Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: vanessa-v8
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 19 Bewertungen
12
Bewertung vom 01.12.2020
Dark
Fox, Candice

Dark


ausgezeichnet

Der erste Satz in diesem Buch lässt einem schon den Atem stocken. Der Thriller fängt sofort an. Es wird nicht viel rumgeirrt, sondern es geht gleich zur Sache. Candice Fox hat es wieder geschafft mich völlig in den Bann zu ziehen, man fiebert regelrecht mit den Protagonisten mit, man freut sich mit ihnen, und man leidet mit ihnen. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, zum Schluss war die Spannung kaum noch auszuhalten, ich konnte das Buch nicht weglegen, ich musste einfach wissen wie es ausgeht. Und ich muss sagen, es ist ein Ende, was ich so nicht erwartet habe. Das macht eine gute Schriftstellerin aus, es ist nicht vorhersehbar, und das Ende überrascht den Leser. Das liebe ich so an Candice Fox. Ihr Schreibstil ist locker und leicht, den Humor von ihr, trifft genau auch meinen Humor, ich habe so manches mal herzlich gelacht. Auch die gute Ausarbeitung der Charaktere der Protagonisten ist Candice Fox sehr gut gelungen, der Leser weiß ziemlich schnell wer gut und wer böse ist. Die bildliche Beschreibung macht die Geschichte zu einem wahren Erlebnis, man hat das Gefühl mittendrin im Geschehen zu sein. Von mir gibt es daher die vollen Punkte.

Fazit
Endlich mal ein Thriller der sofort in das Geschehen eingreift. Ich habe selten so einen spannenden Thriller gelesen, der bis zum Schluss auch spannend bleibt. Von mir daher eine klare Kaufempfehlung, wer Thriller gerne liest, wird auch diesen von Anfang an mögen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt beim lesen, daher auch 5 von 5 Sterne von mir. Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bücher von ihr.

Bewertung vom 22.05.2020
Lips Don't Lie
Scott, Ginger

Lips Don't Lie


gut

Meine Meinung
„Lips don‘t lie“ versprach eine schöne, junge Liebesgeschichte zu werden, vom hellen, rosanen Cover und vom unspektakulären Titel her, der leider auch noch auf Englisch stehen muss, um dem Klischee der aufstrebenden Jugendbücher zu entsprechen.
Klischeehaft geht es leider auch weiter. Tristan, die männliche Hauptfigur, ist ein „Badboy“ und gehört einer scheinbar sehr gefährlichen Gang an, so war es auch im Klappentext ersichtlich. Aber natürlich ist er nur nach außen hin so unerschrocken, im Kern behält er sich seine Freundlichkeit und Herzenswärme, die Riley nicht vergessen kann und sie nicht an sich und seine vertrakte Welt heran lassen möchte. Das klappt selbstverständlich nicht, da er kurzerhand unfreiwillig von der Schule als ihr persönlicher Basketballtrainer eingestellt wird. Dabei besitzt sie eindeutig mehr Mut und Unerschrockenheit als Tristan, wo vielleicht sein wahres Problem mit ihr herrühren könnte. Obwohl sie ein einprägsamer Charakter ist, folgt auch sie dem Klischee: Ich hasse, wie er mich behandelt, aber süß ist er trotzdem.
Würde sich die Geschichte auf dieses Dilemma konzentrieren und die Welten der beiden Protagonisten ausbauen, wäre es ein schöner, wenn auch typischer Jugendliebesroman geworden. Doch überraschenderweise handelt gut die Hälfte der Szenen um das gemeinsame Hobby der beiden: Basketballspielen. Eine kleine Erwähnung diesen bedeutenden Aspekts im Klappentext wäre sehr wünschenswert gewesen.
Der Schreibstil der Autorin lässt sich jedoch loben. Schnell und leicht fliegt man über die Seiten, wie es bei einem Jugendbuch sein sollte. Auf Phrasen wie „wir haben abgefeiert“ und „er chillt irgendwo faul rum“ hätte man dennoch verzichten können.

