Epoche geschrieben. Dabei begegnen dem Leser im Laufe des Buches recht viele Namen und auch Wörter, die einem unter Umständen unbekannt sind. Dies trägt zwar zur Stimmigkeit des Buches bei, hat auf der anderen Seite aber den Nachteil, dass man sich als Leser recht viel merken muss im Laufe der Story. Besonders bei Handlungen mit schnellwechselnden Personen fällt das Folgen teilweise nicht leicht. Hier wurde mitgedacht und freundlicherweise steht ein Glossar zur Verfügung, auf das auch gleich zu Beginn des Buches hingewiesen wird (so erspart man sich den Frust, weil man direkt zu Beginn weiß das alles erklärt wird). Besonders in den Dialogen passt die gewählte Sprache nahezu perfekt und vermittelt dem Leser ein wenig der damals herrschenden Umgangsformen.
Die Charaktere und deren Beschreibung im Laufe des Buches wird kontinuierlich mit neuen Informationen erweitert, sodass der Leser ein immer genaueres Bild der Charaktere bekommen kann. So ist das Einfühlen und eventuelle Miträtseln bei diesem Buch gut möglich.
Die Story ist teilweise etwas sprunghaft und es gibt relativ viele Handlungsstränge, die der Leser folgen muss. Die Handlungsstränge bleiben dabei bis zum Ende des Buches recht verwoben, auch wenn es gegen Ende im Laufe der Story eine Zusammenfassung gibt.

Cover: Das Cover ist im Hintergrund braun und wirkt so wie eine Depesche (was auch zum Buch passen würde, da dies wie ein Bericht verfasst worden ist). In der Unteren Hälfte des Covers finden wir eine Abbildung zweier Personen, bei denen es sich wohl um Odo und Lupus handelt. So bekommt der Leser ein Bild von den beiden Hauptpersonen des Buches. Im Hintergrund sehen wir eine Art Höhle, die dem Leser ebenfalls im Laufe des Buches begegnen wird. Über dem Bild steht der Titel des Buches, welcher durch sein Format sehr gut zur Zeit passt, in der das Buch spielt.
Insgesamt ist das Cover stimmig und spiegelt einige Aspekte des Buches wieder, wodurch es gut zum Buch passt.

Fazit: Ich habe dieses Buch für recht wenig Geld noch als gebundene Ausgabe gekauft und bereue die Investition nicht. Auch die knapp 6 Euro für das eBook sollten besonders für Krimifans kein Hindernis sein. Auf alle Leser wartet ein stimmiges und gut zu lesendes Abenteuer, aus einer vergangenen Zeit, dass für einige Stunden Unterhaltung sorgt. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

Bewertung vom 01.09.2018
Das Koeberg Projekt
Boll, Matthias

Das Koeberg Projekt


gut

Das Buch wird in 24 Kapiteln erzählt, wobei jede Kapitelüberschrift recht schlicht gehalten wurde. Allein die Angabe des Kapitels, verrät den Beginn eines neuen Kapitels. Der erste Buchstabe ist darüber hinaus, jeweils größer, als die folgenden, wodurch der Beginn des Kapitels nochmals hervorgehoben wird. Was beim Lesen sofort auffällt, ist die recht kleine Schrift, dies erfordert ein wenig mehr Konzentration beim Lesen und könnte bei dem ein oder anderen dafür sorgen, dass er das Buch langsamer als gewohnt liest.
Zu Beginn des Buches wird der Leser in die Charaktere eingeführt und bekommt, dank des detaillierten Schreibstils auch ein gutes Bild von eben diesen. Hier schafft es der Autor, den Leser zu erreichen, durch seine detaillierte Beschreibung der Umstände, in denen die Charaktere leben. Leider dauert es dann bis zum Ende, bis man einigermaßen die Erklärung für das bekommt, was der Leser zu Beginn gelesen hat. Hier hätte man entweder das Buch etwas kürzen sollen, oder aber die Geschehnisse besser ineinander verweben können. So verhält es sich auch in einigen Situationen, die dem Leser eventuell etwas fragwürdig vorkommen, da hilft nur weiterlesen, denn früher oder später versucht der Autor, all diese zu erklären. So kann die ein oder andere Situation dann auch noch für Überraschungen sorgen, auch wenn bei Weitem nicht alle dieser Überraschungen gelingen, da einige durchschaubar sind. Am Ende des Buches könnte sich dann auch noch ein Lächeln auf den Lippen zeigen (bei mir war es zumindest so), da es da um die Geschichte geht, die der Leser gerade in Händen hält (hier möchte ich nicht Spoilern, weshalb ich nicht genauer ins Detail gehe).

