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Benutzername: Manuela P.
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Bewertungen

Insgesamt 54 Bewertungen
Bewertung vom 16.03.2019
Allee unserer Träume
Gerold, Ulrike; Hänel, Wolfram

Allee unserer Träume


sehr gut

Die junge Ilse hat eine Vision,sie will die Stadt,die in Trümmern liegt,wieder aufbauen.Sie nutzt die Chance und macht beim Wettbewerb für den Bau von Arbeiterpalästen in der Karl-Marx-Allee in Ostberlin mit.
Sie kann es kaum glauben,als ihre Pläne ausgewählt werden,jedoch fängt damit erst das Drama an,denn ihr Mann gibt diese Pläne als seine eigenen aus und erpresst Ilse mit einem Geheimnis aus der Vergangenheit.
Ilse will dies nicht einfach so hinnehmen und fängt an zu kämpfen...

Durch den angenehm flüssigen Schreibstil hat man einen sehr guten Einstieg ins Geschehen.
Das Buch ist in mehrere Zeitabschnitte eingeteilt,die das verfolgen der Handlung erleichtern.

Durch die konstante Spannung musste ich das Buch in einem Rutsch durchlesen.

Die Charakter kommen authentisch rüber,auch wenn alles nur Fiktion ist.

Das Ende kam mir leider etwas zu zügig,trotzdem eine spannende Geschichte,die sich so zugetragen haben könnte.

Bewertung vom 16.03.2019
Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2
Sauer, Beate

Der Hunger der Lebenden / Friederike Matthée Bd.2


ausgezeichnet

Echo der Toten fand ich schon gut und musste den zweiten Fall von Friederike Matheé auch unbedingt lesen.
Selbst wenn man den Vorgänger nicht kennt,kommt man sehr gut in die Geschichte rein,der Schreibstil ist wieder sehr angenehm und spannend.

Inhalt:
Im Juni 1947,einem sehr großen Sommer,ermittelt Friederike in einem Mordfall an einer ehemaligen Kollegin.
Richard Davies ist auch wieder mit am Start bei diesem Fall,doch die Geschehnisse aus der Vergangenheit,die der Fall mit sich bringt,betreffen Friederike schmerzlich und bedrohen ihr gutes Verhältnis zu Richard.

Die Charaktere sind teilweise wieder sehr authentisch,Friederike ist mir nach wie vor sehr sympathisch.
Beate Sauer hat für dieses Buch wieder sehr gut recherchiert,bei bei diesem Buch ist allerdings das Personenregister am Ende des Buches,was mir persönlich sehr gut gefällt.
Im Nachwort klärt die Autorin noch einige offene Fragen,sodass ich als Leser sehr zufrieden gestellt wurde.

Nach zwei sehr guten Büchern von Beate Sauer,hoffe ich auf einen dritten Fall und ein Wiedersehen von Friederike und Richard.

Bewertung vom 16.03.2019
Die Mauer
Lanchester, John

Die Mauer


gut

Joseph Kavanagh beginnt seinen Dienst auf der Mauer in Großbritannien.Vorraussichtlich dauert dieser Dienst zwei Jahre,wenn nichts dazwischen kommt,denn wer versagt,wird dem Meer ausgeliefert und quasi zum Tode verurteilt.

Die Geschichte wird aus Sicht von Joseph erzählt und man wird direkt ins Geschehen geworfen,eine Vorgeschichte gibt es nicht,die Mauer ist schon da.

Der Charakter Joseph würde nicht wirklich gut ausgearbeitet,genauso wie die anderen Personen,Hifa,Mary etc.

Gelungen ist allerdings die Darstellung der Kälte,die dort herrscht.

Die Idee an sich ist sehr gut,jedoch wurde sie nicht komplett umgesetzt.Viele Fragen bleiben offen,was sehr schade ist.Ich hatte zum Schluss noch gehofft,dass es vielleicht ein paar Erklärungen gibt,leider Fehlanzeige.

Das Buch ist spannend und der Schreibstil ist flüssig aber man hätte wesentlich mehr rausholen können.