Fazit
Die Autorin besitzt einen angenehmen Schreibstil, die Geschichte aber einige Schwächen. Tristan und Riley sind zwar größtenteils symphatisch, folgen jedoch jedem Klischee und werden eher oberflächlich beleuchtet. Hingegen erhält das Thema Basketball, das ohne Hinweis im Buch auftaucht, eine zu große Bedeutung. Deswegen habe ich das Buch frühzeitig abgebrochen.

Bewertung vom 08.04.2020
Die Kunst des stilvollen Wanderns - Ein philosophischer Wegweiser
Graham, Stephen

Die Kunst des stilvollen Wanderns - Ein philosophischer Wegweiser


sehr gut

Stephen Graham schuf mit diesem Buch einen Wanderratgeber und ein philosophisches Lebenswerk gleichmaßen, das seiner Zeit „unter angelsächsischen Wanderfreunden zum Geheimtipp“ wurde, und heutzutage paradoxerweise so modern wie aus der Zeit geraten ist.
Über Kapitel wie das richtige Schuhwerk, die beste Wahl des Rucksacks oder auch einfach die immense Bedeutung von Landkarten beschreibt Graham die Aspekte, die für einen (werdenden) Wander unerlässlich zu wissen sind und gibt damit einen guten, detaillierten Überblick der Wanderausrüstung. Obwohl die Welt der Mode sich von damals bis heute wohl etliche Male gewandelt und neu erfunden hat, gelten viele seiner Grundsätze bis heute. Zum Beispiel: hübsche, ansehnlich gestaltete Schuhe werden nicht lange halten. Damit gibt er dem „modernen Wanderer“, der mit zahlreichen teuren, aber kaum nötigen Gadgets übereifrig und verunsichert aufbricht, einen herben Rückstoß. Man solle sich ja nicht auf eine Reise begeben, nur um, wenn man wieder zurückgekehrt ist, davon prahlen zu können. Vielmehr soll man sich von seinem Herzen, wahlweise auch vom Kompass leiten lassen, und dabei mit der Natur auf einer besonderen Ebene zusammengehörig werden. Weiterhin erzählt er, manchmal schon etwas zu ausschweifend, von seinen eigenen Reisen und seiner Vorliebe zum sogenannten Zig-Zag-Marsch: die erste Abbiegung links, dann die erste rechts und so weiter. Speziell mit seinen dazugehörigen Anekdoten erweckte er in mir, wie bestimmt auch in vielen anderen Lesern, den Wunsch fortan nur noch so durch die Welt zu gehen und durchbricht damit die schreckliche Ordnung, Vornehmheit und Zielstrebigkeit mit dem wir heute stattdessen unterwegs sind.
Für Philosophen werden bestimmt Kapitel wie der Reisebegleiter oder das Tagebuch interessant sein, wo die Ansichten des Autors über die Welt vor allem zum Ausdruck kommen. Nicht selten findet man dabei Metaphern und Festellungen, die nicht nur für das Wandern, sondern für das gesamte Leben gültig sind. Wer das Buch mit der nötigen Tiefsinnigkeit und einer gewissen Aufnahmefähigkeit liest, wird schon bald zusammen mit den Erfahrungen von Graham wachsen.
Neben zahlreichen hilfreichen Hinweise und philosophischen Betrachtungen findet man jedoch auch wohl gut gemeinte Anmerkungen, die jedoch selbstverständlich sind und eher überflüssig zu erwähnen, wie zum Beispiel, dass es nicht ratsam ist, auf einem Schlangennest zu übernachten. Tipps zu der Verhaltenweise, sollte man während der Reise auf einen ebenfalls wandernden Prinzen treffen, scheinen auch etwas unbenötigt. Beides trägt aber wahrscheinlich zu einem guten Gesamtüberblick, der insgesamt doch wünschenswert ist, bei.