Cover: Das Cover ist von der Farbgestaltung eher dunkel und düster gehalten, wodurch es gut zum Inhalt des Buches passt, der auch eher dunkle Machenschaften behandelt.
Auf der Vorderseite sehen wir ein Gebäude, auf dessen Tür wir “Block B” lesen können. Außerdem sehen wir einen Blutfleck auf dem Boden. Mittig über das Cover zieht sich der recht große Titel des Buches, welcher sich durch die gewählte Farbe perfekt vom Hintergrund abhebt. Auch gibt der Titel einen Teil des Inhaltes wieder, da es dort um den Ort Koeberg geht. Ebenfalls kommt der Titel des Buches, 1:1 so im Buch vor. Der Titel hätte für meinen Geschmack, von der Gestaltung her, ruhig etwas kleiner gewählt werden können.
Die Rückseite des Covers wirkt dann schon einiges heller und zeigt einen Sonnenuntergang. Im Hintergrund lassen sich dabei noch einige Häuser erahnen.
Insgesamt ist das Cover keine große Überraschung und sticht in seiner Gestaltung nicht sonderlich heraus (es wirkt trostlos). Man kann mit viel Fantasie Dinge aus dem Buch darin erkennen, jedoch passt es nicht 100% zum Buch selbst. Hier könnte nochmals Hand angelegt werden.

Fazit: Ein Kriminalroman der sehr detailreich geschrieben ist und etwas Konzentration von Nöten ist. Leider gibt es wenig innovatives beim Lesen und der Autor bedient das typische Klischee vom Kampf der bösen Terroristen gegen die guten Agenten. Es gibt zwar einige Lichtblicke im Buch, leider halten diese sich in Grenzen. Wer jedoch Krimis oder Thriller mag und

Bewertung vom 20.08.2018
Die Politik und ihr Wahnsinn
Llewellyn, Ralph

Die Politik und ihr Wahnsinn


sehr gut

Auf einem Symposium treffen sich Frank, Hans, Susanne und Ronaldo an der Bar und werden spontan zu Freunden. Jeder der vier ist Makler und hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Was sie alle jedoch verbindet, ist der Gedanke, als Makler nicht den besten Ruf zu genießen, was laut deren Meinung an der Politik liegt. Am nächsten Morgen werden alle nach einer langen Nacht wach und können sich nur schwer an das erinnern, was sie letzte Nacht getrieben haben. Schnell wird dann aber klar, Ihre Aktion der letzten Nacht hat große Folgen und das nicht nur für die Vier, sondern für die ganze Republik Deutschlands.

Das Buch wird in insgesamt 7 Kapiteln erzählt, die alle nochmals in Unterkapitel gegliedert sind. Die Kapitel tragen immer eine neue Kapitelübershrift und beginnen mit einem Zitat. Bei dem Zitat hätte ich mir jedoch gewünscht, dass man den Urheber (falls bekannt) auch noch mit angibt. Die Unterkapitel werden in römischen Ziffern angegeben und beginnen bei jedem neuen Kapitel mit 1. Dies sorgt für eine gute Übersicht beim Lesen. Dadurch das die Unterkapitel auch nicht recht lang sind, lässt sich das Buch gut zwischendurch lesen, ohne das der Leser den Anschluss verliert. Leider können die vielen Unterbrechungen aber auch dafür sorgen, dass man, besonders als recht schneller Leser, beim Lesen etwas aus dem Fluss geraten kann.
Zu Beginn des Buches wird dem Leser recht schnell klar, worum es in diesem Buch geht. Dabei trifft er auch auf Charaktere, die Ihm aus dem realen Leben bekannt vorkommen. Dabei achtet der Autor das ganze Buch über darauf, dass kaum Namen genannt werden. Trotzdem weiß der Leser zu jedem Zeitpunkt, welche Person des realen Lebens gerade beschrieben wird und das nur wegen deren Handlungen und Beschreibungen. Dies hat der Autor gut gelöst und spricht für einen guten Schreibstil. Damit hat das Buch auch immer eine gewisse Aktualität, da man immer die jeweils aktuellen Politiker in der Story einfügen kann. Neben den realen Personen gibt es aber auch teilweise noch reale Handlungen (zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).
Die Vier Hauptcharaktere haben alle Ihre unterschiedlichen Charakterzüge, die das ganze Buch über auch strikt durchgehalten werden. Auch erfährt der Leser bis zum Schluss immer wieder neue Details über die jeweiligen Charaktere, und trotzdem möchte bis zum Ende keine große Bindung zu den Vieren aufkommen.
Der Epilog hebt sich dann vom restlichen Buch durch seine Erzählart ab, denn dieser liest sich wie eine heroische Ansprache an den Leser.

