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Benutzername: jeneza
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Bewertungen

Insgesamt 8 Bewertungen
Bewertung vom 09.10.2018
Bluthaus / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.2
Fölck, Romy

Bluthaus / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.2


sehr gut

Ab der ersten Seite fängt Romy ihre Leser mit dem tollen, leichten Schreibstil ein. Ich war sofort wieder mit Frida in der Elbmarsch, als hätte es die 6 Monate Wartezeit überhaupt nicht gegeben.
Der Roman kann auch gelesen werden, wenn Band 1 nicht bekannt ist. Es werden zwar kurze, aber nicht zu detaillierte Rückblicke gegeben, wie man sie aus manch anderen Reihen gewohnt ist. Hier jedoch fließen diese geschickt mit ein, ohne die Handlung des ersten Teils zu spoilern.
Auch in diesem Band wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Beide Erzählstränge sind für sich spannend und ich habe immer darauf gewartet, mehr zu erfahren. Außerdem finde ich toll, dass auch dieses Buch wieder aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, da man so die Charaktere ganz anders kennenlernt. Dadurch sind die Kapitel auch recht kurz, was ich auch immer sehr gern hab.
In diesem Teil steht Jo im Mittelpunkt. Ich habe mich sehr gefreut, mehr über diesen Charakter zu erfahren, den man bereits kurz im ersten Band kennengelernt hat. Ich hoffe sie spielt weiterhin eine Rolle, da ich mir immernoch wünsche, ihre Gedanken und Gefühle besser kennenzulernen.
Frida und Bjarne haben jedoch auch wieder ihr eigenes Päckchen zu tragen und haben sowohl mit alten als auch neuen Problemen zu kämpfen. Das macht sie für mich zu sehr realistischen und nahbaren Charakteren. Frida hat mir in diesem Teil leider nicht ganz so gut gefallen wie im ersten Band. Da war sie die taffe, ehrgeizige Polizistin. In diesem Band war sie mir an manchen Stellen etwas zu naiv, aber ich denke, sie wird in den nächsten Teilen zu ihrem starken Charakter zurückfinden.
Auch dieser Teil ist wieder durchgehend spannend von der Handlung. Der erste hat jedoch mehr Raum für Spekulationen und ungeahnte Wendungen geboten. Hier tappte ich lange komplett im Dunkeln, bis sich immer mal wieder etwas aufgeklärt hat, jedoch ohne spannenden Plottwist.

Fazit
Sehr gelungene Fortsetzung und allgemein spannender Krimi. Den halben Stern Abzug gibt es nur, weil ich den ersten Teil ein Ticken spannender fand. Ich freue mich bereits auf den 3. Band im Herbst 2019.

Bewertung vom 05.08.2018
Wie die Erde um die Sonne / Romance Elements Bd.4
Cherry, Brittainy C.

Wie die Erde um die Sonne / Romance Elements Bd.4


ausgezeichnet

Die Frau, die alles fühlt und der Mann, der gar nichts fühlt.

„Wie die Erde um die Sonne“ ist ein New-Adult Roman von Brittainy C. Cherry, der am 27.07.2018 im LYX Verlag erschienen ist. Es ist der vierte und letzte Band der Romance-Elements-Reihe und hat 327 Seiten.

Inhalt
Als sich Lucy und Graham begegnen, sind sie beide vergeben. Schnell wird ihnen klar, dass sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Er, der rationale Schriftsteller, der niemandem seine Gefühle zeigt und sie, der Freigeist, der sich völlig ihren Gefühlen hingibt und der ganzen Welt offen und positiv gegenübersteht. Ihre Wege würden sich normalerweise nie kreuzen. Das Schicksal hat es jedoch anders geplant. Durch eine Kette unvorhersehbarer Ereignisse, bleiben die Leben von Lucy und Graham miteinander verbunden. Langsam lernen sich die Frau, die alles fühlt und der Mann, der gar nichts fühlt, näher kennen.

