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Benutzername: Anett H.
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Bewertungen

Insgesamt 49 Bewertungen
Bewertung vom 11.09.2019
Das Wäldchen
Büchel, Karin

Das Wäldchen


gut

„Das Wäldchen“ von Karin Büchel, erschienen im Verlag Edition Lampertz, habe ich als Taschenbuch mit 222 Seiten und 24 Kapiteln gelesen.
Im beschaulichen Beuel passiert kaum etwas, aber an diesem Tag werden menschliche Knochen im Wald gefunden. Für Kommissar Wiili Wipperführt und seinen Kollegen Berger beginnt eine Arbeit, die fast ausschließlich aus dem Sichten alter Vermisstenfälle besteht. Eine kleine Auflockerung war die tote Frau auf dem Friedhof und der tödliche Unfall vor dem Friedhof. Das war aber schnell geklärt und hatte mit den Knochen nichts zu tun.
Das Buch wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Zu Beginn verschwindet Nora, die jüngere Schwester von Jenny. 27 Jahre später werde Knochen gefunden. Jetzt erfährt man, wie Jenny's Leben seither verlaufen ist, was ich sehr dramatisch und traurig fand. Dann ging auch noch ihre seltsame Beziehung mit Wolle auseinander und sie lernt einen sehr netten Mann kennen, der sich plötzlich auch von ihr zurückzieht, als sie von ihrer Schwester erzählte.
Es gibt kursive Rückblicke aus Sicht eines jungen Mannes, der als Versager von seinen Freunden bezeichnet wurde und sich beweisen wollte, dass er keiner war. Das ging dann aber auch schief. Auch gibt es kurze Szenen über Nora's damalige Situation.
Dann taucht Willi's erste große Liebe Heidrun plötzlich auf und es funkt wieder zwischen ihnen. Bis Heidrun von ihrem Cousin erzählt. Und letztendlich gibt es noch Thomas, einen alten Freund von Willi, der ihm von einer seltsame Beichte erzählte.
Es ist ein gekonnter Handlungsaufbau, bei dem zum Schluss alle Fäden zusammenführen. Die Geschichte ist eher ruhig erzählt. Sie hat mir gut gefallen, aber besonders spannend fand ich sie nicht. Bei der Durchsicht der Akten wurde viel über einzelne Fälle gesprochen, was nicht relevant war. Auch gab es zu viele Gespräche oder Philosophiererei zwischen Willi und Berger.
Die Charaktere sind gut beschrieben, die meisten fand ich sympathisch. Die Kollegen auf dem Revier verstehen sich sehr gut und es erscheint schon fast familiär zu sein. Der Schreibstil ist gut und einfach gehalten, sodass ein zügiges Lesen möglich war. Das Cover gefällt mir sehr gut, ein Foto mit Totenkopf und Knochen mit einer Büroklammer versehen, das wirkt schon geheimnisvoll.
Alles in Allem ein ruhiger, unblutiger, gemächlicher Krimi mit guter Handlung und interessanter, nachvollziehbarer Aufklärung.

Bewertung vom 04.09.2019
Brennende Narben / Mara Billinsky Bd.3 (eBook, ePUB)
Born, Leo