Fazit
Ob man dieses Buch in der Absicht selbst wandern zu gehen, als philosophische Betrachtung des Lebens, oder um sich von beidem überzeugen zu lassen, liest, wird mit „Die Kunst des stilvollen Wanderns“ seine Freude haben. Leider selten findet man heute Bücher, die den Leser so oft zum Nachdenken anregen wie dieses.

Bewertung vom 08.03.2020
Das neunte Haus
Bardugo, Leigh

Das neunte Haus


ausgezeichnet

Meine Meinung
Mit „Das neunte Haus“ hat Leigh Bardugo in diesem Jahr ein völlig neuartiges Fantasybuch heraus gebracht. Morddohungen und Straßenkämpfe wurden gegen Teenie-Talk und Verbindungspartys getauscht. Trist und klischeehaft scheint das Buch auf den ersten Blick. Aber Leigh Bardugo wäre keine so beliebte Bestsellerautorin, wenn sie nicht auch diese Herausforderung meistern würde. Spannend wird es also auf jeden Fall.
Die Universität Yale war im Gegensatz zu der Krähen-Dilogie und der Grisha-Reihe als Schauplatz nicht zu erwarten. Die verschiedenen Häuser und Universitätsgebäude lernt man auf eine so andere, magische Weise kennen, dass die Realität sich mit der Geschichte von Protagonistin Alex vermischt. Sich selbst öffnende Türen und scheinbar Emotionen ausdrückende Häuser, durch ein Knarzen hier oder da, stehen an der Tagesordnung und erinnern entfernt an Harry Potter in Hogwarts.
Originell bleibt das Buch aber so gut wie immer. Die anderen 8 Häuser sind sich in ihrer Struktur sehr ähnlich aber in ihrer Magie und deren Ausübung doch unterschiedlich; was sie sehr authentisch und lebensecht wirken lässt. Zeitweise fühlt man sich als Leser direkt in die Handlung hinein versetzt, steht neben Alex, während sie den Manuscripts oder den Skull and Bones einen unangekündigten Besuch abstattet.
Alex ist dabei, wie vielleicht erwartet, eine sehr symphatische Hauptfigur, die sich ihrer Ecken und Kanten bewusst ist und ihr Herz auf der Zunge trägt. Stück für Stück erfährt der Leser mehr über Alex´s Vergangenheit, die sie sehr gezeichnet hat. Dabei kommt sie jedoch auch ihrem eigenen Wesen näher und es wird für sie zunehmend schwerer, die ordentliche und engagierte Studentin zu mimen. Ihre Fähigkeit, die Geister von Verstorbenen überall und immer zu sehen, hilft ihr dabei kaum. Es zeichnet sich schnell ab, dass Alex bald in mehrere Schwierigkeiten zugleich gerät. Doch trotz aller Hindernisse versucht sie sich für Aufklärung einzusetzen und nimmt die Untersuchungen auch einmal in die eigene Hand. Dabei stößt sie natürlich auf mysteriöse Ereignisse. Doch Alex wäre nicht Alex würde sie ein einmal gesetzes Ziel wieder aufgeben, auch nicht bei drohender Gefahr.

Fazit
Obwohl das Buch durchaus einige Klischees besitzt, bleibt es originell und kommt gerne mit plötzlichen Wendungen einher. Yales besondere Atmosphäre und Alex direkter Charakter ziehen jeden Leser schnell in ihren magischen Bann. Zwar etwas ganz anderes als man von Leigh Bardugo gewöhnt war, aber mindestens genauso gut!