Cover: Das Cover des Buches ist vollständig in der Farbe Weiß gehalten. Mittig auf der Vorderseite ist der Umriss des Zeichens einer Kreuzkarte abgebildet, in dessen Mitte einige Bilder zusehen sind, die mit dem Inhalt des Buches zusammenhängen. Das Cover wirkt so ein wenig wie eine Karte, hier hätte ich mir jedoch gewünscht, dass man das Cover genau wie eine Karte gestaltet hätte. Die Karten Optik passt dabei gut zum Inhalt, da die Charaktere mit Ihrem Plan auch zu Pokern beginnen (Pokern gegen die Zeit und Ihre Gegner).
Unter diesem Bild ist der Titel des Buches, welcher in den Farben lila und schwarz gedruckt ist. Das Lila finden wir dann ebenfalls auf dem Buchrücken sowie der Rückseite, als breiten Streifen am oberen Ende..
Das Cover ist insgesamt recht schlicht gehalten und macht optisch nicht besonders viel her, passt aber zum Inhalt recht gut.

Fazit: Der Titel lässt anfangs anderes erwarten als ein recht gelungenen Politthriller. Es gibt einige Punkte, die man (in meinen Augen) verbessern könnte, jedoch sorgt dies für keinen Abbruch beim Lesespaß. Wer gerne mal wissen möchte, was der Bundesrepublik passieren könnte (zumindest in der Fiction) und dabei noch einige Stunden unterhalten werden möchte, kann gerne zu diesem Buch greifen. Es ist nicht sonderlich anspruchsvoll und lässt sich recht leicht lesen, wieso man schnell die letzte Seite erreicht haben sollte.
Von mir gibt es 4/5 Sterne für das Buch.

Bewertung vom 07.08.2018
Das Morpheus-Gen
Rode, Tibor

Das Morpheus-Gen


ausgezeichnet

Das Buch hat insgesamt 107 Kapitel. Die Überschriften der Kapitel bestehen nur aus dem Nötigsten, der Angabe des Kapitels. Darunter findet sich zu Beginn immer die Angabe des Handlungsortes. Hier hätte ich mir auch die Angabe der Zeit gewünscht, um die Story besser folgen zu können. Man der Story aber auch so recht gut folgen, da man immer mal wieder Informationen aufschnappt, die einen den zeitlichen Rahmen der Handlung verrät, weshalb die fehlende Zeitangabe kaum ins Gewicht fällt (es wäre quasi Bonus gewesen). Außerdem fällt recht schnell auf, dass es zwei Arten von Kapitel gibt, die sich auch durch Ihre Schrift voneinander unterscheiden. Dies fällt mir besonders Positiv auf, da man als Leser so direkt weiß, worum es gerade geht. Die kursiven Kapitel beschreiben dabei die Handlung, die weit in der Zukunft liegt. So erhält der Leser, nach und nach wichtige Informationen, für die Handlung in der Gegenwart. Im Laufe des Buches kommt man an den Punkt, wo beide Stränge sich treffen, ab da gibt es keine kursiven Kapitel mehr.
Zu Beginn des Buches stößt der Leser auf ein Zitat, welches die Handlung des Buches zusammenfasst und einige der Handlungen verdeutlicht (hier gehe ich nicht genauer drauf ein, da es zu Spoilern führen würde). Danach steigt der Leser direkt in die Handlung ein, auch wenn er diese anfangs nicht so recht einordnen kann. Dies sorgt aber für die nötige Spannung, um weiterzulesen. Allgemein sorgt der Autor das ganze Buch über für viele Situationen, die den Leser dazu motivieren, das Buch bis zum Schluss zu lesen. Ich nehme gleich vorweg, dass auch alle diese Situationen am Ende sehr gut und vor allem schlüssig aufgelöst werden. Anfangs könnte der Leser noch glauben, es handelt sich bei dem Buch um einen reinen Krimi, dies ändert sich jedoch recht schnell und die Handlung wird viel verwobener. Wer bei diesem Buch jedoch Action erwartet, wird enttäuscht werden, da es kaum Actionszenen gibt, die erzählt werden.
Die Charaktere sind wirklich toll gewählt, leider werden sie aber zu oberflächlich behandelt. Dies ist im Allgemeinen zwar nicht so positiv, fällt aber bei einem Thriller kaum ins Gewicht, da dort die Story (und Ihre Schlüssigkeit) eine recht große Rolle spielt. Auch fällt auf, dass einige Ihrer Handlungen etwas unrealistisch bzw. fragbar erscheinen (z. B. eine Ausreise trotz laufender Fahndung). Bis zum Ende hielt sich bei mir die Hoffnung, dass die Story hoffentlich gut und schlüssig aufgelöst wird, besonders da sich im Laufe der Geschichte recht viele Ansätze angehäuft hatten. Diese Hoffnung wurde am Ende dann auch positiv belohnt und das Buch kommt zu einem schlüssigen Ende, dass eventuell ja sogar nach einer Fortsetzung schreit?!
Cover: Das Cover ist relativ dunkel gehalten und passt damit auch gut zu diesem mystischen Thriller, in dem die Nächte eine zentrale Rolle spielen. Auf dem Cover ist das Gesicht einer Eule zu erkennen, womit auch dies gut zum Inhalt des Buches passt. Die Eule als Sinnbild für Nachtaktivität passt gut zu den Eigenschaften der Personen im Buch. Schaut man sich die rot leuchtenden Augen der Eule genauer an, so sieht man, dass sich darin eine Person spiegelt, welche aber nicht zu erkennen ist. Dies passt ebenfalls zum Buch, da dort einiges erst im Laufe des Buches klar wird und bis dahin auch im dunkeln bleibt.
Der Titel des Buches steht mittig auf dem Cover, wobei das Wort “Morpheus” direkt ins Auge springt, da dies recht groß und in roter Farbe geschrieben steht. Wobei es sich bei dem Wort handelt, ist anfangs jedoch nicht zu erkennen, wird aber im Laufe des Buches klar.
Das gesamte Cover passt in seiner Gestaltung gut zum Inhalt des Buches und ist sicherlich auch ein kleiner Hingucker in jedem Regal.
Fazit: Ein wirklich gelungener Thriller, der viel Spannung verspricht. Die Charaktere sind zwar etwas dünn und oberflächlich gehalten, was jedoch dem Lesespaß keinen Abbruch tut. Das Buch ist dabei wirklich gut und flüssig zu lesen, weshalb man schnell durchs Buch finden wird.

