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Benutzername: vickis_books
Wohnort: Braunschweig
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Bewertungen

Insgesamt 19 Bewertungen
12
Bewertung vom 16.08.2018
Anonym / Salomon & Buchholz Bd.1
Poznanski, Ursula; Strobel, Arno

Anonym / Salomon & Buchholz Bd.1


sehr gut

Dark Net - ein Thema was mich sofort ansprach. Vor einigen Jahren habe ich ein Buch "Final Cut - Du hast 438 Freunde auf Facebook. Und keiner wird etwas merken." gelesen. Um ehrlich zu sein, war dies das Buch woraufhin ich das Lesen für mich entdeckt habe. Genau deswegen sprach mich auch sofort das Buch Anonym an.

Das Ermittlerteam aus Nina Salamon und Daniel Buchholz ist wirklich interessant, beide können vom Typ her nicht unterschiedlicher sein. Gerade deswegen gefällt mir dieses Duo vielleicht auch so gut. Nina ist eher die direkte, die keine wirklichen Gefühle zu lässt und gerade von Bremen nach Hamburg gezogen ist. Ihr neuer Partner Daniel ist hingegen sehr aufgeschlossenen anderen Menschen, außer Ihr. Als sie in Ihren Joggingklamotten zu einem Tatort kommt, weiß er nicht so richtig ob die beiden ein gutes Team werden. Leider weiß Buchholz auch nicht wieso Nina aus Bremen weggezogen ist und bei der Hamburger Kriminalpolizei jetzt arbeitet. Er soll es bald noch erfahren. Bald schon entsteht ein Kampf gegen das Dark Net und als innerhalb von 3 Tagen zwei Morde und ein fast geglückter Mord geschehen, stehen Nina und Daniel unter Druck. Die Plattform Morituri ist äußert professionell und die Kriminalpolizei stößt schnell an Ihre Grenzen um die Plattform vom Netz zu nehmen.

Dieser Thriller hat mich wirklich von Anfang an gefesselt und ich war gespannt wie der Kampf mit dem Portal Morituri ausging. Am Ende wurde ich von den beiden Autoren nicht enttäuscht, der Schreibstil hat es ermöglicht fast direkt dabei zu sein. Dieser Thriller wird immer aus der Sicht von Nina oder Daniel erzählt.

Bewertung vom 16.08.2018
Immer wenn du tötest / Targa Hendricks Bd.2
Schiller, B. C.

Immer wenn du tötest / Targa Hendricks Bd.2


ausgezeichnet

Der Thriller "Immer wenn du tötest" ist bereits der zweite Teil von B. C. Schiller über die Ermittlerin Targa Hendricks. Den ersten Teil habe ich innerhalb von 3 Tagen verschlungen und war schon gespannt auf den zweiten Teil. Ich finde Targa eine so symphytische Ermittlern, deswegen habe ich in der letzten Ermittlung auch so mit gefiebert und gehofft das Targa nicht stirbt. Als dann in dem letzten Teil "Fortsetzung folgt.." auf der letzten Seite stand, war für mich klar ich muss das nächste Buch unbedingt lesen. Freundlicherweise hat mir das Blogger Portal dies dann zur Verfügung gestellt, wie auch das erste Buch.

Targa Hendricks ist wieder mit ihrem geliebten Hund dessen Name einfach Hund ist unterwegs. Weil sie sich Namen nicht gut merken kann, hat ihr Hund diesen einfach zu merkenden Namen bekommen. Ich finde dies ist auf für den Leser einfach zu merken. Die Protagonistin ist eher verschlossen und kann nicht richtig mit Menschen umgehen, irgendwie finde ich sie aber sympathisch.

Als eine neuer Mord begangen wird und Targa als Kommissarin ausgewählt wird, wird der Fall spannend. Sie macht einfach alles auf Ihre Art und Weise. Einfache Polizeivorschriften ignoriert Sie, sie ermittelt auf eigene Faust. Als sie sich Freya von Rittberg dann nähert und ihr Bodyguard wird, wird die Sache interessant. Schnell merkt Targa das in Freya eine andere Person lebt wie ihr äußeres Preis gibt. Freya ist eine Künstlerin die mit dem Blut anderer malt. Die Gemälde der Künstlerin ähneln denen der Morde und schnell wird klar, sie muss etwas damit zu tun haben. Targas größtes Ziel wird es Freya zu überführen, aber um welchen Preis. Mit dem Gedanken an ihre letzte Ermittlung muss sie sich entscheiden, ist sie eine Ermittlerin die selbst den Tod nicht scheut oder ist sie eine Ermittlerin die auf Nummer sicher geht.