Bewertung vom 13.10.2018
Redemption Point
Fox, Candice

Redemption Point


ausgezeichnet

Redemption Point ist der 2. Fall um die Ermittler Ted Conkaffey und Amanda Pharrell. Durch die Einleitung am Anfang und auch manche Erklärungen bzw. Rückblicke kann man das Buch auch lesen wenn man den ersten Teil noch nicht gelesen hat. Ich würde aber jedem empfehlen zuerst den ersten Teil zu lesen, denn dadurch bekommt man von den beiden Ermittlern einen eindruck warum sie so sind wie sie sind. Das wird im ersten Teil gut erklärt.
Der Schreibstil ist wieder sehr locker und leicht, dadurch fliegen die Seiten nur so dahin.
Amanda ist eine taffe Frau, mit ihrer Art und Sprache hat sie mich so manches mal zum lachen gebracht, so ist der Thriller nicht nur spannend, sondern auch humorvoll. Das pept die sonst so tristen Ermittlungen etwas auf. Ich fand sie sehr sympathisch.
Ted ist ein Ex-Polizist der zur falschen Zeit am falschen Ort war, seine Geschichte ist so unglaublich und trotzdem wurde er verurteilt. Gerade weil die Geschichte jedem von uns so passieren kann, macht es das Buch zu dem was es ist, ein Buch das einem vollkommen in den Sog zieht, man kann gar nicht aufhören weiter zu lesen, gerade zum Schluss wird due Spannung so angehoben, man muss einfach wissen wie es zu Ende geht.


Meine Meinung
Ich kann das Buch jedem empfehlen der gerne Thriller lesen mag. Und Candice Fox hat durch ihren Schreibstil und ihren Humor das Buch zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht. Bitte mehr von ihr. Ich bin ein Fan von ihr geworden. Daher ganz klare 5 Sterne von mir.

Bewertung vom 03.04.2018
Das Glück kurz hinter Graceland
Wright, Kim

Das Glück kurz hinter Graceland


ausgezeichnet

Worum gehts?
Zwei Frauen, ein Weg, eine Antwort
Cory Ainsworth schlägt sich nach dem Tod ihrer Mutter als Blues-Sängerin durch. Bis sie im alten Schuppen ihres Elternhauses ein Erinnerungsstück der Rock 'n' Roll-Geschichte entdeckt: den Blackhawk, das legendäre Auto von Elvis Presley. Für Cory ist das der langgesuchte Beweis: Elvis muss ihr biologischer Vater sein! Vor 37 Jahren war ihre Mutter Honey Backgroundsängerin beim King persönlich. Alles, was sie weiß, ist, dass Honey nach einem Jahr reumütig nach Hause zurückkehrte, um ihre Jugendliebe zu heiraten. Kurzerhand startet Cory das Auto und fährt dieselbe Route ab, die Honey damals genommen hat. Dabei erfährt sie nicht nur viel über ihre Mutter, sondern auch über Elvis, die 70er und ihren eigenen Platz in dieser Geschichte.

Meine Meinung
Die Autorin Kim Wright hat mit diesem Buch einen wunderschönen Roman geschrieben. Ihre lockere Schreibweise lässt den Leser gleich in die Geschichte eintauchen, auch durch die gute anschauliche Beschreibung der unterschiedlichen Schauplätze und Protagonisten hatte ich das Gefühl selbst im Wagen zu sitzen und mitzufahren. Auch ihre witzige Schreibweise machte das Lesen zu einem Vergnügen und die Seiten flogen nur so dahin. Ich wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen, es passierte immer wieder etwas spannendes und man wollte erfahren was es damit auf sich hat.
Cory war mir von Anfang an sehr sympathisch, ihre lockere und naive Art hat mir sehr gefallen. Sie ist sehr ehrgeizig gewesen, Sachen über ihre Mutter herauszufinden, und auch über sich selbst. Auf dieser Reise hat sie viel erfahren und dadurch ihre Mutter ganz anders gesehen.
Ihre Reise fängt in South Carolina an, führt dann über Georgia, Alabama, Mississippi nach Tennessee. Die Kapitel von Cory sind aus dem Jahr 2015 und die Kapitel über Honey aus dem Jahr 1977. Da Cory nur vermutet was ihre Mutter auf der Reise gemacht hat, wird uns durch Honey erzählt was sich tatsächlich abgespielt hat. Dadurch schließen sich die Lücken in der Erzählung.
Auch durch Honeys Erzählungen hatte man das Gefühl wirklich mit in Graceland zu sein und Elvis mitzuerleben wie er war.
Die Geschichte rund um Elvis ist gut ausgearbeitet auch wenn vieles nur eine Fiktion der Autorin war, so war es doch sehr spannend zu lesen was sich hinter den Kulissen abgespielt haben könnte auch wenn manche Sachen nicht so schön waren, gehörten sie doch zum Leben von Elvis dazu.

