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Benutzername: Julia Grimm
Wohnort: Deggendorf
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Bewertungen

Insgesamt 34 Bewertungen
Bewertung vom 22.02.2020
Wortwächter
El-Bahay, Akram

Wortwächter


ausgezeichnet

Tom traut seinen Augen kaum. Auf der Papierseite in seinen Händen erscheinen wie von Zauberhand Worte. Worte, die von ihm erzählen. Worte, die ihn warnen: Denn Tom steckt schon bis zum Hals im Abenteuer. Und die Hilfe der geheimnisvollen Seite kann er gut gebrauchen, als plötzlich Statuen lebendig werden und eine goldene Feder eine Jagd um die halbe Welt auslöst.

Das Cover gefällt mir wieder einmal sehr gut. Es zeigt Tom und Joséphine und zwischen den beiden die goldene Feder. Die beiden Charaktere stehen auf einem aufgeschlagenen Buch. Es gibt auf dem Cover so viel zu entdecken. Sei es Abraham Lincoln oder der Big Ben.

Für mich ist es inzwischen das fünfte Buch, welches ich von Akram El-Bahay lese. Sein Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist flüssig zu lesen und er schafft es immer wieder, mich tief in die Geschichte zu ziehen und mit den Charakteren zu fühlen, zu erleben.

Die Geschichte rund um die Wortwächter hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Eine tolle Idee mit den Lesenden, den Schreibern, den Steinernen. Und ich fand es toll, so viele berühmte Autoren in diesem Buch zu "treffen". Sehr gefreut habe ich mich über den kleinen Auftritt von den Gebrüdern Grimm, trage ich doch denselben Nachnamen. Aber auch Toni fand ich klasse und seinen Erschaffer natürlich auch. Ich denke, dass jeder die Namen kennt, die im Buch auftauchen, auch wenn man noch nix von dem- oder derjenigen gelesen hat.

An Spannung hat es in der Geschichte auch nicht gefehlt. Denn immer wieder passiert etwas, immer wieder ist die ungewöhnliche Truppe vor neue Herausforderungen gestellt. Ein großes Abenteuer also.

Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und waren mir durchweg sympathisch und auch die, die nicht die großen Sympathieträger waren, haben sehr gut gepasst.

Wie ich nun weiß, streut der Autor in seiner Bücher immer etwa aus einem seiner anderen Werke ein. So sah ich mich hier plötzlich zurück in Paramythia und ich habe mich darüber echt gefreut.

Total gut gefallen haben mir auch die immer wieder eingestreuten, mal mehr mal weniger bekannten Zitate. Und ich habe, was ich selten mache, mir auch eine Stelle im Buch für die Rezension extra markiert, um sie hier zu zitieren, weil sie mir so gut gefällt.

"Dann nimm dir ein Buch. Eines, das dir eine ganze Welt in den Kopf zaubert. Das dich an Orte bringt, an denen du nie sein wirst. Und das dich Menschen folgen lässt, die du nie kennenlernen wirst. Für die Zeit, die du dem Weg aus Worten folgst, ist alles in dem Buch lebendig. Zumindest, wenn der Autor sein Werk versteht. Nimm dir ein solches Buch und du wirst feststellen, dass Worte sehr wohl Leben erschaffen können."

Ich denke, jeder, der gerne Fantasy liest und dort in fremde Welten eintaucht, kann genau das sehr gut nachvollziehen. Und wieder war ich an Paramythia erinnert, eine so fremde Welt und mir dank der Worte diesen tollen Autors doch so vertraut, dass ich drei Bücher lang mit Sam gemeinsam in ihr wandeln konnte.

Alles in allem hat mir auch Wortwächter sehr gut gefallen. Es gibt nichts, was ich daran zu kritisieren hätte und deshalb gibt es von mir volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung, auch für die, die nicht so gerne lesen - Tom ging es anfangs genau so.

Bewertung vom 18.02.2020
Kitchenkarma statt Küchendrama

Kitchenkarma statt Küchendrama


ausgezeichnet

Schnippeln, Kneten, Rühren sind nach einem stressigen Tag die wahre Meditation. Tür zu, Kühlschrank auf, Herd an – und mit einem Mal bekommst du alles gebacken. Ob farbenfrohe Wohlfühlsuppen, feuriger Nudelsalat oder Regenbogen-Smoothie: Nach einer relaxten Küchen-Session sind alle Sinne wach. Denn die Küche ist der kreativste Ort der Welt. Und Kochen einfach gut fürs Karma.

