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Benutzername: vickis_books
Wohnort: Braunschweig
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Bewertungen

Insgesamt 46 Bewertungen
Bewertung vom 29.08.2019
Neun Fremde
Moriarty, Liane

Neun Fremde


gut

Von vielen Lesern ist Liane Moriarty die Lieblingsautorin. Ich habe vorher noch nichts von der Autorin gelesen und bin deswegen ohne Vorwand an das Buch ran gegangen. Der Klappentext beim Blogger Portal hatte mich auf jeden Fall überzeugt. Umso mehr habe ich mich auf das Buch gefreut.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick. Wir lernen Yao kennen, der eine Ausbildung zum Rettungssanitäter macht. Das ich in einem Krankenhaus arbeite, kamen mir einige Dinge bekannt vor. Der Schreibstil wird aus der Sicht aller 9 Teilnehmer des Wellnessprogrammes erzählt. Auch die Resort-Chefin beschreibt ihre Vergangenheit und man bekommt Einblicke, weshalb das Tranquillum House gegründet wurde. Allgemein das Buch zu beschreiben fällt mir etwas schwer und es tut mir ein bisschen Leid diese Rezension zu schreiben. Es fällt einem immer schwer negative Kritik zu äußern. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten mit dem Buch klar zu kommen. Es zu Lesen und es zu verstehen. Im Großen und Ganzen war mir das Buch zu langwierig und zu oberflächlich. Frances, eine ehemals erfolgreiche Schriftstellerin ist mit Ihrem reifen Alter ein Protagonist die wirklich sympatisch war. Sie hatte viele Bücher geschrieben und war damit sehr erfolgreich. Dann gab es das Ehepaar Ben und Jessica, die nur so im Luxus badeten. Jessica konnte einem ja nur leid tun, da sie sich mit Schönheits-OPs versuchte auf zu hübschen aber ihr Ehemann Ben war nur peinlich. Wie er immer über sein teures Auto gesprochen hat – BAH! Es gab noch weitere Protagonisten – es sind ja 9 fremde Menschen in dem Resort. Diese waren aber irgendwie total unspannend und hatten mich nicht wirklich interessiert.

Fazit: Ich habe mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut und war gespannt. Umso trauriger bin ich über diese Rezension die mir sehr schwer fällt. Das Buch hat mir im Gesamten nicht gefallen. Es hat mir so viel gefehlt. Eine abwechslungsreichere Erzählweise, mehr Story oder Konversationen die geführt werden. Dieses Buch war einfach nicht rund genug meiner Meinung nach. Ich hoffe trotzdem dass sich jeder eine eigene Meinung bildet. Vom Cover allerdings muss ich sagen ist das Buch wirklich ein Knaller, ich habe noch nie etwas schöneres gesehen. Gerade wenn der Schutzumschlag ab ist, ist das Buch ein Traum. Deswegen habe ich eine Eule mehr in meiner Bewertung gegeben.

Bewertung vom 26.08.2019
Die Verbindung
Brockman, Cambria

Die Verbindung


ausgezeichnet

Das Cover war ja schon ein Hingucker, deswegen musste ich mir unbedingt den Klappentext durchlesen. Dieser hat mich dann sofort überzeugt. Mir gefallen ja amerikanische Colleges, irgendwie würde ich da auch gerne hingehen. Das Buch hat wirklich tolle Protagonisten, die alle auf Ihre Art unterschiedlich sind. Beispielsweise Gemma, die eine wirkliche Rebellin ist. Sie trinkt gerne und steht auf alle Jungs. Dann gibt es Khaled, der ein echter Prinz ist. Seine Eltern sind steinreich, was die Freunde erst später erfahren, trotzdem ist er sehr liebenswert. Ruby ist eine der beliebtesten Schülerinnen auf Hawthorne und John ist ihr Freund. Alle sind natürlich neidisch auf sie aber der Schein trügt. In der Story wird man erfahren wieso und dann tut einem Ruby nur leid. Der College-Druck ist wirklich sehr groß für Sie. Naja, was soll ich zu John sagen, er ist wirklich einer der schlimmsten Protagonisten im Buch. Wie er andere behandelt ist echt abstoßend. Der Cousin von John – Max ist ein wirklicher Freund, der sich eher zurück hält und nie viel zu sagen hat. Er versinkt in seine Fotografie und hat heimlich Gefühle für ein Mädchen aus der Clique. Zum Schluss gibt es noch Malin. Eine 1-er Schülerin die hübsch und beliebt ist. Sie ist wirklich am Anfang sympathisch weil sie sich wirklich um die Clique kümmert. Von Seite zu Seite erkennt man wer Malin wirklich ist. Und das kann ich euch sagen ist wirklich erschreckend gewesen.

