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Benutzername: Didi
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 13.10.2019
Hotel Cartagena / Chas Riley Bd.9
Buchholz, Simone

Hotel Cartagena / Chas Riley Bd.9


ausgezeichnet

Staatsanwältin Riley feiert den 65.Geburtstag von Kollege Faller in einem Hamburger Nobelhotel. Mitten in der Feier wird die Bar gestürmt und die Geiselnahme nimmt ihren Lauf.
In der Rückblende nimmt der junge Henning Abscied von Hamburg und heuert auf einem Schiff an um in einem fernen Land ein besseres Leben aufzubauen. In Kolumbien lernt er am Strand die Leute kennen , die ihn reich machen können. Es beginnr das ganz große Drogengeschäft, das durch Verrat, Flucht und Untertauchen endet.

Immer wieder wechselt die Geschichte zwischen der Vergangenheit des jungen Henning und der aktuellen Geiselnahme. Wir erfahren sehr detailliert wie das Leben des jungen Auswanderers verlaufen ist. Die Zusammenhänge mit der Geiselnahme werden langsam verdeutlicht. Mit den Protagonisten hatte ich am Anfang etwas Schwierigkeiten, für mich ein wirres Durcheinander, das sich aber im Laufe der Zeit geordnet hat und ich den Durchblick erhielt.
Mit dem eigenwilligen Schreibstil allerdings mußte ich mich erst anfreunden. Ich mag das Moderne und Kurzgehaltene, aber manchmal fehlte mir doch das eine oder andere Wort. Unter der angekündigten "Hohen Schreibkunst" stelle ich mir doch etwas anderes vor.
Trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen, leider ziehe ich für den eigenwilligen Schreibstil 1 Punkt ab.

Bewertung vom 06.10.2019
Wann wird diese Hölle enden?
Berg, Mary

Wann wird diese Hölle enden?


ausgezeichnet

Von didi2256
Mary genießt mit ihren Eltern und ihrer Schwester ein unbeschwertes Leben bis zu ihrem 15. Geburtstag, andem sie anfängt ein Tagebiuch zu schreiben. Es ist das Jahr 1939 und die Deutsche Armee marschiert in Polen ein. Die Juden werden im Warschauer Getto zusammen gepfercht. Es beginnt eine Zeit die von Hunger, Peinigungen und menschenunwürdigen Qualen begleiet wird.
Marys Mutter ist Amerikanerin und hat somit besondere Privilegien. Das macht für Mary und ihre Familie das Leben im Getto etwas erträglicher. Dennoch kämpfen sie mit der Gemeinschaft und gründen heimlich Schulen und machen Theatervorführungen. Nach langen 4 Jahren gelingt die Flucht nach Amerika.

Es gibt viele Berichte über die Judenverfolgung, aber keine sind so ergreifend und nüchtern wie die Schilderungen von Überlebenden. Es ist erschütternd zu was die Menschheit alles fähig ist. Immer wieder tauchen neue Erkenntnisse auf und lassen uns sprachlos zurück.
Mary schildert die Brutalität und man möchte sich das Leid der Menschen gar nicht vorstellen, ist aber doch leider mitten drin. Die vielen Bilder belegen dies und tragen zur Sprachlosigkeit bei.
Dieses Buch ist wichtig und darf nie in Vergessenheit geraten.

Bewertung vom 26.09.2019
Menschen neben dem Leben
Boschwitz, Ulrich Alexander

Menschen neben dem Leben


sehr gut

Der leider viel zu früh verstorbene Autor Ulrich Alexander Boschwitz nimmt uns mit in ein Milleu das so gar nicht zu den goldenen Zwanzigern passt und dennoch präsent war.
Wir begegnen Arbeitslosen, Kriegsversehrten, Prostituierten, einem Geschäftsmann der um seine Existenz kämpft, kurzum Menschen denen das Leben nichts mehr schönes zu bieten hat und doch wollen sie leben.
Für die heutige Zeit unvorstellbar, wie man in so einer Armut überleben kann und den Glauben ans Gute nicht verliert. Die Charaktere sind so klar dargestellt, daß man meint man wäre mittendrin. Mit einfacher Wortwahl beschreibt der Autor ein Milleu, das oft nur durch ein Gläschen Pfefferminzschnaps und ein Glas Bier leichter zu ertragen ist.
Ein wunderbares Zeitdokument, das ich gerne weiter empfehle.

