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Benutzername: line129


Bewertungen

Insgesamt 12 Bewertungen
12
Bewertung vom 29.11.2018
Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick / Redwood Bd.1
Moran, Kelly

Redwood Love - Es beginnt mit einem Blick / Redwood Bd.1


ausgezeichnet

Endlich zu Hause in der Kleinstadt

Avery kehrt nach der Scheidung von ihrem Mann zusammen mit ihrer autistischen Tochter zurück zu ihrer Mutter, die vor einigen Jahren in die Kleinstadt Redwood in Oregon, USA, gezogen ist. Dort weiß jeder alles von jedem, Geheimnisse zu haben ist dort fast unmöglich. Bereits am ersten Abend lernt sie in der örtlichen Tierklinik Cade O'Grady kennen, der anfangs wenig begeistert von Avery ist, da er sie aufgrund eines Missverständnisses für eine rücksichtslose Tierhalterin hält, die sich nichts für ihr Tier interessiert. Schnell übernimmt sie die organisatorische Praxisleitung und kommt Cade immer näher, der zu ihrem großen Missfallen sein Dasein als Junggeselle nach außen hin sehr genießt und neben seinen Brüdern der begehrteste Junggeselle Redwoods ist. So sehr sie auch gegen die Anziehungskraft und ihre Gefühle für Cade ankämpft, ist sie dennoch nicht dazu im Stande, ihm zu widerstehen.

Avery und ihre Tochter Hailey waren mir von Anfang an sympatisch. Avery ist eine toughe junge Frau, die es in der Ehe mit ihrem Ex-Mann nicht immer leicht hatte, da er sie nie wirklich geschätzt hat und mit der Behinderung der gemeinsamen Tochter nie zurecht gekommen ist. Sie hat sich dadurch aber nicht unterkriegen lassen und hat sich alleine durchgekämpft. Als sie nach Rosewood kommt erlebt sie zum ersten Mal das Gefühl von selbstloser Hilfsbereitschaft fremder Menschen und ist davon erst einmal völlig überfordert und weiß gar nicht, wie sie damit umgehen soll.
Averys Tochter Hailey weigert sich zu sprechen, was es für Avery und alle anderen in ihrem Umfeld noch zusätzlich schwierig macht, mit ihr umzugehen und ihre Bedürfnisse zu verstehen.
Cade ist nach außen hin der Playboy schlechthin. Feste Bindungen stehen für ihn nicht auf dem Plan, da er am Beispiel seines Bruders, der seine Frau bei einem Unfall verloren hat, gesehen hat, wie schmerzhaft es ist, seine große Liebe zu verlieren und möchte sich diesen Schmerz ersparen. Dann lernt er Avery kennen und seine Einstellung zum Thema Beziehung ist plötzlich nicht mehr so strikt.
Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Avery und Cade geschrieben. Es hat mir sehr gut gefallen, ich habe mit Avery und Cade mitgelitten und konnte es stellenweise kaum aus der Hand legen.
Ein schöner Liebesroman, der sich leicht nebebei lesen lässt und neugierig auf mehr macht. Teil zwei liegt schon bereit und wartet darauf, von mir gelesen zu werden.

Bewertung vom 29.11.2018
Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1


ausgezeichnet

Sehr schöne Romantasy-Geschichte!

Jane zieht für ihr letztes Schuljahr von Frankfurt zu ihrem Onkel nach Cornwall. Dort trifft sie auch auf ihre beiden Cousins Blake und Preston, die sie beide auf unterschiedliche Art und Weise anziehen, ihr aber gleichzeitig irgendwie seltsam vorkommen. Sie findet schnell Freunde in der Schule und lebt sich gut in England ein, aber nach einem Schulausflug entwickelt sie eine Fähigkeit, die sie anfangs sehr verwirrt. Ihr fällt auf, dass auch Blake und Preston anders sind als ihre Mitschüler und sie kann nicht anders, als sich auf die Suche nach Hinweisen zu machen, welche Fähigkeit die beiden haben und was sie drei verbindet.