Mit dem Schreibstil kam ich sehr gut klar. Wir begleiten die Clique in verschiedenen Studienjahren und dem Abschluss. Der Sprung zwischen den Jahren ist einfach zu verstehen. Beim Lesen musste ich immer mal wieder Parallelen zu Elite (Netflix) und der Mythos-Academy von Jennifer Estep herstellen. In so eine College-Geschichte entführt zu werden, war wirklich schön. Man hat viele Sachen erfahren, die an einem College in Amerika passieren. Liebesgeschichten, Partys und der Schulstress – all das wird in dem Buch behandelt.

Abschließend kann ich nur sagen – das Buch hat mir richtig gut gefallen. Es ist wirklich eine Empfehlung wert.

Bewertung vom 21.08.2019
Der Kastanienmann
Sveistrup, Søren

Der Kastanienmann


ausgezeichnet

Das Buch habe ich dann mit in den Urlaub genommen. Fun Fact am Rande: Der Ermittler Marc Hess hat den selben Familiennamen wie ich. Also war ich sofort hin und weg. Von Anfang an baut der Autor ein unglaublich spannendes Konstrukt rund um das tolle Ermittler-Duo Thulin & Hess. Beide haben so überhaupt keine Lust aufeinander, geschweige denn auf neue Fälle. Hess wäre am liebsten in seinem alten Job geblieben. Sein Protagonist war ein wirklich mürrischer, sturer und dennoch attraktiver Mann. Von beiden Ermittlern erfährt man während des Lesens private Dinge, die wirklich im Rahmen gehalten werden. Man hat wirklich nicht zu viele Informationen bekommen und war deswegen immer noch interessiert. Erzählt mal aus der einen, dann aus der anderen Perspektive. Alle kommen „zu Wort“, die Ermittler, Opfer, Kollegen – nur der Mörder nicht! Ganz langsam, aber ohne jemals an Spannung zu verlieren, baut sich die Geschichte auf und Zusammenhänge werden klarer, denkt man! Es ist so ein verwirrendes Konstrukt, in das man abtaucht. Ich war wirklich komplett in der Story drinnen und immer schockierter was passiert.

Am Ende war ich schon ein wenig „traurig“ – ich wollte nicht das der Kastanienmann gefunden wird, wollte einfach weiter lesen. Der Autor hat wirklich einen sehr guten Schreibstil und hat das Kunstwerk raus einen Thriller zu schreiben.

Bewertung vom 18.08.2019
Lieblingskind
Tudor, C. J.