Meinung
Der Plot klingt nach einem typischen New Adult-Roman. Die Geschichte rundherum macht es zu so viel mehr. B.C. Cherry schafft es mit ihren Worten so viele Emotionen im Leser zu wecken, wie ich es selten erlebt habe. Bereits beim Prolog musste ich zu den ersten Taschentüchern greifen. Als Leser kann man sich sofort in die Geschichte fallen lassen. Man lernt Lucy und ihre zwei Schwestern kennen. Bald darauf lernt man auch Graham kennen. Die Geschichte wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt und erlaubt dem Leser so Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten.
Obwohl sich die Geschichte zwischen Lucy und Graham nur langsam entwickelt, fühlt man sich zu keiner Zeit gelangweilt. Genau das gefällt mir an dem Roman. Die Beziehung zwischen den Protagonisten entwickelt sich allmählich und ist nicht von einem Moment auf den anderen plötzlich präsent. Außerdem lernt man viele Nebencharaktere genauer kennen. Einige lernt man lieben und andere lernt man hassen. B. C. Cherry zeichnet ihre Charaktere tiefgründig und mit ihrer eigenen Hintergrundgeschichte.
Im Allgemeinen verfliegen die Seiten nur so beim Lesen durch den angenehm Schreibstil, der jedoch zu keiner Zeit platt wird. Der Roman handelt von Liebe, Familie, Freundschaft, aber auch Verlust, Trauer und Schmerz. Er zeigt eindrucksvoll, dass man Familie auch außerhalb der eigenen Blutsverwandtschaft finden kann und dass ein einziger Lichtstrahl die Dunkelheit vertreiben kann.

Fazit
Ein Muss für alle Fans diesen Genres. Brittainy C. Cherry hat einen unvergleichlich berührenden Schreibstil, der einem gleichzeitig die Tränen in die Augen treibt und einen laut auflachen lässt. Ihre Reihe ist emotionaler als alle anderen Romane, die ich in dem Genre bisher gelesen habe. Absolute Leseempfehlung und ein sehr gelungener Abschluss der Reihe. 5 Sterne.

Bewertung vom 01.04.2018
Ich bin der Hass / Francis Ackerman junior Bd.5 (6 Audio-CDs)
Cross, Ethan

Ich bin der Hass / Francis Ackerman junior Bd.5 (6 Audio-CDs)


sehr gut

Obwohl dieser Thriller Teil einer Reihe ist, können die einzelnen Teile auch unabhängig voneinander gelesen werden. Ich kenne bereits alle erschienenen Teile der Shepherd-Reihe kenne, trotzdem fiel es mir anfangs schwer die wiederkehrenden Charaktere genau zuzuordnen. In gewohnter Manier einer Reihe, werden nötige Informationen jedoch gegeben.
Die Teile sind zwar an sich einzeln abgeschlossen, jedoch finden sich, gerade im 4. und 5. Band, Charaktere, die wiederkehren und somit auf weitere Fortsetzungen schließen lassen.
Die einzelnen Kapitel werden aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt, sodass man zu Beginn mehrere Handlungsstränge hat, die sich am Ende alle verbinden. Gerade beim Hörbuch fiel es mir schwer mich zu Beginn in die Geschichte rein zudenken.
Nichtsdestotrotz war das Hörbuch von Beginn an spannend. Es strotzte nur so von Spannung, Action, Brutalität und kranken Psychen. Sowohl die Antagonisten, als auch Ackerman jr. haben Fantasien, die mich schaudern lassen. Ich finde es gut, dass Ackerman jr. immernoch zum Teil der kaputte und brutale Serienkiller ist und sich nicht plötzlich charakterlich um180° gedreht hat. Das faszinierende ist, dass man als Leser mit Ackerman jr. sympathisiert, obwohl er ebendieser brutale Serienmörder ist.
Marcus Williams und die anderen Teammitglieder gingen meiner Meinung nach etwas unter und waren etwas farblos. Dafür waren die Antagonisten, Ackerman jr. und andere Charaktere umso aufregendere dargestellt.
Das Hörbuch zu hören war einfach nur ein Genuss. Die Tracks sind relativ kurz gehalten, meistens zwischen 3-6 Minuten, sodass man einzelne Szenen sich gut noch einmal anhören konnte.
Der Sprecher hat so eine angenehme, tiefe Stimme, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Darüber hinaus verwendet Thomas Balou Martin verschiedene und charakterlich passende Stimmen, sodass man die Charaktere gut auseinander halten kann.
Ich kann das Hörbuch nur jedem empfehlen. Ich werde in Zukunft jedoch wieder zum Buch greifen, da für mich bei einem Thriller die Spannung beim Lesen besser aufgebaut werden kann.