Das Kochbuch fiel mir als erstes wegen seinem Cover auf. Denn das größte Wort darauf ist „Karma“ und das auch noch in schnörkeliger Schrift und knallpink. Der Hintergrund ist schwarz und somit knallt das natürlich umso mehr. Außerdem finde ich den Titel „Kitchen-Karma statt Küchendrama – Der leckere Weg zur Erleuchtung“ einfach klasse.

Das Kochbuch ist alles andere als ein typisches Kochbuch. Alles geht irgendwie wild durcheinander, also nicht, wie man es klassisch kennt mit vorne Suppen, Salate, dann Hauptgerichte und dann Desserts und Kuchen. Am Anfang kommen zwei Rezepte für Drinks, dann wird gebacken, ein paar Salate, Blumenkohlpizza usw. Ihr seht schon, typisch ist hier nichts.

Ich finde es toll, dass das Kochbuch eben nicht so typisch ist, weil eben keine Logik dahinter steckt. Aber das hat mich gar nicht gestört. Denn so hatte ich umso mehr das Buch in der Hand und hab immer wieder mal darin geblättert, um auch immer wieder mal was zu entdecken, was mir vorher vielleicht gar nicht aufgefallen ist. Außerdem sind in dem Buch auch Tipps und Tricks zu finden und wer sich ganz entspannen möchte, findet auch etwas zum ausmalen.

Als erstes war bei mir ein Avocado-Pistazien-Kuchen dran, der einfach nur mega lecker war und auch leicht zum herstellen. Ich bin mehr der Koch-, weniger der Backfan, aber der Kuchen war auch für mich super in der Herstellung. Und geschmeckt hat der! Den wird es auf jeden Fall wieder geben.

Heute gab es aus dem Buch Couscous-Spinat-Feta-Frikadellchen und auch die waren einfach nur zum Niederknien. Die Rezepte sind neben lecker auch einfach, ich fand sie leicht zu befolgen und man braucht meistens auch keine sonderlich speziellen Zutaten.

Alles in allem kann ich sagen, dass alles, was wir bislang ausprobiert haben, echt lecker war und auch wieder gemacht wird (abgesehen von einem Smoothie, der mehr zum löffeln war als zum trinken hihi). Manches habe ich etwas abgewandelt oder werde ich beim nächsten Mal abwandeln, aber ich bin wirklich rundum zufrieden und werde sicher noch oft aus diesem Kochbuch kochen oder auch sehr gerne backen.

Von mir gibt es absolut verdiente 5 Sterne und ich freue mich auf mehr solche Kochbücher und hoffe, es wird da noch mehr davon geben.

Bewertung vom 01.02.2020
Zurück in Monsterville / Monsterville Bd.2 (eBook, ePUB)
Monster, Adam

Zurück in Monsterville / Monsterville Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Auch das Cover des zweiten Bandes der Reihe gefällt mir wieder gut. Es passt prima zur Geschichte. Darauf zu sehen die drei Freunde, ein Wolf und noch so einige Kleinigkeiten, die es zu entdecken gilt.

Und im Buch erwarten den Leser wieder ganz tolle Illustrationen. Die haben mich selbst im E-Book richtig überzeugt. So kann man sich all die fremdartigen Wesen, die Adam so erwähnt doch gleich viel besser vorstellen.

Bei „Zurück in Monsterville“ handelt es sich um den zweiten Band einer Reihe, erschienen im Dragonfly Verlag. Der Altersempfehlung ab 9 Jahren kann ich auf jeden Fall zustimmen. Wie viele Bände die Reihe insgesamt umfassen wird, konnte ich nicht rausfinden. Wenn ich allerdings die Infos aus dem Buch kombiniere, denke ich, dass noch 11 weitere Bände folgen werden.

Mir hat der Schreibstil des Autors wieder gut gefallen. Wie schon im ersten Band wird auch hier die Geschichte aus der Sicht eines Erzählers geschrieben – Adam Monster. Wo ich mich bei Band 1 noch daran gewöhnen musste, dass dieser immer wieder abschweift und außerdem seinen eigenen Stil hat, war ich hier sehr schnell wieder mitten drin in der Geschichte.

Es war schön, dieses Mal noch mehr über die drei Freunde und ihr Leben, ihr Denken zu erfahren. So hat der Autor ihnen Tiefe verliehen und sie mir als Leser wieder ein ganzes Stück näher gebracht.