Lieblingskind


sehr gut

Nachdem „Der Kreidemann“ von C. J. Tudor schon grandios war, musste ich sofort wissen wie das neue Buch der Autorin ist. Das Cover ist wieder unglaublich schön und hat mich angesprochen, genauso wie der Klappentext. In dem Buch geht es um Joe der nach Arnhill zurück kehrt um das Verschwinden seiner Schwester Annie aufzuklären. Er beginnt eine Lehrerstelle an seiner ehemaligen Schule. Das Buch wird in mehreren Sichten erzählt. Wir erfahren z. B. was vor 25 Jahren zwischen den Freunden von Joe und der kleinen Schwester passiert ist. Die Protagonisten, die damals befreundet waren, waren mir überhaupt nicht sympatisch. Es waren alles Vollidioten. Joe war hingegen ein durchaus netter Junge, der nur als ‚Mitläufer‘ Dinge gemacht hat, die wirklich nicht toll waren. Als Joe dann E-Mails und SMS bekommt ‚Nur er kann den Fluch von Arnhill aufhalten‚ wird er neugierig und will herausfinden, wieso die Dinge wieder passieren. Der Bergbau von Arnhill steht in der Geschichte im Vordergrund, denn damals und auch heute spielen sich dort Dinge ab, die niemand begreifen kann.

Ich finde, die kleine Schwester Annie kommt sehr wenig in dem Buch vor. Ich musste wirklich 250 Seiten lesen um Informationen zu bekommen was es mit der kleinen Schwester auf sich hat. Das war für mich ein wenig enttäuschend. Für gewisse Dinge gibt es keine genaue Erklärung, manche Dinge bleiben unerklärlich und mit diesen Themen aber auch Ängsten spielt die Autorin, man muss bereit sein sich auf diese Art Thriller einlassen zu können. Mich konnte diese Art von Thriller auf jeden Fall begeistern und sorgte für spannende Lesestunden.

Im Großen und Ganzen war das Buch wirklich lesenswert, dennoch hat mir das 1. Buch ‚Der Kreidemann‘ der Autorin besser gefallen. Dem Buch fehlten an gewissen Stellen die Spannung.

Bewertung vom 18.08.2019
Kühe
Stokoe, Matthew

Kühe


sehr gut

W O W – andere Worte fallen mir nicht ein zu diesem Cover. Ich finde es wirklich unglaublich ansprechend. Ich habe mich wirklich gefreut dass ich das Buch vom Festa Verlag zugeschickt bekommen habe. Das Buch habe ich dann in den Urlaub mitgenommen und war am Strand total gefesselt. Die Seiten flogen nur so dahin.

Das Buch ist sehr darum bemüht, mit einer Ansammlung von Widerlichkeiten zu schockieren. Kühe foltern und töten. Das ist eines der drei Themen des Buches – das Hauptthema sogar, dem dann doch ein Hauch zu wenig Platz eingeräumt wird.

Thema zwei ist der Kampf zwischen Steven und seiner Mutter, der zu ungelenk überzogen daherkommt, um zu packen – er überschreitet ein paarmal unfreiwillig die Grenze der unfreiwilligen Komik. Das dritte Thema ist die Beziehung von Steven und der gestörten Lucy, die hauptsächlich über Stevens Ideen vom TV-Ideal und durch eher ekelig geschilderte Sexakte definiert wird, die nach einem ersten Blick tatsächlich nur kurz und langweilig sind.

Die Figur des Cripps, des abartigen, geisteskranken, komplett irren Mentors, hätte mehr Platz in der Geschichte verdient. Auch hier ist viel verloren gegangen, eine ganze Vorgeschichte, sogar eine Mythologie wäre drinnen gewesen. Die knappen, emotionslosen Worte hingegen bieten nicht viel Futter. Auch mehr Kuh-Mythologie hätte es gebraucht anstatt der durch Wiederholung monotonen Zoophilie.

Cows wirkt ein wenig so, als wäre der Autor mit aller Gewalt einem inneren Zwang gefolgt, den abstoßendsten Roman überhaupt zu schreiben. Ist ihm leider nicht gelungen. Das Buch bietet viel Bäh und Würg und Uäh, aber nicht so viel, wie man meinen möchte. Das wird durch das versuchte Erzwingen des Schockeffekts tatsächlich abgemildert. Und – Steven ist ein unsympathischer Protagonist! Das hat man sehr schnell entdeckt und das verdirbt doch einiges an Wucht.

