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Benutzername: Wurm200
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Bewertungen

Insgesamt 26 Bewertungen
Bewertung vom 16.01.2018
Abrechnung / Hannah Jakob Bd.4
Peters, Katharina

Abrechnung / Hannah Jakob Bd.4


sehr gut

Katharina Peters
Abrechnung
Aufbau Verlag
Autor. Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin. (Quelle: Aufbau Verlag)
Hannah Jakob wollte eigentlich an Tagungen und Fortbildungen teilnehmen, als plötzlich ihr Handy klingelt. Michelle Heckler, eine von zwei vermissten Frauen, wurde in Berlin tot aufgefunden. Ein Fall, für den Hannah zurück nach Berlin muss, um mit den Ermittlungen zu beginnen und der sie mit ihrer Vergangenheit konfrontieren wird.
Das Buch besteht aus insgesamt 35 Kapiteln (Prolog und Epilog mit einbezogen), wobei jedes Kapitel lediglich mit der Angabe der Kapitelziffer (Ausnahme sind hier der Prolog und Epilog) beginnt, die zentriert zu Beginn eines neuen Kapitels steht.
Das Buch beginnt in dem Prolog schon recht mittig in einer Tat ohne das der Leser zu diesem Zeitpunkt genau weiß, worum es da gerade geht. Dies baut schon zu Beginn des Buches Spannung auf. Weitere Mittel, womit die Autorin Spannung aufbaut und somit zum Weiterlesen motiviert, sind die zahlreichen Geheimnisse und offenen Charaktere, die dem Leser im Laufe des Buches begegnen. Leider sind dies nicht gerade wenig Charaktere, sodass man hier schnell den Überblick verlieren kann. Viele Hintergründe der Charaktere, allen voran des Hauptcharakters Hannah, erfährt man außerdem im Laufe des Buches. Hier wird auch auf Handlungen vorheriger Bände eingegangen, sodass es für das komplette Bild der Charaktere sicherlich ratsam wäre, alle Bände zu lesen. Natürlich lässt sich dieses Buch auch ohne die vorherigen Bücher gut lesen und verstehen, da es einen eigenen, in sich geschlossenen Fall erzählt. Eigentlich erzählt die Autorin sogar mehrere kleine Fälle, die am Ende ineinander laufen. Auch hier ist es schnell passiert, dass man als Leser den Überblick über das Geschehen verliert. Kurz vor Ende des Buches kommt neben der Spannung sogar etwas Action auf, diese ist jedoch recht kurz gehalten und endet schnell wieder. Dafür ist das Ende dann wieder etwas “Mysteriös” und offen gehalten und motiviert so auch auf den nächsten Band der Reihe.
Die Story des Buches wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, weil die Charaktere aus dessen Sicht man liest, mit jedem neuen Kapitel gewechselt werden. Allgemein ist dieses Buch recht gut und flüssig zu lesen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass man hier auch gut und gerne weniger Seiten hätte füllen können, da sich das Buch stellenweise etwas sehr zog.
Cover: Das Cover ist recht düster gehalten. Wir sehen auf der Vorderseite den Ausschnitt eines Sees, auf dem 2 Boote zu sehen sind. Über diesen Booten sehen wir den Titel, welcher recht gut zu lesen ist und so scheint, als sei er mit Blut geschrieben. Auf der Rückseite sehen wir denselben Ausschnitt nur spiegelverkehrt und ohne Booten.
Fazit: Mein zweiter Fall mit dieser Ermittlerin und ich muss gestehen, dass mich dieser Fall nicht ganz so überzeugen konnte, wie es der Erste tat. Viele Charaktere, einige Handlungsstränge und recht viel “trockene” Polizeiarbeit vereinen sich in diesem Buch. Auch die Tatsache dass sich der Story stellenweise etwas gezogen hat, führen bei mir am Ende zu einem recht soliden Thriller. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

Bewertung vom 27.12.2017
Blutroter Frost (eBook, ePUB)
Winter, Meredith

Blutroter Frost (eBook, ePUB)


gut

Julie, die gerade aus ihrem zweiwöchigen Urlaub kommt, erwartet zu Hause ihr Alltag, allen voran ihr Exfreund Benjamin. Dieser war mit der Immobiliensuche für Julies neue Praxis beauftragt und wartet nun mit Angeboten auf sie. Außerdem erhofft sich Benjamin noch eine Fortsetzung ihrer Beziehung. Auf der Willkommensparty, welche für sie gegeben wird, lernt Julie jedoch Spencer kennen, der vor vielen Jahren bei einem Brand alles verloren hat.

