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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: dieschmitt
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Bewertungen

Insgesamt 46 Bewertungen
Bewertung vom 01.03.2019
Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1
Pohl, Alex

Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Nachdem die Leiche eines Anwalts gefunden wird ermitteln die Kollegen Hanna Seiler und Milo NovicWinter wer diesen ermordet hat. Zunächst scheint es sich um einen klassischen Mordfall zu handeln, aber nach und nach wird offensichtlich dass mehr hinter dem Mord steckt. Und die beiden enthüllen ein Geflecht, dass einen in Angst und Schreckenversetzt.

Meine Meinung:
Ich kannte schon einige der Bücher, die der Autor unter seinem Pseudonym geschrieben hat. Da mir diese sehr gut gefallen haben war ich sehr auf dieses Buch gespannt.

Bevor ich auf die Details eingehe schon vorab: Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Direkt von Beginn an war ich in der Geschichte gefangen und konnte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr gut lesbar und detailliert und anschaulich. Der Autor zog mich in den Bann des Buches und mitten in die sehr heftige Geschichte. Wer es eher sanft mag wird hier nach dem Lesen vielleicht schockiert zurück bleiben, denn die Story ist heftig und wird ungeschönt dargelegt.

Die Geschichte selbst ist schlüssig von von Beginn bis zum Ende spannend. Obwohl sie schon spannend beginnt, schafft es der Autor die Spannung stetig ansteigen zu lassen, so dass man dem Buch atemlos folgt. Nach dem zunächst nach einem klassischen Mordfall aussehenden Fall, eröffnet sich nach und nach ein Fall, der einem die Haare zu Berge stehen lässt und der realistisch genug ist, dass ich Gänsehaut verspürte. Die Ermittler des Buches sind eigen und ich fand sie sehr sympathisch. Besonders gut gefallen hat mir, dass sie selbst nicht ohne eigene Geschichte sind, was sehr gut eingebaut ist. So war die Schilderung der Charaktere sehr anschaulich und glaubhaft.

Mir sind beide im Laufe des Buches sehr ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr mehr von ihnen lesen zu dürfen, denn ich finde beide sehr spannend und finde beiden haben sehr viel Potential.

Das Ende hat mich verblüfft, denn der Autor versteht sich geschickt darauf die Leser miträtseln zu lassen und sie immer wieder auf falsche Fährten zu führen, bis die Auflösung des Falls erfolgt. Ein rasantes und mitreißendes Buch, absolut empfehlenswert.

Fazit:
Mitreißendes und heftiges Buch, das ich sehr gerne empfehle.

Bewertung vom 09.01.2019
Die 3 Leben der Pezzi T.
Schleuderhonig, Milena

Die 3 Leben der Pezzi T.


sehr gut

Zum Inhalt:

Eine erfolgreiche Jurastudentin, schön, ehrgeizig und klug. Zum Studium ist die Deutsche ins Ausland gegegangen und lebt nun in New York, nebenher arbeitet sie als Model. Damit hat sie vieles von dem junge Frauen träumen, dennoch ist sie nicht glücklich. Durch einen Zufall soll sie mehr über ihre Modelkollegin Pezzi herausfinden. Dabei taucht sie in für sie bis dahin unbekannte Welten ein und lernt diese kennen und mögen.



Meine Meinung:

In diesem Buch erleben wir denn Alltag und die Gedanken der Hauptperson des Buches, welche die Leser an ihrem Tagebuch teilhaben lässt. Nach einem Therapeutenbesuch, den sie aufsucht, weil sie nicht glücklich ist, beginnt sie Tagebuch zu führen. Dies hatte ihr der Therapeut geraten. Die Autorin führt die Leser in einem sehr anschaulichen und gut lesbaren Schreibstil in die Welt der Tagebuchschreiberin. Diese ist sehr strukturiert, geplant und erfolgreich. Dennoch plagen sie Zeifel, weil sie nicht glücklich ist. Von diesem Ausgangspunkt geht die Geschichte tief auf Fragen des Glaubens, der Frage was eigentlich Glück ist und was man braucht um glücklich zu sein ein. Dies passiert in diesem Buch nicht etwa in Form eines Sachbuches, sondern als ungewöhnliche und liebenswerte Lebensgeschichten der Charaktere dieses Buches. Die Personen sind gut und detailreich beschrieben und ich hatte beim Lesen immer wieder Bilder von den Personen und Szenen vor Augen.