Auch die Geschichte selbst hat mir wieder sehr gut gefallen. Im ersten band waren es Vampire, hier Werwölfe. Was mag uns wohl im nächsten Teil erwarten? Welche Abenteuer werden die drei Freunde dann bestehen und welche Geheimnisse lüften?

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und für diesen zweiten Band auch volle 5 Sterne. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn ich mit Lucy, Ben und Linus neue Rätsel lösen kann. Diese Reihe werde ich sehr gerne weiter verfolgen.

Bewertung vom 23.01.2020
Wir fliegen, wenn wir fallen
Reed, Ava

Wir fliegen, wenn wir fallen


ausgezeichnet

„Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten Zeit für sie.“

Eine Liste mit zehn Wünschen. Ein letzter Wille. Und zwei, die ihn gemeinsam erfüllen sollen.

Das ist die Geschichte von Yara und Noel.

Das Buch fällt auf. Zunächst weil es so pink ist. Und dann ist da noch weiß, zwei Menschen im Scherenschnitt, die sich an der Hand halten, der Eiffelturm, ein Wolf, ein Fallschirm und jede Menge Samen einer Pusteblume, die über das Cover wehen, die sich aber auch um den Titel ausbreiten. Nimmt man den Schutzumschlag ab, ist das Buch weiß und der Titel ist in Pink ebenfalls auf dem vorderen Buchdeckel zu finden und auf dem hinteren Buchdeckel befindet sich der obige erste und auch der letzte Satz. Es sieht sowohl mit, als auch ohne Schutzumschlag einfach nur toll aus. Ich bin total hin und weg.

„Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist ein Einzelband und erschienen im Überreuter Verlag. Für mich ist es das erste Buch, welches ich von der Autorin lese. Das Buch ist auch innen sehr schön gestaltet. Jeder Kapitelanfang ist mit Samen der Pusteblume versehen und mit einer „Kernaussage“, die sich im jeweiligen Kapitel wiederfindet.

Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Er ist sehr gut zu lesen und ich war vom ersten Moment in der Geschichte drin. Sie hat es immer geschafft, mir die Gefühle des jeweiligen Charakters zu vermitteln. Und zwar so sehr, dass mir das erste Mal schon bei Seite 46 die Tränen gekommen sind. Die Kapitel werden jeweils aus der Sicht von Yara oder Noel erzählt, so dass man immer ganz nahe dran ist an deren Gefühlen, deren Gedanken.

Ihre Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Beide für sich sind echt speziell, schwimmen eher gegen als mit dem Strom und haben ihre Geschichte nicht nur als kleines Paket sondern eher als großen Rucksack dabei. Aber gerade das fand ich toll. Jeder war für sich schon Besonders, aber gemeinsam waren sie, was sie selbst nie geglaubt hätten.

Ich weiß gar nicht, wie oft ich Stellen in der Geschichte gelesen habe, die ich einfach nur toll fand und ich die ich mir am liebsten alle gemerkt hätte. „Weisheiten“ sozusagen, die so gut zur jeweiligen Situation im Buch, zur Stimmung gepasst haben.So einige Male musste ich wirklich schmunzeln, mir kamen wie oben schon erwähnt auch die Tränen. Das bedeutet, dass ich dieses Buch wirklich mit“gelebt“ habe. Und es hat mich wirklich so richtig, richtig berührt. Nicht nur die Geschichte an sich, das Leben von Yara und Noel, sondern auch die Aussage, die dahinter steckt.

Keine Ahnung, warum ich dieses Buch so lange hab im Regal stehen lassen. Das hat es definitiv nicht verdient! Für mich ist dieses Buch zu 100% ein Jahreshighlight und ich kann es jedem nur wärmstens weiterempfehlen, der keine Angst vor Emotionen hat.

Von mir gibt es 5 Sterne und wenn ich könnte, würde ich noch viel mehr vergeben! Dieses Buch sollte wirklich jeder lesen und dann über das Gelesene nachdenken. Denn „Manchmal ist es okay, nicht okay zu sein“.

Bewertung vom 18.01.2020
Es beginnt / Beastmode Bd.1
Wekwerth, Rainer

Es beginnt / Beastmode Bd.1


sehr gut

Eine fünftausend Jahre alte Göttin.
Ein zweihundert Jahre alter Dämon.
Der tätowierte Junge, der die Zeit anhalten kann.
Ein Mädchen – halb Mensch, halb Kampfmaschine.
Der ultimative Nerd, aber praktisch unverwundbar.
Fünf Jugendliche mit übernatürlichen Kräften.
Eine unmögliche Aufgabe: die Welt retten!