Bewertung vom 16.03.2019
Niemals ohne sie
Saucier, Jocelyne

Niemals ohne sie


weniger gut

In dem Buch geht es um die Cardinals mit ganzen einundzwanzig Kindern.
Der Vater und ist Erzsucher,die Mutter steht den ganzen Tag am Herd.
Die Kinder scheinen sich um sich selbst zu kümmern.

Ich hatte mich eigentlich sehr auf dieses Buch gefreut,weil ich auf eine tolle Familiengeschichte gehofft habe.
Stattdessen habe ich ein Buch bekommen,dass mich eigentlich von Anfang an gelangweilt hat.
Alles kommt total trocken erzählt rüber.Man kommt nicht wirklich in die Geschichte rein,weil immer wieder zwischen richtigen Namen und Spitznamen gewechselt wird.
Leider habe ich vergeblich ein Personenregister gesucht,dies hätte hier definitiv Sinn gemacht.

Alles in allem von ich sehr enttäuscht von dem Buch und habe es auch irgendwann mittendrin abgebrochen.

Vielleicht nehme es irgendwann nochmal zur Hand und beende es,weil es sonst nicht meine Art ist ein Buch abzubrechen.

Bewertung vom 16.02.2019
Flucht aus Rom / Roman Quest Bd.1
Lawrence, Caroline

Flucht aus Rom / Roman Quest Bd.1


sehr gut

Inhalt:
Juba,seine Geschwister Fronto,Ursula und Säugling Dora müssen plötzlich über Nacht aus ihrem Elternhaus fliehen,da ihre Eltern des Verrats beschuldigt werden und die Soldaten schon vor der Tür stehen.
Die Mutter gibt Juba noch etwas Geld und Wertgegenstände mit bevor sie entgültig das Haus verlassen.
Eine abenteuerliche Verfolgungsjagd beginnt,auf der Juba und seine Geschwister lernen,dass es nicht jeder gut mit ihnen meint.

Meinung:
Die Aufmachung des Buches ist Kindgerecht,die Kapitel sind kurz gehalten.
Mit Juba,Fronto und Ursula wurden drei so unterschiedliche Charaktere geschaffen,Fronto ist abergläubisch,Ursula hat sehr viel Mitgefühl mit anderen und Juba will der mutige sein.

"Wer Mut hat,ist für jeden Fall gewappnet",so steht es auf Seite 90 und diesen Satz haben Juba und Co. die ganze Zeit im Kopf während sie auf der Flucht sind.

Für Kinder gibt es in diesem Buch einiges zu lernen was das alte Rom betrifft,dennoch sind einige schwierige Begriffe verwendet worden,die teilweise nicht mal ich kannte.
Am Ende des Buches werden Begriffe erklärt,jedoch leider nicht alle.

Beim Lesen des Buches lernen Kinder aber auch,dass es nicht jeder gut meint und man aufpassen sollte,mit welchen Menschen man sich umgibt.

Juba und seine Geschwister machen eine tolle Entwicklung durch bis zum Ende des Buches und die ein oder andere Wendung,mit der man nicht rechnet,kommt auch drin vor.

Fazit:
Ein schönes Kinderbuch mit einer lehrreichen Geschichte,jedoch ein paar lateinische Begriffe zu viel.

Bewertung vom 05.02.2019
Stieg Larssons Erbe
Stocklassa, Jan

Stieg Larssons Erbe


ausgezeichnet

Inhalt:
Jan Stocklassa begibt sich in das Archiv in dem die Aufzeichnungen vom verstorbenen Stieg Larsson zum Mordfall Olof Palme aufbewahrt werden.
Der Fall wurde bis heute nicht aufgeklärt.Diesen Fall rollt Jan Stocklassa mit diesem Buch neu auf.

Meinung:
beim betrachten des Covers dachte ich zuerst,es sei ein Buch von Stieg Larsson selbst,doch dann habe ich genauer geschaut und festgestellt,dass es sich um einen alten Fall handelt,den er aufklären wollte.
Die berühmte Millennium Trilogie kenne ich gar nicht,habe von Stieg Larsson schon mal was gehört und genau deswegen habe ich mich für dieses Buch entschieden.