Das Buch besteht aus insgesamt 33 Kapiteln, welche lediglich mit der Kapitelziffer beginnen. Diese Kapitel bestehen dann immer aus mehreren Absätzen, die mit drei kleinen Sternchen voneinander getrennt werden (diese Absätze können den Lesefluss leicht stören). Sobald im Buch ein neuer Tag anbricht, gibt es noch die Angabe von Tag und Datum, dies ermöglicht das bessere Folgen der Geschichte, gerade weil es zu größeren Sprüngen in den Tagen kommen kann. Diese Angaben sind dick gedruckt und lassen sich deshalb auch kaum überlesen. Das Buch ist, wie es das Genre schon verrät, teils Liebesroman und teils Thriller, jedoch überwiegt der Teil des Liebesromans deutlich. Teilweise nervt der Thriller Teil sogar etwas, hier hätte man eventuell mehr herausarbeiten können oder aber sich für ein Genre entscheiden sollen. Kommen wir erst mal zum Teil mit dem Thriller. Spannung baut die Autorin anfangs auf, in dem es recht viele Geheimnisse um die Charaktere gibt, die auch alle im Laufe des Buches aufgeklärt werden. Außerdem gibt es in der Mitte des Buches auch einen Anflug von Action, dies ist jedoch recht schnell wieder abgehandelt. Die Szenen wirken leider etwas aufgesetzt und sind nicht recht gut in die Story integriert. Kommen wir nun zum Liebesroman in dem Buch. Dieser überwiegt deutlich und wurde auch sehr gut erzählt. Angefangen von der Wahl der Charaktere bis hin zur Entwicklung dieser im Laufe der Story passt dort einfach alles. Natürlich gibt es auch hier Passagen, an denen man sich am Kopf kratzt (z, B. beim schnellen verlieben der Charaktere ineinander, den Reaktionen von Spencer und Julie untereinander, …), jedoch hält sich das in Grenzen. Das, was dann auf Dauer jedoch etwas nervig wird, ist das ständige Auf und Ab in der Liebesgeschichte von Julie und Spencer. Hier hat man das Gefühl, dass selbst eine Kleinigkeit die beiden dazu bringt, ihre Liebe infrage zu stellen und das, obwohl beide sich beide ihre große Liebe eingestehen. Die Erotikszenen der beiden sind dann wieder etwas, das kann die Autorin. Gerade die Intimszenen der beiden sind sehr gut beschrieben, ohne dabei billig zu wirken. Am Ende des Buches bleibt also ein Buch, das weder Fisch noch Fleisch ist.

Cover:
Anmerkung: Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.

Das Cover ist hauptsächlich in hellen Farben (rot, weiß) gehalten. Allein die Umrandung unten und links sind schwarz, sowie die Angabe der Autorin (diese Angabe kann wegen des Hintergrunds nicht direkt ins Auge fallen). Der Titel des Buches steht in der unteren Hälfte gedruckt. Jedes Wort ist dabei in einer neuen Zeile geschrieben und besteht aus einer anderen Farbe (rot, dunkelrot, weiß). Diese Farbgebung passt aber zum Titel des Buches und spiegelt diesen farblich wieder. Außerdem sehen wir in der oberen Hälfte des Covers Eisrosen, welche auch sehr gut den Titel wiedergeben.

Fazit: Hier fällt man Urteil im Gegensatz zu “Blutpsalm” nicht so klar aus. Die Mischung aus Liebe und Thriller hat in diesem Buch leider nicht so gut geklappt. Die Liebesgeschichte allein ist jedoch sehr gut zu lesen. Am Ende komme ich hier dann auf solide 3/5 Sternen.

Bewertung vom 17.12.2017
Beruf: Geisterjäger / Johnny Sinclair Bd.1
Städing, Sabine

Beruf: Geisterjäger / Johnny Sinclair Bd.1


ausgezeichnet

Jonny hat Angst in seinem Haus, denn dort spukt es. Eines Abends nachdem er mit seinem Kindermädchen Cécile das Fußballspiel geschaut hat, wird Jonny mitten im Schlaf wach. Sein Zimmer ist eisig kalt und plötzlich öffnet sich die Zwischentür zu seinem Zimmer.

Das Buch besteht aus 24 Kapiteln, die alle neben der Ziffer einen Titel besitzen. Außerdem befindet sich am Anfang immer eine kleine Zeichnung. Die Kapitelangabe fällt außerdem dadurch auf, dass die Schrift leicht verläuft, was dann so aussieht, als wäre es Blut (dieser Effekt ist uns auch schon beim Titel des Buches aufgefallen). Ein weiterer Effekt ist, dass man auf einigen Seiten Flecken und Kratzer andeutet, was das Buch älter und schauriger wirken lässt. Neben den Bildern zu Beginn eines Kapitels befinden sich auch im Buch selbst einige Bilder wieder, dies ist sicherlich kindgerecht und positiv anzumerken, auch wenn es hier ruhig ein paar mehr Bilder hätten sein dürfen. Ebenfalls auffallend sind die Bilder in der Coverinnenseite vorne (Abbildungen der ganzen Charaktere) und hinten (Karte vom Handlungsort). Zum Thema kindgerecht sollte man auch anmerken, dass der Autor an einige Wörter Fußnoten gesetzt hat, wodurch eventuell schwer verständliche Wörter sofort erklärt werden. An der Tatsache der Wortwahl aber auch der Länge des Buches lässt sich aber schon erkennen, dass man hier ein Kinderbuch für schon etwas ältere Kinder hat (das Buch wird ab 10 Jahre empfohlen). Wie sich unschwer am Titel erkennen lässt, orientiert sich das Buch an den bekannten “John Sinclair” und bildet eine sehr gelungene Kinderversion. Wie sein großes Vorbild ist auch die Kinderversion in Sachen Grusel nicht zu unterschätzen (natürlich kindgerecht gehalten).