Dieses Buch fiel mir schon Wochen vor seinem Veröffentlichungstermin auf – wegen dem Cover. Das hat mich von Anfang an fasziniert und nach dem Klappentext war klar: Das muss ich lesen! Das Cover ist ganz in Schwarz und Gold gehalten. Auf der rechten Hälfte des Covers ist ein Teil eines Gesichtes zu sehen, geschminkt mit Gold, ähnlich eines Totenschädels. Mittig groß steht der Titel des Buches. Ich finde es richtig toll und nachdem ich gelesen habe, dass Alexander Kopainski das Cover gestaltet hat, wundert es mich nicht, dass es mich von Anfang an begeistert hat. Seine Cover sind einfach der Wahnsinn.

Bei „Beast Mode: Es beginnt“ handelt es sich um den ersten Teil einer Dilogie, erschienen bei Planet! vom Thienemann-Esslinger Verlag. Der zweite Teil erscheint im Herbst 2020, so dass die Wartezeit nicht allzu lang ist.

Für mich ist „Beast Mode: Es beginnt“ das zweite Buch, das ich von dem Rainer Wekwerth lese. Ich habe bereits „Pheromon“ von ihm gelesen, welches mich allerdings nicht überzeugen konnte. Umso neugieriger war ich natürlich auf dieses Buch.

Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Er war leicht und flüssig zu lesen und ich bin super in die Geschichte gekommen. Sehr angenehm fand ich unter anderem auch die relativ kurz gehaltenen Kapitel. Den Trend, die Kapitel richtig lang zu machen, kann ich einfach nicht verstehen. So hat sich das Buch sehr angenehm gelesen und ein Kapitel nach dem anderen flog nur so dahin.

Mir hat sehr gut gefallen, dass es immer wieder unterschiedliche Sichtweisen gibt. So wird immer wieder aus Sicht eines anderen Charakters die Situation beleuchtet. Das hat den jeweiligen Charakteren zusätzlich zu ihrer Geschichte, die der Autor ihnen mitgegeben hat, noch mehr Tiefe verliehen. Denn ich als Leser konnte so an den Gedanken der jeweiligen Person teilhaben.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie sind anders und doch so gleich. Sie spüren, dass sie irgendetwas verbindet, doch wissen sie nicht, was es ist. Jeder bringt sein eigenes Päckchen mit, das er zu tragen hat.

Die Geschichte fand ich ebenfalls gut gelungen. Dass es in diese Richtung geht, in die es gegangen ist, hätte ich nicht vermutet. Aber es gefällt mir. Ich bin wirklich gespannt, was der zweite Teil hier noch so bereit halten mag.

Mein Fazit: Ein guter erster Teil, der sich richtig schnell gelesen hat, mich neugierig gemacht hat auf den zweiten Band und der von mir gute 4 Sterne mit der Tendenz zu 5 Sternen erhält. Zu 5 Sternen hat mir einfach noch was gefehlt und ich bin gespannt, ob der zweite Teil dieses Etwas dann mitbringen wird.

Bewertung vom 15.01.2020
Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1
Schwab, V. E.

Vicious - Das Böse in uns / Vicious & Vengeful Bd.1


ausgezeichnet

Als junge und brillante Medizinstudenten teilen sich Victor Vale und Eli Ever auf dem College ein Zimmer und auch eine Obsession. Sie versuchen durch eine gezielt herbeigeführte Nahtoderfahrung übernatürliche Kräfte in sich zu wecken. Und sie haben Erfolgt. Victor erlangt die Fähigkeit, Schmerz zu kontrollieren und Eli wird quasi unsterblich. Doch der Preis ist hoch. Zu hoch.

Zehn Jahre später bricht Victor Vale aus dem Gefängnis aus, um sich an seinem ehemaligen Freund Eli Ever zu rächen. Begleitet wird er von einem jungen Mädchen, da die Toten auferstehen lassen kann. Doch auch Eli ist nicht mehr alleine. Er hat eine Frau an seiner Seite, deren Willen man sich nicht entziehen kann. Beide Seiten suchen die Konfrontation und dabei ist nur eines sicher – es wird Blut fließen.

Das Cover des Buches ist eher schlicht gehalten. Es besteht aus den drei Farben Rot, Schwarz und Weiß. In Rot ist der Hintergrund, in Schwarz ist in der Ferne eine Stadt zu erkennen und den Großteil des Covers ziert ein Mann in einem schwarzen Mantel und mit weißen Haaren. Ebenfalls in weiß der Titel des Buches und der Name der Autorin.