Bewertung vom 04.09.2019
Ein anderer Takt
Kelley, William Melvin

Ein anderer Takt


sehr gut

"Ein anderer Takt" von William Melvin Kelley ist eine Neuauflage seiner Romans aus dem Jahre 1962 mit dem Titel "A Different Drummer".

In der Kleinstadt Sutton, die durchaus auch existiert haben könnte, spallten sich die Gemüter zwischen Schwarz und Weiß. Es wird so dahingenommen, da die Schwarzen zum Teil immer noch für die Weißen arbeiten, wie schon ihre versklavten Großeltern. Eines Tages aber verbrennt Tucker Caliban sein Hab und Gut und zieht mit seiner Familie in den Norden. Ihm fogen alle "Nigger" und hinterlassen ratlose Weiße. Wer soll jetzt die unbequemen Arbeiten erledigen?

Mich hat dieses Buch sehr fastziniert, da es aus der Sicht der Weißen erzählt wird.
Hier wird sehr verdeutlicht das Schwarze Menschen zur zweiten Klasse gehören. Was sich aus meiner Sicht gesehen, nie ändern wird.
Kelly versteht es aus Sicht der verschiedenen Charaktere zu berichten, die den Leser in eine Welt eindringen lassen und in seinen Bann ziehen.
Der schlichte Schreibstil entspricht der damaligen Zeit und man kann sich bildlich in die Südstaaten hinein versetzen.
Allerdings muß ich leider sagen, nimmt das Vorwort einiges an Spannung raus und hätte besser an den Schluß gehört, wobei es mir aber sehr gut gefallen hat, das Leben des Autors kennen zu lernen.
Eine klare Weiterempfehlung.

Bewertung vom 04.09.2019
Tödlicher Schnitt (eBook, ePUB)
Schütte, Oliver

Tödlicher Schnitt (eBook, ePUB)


gut

Tödlicher Schnitt von Oliver Schütte, ein Krimi mit einem neuen Ermittlerduo das sicherlich noch Potenzial hat.

In Berlin wird ein berühmter amerikanischer Schauspieler im Swimminpool tot aufgefunden. Grund für die Amerikaner einen Mann aus ihren Reihen der Komissarin Eva Lenz zur Seite zu stellen. Nic Cassidy versteht sich auf Anhieb mit der deutschen Ermittlerin. Leider bleibt es nicht bei dem einen Mord.

Der Schreibstil ist fließend und man kann sich bildlich in die einzelnen Situationen hinein versetzen. Die kurzen Kapitel sorgen für einen zügigen Lesefluß.
Allerdings hat mir die Spannung etwas gefehlt. Der Auftakt begann vielversprechend, aber man hat dann gleich gewußt es passiert ein neuer Mord, die Ermittlungsarbeiten wiederholten sich und ich fühlte mich etwas gelangweilt.
Die Charaktere wurden glaubhaft dargestellt, wobei ich mir etwas mehr Differenzen zwischen den beiden Ermittlern gewünscht hätte. Gerade Eva Lenz hätte ich mir etwas exentrischer gewünscht. Nach ihrer Typbeschreibung hätte das ein wenig Würze in die Storie gebracht.
Die Geschichte selbst war ok, aber für mich ein bischen zu glatt.

Bewertung vom 31.08.2019
Otto
Suffrin, Dana von

Otto


weniger gut

"OTTO" von Dana von Suffrin ist ein Roman über einen pensionierten Ingenieur, der als Patriarch über seine Familie, auch noch als Pflegefall, herrscht.