"Ein Augenblick für immer" war mein erster Roman des Autorenduos. Er hat mir so gut gefallen, dass ich mir die anderen Bücher der beiden auch noch anschauen werde.
Der Schreibstil des Buches war flüssig und generell hat es mich sehr gut unterhalten.
Ich konnte mich gut in Jane hineinversetzen und habe mit ihr mitgelitten, als sie ihre Fähigkeit entdeckt hat, wenn die Jungs sie mal wieder in den Wahnsinn getrieben haben oder irgendetwas anderes nicht so lief wie erwartet.
Die Beschreibung der Umgebung war so bildhaft und detailreich, dass ich mich gut in den Roman hineinversetzen konnte und ich mir die Umgebung gut bildlich vorstellen konnte. Bei der Beschreibung von Janes Zimmer habe ich sie glatt darun beneidet, in so einem schönen Haus wohnen zu dürfen.
Die beiden Charaktere Blake und Preston könnten unterschiedlicher nicht sein. Preston war mir von Anfang an sympathisch, bei Blake hat es entwas länger gedauert. Seine ruppige und abweisende Art macht es dem Leser nicht leicht, ihn zu mögen.

Für mich ein absolut lesenswertes Buch für Jugendliche und Junggebliebene, die nichts gegen Fantasyelemente einzuwenden haben. Ich habe mir den zweiten Band bereits vorbestellt und bin sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht!

Bewertung vom 30.08.2018
Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich / Mein Leben im Hotel Royal Bd.1
Birchall, Katy

Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich / Mein Leben im Hotel Royal Bd.1


sehr gut

Aus dem Leben einer Hotelerbin

Felicity, die von allen nur Flick genannt wird ist 14 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter, der Besitzerin des Hotels, im Hotel Royal in London. Zu Beginn möchte ich gleich sagen, dass der Titel des Buches etwas irreführend ist, weil der Dackel Fritz keine wirklich zentrale Rolle im Buch spielt. Die Frage, warum Flicks Dackel mehr Follower hat als sie wird dennoch direkt zu Anfang des Buches behandelt. Es wird erklärt, dass Fritz ein Star auf Instragram ist und seine Follower jeden Abend pünktlich um 17.30 Uhr auf ein neues, süßes Foto von ihm warten. Daher ist es eine Katastrophe, dass Flicks Mutter dem im Hotel gastierenden Prinzen Gustav III. ihren Selfie-Stick geliehen hat. Nun kann Flick kein neues Foto von Fritz aufnehmen und ist so praktisch dazu gezwungen, in die Suite des Prinzen einzubrechen und sich den Stick zurückzuholen. Leider wird sie dabei von Prinzen und seinem Assistenten überrascht und muss sich im Wandschrank verstecken, wo sie erwischt wird und von ihrer Mutter zu zwei Wochen Hausarrest verdonnert wird. Und so nimmt das Chaos seinen Lauf...

Flick ist ein typischer Teenager mit all ihren Stimmungen. Sie ist mit dem beliebtesten Mädchen der Schule befreundet und wird so von ihren Mitschülern gleichermaßen bewundert und gefürchtet. Anfangs fand ich ihre zickige, trotzige und teils sehr aufmüpfige Art stellenweise etwas nervig, aber im Laufe des Buches macht sie mehr oder minder unfreiwillig einen Wandel zum Positiven durch und sie wurde mir deutlich sympathischer. Nichts desto trotz gefiel mir ihre lustige und fast sarkastische Art von Anfang an. Sie hat immer einen Spruch auf Lager und ist nicht auf den Mund gefallen. Um ihre Mutter um den Finger zu wickeln zieht sie alle Register.
Auch ihre Freunde Cal und Grace, aber auch Sky und Ethan gefallen mir gut. Sie helfen Flick, sich zu entwickeln und zeigen ihr, wie wichtig wahre Freundschaft im Leben ist.
Aber auch die typischen Probleme eines Teenagers wie die erste Liebe und Selbstfindung werden im Buch angesprochen.
Der Schreibstil des Buches ist allgemein sehr locker und es liest sich auch für den jüngeren Leser sehr gut und flüssig.
Insgesamt ein sehr gelungenes Buch für Mädchen im Teenageralter. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band!