Fazit
Ein sehr gelungener Thriller mit einem tollen Ermittlerteam und vielen spannenden Szenen. Das Hörbuch absolut genial vorgelesen. Klare Empfehlung.

Bewertung vom 25.02.2018
Die magische Gondel / Zeitenzauber Bd.1
Völler, Eva

Die magische Gondel / Zeitenzauber Bd.1


gut

„Zeitenzauber – Die magische Gondel“ ist ein Jugendroman von Eva Völler ist am 19.08.2011 im Baumhaus Verlag erschienen. Es ist der erste von bisher drei Teilen der Zeitenzauber-Reihe und hat 333 Seiten.
Venedig 2009. Die 17-jährige Anna verbringt ihre Ferien mit ihren Eltern in Venedig. Als sie eines Tages durch Zufall in einer roten Gondel landet, wacht sie nachts, nackt und in einer Gasse wieder auf. Alles und jeder sieht auf einmal anders aus. Sie ist zwar noch in Venedig, jedoch im Jahr 1499. Der Einzige, der sie zurück in ihre Zeit bringen kann, ist der mürrische und verschlossene Sebastiano. Zeitreisen funktionieren jedoch nur in bestimmten Zeitfenstern, weswegen Anna sich mit ihrem Leben im 15. Jahrhundert vorerst arrangieren muss. Doch nachdem die Rückreise beim ersten Versuch nicht funktioniert, erkennt Sebastiano, dass es doch kein Zufall war, dass Anna in der roten Gondel saß und so schnell kommt sie von Venedig im Jahre 1499 und auch nicht Sebastiano los.
Meinung
Zu Beginn bin ich mit den Charakteren nicht sehr warm geworden. Sebastiano war sehr kühl und hat kaum etwas zu sagen gehabt. Anna war recht naiv, dachte immer an das Gute in den anderen und dass sie sofort wieder nach Hause käme. Auch wenn ich im Laufe der Geschichte die Charaktere sympathischer fand, fehlte mir hier die Tiefe. Für mich kamen einige Wendungen und Enthüllungen sehr plötzlich, ohne die Handlung dahingehend aufzubauen. Außerdem gab es keine überraschenden Wendungen oder Ereignisse, was mich normalerweise nicht unbedingt stört, hier aber so plötzlich kam, dass es mich doch gestört hat. Hier konnte mich das Buch nicht unbedingt fesseln.
Es gibt keine nummerierten Kapitel, sie sind eher durch kleine Symbole voneinander abgegrenzt. Diese Kapitel sind kurz und lassen sich, auch vom Schreibstil her, schnell lesen. Ganz toll gefällt mir, wie immer wieder die Geschichte von Venedig eingebaut wird, was nicht zu übertrieben lange beschrieben wird. Durch Annas Reise bekommt man einen kleinen Einblick in die Vergangenheit und das Leben der Menschen von vor über 500 Jahren.
Das Cover hat die rote Gondel im Mittelpunkt. Es zeigt ein Mädchen bei Nacht auf eben dieser Gondel. Der Vollmond nimmt einen großen Teil des Covers ein, welches in dunkelblau sowohl eine düstere, als auch magische Atmosphäre schafft.
Fazit
3 Sterne. Der Young Adult Roman war angenehm und schön zu lesen, aber mehr auch nicht. Mir fehlte Tiefe bei den Charakteren und in der Handlung, hatte dennoch eine schöne Atmosphäre.

