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Benutzername: HexeLilli
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Bewertungen

Insgesamt 93 Bewertungen
Bewertung vom 14.10.2021
Berlin Friedrichstraße: Novembersturm / Friedrichstraßensaga Bd.1
Schweikert, Ulrike

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm / Friedrichstraßensaga Bd.1


sehr gut

Der 500 Seiten dicke, historische Roman, der in den 20er Jahren in Berlin spielt, hat mir gut gefallen.
Das Cover sticht ins Auge, mit dem Frauenkopf und dem alten Bahnhof Friedrichstraße. Der Stadtplan Ausschnitt auf der Klappe half mir sehr, mich an den verschiedenen Orten zurecht zu finden.
In der Schulzeit lernen sie sich kennen. Die Geschwister Ilse und Johannes aus reichem Hause, Luise, Robert und Ella aus dem Hinterhaus, die nie richtig dazu gehörte. Robert kommt traumatisiert aus dem ersten Weltkrieg, während Johannes eine Behinderung davonträgt und sich deshalb jahrelang versteckt, bis er durch Zufall Luise über den Weg läuft. Diese hat allerdings in der Zwischenzeit Robert geheiratet, obwohl sie Johann nie vergessen konnte.
Die Autorin lässt wunderbar historische und politische Geschehnisse, und in der damaligen Zeit bekannte und berühmte Persönlichkeiten in ihre Geschichte einfließen. Wichtige Themen spielen eine große Rolle, wie Trauma und Versehrtheit der Kriegsheimkehrer, Standesunterschiede, Homosexualität, Judentum und Emanzipation der Frauen.
Dank der Protagonistin Ilse, die das Abenteuer liebt, wird der Leser mitgenommen in verrufene Kneipen, Revue und Theater, und lernt hierbei Menschen kennen, deren Namen man auch heute noch kennt.
Die Hauptfiguren außer Robert sind mir während des Lesens richtig ans Herz gewachsen. Vor allem die drei Frauen, die sich schon damals durchzusetzen wussten. Luise in einer Ehe gefangen, in der sie nicht glücklich ist, die lesbische Ilse, die schon in jungen Jahren ihren Weg geht. Und die arme Ella, die sich als alleinerziehende Mutter durchschlagen muss. Die einen Mann liebt, dessen Herz einer Anderen gehört.
Das Buch ist flüssig geschrieben und war deshalb sehr gut zu lesen. Den 2.Band aus der Reihe möchte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.

Bewertung vom 23.09.2021
Der schwarze Winter
Lindemann, Clara

Der schwarze Winter


sehr gut

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Alles was mir an einem tollen Buch gefällt, ist hier vorhanden. Abendteuer, Spannung, Liebe, Freundschaft, Intrigen und Krimi. Und das Alles vor einem historischem Hintergrund, im Hungerwinter 1946/47.
Das Cover passt für mich sehr gut zur Geschichte. Schuhe, Wolldecke und die zerbombte Stadt. Lebhaft kann man sich vorstellen, wie es damals in Hamburg ausgesehen hat.
Die beiden Schwestern Silke und Rosemarie sind aus Danzig geflohen. Aus einer wohlhabenden Familie sind nur noch sie übrig geblieben. Im völlig zerstörten Hamburg versuchen sie sich ein neues Leben aufzubauen. Essen und Heizmaterial gibt es kaum, der Schwarzmarkt blüht. Es gibt Männer die ihre schützende Hand über die beiden halten, aber auch einige Neider.
Der Schreibstiel ist fesselnd und gut zu lesen. Er vermittelt Geschichte in einem unterhaltsamen Roman. Freundschaft und Vertrauen spielen eine große Rolle. Die Charaktere werden sehr detailliert dargestellt.
So könnte es gewesen sein. Von mir eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 06.08.2021
Die Heimkehr der Störche / Die Gutsherrin-Saga Bd.2
Graw, Theresia

Die Heimkehr der Störche / Die Gutsherrin-Saga Bd.2


sehr gut

In der Fortsetzung erfahren wir, wie es der jungen Dora nach ihrer Flucht aus Ostpreußen ergeht. Das Cover des Buches ist ähnlich wie Band 1 und sprach mich gleich an. Schon nach den ersten Seiten kam die Erinnerung zurück und ich kam gleich gut in die Geschichte rein. Sie spielt Anfand der 50er Jahre.

Die ehemalige Gutstochter Dora Twardy ist nach ihrer Vertreibung mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide untergekommen. Nach sieben Jahren erfährt sie immer noch Anfeindungen. Sie beginnt ein Studium zur Tierärztin in Ost Berlin. Hier sucht sie auch nach ihrer großen Liebe Curt, deren Tochter Clara sie in ihrer Obhut hat. Nach dem Aufstand zum 17. Juni gerät sie zwischen die Fronten und muss erneut flüchten. Es geht nach München, wo sie ihr Studium fortsetzt und endlich ihre große Liebe wieder findet.
Die Geschichte mit dem flüssigen Schreibstiel hat mir gut gefallen. Der Autorin gelang es bestens, das damalige Zeitgeschehen in der DDR lebendig und realistisch zu erzählen. Nur die letzten 100 Seiten fand ich dann doch sehr schmalzig.
Trotzdem fühlte ich mich von diesem 645 Seiten Roman sehr gut unterhalten.