Bewertung vom 29.07.2018
Wovon man alles nicht stirbt
Zoschke, Barbara

Wovon man alles nicht stirbt


ausgezeichnet

Lesya ist die neue Freundin von Kim und wohnt bei Ihrer Tante in der Türnicher, da Ihre Eltern in der Ukraine im Gefängnis sitzen. Ihre Tante Saskia ist jedoch kaum zu Hause, da sie mit Ihrer Arbeit viel um die Ohren hat. Dann gibt es da noch Herrn Klose, auch Fahrrad-Klose genannt. Herr Klose ist der selbst ernannte Hausmeister in der Türnicher. Anfangs ist Herr Klose noch recht nett zu Lesya und erlaubt Ihr sogar, seine Garrage zu bemalen, dies ändert sich dann aber plötzlich. Als Herr Klose dann auch noch von Lesyas Situation erfährt, schaltet er die Hausverwaltung ein, die auch prompt reagiert. Dies finden Kim und Lesya nicht toll, weshalb Sie Herrn Klose den Tod wünschen. Eines Morgens soll Ihr Wunsch dann auch Früchte tragen und Herr Klose wird tot in seiner Garrage aufgefunden.

Das Buch hat insgesamt 10 Kapitel. Jedes der Kapitel hat eine eigene Überschrift, die aussieht als sei Sie mit einer Art Pinsel oder dickerem Füller geschrieben worden. Der erste Satz eines jeden Kapitels ist ebenfalls anders gedruckt, als der Rest des Buches und sieht aus als Sei dieser per Hand geschrieben (in Schreibschrift). Dadurch wirkt das gesamte Buch so, als würde man das Tagebuch der Hauptperson lesen. Dieser Eindruck wird außerdem durch die Ich-Form verstärkt, in der das Buch geschrieben ist. Was erst bei genauerem Hinschauen auffällt, ist, dass das Buch in zwei verschiedenen Schwarztönen gedruckt wurde.Die etwas helleren Abschnitte beschreiben dabei die aktuelle Handlung, während die dunkel gedruckten Abschnitte, Erzählungen aus der Vergangenheit sind. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin die Trennung klarer gestaltet, als nur durch Unterschiede in den Grautönen der Schrift (auch wenn man vor jedem Wechsel ebenfalls ein Zeichen sieht, welches an einen Strudel erinnert). In jedem Kapitel begegnen dem Leser ebenfalls Textabschnitte, die aussehen als seien Sie auf liniertes Papier geschrieben und aus einem Buch herausgerissen worden. Dies sind Listen der Hauptperson, die sie in vielen Situationen angelegt hat. Die Idee finde ich sehr gut und die Dinge auf den kleinen Schnipsel lesen sich tatsächlich sehr kindlich aber leider unterbrechen sie auch etwas den Lesefluss, da Sie immer da auftauchen, wo sie beschrieben werden. Allgemein liest sich das gesamte Buch sehr kindlich, was aber gut passt, da wir aus der Sicht eines kleinen Mädchens lesen.
Neben all diesen Dingen, hat es die Autorin auch geschafft, ein sehr aktuelles Thema in das Buch einzubauen. So ist Lesya ebenfalls so etwas wie ein Flüchtling, der in Deutschland Hilfe sucht (und auch findet). Aber auch die Thematik rund um Lesyas Eltern, von der man immer mal wieder ein wenig zu lesen bekommt.
Gegen Ende des Buches kommt es dann auch noch zu einer wirklich großen Wendung in der Geschichte aber auch in der Stimmung. Wo am Anfang noch Glück, Spaß und Freundschaft zu lesen waren, kommt am Ende auch etwas Trauer auf.
Man sollte das Buch unbedingt bis zum Ende lesen und damit meine ich ebenfalls das Nachwort, denn dort erläutert die Autorin einige Dinge zur Entstehung des Buches.