Bewertung vom 23.02.2018
Die Optimierer
Hannig, Theresa

Die Optimierer


sehr gut

Die Bundesrepublik Europa Im Jahre 2052. Deutschland hat sich mit anderen, wohlhabenden Staaten zur BEU zusammengeschlossen. Der von einem Zaun umgebene Staat wird dominiert von Technik und Robotern. In der Optimalwohlökonomie hat jeder Bürger den Platz, an dem er für die Gesellschaft am nützlichsten ist. Samson hat als Lebensberater die Aufgabe, diesen optimalen Platz für seine Klienten zu finden. Er ist glühender Verfechter des Systems und sammelt als Vorzeige-Bürger viele Sozialpunkte, die ihm eine baldige Beförderung in seinem Job sichern sollen. Als er dann jedoch eine falsche Beratung geführt haben soll und ihm die Schuld gegeben wird, beginnt für Samson eine Abwärtsspirale. Es folgt ein Schlag nach dem Anderen und Samson beginnt langsam am System zu zweifeln. Doch der Staat versucht weiterhin ihn zu optimieren und Samson kann nichts dagegen unternehmen.

Meinung
Obwohl ich den Roman zu den Dystopien zähle, war er ganz anders, als ich erwartet habe. Vielleicht gerade deshalb, dass die Gesellschaft der Zukunft gar nicht so abwegig und weit entfernt zu sein scheint wie in anderen Büchern, die ich aus dem Genre bereits gelesen habe. Viele technische Neuerungen, die mit dem heutigen Stand in den nächsten 20 Jahren durchaus denkbar sind. Es gibt überraschend viele Parallelen zur heutigen Zeit. Das Thema der Überwachung durch Technik oder Vegetarismus und die damit zusammenhängende Umweltbelastung werden aufgegriffen.
Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Die Kapitel sind kurzgehalten, wodurch ergibt sich ein rascher Lesefluss. Zu Beginn wird sehr ausgiebig die neue Welt beschrieben, wodurch der Leser einen guten Einblick in das Leben im Jahre 2052 bekommt. Später nimmt das Tempo an Ereignissen und Wendungen zu. Durch die kurze Aufeinanderfolge von Geschehnissen fehlt es an einigen Stellen an Tiefe, die man hätte leicht ausbauen und weiterspinnen können.
Auch den Charakteren fehlt es teilweise an Tiefe, wodurch der Leser nicht unbedingt eine Beziehung zu diesen aufbaut. Samson ist ein untypischer Protagonist, er lehnt sich nicht gegen das System auf. Er ist einem daher weder sehr sympathisch, noch unsympathisch.

Theresa Hannig hat einen tollen Debütroman geschrieben, der erschreckende Befürchtungen für die nahe Zukunft vermuten lässt. Er regt definitiv zum Nachdenken an über die heutige Gesellschaft und die Entwicklung der Technik. Das Buch war für mich ein echter Pageturner. Ich bin gespannt, wie sich Theresa Hannigs Zukunftsvisionen in der Fortsetzung entwickeln werden.

Bewertung vom 23.02.2018
Die kleine Bäckerei am Strandweg / Bäckerei am Strandweg Bd.1
Colgan, Jenny

Die kleine Bäckerei am Strandweg / Bäckerei am Strandweg Bd.1


ausgezeichnet

Sommer, Sonne, Cornwall

Polly Waterford zieht aus Plymouth nach Mount Polbearne, einer kleinen Halbinsel, die nur über einen Fahrdamm mit dem Festland verbunden ist. Dieser wird jedoch immer bei Flut überschwemmt, sodass die kleine Insel dann vom Festland abgeschnürt ist. Nach dem Ende ihrer langjährigen Beziehung mit ihrem Freund Chris und der Insolvenz ihrer gemeinsamen Firma, konnte Polly sich nichts anderes leisten, als eine kleine, heruntergekommene Wohnung auf Mount Polbearne. Polly braucht eine Auszeit und kann sich nun endlich auch ihrem Hobby, dem Backen, widmen. Denn zu ihrem Vorteil liegt eine verlassene Bäckerei unter ihrer neuen Wohnung. Doch ihre Vermieterin und die einzige Bäckerin der Insel ist nicht sehr erfreut über die exotischen Brote, die Polly in ihrem neuen Zuhause backt. Andere Inselbewohner hingegen nehmen sie freundlicher auf, unter anderem auch der Fischer Tarnie. Auch der zugezogene Amerikaner Huckle scheint sich mit Polly gut zu verstehen. Doch was weiß Polly wirklich über die beiden? Und ist sie überhaupt schon bereit sich auf einen neuen Mann einzulassen?