Bewertung vom 30.08.2018
Gork der Schreckliche
Hudson, Gabe

Gork der Schreckliche


gut

Gork der Schreckliche, der so gar nicht schrecklich ist und von den anderen Drachenkadetten nur Weichei genannt wird, ist in seinem letzten Jahr auf der WarWings Akademie für Drachen. Das Buch spielt am Krönungstag, an dem alle Drachenkadetten des Abschlussjahrgangs einen König bzw. eine Königin finden müssen, mit dem/der sie einen neuen Planeten besiedeln sollen. Gelingt es ihnen nicht, einen Partner zu finden, werden sie versklavt. Gork versucht, die schöne Draconette Runcita für sich zu gewinnen und sie zu fragen, ob sie seine Königin sein möchte. Doch da ist er nicht der Einzige. Noch dazu kommt es, dass als Enkel des berühmt-berüchtigten Professoren Dr. Schrecklich die Erwartungen an ihn natürlich hoch sind. Doch der Weg zu Runcita ist lang und steinig für den armen Gork...

Das Cover hat mir sofort gefallen und ich musste das Buch unbedingt lesen. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, allerdings wird die Geschichte spätestens im Dritten Teil durch diverse Rückblicke sehr verschachtelt und vor lauter Erklärungen und Rückblenden geht die eigentliche Geschichte, also die Suche nach der Königin, völlig verloren.
Die Sprache ist dem Genre absolut angemessen. Auch die erfundene Welt mit den Robodrachen, dem Teleportieren und den ganzen anderen Details hat mir gut gefallen.
Gork ist ein sympathischer Drache, der mit seinem viel zu großen Herzen und seiner nah am Wasser gebauten Art leider völlig fehl am Platz in der harten Welt der Drachen ist, vor allem an der WarWings Akademie. Ich habe mit ihm mitgelitten, wenn er von den anderen Kadetten angegriffen wurde und um sein Leben kämpfen musste.
Was mir etwas negativ aufgefallen ist ist der übermäßige Hang zu Gewalt, der sich durch das ganze Buch zieht. Meiner Meinung nach etwas zu übertrieben, aber das ist Ansichtssache.
Streckenweise hat sich das Buch in meinen Augen gezogen und ich habe es einige Male aus der Hand gelegt und habe mir Zeit gelassen, bis ich weitergelesen habe.
Auf gar keinen Fall ist das Buch für Kinder zu empfehlen, wie das Cover vielleicht vermuten lässt. Auch für Jugendliche empfinde ich es als eher bedingt geeignet.
Die Idee der Geschichte hat mir gut gefallen, die Umsetzung hätte man besser machen können.

Bewertung vom 31.07.2018
Wenn die Sterne Schleier tragen
Nigra, Anna

Wenn die Sterne Schleier tragen


ausgezeichnet

Modernes Märchen

Cecilia ist gerade 18 Jahre alt und muss ihr Zuhause verlassen, um den zukünftigen König von Europa zu heiraten. Auch ihr betteln lässt ihren Vater nicht erweichen und so reist Cecilia zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester nach Vienna, um ihren zukünftigen Ehemann Noran zu treffen, den sie zuletzt gesehen hat, als sie noch ein Kind war. Zu ihrer eigenen Überraschung muss sie feststellen, dass Noran nicht so ätzend ist, wie sie ihn in Erinnerung hatte und sie beginnt, sich mit ihrem Schicksal abzufinden. Aber nicht nur Noran gefällt ihr besser, als sie es vor ihrer Anreise erwartet hätte...

Die Autorin war mir vor diesem Buch gänzlich unbekannt, aber ihr Schreibstil hat mir von Anfang an gefallen. Das Buch liest sich leicht und flüssig, was passend für das Genre ist. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht und ich hatte das Buch schnell durchgelesen.

Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Cecilia ist eine starke junge Frau, die keine Angst davor hat, ihre Meinung zu sagen, auch wenn sie dabei nicht immer auf Gegenliebe stößt.
Die beiden Brüder Noran und Elias lernt man auch schnell kennen. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Noran ist nett, liebevoll und fürsorglich und das komplette Gegenteil von seinem Bruder, der arrogant, egoistisch und alles andere als nett ist.

Die Spannung wird bis zum Schluss aufrecht erhalten und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt beim Lesen gelangweilt.
Ein rundum gelungenes Buch! Ich freue mich sehr auf den zweiten Teil!