Fans von Stieg Larsson werden wohl nicht enttäuscht aber auch Leser wie ich,die seine Bücher nicht gelesen haben werden begeistert sein.
Stieg Larsson arbeitete für eine schwedische Zeitung und hatte sein leben dem Kampf gegen Rechtsextremismus verschrieben.

Das Buch ist in zwei Teile gegliedert,wobei im ersten Teil die Aufzeichnungen von Larsson genauer betrachtet werden.
Es gibt Zeichnungen und Briefe.

Im zweiten Teil fügt Jan Stocklassa die Puzzleteile zusammen und stellt eigene Vermutungen zu dem Mord an.
Es wird alles sehr detailliert beschrieben,jedoch ist das ganze sehr komplex,nicht unbedingt für jeden Leser etwas.

Fazit:
Ein sehr gut recherchiertes Buch mit detailreichen Beschreibungen,dass sich trotz der Komplexität sehr gut lesen lässt.

Bewertung vom 01.02.2019
Liebling, ich habe die Kinder verschenkt
Kunze, Janine

Liebling, ich habe die Kinder verschenkt


ausgezeichnet

Erschienen im Verlag: Bastei Lübbe
Länge: 256 Seiten

Inhalt:
In diesem Buch beschreibt Janine Kunze den Alltag ihrer Familie und wie man zwischen Kindern,Hund und Job auch noch Paar sein darf und vor allem kann.

Meinung:
Wenn man sich die Kapitelüberschriften zu Beginn einmal genauer ansieht,bevor es losgeht,kann man schon in etwa erahnen,was einen erwartet,das gefällt mir persönlich sehr gut.
Gleich auf den ersten Seiten schreibt Janine Kunze,dass nicht alles Perfekt ist und es die kleinen Dinge sind,die das Leben wirklich lebenswert machen und damit hat sie vollkommen recht.

Dieses Buch spiegelt die Janine Kunze wieder,die wir alle aus Film und Fernsehen kennen,sie schreibt authentisch und ehrlich,wobei ich bei ihr auch nichts anderes erwartet habe.
Nach dem lesen des Buches wird man Janine Kunze zustimmen,dass gerade das Unperfekte oft das Perfekte ist.

Das Cover ist auffällig gestaltet und sticht sofort ins Auge.
Der Schreibstil ist total angenehm und das Buch lässt sich innerhalb kurzer Zeit lesen.
Die Kapitellänge ist gut gewählt und man fliegt quasi so durch die Seiten.
Es wird ersichtlicht,dass der Spagat zwischen Familie und Job echt kräftezehrend sein kann,
deswegen gibt es an jedes Kapitel angehängt die "Erste Hilfe" (5 Strategien),wovon ich definitiv das ein oder andere ausprobieren werde.
Trotz der Anstrengenden Aufgabe "Familie" schreibt Janine Kunze,dass dies "der schönste Wahnsinn ist,den es gibt".

Desweiteren gibt es nach jedem Kapitel ein Rezept zum nachmachen,damit rechnet man nicht und die Überraschung ist definitiv gelungen.
Besonders gut gefällt mir,dass Janine Kunze das Thema "soziale Medien" mit einfließen lassen hat.
Zu unserer Zeit gab es sowas nicht,wir hatten auch keine Spielkonsolen etc.
Manchmal frage ich mich,wie wir so überleben konnten :-)
Auch Janines große Tochter will unbedingt einen Facebook Account.Die Diskusion dazu endet mit den Worten "Du hast auch ohne soziale Medien eine Chance auf eine glückliche Kinder-und Jugendzeit"
Besser kann man es nicht formulieren!

Das Buch endet mit einer Bildstrecke der Familie Kunze und "Zehn Dinge & mehr",die man unbedingt gelesen haben muss.

Fazit:
Authentisch,ehrlich und ohne Verlust ihrer humorvollen Art beschreibt Janine Kunze ihr "Familienchaos",sodass man als Leser einen wunderbaren Einblick in ihr Leben bekommt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und das nicht nur,weil ich Janine so toll finde!

