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Benutzername: Josi
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Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 78 Bewertungen
Bewertung vom 09.05.2018
Die Morde von Pye Hall
Horowitz, Anthony

Die Morde von Pye Hall


sehr gut

Die Morde von Pye Hall ist nicht nur ein Buch, sondern gleich zwei. Ich hatte nicht erwartet, dass das "Manuskript" 300+ Seiten umfasst. Im Stile von Agatha Christie wird in der englischen Provinz ermittelt. Ich fand es ein bisschen überweltigend in jedem Kapitel eine neue Sichtweise zu verfolgen. Es gab ein Dorf voller Characktere und jeder von Ihnen hat ein Geheimiss oder ein verdecktes Motiv. Auf Dauer habe ich ein bisschen den Überblick verloren.

Die Rahmenhandlung, das die Lektorin das Manuskript sozusagen mit mir ließt fand ich sehr ansprechend und auch der Tod des Autors war eine interessante Ereigniskette. Insgesamt war dieses Buch mal was anderes obwohl es sich aus klassischen Zutaten zusammensetzt.

Bewertung vom 09.05.2018
Die Affäre Carambol
Lehnberg, Stefan

Die Affäre Carambol


gut

Die Affäre Carambol spielt mit dem Gedanken, dass Schiller und Goethe zu ihrer Zeit ermitteln. Das ist auf den ersten Blick interessant, aber wir haben schon zu viele Krimikombos gesehen, als das dies alleine ausreichen würde. Ich habe sehr lange gebraucht um in die Handlung hereinzukommen und besonders das ersetzen von "ei" durch "ey" hat mich immer wieder aus dem Konzept gebracht. Nach ungefähr 50 Seiten hatte ich mich dann daran gewöhnt. Der eigentliche Fall ist eher standard und nichts was mich so gespannt hätte, dass ich keine Pause machen kann. Das Augenmerk liegt auf der Beziehung zwischen den Hauptcharackteren. Die Aufmachung und Verarbeitung des Buches ist sehr hochwertig und schmückt jedes Bücherregal.

Bewertung vom 30.01.2018
Die amerikanische Prinzessin
Zijl, Annejet van der

Die amerikanische Prinzessin


sehr gut

Die amerikanische Prinzessin ist eine Biografie von Allene Tew. Man folgt ihrem Leben und dem Leben von Verwandten durch schwere und gute Zeiten, dabei wird auf Quellen aus der Zeit eingegangen um Behauptungen oder Annahmen zu belegen. Das Leben der Allene Tew ist sehr bewegend und der Schreibstil fesselt den Leser, auch wenn dieser manchmal mehr Zeit zur Verarbeitung der Informationen braucht. Besonders die Bildergalerien im Zentrum fand ich zur Unterstützung der Anschaulichkeit sehr ansprechend. Ich habe mit Allene mitgelitten, wie sie sich immer wieder neu durchwurschteln musste, obwohl es ihr an materiellem Besitz nicht gefehlt hat. Auch auf die historischen Hintergründe wird entsprechend eingegangen, somit hat dieses Buch auch eine bildende Funktion. Kann nie schaden!

Bewertung vom 30.01.2018
Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen
Bardugo, Leigh

Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen


ausgezeichnet

Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen ist der neuste literarische Anfang der bekannten Heldin. Auch als Wonder Woman Neuling kann man der Handlung gut folgen. Diana ist sofort ein Sympatieträger, der man sehr gerne durch die Geschehnisse folgt. Alia ging mir am Anfang mit ihrem Gejammer schon etwas auf die Nerven. Natürlich ist dies aufgrund der Umstände verständlich, aber trotzdem nervend. Der Schreibstil von Leigh Bardugo ist wie immer sehr anschaulich und lässt sich sehr gut lesen. Die Hindernisse, die den Helden in den Weg gelegt werden, sind interessant. Die Übliche Fisch aus dem Wasser Geschichte kommt noch hinzu. Witzig und unterhaltsam. Im Ganzen fand ich das Buch gut gemacht und optisch anspruchsvoll.

Bewertung vom 30.01.2018
Der Wortschatz
Vorpahl, Elias

Der Wortschatz


sehr gut

"Der Wortschatz" ist ein cleveres Buch, das schon fast als Kunststück gilt. Die geschickten Metaphern und Umdichtungen häufig genutzter Phrasen haben mich oft zum Schmuntzeln gebracht. Besonders da ich in einem Bereich arbeite, bei der der richtige Sprachgebrauch wichtig ist, fand ich dieses Buch interessant, aber man braucht Zeit. Durch die ganzen Anspielungen muss man viel Umdenken um ihnen gebührend geistigen Raum einzuräumen. Nebenbei kam es mir vor, wie eine neue Version von Alice im Wunderland. Ich denke das man auch zwischen den Kapiteln in jeweils andere literarische Welten, aber vielleicht interpretiere ich da mehr herein als es ist. Insgesamt ist das Buch faszinierend. Man muss es mehrmals lesen um alle möglichen Varianten zu erfassen und zu genießen. Die Reise des Wortes wird mir in Erinnerung bleiben. Dies ist wirklich ein kleiner Schatz!