Bewertung vom 31.07.2018
Spinster Girls 01 - Was ist schon normal?
Bourne, Holly

Spinster Girls 01 - Was ist schon normal?


ausgezeichnet

Das Leben ist nicht immer leicht

Evie ist 16 und auf dem besten Weg, sich von ihren Zwangs- und Angststörungen zu erholen, was gar nicht so leicht ist, wenn man nebenbei auch mit den anderen Problemen zu kämpfen hat, die in der Pubertät aufkommen.
Sie geht wieder zur Schule und hat auch endlich ein Date, das dann leider nicht wie erwartet abläuft, wodurch ihre Hoffnungen auf ein bisschen Normalität in ihrem Leben wieder schwinden. Dazu kommt auch noch, dass ihre beste Freundin - die einzige, die von ihrer Krankheit weiß und die immer für sie da war - nur noch Augen für ihren Freund hat und Evie nur noch zweite Wahl ist. Zum Glück trifft sie auf einer Party zufällig Lottie, ihre Freundin aus Kindertagen und deren Freundin Amber und freundet sich mit den beiden an. Nach mehreren missglückten Dates gründen die drei Freundinnen den "Spinster Club", um den vormals negativ behafteten Begriff zu einem Ausdruck für starke, selbstbewusste Frauen und Mädchen zu machen, die sich von nichts und niemandem vorschreiben lassen, wer oder wie sie zu sein haben.

Das Cover gefällt mir gut und lässt bereits erahnen, dass die Protagonistin es nicht immer leicht im Leben hat. Der Klappentext hat nicht wirklich viel über den Inhalt verraten, daher war ich beim Lesen sehr unvoreingenommen.
Das Buch befasst sich mit den sehr wichtigen und teils auch aktuellen Themen wie Sexismus und Feminismus, psychischen Störungen, Alkohol- und Drogenkomsum bei Jugendlichen und allgemein dem Rollenverständnis der Geschlechter.

Evies Charakter ist sehr realistisch dargestellt und durch die Gespräche mit ihrer Therapeuthin Sarah und ihrem Genesungstagebuch kann man als Leser gut nachvollziehen, wie sie sich fühlt und welche Ängste und Zwänge sie quälen.
Allgemein finde ich die Charaktere realistisch dargestellt, sie erleben die erste Liebe, den Gruppenzwang bei Alkohol- und Drogenkonsum und vor allem Evies beste Freundin Jane verändert sich komplett, um ihrem Freund zu gefallen und verliert sich dabei selbst aus den Augen.
Lottie und Amber sind beide wie Evie eher die Außenseiter in der Schule und sind noch auf der Suche nach sich selbst. Amber ist sehr feministisch eingestellt und lehnt eine Beziehung zu einem Jungen für sich ab. Lottie ist nach einer gescheiterten Beziehung frustriert, aber ihre beiden Freundinnen bauen sie wieder auf.

Der Schreibstil ist oft humorvoll bis sarkastisch, was absolut zum Thema des Buches und zum Genre passt.

Insgesamt gefällt es mir sehr gut und finde ich es wichtig, dass in der Gesellschaft offen über die im Buch vorkommenden Themen gesprochen wird und auch Jugendliche bereits damit konfrontiert werden, weil es auch sie schon betreffen kann. Trotzdem es als Jugendbuch kategorisiert wird kann man es auch als Erwachsener sehr gut lesen. Mich interessiert es sehr, wie es mit den Spinster Girls weiter geht und ich warte gespannt auf die beiden anderen Teile der Serie.

Bewertung vom 16.07.2018
Nie wieder Amore!
Hennig, Tessa

Nie wieder Amore!


