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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: susann.gue
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Bewertungen

Insgesamt 13 Bewertungen
12
Bewertung vom 23.05.2019
Tote Asche
Walter, Patricia

Tote Asche


ausgezeichnet

Nach dem Tod von Kiras Mutter passieren merkwürdige Dinge in Kiras Leben. In ihrer Küche findet sie die Urne ihrer verstorbenen Mutter mit einer grausame Botschaft "Sie war nicht deine Mutter und du verdienst es nicht, zu leben". Kurz darauf entdeckt sie auf dem Friedhof vor einem ausgehobenem Grab ein Kreuz mit ihrem Namen und einem Todestag. Bildet sie sich alles nur ein oder wird sie tatsächlich von jemandem verfolgt und bedroht?
Patricia Walter ist es mit "Tote Asche" gelungen, einen absoluten Pageturner zu schaffen. Die teilweise relativ kurzen Kapitel enden meist so spannend, dass man sofort das nächste und nächste und nächste Kapitel lesen möchte. Daher hatte ich Schwierigkeiten, gute Stellen für Lesepausen zu finden.
Der Schreibstil ist wirklich toll und die Spannung flacht zu keinem Moment ab.
Immer wieder bieten sich dem Leser Situationen zum Spekulieren und Protagonisten, die verdächtig erscheinen.
Das Ende war für mich schließlich jedoch überraschend, vor allem aber auch sehr dramatisch und bedrückend.

Mir hat "Tote Asche" sehr gut gefallen und ich kann es jedem, der gerne Psychothriller liest, voll und ganz empfehlen!

Bewertung vom 01.05.2019
Auch alte Wunden können heilen
Charf, Dami

Auch alte Wunden können heilen


sehr gut

Im Buch „Auch alte Wunden können heilen“ beschäftigt sich die Autorin, Dami Charf, mit dem Thema, wie Verletzungen aus unserer Kindheit unser Leben bestimmen und wie man sich davon lösen kann.

Der Inhalt unterteilt sich grob in folgende Themen:
Was sind frühe Wunden überhaupt?
Was ist Selbstregulation und warum ist diese so wichtig?
Welche Bindungsformen gibt es in unserer Kindheit und welche Auswirkungen haben diese auf unser Leben im Erwachsenenalter?
Was sind die fünf Lernaufgaben und welche Rolle spielen diese in unserer Entwicklung?
Wie funktioniert unser Gehirn in Bezug auf Traumata und unser psychisches Empfinden? Welche Schutzmechanismen hat sich unser Körper eingerichtet?
Welche Wege können Betroffene gehen, um eine „Heilung“ zu erlangen? Welche Bedeutung hat hierfür eine Psychotherapie und was gibt es dabei zu beachten?

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und für jeden, der sich mit diesem Thema beschäftigen möchte, gut verständlich. 
Das Buch liefert insgesamt sehr viele Informationen und ist fachlich ein guter Einstieg in dieses Thema. Obwohl ich mich schon viel mit ähnlichen Themen (Inneres Kind, Prägungen durch die Kindheit, Bindungsmuster, Beziehungstypen) auseinander gesetzt habe, gab es für mich in diesem Buch noch einige „Aha-Momente“.
An der Stelle, als auf Gefühle und Emotionen eingegangen wurde, hätte ich mir noch einen kurzen Exkurs dazu gewünscht, wie Gefühle überhaupt entstehen. Für mich wäre das zwar nichts neues gewesen, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass das an dieser Stelle für den ein oder anderen Leser sehr hilfreich gewesen sein könnte.

Der Untertitel des Buchs ist leider ein wenig irreführend. Durch „…und wie wir uns davon lösen können“ verspricht sich so mancher Leser vermutlich eine Art Ratgeber zur Selbsthilfe. Als das kann man das Buch aber nur sehr bedingt ansehen. Es bietet eine gute Grundlage für Hintergrundwissen, die Autorin betont aber auch immer wieder, wie schwer der Weg ist und wie wichtig es ist, dabei bei Bedarf auch professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Alles in allem ein hochinteressantes Buch, dass ich gern weiterempfehlen möchte.

Bewertung vom 25.04.2019
Blutmond
Engberg, Katrine

Blutmond


ausgezeichnet

In der Kopenhagener Modeszene passieren kurz nacheinander zwei grausame Morde. Den Opfern wurde während Fashion-Veranstaltungen Ablussreiniger in ihre Getränke gemischt. Jeppe und Annette ermitteln in diesem wirklich brutalen Fall und geraten dabei auch an ihre persönlichen Grenzen.