Fazit
Ich kann das Buch jedem empfehlen der einmal kurz abtauchen möchte um sich auf einer Reise zu begeben und etwas über Elvis zu erfahren. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich würde gerne mehr von der Autorin Kim Wright lesen.
Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 03.04.2018
Die Geschichte des Wassers
Lunde, Maja

Die Geschichte des Wassers


ausgezeichnet

Das Cover passt hervorragend zum Buch, auch wenn es mir in einer Buchhandlung nicht aufgefallen wäre. Wobei der Titel für mich etwas unpassend ist. Besser wäre: "Nachdem das Wasser verschwand" oder "Wie das Wasser verschwand". Trotzdem passt es somit zum 1. Teil des sogenannten Klimaquartetts.
Das angesprochene Thema in diesem Buch hat mich von Anfang an interessiert. Berührend erzählt die Autorin von dem Problem, vor dem die Menschheit früher oder später stehen wird: dem Mangel an Trinkwasser. Es ist ein wichtiges Thema, jedoch wurden in diesem Buch nur die Folgen angesprochen. Viel wichtiger jedoch wären auch die Ursachen: die Wasserverschwendung, -verschmutzung, der Überkosum von Konsumgütern. Ich war eigentlich der Meinung, dass dieses Buch warnen sollte, die Menschheit aufrütteln sollte. Jedoch tut es das leider (!) nicht.
Und trotzdem verwebt die Autorin zwei Erzählungen so unabänderlich miteinander, dass sie einem einprägt und nicht mehr loslässt. Mit durchdachten Charakteren und einmaligen Geschichten wurde ein großartiges Buch erschaffen.

Fazit
Durch die poetische Verwebung zweier Geschichten wird dieses Buch einmalig. Es behandelt ein wichtiges Thema, jedoch hat es dies nicht ganz getroffen. Für mich ist da immer noch Potenzial zu mehr. Trotzdem konnte es mich überzeugen, sodass ich mir im Anschluss den ersten Teil des Klimaquartetts (also "Die Geschichte der Bienen" besorgen werde.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.04.2018
Nichts ist gut. Ohne dich.
Coplin, Lea

Nichts ist gut. Ohne dich.


gut

Worum geht's?
Sechs Jahre lang haben sich Jana und Leander nicht gesehen. Als Kinder waren sie unzertrennlich – bis zu diesem einen, verhängnisvollen Abend im August, als Janas Bruder Tim bei einem Autounfall ums Leben kam. Leander fuhr den Wagen. Und verschwand danach aus Janas Leben. Kein Wort haben sie seitdem gewechselt, wissen nichts mehr voneinander. Und jetzt steht er plötzlich vor ihr. Mit seinen hellblauen Augen. Und die Anziehungskraft ist so viel größer als Jana wahrhaben will. Sechs Jahre hat sie versucht, ihn zu hassen. Und nun ist er da, aus einem wirklich guten Grund: Er ist hier, damit sie ihn rettet. Nur weiß er das selbst noch nicht.

