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Benutzername: Hagazussa
Wohnort: Kleinfurra
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Bewertungen

Insgesamt 56 Bewertungen
Bewertung vom 05.02.2019
Fünf Tage im Mai
Hager, Elisabeth

Fünf Tage im Mai


ausgezeichnet

Bereits das Cover des Buches "Fünf Tage im Mai" von Elisabeth R. Hager ist ungewöhnlich schlicht aber doch nicht unspannend, da so ganz anders als der übliche Mainstream. So ist es auch mit dem Inhalt des Buches. Die Erzählweise ist einfach und wirkt gerade darum sehr authentisch, was einen Großteil der Spannung ausmacht. Illy erzählt uns aus ihrer Sicht von ihrem Urgroßvater, den sie liebevoll Tat´ka nennt. Tat´ka ist ihr sicherer Hafen, Heimat und Zuflucht. Sei es bei der verpassten Kommunion oder später beim Tragen helfen des schweren Schicksals, sich für den Tod eines anderen Menschen verantwortlich zu fühlen. Tat´ka hilft nicht mit vielen Worten, doch er ist immer ein Fels in ihrer Brandung. Bis zum letzten Tag im Mai...

Bewertung vom 11.01.2019
Mörderische Renovierung
Cantero, Edgar

Mörderische Renovierung


sehr gut

Der Roman "Mörderische Renovierung" von Edgar Cantero fesselte mich ob seines ungewöhnlichen Schreibstils. Er nutzt die Form des klassischen Briefromans und gibt durch Einflechtung von der Beschreibung aufgezeichneter Ton- und Videoaufnahmen diesem Romanstil einen modernen Touch. Der Stil eines Briefromans ist clever gewählt, denn er ist per se spannend zu lesen, da er dem Leser das Gefühl vermittelt etwas Verbotenes zu tun, indem er Briefe anderer Empfänger liest. Dazu die Rätsel um Geheimbund und Geister, in Verbindung mit den eingangs erwähnten Ton- und Videoaufnahmen, erinnert an Formate wie Blair witch project.
Für Rätsel- und Codeknacker gibt es dann noch die verschiedenen Verschlüsselungen, was ich persönlich nicht so interessant fand. Aber alles in allem war das Buch sehr spannend gelesen.
Nur der Titel war für mich nicht ganz schlüssig. Es wird zwar nicht renoviert, dafür am Ende ganz schön gemordet!

Bewertung vom 19.11.2018
Die Stille im Dorf
Blaser, Karl

Die Stille im Dorf


ausgezeichnet

Bereits das Cover hatte mich in den Bann dieser Eifel-Saga gezogen. Ein abgewohntes Bauernhaus, dass die Spuren der Zeit und des darin wohnenden Lebens trägt. Die Geschichte der einfachen Leute des Haufendorfes ist berührend, weil so ehrlich und authentisch. Es wurde nicht mit irgendwelchen spannenden, nervenzerfetzenden Wendungen aufgewartet, keine wundersamen Zufälle und Begegnungen. Stattdessen wird vom wahren Leben der Bauern berichtet, von Liebe, Leid und Missgunst, von richtigen und falschen Entscheidungen, einfach vom Leben.
Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden, so wie bei Margarete und ihrer Familie. Kein Mensch ist nur gut oder böse. Es gibt so viele Facetten des Lebens und so viele Entscheidungen, die man bereut und doch damit leben muss.
Eine Geschichte einfacher Leute, eine Geschichte eines Land, eine Geschichte, die berührt.

Bewertung vom 31.10.2018
Die wundersame Mission des Harry Crane
Cohen, Jon

Die wundersame Mission des Harry Crane


weniger gut

"Die wundersame Mission des Harry Crane" - Nun, was soll ich dazu sagen?
Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, die Glanzoptik, das goldene Herbstblatt. Es passt hervorragend zur Geschichte.
Allein die Protagonisten konnten mich nicht fesseln.
Ich verstehe Harry Crane, der seine Frau durch einen Unfall verloren hat.
Ich verstehe die kleine Orania, deren Vater plötzlich verstorben ist und die sich in eine Märchenwelt flüchtet und hofft, ihren Vater in anderer Gestalt wieder zu begegnen.
Und ich verstehe auch Amanda, die Mutter von Orania, die um ihren geliebten Mann trauert und befürchtet, Orania an ihre Traumwelt zu verlieren.
Alles Figuren mit einer tragischen Geschichte. Allerdings wirken sie trotz allem farblos. Leider konnte mir "Die wundersame Mission des Harry Crane" nichts sagen und ich habe keinen Zugang gefunden. Schade!

Bewertung vom 12.10.2018
Ich komme mit
Waldis, Angelika

Ich komme mit


ausgezeichnet

"Ich komme mit" - ein Buch über das Leben und das Sterben, über Sein und Sinn, aber auch ein Buch über Liebe und Freundschaft. Freundschaft, gerade da, wo man sie zuletzt vermutet hätte, Freundschaft zwischen des 21-jährigen Lazy und der über 70-jährigen Vita. Lazy hat Leukämie und muss sterben, obwohl er sein Leben gerade erst begonnen hat. Vita ist bereits älter, hat alles vom Leben gesehen und ist dessen überdrüssig. Beide finden zusammen und beschließen, das Leben gemeinsam zu beenden.
"Ich komme mit" ist aber auch ein Buch ohne erhobenen Zeigefinger. Es will nicht auf die berühmte Tränendrüse drücken, sondern ist ehrlich, unverfälscht und voller Wärme und Herzensgüte. Ein Buch, dass die Seele berührt.