Bewertung vom 15.12.2017
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Green, John

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken


ausgezeichnet

Wir Leser haben gespannt auf das neue Buch von John Green gewartet. Und wir wurden nicht enttäuscht. Nicht nur, dass wir endlich wieder in den Genuss von Greens speziellen Schreibstil kommen, auch die Handlung zieht neue Leser in den Bann. Im Zentrum der Ereignisse steht die Hypochonderin Aza. Sie versucht ein so ungefähliches Leben wie möglich zu führen, nur ist ihre beste Freundin Daisy ganz anders gepolt. Die beiden spielen sich gegenseitig immer wieder die Bälle zu und es ist eine freude ihnen dabei zu folgen. Beide Characktere sind sehr sympathisch und brauchen einander, da sie alleine irgendwann auf den Keks gehen würden. Ich fand die Zitate interessant. Clever eingefügt. Insgesamt ein Wechselbad der Gefühle, das man einfach gelesen haben muss.

Bewertung vom 12.12.2017
Morgen ist es Liebe
Maifeld, Monika

Morgen ist es Liebe


sehr gut

Morgen ist es Liebe ist ein gutes Buch. Es hat ein Schönes ansprechendes Cover, dass mir sofort ins Auge fiel. Die Handlung ist zwar ein bisschen vorhersehbar, aber das ist nicht so schlimm, da die sympathischen Characktere keine Monotonie aufkommen lassen. Die Autorin schafft es mit diesem Debütroman, den Leser abzuholen und neben den Hauptpersonen herlaufen zu lassen. Beide halten Schritt miteinander. Der Schreibstil ist locker und lässt sich gut und schnell lesen. Perfekt für kuschelige Winterabende, bei denen man etwas empfinden möchte, aber ohne großartige Anforderung. Natürlich ist von Anfang an klar, wie dieses Buch ausgeht. Es hat etwas von Cecilia Aherns Die Liebe meines Lebens. ich werde es nochmal lesen. Es gibt mir ein warmes Gefühl.

Bewertung vom 12.12.2017
Niemals
Pflüger, Andreas

Niemals


gut

Niemals ist ein sehr spannender Krimi. Die Strukturen der "Abteilung" ist perfekt für fiktionale Characktere. Diese sind sehr vielfälltig und meist antiheroisch gestaltet. Sie tummeln sich in der Weltgeschichten und ziehen ihre verdeckten Operationen durch, wobei die nicht zimperlch mit den Gegnern umgehen. Ansich ist es beeindruckend aber unrealitisch was Jenny Aaron als Blinde alles gebacken bekommt. Ich verstehe das die anderen Sinne die Blindheit ausgleichen, aber bitte... man kann es auch übertreiben. Genauso wie ihre Eigenart auf den Bushido anzuspielen. Zwischendurch merkt sie an, dass sie kein Ronin ist, ja warum reden wir dann so viel über den Weg des Kriegers, dem ja sooo viele( auch Kriminelle) folgen. Ich fand Jenny einfach unsympatisch. Andere Characktere haben mich mehr angesprochen.

Bewertung vom 29.11.2017
Der Serienkiller, der keiner war
Josefsson, Dan

Der Serienkiller, der keiner war


ausgezeichnet

Der Serienkiller, der keiner war - und die Psychotherapeuten, die ihn schufen beschreibt schon im Titel, worum es in dem Buch geht. Und schon im ersten Kapitel merkt man: Moment, irgendwas an der Ermittlung stimmt nicht. Der Schreibstil ist leicht subjektiv eingefärbt, dies ist aber auch ein Stück berechtigt. Im großen Ganzen ist dieses Buch sehr unterhaltsam, man bekommt aber vom Dauerkopfschütteln Nackenschmerzen. Ich finde das Buch sehr unterhaltsam, auch wenn man nach ein paar Kapiteln erst mal Schlucken muss. Die Story wird von Fotos untermalt, dies trägt zur Anschaulichkeit bei. Nur zu empfehlen als Schwedens größter Justizskandal. Und trotzdem gibt und das Buch doch Einblick in die Psyche der Menschen, nur halt in die der Leute um den Serienmörder herum. sehr spannend.

Bewertung vom 29.11.2017
Untiefen
Kamal, Sheena

Untiefen


weniger gut

Untiefen klang nach einen so tollen und spannenden Buch. Ich bin mit großen Erwartungen da ran gegangen und nach der Leseprobe dachte ich, toll jetzt muss es richtig los gehen. Aber nein. Ich bin einfach rein gekommen. zu viele Nebeninformationen und Erklärungen. Es ist alles sehr entschleunigt. Selbst wenn dann mal etwas passiert bin ich im Gedanken abgeschweift. Die ganze Erntschleunigung könnte auf das Noir Genre hinspielen, aber selbst da passiert zwischendurch etwas. Auch Fand ich die Hauptperson nicht wirklich sympathisch. Ich bin ihr nur sehr widerwillig gefolgt. Deswegen hat sich das Buch gezogen wie Kaugummi. Es mag ja Leute geben, denen dieses Buch gefällt, Ich bin es nicht. Wirklich nicht!