Immer wieder verlangt er nach seinen Töchtern Timna und Barbi, die so schnell als möglich seiner Bitte nachkommen, oder soll man sagen seinem Befehl. Denn Otto ist nicht einfach, als Jude hat er einiges durchgemacht. In seinen Augen kümmert sich keiner um ihn und das stellt die Familie vor einige Harausforderungen. Er bittet seine Tochter Timna ein Buch über seine Lebensgeschichte zu schreiben.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Timna erzählt. Der Schreibstil ist etwas holprig und verlangt Aufmerksamkeit, sodas für mich kein richtiger Lesefluß entstand. Das hängt aber auch mit der Sprache der Siebenbürgen zusammen, die Otto begleitet. Skurril und manchmal humorvoll. Immer wieder tauchen Anekdoten auf, die nichts Neues bringen und oft zeitlich etwas durcheinander geraten sind.

Das Buch ist schön gestaltet, das Cover einfach aber sehr ansprechend.
Leider hat es aber meine Erwartungen nicht erfüllt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.08.2019
Blutsbande / Hammarby Bd.7
Gerhardsen, Carin

Blutsbande / Hammarby Bd.7


weniger gut

"Blutsbande" von Carin Gerhardsen ist der 6. Fall für javascript:Kommisar Sjöberg.

Lillemor und ihr Bruder müssen in ihrer Kindheit mit ansehen wie ihre Mutter bei einem tragischen Unfall ertrunken ist. Ihre Tante nimmt sich ihrer an.
Jahre später werden in Stockholm immer wieder tote Katzen gefunden, die anscheined ertränkt wurden. Als eine Psychologin ermordet wird konzentriert sich das Team auf diesen Fall. Bald steht fest, das die Katzenmorde etwas damit zu tun haben.

Den Einstieg fand ich sehr spannend und habe mich auf das weitere Lesen gefreut, wurde aber enttäuscht. Verwirrt haben mich die vielen Protagonisten, mal mit Vornamen, mal mit Nachnamen in die Geschichte eingebracht. Oft konnte ich keine Zusammenhänge feststellen. Immer wieder versucht die Autorin den Leser auf eine neue Spur zu führen, was für mich keine Sinn ergab. Die Zeitsprünge taten dann auch noch ihr Übriges dazu.
Der Schreibstil ist klar und flüssig, dennoch habe ich mich durch das Buch gequölt.
Schade, hatte mehr erhofft, vielleicht sollte man vorher den einen oder anderen Band lesen und kommt somit besser klar.

Bewertung vom 29.07.2019
Jagd auf die Bestie / Detective Robert Hunter Bd.10 (eBook, ePUB)
Carter, Chris

Jagd auf die Bestie / Detective Robert Hunter Bd.10 (eBook, ePUB)


sehr gut

Der 10. Chris Carter "Jagd auf die Bestie", ist mal wieder ein typischer Psychothriller des Autors.

Zum Inhalt:
Die hochintelligente Bestie Lucien Folter bricht aus der Krankenstation des Hochsicherheitsgefängnis aus, nicht ohne dabei einige Wachen zu ermorden.
Das Spiel mit Robert Hunter kann beginnen. Hunter wird nicht ruhen bis er ihn wieder gefasst hat.

Ein typisches Chris Carter Cover. Der Schreibstil fesseln wir man es von dem Autor gewohnt ist.
Gleich zu Anfang ein Blutbad, was Carter ausmacht, sonst wäre man enttäuscht.
Allerdings wars das erst mal. Es beginnt ein Psychospiel mit dem Ermittler Hunter. Für mich hat das teilweise etwas an Spannung rausgenommen. Erst zum Schluss hin zog die Storie wieder atemberaubend an.
Nichtsdesdotrotz war ich dennoch gefesselt, denn Carter bringt uns die Vergangenheit von Lucien Folter und Rober Hunter näher. In kurzen Kapiteln erfährt der Leser alles Wesentliche ohne dabei gelangweilt zu werden.
Dieser Band knüpft zwar an den 7. Band "Die stille Bestie" an, ist aber nicht unbedingt nötig, diesen zu kennen, da Carter mit kurzen Sätzen zu verstehen gibt, mit welchem Monster wir es hier zu tun haben. Dennoch eine Empfehlung von mir auch diesen Band zu lesen.
Alles in Allem mal wieder ein gelungener, dennoch nicht so blutiger Chris Carter wie man es von ihm erwartet. In diesem Band kommt sehr deutlich der Kriminalpsychologe zum Vorschein.

