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Benutzername: Cysiay
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Bewertungen

Insgesamt 4 Bewertungen
Bewertung vom 24.12.2013
Der Schwur der Königin
Gortner, C. W.

Der Schwur der Königin


ausgezeichnet

Ich kann nur sagen: Was für ein tolles Buch!
Angefangen mit dem fantastischen Cover, was mich so neugierig gemacht hat, bis hin zu dem unglaublichen Schreibstil und der gelungenen Umsetzung der Geschichte.

Isabella war eine imposante Persönlichkeit Mitte des 15. Jahrhunderts und ist mit all Ihren Taten und ihrem Ehrgeiz in die Geschichte eingegangen. Die Geschichte fängt in der frühen Jugend von Isabella an und begleitet Sie, und ihre beste Freundin Beatriz, durch die ungewisse Jugend. Als zweites von drei Kind ihres Vaters, davon zwei Jungs, steht sie eigentlich weit hinten in der Thronfolge. Doch durch die Kluft zwischen Granden, wird ein Krieg zwischen ihrem Halbbruder und ihrem kleinen Bruder um den Thron entfesselt. Nach dem Sieg ihres kleinen Bruders und seinem tragischen Tod, wird Isabella dann unerwartet zur Thronerbin und muss sich somit neuen unbekannten Herausforderungen und Gefahren stellen.

Aus der direkten Sicht der Protagonistin, begleitet das Buch den Leser, Isabella weiter durch ihr gesamtes Leben bis in Mitte der vierziger Jahre und ermöglicht so einen Einblick in das Leben dieser wirklich beeindruckenden Frau, ihren Gefühlen, ihrer Familie und auch in die Begründungen ihrer Entscheidungen.

Durch einen unglaublich ansprechenden Schreibstil, schaffte es Christopher W. Gortner mich von Anfang an, an dieses Buch zu fesseln, so dass es sich in einen wahren Pageturner entwickelte.

Leider haben ich was die Charakter Beschreibung betrifft kleine Kritik Punkte, denn dies ist leider eine Schwarz-Weiß Malerei. Sämtliche Charaktere sind immer NUR Gut oder NUR abgrundtief böse und schrecklich. Und so hat leider auch Isabella, keine wirklichen Ecken und Kanten. Sie scheint grade zu die Perfektion einer Frau in der damaligen Zeit zu sein und dies hat mich so manches mal gestört.

Ein Buch was ich unbedingt alles Liebhabern von Historischen Romanen weiterempfehlen muss!
Von mir erhält „Der Schwur der Königin“ 94 von 100 Punkten und somit 5 von 5 Sternen.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Autor Christopher W. Gortner und dem Goldmann Verlag für dieses unglaublich tolle Rezensions-Exemplar.

Original Titel: The Queen's Vow

Bewertung vom 15.12.2013
Was ich erlebte, als ich anfing, für fremde Menschen zu beten
Jordan, River

Was ich erlebte, als ich anfing, für fremde Menschen zu beten


sehr gut

Dies ist ein etwas anderes Buch. Ein Buch von Nächstenliebe, Innehalten, berührenden Momenten und Selbstreflektion.
Es handelt sich um keine normale Art von einer Roman, sondern eher um einen Erfahrungsbericht von erlebten. Man wird weniger stark als erwartet mit dem Leid von anderen Menschen belastet, sondern es geht hauptsächlich wirklich um die Reaktionen der Menschen, als River Jorden diese ansprach, mit den Worten „Ich bete jeden Tag für einen Fremden und heute bist du meine Fremde“. Dazu muss ich sagen, es ist vermutlich der passendste Titel der Welt für ein Buch.
Alles in allem hat River Jordan einen unglaublichen Schreibstil. Es kommt mir vor als würde ich mit ihr in einem Café sitzen und sie würde mir ihr Erlebtes von Angesicht zu Angesicht erzählen.
Was mir tatsächlich in dem Buch stark fehlte war Spannung, die gab es leider überhaupt nicht.

„Was, wenn es eigentlich genauso sein muss? Das Fremde uns seltsame Geschenke mitbringen, Geschenke, die ungeöffnet bleiben wenn wir nie Kontakt aufnehmen? Was, wenn die ungesehenen Dinge - das Staunen, der Ratschlag, die Führung, die wir brauchen - beinahe in Reichweite wären, in der Hand eines Fremden, und nur darauf warteten, dass wir sie berühren?“ ( S. 142)

Dieses Buch ist bewegend und stimmt sehr nachdenklich. Tatsächlich regt es zur aktiveren Selbstreflektion an.
Tut es wirklich so weh, kurz innezuhalten und einem Menschen zu sagen das man für ihn, vor dem zu Bett gehen verstärkt beten wird? Tut es so weh sich 5 Minuten pro Tag zu nehmen, um den Tag von einem anderen Menschen zu verbessern? Was hält uns ab, einen fremden Menschen einfach mal zu Umarmen? Vermutlich ist das alles in dieser schnellen Welt so nicht mehr realisierbar, denn man hat ja nie Zeit, oder man hat keine Lust, mit der Begründung man hätte auch genügend eigene Probleme.