Für mich ist „Vicious – Das Böse in uns“ das Erste Buch, das ich von der Autorin lese. Es ist der erste Teil einer, soweit ich weiß, Dilogie. Der zweite Band erscheint am 29. April 2020.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Er ist flüssig zu lesen und ich war beim Geschehen immer mittendrin statt nur dabei. Ihren Charakteren hat sie Tiefe verliehen und sie hat uns an jeder Lebenslage ihrer Charaktere teilhaben lassen. Das Buch hatte ich sehr schnell durchgelesen, was auch für den tollen Schreibstil der Autorin spricht.

Jeder, sei es nun Sydney, Serena, Mitch, Eli oder natürlich Victor, ist für sich spannend und interessant. Über jeden möchte man gerne mehr erfahren, möchte man als Leser wissen, was er denkt, was er fühlt. Und jedem haftet auch noch immer das ein oder andere Geheimnis an.

Gefühle sind etwas, was in diesem Buch ganz groß geschrieben wird. Aber nicht so wie in den meisten Büchern, die man heutzutage liest. Natürlich hat auch die Liebe ihren Plat, doch ganz anders als man denkt. Dieses Buch ist anders, grausam, brutal und gleichzeitig ist es nicht kalt sondern voller Gefühle – egal, wie die aussehen mögen.

Mir hat gut gefallen, dass man immer wieder unterschiedliche Sichtweisen hat, da die Autorin munter hin und her wechselt. Ebenso wechselt sich oft die Zeit. Man springt von der Gegenwart in die Vergangenheit, wieder zurück oder noch ein Stück weiter in die Vergangenheit. Das hat mich anfangs etwas verwirrt, aber wenn man erst in der Geschichte richtig drin ist und dran bleiben kann und das ein oder andere Puzzleteil an seinem Platz ist, geht das ziemlich gut.

Ich bin richtig gespannt, wie es hier weiter gehen wird und was der zweite Teil noch so bereit hält. Für mich ist klar, dass ich Band 2 lesen werde und ich kann auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen für jeden, der nicht eitel Sonnenschein erwartet und der mit etwas derberer Kost kein Problem hat. Von mir gibt es 5 Sterne, auch wenn ich manchmal mit den Augen gerollt habe und mir manche Sachen auch etwas zu abgedreht waren.

Bewertung vom 05.01.2020
Neon Birds Bd.1 (eBook, ePUB)
Graßhoff, Marie

Neon Birds Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Im Jahr 2101 verwandelt ein außer Kontrolle geratener technischer Virus die Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. Sie werden in Sperrzonen eingepfercht und von Supersoldaten, die als Helden gefeiert werden, bekämpft. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln, Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Der Kampf zwischen Mensch und Technologie wogt hin und her und währenddessen versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern...

Als erstes möchte ich auf das Cover des Buches eingehen. Es besteht aus den Farben Pink, Lila, Blau und Schwarz mit Highlights in Weiß. Eigentlich ist darauf nicht viel zu erkennen, dafür aber Platz für Spekulationen, was es darstellen könnte. Herausstechend natürlich in Weiß der Titel des Buches, der groß in der oberen Hälfte zu sehen ist, sowie der Name der Autorin. Ebenfalls im oberen Drittel zu sehen ist der Sternenhimmel mit vielen Sternen, die regelrecht zu funkeln scheinen. In der Mitte, in Lila gehalten, sieht man etwas, das aussieht wie Hochhäuser, in denen die Lichter brennen. In der unteren Hälfte, in Pink, könnten es flache Gebäude sein. Allerdings ist nicht ganz klar, ob es wirklich Gebäude sind, oder ob es nicht vielleicht auch das Innere eines Computers darstellen könnte, mit Datenautobahnen. Das würde ebenfalls sehr gut passen. Mir gefällt das Cover gut und ich finde es sehr zur Geschichte passt.

Toll finde ich auch die im Buch befindlichen Illustrationen. So kann man sehen, ob die eigene Vorstellung sich mit der der Autorin deckt und man hat einfach auch ein Bild vom Charakter vor Augen. Und ich bin ja nach wie vor der Ansicht, dass es viel mehr illustrierte Bücher geben sollte. Illustrationen werten einfach enorm auf. Mir gefallen sie wirklich gut. Vorallem die von Andra und Luke am Tisch mit Gerta sind mir noch sehr gut im Gedächtnis geblieben.