Brennende Narben / Mara Billinsky Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Brennende Narben“ von Leo Born hat 388 Seiten auf meinem Reader, die in 4 Teile und 79 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 3. Fall mit Mara Billinsky.
In Frankfurt wird die Edelprostituierte Denise ermordet. Auf der Autobahn wird ein Transporter mit Menschen durch eine Bombe in die Luft gesprengt. Mara bekommt einen anonymen Tipp über eine Drogenlieferung und auch eine Warnung, dass der „Wolf“ in der Stadt ist. Der geheime Informant hat noch weitere hilfreiche Tipps für Mara.
Außerdem versucht sie immer noch, den früheren Staatsanwalt Grigoleit zu sprechen wegen des Mordes an ihrer Mutter. Aber der blockt weiterhin ab und droht sogar, rechtliche Schritte gegen sie einzuleiten. Da scheint etwas vertuscht zu werden, was auch ihr umtriebiger Vater weiß. Erst ganz langsam nach und nach erfährt sie mehr.
Also wieder viel zu tun für sie und ihr Team. Im Fall Denise ist schnell ein Verdächtiger gefasst. Dieser war jedenfalls für mich eine Überraschung.
Dann gerät Mara in den Fokus des „Wolfes“. Wie sich heraus stellt, ist er kein Unbekannter.
Es wird zu einem sehr persönlichen Fall für Mara, da sie endlich den Mörder ihrer Mutter finden und überführen will. In diesem Buch erfährt man auch etwas mehr über ihren Vater, Edgar Billinsky, und die Vergangenheit der Familie.
Außerdem ergibt sich für Mara eine interessante persönliche Beziehung, mit der man eher nicht gerechnet hätte.
Dienstlich ist sie wieder die bekannte Alleingängerin, streift unermüdlich nachts durch die Gegend, beobachtet und fragt. Und hat sich natürlich weitere Feinde gemacht.
Mit Jan Rosen hat sie zwar inzwischen einen angenehmen Kollegen gefunden, aber er ist für den Außendienst eher zu ängstlich und zweifelt auch selbst an seinen Fähigkeiten als Polizist. Bis er nach guter Mara Art nachts durch die Stadt streift und eine tolle Rettungsaktion im Alleingang durchzieht, was ihm endlich den Respekt des Chefs und der Kollegen einbringt.
Es ist wieder ein typischer Mara-Billinsky-Thriller, von Anfang an spannend, mitreißend, eigenwillig.
Auch das Cover mit der Krähe passt wieder perfekt zu den Vorgängern.

Bewertung vom 28.08.2019
Wattsterben (eBook, ePUB)
Raab, Kirsten

Wattsterben (eBook, ePUB)


gut

„Wattsterben“ von Kirsten Raab habe ich als ebook mit 238 Seiten gelesen. Diese sind in 6 Kapitel eingeteilt.
Aus einer psychosomatischen Klinik auf der Insel Kollerssand sind 3 Patienten verschwunden. Teile eines Mannes sind wieder aufgetaucht. Der Klinikchef Fred Weiner bittet seinen Freund und Kommissar, diskret zu ermitteln. So kommt es, dass die Kommissare Piet Petersen und Hauke Hansen getarnt als Patienten in der Klinik ermitteln sollen. Den beiden ist die Sache nicht geheuer. Für Piet wird ein nachvollziehbarer Grund gefunden. Er hat nach dem unaufgeklärten Mord an seiner Frau Schlafstörungen und Panikattacken. Hauke wird seine Hilfsbereitschaft zum Verhängnis. Er leidet also unter einem Helfersyndrom.
Schon am ersten Tag in der Klinik lernen beide in unterschiedlichen Therapiekreisen Patienten und Therapeuten kennen. Dabei fällt zuerst Dr.Becker mit seinem kalten Blick auf. Hat er etwas mit dem Verschwinden zu tun? Oder war es einer der Patienten? Oder vielleicht auch gar keiner von der Insel? Allerdings sind die An- und Abfahrten nur begrenzt und kaum geheim möglich.
Für Piet und Hauke sollten nun die Ermittlungen beginnen. Leider ist das für den Leser nicht erkennbar. Dafür lernt man den Klinikalltag sehr ausführlich kennen, Einzelgespräche, Gruppengespräche, Maltherapie und vieles andere. Piet und Hauke haben unterschiedliche Therapiepläne und können daher kaum zusammen etwas herausfinden. Sie streifen auf der Insel herum, finden aber nichts Nützliches heraus. Zwischendurch wollen sie ihren Chef Georg um Recherchen zu bestimmten Sachen bitten. Wie sie das machen wollen ohne großartigen Internet- oder Handyempfang, weiß ich nicht. Angeblich hat die Klinik WLAN, aber es war nicht erkennbar, ob sie Nachrichten verschickt haben. Antworten haben sie jedenfalls von Georg nicht bekommen.

Leider war das Buch nur auf den ersten und letzten Seiten spannend. Nach der Buchbeschreibung hätte ich etwas mehr Aufregung erwartet.

