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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: dieschmitt
Wohnort: Fürth
Über mich:
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 60 Bewertungen
Bewertung vom 07.01.2020
Der Mensch ist böse
Hannes, Julian

Der Mensch ist böse


sehr gut

Zum Inhalt:
Die schlimmsten Geschichten schreibt das Leben heißt es. In diesem Buch kann man einige davon erlegen. Der Autor lässt die Leser in 13 wahre Geschichten eintauchen und das Gruseln kennenlernen. Der Autor ist bekannt alls Youtuber, ich kannte ihn nicht muss ich gestehen. Das Buch beschäftigt sich aber nicht nur mit den Fällen an für sich sondern auch mit den Fragen, weshalb jemand zum Täter wird und ob das z.B. jedem passieren kann.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch des Autors und es hat mir sehr gut gefallen. Es ist super spannend zu lesen, der Schreibstil ist ansprechend, flüssig und kurzweilig. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass viel Wert auf Hintergrundinfos gelegt wurde und versucht wird die Ursachen zu ermitteln. Dabei wird es nie geschmacklos, sondern bleibt immer im Rahmen und bewahrt das notwendige Fingerspitzengefühl.
Somit bietet dieses Buch eine sehr gelungene Mischung aus gut lesbarer, spannender Unterhaltung und Wissensvermittlung, bzw. den Blick auf mögliche Ursachen.
Wer echte Fälle interessant findet, nicht zwingend „die Lösung“ möchte, und an der Gesellschaft an für sich interessiert ist findet mit diesem Buch spannende und sehr gut lesbare Unterhaltung.

Fazit:
Reale Fälle, spannend beschrieben, Hintergründe gesucht

Bewertung vom 10.12.2019
Wer nix checkt, kann nix ändern!
Lange, Herbert

Wer nix checkt, kann nix ändern!


weniger gut

Zum Inhalt:
Wir können alles schaffen was wir wollen. Aber dafür benötigen wir Wissen, oder etwa nicht?
Wir handeln und machen uns nicht unbedingt bewusst was die Grundlage hierfür ist. Unsere Gewohnheiten können uns steuern, wenn wir lenken wollen wohin wir uns bewegen wollen müssen wir diese verstehen um daran arbeiten zu können wenn wir uns selbst blockieren.

Meine Meinung:
Ich bin definitiv kein Fan von Gebrauchsanweisungen. Normalerweise ignoriere ich diese absichtlich. Jetzt habe ich eine gelesen ohne es zu wissen und stelle fest, sie gefällt mir. Der Autor legt seine Sicht der Dinge gut beschrieben und verständlich dar. Er schafft es sein Wissen gut verständlich und nachvollziehbar darzulegen. Er unterstreicht seine Darstellungen durch passende Beispiele und legt den Lesern Übungen ans Herz und Hintergrundinformationen.
Das Buch ist sehr gut lesbar, mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Alles in allem ein sehr gutes Buch, das einen an die Hand nimmt an sich selbst zu arbeiten. Hierfür liefert es auch die nötigen Materialen, bzw. die Quellen. Das Cover hat mich zunächst etwas irritiert, aber passt zum Titel.

Fazit:
Sehr gut lesbare Gebrauchsanweisung für die Arbeit an sich selbst.

Bewertung vom 10.12.2019
Wer die Wahl hat, liebt die Qual
Fuchsgruber, Rafael; Schönenborn, Tanja