Das Cover mag ich sehr, es ist schlicht aber dennoch sehr stimmungsvoll.
Der Schreibstil ist, wie auch schon beim ersten Teil der Reihe - Der Krokodilwächter - sehr angenehm und bildhaft, Blutmond lässt sich dadurch wirklich gut lesen.
Der Handlungseinstieg ist spannend gestaltet und auch im weiteren Handlungsverlauf bleibt die Spannung stetig erhalten.
Die Protagonisten werden ,durch teilweise auch private Einblicke, sehr authentisch und lebhaft dargestellt.
Katrine Engberg bringt mehrere Charaktere gekonnt in die Handlung ein, die als mögliche Täter in Frage kommen. So schafft sie, dass der Leser durchweg mitraten und mitfiebern kann. Auch durch die privaten Einblicke ins Leben der Ermittler wird man als Leser in die Geschehnisse hineingezogen.
Die Protagonisten werden durch teilweise auch private Einblicke sehr authentisch und lebhaft dargestellt.
Mich hat Blutmond absolut gefesselt und es steht seinem Vorgänger „Der Krokodilwächter“ in nichts nach.
Die Auflösung des Täters war für mich schließlich überraschend und das Ende des Buchs hält Potential für einen weiteren Band bereit.
Ich hoffe, bald noch weitere Bücher von Katrine Engberg über die Ermittlungen von Jeppe und seinem Team lesen zu können.

Bewertung vom 25.04.2019
Die Spur der Toten / Witchmark Bd.1
Polk, C. L.

Die Spur der Toten / Witchmark Bd.1


gut

Geschichte mit Potential, Umsetzung leider eher etwas mangelhaft

In Aeland herrscht ein fürchterlicher Krieg, aus dem die Soldaten völlig verändert zurückkommen. Miles Singer ist Arzt und besitzt magische Fähigkeiten, mittels dieser er die zurückkehrenden Soldaten heilen kann. Doch er muss vorsichtig sein, dass sein Geheimnis nicht aufgedeckt wird.
Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der ihn bittet, seinen Mörder zu finden, bleibt ihm keine Wahl. Um den Mordfall aufzuklären, muss er sich mit dem Amaranthine Tristan zusammenschließen. Gemeinsam kommen sie auf die Spur eines Geheimnisses voller Abgründigkeit.

Leider kann tue ich mich noch etwas schwer, eine endgültige Meinung zu „Witchmark“ zu bilden.
Die Geschichte und die Charaktere sind prinzipiell wirklich gut - die Verknüpfung von Magie, politischen Intrigen und einer Liebesgeschichte ist eigentlich sehr gut.
Leider fehlt es mir in der Handlung allerdings etwas an Spannung: Unwichtigere Passagen sind teilweise etwas langatmig erzählt, wichtigere Passagen dafür allerdings viel zu kurz gehalten. Außerdem kann ich in die Welt um Aeland leider nicht richtig eintauchen - da hätte ich mir für einen Fantasyroman etwas mehr bildhafte Beschreibung erhofft.
Des weiteren hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, etwas wissen und verstehen zu müssen, was ich aber nicht tat. Manchmal hatte ich den Eindruck, ich lese einen zweiten Teil und mir fehlen einfach wichtige Hintergrundinformationen zur Welt, in der die Handlung spielt.
Bezeichnungen wie Sturmsänger und Sekundäre, Hexen und Magier werden zwar immer wieder angesprochen, aber nicht oder nur knapp und im weiteren Verlauf - sehr knapp - erklärt. Auch der immer wieder angesprochene Unterschied, den es zwischen Magiern und Hexen geben soll, wird nicht so richtig erklärt.
Einige Dialoge haben für mich manchmal auch etwas verwirrend gewirkt. Hier habe ich mich gefragt, ob Inhalt eventuell aufgrund der Übersetzung auf der Strecke geblieben ist.
Generell liest sich das Buch ansonsten recht angenehm, wobei immer wieder kleine „Übersetzungsfehler“ auffallen, die dann doch den Lesefluss etwas erschweren.

Insgesamt finde ich die Idee hinter der Geschichte sehr gut, mit der Umsetzung tue ich mich allerdings noch etwas schwer - leider. Denn ansonsten bietet die Handlung wirklich viel Potential!

Bewertung vom 31.03.2019
Ein perfider Plan / Hawthorne ermittelt Bd.1
Horowitz, Anthony

Ein perfider Plan / Hawthorne ermittelt Bd.1


ausgezeichnet

Kriminalroman mit amüsanter Erzählweise

Ein Frau geht in ein Bestattungsunternehmen, plant ihre eigene Beerdigung und ist wenige Stunden später tot.
Daniel Hawthorne, ein ehemaliger Polizeioffizier, ermittelt an diesem Fall als Privatdetektiv und bittet den Bestsellerautor Anthony Horowitz, ein Buch über seine Ermittlungen zum Fall zu schreiben. Horowitz ist zunächst skeptisch, willigt aber schließlich ein.