Die Geschichte selbst ist schillern und mystisch und bietet meiner Meinung nach neben guter Unterhaltung mit Fantasy-Einschüben auch viel Stoff zum Nachdenken. Auf einzelne Inhalte will ich jetzt nicht konkret eingehen, da ich nichts von der Geschichte verraten will.

Das Buch ist gekonnt und passend illustriert und bietet so für mich ein rundes Ganzes, etwas anderes, aber gutes Leseerlebnis.



Fazit:
Ungewöhnliches Buch mit Potential zum Nachdenken.

Bewertung vom 09.01.2019
Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2
Katzenbach, John

Der Verfolger / Dr. Frederick Starks Bd.2


gut

Zum Inhalt:
Dr. Frederick Starks kehrt fünf Jahre nachdem er einem Killer entkommen ist in sein Leben zurück. Plötzlich ist genau dieser Killer wieder da und droht ihm. Starks soll dem Killer helfen einen Unbekannten zu finden und zu ermorden, sonst wird er selbst zum Opfer Werden. Dies ist der Auftakt eines interessanten Katz- und Mausspiels.

Meine Meinung:
Sehr gespannt wartete ich auf das neue Werk von John Katzenbach, da mir seine Bücher immer gut gefallen haben. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen auch an dieses Buch. Vielleicht liegt es hieran, aber so wirklich hunderprozentig konnte mich sein neues Buch nicht überzeugen.

Das Buch ist die Fortsezung von Der Patient, entsprechend finden sich in diesem Buch auch die Charaktere des Buches wieder und in gewisser Weise setzt auch die Handlung am Vorgänger an. An für sich steht „Der Verfolger“ für sich, dennoch ist es hilfreich das Wissen aus dem Vorband zu haben, daher rate ich dazu „Der Patient“ vorher zu lesen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und gut lesbar, allerdings plätscherte dieses Buch meiner Meinung nach relativ lange Zeit eher dahin. Die Geschichte ist gut lesbar und hat unerwartete Wendungen, aber richtig Spannung kam für mich nur selten auf. Nach der Hälfte des Buches nahm die Geschichte nochmal an Fahrt auf und die Spannung stieg, was mir gut gefallen hat. Wenn ich dieses Buch als einen Krimi gelesen hätte, wäre ich wohl sehr zufrieden mit ihm gewesen, für einen Thriller hat es mir zu viele Längen, daher vergebe ich drei Sterne.

Fazit:
Eher leiserer Katzenbach, aber lesenswert.

Bewertung vom 30.12.2018
Damit du nie vergisst / Profilerin Andrea Bd.3 (eBook, ePUB)
Dicken, Dania

Damit du nie vergisst / Profilerin Andrea Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Zum Inhalt:

Die Leiche einer jungen Frau wird gefunden. Bei den Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass die Spuren denen der Leichen ähneln, die einige Jahre vorher gefunden wurden. Der Täter von damals wurde jedoch gefasst. Hatte der Täter damals einen Mitwisser? Die Ermittler tauchen in den Fall ein und Andrea Thornton – die Psychologin – muss tief in die eigene Vergangenheit eintauchen.



Meine Meinung:

Dies ist der dritte Fall für die Profilerin Andrea Thornton, und dieser Fall führt sie in die eigene Vergangenheit. Meiner Meinung nach kann man das Buch lesen ohne die vorherigen Bände zu kennen, aber der gesamten Geschichte wird man nicht ganz folgen können, bzw. fehlen Entwicklungen der Personen und man muss dann damit leben, dass man sich manches dazu denken muss. Außerdem entgehen einem zwei spannende Bücher, was schade wäre.


Ich habe mich sehr gefreut die wieder über die Charaktere der Bücher zu lesen und sie bei den Ermittlungen zu begleiten. Die Autorin schafft es auch in diesem Buch den Fall und das Privatleben der Akteure zu einem spannenden, mitreißenden und sehr gut lesbaren Buch zusammenzustellen. Der Schreibstil ist sehr gut lesbar, sehr anschaulich und fesselnd.



Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und durch die Einbindung des Privat- und Innenlebens sind sehr sehr anschaulich geschildert. Außerdem finde ich es sehr schön, wie man die Entwicklung der Charaktere über die Bücher hinweg verfolgen kann.