Cover: Das Hardcover ist hauptsächlich in der Farbe schwarz gehalten. Auf der Vorderseite sehen wir dann den großen, runden Mond, welcher durch 2 schwarze Flecken wie ein Totenkopf aussieht. Dies passt gut zum Inhalt des Buches, denn dort gibt es ebenfalls einen Totenkopf. Außerdem sehen wir einen kleinen Jungen, welcher eine Laterne in seiner Hand hält. Bei diesem Jungen handelt es sich sehr wahrscheinlich um den Titelhelden der Geschichte, Jonny Sinclair. Der Titel des Buches steht oben auf dem Cover und hebt sich durch seine leuchtend gelbe Farbe perfekt vom Hintergrund ab. Außerdem sieht man bei genauerer Betrachtung, dass die I-Pünktchen Totenköpfe sind und der Titel leicht glänzend ist. Die Farbe des Titels findet sich außerdem auf den Außenseiten der Seiten wieder (im geschlossenen Zustand leuchtet das Buch neongelb). Auf der Rückseite steht in dem gelben Mond der Klappentext geschrieben. Außerdem sind an dieser Stelle noch die Innenseiten des Covers anzusprechen, denn dort bekommen wir einige tolle Bilder zu sehen. Vorne gibt es da die Abbildungen sämtlicher Charaktere des Buches und hinten haben wir eine Karte des Handlungsortes.

Fazit: Die Kinderversion von “John Sinclair” muss sich keinesfalls hinter seinem Vorbild verstecken. Natürlich ist in diesem Buch alles deutlich Kindgerechter gehalten, was aber dem Lesespaß keinen Abbruch tut (auch für Erwachsene nicht). Der Preis von 12 Euro ist für dieses Buch sicherlich angemessen, vor allem wenn man sich die Gestaltung ansieht. Von mir bekommt dieses Buch 5/5 Sterne.

Bewertung vom 10.12.2017
Das Lied des Pechvogels
Lackner, Stephan

Das Lied des Pechvogels


gut

Das Buch besteht aus insgesamt 6 Abschnitten bzw. Kapitel und einem Nachwort. Jeder neue Abschnitt beginnt dabei immer auf der hälfte einer Seite und mit einigen Wörtern, die dick gedruckt sind. Vor bzw. hinter den Seitenzahlen befinden sich jeweils 3 kleine Punkte. Anfangs möchte ich anmerken, dass dieses Buch in der alten Rechtschreibung gehalten ist (am Ende des Buches nachzulesen) und es sich deshalb etwas schwer lesen lässt (zumindest für den Normalleser). Auch die Thematik des Buches spricht mit Sicherheit nicht jeden an, denn es geht um die Musik. Dem Thema geschuldet begegnen dem Leser auch einige Wörter, die aus eben diesem Bereich stammen. Die Dicke des Buches mag zwar vermuten lassen, dass man sich mal eben schnell durch das Buch lesen kann, jedoch kann ich dies nicht bestätigen. Ich musste mich schon recht deutlich konzentrieren, um in das Buch zu kommen und war schon recht froh, als ich am Ende angekommen bin. Am Ende des Buches gibt es dann noch ein Nachwort, welches sich interessant lesen lies und sicherlich einiges an Informationen zu bieten hat, sofern man sich für dieses Buch interessiert (hierzu sind einem auch sicherlich die Anmerkungen am Ende hilfreich).

Cover: Das Hardcover des Buches ist in mehreren Farben gehalten, wobei das Rotbraun deutlich dominiert. Auf der Vorderseite sehen wir eine Art Schatten einer Person, die an einem Klavier zu sitzen scheint. Deutlich zu erkennen sind dabei die Weißen Tasten des Klaviers. Hier haben wir auch den direkten Zusammenhang zum Inhalt des Buches, denn darin geht es um einen Komponisten und eine Pianistin. Der Titel des Buches ist ebenfalls in weiß gehalten und hebt sich vom schwarzen Hintergrund perfekt ab. Außerdem werden wir beim Lesen recht schnell bemerken, dass dieser Titel sehr gut gewählt wurde.

Fazit: Für mich fällt die Bewertung an dieser Stelle etwas schwer, da mich dieses Buch nicht ganz so in den Bann gezogen hat, hier sollte sich Jeder wohl sein eigenes Bild machen. Für den Normalleser ist dieses Buch auch bestimmt nicht so das Wahre, jedoch kann ich mir vorstellen, dass Buchliebhaber hier auf ihre Kosten kommen. Von mir gibt es solide 3/5 Sterne.

Bewertung vom 10.12.2017
Der Galgen von Tyburn / Peter Grant Bd.6
Aaronovitch, Ben

Der Galgen von Tyburn / Peter Grant Bd.6


sehr gut

Peter Grant bekommt früh morgens einen Anruf von Lady Ty. Diese erinnert Peter an einen Gefallen, den er ihr noch schuldet und möchte, dass Peter ihr diesen nun erfüllt. Sie möchte, dass Peter sich um einen Fall kümmert, in dem Lady Tys Tochter involviert ist aber herausgehalten werden soll. Am Tatort im Hyde Park Nummer eins angekommen, erwartet Peter Grant des Ergebnis einer neureichen Party.