Wahrhaftig verstörend wäre der Roman, wenn man Steven verstehen würde, mit ihm fühlen könnte – das wäre richtig krass. So aber … ein Arschloch tut beschissene Dinge – im mehrfachen Sinn des Wortes. So bleibt eigentlich nur Lucy als Identifikationsfigur, als interessanteste Protagonistin. Sie ist aber leider nicht die Hauptfigur.

Bewertung vom 30.07.2019
Der Pakt - Bis dass der Tod uns scheidet
Richmond, Michelle

Der Pakt - Bis dass der Tod uns scheidet


gut

Puh, also zum Anfang erst einmal etwas zum Cover. Ich finde es so mittelmäßig, ist nichts aussagekräftiges aber auch nicht schlecht. Ich sage mal so, ich habe bereits bessere gesehen, dennoch sollte es deswegen nicht abschrecken. Der Klappentext wider rum hat mich total angesprochen. Ich mag solche mysteriösen Ehe-/Partnerthriller. Finde immer wieder faszinierend was zwischen zwei Menschen passieren kann. Das Buch wird im großen und ganzen aus der Sicht von Alice und Jake erzählt. Manche Kapitel sind sehr kurz und manche wider rum etwas länger. Das Lesen ist aber sehr angenehm und der Schreibstil der Autorin gefällt mir. Da ‚Der Pakt‘ eine Art Club ist kommen viele verschiedene Protagonisten vor. Im Laufe der Seiten, versteht man aber wer, wer ist.

Durch das Buch bekommt man sehr viel Einblick in das Thema Ehe und alles was dazu gehört. Es ist aber für mich echt etwas schwierig gewesen in das Buch rein zu kommen. Ich habe wirklich 200 Seiten gebraucht um mit dem Buch ‚warm‘ zu werden. Mir haben die krassen Thrillerelemente gefehlt. Für mich war es in der Hinsicht kein wirklicher Thriller. Natürlich sind viele mysteriöse Dinge passiert und man wollte immer wissen was es mit ‚Der Pakt‘ auf sich hat. Das war auch eigentlich der Grund wieso ich an dem Buch dran geblieben bin. Ich konnte es nicht weglegen oder abbrechen.

Wie oben schon erwähnt, bin ich nicht richtig in das Buch gekommen. Mir war die Geschichte einfach zu lang gezogen. Es ging eigentlich auf 250 Seiten nur um die Jobs von Alice und Jake. Sie ist Anwältin und er ist Physiotherapeut. Wir erfahren wirklich beim Lesen ALLES. Jedes kleine Detail in der Arbeit und was dort passiert. Das war mir irgendwie bisschen viel und hat nicht so den Spannungsbogen aufgebaut. Ich habe von Seite zu Seite überlegt, wann wird es spannend, wann kommt der Thriller in diesem Buch? Leider blieb das bis zum Ende aus. Komplett schlecht war es nicht, aber es war kein Highlight für mich. Wenn Ihr aber auf Eheprobleme und deren Folgen habt, dann ist das Buch etwas für euch.

Bewertung vom 28.07.2019
Sal
Kitson, Mick

Sal


ausgezeichnet

Bei Vorablesen habe ich mich für dieses Buch beworben, weil mich erstens das Cover und zweitens der Klappentext total angesprochen hat. Ich liebe das Cover, man hat irgendwie das Gefühl frei wie ein Vogel zu sein und durch die schottischen Highlands zu gleiten. Die Story um die beiden Schwestern haben mich zudem sofort angesprochen.