Meinung: Eine tolle Liebesgeschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist, irgendwo einen Neuanfang zu wagen. Polly macht ihr Hobby zum Beruf und obwohl alle es ihr nicht zutrauen, wird sie glücklich auf einer Insel, die regelmäßig vom Festland abgeschnitten wird und auf der die Bewohner lieber unter sich sind. Dieses Buch ist ein absoluter Wohlfühlroman und lässt sich sehr angenehm lesen. Mit Polly kann man von Anfang an mitfühlen und ich kann ihren Wunsch nach einem ruhigen Plätzchen am Meer verstehen. Auch mit der miesepetrigen Vermieterin wird man am Ende irgendwie warm, sie gehört immerhin zur Insel. Die Fischer sorgen immer für gute Laune, ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn sie im Buch wiederaufgetaucht sind. Und auch der Imker Huckle ist sehr interessant, gehört er doch auch irgendwie nicht ganz zur Insel. Tolle Charaktere, ohne dass sie stereotypisch sind.

Fazit: 5 Sterne. Ich freue mich auf die zwei weiteren Bände: Sommer und Winter in der kleinen Bäckerei am Strandweg.
Das Beste: Hinten im Buch sind Rezepte, die Polly in ihrer Backstube verwendet. Tolle Idee und macht richtig Lust auf Backen.

Bewertung vom 23.02.2018
Flugangst 7A
Fitzek, Sebastian

Flugangst 7A


sehr gut

“Flugangst 7A“ von Sebastian Fitzek ist ein Psychothriller und am 25.10.2017 im Droemer Verlag erschienen. Es hat 380 Seiten.

Dr. Mats Krüger ist Psychiater und leidet unter wahnsinniger Flugangst. Dabei tritt er nun einen 13-stündigen Nachtflug von Buenos Aires nach Berlin an, um seine Tochter Nele nach jahrelanger Funkstille endlich wiederzusehen. Nele steht kurz vor der Geburt ihres Babys. Und als wäre Mats‘ Flugangst nicht genug Grund zur Panik, bekommt er im Flugzeug einen Anruf, dass seine Tochter entführt worden ist. Nun beginnt für Mats ein Wettlauf gegen die Zeit, denn er hat nur bis zur Landung Zeit, eine ehemalige Patientin an Board des Flugzeugs zu finden und diese dazu zu bringen, dieses abstürzen zu lassen, sonst wird seine Tochter sterben.

Meinung
Wenn Fitzek eins kann, dann ist es spannende Psychothriller zu schreiben. Ich habe dieses Buch verschlungen. Durch die kurzen Kapitel mit etlichen Wendungen und Cliffhängern und die rasche Erzählweise sind die Seiten nur so geflogen. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus drei verschiedenen Perspektiven. Man hat einmal Mats, der auf der einen Seite mit seiner Flugangst zu kämpfen hat. Auf der anderen Seite muss er überlegen, wie verwerflich es ist, eine ehemalige Patientin psychisch zu schädigen und das Leben seiner Tochter über das hunderter Menschen zu stellen. Er ist ein sympathischer Charakter mit dem man durchaus mitfühlen kann. Des Weiteren bekommt der Leser Einblicke in das Martyrium was Nele erlebt, während sie in den Wehen liegt. Mats beauftragt aus dem Flugzeug außerdem seine ehemalige Kollegin Feli, deren Sicht der Leser auch erlebt, nach seiner Tochter zu suchen.
Nur Fitzek schafft es immer bei mir, mit dem Prolog eine solche Vorfreude auf das Buch zu schaffen, während ich diesen dann innerhalb des Buches komplett vergesse und am Ende denke: Stimmt, da war ja was.
Zwischenzeitlich waren einzelne Handlungsstränge etwas abstrus. Fitzek bringt auch hier wieder ein Thema ein, welches in der heutigen Gesellschaft kontrovers diskutiert wird. Auch das gelingt ihm gut, obwohl es mich im ersten Moment etwas schockiert hat, wie weit der Antagonist in diesem Fall geht und zu welchen Methoden er greift.