Fazit: Die Autorin hat mit diesem Buch etwas geschaffen, was wirklich alles enthält. Vom Humor und Fröhlichkeit bis hin zur Trauer. Außerdem wird ein wichtiger Punkt aufgegriffen und das ist die Freundschaft und den Hochs und Tiefs, die es gilt zu überwinden. Von der ersten bis zur letzten Seite ein absolutes Lesevergnügen, dass leider viel zu schnell zum Ende kommt.
Von mir gibt es 5/5 Sterne.

Bewertung vom 01.07.2018
Operation Bird Dog
Nüse, Jan-Christoph

Operation Bird Dog


sehr gut

Das Buch erstreckt sich insgesamt über 53 Kapitel plus einem Prolog. Die Kapitelüberschriften bestehen dabei nur aus einer Ziffer und der Angabe von Ort und Datum, zu Beginn eines jeden neuen Kapitels. Diese Angaben sind in diesem Buch aber auch wichtig, da die Zeit zwischen 1948 und 1958 wechselt.
Zu Beginn des Buches gibt es einen Auszug der Personen, die in dem Buch eine Rolle spielen. Diesen Auszug fand ich recht hilfreich, da einem im Laufe der Geschichte recht viele Personen begegnen, die man so immer griffbereit hat. Neben den Charakteren gibt es auch einige Schauplätze, an welche das Buch spielt. Um hier den Überblick nicht zu verlieren, hilft die Angabe zu Beginn eines jeden Kapitels (siehe oben). Außerdem gibt es noch einige Wörter zu den Fakten des Buches, denn dieses Buch orientiert sich an realen Begebenheiten. Hier wäre eventuell ein Quellenverzeichnis nett gewesen, auch wenn in der Danksagung noch einige Hinweise gegeben werden (und Google selbst auch einiges ausspuckt). Leider ist der gewählte Themenbereich (Finanzen), nicht immer leicht zu verstehen, weshalb eventuell nicht alle Details dem Leser klar werden (hier wäre ein Glossar bzw. Fußnoten hilfreich). Das Buch spielt in der Nachkriegszeit und das erkennt man auch an einigen Details, wie zum Beispiel Hungersnöte. Hinter allem steht dann auch noch die Angst vor einer erneuten Zeit unter Nazis. Die gewählten Charaktere entwickeln sich dabei im Laufe des Buches nicht sonderlich weiter, jedoch bekommt der Leser immer wieder neue Informationen, um sein Bild der Charaktere Stück für Stück zu vervollständigen. Hier hält der Autor auch einige Punkte bereit, die den Leser sicherlich überraschen werden (da ich nicht spoilern möchte, gehe ich auf diese Punkte nicht genauer ein).
Bei der allgemeinen Gestaltung des Buches überrascht der Autor positiv. Charaktere bekommen einen Akzent, Dokumente heben sich optisch vom Rest des Textes ab, und wenn es sein muss, sind sie sogar in Englisch gedruckt. Dass alles sorgt beim Lesen für eine bessere Identifikation, mit der Handlung und den Charakteren. Außerdem kann er sich so besser in die ganze Geschichte hineinfinden.
Ausgelegt ist das Buch zwar als Kriminalroman, doch dies ist dem Autor nicht sonderlich gut gelungen. Ich würde hier viel mehr Thriller als passendes Genre nennen. Zwar gibt es ein Verbrechen, dass aufgedeckt werden soll (der Selbstmord von Carls Eltern), jedoch ist beim Lesen nur recht schwer eine Straftat zu erkennen. Dies sorgt dann auch leider für fehlende Spannung beim Lesen. Es gibt viele Informationen, Charaktere und Gespräche, bis das Verbrechen am Ende aufgedeckt wird. Im Gesamten also ein recht ruhiges Buch, ohne nennenswerte Action. Die Ermittlungen finden dabei im Jahr 1958 statt, wobei das Verbrechen schon 1948 begangen wurde. Hier gibt es zwar Erklärungen, wieso Carl erst jetzt aktiv wird, jedoch blieb bei mir noch immer die Frage “wieso?” im Kopf. Ab ca. 3/4 des Buches treffen die Handlungsstränge dann zusammen, sodass ab diesem Zeitpunkt die Geschichte nur noch im Jahr 1958 erzählt wird. Neben dieser Hauptgeschichte gibt es noch 1-2 Nebenstränge, die einem die damalige Situation etwas näher bringen (z. B. Suche nach Rechten Überbleibseln). Lieder sorgt das alles aber auch, für eine Unübersichtlichkeit die schnell auftreten kann. Außerdem fällt auf, dass die Geschichte an manchen Punkten auch recht sprunghaft ist, was nicht immer schön ist beim Lesen.