Das Cover finde ich sehr gut, es ist schlicht gestaltet und stellt durch die Farbe des schicken Leineneinbands und das Motiv einen Bezug zu London dar.
Das Buch lässt sich durch den bildhaften und amüsanten Schreibstil sehr angenehm lesen. Horowitz schreibt in der Ich-Perspektive und berichtet so, wie er Hawthorne bei den Ermittlungen begleitet. Eine interessante und gekonnte Erzählweise, bei der der Autor selbst eine der Hauptfiguren darstellt - hier fragt man sich an der ein oder anderen Stelle, inwieweit sich das Geschilderte um Realität oder Fiktion handelt.
Im Laufe der Ermittlungen tauchen immer neue Verstrickungen um den Tod der alten Mrs. Cowper auf, die den Handlungsverlauf sehr spannend gestalten - ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Demnach war das Ende für mich auch nicht vorhersehbar.

Für mich insgesamt ein wirklich empfehlenswerter Kriminalroman.

Bewertung vom 19.03.2019
Mitternachtsmädchen / Nathalie Svensson Bd.3
Moström, Jonas

Mitternachtsmädchen / Nathalie Svensson Bd.3


ausgezeichnet

In Uppsala wurden drei Frauen angegriffen und vergewaltigt, das letzte Opfer wurde schließlich getötet. Von einem möglichem Täter fehlt bisher jede Spur.
Die Psychiaterin Nathalie Svensson soll bei den Ermittlungen helfen. Leider handelt es sich beim letzten Opfer um die Tochter einer Freundin von Nathalie. Ein zusätzlicher Grund für Nathalie, schnell den Verantwortlichen für die grausamen Taten zu fassen.

Das Buchcover finde ich sehr schön, das Motiv ist stimmungsvoll und ich mag sehr, dass es nur in Weiß-, Rot- und Schwarztönen gehalten ist.
Die Geschichte um die Ermittlungsarbeit von Nathalie, Johan und ihren Kollegen ist sehr spannend geschrieben. Die relativ kurzen Kapitel und Perspektivenwechsel haben dazu geführt, dass ich nur schwer aufhören konnte, zu lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Mein Fazit: Ein spannender Kriminalroman mit vielen Verdächtigen und einem Ende, das ich so nicht vermutet habe.

Bewertung vom 13.03.2019
Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1
Pohl, Alex

Eisige Tage / Seiler und Novic Bd.1


ausgezeichnet

Leipzig im Winter. Ein erschossener Anwalt wird gefunden, außerdem wird ein junges Mädchen vermisst. Welchen Zusammenhang gibt es zwischen diesen beiden Fällen?



Der Handlungseinstieg ist sehr spannend gestaltet und auch während Handlungsverlaufs bleibt die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Vor allem die teilweise kurzen Kapitel haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, um zu wissen, wie es weitergeht.

Das Ermittler-Duo bringt durch seine teilweise seltsame, aber auch amüsante Art viel Potential für weitere Bände mit sich.

Die Handlung unterteilt sich grob in zwei Stränge. Beide Handlungsstränge sind für sich jeweils sehr spannend geschrieben und verknüpfen sich schließlich zu einem für mich unvorhergesehenen Ende.

Insgesamt ein wirklich spannender, aber auch sehr grausamer und brutaler Kriminalroman, den es sich lohnt, zu lesen.

Bewertung vom 09.03.2019
Finde deine Lust!
Siller, Nicole

Finde deine Lust!


sehr gut

Ein wirklich interessantes Thema, wie ich finde. Denn viel zu viele Frauen kritisieren sich, fühlen sich unwohl im eigenen Körper und können sich selbst nicht richtig spüren - oder aber vergessen im Alltagsstress, sich auf sich selbst zu konzentrieren und Bewusst Zeit für sich selbst (und den Partner) zu nehmen.