Das Buch besteht aus insgesamt 16 Kapiteln, die alle aus einer Kapitelziffer und einer Überschrift bestehen. Die Kapitelüberschrift ist dabei in derselben Schriftart gehalten, wie der Titel des Buches auch. Zu Beginn des Buches trifft der Leser auf eine Überlieferung, die zum Galgen vom Cover und dem Titel passt, denn hier geht es scheinbar um den Tod durch Erhängen. Fängt die Erzählung anfangs noch recht normal an, so entwickelt sich diese im Laufe der Story zu etwas weitaus größerem als gedacht. Diesmal gibt es sogar Passagen, in denen man etwas über die Verhältnisse und Hintergründe der Charaktere erfährt (dies hatte mir im vorangegangenen Band etwas gefehlt). Auch erfahren wir einiges über die Geschichte der Magie. Hier wird wieder sehr gut die magische Welt in die reale Welt eingebunden. Selbst mit Vergleichen zu Star-Wars wird nicht gespart, die jedoch erstaunlich zutreffend sind ( zwei Seiten der “Macht”, Meister und Lehrer, … ). Im Großen und Ganzen gibt es jedoch recht wenige Anspielungen auf den vorherigen Band, wodurch sich dieses Buch recht unabhängig lesen lässt (jedoch sei auch hier gesagt, für das vollständige Verständnis sollte man alle Bände der Reihe gelesen haben).Aufgelockert wird das Buch durch die wie üblich, humorvolle Art des Autoren, die in diesem Buch jedoch etwas kürzer kam, in meinen Augen, als noch beim Vorgänger. Jedoch wird in diesem Buch die recht ruhige Story dadurch aufgelockert, dass man auf einige Actionszenen trifft, die durch den detaillierten Schreibstil mit Freude zu lesen sind. Am Ende ist das Buch jedoch recht offen und lässt noch deutlich Raum für eine Fortsetzung. Dieser Band ist sicherlich nicht schlecht, jedoch in meinen Augen ein klein weniger schwächer als noch sein Vorgänger. Dies liegt hauptsächlich an der etwas flacheren Story, die auch leider kaum Spannung aufbauen konnte. Dies mag aber auch daran liegen, dass ich nicht alle Vorgänger kenne und mir hier in diesem Band schon recht viele Charaktere begegnet sind, die man sicherlich aus den anderen Bänden kennt.

Cover: Das Cover des Buches ist in lila gehalten, wobei auf der Vorderseite ein Teil einer Karte durchscheint. Auf dieser Karte fällt sofort auf, dass der Ort May Fair von einem Galgen umgeben ist. Außerdem sehen wir ein Buch, der den Hyde Park beleuchtet. Hierbei handelt es sich ebenfalls um etwas, dass für die Handlung von zentraler Bedeutung ist. Im Hyde Park geschieht der Mord und das Buch wird zum gejagten Ziel. Der Titel des Buches ist in grün geschrieben und hebt sich auch haptisch ab (man kann ihn also ertasten). Auch auf der Rückseite finden wir dies wieder, nämlich beim ersten Satz. Dies hat Parallelen zum Rest der Bücher, wodurch sich das Buch gut in die Buchreihe einordnet.

Fazit: Eine recht ruhige Story, die jedoch mit einigen kleinen Actionszenen gespickt wurde. Lässt sich dieses Buch noch recht unabhängig lesen, sollten aber auch hier die anderen Bände gelesen werden. Einen ticken schwächer als noch der 5. Band, daher gibt es von mir 4/5 Sterne.

Bewertung vom 10.12.2017
Fingerhut-Sommer / Peter Grant Bd.5
Aaronovitch, Ben

Fingerhut-Sommer / Peter Grant Bd.5


ausgezeichnet

Zwei 11. jährige Mädchen aus Nord-Herefordshire werden vermisst. Dies ist Grund genug um Peter Grant mit dem Fall zu beauftragen. Sein Weg führt ihn dabei zu Hugh Oswald, einem pensionierten Magier, der zusammen mit Melissa und ihren Bienen auf dem Land lebt.

Das Buch ist in zwei Teile und insgesamt 16 Kapitel unterteilt. Jeder Teil des Buches beginnt mit einer Seite, auf der man ein Zitat eines Schriftstellers lesen kann. Die Zitate passen dabei sehr gut zu der Handlung in dem Buch und haben etwas mit Magie zu tun. Die Kapitelüberschriften setzen sich aus der Kapitelziffer und einem Titel zusammen. Der Titel ist genau wie der Buchtitel auch, in einer anderen Schriftart gedruckt, wie der Rest des Buches. Dies gefällt mir recht gut und passt auch zur Erzählung und ihrer Thematik. Wo wir auch schon beim Kern der Geschichte sind, in der es um magische Wesen geht, die unter den Menschen wohnen. Die magische Welt wird dabei sehr gut von dem Autor in die reale Welt eingebunden, auch wenn manchmal etwas unklar ist, wer überhaupt von der Magie weiß und wer nicht (dies könnte jedoch auch daran liegen, dass ich die vorherigen Bände leider nicht kenne). Womit wir bei einem weiteren Punkt sind, denn man sollte sich die Zeit nehmen und die vorherigen Bände ebenfalls lesen. Zwar lässt sich dieses Buch auch ohne Vorwissen lesen und der Fall auflösen, jedoch werden einige Andeutungen und Erinnerungen erwähnt, die sicherlich aus den vorherigen Büchern stammen. Neben der Haupthandlung um die vermissten Mädchen, gibt es eine Art kleine Nebenhandlung, die allein über SMS erzählt wird. Hierbei handelt es sich aber augenscheinlich ebenfalls um etwas aus den anderen Bänden. Kommen wir zur eigentlichen Handlung des Buches. Diese wird in Teil eins auf der realen Ebene aufgeklärt, die magische Ebene hingegen rückt in Teil zwei des Buches mehr in den Vordergrund. Zum Ende des Buches wird es dann auch etwas Actionreicher, was besonders durch den detaillierten Schreibstil des Autoren, eine Freude ist zu lesen. Im Allgemeinen lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen und zaubert dem Leser nicht zuletzt dank der Dialoge, ein Lächeln auf die Lippen (teilweise kommen sogar sehr ausdrucksstarke Wörter zum Einsatz z. B. vögeln statt Sex).