Wie auch in dem ersten Buch finde den Schreibstil von B. C. Schiller hervorragend, die Seiten lassen sich so schnell lesen und mit jeder Seite bekommt man Lust auf mehr. Man will überhaupt nicht aufhören, will immer wissen wie der Fall ausgeht. Das macht für mich einen guten Thriller aus. Am Ende bin ich auch von diesem Buch zu 100 % überzeugt und werde dieses Autorenpaar öfter lesen, wenn es neue Bücher gibt.

Bewertung vom 26.06.2018
Was ihr nicht seht
Ellwood, Nuala

Was ihr nicht seht


sehr gut

Aufmerksam auf das Buch bin ich wirklich durch das Cover, ich finde das macht immer schon wahnsinnig viel aus. Wenn einem das Cover gut gefällt, ließt man sich automatisch den Inhalt durch. Ich habe zuvor noch nichts von Nuala Ellwood gelesen, dies war mein erstes Buch von der Autorin. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die wiederum 48 relativ kurze Kapitel umfassen, ich finde das immer sehr angenehm zu lesen. Erzählt wird im Präsens in der Ich-Perspektive – zunächst aus der Sicht von Kate, später auch aus der von Sally. Es wird immer wieder zwischen Vorfällen und der Festnahme gewechselt. Man hat eine genaue Zeitangabe wie lange Kate in Gewahrsam ist. Im Zentrum des Buches steht die Protagonistin Kate, ich konnte mich gut in Ihre Gedanken hineinversetzten. Da sie Reporterin in Kriegsgebieten ist, erlebt sie viel und diese Gedanken spiegeln sich in ihr wieder. Aufgrund der Kriegsgeschichten hat dieser Thriller wirklich sehr viel Tiefe, über die man immer nachdenken muss, sogar wenn man das Buch bei Seite gelegt hat. Ich finde es gut wenn Autoren Themen ansprechen oder umschreiben die in realen Welt unter den Tisch gekehrt werden, über die niemand gerne spricht. Dennoch gibt es eben physische Probleme zur Genüge.

Ich werde das nächste Buch von Nuala Ellwood also sehr gerne lesen.

Fazit: Der Psychothriller „Was ihr nicht seht“ ist ein durchaus gelungener Auftakt der Autorin Nuala Ellwood. Durch ihre klaren Formulierungen und den einheitlichen Schreibstil kann man das Buch sehr gut lesen. Das Cover ist natürlich auch zu erwähnen, das es wunderschön aussieht.

Bewertung vom 10.06.2018
Das Mädchen im Dunkeln
Blackhurst, Jenny

Das Mädchen im Dunkeln


sehr gut

Das zweite Werk von Jenny Blackhurst „Das Mädchen im Dunklen“ musste natürlich auch von mir gelesen werden. Ich war sehr gespannt, da das erste Buch schon mitreißend und spannend war. Der Schreibstil ist mir vertraut, sodass ich keine Mühe hatte in das Buch rein zukommen. Die Story wird von verschiedenen Protagonisten erzählt, sodass man dabei nicht nur einen guten Blick auf die Geschehnisse, sondern auch in die Gedanken und Gefühle der Personen werfen kann. Im Fokus steht aber die Protagonistin Dr. Karen Browning, sie ist Psychiaterin und lebt mir ihrem Mann in einer idyllischen Gegend. Immer wieder in den Vordergrund kommen ihre beiden Freundinnen Bea und Eleanor.

Immer wieder hat Karen Routinefälle in ihrem Job als Psychiaterin, jedoch bekommt sie bald eine Patientin die ihr die Nerven rauben wird. Jessica Hamilton ist im mittleren Alter und hat in ihrem Leben schon viel durchgemacht. Der Charakter der Jessica ist mir in dem Buch nicht wirklich sympathisch. Sie ist so abgrundtief böse und will alles was sie in ihrer Vergangenheit erfahren musste rächen. Der Autorin gelingt es wirklich einen zu fesseln, mit zu fiebern und auch teilweise komplett in die Irre geführt zu werden bis am Ende dann die große Wendung kommt.

Das Buch hat mich am Ende wirklich überzeugt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, weil die Geschichte nicht so in Fahrt kam, muss ich sagen das Ende ich wirklich Gänsehaut hatte und schockiert war wie manipulativ Menschen immer wieder sein können. Dies hat die Autorin Jenny Blackhurst wirklich gut vermittelt. Ich als Leser wurde teilweise auch ein bisschen manipuliert, somit war die Spannung wirklich toll.

Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, weil ich am Anfang bisschen Probleme mit der Story hatte. Man kam schwer in das Buch rein, bis die wirklichen Thrillerelemente dann mal begannen. Am Anfang war viel drum herum. Trotzdem war das Buch wieder ein tolles Werk und eine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 09.06.2018
Der Kreidemann
Tudor, C. J.

Der Kreidemann


ausgezeichnet

Das Buch habe ich auf dem Seite des Blogger Portals entdeckt. Wenn mir ein Cover schon gefällt muss ich mir unbedingt den Klappentext durchlesen. Das Cover und der Titel des Buches haben mich bei diesem Exemplar sofort überzeugt, deshalb habe ich mir durchgelesen worum es in diesem Buch von C. J. Tudor geht. Ich habe bis dahin noch nichts von der Autorin gelesen und kannte sie auch nicht. Das hält mich aber nicht davon ab neue Bücher zu entdecken, ich liebe es eher. Als mir dann noch der Klappentext gefallen hatte war das Buch perfekt! Ich habe es also angefragt und meine Anfrage ist positiv ausgegangen. Und Schwups war das Buch nach 4 Tagen schon bei mir.

Das Buch wird in zwei Zeitspannen (1986 und 2016). Die Erzählweise ist in der Ich-Perspektive von Eddie der 12 Jahre alt war als er dem Kreidemann zum ersten Mal begegnete. 30 Jahre später ist Eddie immer noch von der Vergangenheit verfolgt und es gesehen schreckliche Dinge. Anhand der Zeitwechsel bekommt der Leser einen Eindruck was vor 30 Jahren passiert ist. Zu weiteren Protagonisten in dem Buch gehört die Clique von Eddie, sie bestand aus Fat Gav, Mickey, Hoppo und Nicky. Als die Kinder 12 Jahre alt waren ereignet sich in ihrer Stadt auf dem Jahrmarkt ein schrecklicher Unfall. Der Kreidemann brachte Eddie auf die Idee mit seinen Freunden Kreidezeichnungen zu benutzen um geheim miteinander zu kommunizieren.

„Ich war zwölf Jahre, elf Monate und acht Tage alt, als ich meine erste Leiche sah.“ (Seite 247)

Eddie wird Lehrer und die Wege der einstigen Clique trennen sich. Als aber dann alle einen unbekannten Brief mit nur einem Stück Kreide und einem Strichmännchen erhalten, führen die Wege wieder zueinander. In der Zwischenzeit gesehen wirklich grausame Dinge, die im Buch wirklich gut beschrieben werden, auch deswegen ist das Buch wirklich ein guter Thriller für mich. Es stehen einem die Haare zu Berge, weil man so mitgerissen ist.

Bewertung vom 14.04.2018
Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1
Raabe, Marc

Schlüssel 17 / Tom Babylon Bd.1


ausgezeichnet

Dies war mein erstes Buch von Marc Raabe, woher hatte ich noch keine Werke von ihm zuhause. Mit seinem Thriller „Schlüssel 17“ hat Marc Raabe wirklich einen unglaublichen Auftakt hingelegt, bei dem man über 500 Seiten nicht an Spannung verliert. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert und man hat recht kurze Kapitel, was ich immer sehr angenehm finde zu lesen.

„Die Frau liegt da , mit seltsam abgeknickten Beinen und ausgebreiteten Armen, die an einer hinter ihren Schulterblättern durch das Pfarrgewand geschobenen Holzlatte fixiert sind.“ Seite 43

An dem Ausschnitt aus dem Buch erkennt man sofort, dass es ein wirklich guter Thriller ist. Die charakteristischen Merkmale eines Thrillers werden hier sowas von erfüllt. Man bekommt wirklich alle Einzelheiten mit. Der Hauptprotagonist Tom Babylon ist mir wirklich sympathisch. Trotz das er soviel mit seinem Leben, dem Verschwinden seiner Schwester und dem Polizeidienst zutun hat, wirkt er sehr zielgerichtet. Er verliert seinen Fokus nie. Im Buch kommen noch viele weitere Ermittler ins Spiel, dies ist ein bisschen verwirrend, aber man hat eigentlich schnell einen Überblick.

Den Schreibstil des Autors finde ich sehr gelungen. Er arbeitet mit offenen Enden an jedem Kapital, dass macht einen natürlich immer neugierig darauf wie es weiter geht. Das Buch war wirklich bis zum Schluss offen – klar man hatte Vermutungen – aber am Ende kam doch alles anders wie man denkt.