Für mich ist „Neon Birds“ das erste Buch, das ich von der Autorin lese. Es ist der erste Teil einer Trilogie, die im Bastei Lübbe Verlag erscheint. Der zweite Band erscheint im März diesen Jahres, der finale Band folgt dann im Juli 2020. Das finde ich sehr gut, denn so ist das zuvor gelesene noch frisch und im Kopf abrufbar. Bei diesem Buch finde ich das auch wichtig, da die Geschichte doch recht komplex ist und es sonst schwierig wird, wieder in die Geschichte zu finden.

Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Trotz all der hoch technologischen Dinge, die im Buch auftauchen, hatte ich keinen Moment das Gefühl, dass ich etwas nicht verstehe oder die Autorin es im Buch nicht so erklärt, dass ich es verstehen kann. Außerdem hat sie es sehr gut geschafft, dass ich mir die Welt, die sie im Jahre 2101 beschreibt, vorstellen kann. Ihr Schreibstil ist sehr gut und flüssig zu lesen. Für mich hat sie genau das richtige Gefühl dafür gehabt, wo in der Geschichte es einer ausführlicheren Erklärung bedarf und wo nicht. So hatte ich auch nie das Gefühl, dass es Längen gab oder dass mir etwas gefehlt hat, was in diesem Moment essentiell gewesen wäre.

In der Geschichte wechseln sich die Perspektiven in den jeweiligen Kapiteln ab. Das hat mir gut gefallen, weil ich finde, dass man dann immer nochmal einen besseren Einblick in die Gedanken des jeweiligen Charakters bekommt. Und das ist bei den vier wichtigsten Charakteren doch von Vorteil. Ihre Charaktere hat sie gut ausgearbeitet, hat jedem von ihnen Tiefe verliehen und sie hat mich auf jeden einzelnen neugierig gemacht. Jeder trägt sein Päckchen mit sich und nur ganz langsam wird hier und da ein Stück der Geschichte des Jeweiligen vervollständigt.

Das Buch endet an jedem der vier Charaktere mit einem Cliffhanger, was natürlich auch viermal so fies ist. Denn man möchte überall wissen, wie es jetzt weiter geht. Mich hat die Autorin auf jeden Fall total neugierig gemacht auf den zweiten Band, den ich sehr gerne lesen möchte.

Ich vergebe 5 Sterne.

Bewertung vom 21.12.2019
Die Stimme des Zorns
Cross, Ethan

Die Stimme des Zorns


gut

Francis Ackerman jr. Ist zurück und er hat den Geschmack an Schmerzen und Qual nicht verloren. Doch diese lebt er nun an grausamen Verbrechern und Mördern aus. Gleich sein erster Fall als Sonderermittler führt ihn zu einem Täter, der seinesgleichen sucht. Das sogenannte „Alien“ hinterlässt sezierte Leichen in Kornkreisen und hat gerade eine Expertin für Außerirdische entführt. Ackerman gibt alles, um das Alien zu fangen. Wird es ihm gelingen?

Das Cover ist sehr passend zur vorherigen Reihe gehalten. Ganz in schwarz, oben der Name des Autors, unten der Titel des Buches und im Hintergrund ein menschliches Herz.

Bei „Die Stimme des Zorns“ handelt es sich um den Auftakt einer neuen Reihe des Autors Ehtan Cross rund um den inzwischen unter Thriller-Fans schon bekannten Francis Ackerman jr. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen. Für mich es bereits das fünfte oder sechste Buch, welches ich von Ethan Cross lese.

Somit ist mir der Schreibstil des Autors bestens bekannt und ich mag ihn sehr gerne. Er bedient sich keiner total komplizierten Betriffe, so dass sein Schreibstil sehr gut zu lesen ist. Außerdem schafft er es immer wieder, mich mit seiner Figur von Francis Ackerman jr. zu faszinieren. Mit ihm hat er einen so brillanten Geist geschaffen, der auf der anderen Seite aber so grausam sein kann. Jeder, der bereits ein Buch von Ethan Cross gelesen hat, in dem er von Francis Ackerman jr. schreibt, wird wissen, was ich meine. Außerdem mag ich es total, wenn ich in einem Thriller auch mal lachen kann und das konnte ich hier definitiv.