Meine Meinung
Das Cover ist wirklich wundervoll, genauso wie der faszinierende Titel. Demnach habe ich auch große Erwartungen an das Buch gehabt. Jedoch wurden diese leider enttäuscht.
Die Geschichte an sich hat mich wirklich interessiert, es hat mich ein wenig an "Nicht weg und nicht da" von Anne Freytag erinnert, das erst im März erschienen ist. Und die Geschichte mag auch interessant sein und Potenzial für ein gutes Buch bieten, jedoch haben die Charaktere für mich das zunichte gemacht. Zwar sind Leander und Jana nette Personen, aber man erfährt nicht viel persönliches über sie. Es wird nur über den Unfall erzählt, und was danach bzw. davor passiert ist, aber nicht was sie ausmacht: welche Musik sie an liebsten hören, welche grundlegenden Charaktereigenschaften sie besitzen. Ihnen fehlt einfach die nötige Tiefe um sie zum Leben zu erwecken. Dadurch konnte ich mich leider mit ihnen auch nicht wirklich anfreunden. Mir hat das Lesen aufgehört Spaß zu machen, sodass ich "leider" nach ca. 1/4 der Buch abbrechen musste.

Fazit
Ich hatte viele Erwartungen in dieses Buch, die leider nicht erfüllt wurden. Durch die fehlende Tiefe der Charaktere konnte ich mich leider mit ihnen nicht anfreunden und musste so das Buch abbrechen, weil es mir einfach keinen Spaß mehr gemacht hat es zu lesen.
Für die Geschichte gibt es trotzdem 2,5, also rund 3 von 5 Sternen.

Bewertung vom 28.03.2018
Die Klinge des Schicksals
Heitz, Markus

Die Klinge des Schicksals


ausgezeichnet

Allgemeine Infos
Titel: Die Klinge des Schicksals
Autor: Markus Heitz
Verlag: Knaur
Seiten: 571
Preis: 16,99 €
ISBN: 978-3-426-65448-4

Worum geht's?
Seit Jahrzehnten drängt die Wildnis vor und verbannt die verbleibenden Menschen auf die Halbinsel Nankān. Mit der Wildnis kommen dunkle Wesen, Bestien, mutierte Scheusale, die mordend über die Menschen in den Städten nahe des Waldes herfallen. Doch die Bedrohung kommt auch aus den eigenen Reihen, denn selbst Menschen haben sich mit der Gefahr verbunden.
Dem entgegen wirken möchte Danèstra, auch genannt "Die Klinge des Schicksal", zwar gealtert aber immer noch überall bekannt und topfit. Zusammen mit Kalenia, einer Überlebenden einer der verheerenden Überfalle der Wildniss, und ein paar anderen Spezialisten, macht sie sich auf den Weg um die Verschwörer zu erledigen. Doch Kalenia, die wichtigste im Bunde, scheint nicht die zu sein, für die man sie hält.

Meine Meinung
Das Cover allein ist schon ein echter Hingucker. Auch wenn es mir etwas zu düster ist, passt es hervorragend zur Geschichte. Neben der Atmosphäre der Geschichte verdeutlicht es auch, dass es keine Person gibt, die unmittelbar im Mittelpunkt steht. Quasi von jedem Protagonist könnte dieses Schwert stammen, denn alle haben sich in ihrem eigenen Kampf zu schlagen. Dass es unterschiedliche Handlungszweige mit verschiedenen Personen gibt macht das Buch umso spannender. Fast poetisch verwebt der Autor die einzelnen Stränge miteinander, lässt die Personen sich jedoch immer wieder um Haaresbreite verpassen.
Die Charaktere an sich sind wirklich lebensecht erschaffen worden und birgen so manche unerwartete Seiten. Immer wieder müssen sie den Gefahren von allen Seiten trotzen, und schaffen es auch fast immer. Zwar ist das vielleicht etwas unwarscheinlich, aber ich freue mich darüber, denn wer möchte schon seinen Lieblingsheld an einen Haufen Graswespen(furchtbare Biester, unbedingt fernbleiben!) verlieren?
Neben der beinahe liebenswürdigen Danèstra gibt es noch einen anderen merkenswerten Charakter: Mahethian Tintenfain. Er schreibt Schmuddelromane über die Erlebnisse von Danèstra, ohne sie auch nur um Erlaubnis gebeten zu haben. Dank ihm kennt wohl ganz Nankān das Symbol der Klinge des Schicksals... Es heißt, die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Ich weiß nicht so recht, wem ich mich anschließen soll. Einerseits finde ich es wie Danèstra unverschämt von ihm, sich mit fremden Federn zu schmücken, und dies noch nicht einmal sonderlich unterhaltend. Doch auch wenn ich über seine Witze nicht unbedingt lachen konnte, lockert es die Geschichte stets etwas auf. Was sie allerdings gar nicht sonderlich benötigt hätte, denn auch wenn die Geschichte Mal etwas langwierig ist, so bleibt sie doch stets spannend.