Cover: Die Farbe des Covers ist grün. Auf der Vorderseite sehen wir in der grünen Farbe verschwindend, die Umrisse einer Straßenkarte, bei der es sich um den Handlungsort der Geschichte handelt. Auf der Karte sehen wir außerdem einige kleine Bildchen, die dem Leser aus der Geschichte bekannt vorkommen sollten. Mitten auf der Karte fällt außerdem ein großer Blutfleck auf, obwohl es im Buch selbst um eine Entführung anstatt um Mord geht. In der Mitte des Covers befindet sich dann der Titel des Buches, welcher sich durch die gelbe Farbe gut abhebt. Außerdem hebt sich der Titel dadurch ab, dass er mit den Fingern zu ertasten ist, dies setzt sich auch bei der Angabe des Autoren fort. Auf der Rückseite finden wir ebenfalls einen Satz, welcher in gelber Farbe geschrieben ist und sich mit dem Finger ertasten lässt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses Cover mit sehr viel liebe gestaltet wurde und mit Sicherheit ein Hingucker im Bücherregal sein wird.

Fazit: Ein wirklich tolles Buch, das unsere reale Welt mit der Magischen gut mischt. Besonders die humorvolle und teils lockere Art des Autoren, machen das Lesen zu einer absoluten Freude. Jedoch möchte ich nochmals anmerken, dass man für den vollen Genuss auch die Vorgänger gelesen haben sollte. Von mir gibt es 5/5 Sterne.

Bewertung vom 03.12.2017
Federleicht - Die kreative Schreibwerkstatt
Pachl-Eberhart, Barbara

Federleicht - Die kreative Schreibwerkstatt


ausgezeichnet

Das Buch ist in vier Teile unterteilt, die alle nochmals in eigene Kapitel unterteilt sind (teilweise sind diese Kapitel nochmals in Unterkapitel gegliedert). Insgesamt hat das Buch 17 Kapitel, wobei die Kapitelzählung über die Teile hinweg fortlaufend ist. Der Leser kann sofort erkennen, sobald ein neuer Teil des Buches beginnt, da dann immer eine Seite kommt, auf der der kommende Teil samt Titel geschrieben steht. Der Titel ist dabei in derselben Schriftart gehalten, wie der Titel des Buches. Außerdem befindet sich unter diesen Angaben ein kleines Bild einer Schreibfeder. Jetzt könnte man aufgrund der Fülle an Teilen, Kapitel und Unterkapiteln denken, dass das Buch total unübersichtlich sein könnte, dem ist aber nicht so. Die Autorin versteht es, das Buch sehr strukturiert und gut verständlich aufzubauen, im wahrsten Sinne des Wortes eben “Federleicht”. Außerdem legt die Autorin in Ihrem Buch wert auf eine aktive Mitarbeit des Lesers und so befinden sich recht viele Übungsaufgaben im gesamten Buch wieder. Diese Übungsaufgaben lassen sich recht gut erkennen, da diese immer mit einem Stift als Symbol versehen sind. Die Aufgaben bauen dabei recht häufig aufeinander auf, was dem Leser aber eine tolle Kontrolle seiner bisherigen Entwicklung sein kann. Da manche Aufgaben anfangs recht merkwürdig erscheinen könnten bzw. der Leser nicht sofort weiß, was er wie zu erledigen hat, gibt es an einigen Aufgaben recht gute Beispiele der Autorin selbst. An dieser Stelle könnte man darin verfallen, die Beispiele einfach für sich zu nutzen aber das ist kein rechter Nachteil, sondern vielmehr ein “Betrug” an sich selbst, sollte man eben diese benutzen. Natürlich unterbrechen die recht häufigen Aufgaben den Lesefluss enorm aber das ist bei diesem Buch keinesfalls als nervig anzusehen, sondern viel mehr als erwünscht. Falls man den Lesefluss jedoch nicht unterbrechen mag, kann man auch einfach das Buch lesen, ohne die Aufgaben zu erledigen und sich diesen später widmen. Hilfreich dabei ist es, dass alle Aufgaben am Ende des Buches nochmals aufgelistet stehen. So ist es auch möglich, einige der Aufgaben auszulassen und nur diese zu erledigen, bei denen man noch Probleme hat. Hier sei aber wieder angemerkt, dass es vorkommen kann trotzdem mehrere Übungen erledigen zu müssen, da einige der Übungen ja aufeinander aufbauen. Dies war mein erstes Buch dieser Art, weshalb ich keinerlei Vergleiche habe, jedoch habe ich mich beim Lesen gut begleitet gefühlt. Das Buch eignet sich weniger für zwischendurch, was aber daran liegt, dass die Lösung der Aufgaben einiges an Zeit und Konzentration benötigen. Diese Zeit sollte es aber jedem wert sein, der sich beim Schreiben verbessern möchte.