In seiner neuen Reihe hat er die bekannten Charaktere rund um Ackerman fast komplett ausgetauscht und startet neu. Mit dazu kommen sein neuer boss Samuel Carter und seine neue Partnerin. Beide für mich sehr interessante Typen, die ich in diesem ersten Band etwas kennenlernen durfte und von denen ich bereits ein wenig Hintergrundwissen in diesem Buch erhalten habe. Ein Buch lebt durch eine Charaktere und das merkt man an diesem Band.

Denn: Die eigentliche Geschichte konnte mich nicht wirklich packen. Für mich war das so ein „Nebenbei“. Die Geschichte rund um das Alien rückt irgendwie ziemlich in den Hintergrund. Spannend waren all die anderen Dinge, die ich in diesem Buch gelesen oder erfahren habe. Sei es zur Vergangenheit von Ackerman oder auch zu seiner neuen Partnerin. Hätte der Autor nicht mit Ackerman und auch den anderen Charakteren in diesem Buch so interessante Menschen geschaffen, hätte es die Geschichte nicht geschafft, mich am Ball zu halten. Der Mittelteil dümpelte so vor sich hin und ich bin froh, dass das letzte Drittel dann wieder zugelegt hat an Spannung.

Es mag daran liegen, dass mir das mit dem Alien einfach zu abgedreht war, oder auch, dass es mir zu wenig psycho, zu wenig blutig war. Da bin ich ganz anderes gewöhnt.

Nichts desto Trotz bin ich neugierig, wie es hier weiter geht. Denn auch wenn die Hauptstory rund um das Alien abgeschlossen ist, so ist es die Geschichte um Francis, Theodore (von dem ich ein riesiger Fan bin), Samuel Carter und die neue Partnerin an Francis Seite noch lange nicht.

Von mir gibt es an dieser Stelle 3,5 von 5 Sternen. Ich bin gespannt, was der Autor aus dieser Reihe noch machen wird und werde dran bleiben.

Bewertung vom 18.12.2019
Die Blume der Finsternis / Shadowscent Bd.1
Freestone, P. M.

Die Blume der Finsternis / Shadowscent Bd.1


gut

Als erstes ist mir an diesem Buch das Cover aufgefallen. Wie so oft bei Büchern. Der Hintergrund ist in schwarz oder ganz dunklem Blau gehalten. In der Mitte ist eine eher unscheinbare Blüte zu finden, um sie herum im Kreis angeordnete Blätter (so genau ist das irgendwie nicht definierbar). Im oberen Drittel ist der Titel des Buches „Shadowscent“, was übersetzt so viel wie Schattenduft bedeutet, in einem Banner zu finden, darüber verschnörkelte Linien und zarte, längliche Blätter. Diese Linien und Blätter sind ebenfalls neben der Blüte und unten auf dem Cover zu finden. Im unteren Drittel findet sich dann auch der zweite Teil des Titels „Die Blume der Finsternis“. Das Cover und dazu der Klappentext haben mich total neugierig gemacht.

Es handelt sich bei „Shadowscent – Die Blume der Finsternis“ nicht um einen Einzelband. Der erste Band endet mit einem Cliffhanger und ich konnte noch nicht herausfinden, wann der zweite Band erscheint.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Allerdings fiel es mir richtig schwer, in die Geschichte zu finden. Es ist eine ganz neue Welt, die die Autorin erschaffen hat und diese ist durchaus spannend. Aber sie benutzt so unendlich viele komplizierte Namen und über die bin ich immer und immer wieder gestolpert. Leider so sehr, dass sie mich sehr in meinem Lesefluss gehemmt haben. Abgesehen davon hat es fast ein Viertel des Buches benötigt, bis die Geschichte für mich dann richtig interessant wurde.

Mir haben die von der Autorin erschaffenen Charaktere gut gefallen, sie wurden von ihr schön ausgearbeitet. Allerdings wurde es mir auch hier manches Mal einfach zu viel. Immer wieder ist ein neuer Name aufgetaucht, wo es doch sowieso schon so viele eigenen Bezeichnungen und auch teilweise komplizierte Namen gab.

Nach dem ersten Viertel des Buches hat die Geschichte dann deutlich an Spannung zugelegt und ich wollte unbedingt wissen, was hinter den vielen Geheimnissen steckt, die sich durch das komplette Buch ziehen. Es hat Spaß gemacht, diese mit Rakel und Ash gemeinsam zu entdecken. Auch wenn ich mancher Erklärung nicht immer folgen konnte, egal wie oft ich sie gelesen und wie sehr ich mich auch angestrengt habe.