Bewertung vom 27.06.2018
Die Toten von Paris
Cordier, Michelle

Die Toten von Paris


sehr gut

Das Buch hat insgesamt 12 Kapitel, die nur eine schlichte Überschrift tragen (Kapitel + Ziffer), welche nochmals in verschiedene Absätze gegliedert sind, die durch ein * voneinander getrennt sind.. Zu Beginn eines neuen Kapitels gibt es die eine Datumsangabe, welche bei diesem Buch hilfreich ist, da sich die Handlung von August bis November zieht (jedoch nicht Tag für Tag, sondern manchmal gibt es auch größere Sprünge in der Handlung).
Zu Beginn weiß der Leser noch nicht so wirklich, worum es eigentlich genau geht (wird alles aber im Laufe des Buches aufgeklärt), jedoch sorgt das auch für die anfängliche Motivation weiterzulesen. Die Zeit, in der die Handlung spielt, sollte jedoch jedem Leser bekannt sein, wenn er das Datum anschaut. Dadurch kann man auch schon ein wenig selbst herauslesen, worum es gerade wohl geht. Dabei orientiert sich die Autorin recht nah an der Realität, denn der Raub von Kunstwerken (und die spätere Suche danach, Stichwort: Monuments Men), war Wirklichkeit. Auch die Atmosphäre, die damals in der Kriegszeit geherrscht haben muss, hat die Autorin gekonnt eingefangen. An jeder Ecke bekommen wir es mit Armut und Hungersnot zu tun aber auch mit dem Verhalten der Bevölkerung, besonders (möglichen) Deutschen gegenüber (und die Angst davor, zuzugeben das man Deutsch ist). Auch wenn manche dieser Handlungen auf den Leser verstörend wirken können, sorgen diese Beschreibungen für das gewisse Feeling beim Lesen (man kann sich als Leser gut in die Handlung einfinden). Dazu trägt aber auch die genaue Beschreibung von Szenen, Handlungen und Co bei, die dafür sorgt, dass man sich ein ziemlich genaues Bild von dem Erzählten machen kann. Dazu passt auch die Tatsache, dass im Laufe der gesamten Story recht wenig Action passiert und sich das Buch mehr um die Ermittlung (damit zusammenhängend auch um die Hintergründe der Charaktere) dreht. Mit Ricolet hat die Autorin da aber auch einen Polizisten geschaffen, welcher gut in das Bild hineinpasst. Leider gibt es gegen Ende einen Punkt, der nicht so recht zu Ricolet passt, denn Pauline begeht eine Lüge, die Ricolet in meinen Augen, hätte durchschauen müssen (er hat im gesamten Buch über Köpfchen bewiesen, bis auf an diesem Punkt). Außerdem möchte er für seine Liebe Pauline, einige Details des Falles gerne “vergessen”, wobei der sonst so gesetzestreue Ricolet leicht aus seinem Charakter rutscht.
Die beiden gewählten Charaktere entwickeln sich das ganze Buch über weiter und man erfährt als Leser immer mal wieder etwas neues über eben diese Charaktere. Leider ist die Entwicklung der Beiden, welche in Liebe endet; nicht sonderlich gut herausgearbeitet. Die Tatsache, dass Pauline und Ricolet sich ineinander verliebt haben, kommt zu plötzlich, und auch ohne das man dies geahnt hätte. Dies wirkt etwas, als wolle die Autorin unbedingt eine Liebesbeziehung in Ihrem Buch erzählen.
In der Mitte des Buches gibt es ebenfalls eine Szene, die in meinen Augen recht die etwas unglaubwürdig scheint, denn es wird ein Schraubendreher benötigt, welcher ausgerechnet von einem Polizisten mitgeführt wird (was macht ein Polizist zu dieser Zeit mit einem Schraubendreher?!).
Zum Ende hin hält die Autorin dann noch einige Entwicklungen parat, die dem Leser mit Sicherheit überraschen werden, weil er damit nicht gerechnet hätte. Die Aufklärung des Falls wird dabei sehr schlüssig erzählt.
Das Ende des Buches weckt dann ein wenig die Hoffnung auf eine mögliche Fortsetzung, die es meiner Meinung nach gerne geben darf.
Fazit: Insgesamt ist dies wohl eher ein Kandidat der ruhigeren Krimis, welcher sich viel Zeit für die Charaktere und deren Handlung nimmt, auch wenn man die Liebesgeschichte hätte besser herausarbeiten müssen. Ein besonderen Pluspunkt bekommt die Autorin jedoch in der erzählung und übermittlung der Atmosphäre, welche sehr zum Lesevergnügen beigetragen hat. Es war nicht der beste Krimi den ich gelesen habe, jedoch reiht er sich weit oben ein und bekommt von mir 4/5 Sterne.

