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Bewertungen

Bewertung vom 27.09.2018
NSA - Nationales Sicherheits-Amt
Eschbach, Andreas

NSA - Nationales Sicherheits-Amt


ausgezeichnet

Eschbach erschafft in diesem Buch eine düstere Welt, geprägt von ausdrucksstarken Charakteren. Der starke Überlebenswille und das Streben nach Macht, die Blindheit in dem Rausch der Macht, all das zeigt er. Durch die Computer und die Handys wird es nicht unrealistischer, sondern das genaue Gegenteil: es wird viel klarer und einfacher zu verstehen! Eschbach erzählt alles höchst detailgetreu und die Computer sind dabei kein Makel.

Helene selbst ist ein sehr schüchterner Charakter und ich konnte mich mit ihr nicht recht verbinden. Manch anderer Charakter überblendet sie, doch insgesamt ist dies für die Geschichte kaum ein Makel.

Besonders gefallen hat mir Helenes Onkel Sigmund. Er ist ein äußerst rebellischer Charakter, mit vielen Eigenarten aber eben auch sehr klug. Für seine aufmüpfigen Gedanken verbringt er auch einige Zeit im Gefängnis. Er ist es, der überhaupt Zweifel in Helenes Denken bringt:

„Sie haben an jedem Punkt, an dem ein Kabel die Grenze überquert, einen Komputer eingesetzt, der alles überwacht, alles herausfiltert, was der Regierung nicht genehm ist, und so den Zugang ins Ausland aufs Genaueste regelt.“ Er wurde noch leiser, flüsterte nur noch: „Ich bin nicht der Einzige, der eingesperrt war. Wir sind es alle. Wir sind alle eingesperrt. Auch du.“

Ich bin Andreas Eschbach für dieses Buch sehr dankbar. Denn wir, die wir vergessen, wir, die wir den 2. Weltkrieg nicht miterlebt haben, wir, die wir in einer Welt von Computern aufwachsen und keine Ahnung von der Zeit „damals“ haben, wir verstehen. Wir verstehen, da Eschbach den 2. Weltkrieg in die Verhältnisse unserer Zeit setzt. Wir verstehen, da Eschbach uns alles vor Augen führt. Wir verstehen, dass es erneut und auch in der heutigen Zeit passieren kann.

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