Wer die Wahl hat, liebt die Qual


sehr gut

Zum Inhalt:
Laufen, Extremlaufen… ein interessanter Einblick in die Welt zweier Läufer und außergewöhnlicher Läufe. Die an die Grenze gehen und über diese hinaus. In diesem Buch kann man die beiden begleiten und dabei einen guten Einblick bekommen.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch des Autors. Ich kenne das vorherige Buch nicht und hatte nicht das Gefühl, das mir Wissen daraus fehlt. Allerdings kann ich nicht beurteilen ob ich manches, das ich gelesen habe anders betrachtet hätte.
Ich laufe, noch nicht so lange und definitiv nicht so weit oder so extrem, aber dieser Funke, die Begeisterung für das Laufen, das ich gut nachvollziehen kann, kam bei mir sehr schnell auch über das Buch an.
Das Buch ist sehr gut lesbar und führt wunderbar anschaulich in die Erlebnisse und in das Innenleben des Autors und seiner Freundin. Alles hat zwei Seiten, so auch das Laufen… das Buch wirkt nicht geschönt, es kommt bei mir authentisch an und enthält schöne Bilder, welche die Bilder im Kopf noch ergänzen.
Wie schon geschrieben, das war mein erstes Buch des Autors, aber sicher nicht mein letztes, denn ich habe es sehr gerne gelesen und mich in verschiedenen Ansätzen auch ein bisschen selbst entdeckt. Schön sind die enthaltenen Tipps, die diese Reise noch vervollständigen.

Fazit:
Buch das Spaß macht, Grenzen aufzeigt und Tipps enthält.

Bewertung vom 10.12.2019
Wer im Himmel auf dich wartet
Albom, Mitch

Wer im Himmel auf dich wartet


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Mit der Liebe des Lebens verreisen… in einem Ballon. Das klingt traumhaft. Doch der Ballon stürzt ab und Annie erwacht im Himmel wieder. Sich sucht ihren Geliebten und trifft dabei sehr viele andere Menschen… und erkennt dabei Wichtiges.

Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch des Autors und es hat ich tief berührt. Zum einen ist es ein schönes Buch, dass sich dank des sehr gut lesbaren Schreibstils, sehr gut lesen lässt. Zum anderen ist es aber auch noch mehr. Es geht ins philosophische und damit auch ein Stück weit ins eigene Leben und erleben und zu Fragen rund um das Leben, Werte und der Erkenntnis.
Das Buch hat mich fasziniert und ich werde mit Sicherheit noch öfter darin lesen und darüber nachdenken. Wer einfache Kost und leichte Lektüre ohne „Nebenwirkungen“ mag, wird hier vermutlich nicht ganz so glücklich werden. Ich selbst habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen.
Die Personen des Buches sind gut beschrieben und wirken sehr authentisch auf mich. Der Schreibstil transportiert sehr gut Gefühle und lässt einen quasi an der Seite der Akteure durch die Geschichte gehen.

Fazit:
Ungewöhnliches, berührendes Buch das nachwirkt.

Bewertung vom 27.05.2019
Der Seelenhirte / Klara Frost Bd.3
Haller, Elias

Der Seelenhirte / Klara Frost Bd.3


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Klara Frost ermittelt wieder. In ihrem dritten Fall bereitet ihr ein brutaler Mord kopfzerbrechen. Eine ganze Familie wurde getötet. Ihr Tod wurde auf unvorstellbar grausame Art verursacht. Ein Teil der Familie wurde mit einem Schert enthauptet. Die Kommissarin, die einiges gewohnt ist, ist geschockt. Bei den Ermittlungen stößt sie auf eine Spur und merkwürdige Parallelen. Offensichtlich hängen zwei Dinge zusammen. Aber wie?

Meine Meinung:
Klara Frost ist wieder da. Ich habe mich schon sehr darauf gefreut, weil ich die eigenwillige Kommissarin in den ersten beiden Bänden kennen- und mögen gelernt habe. Wer die Bücher des Autors kennt, der weiß es wird vermutlich heftiger zur Sache gehen. Und so ist es auch in diesem Buch. Empfindliche Leser werden vielleicht schockiert sein. Die Bücher des Autors sind abgeschlossen, so dass jedes für sich gelesen werden kann. Ich empfehle sehr gerne alle, denn ich finde sie alle sehr gut.

Der Schreibstil des Autors ist auch diesmal wieder sehr gut lesbar und anschaulich. Einmal angefangen, hätte ich das Buch am liebsten am Stück gelesen. Die Spannung und das Grauen fand ich beinahe greifbar, so dass ich mich mitten ins Buch gezogen fühlte.
Der Täter ist gruselig, durch den Aufbau des Buches und die Schreibweise kam mein Kopfkino ordentlich in Gang und ich hatte verschiedene Theorien. Ich nehme vorweg, sie waren alle falsch, was ich aber gut finde, denn ein spannender Thriller lebt für mich auch von seinen unerwarteten Wendungen und der unvorhersehbarkeit. Dies ist hier alles gegeben.