Bewertung vom 23.06.2018
Der kleine Erziehungsberater
Hacke, Axel

Der kleine Erziehungsberater


ausgezeichnet

Anmerkung: Bei diesem Buch ist keinerlei Inhaltsangabe möglich, wie man sie von mir gewöhnt ist. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um eine “Sammlung” von kleinen Geschichten handelt. In diesem Geschichten schildert der Autor alltägliche Situationen, wie man sie als Elternteil kennt.

Das Buch besteht in seiner Gesamtheit aus 36 Kapiteln, die alle recht kurz gehalten sind. Diese Kürze trägt dazu bei, dass dieses Buch eigentlich recht gut für zwischendurch geeignet ist. Aufgrund der recht geringen Länge von 96 Seiten ist dieses Buch jedoch schon recht schnell am Ende. Damit passt das Buch aber sehr gut zum Titel, des es heißt ja auch “kleiner Erziehungsberater”. Außerdem trägt auch der gut und flüssig zu lesende Schreibstil des Autoren bei und sein toller Umgang mit den Wörtern (seine Rhetorik im Allgemeinen), dass man das Ende des Buches recht schnell erreicht. Wer bei dem Titel jedoch an einen Erziehungsberater gedacht hat, wird schon nach einigen Seiten enttäuscht sein, denn es werden (lediglich) Situationen aus dem Leben eines Vaters geschildert. Diese Situationen werden den Eltern unter den Lesern sicherlich bekannt vorkommen, denjenigen die noch vorhaben Eltern zu werden, könnten sie allerdings nochmals zum Nachdenken anregen (auch wenn sich recht gut herauslesen lässt, dass man nicht jeder der Erzählungen 100 % ernst nehmen sollte). Die verschiedenen Kapitel hängen dabei inhaltlich nicht zusammen und lesen sich wie kleine Episoden (fast so, wie kleine Sketche, die man aus dem TV kennt). Die Situationen beschreibt der Autor dabei sehr humorvoll und auch leicht überzogen. Ergänzt werden die verschiedenen Kapitel durch sehr liebevoll gestaltete Zeichnungen, die das Erzählte verbildlichen.
Zum Ende des Buches hin ändert das Buch die Thematik und beschäftigt sich mit Leserbriefen. Anhand dieser Leserbriefe wird das Buch nochmals kurz resümiert bzw. der Autor macht einen kurzen Rückblick auf das bisher Erzählte. Das Ende des Buches ist dann schon fast philosophisch und auch ein klein wenig traurig aber es passt zum Gesamtbild des Buches.

Cover:
Anmerkung: Da ich dieses Buch lange nach der Erstveröffentlichung lese und bespreche, hat dieses Buch schon ein anderes Cover im Laufe der Zeit bekommen. Ich werde hier auf das Cover meines Exemplars eingehen, aber auch kurz auf das Neue (so weit dies möglich ist).

Alt: Die Grundfarbe des Hardcovers ist gelb. Auf der Vorderseite sehen wir einige Zeichnungen, die zum Thema Kinder passen (Teddys, Roboter, …). Außerdem sehen wir auf dem Cover 2 Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Hier passt das gezeigte Cover, optimal zum Inhalt des Buches. In einem lila Kasten steht der Titel des Buches geschrieben. Auf der Rückseite setzt sich das Bild fort mit dem Spielzeug und einem weiteren Kind. Damit sind insgesamt drei Kinder abgebildet, die scheinbar die Kinder aus dem Buch sind.

Neu: Das neue Cover hat als Hintergrund eine Blümchentapete. Auf der Vorderseite sehen wir ein Bild an der Wand, welches offenbar den Vater der Familie zeigt. Dieser hält ermahnend, den Zeigefinger in die Luft. Unter diesem Bild steht ein Kind, welches die Zunge herausstreckt. Das Cover wirkt frischer als die alte Version und passt gut zum Inhalt des Buches.

Fazit: Bei keinem Buch ist der Satz “Eltern/Vater werden ist nicht schwer, Eltern/Vater sein dagegen sehr” passender, als es das bei diesem Buch der Fall ist. Die Erlebnisse als Vater schildert der Autor dabei so humorvoll und liebevoll, dass man im Nu am Ende des kleinen Büchleins angekommen ist. Das einzig Negative, was mir zu diesem Buch einfällt, ist die Tatsache, dass es einfach viel zu kurz ist (jedoch eignet es sich so besonders gut, für diejenigen Leser, die bereits Eltern sind und sich mit eben den geschilderten Situationen beschäftigen müssen und so unter Zeitmangel leiden). Von mir gibt es 5/5 Sterne.