Aber das Cover finden ich sehr schön mit dem Leuchtturm im Hintergrund, der eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Bewertung vom 25.08.2019
Unter dem Eis - Christopher Diecks 2 (eBook, ePUB)
Möller, Lara

Unter dem Eis - Christopher Diecks 2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Unter dem Eis“ von Lara Möller habe ich als ebook gelesen. Das Buch ist in 20 Kapitel eingeteilt.
Der Prolog beginnt im November mit Simon und Nina auf einer Baustelle.
Im Dezember bekommt die Privatdetektei von Martin Kleemeyer von Karin Neudorf den Auftrag, ihren Erpresser zu finden. Sie ist Bauunternehmerin und hatte eine kurze Affäre. Nun vermutet sie, dass diese der Erpresser ist. Christopher Diecks, der noch recht neu in der Detektei ist, beginnt zu ermitteln. Er hat dabei auch Hilfe von seinem Freund Jacobi, der seine Meinung, dass Observierungen langweilig sind, ändert, als es zur Verfolgung eines Verdächtigen kommt. Christopher lernt Gerrit und David bei einer Schlägerei kennen. Dabei erfährt er dass Gerrit's Cousine Nina verschwunden ist und er sich große Sorgen macht. Wenn es um sie geht, geht sein Temperament oft mit ihm durch und er schlägt auch mal zu.
Für Christopher beginnt sehr viel Laufarbeit, die ihn in das Milieu der Junkies, Dealer und anderer Krimineller führt, was nicht immer ungefährlich ist. Sein Chef unterstützt ihn mit Recherchearbeiten. Dabei ergibt sich ein Zusammenhang mit dem Fall von Karin Neudorf.
Privat ist Christopher gerade sehr glücklich mit seiner Romy. Allerdings ist sein Verhältnis zu seinem Bruder nicht gut. Dessen Frau Helena bitter Christopher, mit zum Ultraschall zu kommen, weil ihr Mann plötzlich auf Dienstreise muss. Dass macht Christopher sehr wütend. In Romy hat er eine gute Zuhörerin gefunden, die viel Verständnis hat und auch letztendlich vermittelt. Nebenbei arbeitet er noch im Restaurant seines Stiefvaters und der Stiefschwester, zu denen er ein sehr inniges Verhältnis hat.
Es gibt einige Hinweise auf Christopher’s vorherigen Fall, bei dem er wohl so einiges durchgemacht hat. Damals lernte er anscheinend auch Kommissar Felix van Ebert kennen, der auch im aktuellen Fall wieder dabei ist und gut mit Christopher arbeitet.
Das Buch hat mir sehr gefallen. Ich denke, dass die Arbeit eines Privatdetektivs recht realistisch beschrieben ist. Es ist nicht nur Action, sondern viel Lauf- und Schreibtischarbeit. Am Ende konnte natürlich alles aufgeklärt werden. Und das anders, als es zu Beginn aussah.
Christopher und sein Team sind sehr sympathisch, sie gehen fair mit den Leuten um, stempeln sie nicht gleich ab. Sogar Gerrit und David fand ich gut, auch wenn gerade Gerrit sehr aufbrausend ist und sich deswegen auch schon Ärger eingehandelt hat.

Bewertung vom 20.08.2019
Leichenschmaus im Herrenhaus (eBook, ePUB)
Kehrer, Karin