Über die Geschichte möchte ich gar nicht viel im Detail sagen, um nichts zu verraten. Sie beginnt spannend und dennoch steigert sich die Spannung immer weiter, so dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Die Lösung des Falls ist nicht vorhersehbar und obwohl man die ein oder andere Ahnung hat, was von der Autorin auch gewünscht ist und entsprechend eingebaut wurde, überrascht das Ende und die Auflösung doch sehr.



Ein kleiner Hinweis noch, zartbesaitete Menschen könnten manche Beschreibungen schauderhaft finden, aber ich persönlich finde das für einen Thriller sehr passend. Ich fühlte mich wunderbar unterhalten, gefesselt und erschaudernd-fasziniert. Daher empfehle ich dieses sehr gute Buch gerne weiter.



Fazit:
Fesselnder und faszinierender Profiling-Thriller für nicht zu zart-besaitete Leser.

Bewertung vom 30.12.2018
Ich schenke dir den Schmerz
Gebhardt, Ralf

Ich schenke dir den Schmerz


ausgezeichnet

Zum Inhalt:

Kommissar Störmer ermittelt wieder. Er ist immer noch auf der Suche nach dem Psychopathen und dieser findet jemanden der sich mit ihm zusammen tut und das Böse in nicht geahnte Dimensionen steigert...

Meine Meinung:

Sehr gespannt habe ich auf den zweiten Band der Reihe von Kommissar Strömer gewartet. Der erste Band hat mir schon so gut gefallen, dass die Erwartungen hoch waren. Wie schon beim ersten Band war ich sehr schnell in der Geschichte gefangen und konnte das Buch quasi nicht aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist sehr gut lesbar, flüssig und sehr anschaulich. Die Geschichte beginnt schon spannend und steigert sich dennoch immer weiter. Die Erzählungen sind heftig und es wird klar und deutlich, also auch brutal, dargelegt, was genau passiert. Nichts für zart besaitete Gemüter und auch bekennende Thriller-Fans bleibt hier mitunter der Atem stocken. Die Psychospiele der Psychopathen sind sehr gut dargestellt und beim Lesen stellten sich mit mitunter die Nackenhaare auf.

Der Einblick ins Privatleben von Strömer hat mir gut gefallen, das gab der Geschichte eine menschliche Variante, die bei der Darstellung der Taten des Psychopathenduos sonst komplett auf der Strecke geblieben wären.

Das was am Ende aufgedeckt wird ist unfassbar, aber realistisch genug, dass ich froh bin, dass die Geschichte nur ausgedacht ist. Ich hoffe ich kann sehr bald wieder über Strömer, Magdalena und deren Ermittlungen lesen.

Fazit:

Heftiger, spannender Fall mit Gänsehautfaktor.

Bewertung vom 30.12.2018
Wenn Kinder töten
Harbort, Stephan

Wenn Kinder töten


ausgezeichnet

Zum Inhalt:

Der Autor erzählt von tatsächlichen Kriminalfällen, er ist bekannt als Serienmordexperte und Autor von Geschichten über wahre Fälle. In diesem Buch berichtet er von Kindern, die getötet haben. Er erläutert Fälle, erklärt die Ursachen für die Tötungen und geht auf die Psychologie ein und berichtet über die Ermittlungen, die zur Überführung der Täter führt.

Meine Meinung:

Dies ist mein zweites Buch des Autors. Dieses Buch, das sich speziell mit Kindern, die gemordet haben, hat mich sehr bewegt und es hat mich gefesselt. Wenn ich sage es hat mit sehr gut gefallen, möchte ich dies näher erläutern, denn die geschilderten Taten sind heftig und lassen einen fassungslos zurück. Der Autor schildert in einem sehr gut lesbaren Schreibstil die Taten und die Ermittlungen der Polizei. Darüber hinaus geht er sehr gut verständlich auf die psychologischen Hintergründe ein und beleuchtet die Vergangenheit der Kinder. So kann man nachvollziehen wie es zu den Taten kam.

Mich hat das Buch sehr bewegt, denn hier werden Schicksale beschrieben. Die der Opfer und die der Täter, die irgendwie auch Opfer sind, Opfer ihrer Vergangenheit. Das machte mich sehr nachdenklich.