„Ja, ich habe für diese Frau gebetet, wirklich. Ich habe gebetet, dass sie einem besseren Menschen begegnet als mir. Jemanden mit der Geduld, ihr zuzuhören, jemanden, der sich die Zeit nimmt, sie wirklich anzuhören. Und ich habe gebetet das ich häufiger selbst solch ein Mensch sein kann.“ ( S. 150)

River Jordan hat mich mit diesem wirklich tollen Buch zu Tränen gerührt und deswegen möchte ich es wirklich gerne weiterempfehlen.
Von mir erhält „Was ich erlebte, als ich anfing, für fremde Menschen zu beten“ 79 von 100 Punkten und somit 4 von 5 Sternen.

Bewertung vom 25.11.2013
Die geheime Braut
Riebe, Brigitte

Die geheime Braut


sehr gut

Ein spannender historischer Roman mit einer kriminalistischen Handlung.

Der Grund, wieso ich mich so tierisch für diesen Roman interessiert hatte ist, dass die Geschichte 1528 in Wittenberg zur Luther-Zeit spielt. Jedoch spielt die Luther-Familie selbst, eher eine Nebenrolle als solches. Dafür durfte ich die wirklich sehr lebendigen, gut ausgearbeiteten und sympathischen Protagonisten Susanna, der Luther-Magd und Jan Semann, dem Cranach-Gesellen genauer kennenlernen.

Zwei fiktive Personen, die aber so echt und charakterlich wirkten, dass es eine wahr Freude war mit Ihnen die Geschichte zu erleben.

Sehr spannend führt Brigitte Riebe einen durch den Alltag von Martin Luther und Katharina von Bora und der Art wie ein berühmter Maler-Meister seine Bilder hergestellt hat (definitiv anders wie gedacht) ohne sich in zu kleinen Details zu verlieren. Im Vordergrund jedoch steht eigentlich die Kriminalgeschichte:

Diese wird spannend, jedoch nicht ganz so rasant erzählt. Auch wenn ich selber als Leser den Mörder schneller enttarnt hatte, wie ich glaube ich sollte, saß bis ich zum Schluss auf heißen Kohlen, weil ich einfach nicht hinter das Motiv gestiegen bin.

Neben den ganzen Morden, kommen im Übrigen die zwei zarten Liebesgeschichten auch auf Ihre Kosten. Diese wurden zwar nicht ganz so ausführlich ausgeführt, jedoch war dies genau das richtige Maß für diesen Roman.

Der Schreibstil von Brigitte Riebe ist wirklich unglaublich gut zu lesen, so dass die Seiten nur so dahin fliegen und man überrascht ist, wenn wieder 50 Seiten vorbei sind, ohne das man dies gemerkt hat.

Historisch Informativ endet das Buch, welches in drei Teilen unterteilt wurde, in einem gelungenen Nachwort, wo die Autorin nochmals auf wichtige Themen eingeht wie Luther, Cranach und Wittenberg als Schauplatz.

Ich empfehle dieses Buch dringend meinen Freunden von der Histo-Couch.de, und allen anderen die sich für historische Kriminal-Romane interessieren oder einfach von Luther oder Katharina von Bora angetan sind.


Von mir erhält dieses Buch 86 von 100 Punkten und somit 4 von 5 Sternen.

Ich Danke Brigitte Riebe und den Diana Verlag für dieses Rezensions Exemplar :-)

Bewertung vom 16.06.2013
Das Geheimnis des goldenen Salamanders
Holler, Renée

Das Geheimnis des goldenen Salamanders


gut

Ein lebhaftes und schönes Kinderbuch was durch den leichten und angenehmen Schreibstil sich zum Vorlesen und selber lesen bestens eignet.

Als erstes fällt einem das wirklich farbenprächtige tolle Cover ins Auge und auch im Buch selber sind in regelmäßigen Abständen wunderschöne Zeichnungen von Bernd Lehmann zu finden, die die wichtigsten Orten und Szenen darstellen.

Das Buch fängt mit zwei Handlungssträngen, an und zwar mit dem von Alyss und den von Jack.
Dies wurde insgesamt toll umgesetzt, so dass das Buch sowohl für Mädchen wie auch für Jungen super interessant gestaltet ist.
Leider hat für mich persönlich die Story zu lange gebraucht um in Gang zu kommen. Es war für mich einfach nicht genug Spannung drin, jedoch sollte beachtet werden das dieses Buch für Kinder konzipiert ist und von diesen ganz anders aufgenommen wird. So passiert eigentlich durchgehen was und die Story kommt auch nie zum erliegen. Viele interessante Charaktere laufen einen im Buch über den Weg, die alle etwas aufregendes an sich haben und sehr kindgerecht beschrieben wurden.

Leider war das Geheimnis des Salamanders für mich nicht „spektakulär“ genug und das Ende war für mich zu ungeklärt.
Die Autorin lässt sich aber an diesem Punkt offen eine Fortsetzung zu schreiben, je nachdem wie das erste Buch einschlägt. Und diese Fortsetzung verdient dieses Buch und die Story einfach!

Ich empfehle dieses Buch Kindern und Jugendlichen zwischen 5-14 Jahren, sowohl zum Vorlesen (und damit empfehle ich das Buch auch ganzen Familien für gemeinsame zu Bettgeh-Leseabende)
als auch zum selber lesen!

Von mir gibt es 71 von 100 Punkten und so erhält „Das Geheimnis des goldenen Salamanders“ von mir grade so 3 von 5 Sternen.

Vielen Dank an Reneé Holler und den bloomoon Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.