Klara Frost ist auch in diesem Buch, mit ihren wunderbaren Eigenheiten, wieder sehr gut gezeichnet. Aber auch die anderen Charaktere sind gut dargestellt und wirken authentisch.

Für mich hat dieses Buch alles, was ein guter Thriller braucht. Daher empfehle ich es sehr gerne weiter.

Fazit:
Heftiger und undurchschaubarer, spannender Thriller für hartgesottene Leser.

Bewertung vom 20.05.2019
Sprengfalle
Winger, Luc

Sprengfalle


sehr gut

Zum Inhalt:

Ende der 80er Jahre in Deutschland. Eine Zeit des Umbruchs. Die Mauer in Berlin fällt, terroristische Gewalttaten passieren. Eine aufwühlende Zeit. In dieser Zeit begleiten die Leser eine Clique junger Menschen, auf welche die Ereignisse dieser Zeit ihr weiteres Leben lang wirken.

Meine Meinung:

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Der Autor berichtet über die damalige Zeit und ihre Besonderheiten. Das tut er in einem sehr gut lesbaren und mitreißenden Schreibstil. Da ich selbst Kind dieser Zeit bin, hatte ich manche Szene direkt vor Augen. Er hat ein Buch mit einer sehr plausiblen und spannenden Handlung geschrieben. Einmal angefangen hatte ich den Wunsch, das Buch direkt am Stück durchzulesen. Die Charaktere der Geschichte sind gut beschrieben, interessant, vielfältig und glaubhaft.

Das Buch wird in zwei Handlungsträngen erzählt, einmal in der Zeit Ende der 80er mit den Erlebnissen der Clique und ein Strang liegt in der Gegenwart, in der alle Cliquenmitglieder erwachsen sind und sich wieder treffen.

Das Buch beginnt schon spannend und dennoch steigert sich die Spannung stetig. Ich habe viel mitgerätselt und überlegt, was mir gut gefallen hat. Besonders hervorheben möchte ich die gut recherchierten Fakten zur damaligen Zeit. Die Auflösung am Ende hat mir gut gefallen, auch dass das Buch ein offenes Ende hat. Wer das nicht mag, wird vielleicht etwas unzufrieden zurückbleiben. Ich persönlich mag es sehr gerne mir auch im Nachgang zum Gelesenen noch Gedanken dazu zu machen und die Geschichte im Kopf mit möglichen Enden weiterzuspinnen. Trotz des offenen Endes ist die Erzählung abgeschlossen und schlüssig.

Fazit:
Politthriller mit einer Reise ans Ende der 80er, der mir sehr gut gefallen hat.

Bewertung vom 20.05.2019
SCHWEIGEPFLICHT / Stockholm-Reihe Bd.1
Lapidus, Jens

SCHWEIGEPFLICHT / Stockholm-Reihe Bd.1


sehr gut

Zum Inhalt:
In einem Sommerhaus in Schweden wird ein Toter gefunden. Dieser ist furchtbar entstellt. Die Anwältin Emelie und der ehemalige Häftlich Teddy, der für die Anwaltskanzlei Spezialaufträge übernimmt ermitteln in einem Fall... und plötzlich geht es um viel mehr, als einen Fall.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und anschaulich. Ich fühlte mich von Anfang an in der Geschichte gefangen und habe es genossen mitzurätseln. Die Geschichte beginnt interessant und entwickelt sich spannend und nicht vorhersehbar. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tempo in der Geschichte gewünscht. Wenn man die Geschichte an für sich etwas mehr gestrafft hätte, wäre dies problemlos möglich gewesen.

Die Figuren des Buches sind gut gezeichnet und gut dargestellt. Sie sind interessant ich hatte bei einigen Protagonisten Bilder der Personen vor Augen.

Das Ende des Buches hat mich verblüfft, damit hätte ich nicht gerechnet. Alles in allem empfand ich das Buch als einen umfangreichen, soliden Skandinavien-Krimi mit einigen unnötigen Längen.