Bewertung vom 02.06.2021
Der Blutkünstler
Meyer, Chris

Der Blutkünstler


sehr gut

Der Titel, das Cover und die roten Seitenschnitte fallen sofort ins Auge. Sie deuten auf einen blutigen Thriller hin. Und das fließt schon auf den ersten Seiten.
In immer kürzeren Abständen schlägt der Blutkünstler zu. Bestialisch quält und verstümmelt er junge Frauen. Er benutzt ihre Körper um daraus Kunstwerke herzustellen. Tom Bachmann soll dem BKA helfen, diesen Wahnsinnigen zu stoppen.
Ich habe ja schon viele Thriller gelesen, aber bei diesen Grausamkeiten musste auch ich eins ums andere Mal schlucken. Zu Tom, aufgewachsen mit einem sadistischen Vater finde ich nicht so recht Zugang. Er kam als ziemlich einsamer Wolf rüber. Keiner der Protonisten war mir sehr sympathisch. Interessant fand ich das psychologische Hintergrund Wissen. Nicht so gut fand ich das bei der zweiten Mordserie der Täter ziemlich schnell feststand. Der Schluss hätte noch spannender sein können.
Trotz kleiner Makel ein gut zu lesender und spannender Thriller, der mich bestens unterhalten hat. Durch die grausamen Szenen nichts für empfindsame Leser.

Bewertung vom 02.10.2020
Das große Feen-Schlamassel / Klara Katastrofee Bd.1
Sabbag, Britta

Das große Feen-Schlamassel / Klara Katastrofee Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover und der Buchrückentext machten mich neugierig auf das Buch. So schaffte ich es gleich für die Bücherei an. Die Geschichte hast mich nicht enttäuscht, es geht um Mut, Freundschaft und Naturrettung. Das Ganze wird mit wirklich hübschen, kindgerechten Bildern aufgelockert. Sicher nicht nur ein Buch für Mädchen.
Klara die kleine Fee würde sich gerne um Pflanzen und Tiere im Kornblumen-feld kümmern. Aber da ihr beim Zaubern meistens etwas schief geht, entscheiden die anderen Feen sich dagegen. Klara Katastroffee wird von den Anderen verspottet. Wieder geht ein Zauberspruch schief und sie nimmt Menschengestalt an. Im Wald lernt sie den Außenseiter Oskar kennen. Er wird von seinen Schulkameraden wegen seiner schlechten Augen verspottet. Klara lernt die Menschenwelt kennen. Gemeinsam mit Oskar retten sie das Kornblumenfeld vor der Bebauung.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es eignet sich zum Vorlesen oder für geübte Leser ab der 3 Klasse. Leseanfänger werden sicher den Mut verlieren bei 120 Seiten und dem kleingedruckten Text. Ich hoffe das Buch wird ein Ausleihrenner.

Bewertung vom 30.09.2020
Eine Hühnerschaukel für Rosa
Ackermann, Anja

Eine Hühnerschaukel für Rosa


ausgezeichnet

Schon beim Cover konnte man schmunzeln. Das Bilderbuch hat eine tolle Aufmachung. Wunderschöne Bilder, klare Farben und sehr aussagekräftig.
Klarer und einfacher Text. Wunderschöne, lustige Geschichte. Bestens zum Vorlesen und selber Lesen für Kinder zwischen 4 und 8 Jahren geeignet. Die werden sicher ihre Freude und ihren Spaß an dem Bilderbuch haben.
Rosa das Huhn lebt mit den anderen Hühnern dem Hund Konrad und der Besitzerin Hermine in einem kleinen Haus. Rosa mag keine Regenwürmer, aber sie ist furchtbar neugierig. Was werkelt Hermine nur auf dem Dach herum? Und dann fallen ihr auch noch die Schrauben in die Ritzen der Veranda. Als dann auch noch der Postbote ein großes Paket bringt sind sämtliche Hühner aus dem Häuschen. Jeder hat einen anderen Wunsch. Zum Schluss profitieren dann alle von dem tollen Ding.
Wunderschönes Bilderbuch, von mir die volle Punktzahl.

Bewertung vom 31.08.2020
Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11
Carter, Chris

Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11


ausgezeichnet

Nicht umsonst gehört Chris Carter zu meinen Lieblingsautoren. Auch dieser mittlerweile 11. Band um die beiden Profiler vom LAPD Robert Hunter und Carlos Garcia schockiert wieder mit grausamen Morden und spannenden Seiten. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger und man fiebert der Fortsetzung entgegen. In diesem Band muss überwiegend Robert sein Können beweisen.
Die Taschendiebin Angela hat eine Aktentasche geklaut, mit dubiosem Inhalt. Das Notizbuch eines Serienmörders. Sechszehn grauenvolle Morde und Folterungen detailgetreu beschrieben. Die Auswertung hat kaum begonnen, da fordert der Killer sein Buch zurück. Bei der Durchsetzung seines Befehls zeigt er keine Skrupel.
Gut und flüssig zu lesen mit den schon bekannten Protagonisten. Hier muss sich Hunter in den Kopf des Psychopathen hineindenken. Ich kann das Buch nur jedem Thriller Fan empfehlen, er darf allerdings nicht empfindlich sein, was Gewaltszenen angeht.