Man kann an meiner Rezension recht gut erkennen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit dem Buch hatte. Angefangen bei den Längen, über die sehr außergewöhnlichen, für mich auch komplizierten Namen und Bezeichnungen, bis hin zu den vielen Personen, die aufgetaucht sind. Außerdem hat mich die Reaktion von Rakel gegen Ende enttäuscht, die die Autorin ihr auf den Leib geschrieben hat. Das hat für mich so gar nicht zu der Rakel gepasst, die ich im Buch kennengelernt habe.

Ich denke, für jeden, den alle meine Kritikpunkte nicht stören, ist das ein tolles Buch, etwas neues, das neugierig macht. Mir hat es ja auch gut gefallen, eben mit einigen Abstrichen.

Bei der Vergabe der Sterne habe ich es mir nicht leicht gemacht, bin aber zu dem Schluss gekommen, 3,5 Stern zu vergeben, die ich dieses Mal abrunden werde. Ich habe auf jeden Fall vor, weiter an der Reihe dran zu bleiben, da sie mich echt neugierig gemacht hat. Es ist wirklich Potential da, aber noch ziemlich Luft nach oben. Deshalb auch die Abrundung der Sterne.

Bewertung vom 18.12.2019
Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite
Durham, Paul

Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite


sehr gut

Düstere Legenden ranken sich um die Heimatstadt von Riley. Eines Nachts erwacht eine dieser Legenden wieder, totgeglaubte Nobolde. Die Einzigen, die die Stadt vor diesen Monstern schützen können, sind die Ungeheuerlichen. Doch der Graf hat sie vor langer Zeit zu Aussätzigen erklärt. Wem kann Riley jetzt noch trauen? Soll sie sich an die Regeln halten, die ihr eingebläut wurden, seit sie klein war? Oder braucht es manchmal einfach die Bösen, um die wahren Monster zu besiegen?

Als erstes möchte ich auf das Cover eingehen. Zu sehen sind die Dächer eines kleinen Dorfes, im Hintergrund Personen, die über eben diese Dächer springen und im Vordergrund eine Person im Umhang, mit Kapuze auf dem Kopf, die auf einem Hausdach steht und auf das Dorf blickt. Im Hintergrund sieht man den Nachthimmel, im Vordergrund kleine Lichtpunkte, die aussehen als wären sie Funken von Feuer. Es ist recht düster gehalten, gefällt mir richtig gut und ich finde es zur Geschichte passend.

Bei „Die Ungeheuerlichen – Das Böse ist auf deiner Seite“ handelt es sich um ein Buch für Kinder ab 11 Jahren, erschienen im Dragonfly Verlag. Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte und es scheint sich um einen Einzelband zu handeln. Zumindest habe ich bislang noch nichts Gegenteiliges gelesen.

Für mich ist es das erste Buch, welches ich vom Autor lese. Sein Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war leicht und flüssig zu lesen und hat mich sehr gut durch das Buch getragen. Die Neugierde war sehr schnell geweckt, da die Geschichte rasant los geht und ihr Tempo auch fast durchgehend beibehält. Es gibt wenig ruhige Phasen, was mir auch sehr gut gefallen hat.

Die Altersempfehlung finde ich definitiv angemessen, da die Nobolde doch sehr gruselige Gesellen sind und so manch unappetitliche Gewohnheit pflegen. Schon alleine deshalb ist die Geschichte für jüngere Kinder nicht geeignet.

Der Autor hat seine Charaktere im Buch, allen vorweg natürlich Riley, sehr gut beschrieben. Jeder hat seine eigene kleine Geschichte von ihm bekommen, was in der Regel dazu führt, dass die Personen eine gewisse Tiefe erhalten, was mir wiederum gut gefällt. Riley hat sich ihrem Alter angemessen verhalten. Sie war weder zu kindisch, noch zu erwachsen. Für mich war ihr Agieren und Reagieren durchaus nachvollziehbar. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir ihre Freunde, ihre kleine Schwester und ihre Mama – die ist einfach klasse! Nicht zu vergessen natürlich auch die „Ratte“ und Harmlos.

Für mich war es eine schöne, mal nicht glitzernde, sondern eher etwas düstere Geschichte, die der Autor uns hier erzählt hat. Mir hat das Buch gut gefallen und ich vergebe daher sehr gute 4 Sterne. Eine Leseempfehlung spreche ich ebenfalls aus für jeden, der Abenteuer und Geheimnisse mag und keine rosa Einhörner erwartet.