ausgezeichnet

Abenteuer auf Sizilien

Moni, eine ehemalige Apothekerin, zieht mit 66 Jahren in ein Heim. Ihre Apotheke führt ihre Tochter Tanja weiter und ihr Mann hat sie vor Jahren mit einer jüngeren Frau betrogen und ist dabei an einer Überdosis Viagra verstorben. Ihre große Liebe Vincento Martini, der als Kellner auf Sizilien gearbeitet hat, als die beiden sich kennen gelernt haben, hat sie trotz seines Todes nie vergessen.
Durch Zufall findet die junge Lena beim ausräumen des Elternhauses ihrer Geschäftspartnerin Francesca eine alte Filmdose, die mit einem Herz und den Worten "Chiemsee 1972" beschriftet ist. Später findet sie ein paar Liebesbriefe und kontaktiert Moni in Deutschland, um ihr mitzuteilen, dass Vincenzo noch am Leben ist. Statt wie geplant die Kreuzfahrt nach Norwegen mit ihrer Tochter anzutreten, reist sie zusammen mit ihrem Enkel Jan nach Sizilien, um sich auf die Suche nach Vincenzo zu begeben. Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Ich hatte vor dem Lesen von "Nie wieder Amore" noch kein anderes der Bücher von Tessa Hennig gelesen, was ich jetzt aber deninitiv nachholen werde. Der Schreibstil war so locker und humorvoll, dass das Lesen einfach Spaß gemacht hat. An einigen Stellen musste ich laut loslachen, was mir nicht oft bei Büchern passiert.
Moni ist ein liebenswerter, wenn auch sehr realisitischer Charakter, der sich keine falschen Hoffnungen mehr vom Leben macht. Sie ist furchtlos, abenteuerlustig und im Altersheim absolut Fehl am Platz. Umso mehr freut man sich mit ihr, als sie die gute Nachricht von Lena bekommt, dass ihre große Liebe doch noch am Leben ist und sie die Chance bekommt, Versäumtes aufzuholen.
Jan wiederum ist ein eher widerspenstiger Charakter, der wenig Lust hat, auf Sizilien auf seine Oma aufzupassen.
Die beiden Frauen Lena und Francesca sind ebenfalls sehr sypatische Charaktere, die es sich als hoffnungslose Romantikerinnen nicht nehmen lassen, Moni bei der Suche nach ihrer großen Liebe zu unterstützen.
Gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen von Sizilien, die mich absolut in Urlaubsstimmung versetzt haben.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die einem zeigt, dass es nie zu spät ist, für die wahre Liebe zu kämpfen. Perfekte Urlaubslektüre und absolute Kaufempfehlung!

Bewertung vom 16.07.2018
Sehnsucht / Dream Maker Bd.1
Carlan, Audrey

Sehnsucht / Dream Maker Bd.1


gut

Die Männer, die die Frauen verstehen und lieben

Parker Ellis leitet zusammen mit seinen beiden Freunden Bogart Montgomery und Royce Sterling eine Agentur, die ihren Kundinnen jeden Wunsch erfüllt, der mit legalen Mitteln erfüllt werden kann. Dabei hat jeder ein spezielles Gebiet, das er betreut: Bo(gart) ist der "Love Maker" und kümmert sich hauptsächlich um die Optik und das Liebesleben der Kundinnen, Royce kümmert sich als "Money Maker" um ihre finanziellen Belange und Parker ist die seelische Stütze und zuständig für alles andere, ein "Dream Maker". Eine große Kundin, die die Expertise aller Agenturleiter benötigt, lässt die drei nach Paris einfliegen. Die anderen Kundinnen in diesem Band beschäftigen die Männer in New York und Kopenhagen.

Vorab muss ich sagen, dass ich zwar schon von der Calender-Girl und der Trinity-Reihe der Autorin gehört habe, aber bisher keines der Bücher gelesen habe, dies also mein erstes Buch der Autorin ist und ich relativ unbedarft ans Lesen des Buches herangegangen bin.

Das Buch konnte mich leider nicht mitreißen. Der Klappentext klang gut, aber die Umsetzung des Themas hat mich nicht überzeugt. Ich hatte mir mehr Geschichte und weniger plumpe Erotik erhofft.
Es fiel mir schwer, mich in die Charaktere hineinzuversetzen. Der Einzige, den man im Laufe des Buches wirklich kennen lernt, ist Parker. Er ist eine sympatische Person, aber zu sehr von seinen Trieben gesteuert. Die anderen beiden Agenturgründer werden nur oberflächlich beschrieben, sodass man keine Chance hat, sich wirklich mit ihnen zu identifizieren.
Auch die Kundinnen handeln für mich nicht wirklich nachvollziehbar und werden mir zu oberflächlich beleuchtet.
Die Sprache hat mich nicht angesprochen, sie ist mir wie das ganze Buch zu vulgär.
Ich habe das Buch beendet, aber werde die weiteren Teile wohl nicht mehr lesen.

Fans der Bücher von Audrey Carlan finden bestimmt Gefallen an diesem Buch, aber Leser, die mehr erwarten als 460 Seiten Erotik ohne wirklich erkennbare Geschichte, werden wohl nicht unbedingt Freude an diesem Buch haben.