Fazit
In diesem Buch wurde eine sagenhafte neue, wenn auch etwas düstere Welt erfunden. Zusammen mit charakterstarken Protagonisten wie Danèstra (und ja, auch M. Tintenfain) entsteht eine spannende und unterhaltsame Geschichte. Daher bekommt das Buch von mir 5 von 5 Sterne.
Ich kann das Buch jedem Fan von Markus Heitz und/oder Fantasy im Mittelalterstil empfehlen.

Bewertung vom 10.03.2018
Der neunte Würfel / Eden Park Bd.1
Elsäßer, Tobias

Der neunte Würfel / Eden Park Bd.1


sehr gut


Das Cover an sich ist ein wirklicher Hingucker und erzählt schon die Geschichte zu einem kleinen Teil: Ein normaler Junge (obwohl er gar nicht so normal ist;)) scheinbar allein in einer riesigen, technitisierten Großstadt - in seiner Hand ein mysteriöser Würfel. Die Welt, die der Autor mit seiner Geschichte erschaffen und durch das Cover noch verbildlicht hat ist wirklich einmalig. Die Luft voll von Paketdrohnen, die Verkäufer in den Shops Hologramme, und selbst das Vogelgezwitscher kommt vom Band. Von so einer übertechnitisierten Welt habe ich bisher noch nicht gelesen, was mich wirklich freut - denn sonst werden dir in Dystopien immer wieder die gleiche Ideen ein bisschen verändert unter einem anderen Namen verkauft. Dem war hier definitiv nicht so.

Sehr gut gefallen haben mir auch der sehr fließend zu lesende Schreibstil und die wirklich gut ausgearbeiteten Charaktere. Wie die Geschichte sind auch Leoni, Yashi und Äsch einmalig. Man schließt sie sofort ins Herz. Leider hat man aber noch nicht so viel persönliches von ihnen erfahren - ich hoffe, dass sich das im zweiten Teil ändert.

Ein bisschen gefehlt hat mir die Spannung. Diese sechs Stunden um die Welt zu retten, von denen im Klappentext die Rede ist, treten leider erst im letzten Drittel des Buches auf. Doch auch dort konnte mich es nicht so wirklich mitreißen.

Der Witz ist in diesem Buch auf keinen Fall zu kurz gekommen. Manches hat genau meinen Humor getroffen (zb. als Vincent ein mysteriöses Paket erhält, steht auf diesem neben lauter Sicherheitswarnungen der Hinweis "Kann Spuren von Erdnüssen enthalten." (S. 105)). Bei anderen >Witzen< konnte ich leider nur mit den Kopf schütteln. Ich schätze, dass der Humor einfach auf jüngere Leser (10-13 Jahre) ausgerichtet ist, und ich so für die Zielgruppe etwas zu alt bin.

Nichts desto trotz bin ich sehr gespannt auf den nächsten Teil um die Abenteuergeschichte von Vincent, Leoni, Yashi und Äsch.

Fazit

Auch wenn mir die Spannung etwas gefehlt und der Humor nicht immer meinen getroffen hat, war die Geschichte doch einmalig und interessant zu lesen. Ich kann das Buch vor allem jüngeren Lesern im Alter von 10 bis 13 Jahren empfehlen.

12