Cover: Die Hauptfarbe, aus der das Cover besteht ist grün, wahrscheinlich, da wir im Hintergrund verschwommen einige Büsche sehen. Im Vordergrund und damit auch scharf sind auf einem Tisch zwei Bücher, auf denen ein Stift liegt, sowie eine Kaffeetasse zu sehen. Mit Sicherheit Utensilien, die beim Lesen des Buches sehr hilfreich sein können bzw. im Falle von Stift und Papier sogar unverzichtbar sind. In der Mitte des Covers befindet sich dann der Titel, welcher in Blau gehalten ist und sich daher recht gut vom Hintergrund abhebt. Außerdem unterscheidet sich der Titel durch seine Schriftart. Der Titel (und vor allem der Untertitel) sind Programm im Buch aber dazu mehr in der eigentlichen Rezension.

Fazit: Ein Buch, das ich den Menschen ans Herz legen möchte, die sich mit dem Thema “Schreiben beschäftigen”. Egal ob Blogger, Dichter oder gar Autor, für jeden wird, dieses Buch eine tolle Hilfe sein. Natürlich erfordert das Buch recht viel Zeit zum Lesen und auch Bearbeiten der Aufgaben aber das sollte es jedem wert sein und Fortschritte werden auch recht schnell sichtbar. Von mir gibt es klare 5/5 Sterne.

Bewertung vom 26.11.2017
Im Angesicht der Wahrheit
Ziegler, Silke

Im Angesicht der Wahrheit


ausgezeichnet

Nach vielen Jahren kehrt Estelle zusammen mit ihrem Ziehsohn Noah nach Südfrankreich zurück, da sie dort ein Erbe ihrer verstorbenen Großmutter antritt. Zusammen renovieren die beiden die geerbte Auberge. Es dauert jedoch nicht lange, da holt Estelle die Vergangenheit wieder ein. Als dann auch noch ein Alter Klassenkamerad tot aufgefunden wird, geriet Estelle sofort in Verdacht, da sie ihm mit dem Tod gedroht hat.

Das Buch besteht aus insgesamt 71 Kapiteln (Prolog und Epilog mit einbezogen), die alle lediglich die Kapitelziffer als Überschrift haben. Ein neues Kapitel beginnt immer direkt nach dem Alten und nicht immer auf einer neuen Seite. Immer wenn im Buch ein neuer Tag beginnt, gibt es zu Beginn eines Kapitels außerdem noch eine weitere Information, und zwar die Angabe des Datums. Diese Informationen helfen dem Leser dabei, in dem recht dicken Buch der Story besser folgen zu können. Außerdem kommt es recht häufig vor, dass wir Kapitel aus der Sicht der Polizei lesen und nicht immer aus Estelles Sicht. In diesen Kapiteln folgen wir dann der Polizeiarbeit, was das Miträtseln für den Leser etwas erleichtert. Das Miträtseln ist jedoch nicht so leicht wie gedacht, da der Leser nur recht wenige Informationen bekommt und die, die er bekommt, zeigen alle in eine eindeutige Richtung, sodass man eigentlich schon von Beginn an weiß, dass es sich hierbei kaum um den Täter handeln kann. Neben den Morden baut die Autorin aber auch noch Spannung mit der Vergangenheit des Hauptcharakters auf, von der wir lange Zeit nur Andeutungen bekommen. Der Leser kann sich zwar schnell denken, in welche Richtung das Geheimnis gehen wird, jedoch ist die Auflösung sicherlich überraschender und verwobener als es sich viele gedacht haben. Außerdem bildet die Vergangenheit den roten Faden und die Verbindung zu allem was im Buch passiert und sorgt am Ende für so etwas wie Erleuchtung beim Leser (der Aha-Effekt, wenn alle Puzzleteile einen Sinn ergeben). Einige Dinge der Vergangenheit werden mit Hilfe eines Buches der Großmutter erzählt. Diese Passagen sind stets kursiv gedruckt und heben sich somit gut vom Text ab. Diese Stellen sind für den Leser sehr wichtig für das Verständnis der Geschichte. Am Ende des Buches kommt sogar etwas Action auf, leider endet dies dann aber sehr schnell und unspektakulär, hier hätte ich mir ein etwas besseres Ende gewünscht.
Neben dem Krimi (was den Hauptteil des Buches ausmacht), bekommt der Leser jedoch auch noch eine kleine Liebesgeschichte, die gut in die Story eingearbeitet wurde. Diese Stellen erzählt die Autorin auch gut und sogar teilweise romantisch, ohne dabei jedoch zu kitschig zu werden. Innerhalb dieser Geschichte macht Estelle sogar eine leichte Wandlung durch (vorher verschlossen und nicht zum Lieben fähig, ist sie plötzlich offen und sogar verliebt). Mir haben diese Stellen und die damit einhergehende Wandlung Estelles gut gefallen.