Das Cover ist passend zum Thema sinnlich gestaltet.
Das Buch unterteilt sich in einen „Wissensteil“ sowie einen „Praxisteil“.
Der Wissensteil unterteilt sich grob in Kapiteln zu Themen wie die weibliche Sexualität in der Vergangenheit und Gegenwart, der Frauenkörper und Anatomie der Geschlechtsorgane, sowie Glaubenssätze und innere Regeln.
Für meinen Geschmack hätte der Wissensteil etwas ausführlicher und tiefgründiger sein können, man bekommt jedoch einen guten Überblick und wird umfassend an das Thema weibliche Sexualität herangeführt.
Während des Lesens wird man immer wieder dazu angeregt, sich mit der eigenen Situation und der eigenen Sexualität auseinander zu setzen. Für Leser, denen die Selbstreflexion von sich aus nicht so leicht fällt, hat die Autorin gezielte Fragen ergänzt, mit denen man arbeiten kann.
Ich hätte mir noch einen Exkurs gewünscht, welche Ursachen ein Mangel an Lust außerdem noch haben kann - denn hierbei kommen nicht nur fehlende Selbstliebe, -wahrnehmung oder destruktive Glaubenssätze in Frage, sondern z.B. auch hormonelle Ursachen.
Im Praxisteil erhält man viele gute Anregungen, wie man mehr Selbstliebe und -fürsorge in seinen Alltag integrieren kann und welche Möglichkeiten es für Paare gibt, gemeinsam an mehr und vor allem qualitativer Intimität arbeiten kann.
Einzelne Übungen finde ich persönlich nicht ganz so hilfreich, allerdings muss das jeder für sich selbst herausfinden.

Bewertung vom 28.02.2019
Liebes Kind
Hausmann, Romy

Liebes Kind


ausgezeichnet

Grandioses Debüt

Ich habe lange nicht mehr einen so spannenden, berührenden und beklemmenden Thriller wie "Liebes Kind" gelesen. Romy Hausmann hat damit ein wirklich wundervolles Debüt geschaffen. Der Schreibstil und die Erzählweise sind grandios. Man fühlt sich von Beginn an mitten in der Handlung und kann vor Spannung das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Handlung wird durchweg in der Ich-Perspektive erzählt, wobei sich die Hauptprotagonisten dazu je Kapitel abwechseln. So bekommt man einen guten Einblick in das Fühlen und die Gedankenwelt der Charaktere und ist auch emotional mitten drin in der Geschichte:
Matthias hat mich durch seine etwas cholerische Art teilweise etwas aufgebracht. Jasmins Verhalten konnte ich zum Schluss in einzelnen Punkten nicht ganz nachvollziehen. Und Hannah hat bei mir für eine Mischung aus Entzücken und puren Gänsehaut-Momenten gesorgt.

Das Buch hält die ein oder andere überraschende Wendung parat. Und auch das Ende war für mich dann doch relativ unvorhersehbar. Insgesamt war ich dennoch ein klein wenig enttäuscht: hatte ich nach dem Handlungsverlauf und den vielen angestellten Vermutungen doch irgendwie mit einem spektakuläreren Ende gerechnet. Außerdem wird die Auflösung für meinen Geschmack ein klein wenig zu kurz abgehandelt. Ich hätte mir vielleicht zusätzlich auch noch ein Kapitel aus Lenas Perspektive zur Aufklärung gewünscht. So kann man nur darauf vertrauen, dass der Täter die Wahrheit gesagt hat. Aber vielleicht ist das ja auch gerade der Wille der Autorin, dass Raum für Spekulationen bleibt.

Insgesamt bin ich jedoch mehr als begeistert und kann nur jedem empfehlen, diesen wundervollen Thriller zu lesen!

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 01.01.2019
Die Essenz des Bösen / Detective Max Wolfe Bd.5
Parsons, Tony

Die Essenz des Bösen / Detective Max Wolfe Bd.5


sehr gut

Spannender Kriminalroman mit aktueller Thematik

"Die Essenz des Bösen" ist meiner Meinung nach ein gelungener, spannender und auch sehr bedrückender Kriminalroman.
Es war der erste Band aus dieser Reihe, den ich gelesen habe, daher kann ich zu anderen Büchern keine Vergleiche ziehen.
Mit der Hauptfigur, Max Wolfe, konnte ich mich, bis auf ein paar Ausnahmen, sehr gut identifizieren und habe daher auch bei seiner privaten Sorgerecht-Problematik mitgefiebert und gehofft.
Der Kriminalroman war angenehm zu lesen und flüssig, einzig die Abkürzungen und Erläuterungen zu den Ermittlungseinheiten und Einsatzkommandos haben etwas im Lesefluss gestört.
Der Handlungseinstieg war bereits wirklich bedrückend, aber auch im weiteren Handlungsverlauf blieb es spannend und für mich gab es zwischenzeitlich auch mehrere Verdächtige, sodass das Ende für mich nicht richtig vorhersehbar war.
Insgesamt ein wirklich spannender Kriminalroman mit aktueller, bedrückender Thematik.

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