Die beiden Schwestern sind wirklich Herzensmenschen und man schließt sie sofort ins Herz beim Lesen.
Peppa die eigentlich Paula heißt ist 10 Jahre und ein kleiner ‚Teufel‘, sie ist um keinen Spruch verlegen und sie liebt Schimpfwörter. Sie ist für Ihr Alter wirklich sehr weit entwickelt, dennoch merkt man manchmal, das sie den Schutz ihrer größeren Schwester Sal sucht. Als zweiten Hauptprotagonist gibt es Sal die eigentlich Salmarina heißt. Sie ist 13 Jahre alt und hat wirklich schon viel schlimme Dinge in Ihrem Leben durch. Das wichtigste ist aber für Sie, ihre Schwester und Maw (Mutter) zu beschützen. Leider fällt ihr das bei Ihrer Maw schwer, da sie Alkoholikerin ist und das Interesse für Ihre beiden Mädchen nicht besteht. Der Charakter von Maw kommt erst ziemlich zum Schluss im Buch nochmal vor. Als dritten Protagonisten gibt es die 75-jährige Ingrid aus Deutschland. Sie stammt aus Berlin, ist gelernte Ärztin und lebt seit 4 Jahren im Wald der schottischen Highlands. Sie begegnet eines nachts den beiden Mädchen. Immer wieder treffen sich die Wege der 3 Menschen und nach kurzer Zeit entscheiden Sal und Peppa, sie gehen mit in Ingrids Camp. Dort erzählt Ingrid den beiden Ihre komplette Lebensgeschichte bezüglich Ihrer Medizinkarriere, Ihrer Männer und von Ihrem Leben in der DDR sowie der Flucht nach England. Nach einer jahrelangen Hippiezeit, kam sie dann nach Schottland und arbeite als 15 Jahre als Ärztin bis sie beschloss in den Wald zu ziehen. Ingrid war am Anfang wirklich eine merkwürdige Protagonistin und die beiden Mädchen bezeichneten sie als ‚Hexe‘. Trotzdem wurde Ingrid von Seite zu Seite immer toller und man konnte sie nur mögen.

Das Buch ist in Kapitel eingeteilt wie zum Beispiel ’10 – Camp‘ – und beim Lesen hat man dann auch mitbekommen wieso die Überschriften so gewählt wurden. Man konnte das Buch wirklich sehr gut lesen. Ich habe an einem Tag 200 Seiten gelesen, was bei mir wirklich dafür spricht, dass das Buch sehr gut ist. Ich hatte wirklich bei manchen Kapiteln Gänsehaut, weil sie Geschichte von Sal und Peppa so herzergreifend ist. Was diese kleinen Mädchen in Ihrem Leben schon durchleben mussten.

Mein Fazit zu diesem Buch ist einfach WOW. Ich lege es euch wirklich ans Herz, wenn ihr auf eine schöne Geschichte zwischen zwei Schwestern steht – lest das Buch.

Bewertung vom 31.01.2019
Tannenstein / Born-Trilogie Bd.1
Geschke, Linus

Tannenstein / Born-Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Heute am 31.01.2019 erscheint dieses Buch von Linus Geschke und ich bin so dankbar das ich das Buch vorher lesen durfte. Ich kann euch auch nur wärmstens empfehlen es zu lesen. Durch Zufall bin ich auf den Autor aufmerksam geworden, was ich bereue. Sehr gerne hätte ich schon viel früher Werke aus seiner Hand gelesen, den diese sind wirklich gut. Erstmal zu dem Cover. Ich kann gar nicht viel sagen außer das es mich vollkommen überzeugt. Es ist so schön gestaltet und passt perfekt zu dem Buch. Irgendwie bekommt man vor allem durchs Lesen noch eine komplett andere Bindung zu dem Buchcover. Es passt wirklich richtig gut.
Da ich vorher noch nichts von dem Autor gelesen habe, kann ich jetzt nur anhand dieses Buches beschreiben wie ich den Schreibstil empfunden habe. Erst einmal wird man mit Tannenstein, was an der deutsch-tschechischen Grenze liegt vertraut gemacht. Da kann ich euch schon sofort sagen, es geht die Post ab. Ich habe wirklich selten einen Thriller gelesen, der sofort anfängt spannend zu werden. Linus Geschke gelingt es sofort einen ultra Spannungsbogen aufzubauen, der das komplette Buch nicht abreißt. Des Weiteren wird aus der Sicht von Alexander Born erzählt, der vorher in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel inhaftiert war. Das Buch beginnt genauer gesagt 3 Jahre später in der Gegenwart. Im Buch gibt es dann noch weitaus mehr Schauplätze, die bis nach Weißrussland oder Polen reichen. Immer wieder kommt es zu anderen Erzählweisen und neuen Protagonisten. Im Großen und Ganzen muss ich aber sagen, das ich überhaupt nicht genervt war von diesen Wechseln. Ich kam wirklich gut zurecht und habe nie den Faden der Story verloren.