Bewertung vom 07.02.2018
DNA / Kommissar Huldar Bd.1
Sigurdardóttir, Yrsa

DNA / Kommissar Huldar Bd.1


weniger gut

Von der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttir ist DNA der erste Teil der Krimireihe, in deren Zentrum Kommissar Huldar von der Kripo Reykjavik und die Psychologin Freyja stehen. Insgesamt bin ich sehr schlecht in das Buch gekommen. Es beginnt spannend, doch die Schreibweise kann mich nicht packen. Ich kann mich schon mit den Protagonisten Huldar und Freyja anfreunden, dennoch nicht mit der Thematik des Morsen. Die ganze ausführliche Vorgehensweise über solche Dinge, reizen mich nicht und wecken kein Interesse bei mir. Es war mein erstes Buch der Autorin, obwohl viele dafür schwärmten, muss ich leider sagen das ich das Buch abbrechen musste.

Ich möchte wirklich nicht alles schlecht reden, z. B. das Cover hat mich vollkommen begeistert. Auch der Klappentext war richtig spannend, deswegen wollte ich das Buch gerne lesen. Dadurch das die Thematik mich aber so gar nicht angesprochen hat, konnte ich nicht weiterlesen. Ein weiteres Buch der Autorin werden ich nicht lesen.

Leider sind Meinungen verschieden, ich bedauer es auch sehr, dieses Buch nicht zu Ende gelesen zu haben, doch man „quält“ sich nur noch. So etwas gehört zum Lesen dazu. Nicht jedes Buch kann einem Gefallen.

Fazit: Ich denke Yrsa Sigurdardóttir hat mit DNA, obwohl ich es leider nicht zu Ende lesen konnte, eine tolle neue Krimireihe erschaffen. Besonders das Cover gefällt mir an dem Buch richtig gut.

Bewertung vom 29.01.2018
Anne, rette mich!
Bruckmann, Mia

Anne, rette mich!


gut

Das Cover und der Titel des Buches haben mich auf den ersten Blick nicht sehr angesprochen – deswegen bin ich froh das die Autorin Mia Bruchmann auf mich zugekommen ist und mir ihr Werk näher gelegt hat. Am Anfang bin ich nur schwer mit dem Schreibstil klar gekommen. Es war alles sehr holprig, doch ich nach ein paar Seiten rein gekommen. Alle Charaktere sind gut ausgearbeitet und dargestellt und auch die Handlungsorte sind sehr genau und bildlich beschrieben.

In „Anne, rette mich!“ begleiten wir den ersten Fall der Kriminalhauptkomissarin Anne von Hohenstedt, die zusammen mit ihrem Partner Berti und ihrem vierbeinigen Kollegen Pollux einen brutalen Mörder sucht. Aber ihnen bleibt nicht viel Zeit, denn schon kurz nach dem ersten Mord, wird eine zweite junge Frau als vermisst gemeldet. Kann Anne die alleinerziehende Mutter retten? Und kann sie ihrem Job und ihrer Familie gleichermaßen gerecht werden?…

Die Idee der Story war für mich so naja, etwas was ich schon öfter gelesen habe. Dennoch möchte ich nicht sagen das dass Buch schlecht war. Es hatte einige gute Ansätze. Die dennoch witzigen Dialoge zwischen Anne und Berti, machen die einzelnen Kapitel sehr unterhaltsam.

Bewertung vom 21.01.2018
Babydoll
Overton, Hollie

Babydoll


sehr gut

Babydoll war mein erster Roman von dieser Autorin und ich kann euch sagen ich bin begeistert. Hollie Overton hat mit der Geschichte um Lily Risers und deren Familie ein atemberaubendes Debüt geschaffen, das mich von der ersten Seite gefesselt hat. Das Buch ist als Roman ausgeschrieben, hat aber sehr viele Psycho-Elemente, ein wirkliches Psychodrama einer Frau die sich zurück in die Normalität kämpfen muss.

„Tss, Tss, Babydoll. Hab ich dir nicht gesagt, was passiert, wenn du mir nicht gehorchst?“ (Seite 6)

Lily wird jahrelang in einer kleinen Hütte gefangen gehalten, wo sie von Rick aufs Übelste missbraucht und misshandelt wird. Nach acht Jahren kann sie mit ihrer Tochter fliehen – sie ist frei und ihr Entführer wird verhaftet.

Die Geschichte beginnt mit dem Leben „danach“ – Aber schnell wird klar, dass es kein Zurück in die Normalität gibt, denn in acht Jahren hat nicht nur Lily sich verändert. Rick plant bereits, wie er seine Babydoll zurückholen und bestrafen kann.
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Lily, ihrer Mutter Eve, ihrer Zwillingsschwester Abby und des Entführers Rick erzählt, was der Story eine unglaubliche Tiefe verleiht.