Leichenschmaus im Herrenhaus (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Leichenschmaus im Herrenhaus“ von Karin Kehrer habe ich als ebook mit 221 Seiten gelesen. Diese sind in 39 Kapitel eingeteilt. Es ist der 2. Fall für Bee Merryweather. Im Anhang gibt es noch eine Leseprobe von „Todesklang und Chorgesang“
Zu Beginn lernt man erst einige der Dorfbewohner von South Pendrick kennen. Percy Sheldrake wohnt mit seiner viel jüngeren Frau Lavinia im Witwenhaus von Waterford Manor, sie sind relativ neu zugezogen. Lavinia ist das große Haus unheimlich und sie denkt auch, dass es spukt. Im Dorf ist das Paar nicht beliebt. Aber eine gute Freundin hat sie in Bee Merryweather gefunden. Diese häkelt im Auftrag Eierwärmer und ist mit dem Landarzt Dr. Marcus Strong befreundet, der mit seiner Frau eine On-Off-Beziehung führt, womit er nicht glücklich ist. Die Lehrerin Dorothy ist in den Dorfpolizisten verknallt, der wiederum in Lavinia. Dann findet Bee bzw. Lavinias Hund eine verbuddelte Leiche auf dem Anwesen. Trotzdem findet Lavinia's Geburtstagsparty statt, zu der auch die Dorfbewohner sowie Meister Jeevan, ein Jesus-Verschnitt, eingeladen sind. Dort gibt es nicht nur Freunde und Nettigkeiten und dann findet wieder Bee eine Leiche. Damit endet die Nacht mit Marcus nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat.
Und nun beginnt die Suche nach den Mördern. Bee macht sich so ihre eigenen Gedanken und gerät in einige kritische Situationen. Dabei ist die Lösung nicht so einfach, wie es zuerst erscheint. Gerade am Ende ist sie doch etwas naiv.
Es ist ein sehr schöner, unaufregender, relativ unblutiger Landkrimi mit charmant beschriebenen Charakteren. Man kann sich gut vorstellen, wie in diesem kleinen Ort Klatsch und Tratsch gedeihen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und das Lesen hat mir Spaß gemacht. Auch das Cover ist wunderschön mit dem typischen Schloss, welche es so viele in Cornwell gibt.

Bewertung vom 13.08.2019
Liebe, Eis und Himbeerstreusel (eBook, ePUB)
Maari, Nadin

Liebe, Eis und Himbeerstreusel (eBook, ePUB)


sehr gut

„Liebe, Eis und Himbeerstreuse“ von Nadin Maari, hat 204 Seiten auf meinem Reader, die in 26 Kapitel eingeteilt sind. Diese sind mit Eissorten und kurzen Erklärungen überschrieben.
Es ist Teil 2 der Sweet Romance-Reihe.
Am Ende des Buches finden sich noch einige leckere Rezepte.

Sunny kreiert Eis aus den unterschiedlichsten Zutaten. Zusammen mit feiner Sahne und so mancher ausgedachter Geschichte wird dieses an die Gäste im „Schneeflöckchen“ serviert.
Zufällig trifft sie auf ihren Ex-Freund Leo, den sie nicht verlassen, sondern nur frei gegeben hat, und seine Freundin Julia. Zum Glück hat sie Tom, ihren Geschäftsnachbarn, dabei, der gleich mal schnell zu ihrem Verlobten wird. Dummerweise kommt sie aus der Nummer nicht mehr heraus, als Leo als Hochzeitsgeschenk Julia’s Dienste anbietet, die Hochzeitsplanerin ist. Die Situation wird immer verzwickter und Sunny denkt selbst schon an eine Hochzeit mit Tom.
Zusätzlich hat sie noch Stress mit dem Restaurant-Nachbarn, der sie zu einem Vanilleeis-Wettbewerb herausfordert.
Außerdem versucht sie noch zusammen mit ihrer Cousine Alma, die auch in der Eisdiele arbeitet, ihre Mütter, die Zwillingsschwestern sind, zu versöhnen. Allerdings weiß keiner, warum sie zerstritten sind.
Eine Menge Herausforderungen für Sunny, die erst einmal in einem Desaster enden.

Im Laufe des Buches wird mir Sunny immer unsympathischer. Sie kann Realität und Fantasie nicht mehr trennen, verstrickt sich immer weiter in ihre Lügengeschichten, stößt ihre Freunde und Familie vor den Kopf und wundert sich, warum sie von allen ungerecht behandelt wird und keiner mehr Verständnis für sie hat.

Es ist eine wunderbar schnulzige, romantische, locker leichte Geschichte, die sich schnell lesen lässt, auch wenn Sunny trotzdem nicht mehr viele Pluspunkte bei mir gemacht hat. Man kann sich die Menschen und die Läden in dem Viertel lebhaft vorstellen, es ist eine eingeschworene Gemeinschaft und Jeder kennt Jeden.