Cover: Die Hauptfarbe des Covers ist Blau, die den Horizont und den Himmel bildet. Auf der Vorderseite sehen wir einen recht idyllischen Ausschnitt einer Bucht mit einigen Häusern. Der Titel des Buches ist über den Häusern, im ersten Drittel des Covers in weißer Schrift zu lesen und hebt sich gut vom Hintergrund ab. Umrandet ist das gesamte Cover in schwarzer Farbe, wodurch das Cover etwas seiner Friedlichkeit verliert.

Fazit: Ein wirklich sehr gelungener Krimi, der ebenfalls Elemente einer Liebesgeschichte zu bieten hat. Von Beginn an bis fast ganz zum Schluss hat es die Autorin geschafft die Spannung aufrechtzuerhalten. Am Ende gibt es dann eine Auflösung, die einige sicherlich sehr überraschen wird. Von mir gibt es 5/5 Sterne.

Bewertung vom 10.11.2017
Sharj und das Salz der Erde
Harings, Audrey

Sharj und das Salz der Erde


sehr gut

Das Buch erstreckt sich über 15 Kapitel, die alle einen eigenen Titel tragen und fast immer mit einem Bild anfangen (leider gilt dies nicht für jedes Kapitel). Die Kapitel selbst sind dann nochmals in Abschnitte unterteilt, wobei manche dieser Abschnitte mit einer Zeichnung eines Roboters unterteilt sind, auch hier sieht man direkt die Verbindung zum Inhalt. Auf den Bildern vor jedem neuen Kapitel sieht man einen kleinen Vorgeschmack auf das, was im Kapitel kommen wird. Außerdem befinden sich am unteren Rand des Bildes die Abbildungen der Charaktere, welche in dem Kapitel mitspielen. Eine Auflistung aller Charaktere des Buches bekommt der Leser dabei schon am Anfang mit an die Hand, dabei ist ein kleines Detail positiv zu bewerten und das ist die Umrandung der kleinen Bildchen, welche aus einem Roboter besteht. Dies ist ein kleines aber liebevolles Detail, das gut zum Inhalt passt. Wo wir gerade bei den Charakteren sind, komme ich zu deren Ausarbeitung innerhalb des Buches. Ein wirklicher Tiefgang bei den Charakteren fehlt im Laufe der Reihe, was meines Erachtens aber nicht sonderlich schlimm ist, da wir es hier mit einem Kinderbuch zu tun haben. Ihren Rollen jedoch, bleiben die Charaktere treu und verhalten sich auch in diesem Band getreu ihrer Rolle (die fiesen Stiefeltern, hilfreiche Sharj und José, usw.). Kommen wir wieder zum Anfang des Buches, denn dort fällt zu Beginn wieder das Bild mit den zwei Händen auf, welches schon auf der Rückseite vom Cover zu sehen ist, diesmal jedoch in Schwarz-Weiß. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist die sehr ausführliche Zusammenfassung der bisherigen Bände. Durch diese Zusammenfassung lässt sich dieses Buch sogar ohne die vorherigen Bücher gut lesen und verstehen, jedoch ist zu raten auch die Vorgänger zu lesen, zumal diese es wert sind zu lesen und es einige Handlungsstränge aus den Vorgängern gibt, die nun besser ins Bild passen als vorher. Wo wir gerade beim Thema Verständnis sind, komme ich gleich zum Schreibstil der Autorin, welcher auch in diesem Band gewohnt leicht zu lesen ist und das besonders für Kinder. Dies liegt auch an der recht großen Schrift und die Länge der einzelnen Kapitel, die für Kinder perfekt sind. Außerdem fällt auf, dass an manchen Wörtern im Text eine kleine Ziffer steht, die zeigen soll, dass dieses Wort am Ende der Seite erklärt wird, so wird Unverständnis vorgebeugt. Auch die vielen Abbildungen, welche sehr liebevoll gestaltet sind, tragen zum Erlebnis und Verständnis der Kinder bei, auch wenn diese die Fantasie der Kinder leicht eindämmt, da die Autorin zum Beispiel das Aussehen der Charaktere durch die Abbildungen vorgibt. Das Buch endet dann in einem recht offenen Ende, welches auf ein weiteres Abenteuer hoffen lässt, leider aber für meinen Geschmack etwas schnell abgehandelt wurde.

Cover: Das Cover ist größtenteils in einem Schwarzblau gehalten. Auf der Vorderseite befindet sich ein eingerahmtes Bild, auf dem wir die zwei Hauptcharaktere in ihrer “verwandelten” Form sehen, wie sie in einer Wüste vor dem Hintergrund von Pyramiden stehen. Über diesem Foto befindet sich der Titel, welcher sich gut abhebt. Auf der Rückseite des Covers fällt uns ein Bild auf, welches sehr an das berühmte Bild “Die Erschaffung Adams” von Michelangelo erinnert. Wir sehen auf dem Buch anstatt zwei Menschenhänden jedoch die Hand eines Roboters und die eines Menschen. Dieses Bild passt zu dem Inhalt des Buches wirklich gut. Auch dieses Cover ist vom Konzept her den Vorgänger Bänden ähnlich, was mir persönlich auch sehr gut gefällt, da man so auf einen Blick sieht, dass es sich bei den Büchern um eine Reihe handelt.