Sehr gut fand ich auch, dass hier der Fokus auf der Aufklärung und dem Verstehen liegt. Es gibt keinen moralischen Zeigefinger, sondern ein aufdröseln und Erklärung der Fälle und der Hintergründe. Auch die Gefühle der Ermittler sind sehr gut dargestellt. Ansonsten ist das Buch sachlich geschrieben, was mir sehr gut gefallen hat, denn die Taten sind schrecklich genug.

Ich kannte viele der Fälle nicht und ich war immer wieder entsetzt beim Lesen, denn diese Taten sagen sehr viel über unsere Gesellschaft aus. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter und habe mir schon weitere Bücher des Autors vorgemerkt.

Fazit:

Weshalb töten Kinder – Wahre Fälle dargelegt und erläutert. Sehr lesenswert.

Bewertung vom 08.12.2018
Mörderische Renovierung
Cantero, Edgar

Mörderische Renovierung


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Einige Monate nach einem mysteriösen Selbstmord bezieht der Erbe, ein 23jähriger Student mit seiner stummen Freundin das Haus, in dem sich der Vorbesitzer ermordet hatte. In ihrem neuen Heim soll es spuken, das macht die beiden sehr neugierig. Die beiden machen sich auf die Suche nach dem dunklen Geheimnis des Hauses.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist sehr ungewöhnlich, etwas vergleichbares habe ich bisher nicht gelesen und ich weiß nicht recht wie ich es beschreiben soll. Es setzt sich aus Briefen, Aufzeichnungen und Erlebnissen zusammen. Der Autor hat es geschafft mich innerhalb kürzester Zeit mit seinem Buch zu fesseln. Sein Schreibstil ist sehr anschaulich, detailliert und sehr gut lesbar. Ich hatte immer wieder Bilder vor Augen, so dass ich die Stimmung des Buches gut spüren konnte und so mit den Protagonisten des Buches mitfieberte.

Die Charaktere des Buches fand ich spannend, sehr gut gezeichnet und interessant. Für mich ergab sich so ein gutes Ganzes, das mir gut gefallen hat.

Die Auflösung der Geschichte fand ich schlüssig, sie hat mich aber auch verblüfft, da ich das nicht erwartet habe.
Alles in Allem ein wirklich ungewöhnliches, gutes und pfiffiges Buch.

Fazit:
Ungewöhnliches, sehr gut geschriebenes, spannendes, gruseliges Buch.

Bewertung vom 08.12.2018
Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6
Theurillat, Michael

Lenz / Kommissar Eschenbach Bd.6


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Kommissar Eschenbach kommt von einer Auszeit zurück zum Dienst. Bei ihm hat sich privat vieles verändert kehrt. Nun ist auch beruflich nicht mehr alles so wie es vorher war. Seine Vertretung bleibt als Kollegin und kämpft gegen ihn. Sein alter Kollege, mit dem er auch befreundet war, ist verschwunden und ein furchtbarer Verdacht ruht auf ihm. Eschenbach ermittelt.

Meine Meinung:

Dies ist das erste Buch des Autors und über Kommissar Eschenbach, das ich gelesen habe. Es beginnt spannend und interessant. Kommissar Eschenbach scheint eine interessante Person zu sein, er ist gut beschrieben, so dass ich mir ihn gut vorstellen konnte. Insgesamt ist der Schreibstil flüssig und sehr gut lesbar- Die Geschichte ist gut gemacht und die Spannung bleibt das ganze Buch über erhalten. Zwischendrin hätte man die Geschichte meiner Meinung nach ein bisschen straffen können. Aber vielleicht bin ich auch mit den falschen Erwartungen an das Buch gegangen, da ich kein anderes rund um den Kommissar kenne. Der Einstieg ist auch für Leser, welche die vorherigen Bände nicht kennen problemlos möglich.

Ich mag es knisternd spannend, daher fehlt mir persönlich bei diesem Buch ein bisschen mehr Spannung. Wer auf leisere, schön geschriebene Krimis steht ist bei diesem Buch genau richtig.

Fazit:
Leiserer, schön geschriebener Krimi.