Das Cover ist wunderschön, erinnert an Vanilleeis mit Himbeerstreusel.

Bewertung vom 12.08.2019
Lautlose Schreie / Mara Billinsky Bd.2 (eBook, ePUB)
Born, Leo

Lautlose Schreie / Mara Billinsky Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

„Lautlose Schreie“ von Leo Born hat 389 Seiten auf meinem Reader, die in 4 Teile und 68 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der zweite Teil mit Mara Billinsky.
Das Buch beginnt gleich ganz furchtbar, zwar nur mit Andeutungen, aber man kann schon erahnen, was passiert.
Dann wird Mara zu zwei kleinen toten Kindern gerufen und findet noch mehr Kinderleichen. Und schon wird sie vom Fall abgezogen, um sich zusammen mit ihrem Kollegen Jan Rosen um einen anderen Mord zu kümmern. Und wieder hat sie nicht nur mit ihrem Vorgesetzten Rainer Klimmt zu kämpfen, der sie immer noch nicht leiden kann und sie am liebsten loswerden würde. Nun kommen auch noch der neue Staatsanwalt dazu, der sie herablassend behandelt und ihr gehasster Vater als Anwalt des Verdächtigen. Keine guten Voraussetzungen für die Ermittlungen.
In den Nebenhandlungen wird weiter über die toten Kinder geschrieben, die alle ähnliche Operationsnarben aufweisen. Den Fall hat Klimmt mit einem Team übernommen.
Einen weiteren Teil nimmt Evelyn Hornauer mit ihrem Mann ein. Diese wollen ein ominöses und teures Geschäft abwickeln. Lange wird man hier im Dunkeln gelassen, worum es sich handelt. Das erhöht die Spannung um Einiges.
Und dann gibt es noch das Mädchen Shaqayeg, über dessen Leidensweg man im Laufe des Buches mehr erfährt.
Am Ende führen alle Ereignisse zu einer grausamen Geschichte zusammen.
Mara macht wie gewohnt ihre Alleingänge, was auch daran liegt, dass sie von Klimmt immer wieder abgewimmelt wird und auch der Staatsanwalt sie stark behindert. Auch bei dieser Konstellation gibt es am Ende eine Überraschung. Eine große Hilfe dagegen ist ihr Jan Rosen, der immer akkurate Kollege, der allerdings am Schreibtisch eher besser aufgehoben ist.
Mara ist immer noch rastlos, wirkt immer gehetzt und unruhig, unnahbar, kurz angebunden, direkt. Doch in diesem Fall bekommt ihre raue Schale durch eine besondere Frau so einige Risse.
„Bewegend, erschreckend und unglaublich spannend“ – bringt es genau auf den Punkt.

Bewertung vom 12.08.2019
Aller toten Dinge sind drei / Elsa van Graaf Bd.1
Ohle, Bent