„Ich hab kein Zuhause, Abby. Ich habe kein Leben. Jetzt nicht mehr. Du hast mein Scheißleben gestohlen.“ (Seite 243)

Lily versteht schnell, das Rick sie über viele Jahre manipuliert hat und sie fürchten muss, nach der Flucht, so zu werden wie ihr Entführer. Hollie Overton erzählt sehr eindringlich von den Folgen der Entführung und setzt dabei den Schwerpunkt auf psychologische Effekte. Besonders gut gefallen hat mir die tiefe Bindung der beiden Zwillingsschwestern Abby und Lily. Sie werden jedoch auf eine harte Probe gestellt. Ich bin wirklich sehr gut in das Buch gekommen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, man kann das Buch sehr gut lesen.

Bewertung vom 06.01.2018
Der Seelenbrecher
Fitzek, Sebastian

Der Seelenbrecher


sehr gut

Ich bin wieder einmal mit großen Erwartungen an das Buch „Der Seelenbrecher“ ran gegangen. Zuvor habe ich Passagier 23 gelesen, leider begeisterte mich dieses Buch nicht so wirklich. Umso mehr hoffte ich deshalb dass, das Buch wieder toll wird.

Ein Professor sucht Probanden für ein Experiment. Sie sollen eine Patientenakte lesen, die man im Nachlass eines Psychiaters gefunden hat. Sechs Personen entscheiden sich zuerst für die Teilnahme an dem Experiment. Nach der Einführung bekommen es einige mit der Angst zutun und steigen aus. Nur Lydia und Patrick entscheiden sich für das Experiment. Sie erhalten nun detaillierten Einblick in die Patientenakte, die wie ein Roman, die kompletten Vorkommnisse einer kranken Nacht vor zig Jahren beschreibt. In dieser Nacht entschied der „Seelenbrecher“ über Tod und Leben von Patienten in der Teufelsbergklinik. Seine vorhergehenden Opfer, drei Frauen, sind nach ihrem Verschwinden nicht mehr normal. Weder ansprechbar, noch reagieren sie auf äußere Reize. Bei allen vermissten Personen des Seelenbrechers werden kleine Zettel
gefunden auf denen Rätsel stehen.

Durch einen Schneesturm ist das komplette Klinikgelände von der Außenwelt abgeschottet und eine Verfolgungsjagd der Superlative beginnt.
Der Seelenbrecher befindet sich im Haus. Keiner kann ihm entkommen.
Zum Hauptcharakter im Buch wird Caspar , der selber ein Patient der Teufelsbergklinik ist und sein Gedächtnis verloren hat. Während er und andere Patienten sowie Mitarbeiter der Luxusklinik versuchen dem Seelenbrecher auf die Spuren zu kommen tauchen Caspar seine Erinnerungen in Bruchteilen wieder auf. Schockierende Details über den „Patienten“ kommen ans Licht. Das neue Opfer des Seelenbrechers schwebt derweil in Lebensgefahr. Dank Caspars Erinnerungen kann sie vielleicht gerettet werden. Werden Sie dem Seelenbrecher entkommen?

Sebastian Fitzek hat es in diesem Buch mal wieder geschafft Fiktion und Realität so nah beieinander zu halten. Als Leser stellt man sich die selben Fragen wie Lydia und Patrick, die ja ebenfalls genau wie wir die Patientenakte lesen. Es gibt wieder einmal Stellen in dem Buch, die mein Herz zum Rasen brachten und mir den Atem raubten. Genau diese Stellen sind typisch für Fitzek und ich liebe sie. Er schafft es immer wieder einen Leser in das Buch „eintauchen“ zu lassen. Mehr über das Buch und den Inhalt werde ich nicht verraten, aber ich wette, das diesen „Schock“ auch andere Leser erleben werden.

Alles in allem hat Sebastian Fitzek wieder einmal bewiesen, dass er sein Handwerk versteht. Er schreibt Psychothriller, bei denen dem Leser die pure Angst den Rücken hinunter läuft und Seite für Seite die Spannung in der Luft liegt. Gleichzeitig befassen sich seine Thriller mit Dingen die uns allen bekannt sind, Dinge die angesprochen werden müssen. Man fühlt sich in seinen Büchern zuhause, egal wie krank sie auch erscheinen mögen. Ich liebe diese Ausflüge in die psychischen Abgründe der Menschen und bin froh, dass Sebastian Fitzek seine Phantasien in so guten Psychothrillern auslebt und uns als Leser damit begeistert und glücklich macht.

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