Bewertung vom 03.12.2018
Das Hannibal-Syndrom
Harbort, Stephan

Das Hannibal-Syndrom


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Nach dem Schweigen der Lämmer ist Hannibal Lecter überall bekannt. Mit ihm wurde der Begriff des Serienmörders medientauglich und jedermann hatte ein Bild von diesem vor Augen. Aber wie sind die Täter jenseits von Hollywood. Trifft das gezeichnete Bild zu? Wes kennzeichnet Serienmörder? Was sagt die Realität und gibt es diese auch außerhalb von Amerika? Der Kriminalist Stephan Harbort erzählt aus der Praxis und berichtet aus Quellen, aus persönlichen Interviews mit den Täterm und befasst sich mit dem Hintergrund und den Auswirkungen. Dabei betrachtet er Schwerpunktmäßig Deutschland ab 1945.

Meine Meinung:
Der Autor bietet in diesem Buch eine sehr interessante Mischung aus Fakten, Hintergrundinformationen und persönlichen Erfahrungen, die er im Gespräch mit den Tätern gesammelt hat. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Theoretischer Hintergrund, die Beleuchtung der persönlichen Geschichten der Täter und Fallschilderungen wechseln sich ab und sind sehr interessant und kurzweilig zu lesen. Ich habe viel Neues erfahren, von vielen dieser Mörder/innen habe ich noch nie gehört und ich war ziemlich fassungslos über manche der Taten. Die Schilderungen sind hart und deutlich. Aber ich fand dies sehr passend, da die Realität geschildert wurde. Besonders gut gefallen hat mir, dass es in dem Buch über die bloße Schilderung hinausging, sondern sehr intensiv auf die psychologische Seite eingegangen wurde und mögliche Auslöser bzw. Gründe geschildert wurden.

So kann man zwar nicht die Taten verstehen, aber nachvollziehen wie Personen dazu kommen zu Serientätern zu werden. Es wurde auch sehr gut herausgestellt, dass es gewisse Komponenten gibt, die dafür sorgen können, dass man zum Serientäter wird, aber nicht dafür sorgen müssen.

Sehr interessant und lesenswert finde ich.

Fazit:
Serienmörder in Deutschland und ein Einblick in deren Innenleben. Lesenswert.

Bewertung vom 02.12.2018
Das Ritual der Toten
Krüger, Martin

Das Ritual der Toten


ausgezeichnet

Zum Inhalt:
Eine verwahrloste Frau wird in einer Unterführung in Frankfurt gefunden. Sie erzählt verwirrende Dinge, erzählt von einem Fluch. Winter und Parkov ermitteln und landen so immer tiefer in Parkovs Vergangenheit....
Meine Meinung:

Sehr gespannt habe ich auf den dritten Band rund um Winter und Parkov gewartet. Das ungewöhnliche Ermittlerduo habe ich schon in den ersten beiden Bänden des Autors kennen und mögen gelernt. Entsprechend groß war meine Erwartung. Die Bände können alle unabhängig voneinander gelesen werden, allerdings entgeht einem dann große Lesefreude, daher empfehle ich alle Bücher zu lesen.

Auch in diesem Band hat es der Autor geschafft mich sehr schnell mitten ins Geschehen des Buches zu ziehen. Ich mag den flüssigen, anschaulichen und detaillierten Schreibstil des Autors, der immer wieder dafür gesorgt hat, dass ich viele Bilder vor Augen hatte und mein Kopfkino auf Hochtouren lief. Das Buch beginnt schon spannend und geht auch so weiter bis zum Schluss. Es kommt immer wieder zu unvorhersehbaren Wendungen, der Autor hat es immer wieder geschafft mich zu verblüffen. Wie auch in den vorherigen Bänden ist die Handlung komplex und als Leser muss man gut aufpassen um folgen zu können. Ich persönlich mag das und rätsle auch immer gerne mit.

Das Buch lebt u.a. auch von den sehr gut beschriebenen, sehr eigenen Charakteren des Buches. Winter und Parkov als Ermittler und sehr raffinierte Täter auf der anderen Seite.
Besonders gut bei diesem Buch hat mir auch gefallen, dass ich eine deutliche Weiterentwicklung der beiden Hauptprotagonisten festgestellt habe, was ich gut und passend fand. Durch einige Details des Privatlebens der Ermittler werden die Protagonisten des Buches noch anschaulicher. Ich mag die eigenwillige Marie und den außergewöhnlichen Parkov und hoffe ich kann bald wieder von bzw. über die beiden lesen, denn sie gehören eindeutig zu meinen Lieblingsermittlern.

Ich vergebe 5 Sterne und meine Leseempfehlung.

Fazit:
Super spannender, komplexer Thriller. Unbedingt lesen!