Aller toten Dinge sind drei / Elsa van Graaf Bd.1


sehr gut

„Aller toten Dinge sind Drei“ von Bent Ohle ist ein sehr schönes, handliches Taschenbuch mit 207 Seiten, die in 19 Kapitel eingeteilt sind. Auf der ersten Umschlagseite ist eine handgemalter Straßenkarte von Uplengen zu sehen.
Die ersten 50 Seiten sind eher zum Kennenlernen der Akteure. Zuerst ist da einmal Elsa, die mit ihrer Schwester den elterlichen Hof betreibt, einen betrunkenen Waschbären zu ihren anderen Fundtieren zum Ausnüchtern bringt, eine 14jährige Tochter hat und deren Mann vor vielen Jahren verschwunden ist und inzwischen für tot erklärt wurde. Sie ist die Assistentin von Astrid Stegmeier, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes. In dieser Funktion fahren die beiden von Berlin nach Ostfriesland, um das dortige Leben der Landfrauen kennenzulernen und Astrid soll den Herbstmarkt eröffnen.
In Uplegen kommen gleich den anderen Landfrauen zusammen. Auch diese lernt man kennen, einschließlich der Zeremonie des Teetrinkens sowie einige Sehenswürdigkeiten des Ortes.
Dann finden drei der Landfrauen-Männer eine „Totenheck“ vor ihrer Haustür – ein Brett mit den jeweiligen Geburtstagen und dem Sterbetag der Männer, der am nächsten Tag sein soll. Das ist natürlich für alle sehr beunruhigend.
Elsa ist recht praktisch veranlagt und hängt sich gleich in die Ermittlungen mit ein. Dabei kommen so einige Geheimnisse der drei Männer ans Licht, von denen nicht einmal die Ehefrauen wussten.
Und gerade jetzt in Ostfriesland hört Elsa von einer der Landfrauen einen Ausspruch, den sie von ihrem Mann kennt und einen wertvollen Hinweis. Das wird dann sicher im nächsten Teil weiter thematisiert.
Es ist ein sehr schöner, zügig zu lesender, unspektakulärer und unblutiger Landkrimi mit sympathischen Charakteren und charmantem Flair des Ortes, der Menschen und der Traditionen. Interessant ist auch das Thema Landfrauen an sich. Diese sind gut organisiert, vielseitig begabt und können auch hart anpacken. Ich bin auf den Fortgang dieser Reihe gespannt.
Auch das Cover ist sehr schön, fast handgemalt mit erhabener Schrift des Titels.

Bewertung vom 29.07.2019
Die letzte Witwe / Georgia Bd.7
Slaughter, Karin

Die letzte Witwe / Georgia Bd.7


gut

„Die letzte Witwe“ von Karin Slaughter hat 554 Seiten, die in 23 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 7. Fall für Sara Linton und Will Trent.

Eigentlich wollten Sara und Will nur bei ihrer Mutter und Tante zu Mittag essen, als es in der Nähe mehrere Explosionen gibt. Beide wollen nachschauen, um zu helfen. Da geraten sie in einen Autounfall und Will muss hilflos zusehen, wie Sara entführt wird. Diese landet in einem Camp, um angeblich eine Masernepidemie zu verhindern.
Lange ist nicht klar, was in dem Camp wirklich vor sich geht, aber dann ist es eine furchtbare Geschichte.

Trotzdem der Beginn des Buches mit Entführungen und mehreren Explosionen sehr rasant beginnt, bin ich nicht so gut in die Geschichte eingestiegen, da sich die Handlungen aus einer anderen Sicht immer wiederholt haben. Das hat mich verwirrt. Aber die Wiederholungen zogen sich nicht durch das gesamte Buch.

Die Hauptakteure Sara und Will kennt man ja schon. In diesem Fall ist die Angst der beiden spürbar. Jeder macht sich Sorgen um den anderen und denkt dabei kaum an sich selbst. Will ist hilflos, da er Sara nicht finden und ihr helfen kann. Erst ziemlich zum Schluss gelingt es, ihn als verdeckten Ermittler in das Camp einzuschleusen.

Ich fand Amandas Verhalten zu Beginn sehr verantwortungslos. Will war schwer verletzt und sie puscht ihn mit Riechsalz auf, damit er weiterarbeiten kann.
Auch Cathy, Sara’s Mutter, konnte ich nicht verstehen. Kann ja sein, dass sie noch an ihrem toten Schwiegersohn hängt, aber Will so schlecht zu behandeln, ist nicht fair. Sie sollte froh sein, dass Sara wieder jemanden gefunden hat.

Das Buch ist zu Beginn mit der Entführung von Michelle einige Wochen vor der eigentlichen Handlung und dann Saras Entführung spannend aufgebaut. Dann hat es etwas stagniert, für mich jedenfalls. Da war mir zu viel Durcheinander, sodass ich zeitweise nicht wusste, wer wo und warum ist. Wie schon geschrieben auch wegen der Wiederholung der Handlungen. Auch waren mir zwischendurch die Abhandlungen über politische Verwicklungen und terroristische Gruppierungen zu langatmig.
Aber dann ist es doch wieder sehr rasant, spannend und schrecklich geworden.

Insgesamt betrachtet habe ich schon bessere Bücher von Karin Slaughter gelesen.