Bewertung vom 23.08.2020
Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5
Ahnhem, Stefan

Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5


gut

Diesen 2. Band um den Würfelmörder habe ich gleich nach Band 1 gelesen. Der Einstieg gelang mir viel besser und es herrschte nicht ganz so viel Verwirrung.
Das Cover passt wieder super zum Titel, aber der passt für mich gar nicht zum Buch. Warum Rückkehr, der Würfelmörder war doch nie weg? Die Würfel bestimmen, wo, wieviel, wann und auf welche Art die Menschen sterben.
Trotz Spannung konnte ich vieles an der Handlung nicht nach vollziehen. Vieles passiert hier rein zufällig. Das große Meer und hier findet der Täter sein Schlauchboot wieder? Die Kommissarin zieht in eine neue Wohnung und der Täter wohnt zufällig nebenan? Bei der Ermittlung macht jeder sein eigenes Ding. Lilja untersucht ganz allein die Wohnung eines Massenmörders und Fabian versucht neben dem aktuellen Fall noch einen Kollegen als Mörder zu überführen. Und dann macht er sich auch noch allein auf den Weg nach Kopenhagen ins Tivoli um einen Massenmörder festzunehmen. Diese Seiten wurden sehr ausführlich beschrieben, währen die Überführung von Molander und das Auffinden von Gertrud mir zu kurz rüberkamen. In beiden Bänden konnte ich nicht herausfinden, warum der dänische Polizeipräsident Sleizner so wütend auf Dunja H. ist und sie unbedingt finden will. Und dann schießt er auch noch einen Kollegen ins Bein, wie krank ist dass denn? Auch das Schicksal von Fabians Sohn wurde noch nicht aufgeklärt, da müssen wir wohl auf den nächsten Band warten. Aber ich denke, den werde ich mir dann nicht mehr antun. Die Fragen mit denen ich jetzt zurückbleibe, habe ich bis dahin sicher vergessen.
Um sich zurecht zu finden, empfehle ich unbedingt den ersten Band des Würfelmörders zu lesen, am Besten alle Vorgängerbücher um Fabian Risk.

Bewertung vom 18.06.2020
Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11
Mayer, Gina

Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11


sehr gut

Dieser mittlerweile 11. Band aus der Reihe ist bei den Mädchen ab 8 Jahren besonders beliebt. Diese Serie hat alles was sie mögen. Blumenzauber, magisches Buch, sprechender Wellensittich, liebevolles Zuhause, zwei beste Freunde, eine Tante mit Blumenladen und Blumen, mit denen man zaubern kann.
In dieser Folge darf Violet mit ihren Freunden Zack und Jack das erste mal in den Ferien ihre Großeltern besuchen. Aber was ist dass? In ihrer Lieblingsbucht wird immer wieder Plastikmüll angeschwemmt. Der Sache müssen die Kinder natürlich auf den Grund gehen. Unverhoffte Hilfe kommt von Onkel Alistairs Eule. An Hand eines magischen Blumenzaubers können sie den Übeltäter entlarven.
Für geübte Leser und Fans aus der Reihe kann ich das Buch gerne empfehlen. Für nicht so gute Leser gibt es die Serie jetzt auch ab 6 Jahre. Mit weniger Text und weniger Seiten aber trotzdem nicht weniger toll.

Bewertung vom 13.04.2020
Glanz der Ferne / Berlin-Trilogie Bd.3
Lorentz, Iny

Glanz der Ferne / Berlin-Trilogie Bd.3


gut

Dies war schon der Dritte Band der Trilogie. Schon das Cover lässt in etwa die Zeit erahnen wann die Geschichte spielt, zwischen 1897 und 1900.
Irgendwie wie fühlte ich mich beim Lesen an ein Märchen erinnert. Ungeliebtes Mädchen, böse Stiefmutter, widerliche Hexe, bösartiger Teufel, gute Fee und am Schluss der nette Prinz.
Nach ersten Schwierigkeiten mit den vielen Personen und Familien (zum Glück gab es ein Personenregister) fing das das Buch in der Hälfte doch noch an gut zu werden. Die arme Vicky musste ganz schön was erdulden. Aber sie hat sich durchgekämpft. Am besten hat mir die Figur der Bettina von Baruschke gefallen. In der damals dominierenden Männerwelt hat sie sich nichts gefallen lassen und die Herren mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Am Ende haben dann ja alle Bösen ihre gerechte Strafe bekommen.
Alles in allem hat mich das Buch ganz nett unterhalten.

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