„Sie sollten darüber nachdenken, wie weit Sie gehen würden, um den Wanderer zu finden. Tun Sie das jetzt – nicht erst, wenn es bereits zu spät ist.“ (Klappentext, Ende des Buches)

Ja, und dann gibt es noch den Wanderer. Seine Sichtweise der Dinge sind so krank von dem Autor geschrieben, das es einem manchmal kalt den Rücken runter lief.

Aber hey, ich finde das genau richtig in einem Thriller.

Zu Alexander Born, dem Ex-Polizisten, fehlen mir irgendwie die Worte. Ich weiß einfach nicht wie ich ihn beschreiben soll. Auf der einen Seite will er den Tod seiner Geliebten rächen, auf der anderen Seite hat er völligst einen Schaden weg. Er hat einfach mal Kontakt zur Russenmafia, was als Ex-Polizist nicht sehr abwegig ist, da er Kontaktmänner brauchte. Dennoch gibt es bei diesen Kontakten auch komische Gestalten. Ihr seht also, so ganz weiß ich nicht was ich zu ihm schreiben soll. Irgendwie muss sich da jeder selber ein Bild machen.

Am Ende beginnt eine Hetzjagd, die einen schweren Tribut fordert. Ich war wirklich schockiert wie das Buch ausging. Die ganze Zeit habe ich gefiebert, wie es Enden wird und dann? Ja macht euch selber ein Bild. Von mir bekommt dieses Buch eine 100 %-ige Leseempfehlung und ich bin so froh es gelesen zu haben. Viele wissen vielleicht das ich ein totaler Sebastian Fitzek Fan bin, aber Linus Geschke kann meiner Meinung nach genauso viel in Sachen Thriller wie er. Ich bin ein Linus Geschke Fan geworden und freue mich auf viele weitere Bücher von ihm.

Bewertung vom 30.01.2019
Paper Ghosts
Heaberlin, Julia

Paper Ghosts


gut

Dieses Buch klangt wirklich sehr spannend. Umso interessierter war ich, als ich das Buch vom Blogger Portal zugeschickt bekommen habe. Vielen Dank für nochmals. Die Protagonistin Grace kommt mir im ersten Moment sehr symphytisch vor, immerhin hat sie Ihre Schwester an einen Serienmörder verloren. Zwischen den Zeilen wurde Grace mir immer unsympathischer. Sie wurde so besessen von Carl, was schon nicht mehr normal war. Sie nervte mich mit Ihrer Art einfach nur noch. Carl Louis Feldmann habe ich am Anfang nicht positiv in Erinnerung gehabt. Natürlich ist er ein Serienmörder, aber mit der Zeit wurde er irgendwie interessant. Carl wurde verurteilt, weil er mehrere Menschen getötet haben sollte. Leider kann er sich an nichts erinnern. Grace will den Tod ihrer Schwester rächen und nimmt Carl auf eine 10 Tages Reise mit. Sie möchte die Erinnerungen von Carl wieder zum Leben erwecken. Denn angeblich leidet er seit der Verurteilung an Demenz.