Fazit: Dieses Buch bildet ein weiteres Kapitel in der Reihe von Sharj und José Abenteuer, dass einige Punkte der Vorgänger aufgreift und weitererzählt. Dank toller Zusammenfassung für Neueinsteiger genauso geeignet wie für bereits kundige Leser. Von mir gibt es 4/5 Sterne.

Bewertung vom 30.10.2017
Cannabis gegen Krebs
Grotenhermen, Franjo

Cannabis gegen Krebs


sehr gut

Das Buch ist in 22 Kapitel unterteilt, die alle nochmals in mehr oder weniger Unterkapitel unterteilt sind. Die Kapitelüberschriften sind recht groß gedruckt, während die Unterkapitel nur dick gedruckt sind. Die Aufteilung der Kapitel ist dabei recht strukturiert, sodass selbst Neulinge recht gut ins Thema finden können. So sind die ersten Kapitel des Buches recht allgemein gehalten und beschäftigen sich mit den Grundlagen der Thematik (was ist Krebs, Cannabisprodukte und deren Gewinnung, usw.). Trotzdem kann ich an dieser Stelle schon anmerken, dass ein solches Buch nicht ohne das ein oder andere Fachwort auskommt. Bei einigen der Fachwörter steht jedoch in Klammern dessen Erklärung, was das Lesen deutlich erleichtern sollte. Außerdem finden wir ebenfalls in Klammern, stets eine Quellenangabe, die durch ein Literaturverzeichnis am Ende des Buches ergänzt wird. So haben interessierte Leser sofort alles was sie benötigen parat. Unterstützt werden die Aussagen des Autoren gelegentlich durch Grafiken/Statistiken. Ein weiteres häufig auftauchendes Merkmal sind Auszüge aus Untersuchungen, diese heben sich durch ihre Formatierung steht sehr gut vom Text ab. Außerdem untermauern all diese Grafiken und Auszüge die Kompetenz der Aussagen. Ein weiterer Punkt, der das Buch sehr kompetent macht, ist die Tatsache, dass der Autor selbst ebenfalls Arzt ist und mit der Thematik Krebs sehr vertraut ist (nicht zuletzt durch eine Krebserkrankung in der eigenen Familie). Besonders gefallen hat mir da die Tatsache, dass der Autor selbst dem Leser sogar den Hinweis gibt, dass die Forschung noch am Anfang steht und man stets kritisch an Informationen bezüglich der Thematik herangeht. Was das angeht, so befinden sich sogar einige Beispiele im Buch (wenn auch sehr wenige und auch weniger detaillierte), die ein negatives Ergebnis, bezüglich der Wirkung auf Krebs gezeigt haben. Hier hätte ich mir jedoch gewünscht, dass diese Beispiele genauer behandelt worden wären und ihnen eventuell sogar ein eigenes Kapitel gewidmet worden wäre. Besonders gefallen hat mir dann aber die Tatsache, dass der Autor neben dem Cannabis, noch einige andere Faktoren aufzählt, die helfen Krebs vorzubeugen. Allgemein lässt sich hier festhalten, der Autor hat versucht ein sehr breites Feld abzudecken, von der Krankheit über die Medikamente mit ihren gesetzlichen Bestimmungen, bis hin zur Behandlung, ist in diesem Buch von allem etwas zu finden. Am Ende des Buches sei neben der Literatur noch angemerkt, dass hier noch einige Anlaufstellen genannt werden, die für Patienten oder auch Spendern interessant sein könnten. Leider fällt beim Lesen des Buches aber dann doch noch das ein oder andere negative auf, dass ich Euch zum Ende nicht verschweigen möchte. So hatte ich beim Lesen stets das Gefühl, dass sich einiges wiederholt und ich eben dies schon vorher mal gelesen habe. Außerdem haben mir die letzten Seiten des Buches weniger gefallen, da diese eher in einen Werbekatalog gepasst hätten.

Cover: Im Hintergrund sehen wir ganz unscharf den Teil eines Körpers und einer Hand. In eben dieser Hand wird eine Petrischale gehalten, die im Gegensatz zum Hintergrund scharf zu sehen ist. Der Inhalt der Petrischale ist ein Hanfblatt. Im oberen Viertel des Covers befindet sich außerdem noch der Titel des Buches, welcher in einem dunkelblau gedruckt ist und sich recht gut vom Hintergrund abhebt.

Fazit: Ein Buch, dass ein sehr aktuelles und stark diskutiertes Thema behandelt, von dem jeder gehört hat und jeder auch eine eigene Meinung hat. Der Autor versucht das Thema sehr breit und in allen Facetten zu beleuchten, was ihn mal mehr und mal weniger gut gelingt. Am Ende hat der Leser jedoch vieles nützliche über Cannabis in Bezug auf Krebs gelernt. Der Preis von 23 mag anfangs etwas teuer klingen, (hier sei jedoch angemerkt, dass 2 Euro für einen guten Zweck gespendet werden) aber hier bleibt zur Not ja auch noch das eBook, welches lediglich 11,99 Euro kostet.