Bewertung vom 11.09.2018
Man muss auch mal loslassen können
Bittl, Monika

Man muss auch mal loslassen können


sehr gut

Das Cover ist witzig und hat Bezug zum Inhalt des Buches. Der Klappentext verspricht einen Roman mit urkomischem schwarzem Humor. Nun, amüsant - ja. urkomisch mit schwarzem Humor - definitiv nein. Der Roman war unterhaltsam zu lesen. Jedoch fand ich keine Stelle dermaßen witzig, dass ich lachen musste. Das Thema selbst ist auch keineswegs lächerlich. Die Protagonisten sind sehr gut angelegt.. Die Figuren wurden stimmig ausgearbeitet und ihre Probleme waren nachvollziehbar. Die Interaktion zwischen den vollkommen unterschiedlichen Charakteren war schon amüsant zu lesen, jedoch nicht urkomisch zu nennen. Insgesamt ein sehr stimmiger Unterhaltungsroman zum Zwischendurchlesen und entspannen gut geeignet.

Bewertung vom 09.09.2018
Alligatoren
Spera, Deb

Alligatoren


ausgezeichnet

Bereits das hochwertige Cover zieht den Leser in seinen Bann, ein Cover, dass starken Bezug zum Inhalt hat. Die Geschichte von drei Frauen, so unterschiedlich sie sind, so helfen sie sich doch am Ende bis hin zur Selbstaufgabe und stehen füreinander ein. Jede Frau erzählt ihre Geschichte in ihrer Weise, so dass das Erzählte sehr authentisch herüber kommt. Ein ergreifender Bericht aus einer Zeit, wo die Frau nicht viel zählte, gut zum Arbeiten, Kinder gebären oder repräsentieren. Ansonsten hatte sie die Klappe zu halten und zu funktionieren. Jede Frau hat ein schlimmes Schicksal und geht mit der ihr eigenen und möglichen Weise damit um. Ein Buch, dass dich nach dem Lesen noch lange nicht los lässt.

Bewertung vom 25.08.2018
Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1
Moran, Kelly

Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1


gut

Das Cover des Buches "Redwood Love" finde ich sehr gelungen. Die Einleitung hat mich neugierig gemacht. Das klang nach guter Unterhaltung. Hm, was soll ich nun sagen? "Redwood Love" ist kein Buch mit Tiefgang, viel heile Welt. Redwood ist ein Ort wie aus einem Märchenbuch. Alle sind lieb, nett, höflich, schön und kümmern sich umeinander.
Trotzdem, es ist gut geschrieben, so dass es sich flüssig lesen lässt. Besonders die Charaktere sind sehr sympathisch. Ich hätte mir gern etwas mehr Spannung und Handlung gewünscht aber nun gut.
Es ist halt ein Buch zum Zwischendurchlesen, Gehirn ausknipsen und einfach mal zutexten lassen und wieder vergessen.
Wäre auch gut als Vorlage für eine Liebeskomödie, von mir gern auch als “Schnulli”-Film bezeichnet.

Bewertung vom 20.08.2018
Tel Aviv by Neni
Molcho, Haya; NENI

Tel Aviv by Neni


sehr gut

Das Buch "Tel Aviv" von Haya Molcho und Söhne ist nicht nur ein Kochbuch, es ist auch nicht nur ein Bildband, sondern es vermittelt auch viele Eindrücke von dem Leben in Tel Aviv. Die Fotos sind sehr eindringlich. Man meint fast, beim Betrachten die orientalischen Düfte wahrnehmen zu können. Die Geschichten der Menschen, die uns in diesem Buch begegnen, sind spannend zu lesen. Die Schriftart wechselt von Schreibmaschinenschrift zu Druckschrift bei den Rezepten, was das Ganze auflockert und noch authentischer wirken lässt. Die Rezepte sind gut beschrieben und die Fotos dazu machen Appetit und wecken die Lust, einiges daraus nachzukochen.
Ein Buch, dass man gern und oft in die Hand nimmt, um darin zu blättern und sich nach Tel Aviv entführen zu lassen.

Bewertung vom 08.08.2018
Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1


sehr gut

Von hagazussa




Das Cover selbst hätte mich vom Kauf des Buches abgeschreckt, eben ein kitschiges Allerwelts-Cover, typisch für einen 3-Groschen-Romans a la Rosamunde Pilcher.
Allerdings zogen mich bereits die ersten Worte in den Bann des Buches: „Zauber“ und Cornwall“. England, verbunden mit der Mystik und Magie ist ein unwiderstehliches Thema für mich. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Der Text ist flüssig und gut zu lesen. Die Charaktere sympathisch. Obwohl ich den Namen June für eine deutsche Austauschschülerin in England nicht sehr passende fand. Jedoch wird der Leser mitgenommen auf eine Reise voller Geheimnisse und Magie und einem Fluch, der gebrochen werden muss.
Ein solider Auftakt einer guten Fantasy-Reihe.