Das Buch ist in die einzelnen Tage unterteilt und man erfährt immer was passiert. An manchen Stellen finde ich dies ein wenig langatmig. Grace macht sich während ihres Road Trips gefälschte Ausweise und hat viele verschiedene Kreditkarten. Natürlich will Grace Ihre Schwester rächen, aber sie verliert sich wirklich immer mehr und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ganz zum Ende wurde es dann immer absurder und der Epilog hat das nur bestätigt was man immer dachte – Grace braucht wirklich Hilfe.

Fazit: Gutes Buch mit einigen Schwachstellen. In der Mitte des Buches wurde es einfach zu „langweilig“. Man konnte die Spannung gar nicht mehr wahrnehmen und hat sich ein wenig verloren gefühlt.

Bewertung vom 29.01.2019
Der Tag davor / Riverdale Bd.1
Ostow, Micol

Der Tag davor / Riverdale Bd.1


ausgezeichnet

Ich habe mich unglaublich auf dieses Buch gefreut. Als großer Riverdale-Fan war es für mich glasklar, dass ich dieses Buch lesen werden. Also auf in die Buchhandlung und das Buch kaufen. Ich wusste auch überhaupt nicht was auf mich zu kommt – wie das Buch aufgebaut war, war also eine völlige Überraschung. Das Buch wird am Anfang von Jughead erzählt, wie auch die Serie beginnt. Die weiteren Abschnitte des Buches sind dann aus den Sichten von Jughead, Betty, Archie und Veronica erzählt. Besonders schön war, dass zwischen den einzelnen Abschnitten – Bilder, E-Mail Verläufe, SMS Verläufe oder auch Flyer abgedruckt waren.

Ich finde die Bilder so schön gemacht. Die SMS Verläufe oder E-Mails haben so einen guten Zwischeneffekt in dem Buch gesorgt. Die Story kam mir auch sofort wieder bekannt vor und ich war im Geschehen drinnen. Die Charaktere waren mir so vertraut und man hatte die Protagonisten sofort vor seinem inneren Auge. Ehrlich gesagt, bin ich froh das die Charaktere genau so waren wie in der Serie, ich glaube sonst wäre ich enttäuscht gewesen. Besonders Bettys Geschichte davor finde ich interessant, weil man gar nicht so wusste was sie vor „Riverdale“ gemacht hat.

Das Betty und Veronica eigentlich eine kleine Vorgeschichte haben, wusste ja auch keiner so wirklich. Umso mehr finde ich es spannend, wie aus Veronica, eigentlich die Veronica in Riverdale geworden ist. Man würde gar nicht glauben, wieso sie so geworden ist wie sie ist. Ich muss aber zugeben die Ronnie in Riverdale gefällt mir 100 mal besser. So wirklich vorstellen konnte ich es mir nicht, das Archie mit so einer Person zusammen gewesen wäre. In der Serie bekommt man einen Einblick in die Beziehung von Archie und seiner Lehrerin, dies wird im Buch auch so detailliert beschrieben. Natürlich geht es um Jughead, Archie, Betty und Veronica – aber ich hätte mir gewünscht das es bisschen mehr noch um Jason und Polly zum Beispiel geht. Wie ist diese Liebe eigentlich entstanden. Ich kann aber auch verstehen das es um die 4 Hauptprotagonisten geht und man nicht über alle sprechen kann. Deswegen ist das Buch nicht weniger gut.

Das Buch ist wirklich ein voller Erfolg in meinen Augen und ich bin super begeistert. Jeden Donnerstag fiebert man daraufhin, dass neue Folgen kommen und ist immer wieder schockiert was in der Kleinstadt passiert. Wie am Anfang wird das Buch auch von Jughead beendet, was ich einen guten Abschluss finde. Weil irgendwie ist Jughead Jones der Sprecher der Serie und des Buches. Er begleitet die verschiedenen Dinge immer und kommentiert sie. Im Großen und Ganzen finde ich das Buch wirklich gelungen und freue mich dieses Schätzchen in meinem Bücherregal zu haben. Ich weiß auch gar nicht ob noch ein Buch kommen könnte zu der Serie – freuen würde es mich auf jeden Fall.