Bewertung vom 24.07.2019
Dunkelsommer
Jackson, Stina

Dunkelsommer


gut

Von didi2256
Stina Jackson erzählt in ihrem Roman " Dunkel Sommer" wie das Leben eines Vaters verläuft, als vor drei Jahren seine Tochter verschwand.

In diesem Buch gibt es zwei Handlungsstränge die paralell erzählt werden. Zum einen ist da Lelle, der Vater von Lina, der jede Nacht die Gegend absucht und hofft Hinweise auf das Verschwinden von seiner Tochter zu finden. Lelle geht jedem kleinen Hinweis nach und ist Nacht für Nacht unterwegs. Dabei ist es ihm egal ob er sein Äußeres und sein privates Umfeld vernachlässigt. seine Frau hat sich nach 2 Jahren von ihm getrennt und ist überzeugt das Lina nicht mehr lebt.

Dann gibt es da noch Meja, die mit ihrer psychisch kranken Mutter von Südschweden nach Norrland zieht um mit ihr einen Neuanfang bei ihrem neuen Freund zu starten. Sie wohnen bei Torbjorn in der Abgeschiedenheit. Meja lernt Carl Johan kennen und zieht zu dessen Familie bei der sie herzlich aufgenommen wird.

Ein leichter Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch. Wir tauchen in ein düsteres Schweden ein und erleben die Lanschaft hautnah mit. Die Protagonisten kommen glaubhaft rüber. Der Schreibstil ist fließend und bildlich dargestellt.
Allerdings ist mir der erste Teil zu langwierig. Immer wieder werden wir darauf hingewiesen das Lina seit drei Jahren verschwunden ist. Lelles Nachtfahrten wiederholen sich immer wieder und man weiß schon im Vorfeld das nichts dabei raus kommt. Als die Handlung dann im zweiten Teil an Fahrt zunimmt, wird alles ein bischen zu lieblich dargestellt. Da hätte ich mir mehr Dramatik gewünscht. Im Gegensatz zum ersten Teil geht es hier viel zu schnell.
Alles in allem finde ich die Idee hinter der Geschichte gut, aber ich hätte mir doch ein bischen mehr Spannung und Dramatik gewünscht.

Bewertung vom 24.07.2019
Die geheime Mission des Kardinals
Schami, Rafik

Die geheime Mission des Kardinals


ausgezeichnet

Von didi2256
"Die geheime Mission des Kardinals" von Rafik Schami beschreibt in diesem Buch die Ermordung eines italienischen Kardinals, der in Syrien, in der italienischen Botschaft in einem Fass Olivenöl eingelegt, abgeliefert wird.
Kommisar Barudi steht kurz vor seiner Rente und ermittelt in diesem Fall. Sehr skuril das Ganze, sodass ein Kollege aus Italien hinzugezogen wird. Barudi und Kommisar Mancini verstehen sich auf Anhieb und versuchen nun herauszufinden, warum der Kardinal auf geheime Mission in Syrien unterwegs war.
Eigentliches Hauptthema, der Mord am Kardinal, wird sehr galant in einen Roman verpackt.

Die Charakter kommen glaubhaft rüber und der etwas andere, sehr angenehme, poetische, vornehme Schreibstil hat mir sehr gut gefallen.
Der Autor nimmt uns mit in ein anderes Syrien, das mit dem Heute nicht zu vergleichen ist. Der Leser erfährt sehr viel über das Land und kann sich bildlich hinein versetzen. Immer wieder erfahren wir Einzelheiten über das bisherige Leben der Protagonisten, das aber nicht vom eigentlichen Geschehen, dem Mord, ablenkt. Ein leichter Spannungsbogen zieht sich durch das ganze Buch.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Wer gerne mal einen entspannten Krimi, mit viel Unterhaltung lesen möchte, ist hier genau richtig.
Deswegen von mir gerne 5 Sterne