Fazit:
Guter Skandinavien-Krimi mit einigen unnötigen Längen.

Bewertung vom 13.05.2019
Mord am Mandela Square (eBook, ePUB)
Boll, Matthias

Mord am Mandela Square (eBook, ePUB)


gut

Zum Inhalt:
In Johannesburg wird eine Leiche in einer Badewanne gefunden. Kurz darauf eine zweite. Man könnte meinen es seien Unfälle, aber es waren Morde. Sattler, der zufällig in der Stadt ist gerät unversehens mitten ins Geschehen und schnell geht es um Leben und Tod.

Meine Meinung:
Dies ist mein erstes Buch des Autors. Die vorherigen Bände kenne ich nicht, was mir beim Lesen allerdings nicht gefehlt habe. Das Buch steht für sich und kann alleine gelesen werden. Sage ich vom derzeitigen Wissenstands aus. Allerdings weiß ich natürlich nicht, ob ich andere Dinge im Buch erkannt hätte, wenn ich auch die anderen Bände kennen würde.

Ich war direkt von Anfang an mitten im Geschehen. Das Buch startet stark und wirkt.
Ich musste mich beim Lesen stark konzentrieren, da ich den Schreibstil nicht gerade einfach fand. Die Geschichte selbst ist schlüssig und gut aufgebaut, wobei mir das ein oder andere Detail etwas künstlich erschien. Die Beschreibung der Charaktere ist gut und passend. Was mir gut gefallen hat, war die Darstellung des Landes, ich hatte immer wieder das Gefühl dort vor Ort zu sein, das war wirklich sehr gelungen dargestellt. Das Buch nahm im Laufe der Geschichte immer mehr an Fahrt auf und kommt zu einem runden und schlüssigen Ende. Ingesamt ein gutes Buch.

Fazit:
Informativer und spannender Kriminalfall mit Südafrika-Flair.

Bewertung vom 13.05.2019
Die Geschichte der schweigenden Frauen
Shah, Bina

Die Geschichte der schweigenden Frauen


sehr gut

Zum Inhalt:
Die Welt hat sich verändert. In Green City, der Hauptstadt Süd-West-Asiens wurde die Mehrzahl der Frauen von einem Virus getötet und die Männer sind eindeutig in der Überzahl. Daher werden die Frauen dazu gezwungen mehrere Männer zu haben und werden den Männern zugeteilt. So soll der Fortbestand der Bevölkerung gewährleistet werden.

Es gibt Frauen, die dies nicht mitmachen möchten. Sie leben im Untergrund und bieten im Geheimen etwas ungewöhnliches an. Intimität ohne Sex.

Meine Meinung:
Die Autorin greift in ihrem Buch ein wichtiges Thema auf. Den Umgang mit Frauen in bestimmten Gesellschaften. Dieses Thema verpackt sie in eine sehr gut lesbare Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich. Ich hatte von einigen Szenen und Personen beim Lesen Bilder vor meinem inneren Auge. Dieses Buch unterscheidet sich von den Dystopien, die ich bisher gelesen habe. Was vergleichbar ist, ist dass die Welt, die gezeichnet ist, eine phantastische ist, die aber in irgendeiner Form grundsätzlich auch vorstellbar ist. Die Vorstellung ist beklemmend und furchtbar. Und so manch eine Diskussion die momentan geführt wird, macht dieses Bild noch realistischer.

Was nicht wirklich in dem Buch vorkam sind Elemente aus der Science Fiction, was mich aber nicht gestört hat. Der Schwerpunkt des Buches ist für mich der Blick auf die Gesellschaft und dazu in Relation auch auf den Einzelnen.
Die Charaktere sind gut beschrieben und wirken anschaulich.

Ich fand das Buch sehr erschütternd und aufrüttelnd und es beschäftigt mich auch noch nach dem Lesen. Damit ist es der Autorin gelungen mich zu berühren.

Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

Fazit:
Aufrüttelnder Roman über eine (nicht) schöne neue Welt mit feministischem Bezug.