Bewertung vom 30.01.2019
Das Geheimnis der Grays
Meredith, Anne

Das Geheimnis der Grays


sehr gut

Wie jedes Jahr,lädt Adrian Gray seine gesamte Familie zu Weihnachten in sein Anwesen ein.
Alle wollen nur sein Geld und fast jeder hasst ihn.
Der Morgen nach Heiligabend erschüttert die Gemüter,als das Familienoberhaupt tot aufgefunden wird.
Jedes seiner Kinder könnte der Mörder sein,denn mit ihnen hat er sich nicht wirklich gut verstanden...

Bei diesem Buch war ich doch sehr erstaunt,dass der Mörder sehr früh enttarnt wurde,dies macht das Buch aber umso interessanter.
Das Nachwort sollte man vielleicht gleich als erstes lesen,damit man darauf gefasst ist.
Zu Beginn werden alle Familienangehörigen sehr detailliert beschrieben und doch muss man aufpassen,dass man nichts verwechselt.
Alle Angehörigen machen sich nicht gerade beliebt im Verlauf der Geschichte und jeder hat irgendwie sein Geheimnis.
Der Mörder setzt alles daran,seine Tat zu vertuschen und alle anderen zu belasten.So nach und nach setzt sich das Puzzle aus vielen Teilen zusammen.
Die Sympathie liegt in diesem Buch definitiv beim Mörder.
Es geht bei diesem Krimi auch vorrangig um die Beweggründe für die Tat.

Fazit:
Ein Krimi aus einer anderen Zeit,der es aber definitv wert ist gelesen zu werden.

Bewertung vom 28.01.2019
Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2
Katzenbach, John

Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2


sehr gut

Seit fünf Jahren glaubte Dr. Starks,dass er "Rumpelstilzchen" getötet hat,doch dann taucht genau dieser Killer in seiner Praxis auf und droht Dr.Starks.
Wenn er ihm nicht hilft,den Unbekannten,von dem er und sein Bruder bedroht werden,zu finden,tötet er ihn.
Starks hat keine Wahl und findet sich in einem Katz und Maus Spiel wieder,bei dem alle nur den Tot des Unbekannten wollen.
Eine mörderische Verfolgungsjagd beginnt...

Den Vorgänger habe ich nicht gelesen,was mich aber beim Lesen dieses Buches nicht unbedingt beeinträchtigt hat,denn es gibt immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig.
Der Spannungsbogen ist konstant bis zum Schluss,das Buch hält einige überraschende Wendungen parat und beim Lesen wird man oft auf die falsche Fährte geführt.
Mit dem Ende rechnet man in dieser Form auch nicht unbedingt.

Für mich ein gelungener Psychothriller,ich werde definitiv noch weitere Bücher von Katzenbach lesen.

Bewertung vom 06.01.2019
Gangsterblues
Bausch, Joe

Gangsterblues


ausgezeichnet

Joe Bausch arbeitet in der Justizvollzugsanstalt Werl und manch einer kennt ihn vielleicht als Rechtsmediziner aus dem Kölner Tatort.
Er entführt den Leser in eine unbekannte Welt,nämlich dem Knastalltag.
Beim Lesen stellt man schnell fest,dass es in Gefängnissen anders zugeht,als man es sich vorstellt.
Alle 12 Geschichten,die der Autor hier erzählt,könnten nicht gegensätzlicher sein,Justizirrtum ist nur ein Beispiel.

Wem gelingt es schon,das Vertrauen der Häftlinge zu gewinnen und ihre Geschichten nieder zu schreiben...Joe Bausch hat es geschafft,natürlich unter Wahrung der Identitäten.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und alle Geschichten sind so spannend,ja gar teilweise packend erzählt,sodass man als Leser total an dieses Buch gefesselt wird.

Für mich ein Buch,was ich so vorher noch nicht gelesen,geschweige denn irgendwo schon mal wahrgenommen habe,dass mich aber ab der ersten Seite total überzeugt hat.