Bewertung vom 20.06.2018
Lehrerkind
Bielendorfer, Bastian

Lehrerkind


ausgezeichnet

Bastian Bielendorfer kommt nach seiner mündlichen Abiturprüfung freudig nach Haus, um seinen Eltern sein Ergebnis mitzuteilen. Diese sitzen gerade am Essenstisch und löffeln Ihre Erbsensuppe. Mit geringem Interesse nehmen die beiden Eltern das Ergebnis Ihres Sohnes zur Kenntnis, der eine Eins in der Prüfung bekommen hat. Nach einigen Hin und Her ist das Gespräch beendet und der Autor nimmt uns mit auf eine Reise, quer durch sein Leben als Lehrerkind.

Das Buch ist in 27 Kapiteln aufgeteilt, von denen manche nochmals eigene Unterkapitel haben. Die Überschriften der verschiedenen Kapitel haben einen anderen Schriftstil als der Text und wirken so, als wären Sie mit der Hand geschrieben. Die Kapitel sind dabei recht chronologisch aufgebaut, so das der Leser von der Grundschule bis zur Universität alles Mitverfolgen kann. Besonders hervorzuheben sind die Kapitel, welche einzelne Lehrergruppen beschreiben. Diese Kapitel sind auch von der Gestaltung her, völlig anders und wirken wie ein Eintrag in ein Klassenbuch (passend zum Inhalt des Buches). Zum einen sind diese Kapitel in Schreibschrift geschrieben und wirken so, als wären sie handschriftlich verfasst und zum anderen sind die Seiten mit Linien und Überschriften bedruckt (Sie heben sich optisch völlig vom Rest des Buches ab). In diesem Kapitel behandelt der Autor die verschiedenen Arten von Lehrern (Biologie, Deutsch, …) und erläutert einige Punkte an Beispielen aus seiner eigenen Schulzeit. Einige Punkte aus dem Buch, werden dem Leser aber auch aus seiner eigenen Schulzeit bekannt vorkommen und wecken Erinnerungen an die eigene Schulzeit (das hat bei mir dazu geführt, dass ich unbedingt weiterlesen wollte, um an die nächste, eventuell bekannte Stelle zu kommen. Außerdem helfen diese Erinnerungen dabei, besser ins Buch zu finden bzw. sich damit auseinanderzusetzen.) .Dabei übertreibt der Autor an manchen Stellen des Buches seine Ausführungen jedoch. Diese Übertreibungen sorgen aber für einen gewissen Grad an Humor, der sich durch das ganze Buch über zieht. Leider führen diese Momente auch dazu, dass der Leser sich fragt, ob das alles denn so stimmt?! (falls auch nur einige der sehr überzogen erzählten Stellen stimmen, kann einem der Autor schon fast leidtun). Hier hätte der Autor ein wenig mehr Aufklärung am Ende leisten können, auch wenn man in der Danksagung ein wenig herauslesen kann. Am Ende des Buches ist der Leser an dem Punkt angekommen, der vor der Entstehung des Buches spielt. Hier hat mir der Brief gut gefallen, besonders die Tatsache, dass selbst da die Eltern korrigiert haben (besonders, falls diese Stelle wirklich wahr ist, was man leider nie 100 % wissen wird als Leser).

Cover: In der Grundfarbe ist das Cover schwarz. Auf der Vorderseite sehen wir einen jungen Mann, welcher auf einem Stuhl sitzt (gewisse Ähnlichkeit zu einem Stuhl, wie man ihn aus der Schule kennt, sind vorhanden und mit Sicherheit gewollt). Bei dem gezeigten Mann handelt es sich um den Autoren des Buches selbst. Über diesem Mann steht der Titel des Buches, welcher aussieht, als wäre er mit weißer Kreide geschrieben. Dadurch hebt sich der Titel sehr gut vom Hintergrund ab. Auf der Rückseite ist der Satz “Mein Leben unter dem Rotstift” in roter Farbe gedruckt, was dem Satz zusätzlichen Ausdruck verleiht. Das Cover ist schlicht aber doch sehr passend gestaltet.

Fazit: Ein Buch, das den Leser auf die Reise quer durch das Leben eines Lehrerkindes mitnimmt. Dabei werden sicherlich einige Erinnerungen an die eigene Schulzeit geweckt. Hier und da hätte es dem Buch gut getan, wenn der Autor sich in seinen übertrieben erzählten Situationen zurückgehalten hätte. Der Humor ist vorhanden und zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt immer wieder für einen kleinen Lacher. Eine kleine humorvolle Erinnerungsreise, die von mir 4/5 Sterne bekommt.