Bewertung vom 09.07.2018
The Wife Between Us
Hendricks, Greer; Pekkanen, Sarah

The Wife Between Us


sehr gut

Richard und seine Frauen

The Wife between us handelt von einem Mann und drei Frauen, die ihn lieben. Richard ist in seinen Dreißigern und erfolgreicher Hedgefond-Manager. Nach der Scheidung von seiner Frau Vanessa geht er eine Beziehung mit der neun Jahre jüngeren, sehr hübschen Nellie ein und die beiden planen ihre Hochzeit. Doch immer wieder bekommt Nellie Anrufe mit unterdrückter Nummer, was sie misstrauisch macht.
Vanessa ist nach der Scheidung am Boden zerstört und versucht mit allen Mitteln die Hochzeit von Richard und Nellie zu verhindern.
Emma taucht erst spät im Buch auf. Sie ist Richards Assistentin und auch sie verliebt sich in ihn. Eines Tages bekommst sie einen anonymen Brief, der sie vor Richard warnen soll.
Wer spielt ein falsches Spiel, wer lügt?

Das Buch kann man in drei Teile einteilen. Der erste Teil umfasst die ersten fast 200 Seiten und wird abwechselnd aus der Sicht von Vanessa und Nellie geschrieben. Dadurch bekommt man immer zwei Seiten der Geschichte mit, was ich sehr spannend fand.
Vanessa scheint am Anfang der Geschichte rein von ihrer Eifersucht angetrieben zu werden, aber je mehr man sie kennen lernt, desto mehr versteht man ihr Handeln.
Auch die anderen Charaktere werden gut beschrieben und es fällt nicht schwer, nach jedem Kapitel wieder die Perspektive zu wechseln.
Am Ende des ersten Teils gibt es eine überraschende Wendung. Teil zwei und drei werden dann richtig spannend. Man erfährt mehr über die Ehe von Vanessa und Richard und lernt Emma kennen.

Die Spannung baut sich langsam auf, wobei bereits der Prolog darauf hindeutet, dass es sich bei diesem Buch um mehr handelt als einen einfachen Roman. Alles in allem hat mich das Buch immer wieder aufs Neue überrascht und es wurde nie langweilig. Absolute Kaufempfehlung, vor allem für Fans von spannenden Thrillern, die auf großes Blutvergießen verzichten können.

Bewertung vom 03.07.2018
Miss Gladys und ihr Astronaut
Barnett, David M.

Miss Gladys und ihr Astronaut


sehr gut

Major Tom auf dem Weg zum Mars

Major Tom, der eigentlich Thomas Major heißt, ist ein etwas mürrischer Astronaut, der vor allem Astronaut geworden ist, um die Erde und alles was gewesen ist hinter sich zu lassen. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass er als erster Mensch den Mars bereisen kann. In seiner Rakete genießt er die Ruhe und die Einsamkeit. Eines Tages entdeckt er ein Telefon, mit dem er auf die Erde telefonieren kann. Ihn überkommt die Sehnsucht nach seiner Ex-Frau und er wählt ihre Nummer. Jedoch ist am anderen Ende der Leitung nicht sie, sondern eine ältere, demente Dame names Gladys, die alleine mit ihren beiden Enkelkindern Ellie und James lebt, da ihr Mann bereits vor 20 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben ist und ihr Sohn noch seine Gefängnisstrafe absitzen muss. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Das Cover ist mir mit seiner farbenfrohen Gestaltung direkt ins Auge gestochen.
Anfangs fällt es schwer, sich in Tom hineinzuversetzen, da er sehr negativ eingestellt und fast ausschließlich sarkastische Bemerkungen von sich gibt. Im Laufe der Zeit wird er aber aus der Not heraus zum Retter der Familie und ändert dadurch seine Einstellung zum Leben.
Im Gegensatz dazu steht Gladys, die trotz ihrer einsetzenden Demenz eine liebevolle, etwas naive Person ist, die durch einen Fehler die Existenz ihrer Familie aufs Spiel setzt.
Ich habe ein bisschen gebraucht, um richtig in die Geschichte einzusteigen. Es gibt immer wieder Zeitsprünge und Perspektivwechsel, aber man gewöhnt sich daran.
Ansich ist der Schreibstil flüssig und an einigen Stellen ist trotz der doch schwierigen Situation der Familie, die um ihre Existenz kämpfen und mit Mobbing fertig werden muss, etwas zum lachen dabei.

Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Nachdem ich die Startschwierigkeiten überwunden hatte, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Dran bleiben lohnt sich hier auf jeden Fall! Klare Leseempfehlung!

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