Fazit
4 Sterne. Ein spannender Pageturner. Wer Fitzek mag, wird auch Flugangst 7A mögen. Und wie immer ist die Danksagung ein Highlight.

Bewertung vom 23.02.2018
Totenweg / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.1
Fölck, Romy

Totenweg / Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn Bd.1


ausgezeichnet

„Totenweg“ ist ein Kriminalroman von Romy Fölck und ist am 23.02.2018 im Lübbe Verlag erschienen. Er ist der Auftakt einer Reihe mit dem Ermittlerduo Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen und hat 380 Seiten.

Hamburg 1998. Ein 14-Jähriges Mädchen wird ermordet in einem alten Stall in einem kleinen Dorf außerhalb von Hamburg gefunden. Es ist Bjarne Haverkorns erster Fall als Leiter der Mordkommission und er wird ihn nie loslassen. 18 Jahre später ist dieser Fall noch immer ungelöst und es ereignet sich ein neues Verbrechen im Dorf, den Haverkorn zugewiesen bekommt.
Frida, die damals ihre tote Freundin im Stall gefunden hat, ist inzwischen selbst bei der Polizei. Der Mordversuch an ihrem Vater zwingt sie zurück in ihr Elternhaus, in dem alte Wunden wieder aufgerissen werden. Haverkorn ist sich sicher, dass Frida ihm damals nicht die Wahrheit erzählt hat und er will diesen alten Fall endlich zu den Akten legen können.
Schnell wird klar, dass auf dem Dorf nicht nur heile Welt herrscht und es kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht, sowohl aus der Vergangenheit, als auch der Gegenwart.

Meinung
Romy Fölck hat ein Ermittlerpaar geschaffen, von dem ich direkt begeistert bin. Beide, obwohl so unterschiedlich, haben jeder sein eigenes Päckchen zu tragen, und das hat sie mir sofort sympathisch gemacht. Bjarne, gezeichnet von dem ungelösten Fall und einer schwierigen Ehe. Frida, die sich von ihren Eltern distanziert hat und auf der das Geheimnis um den Mord an ihrer Freundin noch immer schwer lastet. Im ersten Band arbeiten die beiden noch nicht wirklich gemeinsam, ich hoffe jedoch, das ändert sich in den folgenden. Auch die anderen Charaktere haben ihre Fehler und Geheimnisse und wirken so sehr menschlich.
Romy schafft es die ganze Zeit über die Spannung zu halten. Es gibt sehr viele Wendungen und Enthüllungen. Das und der gelungene Schreibstil hat diesen Roman zu einem echten Pageturner gemacht. Die Autorin schafft es, einem die Elbmarsch so düster und atmosphärisch zu beschreiben, dass der Leser denkt, er sitzt selbst in einem der Häuser mit Reethausdach.
In manchen Szenen habe ich mir etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Gerade bei einigen Gesprächen zwischen den Charakteren, z.B. Frida mit ihren Eltern, kam mir der Stimmungswechsel sehr abrupt vor. Hier hätte ich mir zeitweise mehr Tiefe und ein oder zwei Seiten mehr gewünscht.

Fazit
5 Sterne. Toller Auftakt einer Reihe mit neuem Ermittlerduo. Es liest sich rasant und der Spannungsbogen ist toll. Ich freue mich mehr über Bjarne und Frida zu lesen.

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